Einzelbild herunterladen
 
  

18. Jim? _______

Hier herrscht ein großer Kampf zwischen der herkömmlichen, der staatlich bevorzugten und der modernen der ZweckSkunst. Bei der heutigen Zwecks- oder Materialkunst herrscht die Der- nunft vor, das Gefühl tritt vorerst noch in den Hintergrund. Der Deutsche muß sich wieder, auch in der Kunst, auf das Ursprüngliche besinnen, er muß von der germanischen Grund­lage ausqehen, natürlich ohne die griechische und römische Kunst zu verachten. Der Unterrichtende muß das Prinzip der Bodenständigkeit und die Bedeutung der Scholle be­tonen. Notwendig ist, daß die Schule hrer Vorarbeiten leistet. (Lebhafter Beifall.) Prof. Dr. Paul Förster und Prof Dr. Gurlitt stimmten dem Vortragenden zu. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten wurde dann der 5. Deutsche Erziehungstag geschlossen.

Q an del, Gewerbe and Verhebt»

Frankfurt a. M., 10. Juni. Nach dem Handelstammer­bericht ist der Bierverbrauch wiederum zurückgegangen. In Betrieb waren im hiesigen Bezirk wie im Vorjahre zehn Brauereien; diese versteuerten: 1905 22 907 480 Kg. Malz gleich 1099 568 Hektoliter 20 Liter Bier, 1906 22 370 950 Kg. Malz gleich 1073 795 Hektoliter 60 Liter Bier, 1907 21769 800 Kg. Malz gleich 1044 950 Hektoliter Bier. Im Berichtsjahr ist also die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 601150 Kg. Malz gleich 28 845 Hektoliter Bier und gegenüber 1905 um 1 137 680 Kg. Malz gleich 54 605 Hekto­liter Bier zurückgegangen. Der Bericht erwähnt als Ursachen den naßkalten Sommer, die Einschränkung der Bautätigkeit und die fortschreitende Antialkoholbewegung.

Has aller Hielt.

Der Kopf ves in Leipzig ermordete« Dienst­mädchens Heine, worüber wir mehrfach berichteten, ist trotz aller behördlichen Maßnahmen immer noch nicht auf- gefunden worden. Gestern wurde die Pleiße abgelassen, da­mit nach dem Kopf der Heine gesucht werden konnte. Ein Resultat wurde aber nicht erzielt.

Gin junges Brautpaar, der Friseur Krüger aus Bansin und ein junges Mädchen aus Stettin, wurde zu­lammengebunden in Bansin als Leichen geborgen.

Selbstmord.

London, 12. Juni. Nach einer Meldung desStan­dard" auS Reval beging eine dortige Lehrerin zwei Tage ior der Ankunft des Kaisers Selbstmord, indem sie sich vor stnen in Fahrt befindlichen Eisenbahnzug warf, da sie die Befehle der terroristische« Organisation in Bezug auf die Ankunft der Kaiserfamilie nicht ausführen. wollte.

Erpresser.

Kiel, 12. Juni. Der stellungslose Handlungsgehilfe Medow aus Hamburg versuchte Erpressungen gegen Ange­hörige der wegen der bekannten Werftunterschleife Verhafteten tu verüben. Auf dem Hauptpostamt, wohin er die erpreßten Gelder bestellt hatte, wurde er gestern festgenommen.

Weitere Todesurteile.

Warschau, 12. Juni. Das hiesige Kriegsgericht fällte wiederum sieben Todesurteile.

MiMMMmiiWKnaaHnMni^^

Gebrauchs-Muster.

Nr. 326 852. Mosaik - Reklamezeichen. Elektrici­täts-Gesellschaft Richter, Dr. Weil L C o. 'n Frankfurt a. M., vom 4. Dezember 1907 ab. E. 10 692. Kl. 54g.

Nr. 330 348. Badewanne mit zwei getrennt liegenden tlblauflöchern mit gemeinschaftlich angebautem Neberlauf. Bamberger, Leroi & Co. in Frankfurt a. M., vom 7. Januar 1908 ab. B. 36 730. Kl. 85e.

Schiffsberichte.

Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.

Der DampferPrinzeß Irene" ist am 10. Juni wohl­behalten in New-Pork angekommen.

= Wie Inserate, s

die für denHanauer Anzeiger" aufgegeben werden, erscheinen gleich­zeitig. und zwar unentgeltlich, in den Nebenausgabe» desHanauer

Anzeigers", dem

Nelle« IM«I« Äzeiger"

und dem

LaiWsMer Anzem"

Amtliches Organ für den Amtsort Langenselbold.

Inserate in demHanauer Anzeiger" sind daher von durchschlagender Wirkung.

_________________Freitag_________________

Drahtnachrichten

Die Zusammenkunft in Reval.

Paris, 12. Juni. Der Sonderberichterstatter des Matin" in Reval wurde von den Ministern Stolypin und Iswolski empfangen, welche ihn zur Veröffentlichung von Erklärungen ermächtigten, deren Inhalt im wesentlichen dem über die Monarchenbegegnung ausgegebenen amtlichen Comu- niqué entspricht. Hervorzuheben aus den Erklärungen Stoly­pins ist folgender Satz: Die Grundlage unserer allgemeinen Politik bleibt nach wie vor unser Bündnis mit Frankreich. Unsere Freundschaft mit England stimmt völlig mit dem friedlichen Ziel dieses Bündnisses überein. Die russisch- englische Freundschaft ist notwendig für das Gleichgewicht Europas, ein Gleichgewicht, das, davon bin ich überzeugt, niemand antasten will. Neben unserer Freundschaft mit England bleibt unsere traditionelle Freundschaft mit Deutsch­land aufrecht, die durch unser Abkommen mit England in keiner Weise leidet; denn dieses Abkommen bezieht sich auf Persien, Afghanistan und Tibet, Länder, wo England und Rußland die Verteidigung ihrer eigenen Interessen anstreben. Die Einstellung des Prinzen Ernst August in

die bayerische Armee.

Gmunden, 11. Juni. Der Herzog von Cumberland hat gestern Kaiser Wilhelm die Ernennung seines Sohnes Ernst August zum Leutnant im 1. Bayerischen Reiterregiment bekanntgegeben.

Deutscher Flottenverein.

Danzig, 12. Juni. Im Laufe des gestrigen Tages trafen aus allen Teilen Deutschlands Vertreter des Deutschen Flottenvcrems ein. Abends 8 Uhr fand im Artushof eine Begrüßung statt, an welcher auch Regierungspräsident v. Jagow teilnahm. Heute vormittag 10 Uhr tritt der Gesamtvorstand im Schützenhause zusammen.

Deutsche Kolonialgesellschaft.

Bremen, 11. Juni. In den Räumen des Rat­hauses fand abends der Empfang der Teilnehmer der diesjährigen Tagung der Deutschen Kolonialgesell­schaft durch den Senat statt. Der Präsident des Senats, Bürgermeister Dr. Pauli gab einen Ueberblick über die koloniale Entwicklung Deutschlands und lobte den Idealis­mus und st.r a k t i s ch e n Sinn, der sich in der Kolonial- gesellschaft vereinige; darin liege eine Gewähr des Erfolges. Er erhoffe vonder Kolonialgesellschaftin rüstigem Fortschreiten unter der Leitung ihres fürstlichen Präsidenten Erfolg auf Erfolg als Lohn ihrer Mühen. Die Ansprache endete mit einem Hoch auf die Kolonialgesellschaft und ihren Präsidenten. Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg dankte dem Senat für den warmen, herzlichen Empfang in den alt­ehrwürdigen Räumen des Rathauses und brachte ein drei­faches Hurra auf Senat undi Stadt Bremen aus. Zu gleicher Zeit hatte sich auch im Ratskeller eine große Anzahl der Festteilnehmer eingefunden, wo sie von Bürgermeister Dr. Marcus im Namen des Senats bewillkommnet wurden. Dr. Marcus sprach sein Bedauern darüber aUS, daß der Staatssekretär des Kolonialamts, Exzellenz Dernburg, durch bte Reise nach Südwestafrika verhindert sei, an der Tagung teilzunehmen. Der Redner wies darauf hin, daß es ein Sohn der Stadt Bremen gewesen sei, der zuerst in überseeischen Landen, und zwar in Südwestafrika, für das Reich festen Fuß gefaßt habe. Sein Hoch galt der Deutschen Kolonialgesellschaft.

Ausstandsbewegung.

Paris, 12. Juni. Trotz des von der Kammer an­läßlich der Interpellation über die Vorgänge in Vigneux für das Ministerium beschlossenen Vertrauensvotums glaubt man in Regierungskreisen nicht, daß der Allgemeine Ärbeiterver- band den Gesamtausstand anordnen werde, da die Stimmung der einzelnen Gruppen des Verbandes dem Plane eines solchen Ausstandes keineswegs günstig sei.

Stiftung.

Köln a Rh., 11. Juni. DieK. Z." meldet ans M.-Gladbach: Der jüngst verstorbene Hauptmann Geile hat für Wohltätigkeitszwecke und für die Angestellten der Kolonial- warenfirma Gebr. Geile Legate im Betrage von annähernd 200 000 Mk. gemacht.

Verliehen.

New-York, 10. Juni. Die Universität Princeton ver- j lieh dem japanischen Botschafter Takahira die Doktorwürde. Takahira erklärte in seiner Dankrede, er werde eifrig für des verstorbenen Staatssekretärs Hay Lieblingsidee, die offene Tür" im fernen Osten, eintreten. Die Rede war auch sonst sehr auf die Aufrechterhaltung der japanisch- amerikanischen Freundschaft gestimmt.

Reform der Krankenkassen

Berlin, 11. Juni. Im Reichsamt des Innern fanden heute unter dem Vorsitz des Staatssekretärs v. Bethmann- Hollweg Besprechungen über die Reform der Krankenkassen statt, an denen zahlreiche Vertreter der Aerzteschaft und her­vorragende Mitglieder von Krankenkassen neben vielen höheren Beamten aus den Reichsämtern und preußischen Ministerien teilnahmen. Wie demB. T." zufolge ver­lautet, galten die Beratungen hauptsächlich »der Stellung der Krankenkasse bei der beabsichtigten Reform der sozial­politischen Gesetzgebung sowie der Erörterung der Wirkung der neuen vereinfachten Organisation auf die Zwecke der Krankenkassen und auf das zukünftige Verhältnis zwischen Kassen und Kassenärzten. Die Konferenzen begannen früh am Morgen und dauerten bis zum Abend, sie dürften auch morgen fortgesetzt werden, da vermutlich das Organisations­projekt der Regierung ebenfalls eingehend erörtert werden wird.

Die Vorgänge in Persien.

Tiflis, 11. Juni. Der persische Generalkonsul übergab den russischen Behörden 50000 Rubel. die ihm aus Täbris

____________________________________Seite 8

als Entschädigung in der Angelegenheit des UeberfalleS bei Beljasuwar zugegangen sind. Davon erhalten die Familien des hierbei gefallenen Rittmeisters Dvojeglaffoff und der ge­fallenen Untermilitärs 30 000 Rubel.

Kandivatnr.

Netv-Nork, 11. Juni. Nach einer Meldung desSun" aus Chicago verfügt Taft bereits über die Stimmen von 491 Delegierten des Nationalkonvents, sodaß seine Auf­stellung als Präsidentschaftskandidat gesichert ist.

Erschösse».

Wilhelmshaven, 12. Juni. Der Obermaat Entretz von dem deutschen KreuzerSeeadler" wurde auf einer Jagd­partie in Ostafrika erschossen.

Einladung.

Düsseldorf, 12. Juni. Die deutschen Eisenhüttenleute wurden von dem Canadian Mining Institute ejngeladen, gemeinsam mit den Angehörigen des Jron and Steel In­stitute eine Reise zum Besuche verschiedener industrieller An­lagen Canadas mitzumachen. Die Fahrt wird am 24. August von Quebèc ausgchen.

Zur Kongofrage.

Brüssel, 11. Juni. Wie heute in den Wandelgängen der Kammer verlautete, hat der König dem Ministewrasi- denten und dem Justizminister bei ihrem Besuche in Wies­baden den Auftrag gegeben, in einer der nächsten Sitzungen des Parlaments auf die kritischen Folgen der Ablehnung der Kongovorlage hinzuweisen. Diese Regierungserklärung, die darauf absieht, die jungklerikale Gruppe sowie einen Teil der Liberalen zur Annahme der Vorlage zu nötigen, wird große? Aufsehen erregen.

Immatrikulation von Frauen.

Berlin, 12. Juni. Den Morgenblättern zufolge wird nach einer Mitteiluug des Prof. Adolf Hornack beim evan­gelisch-sozialen Kongreß die Immatrikulation von Frauenau den preußischen Universitäten vom nächsten Wintersemester ab zugelassen rverden.

Liebestragödie.

Waldheim, 12. Juni. Bei der Burg Kriebstein erschoß der 23jährige Ingenieur Ernst Werner aus L i e g n i tz seine 21jährige Braut, die Schneiderin Helene Gaudlitz aus Mittweida und dann sich selbst.

Verunglückt.

Bern, 12. Juni. In den Appenzeller Bergen ist ein unger Mann aus Chemnitz, der in einem Konstanzer Ge- chäftShause angestellt war, im Nebel verunglückt, indem er über eine Felswand tödlich abgestürzt ist. Die Leiche ist gestern abend mit zerschmettertem Schädel unterhalb einer Schneehalde gefunbett worden.

Zum österreichische» Hochschulstreit.

Wien, 11. Juni. Der deutsch-nationale Verband bes Abgeordnetenhauses hat heute zur Hochschulfrage Stellung genommen. Er nahm folgende Resolution an: Mit der bloßen Entschuldigung oder Kritik der bisherigen Ereignisse seitens der Regierung kann sich der Verband nicht zu­frieden geben. Er muß vielmehr von der Regierung ein Vorgehen erwarten, daß die Erklärung deS Unter« richtsministers, wonach jede Maßregelung des Professors Wahrmund ausgeschlossen zu sein hat, und ihm völlige Lehr­freiheit zu sichern ist, zur unzweideutigen und tatsächlichen Geltung gelangt. Der Verband stellt ferner die Forderung, daß den Studenten aus ihrem bisherigen Verhalten im Hoch­schulstreit keinerlei Schädigungen erwachsen.

Berlin, 11. Juni. Wie seinerzeit gemeldet, war gegen die frühere Freundin des Friedbergschen Sozius, Bohn, Fräulein Isabella Scheybell, sowie gegen deren Mutter ein Verfahren wegen Beihilfe zu den strafbaren Taten des ver­krachten Bankiers Friedberg und seiner Genossen eingeleitet worden. Dieses Verfahren ist nunmehr eingestellt worden, weil sich belastendes Material im Laufe der Untersuchung nicht ergeben hat.

Schiffsnachrichten.

(Mitgeteiti von Agent Ab. Treus ch-Hauau.)

Der Hamburger DampferPennsylvania" ist am 10, Juni wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.

Hamburg, 10. Juni. Der DampferBosnia" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Boston und der DampferGranada" vorgestern in Montevideo einge­troffen.

Stetste«, 10. Juni. Der Dampfer des Norddeutschen LloydGoeben" ist gestern in Penang eingetroffen.

ff

Strtin Frankfurt a. M

Ortsgruppe Hanau.

--Angeschlossen an den Verband der K. K. V. Deutschlands. Jeden Dienstag abend 9 Uhr im Vereinslokal .Lindenhof: Zusammenkunft.

Hals- und

Lungen

I leidenden

teile ich aus Dankbar­keit durchaus unent­geltlich (lediglich gegen Einsendung des Portos) mit, wie ich durch ein ebenso einfaches wie billiges und dabei doch so überaus erfolgreiches Verfahren von meinem

langwierigen

Leiden

(Husten, Auswurf, Nachtschweiss, Abmagerung etc.) beireit wurde, nachdem ich vorher nach

einer aohtwöohentliohen Kur aus einer Lungen­heilstätte als ungeheilt entlassen worden war. Anna Walter, Magdeburg, Stefansbrücke 91 in. 9949q

Brant-Seide,. Hk.,.s,»,

Zollfrei 1 Muster an Jedermann! 138Sfl Henneberg, alt Seidenfabrikt.. Zürich