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* Landtagswahl. Morgen nachmittag 3 Uhr haben He Wahlmänner die Wahl eines Abgeordneten vorzunehmen. Der Wahlakt findet im Deutschen Hause in Hanau statt.

Montag

Sport.

* Keldbergturnfest. Gestern fand bei herrlichem Wetter, wie cs den Feldbergturnern selten beschert ist, das 55. Feldbergturnfest statt. Am Samstag abend brachten die Züge nach Cronberg bereits die Wctturner und auch solche Turner, die nur als Zuschauer sich beteiligten. Die Turner suchten in Cronberg und den umliegenden Orten ihre Quar­tiere auf, um durch die nötige Ruhe ihre Kräfte für den Wettkampf zu stärken. Von 12 Uhr nachts ab begannen die Nachttouren der sogenannten Schlachtenbummler und war es auch wirklich ein Genuß, in mondbeschienener Landschaft von angenehm würziger Tavnusluft umweht, den Feldberg zu er­klimmen. Gegen 2 Uhr hatte sich oben bereits ein solches Leben entwickelt, daß in den 3 Feldberghäusern kaum noch «in Platz zu finden war. Kurz vor halb 3 Uhr begab sich Mes nach dem Brunhildefelsen, um den, wie man auch zu erwarten berechtigt war, herrlichen Sonnenaufgang zu be­wundern. Leider wurde die Geduld auf eine harte Probe gestellt, denn erst gegen 43/< Uhr war es den Zuschauern vergönnt, das strahlende Tagesgestirn zu begrüßen. Ein Dunstschleier hatte es solange den

neugierigen Augen verhüllt. Mit den ersten Strahlen der Sonne erschienen auch die ersten Wctturner unb immer dichter wurden ihre Reihen. Es war eine Lust, die frischen, wackern Turnergestalten zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit sie den Berg bestiegen und welche Freude und Erwartung für den bevorstehenden Wettkampf fick auf ihren Gesichtern wider­spiegelte. Um 6 Uhr 45 Min. rief die Glocke des Festturn- warts, Adolf Münch, zum Antreten. Es traten 720 Wettturner an. Leider wurde nicht wie im vorigen Jahre die Zahl 1000 erreicht, was auf das in 5 Wochen stattfindende deutsche . Turnfest zurückzuführen ist. Philipp Röbig-Rödelheim, der erste Vorsitzende deS Feldbcrg- auSschuffes, begrüßte die Wctturner und überreichte hieran anschließend dem Festturnwart Adolf Münch einen Kranz für 25 jährige treue Mitarbeit im Feldbergausschuß. Nach einem kräftigen Gut Heil für denselben nahmen die Turner Auf­stellung zu den Freiübungen. Es wurde die 2. Gruppe der Freiübungen vom deutschen Turnfest vorgeführt. Nach ver­hältnismäßig guter Ausführung traten die einzelnen Riegen an ihren Geräten an. Es wurde geturnt an: Weit-Hoch- sprung, Hochsprung, Kugelstoßen unb Wettlauf (100 Meter). Gegen frühere Jahre war es für die Wetturner sehr ange­nehm, daß das Turnen bereits um 1/* Uhr zu Ende war. Hierauf fanden Turnspiele statt. Um 5 Uhr rief die Glocke an der Turnerhütte die Wctturner zur Preisverteilung zu­sammen. Der Obmann des Feldbergausschusses Theodor Kleber hielt eine kurze kernige Ansprache, in welcher er er«

_____________________ TNre ff wähnte, daß in diesem Jahre vorzügliches geleistet morde sei; cs hätten von 720 Wetturnern 469 Siege errungen, also die Miudcstpunktzahl von 24 erreicht. Nach einem be« geistert aufgebrachten Gut Heil auf unser schönes deutsches Vaterland nahm bie Preisverteilung ihren Anfang.

Den 1. Sieg errangen Otto Mühle, Turnverein MainM817, Karl Bethe, Turngemeindr Bockenheim, und Fritz schneller, Turnverein Homburg, mit je 40 Punkten, ben 2. Sieg errangen Fritz Böckle/ Turnverein Pforz­heim, und Willi Dörr, Turngemeinde Bornheim, mit je 39l/r Punkten, den 3. Sieg errangen Franz Köd der- mann, Turugesellsäurft Wiesbaden, und Josef Lindner, Turngemeinde Frankfurt, mit je 38 Punkten. Auch unsere hiesige Turnerschaft beteiligte sich mit 10 Wetturnern an bem Fest, wovon 9 es verstanden, hübsche Siege mit nach Hause zu bringen.

Es errangen den 7. Sieg mit 36 Punkten Fritz Klee, Turn- und Fecht-Klub; den 15. mit 32 Punkten Richard Holzschuh, T.-Gem., Karl Berthold, T.-Gem. und Hermann Frank, T.-Gem.: den 17. Sieg mit 31 P. Heinrich Becker, T.-Gem.; den 18. Sieg mit 30'/- P. Franz Paul, T.-Gem'. und Otto Jodry, T.-Gcs.; den 21. Sieg mit 29 P. Wil­helm Reinhardt, T-- u. F.-Kl.; den 28. Sieg mit 257« P. Karl Eckhardt, T.-Ges. Möge eS denselben vergönnt sein beim nächsten Fcldbergfest noch höhere Siege an ihre Fahnen zu heften.

12835z

Hanau den 15. Juni 1908.

Die trauernden ^inferßtxeBenen.

sowie für die reichlichen Blumenspenden sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Danksagung.

Für die vielen Beweise aufrichtiger und herzlicher Teil­nahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen

Herrn FlW Zülltg

a©o@®o®se®©@®@®e®®ee@®ea

Für die uns anläßlich unserer sil­bernen Hochzeit erwiesene Aufmerk­samkeit sagen wir allen auf diesem Wege unseren 13898c

besten Danh.

Peter Seilkel u. Familie.

Oratorien - Verein

Dienstag ben 16. Juni Probe im StadtTcbloß.

Damen und Herren .... 8 Uhr.

Um pünktliches und vollzähliges Er­scheinen bittet

128010 Der Vorstaind.

Todes-Anzeige.

Teilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Fräulein

Friedlinde Schmidt

nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 21 Jahren samt verschieden ist.

Kgl. Pulverfabrik, den 15. Juni 1908.

Die tieftrauernven Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. Juni, nachmittags halb 4 Uhr, vom Tor Nr. t der Kgl. Pulverfabrik aus statt. 13939c

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Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten zur gefl. Kenntnis, daß ich mein

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Für die überaus große Beteiligung seitens der hiesigen Einwohnerschaft, der hiesigen Kriegerkamerabschaft 70/71, als auch der auswärtigen Freunde und Bekannten bei der Be­erdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres Vaters, Bruders, Schwiegervaters, Großvaters, Onkels und Schwagers

des Herrn Rentners

Anglistin Mayer

Krieger-Veteran von 1870/71

sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, sagen allen innigsten Dank.

Groß-Auheim den 15. Juni 1908.

12827t)

Die trauernden Hinterbliebenen.

Jagdverpachtung.

Die Jagdnutzung in der Gemeinde Bischofsheim, Kr. Hanau, 615,47 Hektar Feld und 81,90 Hektar Wald umfassend, ist auf 9 Jahre vom 1 August 1908 ab zu verpachten.

Die Pachtbedingungen können auf dem Bürgermeisteramt eingesehen werden. Die Haltestelle Bischofsheim Rumpènheim liegt im Jagd­revier.

Termin zur öffentlichen Verpachtung wird auf Mittwoch den 1. Juli 1908, nachmittags 3Vi Uhr, im hiesigen Rathaussaal anberaumt.

Bischofsheim den 13. Juni 1908. 12783g

Der Jagdvorsteher.

liech, Bürgermeister.

Die Eröffnung seiner

i Zahn-Praxis

hierselbst, Altstadt, Hospitalstr. 22,

beehrt sich Unterzeichneter dem geehrten Publikum

von Hanau und Umgebung hierdurch anzuzeigen.

Hanau den 6. Juni 1908. I

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früher Assistent bei Herrn A. Lang, Dentist.

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