Einzelbild herunterladen
 

2& MâlJ

DkenSta«

Cent»

morgen 11 Uhr. Tagesordnung: Sekundärbahnvorlage. Schluß nach halb 5 Uhr.

ReichsLa^ßannesegenheiten. Am Dnndesratstische: Reichskanzler Fürst Bülow, v. Bethmann-Hollweg, v. Tirpitz, v. Schön, Dr. Nieberding, Krätke und Dernburg. Haus und Tribünen sind gut besetzt. Zur Beratung steht der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei. Rach fünf­stündiger Debatte wurde die Weiterberatung auf morgen 1 Uhr vertagt.

Bandet Gewerbe und Verkehr.

Frankfurter Fruchtmarkt vom 23. März. Es notier­ten: Weizen, hiesiger und Wetterauer 21.2521.35 Mk., kurhessischer, je nach Qualität 21.3021.40 nordd. 21.30 bis 21,40, russischer 24.0025.00, Redwinter 23.0024.00, Kansas 00.00-00.00, La Plata 22.5023.00, Rumän. 00.0000.00 Roggen, hiesiger 19.7520.00, russischer 00.0000.00, Rumän. 00.0000.00. Gerste hiesige und Wetterauer 20.0021.00, Piälzer 21.0022.00, Ried 21.00-22.00, Hafer, hiesig. 16.75 b. 17.75, bayerischer 16.7517.75, roürtt. 00.0000.00, russischer 00.0000.00, Rumän. 00.00- 00.00, La Plata 16.5017.00, Mais, mixed 15.7516.00, Russischer 16.0016.25, Donau 16.00-16.25, La Plata 1616.25 Mehl: Flau. Weizen­mehl Nr. 0 29.0029.25, Nr. 1 28.0028.25 Nr. 2 27.00 bis 27.25. Nr. 3 26.5026.75, feinere Marken 0.501.00 höher, Noggenmehl, Nr. 0 28.2528.50, Nr. 1 26.2526.50, Nr. 2 22.2522.50. Alles per 100 Kilo inkl. Sack loko hier. Futtermittel: sest. Weizenschalen 11.50 bis 11.60, Weizenkleie 11.10-11.20, Roggenkleie 12.6012.70, Futter­mehl 14.0014.25, Biertreber, getrocknet, 14.00 bis 14.50. Alles per 100 Kilo ab hier.

Bietzmarkt in Frankfurt a. M. am 23. März. Amtliche Notierung der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf stan­den: 445 Ochsen, 47 Bullen, 838 Kühe und Rinder, 314 Kälber, 246 Schafe und Hämmel, 2241 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen a vollfleischige, gemästete, höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 7476 Mk., b. junge fleischige, nicht gemästete u. ältere gemästete 7072, c mäßig genährte junge, gut genährte ältere 6064, d. gering ge­nährte jeden Alters 0000. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes 6466, b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 5860, c. gering genährte 00.00. Kühe und Rinder: a. vollfleischige junge Kühe und Rinder höchsten Schlachtwertes 6870, b. vollfleischige Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 6264, c. altere Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Rinder 4648, (L mäßig genährte Kühe und Rinder 3638, e. gering ge­nährte Kühe und Rinder 0000. Bezahlt wurde für 1 Pfd. Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast- (Dollm. Mast) u. beste Saugkälber (Hannov.) 9294 Pfg. b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 7686 Pfg. c. geringe Saugkälber 60 b. 65 Pfg., d. ältere gering genährte Kälber (Fresser) 0000 Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 8082, b. ältere Masthämmel 7274, c. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merz)-Schafe 0000. Schweine: a. vollfleischige der feineren Rasse und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1'/« Jahren 5800, b. fleischige 5657, c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 4850. Bezahlt wurde für 1 Pfd. Lebendgewicht: Ochsen 0000 Pfg., Kälber a. 5456 Pfg., b. 4550, Schweine a 46'/- Psg., b. fleischige 45'/- Pfg. Geschäftsgang in Groß-Vieh mittelmäßig. Ueberstand erheb­lich ; in Kleinvieh : in Kälbern und Schafen gut, Ueberstand gering, in Schweinen gedrückt. Ueberstand bedeutend. Aus Oesterreich standen 82 'Ochsen, die über Notiz bezahlt wurden, sowie 1 Bulle und 5 Stiere zum Verkauf.

Sport

Preisreiten unv Preisspringe« Den Reit- und Springkonkurrenzen, die der Rennklub im Frankfurter Hippo­drom veranstaltete, wohnten vorgestern nachmittag abermals der Kronprinz und die Kronprinzessinn bei, auch der Groß­herzog von Reffen und Prinz Friedrich Karl mit Gemah­linnen waren erschienen. Die Konkurrenzen hatten vormittags begonnen und wurden nachmittags fortgesetzt.

1. Maiden-Springkonkurrenz: 1. Leutn. Graf von Oeyn­hausens, 8. Husaren, Snowdrop (Lt. Frhr. v. Gagern).

schieden zu wünschen übrig, wenn man ihrem Gesamt­spiel die Anerkennung auch nicht beringen kann. Aber ein vollwertiger Ersatz für das wirklich intuitiv geniale Können von Frl. Else Plajchke ist sie keineswegs. Ungemein erfreulich war Spiel und Sprache von Frl. Rohn-Ressel, die die P o m p a- dour außerordentlich glücklich verkörperte. Wie fein kam der Leidenszug der erkrankten Courtisane in ihrer Maske zur Geltung, wie abgeklärt müde waren ihre Bewegungen, wie wehsüß ihr Vortrag! Alles vortrefflich ! Ganz ausgezeichnet kam bei der Künstlerin auch wieder die Leidenschaft zum Durchbruch, ihr ganzes Spiel war, wie ge­sagt, sichere und vornehme Kunst. Auch Herr W i e be r g gab den Premier-Minister mit gutem Geschick und hohem Können. Und die übrigen Mitwirkcnden, von denen ich Frl. Reuß und die Herren Bernhard y, Strobel und- Pröls noch namentlich und lobend hervorheben will, fügten sich dem Gejamtspiel mit gutem Verstehen ein, jodaß die Darstellung in jeder Hin­sich t o's Gesamtleistung wieder Beifall verdient.

Graf Effer".

Am Freitag wurde L a u b e 'sGraf Essex" wiederholt. Die Darstellung war wieder wacker und im ganzen der ersten ebenbürtig. DenEssex verkörperte Herr Korff prächtig; die reichen Mittel, über die dieser eminente Künstler verfügt, kamen zur vollen, harmonisch schönen Entfaliung. - Frl. Weiser spielte die Elisa­beth" ; es läge also nahe, ihre Darstellung mu der von Frl. R o h n - R e s s e I zu vergleichen. Aberm der Kunst und bei Frauen soll man keine Vergleiche ziehen, sagt mit Recht der große Dramatiker A r t h u r chn i tz l e r. Ich wurde das Gefühl nicht loS, als wenn ^rl. Weiser, diese gewiß talentierte Künstlerin, nicht am rechten «

2. Oblt. Dekkert, 2. Jäger z. Pst Hunter. 3. Lt. Frhr. D. Feilitzsch, 10. bayr. Feld-Art., Yron. ~ 4. Lt. Jlsemann, 25. Bet.. Pabst. 5. Oblt. Hammerbachers, 3. Chev., Fo- ratcher (Lt. Frhr. n. Schnurbein. 1. bayr. Ul.) 6. Major Epner, 7. Ul., Harras. 7 Oblt. Picht, 11 Ul., Elektra. 8. Fähnrich Sandners, 6. Chev., Binili (Lt. Jahreis).

2. Unterossszier-Reitkonkurrenz. A. Kavallerie. 1. Thür. Ulanen-Rgt. Nr. 6. 2. Leib-Dragoner-Rgt. Nr. 24. 3. Garde-Drag.-Rgt. Nr. 23. B. Feld-Artillerie: 1. und 2. Großherzl. Hess. Feld-Artillerie-Rgt. Nr. 61. 3. Großh. Hess. Feld-Art.-Rgt. Nr. 25.

3. Damen-Springkonkurrenz: 1. Lt. Poels, 8. UL, Drache (Frfr. v. Schanzler). 2. Oberlt. v. Felberls, 11. Hus., Reichskanzler (Frau von Moers). 3. Lt. Lipkens, 11. Hus., Nicolaus (Frau von Moers 9 Teilnehmerinnen.

4. Neiterkonkurrenz. (Eigene Pferde von Offizieren). 1. Lt. d. Res. Graf v. Hardenberg, Waldmann. 2. Major Frhr. v. Holzing, Generalstab 13. Div., König. 3. Ritt­meister v. Oesterley, 17. Hus., Rädelsführer. 4. Oberlt. Wannberg, 4. schwed. Hus., Dandy.

5. Armee-Reitkonkurrenz. Ehrenpreis des Kronprinzen siir den Reiter des ersten Pferdes. 1. Oberlt. Waydelin, 2. bayr. Ulanen, Wegelagerer. 2. Oberlt. Ritter, 6. UL, Oberst. 3. Oberlt. Frhr. v. Hirschberg, 1. Schw. R.. Wallenstein. 4. Oberlt. Welsch, 3. Chev., Roland. 5. Lt. Berger, 25. Drag., Goldjunge- 15 Teilnehmer.

6. Schwere Spr'ngkonkurrenz. Herrenreiten, offen für Pferde, feit dem 1. Januar im Besitz des Renners. 1. Oberlt. v. Günther, 6. UL, Junker. 2. Oberlt. Picht, 19. UL, Gabriele. 3. Oberlt. von Felbert, 11. Hus., Reichs­kanzler. 4. Lt. Frhr. v. Feilitzsch, 10. bayr. Feld-Art., Iran. 5. Rittmstr. v. Oesterley, 17. Hus., Rädelsführer. Oblt. v. Günther, 6. UL, Hojotoho. 7. Lt. v. Dufay, 6. UL, Marine. 8. Rittm. Buz, 1. bayr. UL, Staud. 9. Graf von Hardenberg, Waldmann. 10. Leutn. von Mossner, 23. Drag., Rouge et noir. 44 Teilnehmer.

FchjchrsWtag des Gau 91 R.-B.

Darmstadt, 22. März.

Im städtischen Saalbau zu Darmstadt fand heute der Frühjahrsgautag des Gau 9 des deutschen Radfahrerbundes statt. Um 11 Uhr wurde die Delegiertenversammlung durch den 1. Gauvorsitzenden Aug. Stifft eröffnet. Die Feststellung der Präsenzliste ergibt die Anwesenheit von 17 Gauvorstands­mitgliedern und 55 Delegierten. Herr Ober, Vorsitzender des Darmstädter Bicycle-Klub, begrüßte die Gaukameraden im Namen des festgebenden Vereins. Der 1. Gauvorsitzende er­stattete hierauf den Geschäftsbericht, desgleichen die Bezirks­vorsitzenden vom Nordbezirk und Bezirk Siegen. Der vom Gauzahlmeister Ulbrich aufgestellte Etat pro 1908 liegt im Druck vor und findet die Genehmigung des Gautags. Da­nach zählt der Gau z. Zt. 56 Vereine mit 1330 Mitglieder und 820 Einzelfahrer. Der Vertreter für Rechtsschutz im Gau, Herr Dr. Haberling-Mainz, berichtete über sehr imeres- sante Fälle, besonders in der Unfall- und Haftpflichtver­sicherung. Bei dem Deutschen Turnfest in Franksurt wird der Radsport und Deutsche Radfahrerbund durch eine Fest­wagengruppe des Gau 9 vertreten sein und werden die ge­forderten Mittel dazu bewilligt. Die Wahl der Delegierten zum Bundestage in Bremen ergibt als Delegierte Stift- Frankfurt, Dr. Haberling-Mainz, Ulbrich-Darmstadt, Sames- Darmstadt, Bocher-Frankfurt und als Ersatz Braun-Laasphe, Dietrich- Hahn-Siegen, Biersack-Frankfurt, Tätzner-Offenbach, Bautze-Bornheim, Manchke-Frankfurt. Der Antrag der Ver­einigung Frankfurter Bundesrad'ahrervereine um 'Uebertrag des 'Frühjahrsgautag 1909 wird stattgegeben. Dem weiteren Antrag dieser Vereinigung zu ihrer Fernfahrt im August Rund um Frankfurt" einen Ehrenpreis zu stiften, wird so­weit entsprochen werden, als es die finanziellen Verhältnisse gestatten. Dem früheren langjährigen verdienstvollen 1. Gau­vorsitzenden Franz Jos. Schneider-Frankfurt wird zu seiner Ernennung zum Ehrenmitglied des Gau 9 eine silberne Plakette überreicht. Als Ort für den Herbstgautag wird Frankfurt bestimmt. Mit dreifachemAll Heil" auf daS fernere Blühen, Wachsen und Gedeihen des Gau 9 wurde um 1'/- Uhr der Gautag geschloffen.

Den Hauvtglanzpunkt des Gautags bildete daS Gala- Sportfest, welches der Darmstädter Bicycleklub aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens im festlich geschmückten Saalbau veranstaltete. Der Jubiläums-Festakt wurde durch einen Chor

Platze stand. Kraft und Temperament und die äußere, schön geschwungene Ueppigkeit der Königin" gingen ihr ab, wenngleich sie sonst zu fesseln wußte. Fräulein Leilx fand sich mit ihrer Aufgabe ziemlich glücklich ab; was in der Kunst erlernbar ist, hat sich diese fleißige Künst­lerin sicher zu eigen gemacht. Die übrigen Mitwirkenden, vor allem Herr Krack und Frl. Ballin, seien nochmals lobend erwähnt. H. 0.

Zur Frithjof-Aufführung

im Wein'er-Konzert am 26. März 1908.

Kurze Erläuterungen von Karl Fr. Appel.

Als im Jahre 1865 Max Bruch er war damals 27 Jahre alt seinenFrithjof" veröffentlichte, hatte er im Sturm die großen Chorvereine Deutschlands für seine Komposition gewonnen. Seit jenen ersten Aufführungen in Mannheim und Leipzig ist derFrithjof" unzählige Mal gesungen worden, und im vergangenen Winter haben viele deutsche leistungsfähige Gesangvereine des In- und Aus­landes aus Anlaß von Bruchs 70. Geburtstag (6. Januar 1908) dem Jubilar zu Ehren jene unvergängliche, wohl bedeutendste Mânnerchor-Kompofition mit Orchester zur Auf­führung gebracht. Auch der Weins'sche Gesang­verein Hier wird am nächsten Donnerstag denFrithjof" wieder zu Gehör bringen, und es dürfte für viele Konzert- besucher von Interesse sein, zum besseren, raschen Verständnis der Komposition einiges im Voraus zu erfahren.

Es gibt ein altes Liebesmotiv, so alt wie das Menschen­geschlecht. In der Dichtung aller Völker nimmt es einen breiten Raum ein; in der deutschen klassischen Dichtung hat es z. B. bei Schiller seinen Ausdruck gefunden in den Worten:Kein Kaiser hat dem Herzen vorzuschreiben", in der deutschen Volksdichtung heißtS:Kein Graben zu breit, keine Mauer zu hoch,". Dieses uralte Liebesmotw spielt im Bruch'jchen .Frithjof" eine Lauvt-

derLiedertafel", Dirigent Hofopernsänger Hillder, eröffnet, dem derFestgruß", gesprochen von Frl. Terefina Oster, Großh. Hosschauspielerin folgte. Der 1. Vorsitzende des JnbelvereinS, Herr Ober, hielt die Festrede. Die beiden noch aktiven Mitbegründer des Klubs, die Herren Friedrich Müller und August Wilk wurden zu Ehrenmitgliedern er­nannt. Die beiden verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden Herren A. Ober und H. Sames erhielten silberne Plaketten. Seitens des Gau 9, Frankfurter, Offenbacher, Darmstädter Gauvereinen wurden dem Jubelverein wertvolle Ehrenge­schenke überreicht. Vom Vorsitzenden des Deutschen Rad­fahrerbundes Ph. Boekling-Essen, von befreundeten Sport­vereinen im Gau, München, Berlin, Breslau, sowie der Stadt Darmstadt waren Glückwünsche eingelaufen. Auch der Protektor des Klubs Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Hessen hatte sein Erscheinen zugesagt, war aber durch daS Reiterfest in Frankfurt verhindert. " In den nun folgenden Konkurrenzen des Saalsports wurden sowohl von den Ver­einen, wie den Kunstmeisterlahrern von Europa Gebr. Teich­mann-Leipzig und den jugendlichen Kunstfahrern Gebr. Stein-Offenbach prachtvolle Leistungen geboten. Die Preis» Verteilung hatte nachstehendes Resultat: Achter Niederrad- Schulreigen: Ehrenpreis Velocipedklub Darmstadt6,63 Punkte, 2. R.-V.Germanla"-Fechenheim 4,74 Punkte; Niederrad- .Kunstfahren : 1. Kurt Teichmann, 2. Karl Teichmann; Niederad-Schmnckreigen: 1. Preis, Großherzogspreis, R.-V. Wanderer"-Offenbach 6,93 Punkte, 2 Velociped-Klub-Frank- furt 6,51 Punkte, 3. Darmstädter Bicycle-Klub 5,95 Punkte. Achter Niederrad - Herren- und Damenreigen: Ehrengabe: Bicycle-Klub Offenbach. Achter Niederrad - Kunstreigen: Ehrenpreis: R.-V.: Wetzlar. Zweier Niederrad-Kunstfahren: Ehrenpreis: Gebr. Teichmann-Leipzig. Im Radpolospiel siegte R.-V. Schierstein über Veloci ped-Klub Darmstadt. Am Radballspiel, Klasse B., Beteiligten sich R.-V. Schierstem, Bicycle-Klub Offenbach, R.-V.Wanderer"-Offenbach, Velo- ciped-Klub Frankfurt, Darmstädter Bicycle-Klub und endete mit dem Sieg v. Bicycle-Klub Offenbach gegen Velociped- Klub Frankfurt. Im Radballspiel, Klaffe A., siegte R.-V. Wanderer" gegen Bicycle-Klub Offenbach. Ein schön ge­fahrener 16er Reigen des festgebenden Verein? hatte die sportlichen Veranstaltungen eröffnet. Ein Feftball bildete den Schluß des Jubiläumsfestes.

Hus Ban au Stadt und Eand*

Hanau, 24. März.

Gerichtssaal.

Sitzung Der Strafkammer vom 23. März 1908 Verschiedenes.

Der Taglöhner Jean B. hier erhielt vom Schöffengericht eine Woche Gefängnis, weil er auf offener Straße einen Milchkutscher, der sich gegen eine von B.'s Kollegen verübte Ungehörigkeit verwahrte, mit Faustschlägen und, als dieser darauf mit Peitschenhieben reagierte, mit der seinem Gegner entrissenen Peitsche traktierte. Die Strafkammer ändert das Urteil in eine Geldstrafe von 25 Mk. Der Landwirt Johann Adam K. von Kilianstädten hat am 4. Dezember bezüglich des dortigen Bürgermeisters dem Gendarmen gegen­über eine Beschuldigung geäußert, die geeignet war, ersteren verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herab- zusctzen. K. machte gar nicht den Versuch, den Beweis für die Wahrheit seiner ohne Zweifel unwahren Behauptung au-- zutreten, suchte vielmehr die Sache auf eine mißverständlich« Auffassung seiner Bemerkung seitens des Gendarmen zurück­zuführen. Davon konnte aber keine Rede sein. Dac Schöffengericht hatte ihn zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt, die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil würd« verworfen. Der Schweizer Johannes R. hier stieß als Führer eines Fuhrwerks beim Einbiegen von der Hainstraße nach dem Frankfurter Tor mit einem Radiahrer zusammen, der erhebliche Verletzungen davontrug. R. hatte sich, da er durch zu weites Linksfahren den Unfall verschuldet hatte, wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten, würd« aber vom Schöffengericht, da der Radfahrer durch unauf» merksames Fahren auch nicht völlig schuldlos am Zusammen­stoß war, nur zu 1C Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Straß

rolle. Es ist der Knotenpunkt, an den der Inhalt des Textes anknüpft, cs ist der Grundgedanke, aus welchem her­aus sich die ganze Komposition entwickelt und zu welchem in jeder Phase der Entwickelung sie wieder zurückdeutet.

König Helge glaubt seine verwaiste Schwester Inge­borg in Gott Baldurs Tempel und Hain vor fremdem Blick bewahren zu müssen. Frithjof begehrt Ingeborg zum Weibe. Er wird von Helge abgewiesen. Da zeigt eS sich, daß dir tiefe, reine Liebe der beiden viel mächtiger in ihnen ist, als der Baldur-Kultus und viel heiliger als der geweihte Hain dieses Gottes. Deshalb komm/ ihnen auch gar nicht der Gedanke, daß sie mit ihren heimlichen Zusammenkünften in dem heiligen Haines diesen e n t heiligen. Jedoch der Verräter schläft nicht. König Helge spricht über Frithjof die Acht aus, von der er sich nur lösen könne, wenn er eine gefahrvolle Waffenfabrt gegen den zinspffichtigen Jarl Ä g a n t h p r unternimmt und von diesem mit Gewalt den auëgebliebenen Tribut einholt. Frithjof umgibt sich mit einer Schar tapferer Genossen, fährt hinaus übers Meer und er­füllt seinen Auftrag. Nnterdeß wird Ingeborg noch enger an Baldurs Tempel gefesselt: Helge weiht fie (eine nordische Iphigenie) zur Priesterin?) Frithjof kehrt von seiner Meerfahrt zurück. Das heimatliche Gestade taucht vor seinen Blicken auf. Die Hoffnung, daß König Helge ihm jetzt nach seiner erfolgreichen Rückkehr gnädiger gesonnen sein müsse als früher, und die glühende Sehnsucht nach der Heimat, nach des Vaters Grab, nach der Geliebten, treibt ihn zur Eile. Unter vollen Segeln läßt erElli da", fein Schiff, die Fluten durch'chneiden. Dies ist deß Moment, wo die Bruch ' sche Komposition ei n se tz t.

-) S. im Text in der 1 S,ene:Schon grüß ich dich, j Baldur» Ham- wo ich io manche Nacht in fügen Traumen zugebracht."

) S. im Text der 3. Szene (Frithjof zu den Priestern):Den GmeiVtu^ Vland, o schaut, euer «Lott trâat aeduldia ilr