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General-Anzeiger
Amtliches Grzm für Mt- ani FilllLIrreis $a«ai.
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W. WatjuchaujeS in Oanae.
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Montag den 15. Sot
Fernsprechanschluh Nr. 605
1908
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Amtliches.
Eandkrds Ranau,
BekllNtmchNßkn Hes Mi^lihen Mtntmitë,
Der Bürgermeister Ludwig Gruner in Oberdorfelden ist auf eine weitere achtjährige Wahlperiode als Bürgermeister gewählt und bestätigt worden.
Hanau den 11. Juni 1908.
A 2780 Der Königliche Landrat.
v. Beckerath.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 6. bis 12. Juni 1908:
1 Bauschreiner, S Hausburschen, 1 Juwelen-
Bijoutier, 2 Tagelöhner
Gesucht werden mehrere Dienstmädchen, 1 Putzfrau.
Hanau den 13. Juni 1908.
Städtische Arbeitsvermittelunqsstelle. 12793
Gefundene ob verlorene Gegenstände 2t,
<8 e fund en: 1 Korallenkctte, 1 großes Hunde-Hals- band, 1 Zwanzigmarkstück, 1 Markttasche mit 20,16 Mk., 1 Militärpaß für Michael Lehmeier, 1 braunes Ledertäschchen (mit Taschentuch, Schlüsselbund, Portemonnaie mit etwas Inhalt und 14 Briefmarken â 5 Pfg.), 1 Portemonnaie mit 20 Pfg., 1 gelber Damengürtel mit gelber Schnalle.
Gefunden im Lamboywald: 1 Portemonnaie mit 80 Pfg., 1 Portemonnaie mit 20 Pfg., 1 Portemonnaie mit 1,05 Mk.
Verloren im Lamboy waldt 1 silbernesMünzen- armband.
Verloren: 1 Double-Brosche mit 4 Perlen und einer Kinderphotographie, 1 seidener Herren-Regenschirm, 1 Wagenkapsel (auf dem Wege Hochstadt—Hanau), 1 weißer Kinder- strohhut, 1 dunkclgraue Loden-Pelerine.
Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.
Zugelaufen: 1 grauer Spitz w. Geschl., l schwarzer Rehpinscher m. Geschl.
Hanau den 15. Juni 1908.
Politische Run dich au.
Dev Kaiser hat den ehrengerichtlichen Spruch gegen den Generalleutnant z. D. Grafen Hohenau bestätigt. Dieser Spruch lautet auf Verlust des Offizierstitels und des Rechts zum Tragen der Uniform. — Wenn man auch sicher erwarten durfte, daß die Entscheidung des Kaisers in diesem Sinne fallen würde, so wird doch die Nachricht überall mit Genugtuung begrüßt werden. Sie zeigt von neuem mit vollster Klarheit, daß der Kaiser gegen jeden, auch gegen Personen, die ihm sehr nahe gestanden haben, dem Gesetze freien Lauf läßt und von Gnade nichts weiß, wenn sie sich gegen das Gesetz vergangen haben.
Zur Neichsfinanzveform Die Norddeutsche Allgemeine Ztg. schreibt: Das Pariser Blatt Le Temps enthält einen ausführlichen Artikel seines Berliner Korrespondeten über die Finanzen des Deutschen Reichs, in welchem deren Lage zahlenmäßig dargestellt und demnächst die zu ihrer Besserung geeigneten Wege erörtert werden. Der Berichterstatter des Temps erwähnt im Eingänge, daß er die Zahlen und Angaben über das Budget des Reichs und das Reichsdefizit vom Staatssekretär Sydow und Unterstaatssekretär Twele erhalten habe. Die deutschen Blätter haben hieraus die Folgerung gezogen, daß auch die Auseinandersetzungen des Berichterstatters über die zum Zwecke der Finanzreform zu ergreifenden Maßregeln auf Mitteilungen des Reichsschatzsekretärs oder anderer Mitglieder des Reichs- schatzamtS beruhen. Dies ist nicht der Fall. Ein Einblick in den Artikel des Temps ergibt, daß der Berichterstatter bei der Erörterung der wahrscheinlichen Resormmaßregelu lediglich das Ergebnis seiner persönlichen Anfichten und Studien zum Ausdruck bringt. Weder der Staatssekretär Sydow noch ein anderes Mitglied des Reichsschatzamts hat gegenüber dem Berichterstatter des Temps oder einem anderen Vertreter einer deutschen oder ausländischen Zeitung Mitteilungen über die in Aussicht genommenen Maßregeln zur Reichsfinanzreform gemacht.
Deutsche Kolonialgesettschast.
Bremen, 13. Juni. In den fortgesetzten Verhandlungen der Deutschen Kolonialgcsellschaft wurde eine Resolution angenommen, den Reichskanzler zu bitten, daß die Vor-
lcgung eines nennt Gesetzes betreffend den Erwerb und den Verlust der Staatsangehörigkeit sofort bei dem Wiederzusammentritt des Reichstages erfolge. Die Deutsche Kolonialgesellschaft halte die Verluste deutscher Volkswerte unter den gegenwärtigen Verhältnissen für zu schwer, als daß noch ein weiterer parlamentarischer Tagungsabschnitt darüber hinweggehen dürfe. Der Erwerb der Staatsangehörigkeit müsse für Fremdnationale erschwert, ihr Verlust aber sogut wie unmöglich gemacht werden. Eine weitere Resolution spricht ihre Sympathie für den Antrag auf die Bildung eines Kolonisl-Juvalidenfonds aus. Die Gesellschaft würde es mit Freuden begrüßen, wenn im Sinne des Antrages durch die Regierung vorgegaugen werde. Der Gouverneur a. D. Graf v. Götzen wünschte die Bewilligung reicherer Mittel für die Eingeborenenfürsorge. Unterstaatssekretär v. Liudequist erklärte, daß das Reichskolonialamt dem Antrag durchaus sympathisch gegenüberstehc und sein möglichstes tun werde. Der Antrag des Deutschen Kolonial-Fraueubundes, auf Aufnahme als korporatives Mitglied in die Kolomalgesellschast, wurde angenommen. Nach der Erledigung weiterer Anträge schloß der Präsident die diesjährige Hauptversammlung. Von der Tagung des Deutschen Flottenvereins in Danzig war ein Begrüßungstelegramm eingegangen, das dankend erwidert wurde. Bei dem anschließenden Festessen brachte Bürgermeister Dr. Pauli den Kaisertoast und in einer zweiten Ansprache ein Hoch auf den Präsidenten der Kolonialgesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, aus. Der Herzog gab sodann einen Rückblick auf die Verhandlungen der verflossenen Tage und schloß mit einem dreifachen Hoch auf die Stadt Bremen, den Senat und die Bremer Abteilung der Kolonialgesellschaft.
Bremen, 14. Juni. An dem Diner zu Ehren der Kolonialgesellschaft nahmen außer den meisten Mitgliedern des Vorstandes Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg und Unterstaatssekretär des Kolonialamts v. Lindequist teil. Bei dem Diner hob der Vizepräsident des Norddeutschen Lloyds, Konsul Achelis in dem Kaisertoast das warme Interesse des Kaisers für die koloniale Sache hervor, wobei er besonders die Wichtigkeit der Errichtung eines Landeskolonialamts betonte, dessen leitende Männer eine gedeihliche Entwicklung der deutschen Kolonien gewährleisteten. Botschafter Exzellenz v. Holleben feierte den Norddeutschen Lloyd, dessen mustergültiger Betrieb von aller Welt anerkannt werde. Direktor Bremermann vom Norddeutschen Lloyd hob die gemeinsamen Interessen der deutschen Kolonialgesellschaft ynd der großen Reedereien hervor und machte Mitteilung von der jüngst erfolgten Neugründung eines neuen kolonialen Unternehmens, der deutschen Südsee-Phosphat-Gesellschaft in Bremen, die mit einem Kapital von 4^2 Millionen Mark unter Beteiligung des Norddeutschen Lloyds zwecks Ausbeutung der Phosphatlager auf der Insel Angauer (Palau-Inseln) gegründet worden sei. Sein Hoch galt der deutschen Kolonialgesellschaft. Unterstaatssekrelär v. Lindequist gedachte der großen Verdienste des Norddeutschen Lloyds um die Kolonien, speziell um die deutschen Kolonien in der Südsee, und hob insbesondere hervor, daß der Norddeutsche Lloyd sich neuerdings auch dem westafrikanischen Dienst zugewandt habe. Er erkannte ferner Bremens Pionierarbeit in Afrika an, die grundlegend für die deutsche Kolonialpolitik geworden sei und wies auf die Unerläßlichkeit guter Verkehrswege hin, wobei er bemerkte, daß das, was die Kolonialbahnen für die afrikanischen Kolonien seien, die Schiffahrtslinien des Norddeutschen Lloyds für die Kolonien in der Südsee sind. Redner schloß mit einem Hoch auf den Bremer Senat und die Bürgerschaft.
Deutscher Flottenverein.
Dnnzig, 13. Juni. Heute abend fand die feierliche Begrüßung der Delegierten des Flottenvereins durch die Stadt Danzig statt. In großer Zahl versammelten sich die Festteilnehmer nm 8 Uhr im Franziskaner-Kloster, dessen Räume festlich geschmückt und dessen Gartenanlagen reich illuminiert waren. Oberbürgermeister Ehlers begrüßte die erschienenen Gäste namens der Stadt und brachte das Kaiserhoch aus. Geheimer Regierungsrat Professor Bnslcy dankte mit einem dreifachen Hoch auf die Stadt. Darauf hielt Oberpräsident v. Jagow eine Ansprache, in welcher er als erster Vorsitzender des westpreußischen Provinzialverbandes die Delegierten der anderen Verbände als Gäste begrüßte. Es folgte die Festrede des Professors Schulze von der technischen Hochschule, die mit einer Vorführung von Lichtbildern verbunden war. Hieran schloß sich eine Bewirtung in den Räumen des Klosters.
Die Lage in Marokko.
Tanger, 14. Juni. Nachrichten aus Fez vom 9. Juni berichten von dem Erfolg, den Muley ^aftb durch seinen Eirrzug in Fez davongetragen hat, bestätigen aber zugleich
auch die Gerüchte von seinem Mangel an Geldmitteln. Man spricht davon, daß die im Januar abgeschafften Steuern wieder eingeführt werden sollen. Buchta ben Bagdadi ist in Fez eingetroffen und voy Mnley Hafid empfangen worben. Die Unterhaltung zwischen dem Sultan und seinem Heerführer währte zwei Stunden.
Frankfurter Theater.
Opernhaus. Montag, 15. Juni, abends halb 8 Uhr. „Ein Walzertraum". Außer Abonn. Gew. Preise. — Dienstag, 16. Juni, abends 7 Uhr: „Djamileh". Hieraus „Feuersnot". Im Abonn. Große Preise. — Mittwoch, 17. Juni, abends halb 8 Uhr. Vorstellung bei ermaß. Preisen. „Die lustige Witwe". Außer' Abonn. — Donnerstag, 18. Juni, abends 7 Uhr. „Hans Helling". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Freitag, 19. Juni. Geschloffen. — Sanistag, 20. Juni, abends 7 Uhr, „Die Fledermaus". Im Abonn. Gew. Preise. — Sonntag, 21. Juni, abends 7 Uhr. „Carmen". Im Abonn. Große Preise. — Montag, 22. Juni. Geschloffen. — Dienstag, 23. Juni, abends 7 Uhr. „Das goldene Kreuz". Hierauf: „Die Altweibermühle". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. -— Mittwoch, 24. Juni, abends 6'/« Uhr. Volksvorstellung. „Die Meistersinger von Nürn-
berg". Außc
Schauspiels
.Hamlet" .
„Mein Lerx Mittwoch, 1 Im Abonu.
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-Dienstag, 16. Juni, abends 7 Uhr: km Abonne. Gewöhnl. Preise. —
■ii, abends 7 Uhr. „Mein Leopold."
w. Preise. — Donnerstag, 18. Juni, Uhr. Vorstellung bei ermaß. Preisen.
2 mal 2 ist 5". Außer Abonn. — Freitag, 19. Juni,
abends 7 Uhr. „Mein Leopold". Im Abonn. Gew. Preise. — Samstag, 20. Juni, abends 7 Uhr. „Di« Großen und die Kleinen". Im Abonn. Gew. Preise. Sonntag, 21. Juni, abends 7 Uhr. „Anna Karenina." Im Abonn. Gew. Preise. — Montag, 22. Juni, abends 7'Uhr: „Die glückliche Gilberte." Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Dienstag, 28. Juni, abends 7 Uhr. „Die glückliche Gilberte." Im Abonn. Gew. Preise. — Mittwoch, 24. Juni, abends 7 Uhr. „Anna Karenina". Im Abonn. Gew. Preise.
Hus Hanau Stadt und Cand«
Hanau, 15. Juni.
* Verliehen. Dem Regierungspräsidenten a. D. von ertz en zu Weimar, bisher in Lüneburg, wurde der Stern
zum Königlichen Kronenorden zweiter Klasse verliehen.
* Gnteignnngsrecht. Der Stadtgemeinde Hanau ist auf Grund des Gesetzes vom 11. Juni 1874 das Recht verliehen worden, das zum Bau der geplanten Kläranlage für die Stadt Hanau und der dazu gehörigen Rohrleitung erforderliche Grundeigentum im Wege der Enteignung zu erwerben odex dauernd zu beschränken.
* Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monat- Mai 1908 wurden an Schlachtscheinen verkauft:
92
47
71
988
388
58
4
Ochsen, weniger gegen den Monat
Kühe, „ „
Rinder, mehr „
Schweine, weniger „
Kälber, „
Hämmel, weniger
Lämmer, mehr
Ziegen, weniger
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Die Accis-Einnahme hiervon beträgt .
An eiHgeführten Fleischwaren rc. wurden versteuert: 26 500 Kilogramm, weniger gegen den Monat Mai 1907: 3947 Kilogramm.
Die Accis-Einnahme hiervon beträgt .
Summa
Gesamt - Accis - Einnahme im Monat Mai 1907 ......
Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des Vorjahres...... Accis - Einnahme vom 1. April 1908 bis 31.
Mai 1908 .....
Accis - Einnahme vom 1. April 1907 bis 31.
Mai 1907
Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des Vorjahres . .
Mk. 3852.80
Mk. 864.20
Mk. 4717.-
Mk. 5359.88
Mk. 682.88
Mk. 9818.75
10 660.95
Mk. 842.20.
* Der Zentralvorstand des evangl. Bereins der Gustav Adolf-Stiftung macht bekannt, daß bi« diesjährige 60. Hauptversammlung des Gesamtvereins in den letzten Tagen vom 22.- 24. September in Straßburg i. Eis, stattfinden wird, und ladet Mitglieder und Freunde det Vereins zu zahlreichem Besuche ein. Anträge, die auf bei Versammlung zur Beratung gelangen sollen, sind spätesten»