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Äerfteigernngs- re. Kalender für Mittwoch b tn 15. Juli.

Vormittags 8 brzw. 10 Uhr soll der dierjährige Ertrag von den ßepfeln» und Wallnußbkumen an den Landstraßen im Baubezirk Hanau meistbietend verkauft werden (s. Nr. 155Han. Anz/').

Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad grohes Militâr-Konzsrt der Kapelle des Jnf.-Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 statt.

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Sport»

Erfolgreiche Hanauer Ruderer. Am zweiten Tage der Würzburger Regatta gelang es der Hanauer Nudergesellschaft im Ermunterungs Vierer den ersten Preis zu erringen. Ein schönes Resultat, das sicher An­sporn zu weiterer erfolgreicher Betätigung auf diesem schönen Gebiete des Sports geben wird. Nachstehend lassen wir das gesamte Ergebnis der Regatta folgen:

Zweiter Vierer. 1. Ruderklub Bamberg 6:25'/», 2. Aka­demische Rv. Heidelberg 6:28'/», 3. Rkl. München 6:32'/». Junior-Vierer. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsen­hausen 6:364M, 2. Regensburger Rv. 6:43'/», 8. Ruderklub Damberg 6:58. Kaiser - Vierer. Würzburger Ruder- verein geht in 6:56^8 allein über die Bahn. Einer. 1. Mannheimer Ruderklub (Th. Bohrer), 2. Kitzinger Rv. (Gg. Lenz). 5 Sek. Differenz. Regensburger Rv. (Max Meyer) wurde wegen Kollision ausgeschlossen. Bayerischer Vierer. 1. Offenbacher Ruderverein 6:34'/», 2. Frankfurter Nuder- verein Sachsenhausen 6:36. Hanauer Rudergesellschaft wegen Kollision ausgeschieden. Fränkischer Achter. 1. Würz­burger Ruderverein 5:54'/», 2. Schweinfurter Rkl. Franken 5:5S1/b, 3. Rv. Nürnberg 6:16'/». Einer. 1. Frank­furter Rudergesellschaft Germania (Otto Müller) 7:05, 2. Mannheimer Ngs. (Karl Rau) 7:07'/», 3. Rkl. Aschaffen­burg (H. Unger) 7:11'/». Ermunterungs-Vierer, 1. Hanauer Rudergesellschaft 6:43*/», 2. Strau­binger Rkl. 6:45*;», 8. Würzburger Rv. 7:11. Schluß- Achter. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Germania geht in 5:57'/» allein über die Bahn.

* Born Verbandsschietzen in Offenbach. Die ersten zehn Ehrenpreise erhielten auf:

S t a n d f e st s ch e i b e Offenbach.

Ü. Heinrich Nitzert-Groß-Umstadt. 2. Adolf Clauß-Wies­baden. 3. G. Buers-Neunkirchen. 4. P. Lorenz-Nürnberg. 6. Albert Arzt-Groß-Umstadt. 6. Degenhardt-Erfurt. 7. Ph. Winkler-Kreuznach. 8. Georg Weitzel-Eberstadt. 9. Schaffner- Groß-Gerau. 10. Harbach-Offenbach.

Standfe st scheibe Frankenthal.

1. Dr. Holzapfel-München. 2. J. Benthaus-Bockenheim.

3. A. Levy-Alzey. 4. W. Rottmann-München. 5. W. Kühnau-Frankfurt a. M. 6. August Holzammer-Offenbach. 7. I. Weymar-Mühlhausen. 8. Dr. Vogt-Kandel. 9. Fr. Hotz-Frankfurt a. M. 10. a. M.

Feldfe st scheibe Baden.

1. Jean Völker-Isenburg. 2. F. Brurein-Mannheim. 3. Georg Neubecker-Sprendlingen. 4. R. Schmidt-Frankfurt. 5. C. Aydt-Suhl. 6. Georg Reisinger sen.-Offenbach. 7. Ch. Müller-Frankfurt. 8. E. Söhlmann-Hannover. 9. A. Geißler-Frankfurt. 10. W. Rittmann-München.

F e l d f e st s ch e i b e M i t t e l r h e i n.

1. Georg Lechner-Nürnberg. 2. O. Bennewitz-Kaisers­lautern. 3. P. Lorenz-Nürnberg, 4. A. Clauß-Wiesbaden.

5. W. Kühnau-Frankfurt a. M. 6. C. A. Knipp-Offenbach.

7. O. Seelig-Wiesbaden. 8. Ch. Tag-Homburg v. d. H.

8. C. Grünig-Wiesbaden. 10. A. Riehl-Frankfurt.

Laufendes Wild.

1. Karl Goll-Offenbach. 2. Peter Lorenz-Nürnberg. 3. Georg Kiefer-Frankfurt. 4. Hans Lechner-Nürnberg, 5. Fritz Perrelet-Offenbach. 6. Ochs-Homburg v. d. H. 7. August Riehl-Darmstadt. 8. Gustav Heß-Darmstadt. 9. F. Brurein- Mannheim. 10. C. Müller-Frankfurt.

Gruppenschießen.

Zu diesem Schießen stiftet der Verband in Stand und Feld je einen Becher. Die Vereine von Frankfurt, Wies­baden, Darnrstadt, Karlsruhe, Offenbach hatten zu dem Gruppenschießen je eine Mannschaft gemeldet. Jede Mann­schaft besteht aus 5 Schützen, von denen jeder 6 Schüsse ab- zugeben hat.

Im Stand erhielt der Schützenverein Frankfurt einen silbernen Pokal, sowie fünf Erinngxuugsmiinzen, im Feld die Schützengesellschaft Wiesbaden den gleichen Preis. Außer­dem erhielten noch S t a u d b e ch e r:

Emst Messer-Rüsselsheim. Th. Lyner-Offeubach. Rudolf Mertes-St. Johann.

F e l d b e ch e r:

Karl Brunn-Offenbach. Georg Huppe-Offenbach. Karl tirth-Offenbach. Viktor Stöck-Offenbach. Rudolf Mertes- t. Johann. E. Rönnecke jun.-Offenbach. Jean Sauer- Offenbach. Franz Loos-Offenbach. Karl Bock-Frankfurt. R. Haß-Offenbach.

Hus Hab und fern.

Castel, 18. Juli. Die Kaiserin traf mit der Prinzessin Luise und dem Prinzen Joachim um 7 Uhr 20 Min. hier ein und fuhr nach Schloß Wilhelmshöhe.

r-. Marburg, 13. Juli. Der erste diesjährige Mar­burger Ferienkursus, der jetzt begonnen hat, ist besonders von Schweden, Russen und Deutschen besucht. Der zweite Kursus beginnt am 5. August.

Salmünster, 12. Juli. Als am vergangenen Freitag im Walde bei Wächtersbach der Müller und Landwirt Lud­wig Schwärzer aus Kinzighausen bei Aufenau mit einem schwer mit Holz beladenen Wagen einen steilen Berg bergab fuhr, brach plötzlich die Heinmschraube. Schwärzer kam zu Fall, geriet mitten zwischen die Räder ins Gleis und wurde schwer von der Wagenachse gedruckt. Er wurde bewußtlos und aus Mund und Rase blutend aufgefunden. Vermutlich hat er schwere innere Verletzungen erlitten.

sch. Hünfeld, 12. Juli. Gestern früh 8 Uhr wurde die vom hiesigen landwirtschaftlichen Kreisverein mit Hilfe staatlicher Mittel veranstaltete landwirtschaftliche Ausstellung mit Tierschau im Beisein von Vertretern der Landwirtschafts­kammer in Cassel und zahlreicher Domänenpächter, Groß­okonomen und Landleuten vom hiesigen Landrat v. T r o t h a eröffnet. Abgesehen von landwirtschaftlichen Maschinen, Bau­mannsfahrnissen, Utensilien und Geräten, die da jetzt bei keiner größeren Tierschau mehr fehlen und die auch hier ziemlich Liebhaber gefunden haben, sind ca. 400 Stück Bullen, Kühe, Rinder Pferde, Ziegen, Eber, Zuchtsauen und Schafe zur Stelle gebracht worden. Die ausgestellten Tiere weisen wirklich Prachtexemplare auf, unter durchweg schau- und preiswürdigem Zuchtmaterial. An Geldpreisen (Prämien) kamen zur Verteilung: 450 Mk. für Bullen und 450 Mk. für Kühe Simmentaler Reinzucht; 450 Mk. für Kühe der Landrasse mit Simmentaler Charakter; 200 Mk. für Rinder Simmentaler Reinzucht; 200 Mk. für Rinder der Land­raffe mit Simmentaler Charakter; 150 Mk. für Pferde (Mutterstuten mit Fohlen), 150 Mk. für alle andere Tier­gattungen zusammen und 100 Mk. für Tierfamilien (Mutter mit wenigstens einem Nachkommen), endlich 9 Medaillen und Ehrendiplome, letztere mit 5 Mk. beschwert. Es herrschte prächtiges Wetter, ja tropische Hitze auf dem flott belebten Festplatz, einem 7 Casseler Acker großen Wiescuplan vor dem Niedertore am Wege zur Papierfabrik. Den ersten Preis erhielt für Pferde (Halbblut) Augustin Kircher-Großen­bach und Augustin Klüber-Malkes; Bullen (Simmentaler Rein picht) Josef Trausch-Haselstein und Josef Schneider- Hünfeld ; Kühe (Simmentaler Reinzucht) das Oblatenkloster zu Hünfeld; Rinder (Simmentaler Reinzucht) Ignaz Dehler- Großenbach; Kühe (Lanbrasse mit Simmentaler Charakter) August Hergert-Hofaschenbach; Rinder (Landraffe mit Sim­mentaler Charakter) Karl Sauer-Nüst; Schweine Johann Wehner-Kirchhasel; Schafe Josef Krug-Dammesbach ; Ziegen Adam Müller-Schwarzbach; für Familie Augustin Kircher- Großenbach. Bei der Wertung der Kühe wurde haupt­sächlich auf gute Milchzeichen und Ausgeglichenheit gesehen. Aei den Ziegen, der Kuh des kleinen Mannes, kam cs bei der jetzigen Einteilung weniger auf Reinzucht als auf wirk­liche Leistung an und aller Formalismus ist damit ausge­schaltet.

Höchst a. M., 13. Juli. Am Bahnübergang in der Königsteinerstraße wäre gestern abend um ein Haar ein schweres Unglück vorgekommen. Der Schnellzug der Ludwigs­bahn 8,41 ab Frankfurt war signalisiert, die große Schranke geschlossen, da kam ein Break des Landwirtes W. Wagner lOr aus Unterliederbach daher, besetzt mit einer Anzahl Männer und Frauen, die wohl einen Ausflug gemacht hatten. Anstatt nun vor der Schranke zu halten, gingen die Pferde rechts durch den Personenübergang amLandsberg" und dann rechts auf dem Bahnkörper entlang dem einfahrenden Zuge entgegen ! Der Stellwerkbeamte hatte den Vorgang beobachtet, riß schnell das Einfahrtssignal herunter und so gelang es, den Zug wenige Meter vor dem Wagen zum Stehen zu bringen. Das Publikum konnte sich erst nicht erklären, wie der ganze Vorgang entstehen konnte; die Schuld lag ledig­lich daran, daß dem Kutscher der linke Zügel abgerissen war und er daher die Pferde nicht mehr in der Gewalt hatte, die­selben vielmehr rechts gingen.

Biebrich, 13. Juli. Gestern nachmittag stürzte kurz nach */s6 Uhr daL aus Anlaß des KreiskriegerfesteS in Biebrich aufgestellte Karuffel in sich zusammen. Auf diesem befanden sich etwa 1,50 Kinder, welchen von dem Besitzer des Karussels freie Fahrt gewährt wurde. Durch das zu- sammeustürzende Gebälk und die Glassplitter der zerbrochenen Lampen wurden mehrere Kinder verletzt. Einen: Knaben, der unter dem Boden des Karussels lag, wurde das rechte Bein gebrochen. Die verletzten Kinder wurden sofort nach dem nahe gelegenen Krankenhause gebracht, wo ihnen die erste Hilfe zuteil wurde. Sämtliche verletzten Kinder waren ohne Begleitung von Angehörigen nach dem Festplatze ge­kommen.

Ostenbach a. M., 13. Juli. Es hat sich ergeben, daß beim Neubau des Gaswerks die Dachbinder des Kessel- hausneubaues mangelhaft ausgesührt und vollständig falsch konstruiert sind. Die Binder sind von der Firma Lavis aus­geführt. Wie festgestellt wurde, hat sich die Firma Lavis seinerzeit geweigert, die ihr von der Direklion des Gaswerks vorgeschriebene Konstruktion auszuführen, und Herr Lavis hat Herrn Direktor König gegenüber sich dahin geäußert, er würde am gleichen Tage noch einen eingeschriebenen Brief an die Direktion schreiben, worin er die Verantwortung für die Konstruktion ablehne. Direktor König habe ihm darauf er­klärt, wenn er diesen Brief schreibe, so bekomme er über­haupt keine Arbeit mehr für das neue Gaswerk; die volle Verantwortung für die Konstruktion übernehme er. Darauf hat Lavis die Konstruktion ausgeführt. Dieselbe verstößt jedoch gegen die statischen Vorschriften und muß abgeändert werdend Die erforderlichen Untersuchungen sind bereits im Gange.

Bad-Nattheim, 13. Juli. Wenn auch mit einer kleinen Abweichung vom Programm, wie dieses für Donnerstag aufgestellt war, bei dem die Mitwirkung einer Militärkapelle in Aussicht genommen war, konnte das große Schaustück der D a m e n h u t k o n k u r r e n z am Samstag in Szene gesetzt werden. Als Bühne und Turnierplatz diente unsere Terrasse, die für diesen Zweck ganz besonders herrlich ausgeschmückt war. Blumenbogen umspannten den ganzen Raum und wiesen den an der Konkurrenz teil­nehmenden Damen den Weg, auf dem sie sich den erstaunten und bewundernden Blicken der Menge zeigen konnten. Der Andrang der Zuschauer, die sich an dem für unsere Terrasse neuen Anblick erfreuen ivoHten, war ein ganz enormer, während die Beteiligung an der Konkurrenz leider eine schwache war. Die Vorraussetzung der Konkurrenz, daß man husche, originelle, aber auch nachahmenswerte Hut- Modelle zur Hebung des guten Geschmacks und vorteilhafte Folien für schöne Frauen' zu sehen bekommen würde, war

von den konkurrierenden Damen nur in wenig Fällen br­achtet worden. In der Hauptsache hatte man daS Augen­merk darauf gerichtet, möglichst auffallende Gebilde au» Stroh, Federn, Seide, Reihern und Blumen ins Feld zu stellen, während sich in den Reihen der Damen, die al« Zu­schauer anwesend waren, wirklich entzückende, duftige, eigen­artige Hüte befanden, die eS wohl verdient hätten, einer Neben-Konkurrenz unterzogen zu werden, in der manche Dame, die sich in falscher Bescheidenheit an dem Wett­kampf nicht beteiligte, gewiß einen Preis davongetragen haben würde. Sehr reichlich war die FormRembrandt" in allen möglichen Arten und Abarten vertreten. Samt« liche preisgekrönten Hüte waren mehr oder weniger Nem- brandt-Form. Den ersten Preis (235 Punkte) errang Fräulein Maysenhälder mit einem Phantasie-Rem­brandt" auS schivarzem Stroh mit breiter Schwanenfeder- Garnitur auf beiden Seiten, einem riesigen Büschel wertvoller Reiher, die mit einem Bandtuff zusammengehalten, der al« Abschluß eine kostbare Emaille - Agraffe aufwieS. Den zweiten Preis (175 Punkte) erzielte ein Fräulein Hillen­brand (Prince of Wales) mit einem vorn aufgeschlagenen Rembrandt aus schwarzem Seidenstrob, dessen einzige Garnitur in schwarzen Straußfedern bestand. Die ganze Ausführung dieses Hutes war leicht und duftig und war die Gesamtwirkung trotz seiner Größe eine gefällige. Den dritten Preis (111 Punkte) erhielt Frau Dr. Böckel für einen flachen schwarzen Strohhut mit kirschfarbenem Einsatz und gleichfarbigem schweren AtlaSband garniert. Neben einer prachtvollen weißen Straußfeder diente noch ein duftiger Fliederstrauß zur Verschönerung dieses aparten HuteS. Die größte Punktzahl nach diesen drei Preisträgerinnen errangen noch die Damen Braun (108), Großkopf (100), Simons (88) usw. Die Preise, die Herr Kurdirektor Freiherr von Starck den glücklichen Siegerinnen überreichte, bestanden in einem wertvollen Sonnenschirm mit echtem Griff, einem Schildpatt-Fächer mit Stickerei und einem silbernen Handspiegel. Besonderes Aussehen er­regte eine Hutfaffon â. la Sonnenschirm, der ganz mit farbigem Flieder bedeckt war und am Rande unzählige Quasten und Pompelchen als Verzierung aufwies.

8 Gießen, 12. Juli. Heute fand im HotelGroß­herzog" eine Zusammenkunft der nationalliberalen Vertreter der sieben Nachbarkreise Gießen, Wetzlar, Marburg, Alsfeld, Lauterbach, Siegen, Dillenburg und Weilburg statt. Land- tagsabgeordncter vom Rat für den Wahlkreis Wetzlar er­stattete ein Referat über den Ausfall der letzten Landtags­wahlen und die Haltung der Partei während der Wahlen. Daran schloß sich eine lebhafte Diskussion, an der sich viele Herren, besonders auch die Herren aus Siegen und Wetzlar, beteiligten. Die Besprechungen bezogen sich auf die Takiik bei zukünftigen Wahlen, auf Organisation und Agitation und auf die Stellung der Partei. Die Wahlkreisleitung Gießen wurde beauftragt, Vorbereitungen für eine demnächstige Ver­sammlung in Gießen zu treffen, die in obigen Fragen grund­legende Beschlüsse herbeiführen soll.

W. Mannheim, 14. Juli. Das gestern zusammen­getretene Komitee hat beschlossen, dem Grafen Zeppelin eine Ovation darzubringen und ihre Ausführung der Ortsgruppe Mannheim-Ludwigshafen-Heidelbcrg deS Vereins für Luft­schiffahrt zu überlaffen. Es wird im Rhein ein Festschiff verankert werden. Im paffenden Augenblicke wird dem Grafen Zeppelin ein Zeichen gegeben werden, und unter dem Tusch der RegimentSmusik werden Böllerschüsse abgefeuert werden. Auch die im Rhein und im Hafen liegenden Schiffe werden Salut feuern. Ist noch ein Scheinwerfer zu be­schaffen, so wird das Luftschiff erleuchtet werden.

Drahtnachrichten

Abgestürzt.

Innsbruck, 14. Juli. Der Realschüler Bosin stürzt« beim Edelweißsuchen von einer Wand deS Padunerkegel ab und blieb sofort tot.

Vom Fürsten Eulenburg.

Berlin, 14. Juli. In dem Befinden des Fürsten Eulenburg ist eine Verschlimmerung eingetreten, sodaß auf Anordnung der Aerzte heute keine Verhandlung stattfindey

Hagelwetter-

München, 14. Juli. In München und Umgegend, namentlich im Jsartale, herrschte seit gestern nachmittag bei 30 Grad ein furchtbares Hagelwetter. Eisstücke von 50 Gramm Gewicht zerschlugen die Fensterscheiben ganzer Häuser­reihen.

Bergrutsch.

Jvrea, 13. Juli. Durch einen infolge wolkenbruch­artigen Regens eingetretenen Bergrutsch wurden im Marki- flcckcn VilIanowa bei Ronca Canävese mehrere Häuser fortgcrisien. 9 Personen werden vermißt; man oermutet, daß sie umgekommen sind.

Waldbrand.

Ouebeck, 13. Juli. In Süd-Ouebeck wurde ein großes und wertvolles Waldareal durch Feuer vernichtet. Zwei Dörfer wurden zerstört. Von einem Eisenbahnzuge gerieten 26 Wagen in Brand.

Lohnkürzungen.

New-No rk, 13. Juli. Ein Uebereinkommen, das 10000 Stahlarbeiter in Pennsylvanien und im mittleren Westen betrifft und das am 10. Juni 1909 endigende Jahr umfaßt, wurde am SamStag in Detroit festgestellt. ES sieht Lohnkürzungen von zwei bis acht Prozent vor.

Unwetter.

Esten a. d. DL, 14. Juli. In der Umgegend Achtete ein gewaltige« Unwetter großen Schaden an. In Bottrop wurden 13 Häuser abgedeckt. Hunderte von Bäumen wur­den entwurzelt.

Totgedrückt.

Oberhausen, 14. Juli. Auf der GewerkschaftDeutscher Kaiser" gerieten zwei Bergleute zwischen Förderkorb und Schachtzimmerung und wurden totgedrückt.