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diesem Jahre erbitten wollen, hat der Verein in den zehn Jahren nicht weniger als 26 010 Mark ErziehungSbeihilfen darreichen dürfen. Hiervon hat erhalten Cassel-Stadt 5245 Mark, Cassel-Witzenhanscn 3225 Mark, Eschwege 2860 Mark, Ziegenhain 2500 Mark, Hersfeld 2120 Mark, Fritzlar- Melsungen 2070 Mark, Schmalkalden 1870 Mark, Hofgeismar 1850 Mark, Fulda 1500 Mark, Schlüchtern 1420 Mark, Hanau 925 Mark. Eine Pfarrerswitwe, die der Verein alljährlich bedacht hat, erhielt zusammen 1150 Mark, eine LehrerSwitwe, die ebenfalls von Anfang an unterstützt wurde, bekam in Summa 750 Mark. Daß nicht alle Gesuche befritbigt werden konnten, war nicht unsere Schuld, würdig und bedürftig waren wohl alle Bittsteller, aber die Mittel reichten nicht aus. So war es auch wieder im vergangenen Geschäftsjahr, von 54 eingegangenen Gesuchen mußten leider zehn unberücksichtigt bleiben. Aus eigenen Mitteln haben wir in diesem Jahre 1675 Mark verteilt, 900 Mark spendete der Zentralverein imb 620 Mark Erziehungsbeihilfe ließ der Zweigverein Marburg 10 Pfarrer- und Lehrerfamilien zugute kommen, im ganzen Regierungsbezirk waren eS 3195 Mark gegen 3370 Mark im vorigen Geschäftsjahr. Der Rückgang der Einnahmen, der sich in die!« Gesamtsumme bemerkbar machte, kommt insbesondere auf Rechnung der Stadt Cassel. Wenn hier auch in etwas die Ungeschicklichkeit der betr. Kollektanten mitspricht, so ist daS doch nicht der Hauptgrund. Dieser liegt, wie das der Rückgang in den Einnahmen auch anderer Vereine und Wohltätigkeit-anstalten zeigt, wohl in der allgemeinen Ver- schlechterung der finanziellen Lage. Die Kollekten werden auch nicht weniger, sondern immer mehr. Man erwärmt sich mehr für Reugründungen, als für die schon bestehenden WohltätigkeitSanstalten. Hoffen wir, daß mit dem Steigen der Beamtengehälter auch unsere Kassenverhältnisse sich wieder verbessern werden.
Nachdem der Geschäftsbericht abgelegt war, trug der Kassenführer deS Vereins, Herr Bankier Schirmer, die Rechnung vor. Folgende Gaben find im letzten Jahre einge» gangen:
Stadt Caffel 698.50 Mk. Taffü-Witzenhausen 212.55 „ Zweigverein Hersfeld-Rotenburg 117.75 Mk. , Hofgeismar 132.30 , „ Ziegenhain 117.20 „ „ Eschwege 154.90 „ , Fritzlar-Melsungen 104.— , , Fulda-Hünfeld 49.70 , „ Hanau 168.25 „ „ Rinteln 86.— , , Schmalkalden 93.45 , , Gelnhausen 60.— ,
Im ganzen wurden 3243.06 Mk. eingenommen und 3201.01 Mk. verausgabt, die Rechnung schließt mit einem Bestand von 42.05.
Die Rechnung ist von den Rechnung-revisoren Herrn Rektor Amelungk und Rosenkranz geprüft und für richtig bekunden, daher wurde Herrn Bankier Schirmer Entlastung erteilt. Im Anschluß an die Rechnungsablage erhob sich eine längere Debatte, in der man über die Frage verhandelte, was man tun könne, um die Einnahmen des Vereins zu er» höhen. Herr Stadtschulrat Bornmann erklärte sich bereit, in den Lehrerkreisen Cassels immer wieder auf den Segen der Lulherstiftung Hinzuwelsen und mehrere Schulen, deren Lehrer und Lehrerinnen ihren Austritt erklärt haben, zurück- gewinnen zu suchen.
Die Versammlung nahm von diesem Anerbieten gern Kenntnis und beschloß hierauf, auch in diesem Jahre seinen Schriftführer zu der alljährlich stattfindenden Sitzung des Zentralverein« als Vertreter zu entsenden.
Herr Pfarrer Wittekindt wies noch darauf hin, daß der Casseler Hauptverein schon seit mehreren Jahren Lehrers- wilwen, die in Frankenberg wohnen, Beihilfen habe zuleil werden lassen, er meint, es sei der Ordnung wegen richtiger, diese dem Marburger Verein, der in den Kreisen Marburg, Kirchhain, Frankenberg jeine Tätigkeit ausübe, zuzuweisen. Die Versammlung erklärte sich mit dem Vorschlag einverstanden.
Herr Oberregierungsrat Fliedner fragt die Anwesenden, ob es nicht zweckmäßig sei, den Casseler Hauptverein für den Fall, daß ihm einmal Gelder zugewiesen werden sollten, in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Hauptversammlung beauftragt den Vorstand, diesem Vorschlag im Laufe des Jahres zu entsprechen.
Als letzter Punkt steht die Neuwahl deS Vorstandes auf der Tagesordnung. Folgende Herren scheiden satzungsgemäß aus: Exzellenz Hengstenberg, Generalsuperintendcnt D. Pfeiffer, Rektor Amelungk, Lehrer Eckhardt, Superintendent D. Klingender, Bürgermeister Löber-Homberg, Schulrat Martin, Hauptlehrer Mühlhausen. Außerdem hat Herr Bürgermeister JochmuS seinen Austritt aus dem Vorstand erklärt. Auf Vorschlag des Herrn 2. Vorsitzenden werden dieselben Herren wiedergewählt, so daß der Vorstand aus folgenden Mitgliedern besteht:
Konststorialrat von Altenbockum, Vorsitzender, Ober- Regierungsrat Fliedner, stellvertretender Vorsitzender, Pfarrer Wittekindt, Schriftführer, Rektor Amelungk, stellvertretender Schriftführer, Bankier Schirmer, Rechnungsführer, Rektor Rosenkranz, stellvertretender Rechnungsführer, Regierungspräsident Graf Bernstorff, Stadtschulrat Bornmann, Geh. Regierungsrat Freiherr von Dörnberg, Lehrer Eckhardt- Hessisch-Lichtenau, Lehrer Grebe, Oberpräsident Hengstenberg, Superintendent D. Klingender, Geh. Justizrat Köhler, Mittel- 'chullehrrr Lange, Bürgermeister Löber-Homberg, die Re- gierungs- und Schulräte Martin und Mühlmann, General- superintendent Möller, Hauptlehrer Mühlhausen, Landrat von Pappenheim, Geueralsuperintendent D. Pfeiffer, Metropolitan Reimann - Witzenhausen, Superintendent Schüler- Oberkaufungen, Generalsuverintendent D. Werner, Super-
DlenStag
intendent a. D. D. Wolff. Zu den Genannten kommen dann noch die Vorsitzenden der 11 Zweigvereint.
Da Anträge für die Sitzung nicht gestellt waren und sonstiges nicht vorlag, wurde die Sitzung gegen 5 Uhr geschlossen. " (Cass.Allg.Ztg.)
Hus Ranau Stadt und Eand.
Hanau, 12. Mai.
* Evangelischer Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen. Wie bereits von anderer Seite mitgeteilt wurde, spricht am nächsten Samstag den 16. Mai im großen Saale der „Concordia" hier- selbst ein bekannter nationalliberaler ReichstagSabgeordneier. ES dürfte wohl vielen BundeSmitgliedern im Stadt- und Landkreise Hanau sehr angenehm sein, darauf hinge- wiesen zu werden, daß der betreffende Redner, der Königliche Gymnasial-Professor Dr. phil. Hieber-Stuttgart, der ersteVorsitzende desWürttembergischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes ist und daß derselbe ein hervorragender Kenner unserer kirchenpolitischen Zustände ist und als solcher auch in der wichtigen Sitzung deS Deutschen Reichstages vom 18. Februar 1905 bei den Verhandlungen über den berühmten sogenannten T o l c r a n z a n t r a g in überzeugendster Weise gezeigt hat, welch - Gefahren dieser Antrag für den Frieden zwischen den beiden großen christlichen Konfessionen, sowie auch für daS friedliche Verhältnis zwischen Staat und Kirche in sich birgt. Dr. Hiebers Rede ist damals ihrer großen Bedeutung wegen als F l u g b I a t t: „An das deutsche Volk* erschienen und auch unter den Hanauer BundeSmitgliedern verbreitet worden. Vielleicht veranlassen diese Zeilen dieBundesmit- glieder dazu, diesen begabten Redner und hervorrage n- drnVerteidiger der deutsch-protestantischen Interessen bei dieser günstigen Gelegenheit in Hanau selbst zu sehen und zu hören.
* * Prähistorische Funde. In der gemeinheitlichen Kiesgrube oberhalb Mainflingen stießen gestern vormittag di« Arbeiter des Grubenpächters Stegmann am linken Mainufer auf einen gewaltigen Knochen eines vorweltlichen Tieres. Das offenbar einem Mammut entstammende Knochenungetüm ist von eigenartigen Formen. Bei einer Länge von 1 Meter und einer Stärke von 50 Zentimetern zeigt eS mehrere kräftige Fortsätze, die von Sachverständigen für Rippenstumpfe gehalten werden. Der Fund dürfte sich demgemäß als ein Wirbelknochenstück eines riesigen Mammuts präsentieren. Innerhalb d«r letzten 3 Jahre wurden bereits 4 prähistorische Funde in derselben KieSkaute gemacht und man rechnet mit Sicherheit auf die Aufdeckung weiterer Skelettreste aus grauer Vorzeit. Der neueste Fund, von dem sowohl der Kreisverwaltungsbehörde, als auch dem Denkmals- pfleger Professor Lenhard in Bensheim vorschriftsgemäß sofort Nachricht zuging, wird, wie die früheren hochinteressanten Fundstücks, den prähistorischen Sammlungen des Landes-Museums zu Darmstadt einverleibt.
, * Turngemeinde Hanau. Auf einen recht erfolgreichen Tag konnte die Spielabteilung genannten Vereins vergangenen Sonntag zurückblicken. Dieselbe hatte ihre 2. und 3. Faustballmannschaft nach Aschaffenburg geschickt um gegen den dortigen Turnverein anzutreten, und konnte, trotzdem die Aschaffenburger ebenfalls über sehr gut eingespielte Mannschaften verfügen, die 2. Mannschaft mit 116:107 und bie 3. Mannschaft mit 91:73 Bällen gewinnend den Platz verlaffen. Die 1. Fußballmannschaft, die gegen die 1. Mannschaft deS Fußballklubs Borussia, Gelnhausen, daselbst angetreten war, siegte, trotzdem dieselbe mit 5 Mann Ersatz spielen mußte, mit 8:2 Toren.
• Fahrlässige Körperverletzung. Der 16jährige Wilhelm Klug von Salmünster verunglückte am 15. Januar b. Js. dadurch, daß er von einer 16 Meter langen schweren Stange getroffen wurde, die beim Abbrechen eines Baugerüstes den Händen der Werkleute entglitt und auf die Straße stürzte. Der Junge erlitt ziemlich erhebliche Verletzungen, ist aber fast gänzlich wiederhergestellt. Es handelte sich um die obere Gerüststange, die mit dem einen dünneren Ende bereits herunter gelassen und von einigen Leuten die Straße entlang geschleppt wurde, während der Bauleiter, der Bauarbeiter Karl Schlauch in Salmünster, das andere Ende vom Gerüst aus nachschob. Als die Stange vom untersten Gerüst abgestoßen wurde, um gänzlich auf die Straße befördert zu werden, löste sich plötzlich der Knoten, ein sog. Maulband, an dem zum Hinunterlassen dienenden Seile, und das freischwebende schwere Holz schlug mit großer Wucht auf bie Straße auf, ehe es den zu diesem Zwecke untenstehenden Arbeitern möglich war, es mit den Händen aufzufangen. Der Junge wollte im letzten Augenblick noch unter der quer über der Straße schwebenden Stange hindurchschlüpfen. Sicherheits- bezw. Warnundsposten waren nicht ausgestellt. Die Strafkammer, die sich gestern mit der Sache befaßte, hielt eine Fahrlässigkeit seitens des Schlauch für vorliegend und verurteilte ihn zu 30 Mk. Geldstrafe.
Oefscntlicher Wetterdienst. '
(Beobachtungen deS Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Boranssichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 12. Mai bis zum nächsten Abend.
Bewölkung wechselnd. Mehrfach Niederschlag«.
Hus Dab und fern«
r. Marburg, 11. Mai. Mit dem heutigen Tag« haben die Immatrikulationen an der hiesigen Universität ihr Ende erreicht. Di« Erwartung, daß diesmal die Zahl 2000 erreicht würde, hat sich nicht erfüllt, denn bis heute betrug di« Zahl der Studenten, ohne die zum Hören der Vorlesungen Berechtigten, rund 1900 gegen 1883 im vorigen Sommer und 1671 im letzten Winter. Der geringe Zuwachs gegen früher, Jahre wird hier allgemein auf die belanglosen, in Marburg kaum beachteten, nach außerhalb aber recht oft ausgebauschten Nachrichten über Streitigkeiten innerhalb der Studentenschaft zurückgeführt. Unter Hinzurechnung der Hörer wirb vielleicht die Ziffer 2000 noch erreicht.
Darmstadt, 11. Mai. Di« 36jährige Malerin Hecker aus Eberstadt ließ sich heute nachmittag gegen halb 6 Uhr von der Dampfstraßenbahn überfahren und war sofort tot. Es wurde ihr der Kopf und ein Arm abgefahren.
FC. Neu-Jsenbnrg, 11. Mai. Der erste Beamte und Kassierer der hiesigen Gewerbebank, Waas, ist vor einigen Tagen aus dem Verband der Bank ausgeschieden. Er soll der hiesigen Eierteigwarenfabrik eigenmächtig einen zu weitgehenden Kredit eingeräumt haben. Die Fabrik kann ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen. Die Bank hat an sie eine durch eine Hypothek gedeckte Forderung von, wie eS heißt, 90 000 M. Schaden soll die Bank nicht erleiden, da der Kassierer und Rechner WaaS mit seinem Vermögen auch haftbar ist. Ein „Sturm" auf die Bank fand von Ein- legern, die Nichtmitglieder sind, statt. Am 15. Mai findet eine Versammlung statt, die näheren Aufschluß über den Stand der Angelegenheit geben wird. — DaS Statut über die Wertzuwachssteuer in Neu-Isenburg hat die Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums erhalten und tritt am 1. Juni d. J. in Kraft.
§ Nidda, 11. Mai. Die heutige Gläubigerversammlung in dem Konkurse des Kredit- und Vorschußvereins Ober- Mockstadt, e. G. m. u. H., erbrachte unserem Städtchen wieder reges Leben, von allen Seiten waren die Interessenten herbeigeströmt, sodaß wie bei der ersten Versammlung auch diesmal der Krastsche Saalbau als Ort für die Abhaltung des Termins dienen mußte. Der Gläubigerversammlung lag die Prüfung der angemeldeten Forderungen ob, jedoch konnte nur in die Prüfung der Forderungen aus Einlegerguthaben eingetreten werden, während die Forderungen aus Wechselverbindlichkeiten in einem späteren Termin, der auf den 13. Juli anberaumt wurde, geprüft werden sollen. Die Spareinleger, welche zum Teil Guthaben von beträchtlicher Höhe bei der Kasse besitzen, erleiden durch den Zusammenbruch insofern auch Verluste, als die Verzinsung nur bis zum Tage der Konkurseröffnung gewährt wird.
§ Gießen, 11. Mai. Eine große Viehhändlerversammlung aus Mitteldeutschland tagte heute abend hier, die sich heftig gegen die Gießener Viehmärkte und die schlechte Behandlung durch die Polizeiorgane wandte. Einstimmig wurde beschlossen, die Gießener Märkte zu boykottieren, falls keine bessere Behandlung und bessere Zustände eintreten sollten. Der zweite einstimmige Beschluß betraf die Bildung von Schiedsgerichten zwecks Beseitigung von Streitigkeiten und Vermeidung von Prozessen. Es wurde eine elfgliedrig« Kommission gewählt, die die Satzungen entwerfen soll. Drittens wurde bezüglich der Handhabung der für den Händler so hinderlichen Quarantäne einstimmig geforbert, daß die verseuchten Bezirke zu sperren, im übrigen aber die Märkte freizugeben seien.
§ Büvinge» (Oberh.), 11. Mai. In dem Konkurse der Bankfinna Max Wertheimer u. Co. (Inhaber: Hofrat Rothschild) belaufen sich die angemeldeten Forderungen jetzt auf rund 2'/' Mill. Mk.
XXXIII. Kommunal - Landtag für den Regierungsbezirk Caffel.
88 Caffel, 11. Mai. Im großen Saale des Ständt- hauses traten heute nachmittag um 5 Uhr die Abgeordneten des Kommunal-Landtags zu der 33. Tagung zusammen. Wie immer, so bot auch heute die Eröffnung ein sehenswertes Bild, das von zahlreichen Besuchern der Galerien, Damen wie Herren, bewundert wurde. Die Abgeordneten, mit schwarzen, blauen, rotweißen Ordensbändern und zahlreichen Orden geschmückt, viele von ihnen mit dem weißen Johanniter-Kreuz auf der Brust, erhoben sich von den Plätzen, als der Königliche Staatskommissar, Sc. Exzellenz der Herr Oberpräsident Hengstenberg eintrat, um im Allerhöchsten Auftrage den Landtag zu eröffnen. Er begrüßte im Namen der Königl. Staatsregierung die Abgeordneten und hob hervor, baß die einzige Vorlage der Staatsregierung der Entwurf eines Ziegenbockhaltungsgesetzes sei, das in Anlehnung an das bereits bestehende Bullenhaltungsgesetz eine nicht unwichtige Angelegenheit für die landwirtschaftliche Bevölkerung zu regeln beabsichtigt. Reichliche Arbeit bringen die Vorlagen des Landesausschusses. Da seien zunächst Beschlüsse hinsichtlich der Gewährung von Teuerungszulagen an die mittleren und unteren Bezirksbcamtcn zu fassen, ferner sollen die Vorteile, die neuerdings den Staatsbeamten hinsichtlich der Pensionierung, der Witwen« und Waisenversorgung und der Gnadenbezüge ihrer Hinterbliebenen gewährt werden, auch auf hie Bezirksbcamten ausgedehnt werden. Die Ordnung des Wanderarbeitsstättenwesens soll eine soziale Aufgabe lösen, die bereits der Provinzial« Landtag des Jahres 1903 erkannt hat; die Beschlußfassung dieses Landtages in dieser Richtung werde für den Regierungsbezirk Cassel von erheblicher Bedeutung sein. Die Abänderung des Landeskreditkassengesetzes konnte noch nicht durchgeführt werden, von den Beschlüssen dieses Kornmunal« Landtages werde es daher abhängen, w i« weit die notwendige Erhöhung der Bezirk«abgaben gehen muß. Da das der Veranlagung zu Grund« liegende Steuersoll sich wesentlich günstiger als bisher stellt, wird sich diese Erhöhuna i»t mâßiaeN