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16, J«nt

DlenZtaft

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Vereinigung unter dem Namen:Evangelisches Kasino". Ohne Einschreibegeld oder Beitrag zu zahlen, finden sich die Mitglieder jeden Mittwoch abend im RestauramConcordia" zusammen. Die nächste Versammlung findet morgen abend den 17. Juni statt, wozu jedermann freundlichst will­kommen ist.

* Rudersport. Wir sind in die Hochsaison der Ruderei eingetreten. Die ersten Wettkämpfe sind bereits am Sonntag und Montag in Berlin und Mainz ausgesochten worden und Frankfurt wird sich kommenden Sonntag an­schließen, wo auch eine Seniorvierermannschaft unserer 79er in 2 Rennen vertreten ist (Sonntag:Strahlenberg" und Montag: Preis von Sachsenhausen). Die Aussichten, die genannte Mannschaft hat, sind günstig, namentlich am Sonntag, wo Vereine wie Mannheimer Ruderklub, Frank­furter Germania und Nuderverein, ebenso Mainzer Ruder­verein diesmal dieses Rennen nicht belegten. Damit soll aber keineswegs gesagt sein, daß die Mannschaft den Preis schon in der Tasche hat. Frankenthal und Würz­burg e r Ruderverein, die ihr hier als Hauptgegner ent- gegentreten, haben in letzterer Zeit tüchtige Mannschaften herausgebracht und diese dürften mit der unsrigen das Rennen unter sich ausfechten. Da wir nur wenig Gelegen­heit hatten, bie Mannschaft bei ihren Uebungen zu sehen, läßt sich eine ganz treffende Kritik nicht schreiben. Die Mannschaft rudert gut zusammen, wenn auch die Eleganz und Schärfe, wie wir dies 1904, 1905 und 1906 gesehen haben, etwas fehlt. Diese Mängel liegen aber keineswegs an der Ausbildung selbst, sondern mehr an der Qualität der einzelnen Leute. In diesen erregten Tagen, wo von einem Verein wirkliche Leistungen verlangt werden, dürfte der 29. August 1906 wieder als warnendes Gespenst am Horizonte auftauchen. U.

* 1000 Mark unterschlagen. Einen ungetreuen Kassierer besaß der weithin bekannte Schweinehändler Groß in Klein-Steinheim in der Person des Max S ch a u b l e i n aus Neustadt a. d. Saale. Er kassierte am Sonntag 1000 Mark ein und ging damit flüchtig. Bis jetzt hat man seiner noch nicht habhaft werden können. Der Flüchtige ist 25 Jahre alt, 1,551,66 m groß, besitzt schwarze Haare, kleinen schwarzen Schnurrbart.

* Zur Schächtsrage. Am Berliner Schlachthofe wurde nach dem Bericht über die städtische Fleischbeschau für das Jahr 1906 der Blutgehalt des Fleisches von Rindern vergleichsweise geprüft, die auf verschiedene Weise getötet waren und zwar 1. ohne vorherige Betäubung (Tod durch Schächtung); 2. nach vorheriger Betäubung a) durch Kopf­schlag, b) durch Bolzenschnßapparat (System Behr). Es er­gab sich, daß ein wesentlicher Unterschied im Blutgehalt der auf eine dieser drei Arten getöteten Rinder nicht besteht, daß aber immerhin die geschossenen und dann sofort gestochenen Tiere im allgemeinen am besten, die gesch ächteten Rinder am wenigsten vollkommen aus­bluten. Möge diese Tatsache dazu beitragen, den alten, aber falschen Glauben der Metzger, daß das Fleisch von Schächitieren blutärmer und deshalb haltbarer sei, endlich beseitigen und damit auch ihre Bereitwilligkeit, eines geringen Vorteils wegen zu schächlen und sich zu Mithelfern bei einer überlebten, für unsere Schlachttiere unvermeidlich mit Tier­quälerei verbundenen Tötungsart zu machen.

* Tragischer Todesfall. Vor etwa 6 Wochen stieß auf dem Main ein Skiff deö Frankfurter Rudervereins mit einem Vierer desselben Vereins zusammen. Das im Skiff sitzende, in allen Rudererkreisen bekannte Vorstandsmitglied des Vereins, der Prokurist Schumacher, wurde dabei durch Holzsplitter verletzt und nach der Dr. Bockcnheimer- schen Klinik gebracht. Die Wunden schienen auch gut zu heilen; da aber die Schmerzen nicht nachließen, nahm man in Aachen, wohin sich der Verunglückte in Pflege zu seinen Angehörigen begeben hatte, eine Durchleuchtung mit Röntgen­strahlen vor. Es wurden dabei noch vereiterte Holzsplitter aus der demolierten Bootsspitze festgestellt. Infolge dieser Vereiterung bcziv. Blutvergiftung ist nun der erst 35jährige Mann in Aachen gestorben.

* The Royal Bio Co. (Direktion H. Hirdt), das große transportable Unternehmen für lebende, sprechende und musizierende Photographie, hat seit gestern dahier auf dem Meßplatze seine Vorstellungen eröffnet. Gewohnt, auf diesem Gebiete großen Leistungen zu begegnen, sind wir doch überrascht von der Reichhaltigkeit und Gediegenheit der Dar­bietungen, die uns bei dem Besuche einer Vorstellung vor Augen geführt werden. In reicher Abwechselung ziehen Bilder unterhaltender und belehrender Art vor uns vorüber. Wir erhalten, um nur einige Nummern einer Vorstellung herauszugreifen, einen interessanten Einblick in das geschäft­liche Leben und Treiben des aufstrebenden japanischen Volkes, und lernen andererseits Eilten und Gebräuche desselben kennen. Ein Manöverieren italienischer Artillerie ist gleichfalls in hohem Grade fesselnd. Mi! Leichtigkeit werden schwierige Terrain- verhällnisse mit bespannten Geschützen neuester Konstruktion überwunden, im kritischen Augenblick greift alles ineinander, ganz wie bei uns. Wir ersehen aus den Vorführungen, daß unsere italienischen Verbündeten hinsichtlich der Ausbildung ihrer Truppen ebenfalls auf der Höhe der Jeit stehen. Daß dem Humor ein weiter Spielraum gewährt wird, darf wohl als selbstverständlich angesehen werden. Einzelne Dar­bietungen sind geradezu köstlicher Art und dazu angetan, die Lachmuskeln ständig in Bewegung zu setzen. Wer also beim Verweilen auf dem Meßplatz sich geraume Zeit gut unter­halten will, versäume nicht, dem Biograph (Direktion: H. Hirdt) einen Besuch abzustatten, umsomehr, als ein stets wechselndes dezentes Programm geboten wird, das dem Familicupublikum ohne Bedenken empfohlen werden kann.

* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert der Kapelle des Jnf.-Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 statt.

* Mainwafferwärme gestern abend 18 Grad.

* Das neueste Weltwunder! Aus unserem Leser­kreise wird uns geschrieben: Gestern stand ich am Schau­fenster einer hiesigen Buchhandlung. Neben mir war ein Straßenaraber" eifrig am Buchstabieren.W . . e . l t - wn . . nder" brachte er mit vieler Mühe heraus.Weißt du, was ein Weltwunder ist?" fragte ich ihn.Nadierlich", war die wichtige Antwort,u n s e r S t r a ß e b a h n i st a n s."

* Großer Diebstahl in München. Während der Pfingstfeiertage, vermutlich in der Nacht zum 9. Juni 1908, wurden im 3. Stadtbezirke in München aus einem Goldwarènladen mittels Einbruchs (durch Durchbrechen der Decke des darunter gelegenen Kellers) nachstehend verzeichnete Gegenstände aestohlen:

1 goldene Herrenuhr, SystemGlashütteUnion" mit Sprungdeckel, Fabrik-Nr. 44293

1 gold. Herren-Nepeticruhr mit Sprungdeckel, Fabr.-Nr. 9293 1 Herrenuhr mit Sprungdeckel

1 * offen

1 Savonet

1 mit Sprungdeckel (Guichet)

1 « II 1 Repetieruhr 1 Schaffhauser

24857 6432 115989 34335 404180 275491 45301 43535 304294 99486 99479 99455 31514 080783 166688 166700 362963 43860

1 Damenuhr mit 2 Brillanten

1 " mit 3 Rosetten

1 Herrenuhr

I Damenuhr, 8 farat.

1 mit 1 Brillant

1 mit 1 Saphir

1 Herrenuhr (Schaffhauser)

1 mit Sprungdeckel

1 Repetieruhr (an der Seite eine große Beule).

Außerdem noch etma 450 Taschenuhren (goldene und silberne Remontoir-Heeren- und Damenuhren) sowie eine große An­zahl von goldenen mit Brillanten und Edelsteinen besetzten Ringen, ferner Armbänder, Broschen, Manschettenknöpfe und insbesondere eine große Anzahl schwerer goldner Herren- und Damen-Uhrketten. Es dürften mehrere Täter gewesen sein, von welchen einer sehr schmal gewesen sein muß. da die von der Kellerdecke in den Laden gebohrte und geschnittene Orffnung nur 27 Ctm. breit und 35 Clin, lang ist: Vor Ankauf wird gewarnt Und wolle Sachdienliches der hiesigen Polizeibehörde (Zimmer Nr. 1) sofort mit geteilt werden.

* Turnverein Hanou-Kesfelstadt. Am ver­gangenen Sonntag standen sich die 1. Mannschaft des Turn­vereins und die 2. Mannschaft des 1. Langendiebacher F.-Kl. 1906 im Wettspiel gegenüber. Trotzdem die Mannschaft des Turnvereins vollständig überlegen spielte, so scheiterte doch jeder Erfolg an dem Spiel des Schiedsrichters. Aber es gelang Langendiebach doch nicht den Sieg über den Turn­verein zu erringen und endigte das Spiel mit 1 : 1 Toren unentschieden.

St. Aus dem Frankfurter Palmettgarten schreibt man uns: Die Frühjahrsblüher Hnb dahin, der Flor der Rose, der in der Blütcnlolge der Natur den Höhepunkt zu bebauten pflegt, beginnt sich zu entfalten. Wir sehen schon die frühen Kapuzinerrosen und die Schlingrosen, wie auch die harten Rtigosa-Sorten ihre Blüten erschließen; bald werden die feineren Züchtungen in Tee-, Teehybrid it. a. Sorten folgen. Die verschiedenen Tönungen des ersten Laubes machen das landschaftliche Bild interessant, das herrliche Purpiirbraunrot der Blutbuchen hebt sich kräftig von dem Grün Der Umgebung ab. Fleißige Hände haben gewirkt, um das Blumenparterre fertigzustellen, das in diesem Jahre wieder eine andere Zeichnung zeigt, die die Bepflanzung in wirkungsvoller Weise zur Geltung bringt. Der Schmuck ist reichhaltig, ebenso wie der der seitlichen Parterre, die gleich­falls neue Motive bringen. Wie im Freien, so auch in den Schauhäusern. Die Sortimente der Blattpflanzen sind neu zusaminengestellt, eine ganze Anzahl von Blütenpflanzen ist eingestellt worden und erfreut durch den Reichtum der Blüten- entwicklung. Von besonderem Interesse sind die blühenden Blattkakteen in Haus 6, deren schönes Farbenspic! unwillkür­lich den Blick anzieht. Das Sortiment der englischen Pelar­gonien in Haus 8 ist durch die neuesten Einführungen ergänzt. Ändere Blüten und Blütenstände zeigt uns Haus 9. wo aparte Bromeliaceen und Anthurien sich entfaltet haben. Die Bromeliaceen sind ja schon als Blattpflanzen interessant, wie man sich durch den Augenschein überzeugen kann; in der Heimat leben sie epyphitisch auf den Bäumen, die eigen­artig ineinander geschachtelte Blattrosette dient dort für die Pflanze gewissermaßen als Wasserreservoir und auch in der Kultur sehen wir die Blattwinkel stets, mit Wasser gefüllt. Unerschöpflich scheint der Reichtum der Orchideen in Bezug auf Formen und Farben zu sein, entzückende Exemplare stehen z. Z. im Flor. In Haus 10 fallen voraNem dieLaelia purpurata mit den reinweißen Kronkelchblättern und der dunkelpur­purnen Lippe auf, Cattlcya Mendellii und Mossiae zeigen zarte Tönungen. Graziös sind die weit ausladenden Rispen der Odontoglossum crispum mit den schönen Einzelblumen, eine der beliebtesten Schnittorchideen. Bunt ist das Bild in Haus 12, wo Pelargonien ihre feurigen Blütendolden ent­falten, mit den schon gezeichneten Caladien in Haus 13 schließt sich der Rundgang würdig ab. Doch wollen wir das Wasserpflanzenhaus nicht vergessen, wo eine rege Vege­tation herrscht und Victoria regia in erwünschtem Wohlsein ihre Blätter in der blauen Flut ausbreitet. Es ist viel geboten und alle Darbietungen sind dazu angetan, dem Besucher Freude und Vergnügen an der Pflanzenwelt zu bereiten.

Sprecksaal.

Straßenbahn.

Schon während der mehrtägigen Probefahrten vor der Eröffnung deS Straßenbahnverkehrs wurden die Anwohner und Passanten, besonders in den ungepflasterteN Straßen vor der Stabt, in ganz unaemöhnlicher Weise von aufgewirbelten

dichten Staubwolken belästigt. Vielfach hörte man die Be­fürchtung äußern, daß unter solchen Verhältnissen der plan- massige Betrieb der Straßenbahn Widerwärtigkeiten in Aus­sicht stelle, welche die erhofften Vorteile des neuen Verkehrs­mittels nicht im günstigsten Lichte zeigten. Der heutige Vor- ntittag sollte die Vorahnungen dieser Schwarzseher leider be­stätigen , denn die Staubmaffen sind wahrhaft unerträglich. Verschiedene Hausbesitzer in der Frankfurter Landstraße haben in ihrer Ratlosigkeit sogar zur Handspritze und Gießkanne gegriffen, um die fürchterliche Staubplage im Bereiche ihre» Anwesens nur einigermaßen zu dämpfen. Dieser geradezu unerträgliche Zustand kann nur dauernd beseitigt werden, wenn die Stadt während der ganzen BetriebSzeit der Straßen­bahn alle Straßen, welche von den Bahngeleisen durchzogen werden, in ausgiebigster Weise besprengen läßt. Ganz un­verständlich aber ist es, daß gerade heute am Eröffnungstag» des Siraßenbahnverkchrs der städt. Begießungsapparat voll­ständig versagt hat. (An m. d. Red.: Wie wir verneh­men, trifft es nicht zu, daß die Begießung am EröffnungS- tage vollständig versagte).

Eingesandt.

Unsere elektrische Straßenbahn hat gestern ihren Betrieb eröffnet. Nun wirb cs wohl nicht ausbleiben, daß außer der Annehmlichkeit, Fahrgelegenheit zu haben, auch Unannehmlich­keiten für das Publikum entstehen, und wird wohl die Direktion resp, der wohllöbliche Rat der Stadt Hanau be- müht sein, dieselben abtusteHen. Es sei mir an dieser Stell» gestattet, gleich auf eine jedenfalls recht große Kalamität aufmerksam zu machen. Der an und für sich schon recht stiefmütterlich behandelte Auheimerweg ist seit gestern fast gar . nicht mehr zu passieren, denn bei einem jedesmaligen Heran­nahen eines elektrischen Wagens glaubt man, ein Automobil sauste vorüber, hinter sich alles in eine Staubwolke ein- hüllend, so daß Fußgänger pustend und so schnell wie möglich aus dem Bereich des Schienenstranges zu kommen suchen und die Anwohner überhaupt kein Fenster mehr öffnen können. Jedenfalls kann sich jedermann davon überzeugen, und glaube ich, daß cs nur dieses Hinweises bedarf, da nun einmal kein gepflasterter Wèg da ist, daß durch fleißiges Sprengen des Schienenweges Abhilfe geschafft wird. R. S.

Gerichtssaal.

Sitzung ver Strafkammer vom 15. Juni 1908.

Am 13. Juli v. I. wurde bei Lossow durch den Straßen­reiniger Emil Jerke eine Monatsquittung des hiesigen Glas und Gebäudereinignngsinstituts von Post vorgezeigt und be­zahlt. Hinterher stellte sich heraus, daß der Abonnementsbetrag bereits früher bezahlt und die erneute Quittung gefälscht war. Am gleichen Tage versuchte J. dasselbe Manöver im Hotel zum Riesen, dort jedoch ohne Erfolg. Die Fälschung wurde nach den Darlegungen des Sachverständigen Dr. Popp- Frankfurt, der die Urkunde mit Hilfe der Photographie und der Vergrößerungsgläser genau untersuchte, dadurch bewerk­stelligt, daß einer regelrecht ausgesüllten Quittung eine leere untergelegt und mit einem spitzen Stäbchen die Schrift durchgepaust bezw. durchgepreßt und dann mit einer Feder nachgefabren wurde. Es ergibt sich dies auS der unsicheren häufig abgebrochenen Linienführung sowie aus den deutlich sichtbar weißen Rändern an den Stellen, wo der Fälscher mit der Feder nicht genau bi« Spur der durchgepreßten Schrift getroffen hatte. Dem I. werden weiterhin noch zwei Diebstähle zum Nachteil des Wirtes Euler zur Last gelegt. Das eine Mal verschwand, als I. allein im Gastzimmer war, ein auf einem Tische ' liegen gelassenes Fünfzigpfennigstück, das andere Mal wurde er beobachtet, wie er, nadjbcm die Wirtin hinausgegangen war, einen Griff in die Buffetitasse tat und die Hand dann in seine Tasche versenkte, also offenbar etwas herausnahm, wieviel, konnte nicht festgestellt werden. Bei der Gelegen­heit führte er sich auch einen Gratisschoppen zu Gemüte. ' Er muß die Geschichte mit zwei Monaten Gefängnis büßen.

Das Messer.

Der 61 Jahre alte Schuhmacher Eduard Krug in Schlüch­tern lebte mit seinem Schwiegersohn, dem Weißbinder Adam Beyer, seit längerer Zeit auf sehr gespanntem Fuße. Die Ursache ist wohl eine periodische Trunksucht des Krug, die diesen in der betreffenden Zeit lange in der Kneipe festhält. Als er am 2. Dezember wiederum sehr spät nach Hause kam (die Beiden wohnen in einem Hause) und von Beyer ge­öffnet erhielt, machte letzterer ihm heftige Vorwürfe über seine nächtliche Herumbnmmelei, worauf Krug mit Schimpf- worten reagierte. Beyer faßte daraufhin den auf der Trepp» Stehenden an der Kehle, was diesen Veranlassung gab, mit einem Messer auf den Schwiegersohn einzustechen, der mehrere erhebliche W men davontrug, davon eine am Oberarm, die bis auf den K nutzen reichte. Der Heilungsprozeß nahm 2 Monate in Anspruch. Krug behauptet, das Messer, daS er auf dem einsamen Heimwege offen in der Rocktasche ge­tragen habe, nur zu feinem Schutze vorgchalten zu haben, nach Ansicht des Sachverständigen ist es bei der Art der Wunden und bei der Stellung der Beiden im fraglichen Momente aber unmöglich, daß B. sich diese selbst zugezogen hat, indem er in das Messer hineinschlug. DaS Schöffen­gericht hatte auf 8 Monate Gefängnis erkannt, die Straf- kammer hält aber in Anbetracht dessen, daß der bejahrte An­geklagte nur ganz unbedeutend vorbestraft ist und auch der Verletzte eine hohe Bestrafung nicht wünscht, 5 Monate für ausreichend.

Vereins- u. Vergmigmtgsnachrichten

. für Dieostay den 16. Juni.

Oratonenverein: Abends 8 Uhr: Probe im Stadtschloßsaale.

Erst Manner- und Jünalitlgsverein: Unterhaltuiia (Kv. Bereinshans).

Turngeineiiide: 8/<10: Jnyendabtellnng, 7"/«8/,: Frauenabtei- luny A, 6' ,7*/,; Franenabteilunq B, 4h,>: Mâdchenab- teilnng A, 5 hr6«/»: Mädchenabteilung B.

Turngesellschalt: Abends von 810 Uhr: Turnen bet Jugeudabteiluug. Turnverein: Abends von 810 Uhr: Turnen der Jugcndabteiluug.

Erster Athleten - Verein: Abends von 911 Uhr . Uebungsstunde I» Vercinslokalc (Restanralion Sandhof).

Dram.-Lster. Verein Hanau: Vereinsabend imSarlsberg". HumoristischerMustkverein.Eiermania": Vo» 911 Uhr: Uebuugtstmldt < Restauration;um Sandhof').

^-.r. $üb .Normanni«": Klubadeod im .«euaärtt6eu*