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Hanauer K Anzeiger

General-Anzciger

vr,«g»pre»r

Kj^ährlich 1^0 SOM., «»natlich 60 Pfg., für ->uS- »S^ize Abonnent«! mit dem betreifeuden Pojtaufichla-.

Die einzelne Nummer kostet 10 Pf»

viurSckuu-SgeSÜH, t

Du stiaf gespaltene Leritzeüe »der deren Ramu W W-.

Äetaii»nibni<! und Verlag bet Buchdruck«! d« vereiu.

Amtliches GkM für §tM- uni LMKreis ZSNV.

«. Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Ssnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

verantmarü. Redakteur: 9. Schrecker i» Hamm

Ml. 107 Fernsprechanschltttz Nr. 605.

Donnerstag den 7. Mai

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Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1908

Amtliches.

Eandkreis Rana«.

BekaNtNchNgen hes Königlichen LankntsnAts.

Im Auftrage der Königlichen Regierung mache ich die Herren Kreis- und Ortsschulinspektoren sowie die Schul­deputationen auf das Regulativ, betr. die Verwendung nicht voll, oder auftragsweise beschäftigter Lehrkräfte aufmerksam, welches in der nächsten Nummer des amtlichen Schulblatts veröffentlicht wird.

Hanau den 2. Mai 1908.

Der Königliche Landrat.

V 2156 I. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Unter den Schweinen zu Rüdigheim wurde die Schweine­seuche fcstgestellt.

Hanau den 5. Mai 1908.

Der Königliche Landrat.

V 3279 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Bekanntmachung.

Die diesseitige Bekanntmachung über die Beiträge zur Invalidenversicherung im Kreise Hanau (Land) vom

97'Februar 1906 roitb ^"lolge Aenderung der Statuten für

die Mitglieder der nachbezeichneten Krankenkaffe wie folgt geändert:

1. Mitglieder der Ortskrankenkaffe für den Landkreis Hanau:

Mitgliederklasse 1 Beiträge d. Lohnklasse V

©

ff

ff

5^5

2

3

4 5

6

ff ff ff

ff st ff

ff ff ff

III

II I

Für diejenigen Personen, welche

als

zu 36

ff

ff

ff

36

30

24

20

14

Pfg.

II ff ff

Lohn oder Gehalt

eine feste, für Wochen, Monate, Vierteljahre oder Jahre

vereinbarte bare Vergütung erhalten, sind Beiträge der­jenigen Lohnklasse zu entrichten, in deren Grenzen diese bare Vergütung fällt, sofem diese Beiträge höher sind, als die nach der vorstehenden Bekanntmachung maßgebenden.

Cassel den 20. Januar 1908.

Der Vorstand

der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau.

J 144 J. V.: Dr. Schroeder.

Bekanntmachung.

Nach Ziffer 2 unserer Bestimmungen über die Gewäh­rung von Darlehen an einzelne Versicherte vom 3. Juli

1905 abgedruckt auf Seite 61 bis 63 unseres Verwal­tungsberichts für das Jahr 1904 können diele Darlehen nur solchen Personen gewährt werden, welche dauernd und regelmäßig bei uns versichert sind.

So lange die Darlehensgesuche in mäßiger Anzahl bei uns eingingen, ist diese Bestimmung sehr milde gehandhabt worden.

Nachdem indessen die Nachfrage nach solchen Darlehen einen derartigen Umfang angenommen hat, daß die uns etats­mäßig für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Mittel bei Weitem nicht ausreichen, um allen Ansprüchen zu genügen, sind wir gezwungen, die obigen Bestimmungen schärfer als seither zu handhaben und können daher in Zukunft nur noch solche Personen Darlehen erhalten, bei denen regelmäßige und dauernde Versicherung vorliegt, d. h. für welche mindestens durchschnittlich jährlich 40 Wochenbeiträge der Landes-Versicherungsanstalt Hessen- Nassau entrichtet worden sind.

Cassel den 24. April 1908.

Der Vorstand

der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau.

A 2338 J. V.: Dr. Schroeder.

Stadtkreis Fjanau.

Bekanntmachung.

Die Verwendung von Kohlenschlacke zur Herstellung von Beton, des sogenannten Schlackenbetons, bei Ausführung von Eisenbetonbauten wird hiermit für die Folge all­gemein, also auch für die sogenannte Zugzone in Decken und Balken, verboten. Die Verwendung der Schlacke zur Herstellung von sonstigem Beton Stampfbeton wird nur da zugelassen, wo die Gefahr ausgeschlossen ist, daß tragende Eisenteile mit derartigem Beton in Berührung kommen oder Menschen von herabfallendem Putzmörtel ge­troffen werden können.

Die Herren Architekten und Bauunternehmer werden hiervon mit dem Bemerken in Kenntnis gesetzt, daß Zu­widerhandlungen gegen dieses Verbot die Beseitigung der aus Schlackenbeton hergestellten Bauteile zur Folge haben werden.

Hanau den 29. April 1908.

Städtische Polizei-Verwaltung.

Der Oberbürgermeister.

Dr. Gebeschus. 10023

Bekanntmachung.

Der Bedarf an Brennmaterial für das Jahr 1908/1909

ca. 460 Ztr. Brennholz, hiervon ungefähr 50 Ztr. 40 cm lang geschnitten,

ca. 2550 Ztr. melierte Kohlen, 2000 Ztr. sind auf Abruf zu liefern,

ca. 4200 Ztr. Nußkohlen,

ca. 400 Ztr. engl. Anthracitkohlen,

ca. 4400 Ztr. Hütten-Brechkoks 40/60, soll öffentlich verdungen werden.

Die Lieferung hat auf Abruf frei Verwendungs­stelle zu erfolgen. Angebote find unter Angabe der Zeche bis zum 25. Mai d. I., vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Hanau den 6. Mai 1908.

Der Magistrat.

Bode. 10063

Zugelaufen

in Dörnigheim ein Weitzer Hammel, grün gezeichnet über den Rücken.

Der Bürgermeister.

Lapp. 10019

Feuilleton.

Ein Kapitel über Rciscllcider.

Gearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden-^.

Reichhaltiger Modenalbum ü 60 Pfg. daselbst erhältlich.

Reisen! Wem wäre dieses Zauberwort nicht zugleich ein Sesam öffne dich" für das ersehnte Land der Freiheit? Wem eröffnete es nicht die schönste Perspektive auf wonnige Tage des Ungebundenseins, fröhlichster Sorglosigkeit und des reinen Genusses von Gottes schöner Natur oder eines romantischen, sagenumsponnenen Erdenwinkels? Der verwöhnten Dame, die oft ein Drittel oder die Hälfte des Jahres auf Reisen zu­bringt, werden diese Gefühle freilich ziemlich fremd sein, der schaffenden, gleichviel ob im Berufsleben oder in der Häuslichkeit tätigen Frau aber lösen sie im Hinblick auf das Kom­mend stets eine gehobene Stimmung aus. Und diese Vorfreude der großen Ferienkinder" offenbart sich zumeist auch an den Vorbereitungen. Mit wieviel Liebe und Sorgfalt werden die nicht in Angriff ge­nommen ! Und mit welcher Sorg­samkeit werden die Neuanschaffungen gehütet, bw zu dem großen Moment der Obrere! Selbstverständlich wird hierbei auch die Art, auf welche man

begibt, maßgebend sein. Denn Jede, die da meint, daß Wandern nicht bloß des Müllers Lust ist, wird eine andere Ausrüstung benötigen als die Rundreisende oder die sich häuslich an einem bestimmten Ort Festsetzende. Im letzteren Falle ist es mit den Blusen und dem Reserverock, den Rundreisende und Touristin in der Regel ihrem Gepäck cinverleiben, durchaus nicht getan, will man mit Ehren das Prädikatgut angezogen" verdienen, so sind dem sogenannten Toilettenbestand noch zwei elegantere Kleider hinzuzufügen, von denen das eine leicht, das andere wärmer sein kann. Die Grundlage aller Reise­kleidung wird aber auch hier, wie bei den anderen Kategorien der

Reisenden das Kostüm ausmachen,

das mehr oder minder fußfrei oder

mit knapp den Boden streifendem

Rock, sich allen Fährnissen gegenüber stets als praktisch und chik erweist.

Modell Nr. 4438.

reist und der Ort, wohin man sich Modell Nr. 1912.

Trägt man Rock und Jacke auch noch immer gern aus dem gleichen Stoffe, so gilt es doch jetzt als moderner, das Jäckchen vom Rock abstechen zu lassen, was sich besonders hübsch für die Jugend macht. Dieser Meßeinrichtung entspricht auch unse" chikes Modell Nr. 1912, das zugleich den Typ des modernen Kostüms vertritt. Das dunkelblaue, vorn offene Tuchjäckchen mit dem stark abgerundeten Schoß ist dreiviertel anliegend und zeigt einen leicht blusigen Dreiviertelärmel, den ein Aufschlag aus dem Rockmaterial abschließt. Aus demselben Stoff besteht auch der Umlegekragen, ersterer bildet also hier die Vermittelung zwischen Rock und Jacke. Der aus hellgrünem, dunkelblau karriertem Stoff bestehende Rock

Politische Run dich au.

Frithjof Nansen König Eduards Schwieger­sohn ? Nach in London und Christiania umlaufenden Ge­rüchten soll der berühmte Nordpolforscher, der bekanntlich bis vor kurzem norwegischer Gesandter in London war, das Herz der dritten Tochter des englischen Königspaares, der Prin­zessin Viktoria, erobert haben. Die Gerüchte haben, wie demHamb. Fremdenblatt" aus Christiania geschrieben wird, neue Nahrung erhalten durch den Besuch, den König Eduard bei seiner Anwesenheit in der norwegischen Hauptstadt mit seiner Gemahlin und seiner Tochter Nansen in dessen Villa abstattete, durch den täglichen Verkehr Nansens mit den königlichen Gästen und durch den ungewöhnlichen Umstand, baß der König Nansen gestattete, ihm das Abberufungs­schreiben hier zu überreichen, was sonst in England zu ge­schehen pflegt. Nansen, der im vorigen Jahre Witwer ge­worden ist, steht im Alter von 47 Jahren, die Prinzessin ist 39 Jahre alt.

Der Deutsche Fürstenbesuch in Wien.

Wien, 6. Mai. Auf dem Franz Josef-Bahnhof traf um 81/» Uhr der Fürst z u r L i p p e mit seiner Suite ein; er wurde vom deutschen Botschafter von Tschirschky, den Herren der Botschaft und dem ihm zugeteilten Kavallerie- Oberst v. Kaltenborn begrüßt. Der Fürst fuhr in die Hof­burg, wo er absteigt. Um 9 Uhr 24 Min. traf am prächtig dekorierten Nordwestbahnhof der Großherzog von »mr ist glockig geschnitten und in der vorderen und hinteren Mitte in je zwei Quetschfalten geordnet, die in Kniehöhe aus­springen. Sehr beliebt zu diesen Kostümen sind auch die fußfreien Plisseefaltenröcke, die je nach Geschmack nur oben oder bis unterhalb der Hüfte niedergesteppt sind. Ost wird den Jäckchen auch eine Weste aus dem Stoffe des Rockes assortiert, wenn man es nicht vorzieht, es offen zu tragen. Hoch in Gunst stehen gleichfalls die halblosen, mit Japan- Aermeln gearbeiteten Jacketts und die kurzen Boleros, denen ebenfalls ein Mikadoärmel angeschnitten oder eingesetzt ist. Durch ihre flotte Form sind die Letzteren besonders für die Jugend geeignet, die sie dann in einer beliebigen Farbe ab­stechend zum Rocke trägt. Zu ihrer Ergänzung dient die schlichte, möglichst zur Farbe des Rockes passende Hemdbluse aus Roh­seide, Flanell oder Zephir, an der kostbare Knöpfe, sowie Kragen und Manschetten in feiner Weißstickerei und eventuell ein volles weißes Batistjabot die Eleganz ausmachen können. Wer mehr für das Ein­heitliche schwärmt, wählt wohl auch statt des Jackenkostüms ein prome- nadenmäßigcs Kleid aus einem * praktischen Wollstoff oder kräftigen Leinen in dem wieder hochmodernen Dunkelblau, einer neutralen Bast- : farbe oder in feil'Mem Grau. Als Anregung dazu' könnte unser an­sprechendes Modell Nr. 4438 aus sandfarbenem kräftigem Leinen dienen, bei dem gleichfarbiges Baumwoll­schnürchen, brauner Satin zum Vor- i stoß und braune Seide zum Gürtel die Garnitur ergeben. Die glatte

Ueberbluse schließt leicht seitlich mit Modell Nr. 1890.