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>âi»»rbruck und Bering der Buchdruckset bei verein. «, Waiseohaus«» in Hemau.
General-Anzciger
Amtliches GrgM für Mt- in) Landkreis Anna».
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Dit füuszchrâ« Petitjeil« «der beten Kaum SO U» f* Sievamentell bU Zell« 35 Pfz.
Berautwartl. Redakteur! 8. Schrecker iu Haueu,
Mi. 139 ^etntytetfjanWMj Nr. 605.
Amtliches.
Stadt- und Landkreis P^anau.
Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird die Hanau—Friedbergerstratze von Station 7,1—8,0 für Kraftfahrzeuge jeglicher Art, sowie für durchgehendes Lastfuhrwerk von mehr als 20 Ztr. Ladegewicht für die Zeit vom 17. bis 23. d. M polizeilich gesperrt.
Uebertretungen dieses Verbots werden auf Grund der Polizei-Verordnung vom 6. April 1877 (Reg.-Amtsblatt ■ Seite 137) mit Geldstrafe von 10 bis 30 Mark, substd. mit entsprechender Haft geahndet.
Hanau den 15. Juni 1908.
Der Königliche Landrat und- Polizei-Direktor.
V4288 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachung.
Zur Unterstützung invalid gewordener Hanauer, welche 1870/71 den Krieg gegen Frankreich mitgemacht haben, sowie der Familien der in diesem Kriege gefallenen oder nachweisbar an den Folgen desselben gestorbenen Hanauer steht uns ein Fonds zur Verfügung, aus welchem evtl, die Zinsen zur Verteilung kommen sollen.
An die betreffenden ehemaligen Militärs bezw. an die Witwen und Waisen von solchen oder deren Vormünder, M welche an jenen Fonds Ansprüche zu machen gedenken, ergeht daher die Aufforderung, sich unter Vorlage von Militär- tz papieren und allenfallsiger ärztlicher Zeugnisse bis zum
*- 1. August d. I. entweder schriftlich zu melden, oder auf dem Rathause, Zimmer Nr. 12, zu Protokoll vernehmen zu lasten. Spätere Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.
Hanau den 2. Juni 1908.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus. 12949
Städtisches Wannen- und Brausebad.
Vnngertftrntze 2 (Eingang: Große Dechaneistraße).
Geöffnet für Männer:
Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 8—12 Uhr vormittags und 2—8 Uhr nachmittags. Sonntag von 8—12 Uhr vormittags. Geöffnet für Frauen: Dienstag und Freitag von 8—12 Uhr vormittags und 2—8 Uhr nachmittags.
Preise der Bäder:
Brausebad mit Wäsche 10 Pfg., Wannenbad mit Wäsche 25 Pfg., Wannenbad ohne Wäsche 20 Pfg. Hanau den 2. Januar 1908.
Der Magistrat.
Vr. Gebeschus. 357
Gefundene und verlorene Gegenstände rc. Gefunden: 1 goldene Damenuhr, 1 Portemonnaie mit 15 Pfg., 1 Fibel, 1 Kontobuch, 1 rotbrauner kleiner Kinderschuh, 1 Fahrradschloß mit Schlüssel.
Verloren: 1 goldene Damenuhr ohne Kette (in Wilhelmsbad), 1 schwarzer Damengürtel mit großer silberner antiker Schnalle, 1 leinener Damengürtel mit Buntstickerei, 1 braunes Handtäschchen mit Taschentuch, Schlüsselbund und Portemonnaie mit ca. 1 Mk. (am 13. im Lamboywald). Abhanden gekommen: 1 Mülleimer (gez. R.). Zugelaufen: 1 schwarzer Pinscher (Bären-Pinscher) ui. Geschl.
Hanau den 17. Juni 1908.
Politische Rundschau,
Truppenübungsplatz Döberitz. Der Kaiser traf am Dienstag morgen im Automobil um 53/e Uhr hier ein in Dragoneruniform und besichtigte zunächst das erste und zweite Garde-Dragoner-Regiment. Nach einer Pause, während welcher der Kaiser sich umgekleidet und die Uniform der Leib-Gardc-Husarcu angelegt hatte, exerzierte er die Garde- Kavallerie-Division. An einer umfangreichen Gefechtsübung der Division nahmen auch die Fürstenwalder Ulanen, Artillerie, Infanterie und Maschinengewehre teil. Die Uebung endete gegen ll3/n Uhr. Nach Kritik und Parademarsch sämtlicher beteiligter Truppenteile ritt der Kaiser nach dem Lager und nahm an einem Frühstück im Kasino des Lagers teil. Der Uebung hatten u. a. beigewohnt Prinz Friedrich Leopold,
Mittwoch den 17. Juni
■!■■—■ ........ ■■!■■■ .....— "gg! General-Feldmarschall v. Hahnke, General-Oberst Edler v. d. Planitz, sowie der zurzeit hier weilende, in russischen Diensten stehende Herzog Karl Michael von Mecklenburg, ferner die fremdherrlichen Offiziere. Ein Teil der Leib-Garde-Husaren sowie eine Kompanie des Lehr-Jnfanterie-Bataillons trugen die neue Felduniformierung.
Die Wahlen zum preus;. Abgeordnetenhause.
Berlin, Iß. Juni. Bis um 9 Uhr abends waren die Ergebnisse aus 250 Wahlkreisen bekannt, in denen 413 Abgeordnete gewählt wurden. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien folgendermaßen: 143 Konservative, 56 Freikonservative, 62 Nationalliberale, 20 Freisinnige Volkspartei, 7 Freisinnige Vereinigung, 102 Zentrum, 15 Polen, 3 Sozialdemokraten (Linden, 5. Berliner und 7. Berliner), 2 Dänen, 2 Fraktionslose. An Mandatsverlusten und Mandatsgewinnen sind außer den bereits mitgeteillen die nachstehenden zu verzeichnen: Die Konservativen verlieren Oppeln 6 an das Zentrum, beziehungsweise die Polen und einen Sitz in Königsberg 1 an die Nationallibcralen, gewinnen dagegen Osnabrück 3, Frankfurt 7, Danzig 2 (einen Sitz von der freisinnigen Volkspartei und zwei Sitze von der freisinnigen Vereinigung), Magdeburg 3, einen Sitz in Bromberg 3 und in Hildesheim 5. Die Freikonservativen gewinnen Bromberg 4 und verlieren Altona-Stadt, einen Sitz in Oppeln 6, einen in Liegnitz 7, in Bromberg 3 und in Cassel 5. Die Nationalliberalen gewinnen einen Sitz in Königsberg 1, verlieren jedoch ihren Besitzstand in Magdeburg 3, Hildesbeim 5, Wiesbaden 7, Liegnitz 7 und Osnabrück 3. Die Freisinnige Volkspartei gewinnt die beiden Mandate in Liegnitz 7, verliert jedoch ihr Mandat in Danzig 2, Osnabrück 3. Die Freisinnige Vereinigung gewinnt Altona - Stadt und verliert ihre beiden Mandate in Danzig 2. Das Zentrum erhält von den Polen Oppeln 7. Zentrum und Polen gewinnen Oppeln 6. Die Polen verlieren Bromberg 4. Im 16. Wahlkreis Schleswig-Holstein findet Stichwahl statt zwischen dem bisherigen Abgeordneten v. Bonin (freik.) und Rosbitzki (Soz.) Im ersten Wahlgang erhielt Bonin 218 Stimmen und Rosbitzki 127 Stimmen. Im Wahlkreis Potsdam 9, Teltow-Beeskow- Storzow erhielten in der Stichwahl die bisherigen konservativen Vertreter Hammer und Fetisch mit 612 Stimmen die Mehrheck über die liberalen Kompromißkandidaten, die 481 Stimmen erhielten. Im 10. Wiesbadener Obertaunuskreis Frankfurt-Land ergab die vorzunehmende Stichwahl den Sieg des nationalliberalen Kandidaten v. Bülow über den Sozialdemokraten Rudolph mit 143 gegen 96 Stimmen. Nicht gewählt sind von den bisherigen Mitgliedern des Abgeordnetenhauses die Konservativen Krause, v. Heyking, die Freikon- servativen Rzesnitzek und Christen, die Nationallibcralen Paasche und Seyda; von der Freisinnigen Vereinigung Münsterberg und von der Freisinnigen Volkspartei Korruth.
Berlin, 16. Juni. S ch l u ß r e s u l t a t: 152 Konservative, 59 Freikonservative, 64 Nationalliberalc, 28 Freisinnige Volkspartei, 8 Freisinnige Vereinigung, 105 Zentrum, 15 Polen, 6 Sozialdemokraten, 2 Dänen und 3 Fraknons- lose. Im ganzen 442 Abgeordneie.
Brandenburg.
Berlin. Die Wahlergebnisse aus Berlin und seinen Vororten, soweit sie bis jetzt vorliegen, bestätigen die Erwartungen, die nach dem Ausfall der Wahlmännerwahlen gehegt werden mußten. In Berlin I ist Geh. Justizrat Träger (Fr. Vp.), in Berlin II Dr. Gerschel (Fr. Vp.) gegen kleine Minderheiten gewählt worden, in Berlin III. siegte Kopsch (Fr. Vp.) mit 277 gegen 182, in Berlin IV Dr. Müller-Sagan (Fr. Vp.) mit 272 gegen 181, in Berlin VIII Justizrat Cassel (Fr. Vp.) mit 422 gegen 199, in Berlin X Rosenow (Fr. Vp.) mit 394 gegen 250 sozialdemokratische Stimmen. Die Sozialdemokraten brachten ihre Kandidaten durch in Berlin XI ( Dr. Karl Liebknecht) mit 352 gegen 115, in Berlin V (Borgmann) mit 208 gegen 139, in Berlin VI (Heimann) mit 359 gegen 227, in Berlin' VII (Hirsch) mit 356 gegen 296 Stimmen, in Berlin IX (Ströbel). Ungewiß ist zur Stunde noch das Ergebnis von Berlin XII. In Teltow-Beeskow haben die Konservativen (Fetisch und Hammer) ihren Besitzstand behauptet. Im ersten Wahlgang erhielten ihre Kandidaten 618, die verbündeten Freisinnigen und Nationalliberalen 481 bezw. 482 und die verbündeten Sozialdemokraten und Sozialliberalen 402 bezw. 390 Stimmen; in der Stichwahl siegten die Konservativen mit 612 gegen 481 Stimmen, da die Sozialdemo- kraten und Sozialliberalen sich der Stimme enthielten. In Schöneberg-Rixdorf fam es zur Stichwahl zwischen Justizrat Rheinbacher (Fr. Vp.) mit 344 und Wels (Soz.) mit 526 Stimmen. Da die Wähler der ausfallenden Kandidaten, eines Freikonservativen (186 Stimmen) und eines Nationalliberalen (34 Stimmen), in der Stichwahl für Rheinbacher '
Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1908
eintreten, würde dieser mit 31 Stimmen Mehrheit gewählt werden. In Charlottenburg hat Prof. v. LtSzt (Fr. Ver.) mit 434 gegen 31 freikonservative und 58 sozialdemokratische Stimmen gesiegt. In Ober- und Niederbarnim wurden die Kartell-Kandidaten v. Treskow (K.), Ziethen (Freik.) und Dr. Schepp (Fr. Vp.) mit je 1034 Stimmen gewählt. Die Sozialdemokraten erhielten je 556, die Nationalliberalen je 122 und die Sozialliberalcu je 14 Stimmen.
Potsdam. In Potsdam - Stadt und Osthavelland» Spandau wurden die konservativen Kandidaten gewählt, desgleichen in Züllichau - Schwiebus und Arnswalde • Friedeberg.
Heffen-Naffau.
Biedenkopf: Gewählt Heim bürg (kons.) mit 160 Stimmen.
Dillkreis-Oberwesterwaldkreis: Dr. Lehmann (nat.-lib.) gewählt.
Westerburg-Unterwesterwaldkreis: Gewählt D a h l e m (Ztr.) mit 208 Stimmen. Lihmann (nat.-lib.) erhielt 29, Vetters (Soz.) 4 Stimmen.
Unterlahnkreis : Gewählt Dr. Heyd weiler (nat.-lib.) mit 142 Stimmen. Schröder (nat.-lib.) erhielt 5 Stimmen.
Wiesbaden, Land-Höchst: Gewählt Wolff (nat.-lib.) mit 282 Stimmen. Höhnlcin (Ztr.) erhielt 77, Dittmann (Soz.) *68, Dienstbach (frs.) 18 Stimmen.
Wiesbaden, Stadt: Wiedergewählt Bartling (nat.-lib.) mit 310 Stimmen. Alberti (frs. Vpt.) erhielt 126, Vogter (Soz.) 22 und Schneider (Ztr.) 6 Stimmen.
Obertaunuskreis-Frankfurt, Land: Der bisherige Abgeordnet« v. B"ülow (nat.-lib.) mit großer Stimmenmehrheit wiedergkwählt.
Cassel-Stadt: Es wurden 372 Stimmen abgegeben für Laudesrat Dr. Schroeder (natlib.), 80 Stimmen für Partei- Sekretär Thöne (Soz.). 2 Stimmen waren zersplittert (1 für Geheimen Rat Dr. Knorz, 1 für Stadtv. Jordan). Der bisherige Abgeordnete Dr. Schroeder ist somit wiedergewählt.
Hofgeièmar-Wolfhagen : v. Pappenheim (konserv.) 158 Stimmen, Simons 29, Professor Hebel 29 Stimmen, v. Pappenheim ist somit gewählt.
Eschwege - Schmalkalden: Dr. Wendlandt (natlib.) ist mit 157 Stimmen gewählt; v. Christen (freikons.) erhielt 147 Stimmen.
Grafschaft Schaumburg: Dittfurth (kons.) mit 138 Stimmen gewählt.
Cassel - Witzenhausen: Gewählt v. Stockhausen (kons.) mit 131 Stimmen.
Rotenburg - Hersfeld : Türcke (kons.) mit 136 Stimmen gewählt. Werner (D. Rpt.) erhielt 108 Stimmen.
Melsungen - Fritzlar: Gewählt Gleim (natlib.) mit 181 Stimmen.
Homburg-Ziegenhain: Wiedergewählt v. B a u m b a ch (kons.) mit 167 Stimmen. Ruschke (freik.) erhielt 6 Stimmen. Kirchhain-Frankenberg: Riesch (freik.) gewählt.
Marburg: v. Negelein (kons.) mit 130 Stimmen gewählt. Reißert (natlib.) erhielt 39, Prof. Schücking (freis. Vgg.) 23 Stimmen.
Hünfeld-Gersfeld: Drin nenberg (Ztr.) mit sämtlichen 119 Stimmen gewählt.
Gelnhausen-Schlüchtern : M e y e n s ch e i n (kons.) mit 252 Stimmen gewählt. Arndt (lib. Ver.) erhielt 2 Stimmen. Fulda: Amtsgerichtsrat Rhiel (Ztr.) mit 218 Stimmen gewählt.
Hanau, Stadt und Land: In der Stichwahl zwischen Junghenn (natlib.) und Lind (Bd. d. L.) I u n g h e n F mit 168 Stimmen gewählt.
Eine angebliche Kaiserrede.
Der Berliner Korrespondent der „Dortmunder Ztg." übermittelt seinem Blatte die Nachricht, der Kaiser habe nach bei Besichtigung der Gardekavallerie auf dem Döberitzer Truppen« Übungsplatz in voriger Woche „laut und anscheinend gut bei sonderen Beachtung für die fremden Militärattaches" geäußert: „Nun, es sieht ja ganz so aus, als ob man uni einkreisen und stellen wollte. Das werden wir zu ertragen wissen. Der Germane hat nie besser gefochten, als wenn et sich nach allen Seiten hin wehren mußte. Sie sollen unl nur kommen. Wir sind bereit." Die „Dortmunder Zeitung" gibt diese Mitteilung, die ihr Korrespondent „von hoher militärischer Seite" erfahren haben will, nur „mit aller gebotenen Reserve" wieder, und daran tut sie zweifellos recht, denn so sensationell die Mitteilung klingt, so wenig wahrscheinlich erscheint sie. Das „Berl. Tagèbl." behauptet, zwar fei der Wortlaut der Ansprache nicht authentisch, doch hab« der Kaiser sich tatsächlich in ähnlichem Sinne geäußert. Di« Aeußerungen seien im Anschluß an eine Erörterung über militärtechnische Fragen gefallen. Die angebliche Rede ist auch bereits der englischen Preffe gemeldet worden und wirb dort als Leichen Karker Nervosität auMsaßt. Di- »Bull