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Diett-tag

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sibent in einem von Husaren begleiteten vierspännigen Wagen nach Schloß Amalienborg. Zn den Straßen bildeten Truppen Spalier. Der Präsident FalliereS stattete kurz nach seinem Eintreffen auf Schloß Amalienborg dem kronprinz« lieben Paare und dem Prinzen und der Prinzessin Walde­mar auf Schloß Bernstorf einen Besuch ab.

Englisches Unterhaus. In der gestrigen Sitzung fragte Londsdale, welches der genaue Inhalt der Erklärung sei, die hinsichtlich des Abschnittes 27 des Patentgesetzes von der englischen Regierung abgegeben worden fei, von der der deutsche Staat8sekr«iär des Innern gesagt habe, daß sic die Lage für die deutschen Patentinhaber in ein etwas besseres Licht gerückt habe. Hierauf erwiderte der Nnterstaatssekretär des Reichsschatzamtes Peaso namens des Staatssekretärs Grey, der Inhalt ist folgender: Der Abschnitt 27 fordert nicht, daß jede patentierte Sache in England angefertigt wird. Der Abschnitt sieht nur vor, daß, wenn bewiesen werdtn kann, daß ein englisches Patent nach einer reich« lichtn, durch da» Gesetz gewährten Frist vornehmlich oder aurschließlich im AuSlande auSgeführt ist, daß dann jeder­mann von dem Patentinhaber den Nachweis fordern kann, warum sein Patent nicht in angemessener Weise in England in Ausführung gebracht ist. Falls der Patentinhaber dem Patentkontrolleur und den Gerichten eine zufriedenstellende Erklärung geben kann, soll sein Patent nicht widerrufen werden. Wenn er beweisen kann, daß eS noch eines größeren Zeitraumes b«darf, um ihn in Stand zu setzen, sein Patent in angemessener Weise zu verwerten, so kann ihm die not« wendige Frist vom Patentkontrolleur oder, wenn dieser sie verweigert, gerichtlich zugestanden werden.

Deutsche Offiziere in Petersburg. Aus Pet «rs- b u r g wird vom 20. Juli gemeldet: Nachdem Großfürst Nikolaus, der Oberkommandierende der Garde deS Peters« burger Militärbezirkes, am Freitag den deutschen Militär- bevollmächtigten, General v. Jacobe, die drei hier weilenden preußischen Regimentskommandeure und den Militärattache Graf v. PoiadowSky-Wehner in daß Lager von Krasnoje Sselo zum Frühstück geladen und der Kaiser abends bei Gelegenheit eines Umrittes durch das Lager die Meldung der drei Kommandeure entgegengenommen und sie zur Teil­nahme an der großen Parade zugezogm hatte, waren die deutschen Offiziere am Sonntag zum Familien-Frühstück bei dem Kaiserpaar in Alessandria (Peterhof) befohlen. Nach dem Frühstück wurden Park und Schloß Peterhof besichtigt. Der Kaiser verlieh drn drei Kommandeuren den Anninorden zweiter Klasse. Zu morgen sind General v. Jacobi, die drei Kommandeure und Graf v. Posadowsky-Wehner zu dem Kavallerie-Exerzieren in Krasnoje Sselo durch Großfürst Nikolaus geladen.

Vom Balkan. Von 28 kleinasiatischen Redifbataillonen des dritten KorpsbereicheS, deren Mobilmachung gemeldet wurde, sind bereits zwei zu je 800 Mann in Saloniki ein­getroffen. Di« Mobilisierung ging schnell vor sich, da die betreffende Order erst am 9. Juli in den Dörfern zugestellt wurde. Am dritten Tage waren die Mannschaften bereits ringerückt und eingekleidet. Aus Smyrna wird gemeldet, daß 16 Redifbataillone der Division Koma des zweiten Korps^ere'lbeS Adrianopel gleichfalls für den dritten Korps- 6 er ei* einberufen wurden. Infolge der Nachgiebigkeit gegen die Forderung der Offiziere in Adrianopel fanden auch in drei anderen Garnisonen deS zweiten KorpsbereicheS, in Mustasapascha, Kulyliburgas und Dymovika ähnliche Offi­ziersdemonstrationen statt. Am 16. Juli traf in Adria­nopel die Beförderung aller aus den Militärschulen hervor­gegangenen Offiziere, welche seit vier Jahren nicht befördert wurden, auf telegraphischem Wege ein. Infolgedessen be­setzten sechzig ältere, zumeist Artillerieoffiziere, die keine Militärschule absolviert haben, das Telegraphenamt und ver­langten ebenfalls Beförderung. Außerdem versammelten sich auch einige hundert Soldaten, deren Präsenzdienstzeit längst zu Ende ist, in der Adrianopeler Bajazmoschee und verlangten deS Hochaltars mit den säulenumrandeten hohen Logen rechts und links.

Ich fragte unsere Führerin, ob sie wisse, wo nach der Einweihung dieser Kirche daS Festmahl eingenommen wor­den fei, denn mir lag der beklemmende Gedanke im Sinn, daß sich ja bei diesem Anlaß die ersten Zeichen von des Königs beginnendem Leiden bekundet hatten.Das Essen war dort auf der Domäne; aber die Erkrankung deS Königs fing schon hier an. Emst wies sie mit der Hand nach her Loge rechts, deren farbig getönten Säulenschmuck ich eben bewundert hatte. Seit Jahren war in meiner Vorstellung mit dem Petersberg verbunden, daß der feinsinnige König hier oben beim Einweihungsmahl plötzlich den Faden seiner glänzenden Rede verloren und seine Umgebung durch wirres, zusammenhangloses Stammeln erschreckt habe. Daß schon hier in der Kirche sich die ersten Anzeichen seiner herein­brechenden Krankheit gezeigt hatten, war mir neu und trieb mich nun trauemd aus dem schönen Gotteshause hinaus.

Nach Norden hin zieht sich der Kirchhos mit seinen Gräbern hinab. Auch dort steht noch aus der Höhe ein Mauerbogen deS alten Klosters; aber der stattlichste fiebertest, etwa dem einstigen Remter angehörend, liegt im SUdosten der Kirche. Dort kann man, hinter sich den neuen BiSmarck- turm, von einem Punkte aus die ganze Kirche in all ihren Teilen, das davor gelagerte hohe Pfarrhaus und die wetten, abgebröckelten Klostermauem überblicken, ein Bild voller Gegensätze und doch voller Reiz und Stimmung! Die röt­lich-milde Abendbeleuchtung hüllte Gegenwart wie Ver­gangenheit in einen gemeinsamen Zauber ein, der beide gleich wohl kleidet.

Wir wandten unS abwärts; denn wir hatten nicht Lust, uns die Weihe dieser Stunde durch Einkehr im Wirtshause zu zerstören. Don dem weiten Rundblick bis Magdeburg, Nordhau'sn und Leipzig, den man dem Petersberg nach­rühmt, hatte uns der dunstige Herbstnebel, der schon über dem nahen Coethen lagerte, nichts gegönnt; und dennoch fanden wir unS reich belohnt von dem, was wir oben ge- sehen hatten.

Von unten her klangen unS helle Töne entgegen: Kinder-

ihre Entlassung. Durch Versprechungen dürften die beiden Demonstrationen bereits beendet sein.

Die Unruhen in Perfien.

Teheran, 20. Juli. Nach sicheren Nachrichten haben in Täbris heftige Kämpfe zwischen der G ch a h p a r t e i und der Parlamentspartei stattgefunden. Rachim Khan verließ mit den Truppen Täbris. Die Revolutionäre erstürmten die schwach besetzten Verschanzungen. Eine allge­meine Plünderung erfolgte. Die Lage ist für den Schah günstig. Die LebenSmittelzufuhr nach Täbris ist verhindert.

Täbris, 20. Juli. (PeterSb. Tel.-Ag.) Infolge der Weigerung des Schahs, die Muschtekhiden, gegen die da« Volk aufgebracht ist, aus der Stadt zu entfernen, begann heute nachmittag ein heftiges Gewehr- und Artil­lerie feuer zwischen den Revolutionären und den An­hängern des Schahs.

Streikuuruhen in Indien.

Bombay, 20. Juli. Heute früh 7 Uhr verursachten 4000 Spinnereiarbeiter außerhalb der Stadt Unruhen. Ein Spinncreiverwalter, Polizei« und andere Beamte, sowie eine Abteilung Infanterie begaben sich auf den Schauplatz der Unruhen. Der Verwalter forderte die Menge auf, aus­einanderzugehen. Die Menge weigert« sich und ging in ge­schlossener Masse weiter vor, gefolgt von der Polizei. Die Arbeiter kehrten alsdann um und warfen die Polizei mit Steinen. Diese feuerte hierauf Revolverschüsse ab. Ver­schiedene Arbeiter wurden getötet; ihre Zahl ist jedoch noch nicht festgestellt. Die Menge wurde sofort auseinander­getrieben.

Bansai!

Es ist noch nicht sehr lange her, daß anläßlich der durch die japanische Einwanderung im Westen von Amerika her­vorgerufenen Differenzen, die sich allmählich scharf zuspitzten, mit dem Ausbruche eines Krieges zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika gerechnet wurde. Einen solchen Zukunftskrieg, zu dem es doch einmal kommen kann, schildert ein Buch von ParabellumBansai!", das in der Dieterichschen Verlagsbuchhandlung, Th. Weicher, in Leipzig (Pr. 3 Mk.) erschienen ist, in der Form eines höchst spannenden Romans.Bansai 1* ist das japanische Hurra, und der Deckname des Verfassers Parabellum bedeutetRüste zum Kriege", wie denn auch das Buch den Zweck verfolgt, dem amerikanischen Volke die Mängel seiner Kriegsvorbe­reitung vor Augen zu führen.

Das äußerst geschickt gemachte und gut geschriebene Buch beginnt mit einem Ueberfall der Philippinen durch die Japaner, welche die telegraphische Verbindung unterbrochen haben, während die Amerikaner auf Grund gefälschter Zeitungsnachrichten, die ein japanischer Dampfer nach Manila bringt, in dem Glauben sind, die Störung sei eine Folge umfangreicher Erdbeben. So erhalten die Philippinen auch keine Nachricht von dem Ausbruche des Krieges, und Japan gelingt es mit Unterstützung der Tagalen, sich den Besitz der Insel zu sichern, ohne auf ihrer Seite irgendwelche Verluste zu haben. Hawai gelangt ebenso in die Hände der Japaner; die dortigen japanischen Einwanderer erdrücken, mit ihrer Ueberzahl die dort ansässigen Amerikaner. Die amerikanische Flotte befindet sich zur Zeit, als Japan ohne Kriegserklärung zu Feindseligkeiten übergeht, im Begriff, ihre planmäßigen Flottenmanöver abzuhalten; die hierfür gebildete blaue und gelbe Partei wird auf offener See von der japanischen Flotte, die unbemerkt die Ausreise von Ostasten angetreten hat und ebenso unbemerkt an der amerikanischen Westküste erscheint, überfallen und in wenigen Minuten vernichtet, wobei See­gang und unsichtiges Wetter die japanischen Unter­nehmungen wirkungsvoll unterstützen. Die Einnahme von San Franzisko und der Häfen am Puget Sound geht glatt von statten, weil die Besatzungen der Festungswerke und die Einwohner in den angreifenden Schiffen ihre eigenen stimmen, die von hochgetürmten Erntewagen kamen und der Domäne zujauchzten mit dem Reim:

^eute bringen wir 'n Erntekranz,

Morgen halten wir Spiel und Tanz Juchhe!"

Aber auch das Singen verhallte, und still, ganz still ward es um uns her. Hier und da ragten am Wege Stücke einer alten Steinmauer, etwa an die Teufelsmauer beim Harz er­innernd, empor, und fast schauernd erkannten wir einmal, daß das, was wir in schnell wachsender Dämmerung auch nur für zackiges Steingebild gehalten hatten, die scharfe Profillinie von einem in regloser Beschaulichkeit sitzenden Alten mit im Schoß gefalteten Händen war.

Kleine Barfüßler lösten ihre Ziegen vom Weidepflock, sie munter hin aufzuführen in den heimischen Stall,Audi­fax und Hadumoth!" fuhr es uns durch den Sinn beim Anblick dieses lustigen Hirtenvölkchens, und so erinnerte uns der Petersberg trotz seiner ganz anderen Lage und Geschichte doch, wie beim Kommen, so auch jetzt beim Scheiden wieder an seinen Bruder im schwäbischen Gau, den romanumwobenen Hohentwiel.

Wann wird dem Petersberg sein Dichter erstehen, der ihn mit Blütenranken umzieht? Auch er wäre dessen wert!

Albumblätter.

Ein Wunsch, der still für uns und ander« fleht, Ein Seufzer, der dem Herzen leis' entweht, Den keine Lippe spricht, ist ein Gebet. Herder.

* * * '

Bet' oft, so wirst du Glauben halten, Dich prüfen und da« Böse scheu'n, In Lieb' imb Eifer nicht erkalten, Und gern zum Guten willig sein. Gellert.

* * *

Bitte du nie um ein Gut: nein, fleh' nur allein um da» Gute;

Denn was den Sterblichen frommt, ist nur den Göttern be­wußt.

Goethe.

Linienschiffe und Kreuzer vermuten, und weil auch hin wieder bi« japanischen Operationen durch Nebel verdeckt werden. Ebenso bereitet die Einnahme der westlichen Staaten keiner­lei Schwierigkeiten; dieselbe ist von langer Hand dadurch vorbereitet, daß jeder japanische Einwanderer in Wirklichkeit ein ausgebildeter Soldat ist, der kriegsstarken Bataillonen angehört, und dessen Zivilbeschäftigung in den Vereinigten Staaten lediglich als Deckmantel dient, um seinen wahren Zweck zu verbergen. Wie man dieses Kriegsvolk, an die 70 000, in Nordamerika mit Erfolg eingeschmuggelt hat, ebenso hat man es auch verstanden, Waffen, Munition und Maschinengewehre unbemerkt einzuführen. Die Anstrengungen der Vereinigten Staaten, sich gegen den japanischen Ueberfall zu wehren, bleiben zunächst ohne Erfolg; denn als ein Er­satzheer unter unsäglichen Schwierigkeiten zusammengebracht wird, tauchen plötzlich an der Ostküste zwei japanische Linirn- schiffe, die zurzeit in England für brasilianische Rechnung im Bau befindlichen Dreadnoughts, auf und vernichten wiederum in kürzester Zeit die gesamte amerikanische Transportflotte. Erst ganz zum Schluß ist eS den Amerikanern, nachdem eine Anzahl deutscher Offiziere in daS amerikanische Heer eingetreten ist, beschiedtn, den japanischen Angriff abzuwehren.

DaS Buch enthält eine ernste Warnung an die Ameri­kaner, auf der Hut zu sein, da ein japanisch-amerikanischer Krieg über kurz oder lang unvermeidlich sei. Der Grund­fehler der gesamten amerikanischen Politik der letzten Jahr« sei der gewesen, in der gewaltigen Entwickelung Japans lediglich einen notwendigen Kulturfortschritt zu erblicken, di« Japaner für ein unter schwerer Rüstung znsammenbrechendes, dem Staatsbankerott entgegengehendes Volk zu halten, daS gar nicht imstande sei, einen neuen Krieg zu führen. Daher habe Amerika versäumt, sich auf jede Möglichkeit vorzubc- reiten, und so sei der Krieg ohne jeden vorhergegangenen diplomatischen Konflikt ganz ungeahnt ausgebrochen, so daß die Welt wieder einmal gesehen habe, daß ein Krieg kein Vorspiel auf der diplomatischen Bühn« zu haben brauche, wenn er nur eine Vorgeschichte habe. Inwieweit der Ver­fasser Recht hat, wollen wir dahingestellt sein lassen, jeden­falls istBansai" ein recht interessantes und lesenswertes Buch.

Deulsch-OesLerreichischer Alpknaermt.

(Unber. Nachdr. »erb.) 8. u. H. München, 20. Juli.

m.

Die Generalversammlung deS Deutsch-Oesterreichischen Alpenvereins brachte im weiteren Verlaufe mehrere wichtige Beschlüsse. Vor allem handelte es sich um Statutenänderung. Nach längerer Auseinandersetzung wurde dem grundlegenden 8 1 folgende Fassung gegeben:Zweck des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins ist, die Kenntnis der Alpen im allgemeinen zu erweitern und zu verbreiten, sowie die Be­reisung der Alpen Deutschlands zu erleichtern." H 2 be­spricht die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes. Er will den Zweck erreichen durch Herausgabe von schriftstellerischen und künstlerischen Arbeiten, Förderung des Verkehrs, dA Unterkunfts- und des Führerwesens, Veranstaltung von ge­selligen Zusammenkünften und Vorträgen, sowie Unterstützung von Unternehmungen, welche den Vereinszwecken dienen. Die anderen Paragraphen erhielten nur geschäftliche Bestim­mungen. Die Satzungen und die Geschäftsordnung wurden schließlich genehmigt.

Landgerichtsrat Müller- München berichtete über da» Alpine-Museum.

In ihm soll auch die Wissenschaft einen gebührenden Platz finden. Die Flora und Fauna der Alpen, sowie Mineralogie und Geologie bieten außerordentlich viel Lehrreiches. Auch die Kunst, die Geoplastik, die physikalische Geographie, di« Gletscherkunde und die alpine Kartographie sollen im Museum nicht vergessen werden. Auch die Technik des Alpensports, di« Ausrüstung, die Wintertouristik werden berücksichtigt werden. Ferner werden Darstellungen des Führer- und Rettungs­wesen, der Gefahren der Alpen, der Hygiene des Berg­steigens usw. vorhanden sein. Schließlich wurde München als Ort für dieses alpine Museum bestimmt, weil München für die meisten Mitglieder bequemer liege und weil es hier auch von denKreisen besucht werden kann, die den: Alpinismus zur Zeit noch fern stehen. Ein Antrag der Sektion Teplitz, zwei Preise für Reise-und Sportanzüge auszuschreiben, würbe zurückgezogen, ebenso ein Antrag Breslau, alljährlich 10 000 Mark zu Hochgebirgsforschungen in außereuropäischen Ländern zu bewilligen. Auf Antrag der Sektion München wurde beschlossen, die Festsetzung deS Höchstbetrages der Subvention für Hüttenbauten aufznhcben. Wenn Subventionen in Raten gewährt werden, so soll bei Bewilligung der ersten Rate schon die Zahl der Raten bestimmt werden. Dr. Dr eyer- Müuchen berichtete über die Bibliothek des Vereins, die zur Zeit etwa 15 000 Bücher und Broschüren umfaßt. Die wichtige Frage der Führertarife wurde ebenfalls beljanbelt. Die Beschlüsse der Bozener Generalversammlung vom Jahre 1904, wonach die Führertarifi in der Regel für ganze Ge- birgsgruppen hergestellt werden sollen und wonach die Führer­kommission die Ausarbeitung der Führertartte- zu besorgen hat, wurden aufgehoben. Stehen bleibt die Bestimmung, daß ohne Zustimmung des Zentralausschusses kein Führer taris der Behörde zur Genehmigung vorgelegt werden darf. Dem Hauptausschuß wurde es überlassen, die Grundsätze der Form und Einteilung der in der Regel von den Aufsichtssektionen sestzusetzenden Tarife zu revidieren. Nach weiteren geschäft­lichen Beratungen wurde für daS Jahr 1909 Wien zum Tagungsort gewählt. Für daS Jahr 1910 ist die General­versammlung von Lindau cingeladeii. Um die Versammlung im Jahre 1911 bewerben sich Koblenz und Graz.

VerdmMW der MWm WschWnn.

(Unber. Kachdr. verb.) S. n. H. Kiel, 20. Juli.

Auch die Fleischbeschauer, deren Arbeit für di« allgemeine Wohlfahrt von unbedingter Notwendigkeit ist, haben sich nun zu einem Verbände zusammengeschlossen, um die Im