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Hanauer K Anzeiger

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WMMmIdnxk uni) v«rl<g der Buchdruck«« des verein.

Amtlicher Orzw für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, belletristischer Beilage.

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Nr. 120

Fernsprechanschlich Nr. 605

Freitag den 22. Mai

Fevnspvechanschlutz Nr. 605

1908

Die ieMNllwM nmW Mr ü.NvterMtWMatt 14 Seiten

Amtliches.

Landkreis Hanau. BekmtmchuWn des KömMen LaMMmts.

Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Abteilungslisten für die bevorstehenden Landtags­wahlen aus dem Landkreise Hanau in der Zeit vom Montag den 25. d. Mts. bis einschließlich Mittwoch den 27. d. Mts. zur Einsicht der Beteiligten öffentlich ausliegen und zwar:

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für die Stadt Windecken (1. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei daselbst,

für Bergen mit Enkheim (2., 3. und 4. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Bergen,

für Bischofsheim (5. Urwahlbezirk) auf dem Rathaus daselbst,

für Bruchköbel, Niederissigheim und Kinzigheimerhof (6. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Bruchköbel, für Dörnigheim (7. und 8. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei daselbst,

für Eichen und Erbstadt (9. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Eichen,

für Großauheim (15.18. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei daselbst,

für Großkrotzenburg (19. Urwahlbezirk) auf dem

Bürgermeisteramt daselbst,

für Hochstadt (20. Urwahlbezirk) auf dem Bürger­meisteramt daselbst,

10. für Hüttengesäß und Neuwiedermus (21. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Hüttengesäß,

11. für Kilianstädten und Oberdorfelden (22. Urmahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Kilianstädten,

12. für Langendiebach (23. und 24. Urwahlbezirk) auf dem Bürgermeisteramt daselbst,

für Langenselbold (25., 26. und 27. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei daselbst,

für Marköbel und Baiersröderhof (28. Urwahlbezirk) auf dem Bürgermeisteramt in Marköbel,

für Mittelbuchen (29. Urwahlbezirk) auf dem Bürger­meisteramt daselbst,

für Gronau, Niederdorfelden, Dottenfelderhof und Gronauerhof (30. Urwahlbezirk) auf dem Bürger­meisteramt in Niederdorfelden.

für Niederrodenbach (31. Urwahlbezirk) auf der Bürger­meisterei daselbst,

für Ostheim (32. Urwahlbezirk) auf dem Bürger­meisteramt daselbst,

für Oberrodenbach, Pulverfabrik sowie die Forstguts- bezirke Hanau und Wolfgang (33. Urwahlbezirk) im Amtszimmer des Gutsvorstehers der Pulverfabrik, für Ravolzhausen (34. Urwahlbezirk) auf der Bürger­meisterei daselbst,

für Roßdorf und Butterstadt (35. Urwahlbezirk) auf der Bürgermeisterei in Roßdorf,

für Rückingen (36. Urwahlbezirk) auf der Bürger­meisterei daselbst,

für Oberissigheim, Rüdigheim und Rüdigheimerhof (37. Urwahlbezirk) auf dem Bürgermeisteramt in Rüdigheim,

für Wachcnbuchen, Philippsruhe und Wilhelmsbad (38. Urwahlbezirk) auf dem Bürgermeisteramt in Wachenbuchen.

Für die Gemeinde Fechenheim (10.14. Urwahlbezirk) statt V ^âgrmg am 12., 13. und 14. d. Mts. bereits

9

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N^?'? Pmm Bürgermeister und Gulsvorsteher wollen es ihre Ortschaften angeht, noch vor Mts. wiederholt auf ortsübliche Weise mit dem keit ^chcn, daß Einsprüche gegen die Richtig-

,r Zuständigkeit der Listen während der angegebenen ersnl->r ^ "P^âeichneteu Stelle, in denen die Auslegung und r 'ch- anzubringen oder zu Protokoll zu geben sind Em pruche, die sich gegen den Inhalt der fes ge- richte", insoweit gegenüber der teüungslsste mcht mehr zulässig sind.

Hanau den 21. Mai 1908.

V 3680

Der Königliche Landrat. Beckerath.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Müllers Johannes Mohn auf der Blinkenmühle bei Ravolzhausen wird 1) zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksich­tigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf

Freitag den 19. Juni 1908, vormittags 9 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst bestimmt, 2) wird das Honorar des Konkursverwalters einschließlich seiner Forderung auf Erstattung der Auslagen auf 70 Mark fest-

gesetzt.

Langenselbold den 28. April 1908.

Königliches Amtsgericht.

11183

Bekânntmachuttg.

Der in der hiesigen Feldmark belegene Weg, Karten­blatt 22 Parzelle Nr. 73 auf dem Berg, soll zufolge Ent­nahme von Schüttungsmaterial zur Herstellung des neuen Bahnhofs in Vilbel verlegt werden.

Gemäß § 57 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 ergeht die Aufforderung, Einsprüche gegen die Ver­legung zur Vermeidung des Ausschlusses innerhalb 4 Wochen

bei dem Unterzeichneten geltend zu machen. Gronau den 21. Mai 1908.

Die Wegepolizeibehörde.

Wenzel, Bürgermeister.

11169

Politische Rundschau.

Die hessische Zweite Kammer ist gestern vor­mittag zu einer mehrtägigen Sitzung wieder zusammen- getreten. Auf eine Anfrage des Abg. Hirschel betreffend den Wohnungsgeldzuschuß an außerhalb ihres Dienstortes woh­nende Staatsbeamte, nämlich Beamte der Reichspostverivaltung und der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft, erwiderte Staatsminister Ewald,, daß der Regierung auf ihre Anfrage an maßgebender Stelle die Auskunft erteilt worden sek, daß der im Reichsschatzamte aufgestellte Gesetzentwurf bei Be­messung des Wohnungsgeldzuschusses nur den dienstlichen Wohnort als maßgebend erachte upd daß Preußen sich der im Reiche erfolgenden Regelung zweifellos anschließen dürfte. Die Abgeordneten Köhler und Genossen richteten an die Re­gierung eine Anfrage, ob die Regierung gewillt sei, alsbald den Landständen einen Gesetzentwurf über die Regelung der Anstellungs- und Gehaltsverhältnisse der Kommunalbeamten vorzulegen. Der Minister des Innern Braun erividerte, daß ohne Nenordnung dieser Verhältnisse eine Aenderung der kreis- und kommunalgesetzlichen Bestimmungen nicht erfolgen könne.

Die süddeutschen Bürgermeister in London.

i Aus London, 21. Mai, wird berichtet: Zu Ehren der süd­deutschen Bürgermeister gab der Grafschaftsrat im Hotel

Waldorf einen Lunch. Der Obmann des Grafschaftsrates versicherte die Gäste, daß England mit inniger Freude sie empfing ; er schilderte in allgemeinen Umrissen die Verwaltung Londons. Gern lerne England, was von Deutschland in der Frage der Kommunalverwaltung zu lernen sei. Daß ein Land von dem anderen lerne, sei das beste, was es tun könne, und zugleich ein hervorragendes Werk zur Befestigung des Friedens zwischen beiden Nationen. Der Bürgermeister von Nürnberg drückte seine große Zufriedenheit aller aus über den Empfang und meinte, die in dem kaiserlichen Tele­gramm ausgesprochene Hoffnung werde sich verwirklichen, daß der Besuch die Beziehungen zwischen den beiden Ländern festigen werde. Während der Ueberfahrt habe im Kanal Nebel geherrscht, bei der Ankunft in England aber Heller Sonnenschein, der nicht nur vom Himmel kam, sondern auch aus dem Herzen der beiden Völker. Der Bürgermeister von Homburg erklärte, die Gesellschaft hege das Gefühl des innigen Dankes für den so herzlichen Empfang und trank auf das Wohl des Grafschaftsrates. Der Nachmittag galt der Besichtigung der Londoner Feuerwehr. Heute abend wird die französisch-englische Ausstellung befichtigt/wo ein Bankett stattfindet.

Dev dänische Folkething nahm gestern definitiv den vom Landsthing genehmigten Gesetzentwurf betreffend die Erweiterung des dänischen Eisenbahngesetzrs an. Der Gesetz­entwurf sieht die Anlagen eines doppelten Schienenstranges auf der Bahn über Fuenen vor, ferner fünf neue Staats- babnen, unter diesen die Bahnverbindung KovenhagenKjoege,

welche die internationale Linie über Gjedser bedeutend ab­kürzt,- sowie 51 Privatbahnen. Die zur Durchführung des Gesetzentwurfes der Staatskasse erwachsenden Kosten betragen 56 Millionen Kronen, welche nach den festgesetzten Be­stimmungen auf 16 Finanzjahre verteilt werden sollen. Während der Schlußverhandlungen kündigte der Berk«hrS- minister an, daß er demnächst dem Reichstage einen Gesetz« entwurf vorlegen werde betreffend die Anlage einer Brücke über den Masnedsund zwischen Seeland und Falster zur weiteren Verbesserung der Route über Gledser. Die Kosten werden auf 9 Millionen Mark veranschlagt«

Die Grenzunruhen in Indien. Wie das Reutersche Bureau aus Simla meldet, griff General Willcocks vorgestern den Feind bei Umra Killi an; es entspann sich ein heftiges Gefecht. Der Feind hatte eine starke Stellung inne und leistete hartnäckigen Widerstand. Er machte wiederholte Bajonettangriffe. Seine Verluste betragen mehr als 600 Mann. Auf britischer Seite sind- ein Offizier und drei ein­geborene Soldaten tot und ein Leutnant und 19 Eingeborene verwundet. Ein Leutnant ist ferner an der Cholera gestorben.

Der persische Gouverneur erhielt von dem russischen General Snarjkp ein Telegramm, das dessen Forderungen an die Führer der aufrührerischen Volksstämme enthält. DaS Ultimatum des Generals Suarskp besteht aus drei Punkten: Bezahlung einer Entschädigung an die geplünderten Russen ; Aus­lieferung der Mörder und Erlegung einer bestimmten Buße für die Ermordung des Rittmeisters. Die Antwort muß bis spätestens am Freitag mittag 12 Uhr erfolgen, widrigenfalls Snarskp für das Ueberschreiten der russischen Grenze gewalt­sam Genugtuung fordern, die Dörfer zerstören und die Schuldigen bestrafen will.

Die Lage in Marokko.

Madrid, 20. Mai. Senat. Auf eine Anfrage er­klärte der Minister des Aeußern Allen de Salazar, der Zwischenfall in Casablanca habe keine solche Be­deutung, daß er einen internationalen Konflikt herbeiführen könne. Nach einer ihm zugegangenen amtlichen Meldung handle es sich nur um persönliche Rivalität. Die Regierung sei aber entschlossen, die Angelegenheit völlig aufzuklären, um festzustellen, wen die Verantwortung treffe, und um die Schuldigen zu bestrafen. In Beantwortung einer and«r«n Anfrage sagte der Minister, die spanischen Truppen würd«n zurückberufen werden, wenn die Umstände es erfordert«n.

Paris, 21. Mai. Aus Tanger wird gemeldet, daß Oberst Müller aus Casablanca am 18. Mai zur Besichtigung der Polizei auf dem Landwege nach Rabat abgereist ist. Er wird in acht Tagen nach Casablanca zurückkehren und einige von den französischen Militärposten im Innern deS Lande­besuchen.

Paris, 21. Mai. DerTemps* erhält aus Fez vom 16. Mai die Meldung, daß an diesem Tage zahlreich« Notabeln der Stadt Fez sich nach MekineS zum Empfange Muley Hafids begeben haben. In Fez selbst seien zahlreiche Abordnungen der Stämme eingetroffen. Der Gouverneur von Melines, Ben Aissa, ließ die Einwohner auffordern, sich vor die Tore der Stadt zu begeben, um Muley Hafid Pi begrüßen. Die Israeliten von Melines erhielten gleichfalls den Befehl, dem Sultan Muley Hafid mit ihren Fahnen entgegen zu gehen. Ben Aissa ließ für Muley Hafid zwei kostbare, goldciselierte Säbel anfertigen.

Paris, 21. Mai. Aus Tanger wird demTempS" gt» meldet, daß der Maghzen die Nachricht von dem Einzuge Muley Hafids in Melines anscheinend mit ziemlicher Ruh« ausgenommen habe. Der Maghzen gab vor, die Ueberzeugung zu haben, daß Muley Hafid, sobald die erste Begeisterung der Bevölkerung von Fez verflogen sein werde, auf ernste Schwierigkeiten stoßen werde, die seine Stellung un- haltbar machen dürften.

Paris, 21. Mai. Aus Marrakesch wird vom 16. Mal gemeldet, daß der Pascha der Stadt eine Mahalia ausgerüstet habe, um den Mtugi-Stamm zu zwingen, sich Muley Hafid anzuschließen. Der Pascha bewaffnete die Bewohner jvou Marrakesch, damit sie die Stadt erforderlichen Falle- gegen die Soldaten Abdul Asts verteidigen können.

Madrid, 21. Mai. In dem heute abgehallenen Minister­rat machte der Staatsminister und der Kriegsminister Mit­teilungen über den Zwischenfall in Casablanca. Der Minister- rat gab seine Zustimmung zu der von den beiden Minif^r» vorgeschlagenen, in Marokko endgültig zu befolgenden Haltung, und zu den Maßnahmen, um das Leben und die Jutere^u der Spanier zu gewährleisten.

Landwirtschaftliches.

Saatenstand in Preussen.

Berlin, 21. Mai. SaatenstandSbrricht 1«

Preußen Mitte Mai (2 gut, 3 mittel, 4 gering): Winterweuen 2.5 (tm Mar des Vorjahres 3,8);