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Hus aller Melt.
Im Lohnkampf der Amll-rvamer Diamant, schleiser Hal die kaiholische Diamantarbeilergewerbeichast St. Ednardu» die Fntrrvcnlion des Bürgermeister» erbeten. Der Bürgermeister bat sich eine Sehen ?frift au8.
Eine Ennländertn mit der preußischen Ret- tnnstswedaille dekoriert. Eine außergewöhnliche Auszeichnung ist vor kurzem einer Engländerin Fräulein G>aee Davenport au» Hannot# durch Verleihung der preußischen Rettungsmedaille zuteil geworden. Im vorigen Juni reitete Fräulein Davenport in Steinau in Schlesien ein Mädchen, da» in die Oder gefallen war. Schon damals war sie für ihre tapfere Tat öffentlich belobt worden, und jetzi bat ihr der Kaiser die Rettungsmedaille verliehen und durch den Botschafter in London überreichen lassen.
Ein Einbruch bei einer Krankenkasse wurde gestern nacht in Frankfurt a. O. verübt. Die Einbrecher drangen in den Raffenraum der Ortskrankenkasse ein und entwendeten 4000 Mk. bares Geld, 3100 Mk. in Papiergeld und da» ganze Dieberhandwerkszeug ließen sie zurück — Eine Berliner Schauspielerin verlor in einer Aiilo- mobildroschkt ihre Handtasche mit Juwelen im Werte von 20 000 Mk.
Ein Doppelmord an einer Totenbahre ereignete sich in Rago » nitz bei Pettau in Sieiermark, und zwar wegen der Erbschaft. Als der eben gestorbene 80jährige Müller Pukschitsch auf der Babre lag, gerieten Franz Puk- schitsch und sein Eheweib angesichts der Leiche mit der Witwe de» Toten m Streit, forderten ihr Erbgut heraus und ver« fluchten den Verstorbenen, der vor ihnen lag. Da kamen
die Sißber Ralchl, bei denen der alte Pukschitsch mit seinem Weibe gewohnt hatte, herbei und realsten dem wilden Fluchen ein Ende macken. Der rabiate Reffe des Müllers sprang auf die beiden los und tötete sie durch Messerstiche.
In den Flammen nmoekommen sindinPrun- t r u t bei Bern zwei in einem Greisenasyl untergebrachlc alte Leute. Das Asyl war m Brand geraten, eine Frau V'c- querey und ein Greis namens Valat, b e im oberen Stock wohn len und sich infolge ihrer llnbehUflickkeit nicht zu retten ermockten. verbrannten. — Fm Siallgebäude der dritten fahrenden Batterie des Feld-Aililler e Regiments in S ck we i d- nitz brach gestern ein g>oße« Schadenfeuer aus. DasMätel- gebände, in beut sämtliche Fouragebestände unlergebracht waren, ist verloren; die Seitenflügel, in denen sich die Pterdeställe besinden, war sehr nefälirbet. — In Merseburg zerstörte ein Grössten er die Zuckerfabrik Slibintz zum größten Teile. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million und ist durch Versicherung gedeckt.
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Freudge Ucberraschung herrscht überall im Hause, wenn gegen die gesammelten Belege von Flammer's Seife und Flammer's Seisenpulver der auSgewählte Geschenkgegenstand eintrifft. Es sind aber auch wirklich wertvolle, praktisch brauchbare Dinge, welche die Hausfrau sich durch Verwendung von Flammer's Seife und Flammer's Seisenpulver mühe- und kostenlos verschafft. Das Sammeln lohnt sich wohl, denn so gediegen und wertvoll die Geschenke sind, so unübertoffen gut ist auch die Qualität der genannten Fabrikate. ©ie' Hausstau, welche Flammer's Seife und Flammer's Seifenpulver einmal richtig ausprobiert hat, wird sicherlich keine andern Waschmittel mehr im Haushalt verwenden. Jeder Versuch überzeugt!
Mut Qanfmanniftfier Mertin Au
Ortsgruppe Hana«.
—— Angeschkoflen an ben Verband der K. K. D. Deutschlands. —. Jeden Dienstag abend9MrimVereinSlokal .Lindenhofl: Zusammenkunft, Das Wen schon unsere Vorväter gewußt:
"T"| Wenn der Saft steiat und das Frühjahr in den Glied«, fühlbar wird, dann ist die Gesundheit besonders großen So fahren auSgc'etzt. Man muß also auch besondere Vorsicht am «e» we. den und dazu gehört, daß inan ans Svaziergängen ab und» eine Fays echte Sodener Mineral-Pastille im Munde terjeben e läßt, daß man FanS cdite Sodener braucht, wenn man sich nicht oanz be aglich fühlt und den Ausbruch eines Katarrhs fürchtet, d daß man vor a"cm jede vorhandene Be chwerde der Re Piration«, egte organe'mit Fays echten Sodener behandelt. Teuer ist o eine Be« Handlung nicht denn die Schachtel kostet ja nur 85 Psg. u. ist in allen Apoth.. Drog. od. Mmeralwasserhdlg. zu haben. 7479»
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Wie die Erfahrung tausendfach gelehrt hat, wird das Nestle'sche Kindcrin nicht nur von Säuglingen, sondern auch von schwächlich« Kindern, Magenleidenden und Greisen ungemein gernmmoenug e und infolge seiner leichten Verdaulichkeit gut vertragen. ES verhindert VerdanungsstKrnngen und bewirkt eine regelmäßige Gewichtszunahme.
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Lehrers merkte, „die Jugend hat ja immer ein Teil Sonne im Gesicht. Aber entschuldigt und verantwortet haben sie sich nicht."
— — — Die Erde spann am Festkleid für die Osterzeit. Sie stickte mit goldenen Sonnenfäden Veilchen und Narzissen in die braunschwarze Erdsäume.
Frau Schwarz säuberte und buk mit Hilst der jungen Magd wie alle Jahre. Die Kinder hatten geschrieben, daß sie alle kommen wollten. Wenn aber fünf hungrige Vögel den Schnabel öffnen, nehmen die Brocken hurtig ab. Der Kranke verriet nicht, ob er sich sonderlich auf diesen Besuch freue. Er saß matt im Stuhl, raffte sich wohl zuweilen auf, um mit Hacke und Spaten in dem kleinen Gärtchen zu schaffen. Aber es währte niemals lange, dann ging wieder leise seine Tür. Frau Schwarz seufzte und nickte, als obste das vorher gewußt habe. Die Luft machte jetzt so müde. Ten wahren Grund aber kannte sie doch nicht. Der Lehrer hatte bei den fünf Blumenbeetlein zu graben begonnen, von denen je eins feinen Kindern gehörte. Den Mädchen die mit Lubelien und Verbenen, den Jungen die mit Sonnenblumen und blühendem Tabak. Dabei überfielen ihn von neuem trübe Gedanken. Biellksiclst hatte der Arzt recht, wenn er das dumme Grübeln verbot.
Aber wer kann da gehorchen!
Die Jubelten hatte der scharfe Winter verdorben und die Kinderseelen — wohl das Leben.
---Die Sonne hatte noch zweimal zu schlafen, bis eS Ostern war.
Vier der Kinder kamen schon am SamStag vor dem Fest. Nur das Mariechen blieb bis nach der Kirche des ersten Festtags aus. Die Pfarrerin wurde sonst nicht mit den Vöglein ihres reichlich gesegneten Nestes fertig. Die Estern wechselten verstohlene Blicke miteinander. Was hatten die Kinder nur? Sie flüsterten miteinander, wurden rot. wenn die Mutter sie um das „was" befragte und taten, alâ ob sie die Sehnsucht nach dem Mariechen kaum noch ertragen könnten.
Elis der Hund endlich mit freudigem Winseln zur Schwelle sprang, stürzten sie hinaus und ihr entgegen.
Draußen im Flur ging ein Lachen an, ein Jubeln und
Freuen. Was sollte das nur bedeuten ?! Lehrer Schivarz quälte sich heut nicht mit Fragen. Er nahm alles ruhig und stumpf hin.
Sie stürmten herein. Das Mariechen, bie Weiteste, voran. Sie war wohl sehr schnell gelaufen. Ihre Wannen glühten und ihr lockiges Haar war nicht einmal glattgcftridien.
„Vatinfl." sagte sie atemlos, „ack, Vating . ." Da konnte sie nicht weiter. Hans, der zweilälteste von den Jungen, schob sie schnell zur Seite.
„Vater," hub er an, „wir haben's wohl geinerkt, Du bist nicht mit uns zufrieden gewesen. Und auch Mutter nicht. Aber siehst Tu, wenn's uns auch weh getan hat, wir konnten das nun mal n cht ändern. Du hast früher gesagt: .Bis an das Ziel. Nicht eher aufhören'. Nun haben wir'ß erreicht. Achtzehn Monate hat's gedauert; Mariechen, gib mal das Billet her. Hier, Baler,' ist das Nundreisebillett. Zweiter Klasse nach Davos. Die Mädchen wollten nicht dritter. Hier im Umschlag ist das Geld für den Aufenthalt, den der Sanitätsrat auf zwölf Wochen bemessen hat. Ein Bote aus meinem Geschäft bringt nachher den Koffer. Dir fehlt doch noch so mancherlei. Im Lerikon steht, daß die Temperatur da beständig wechsele. Mal heiß — mal kalt. Also ein bißchen Kledatsche für Sommer und Winter."
Lehrer Schwarz wollte seinen Kindern danken, aber es ging nicht.
Seine Frau hatte den Kopf auf den Tisch gelegt.
Es war ganz still.
Die Rinber aber lachten lautlos, obwohl ihnen die hellen Tränen ebenfalls die Backen herunter liefen, lackten und tanzten im Zimmer herum, das voll goldener Sonne war. Und all ihre Strahlen segneten das enthüllte Ostergeheimnis.
Kunst und Leben.
Die Fortschritte auf dem Gebiete der Farben Photographie beginnen sich allmählich zu greifbaren Ne- j
1 fultaten zu gestalten. Die Kunsthandlung für Farbenphoto- I
graphie Franz Feil, Berlin-Scköneberg, Stubenrauchstr. 6a, teilt uns mit, daß sie eine Kollektion von „Meisterwerken der Farbenphotographie" herausgibt, in der sie in jahrelanger Arbeit das schwierige Problem, die Fnrbenphotographie direkt nach der Natur in kunstvoller Reproduktion der Allgemeinheit zugänglich zu machen, gelöst hat. Die obengenannt« Firma schickt auf Wunsch an jeden Inserenten gratis und franko eine der mustergültig wiedergegebenen Farbenphotographien auf Karton aufgezogen, sodaß sich jedermann von der außerordentlichen Schönheit und Naturtreue diese» Verfahrens, besonders in den Farbentönen, überzeugen kann. Wir raten unsern Lesern von diesem dankenswerten An» erbieten recht reichlichen Gebrauch zu machen.
Humoristisches.
Mildernder Umstand. Hausherr: „Die Partei im Dritten Stock hat wieder die Miete nicht gezahlt; der Mann lagt, er muß seiner Frau erst einen neuen Wintermantel raufen". — Frau: „Weißt bit, das ist ein schöner Zug von dem Mann, gib ihm doch einige Tage Ausstand".
£ weh! Dichterling (der von einem Redakteur eine Monge Gedichte ziinickbekommt): „Könnten Sie die Gedichte vielleicht verwenden, wenn ich Aenderungen darauf vor» nähme?" — Redakteur: „Nein, Verehrtester, bie Aenderungen müßten an Ihnen gemacht werden I"
Lehr schlimm. „Er versteht sich wohl nicht aufS Disputieren? Ihm fehlt eS an der rechten UeberredungSkunst".
..»Ja, das sollt ich meinen. Der würde nicht mal ein« Dame überzeugen können, daß sie hübsch ift,WN
Der Berliner. Fabelhaft kalt hier bei euch in Nudelst «g !" — „„Ja, wir haben hier 17'/» Grad Külte"". — „Donnerwetter, das ist ja kolossal für so eine kleine Stadt I" Der biedere Landmann. Gast (im Bauernwirtshau«) : „Sagen Sie mal, das ist ja Margarine, was Sie uns hier vorgesetzt l aben!" — Wirt: „Ja, sollte man mich denn «ll der neuen Kuh schon wieder angefebmiert haben?