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«1. Märjs

Hus Hanau Stadt und Tand.

Sana«, 21. März.

* A«S dem Fra«kf«rter Aooloftlschk« Gartrn

Ist ein höchst bemerkenswerte« Zuchtergeb- »iSju verzeichnen, nämlich die Geburt einer männlichen Elen- Antilope. Da» muntere junge Tiercken ist der Erstling be8 prächtigen ZuchtpaarrS, welche« seit Januar 190C im Garten lebt und sich hier seit dieser Zeit so s^n und überaus kräftig entwickelt hat, daß el wohl alle augenblicklich in deutschen zoologischen Gärten zur Schau gestellten Artgenossen in den Schatten stellt. Die Elen- Antilopen, die größten und schwersten Anti­lopen überhaupt, gehören zur Gruppe der Schrauben- Hörner. Sie verbreiteten sich über den größten Teil Afrika« südlich der Sahara, jetzt ist diese« ausgiebige und schmackhafte Wild längst in allen von derKultur berührten Gegenden auSgerotter und ist auch in den Tiergärten selten geworden. Da« Frankfurter Paar, da« sich durch lein ge­waltige« Ausmaß und den ebenmäßigen edlen Körperbau auszeichnet, stammt au« Ost-Afrika und wurde von Hagen- beck gegen AuSgang de« Jahre« 1905 jung importiert. Die Tragzeit dauerte 9 Monate und 4 Tage. Die Geburt er- folgle am Montag den 9. d«. Mi«, gegen Abend. Verlief unter Assistenz zweier Wärter günstig und dauerte von */i7 bi« 71/« Uhr. Da« auffallend kräftige Junge wies bei der Geburt bereit« eine Schulterhöhe von 87 Zentimeter auf, ist jetzt bi« zu 92 Zentimeter gewachsen und mißt über 1 Meter in der Länge. Die Höinchen sind zirka !*/ Zentimeter lang. Die Streifung ist kräftiger ausgeprägt, al« bei den Eltern. Das Kälbchen wurde sofort von der Mutter ange­nommen und wird von hier mit wahrhaft rührender Sorg­falt gepflegt. Da« anmutige Familienbild findet da« größte Interesse aller Tierfreunde und ist ein weiterer mächtiger Anziehungspunkt bei sehenswerten AntilopenhauieS. Im alten Rundbau wurde vor kurzem ein Jsabell-Annlopen» Böckchen geboren, daß gleichfalls prächtig gedeiht.

* Parolemusi?. Die Kapelle des Jnf.-RegtS. Heffen- Homburg Nr. 166 spielt morgen mittag im Echloßgarten folgende Stücke:Monib'e-Marsch" von Trenkler; Onver- ture z. OperetteIm Reiche be8$nbra* von Lincke;Ueber den Sternen", Walzer von Döllstedt;Dankgebet", altnieder- ländisches Volkslied von Dallcriu»; Potpourri a. d. Ballet: Coppelia" von Delibes.

* Don den Apotheken ist morgen nachmittag von 29 Uhr die Hof-Apotheke geöffnet.

* Das Sahnenkammhau- ist mit an Sonn- und Feiertagen geöffnet.

* Der Kaninchen-Zuchtverein Hanau, Mitglied de« Kaninchenzüchter-Verbände« für Hessen-Nossau und das Groß­herzogtum Heften, veranstaltet zwecks Gründung de« 3. Be- zirk« und Wahl deS Bezirksvorstände«, Sonntag den 22. März, nachmittags 3 Uhr, im Schützenhof eine Versamm­lung, zu der die 7 Bezirksvereine, die bereits schriftlich ein- geladen^sind, sowie alle Mitglieder gebeten werden, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der DerbandSvorsitzende Herr Georg Hafer aus Frankfurt ist zu dieser Versammlung ein« beladen und hat sein Erscheinen zuqesagt.

* Tiroler-Konzert im Frankfurter Bau. DaS letzten Sonntag im Frankfurter Bau abgehaltene Konzert der Tiroler Sänger- und Schuhplattler-Gesellschaft erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuche». Wie uns mitgeteilt wird, konzerüe : die lustige Tiroler Kapelle am SamStag den 21. und Sonntag den 22. März sowie einige folgende Tage und bik er ein recht abwechselungsreiches Programm. Es wechseln Chöre, Duette und SoliS ernster und heiterer Art, besonders hervorzuheben sind die schönen Lieder und Märsche von Koschat lowie die National-Schuhplattltänze. Der Besuch der Konzerte kann dem gesang- und musikliebenden Publikum nur bestens empfohlen werden.

* Wettspiele. Kommenden Sonntag stehen sich auf dem hiesigen Exerzierplatz die erste und zweite Mannschaft des 1. Langendiebacher Fußballklub 1906 gegen die gleichen Mann­schaften der hiesigen Fußballgesellschaft 1907 im Wettspiel gegenüber. Da das Spiel einen sehr interessanten Verlauf nehmen wird, so wird sich ein Spaziergang nach dem Exer­zierplatz lohnen. Tie Spiele beginnen um 2 Uhr.

Die städtische Bibliothek

Gârtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntag«, Mitt- wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gesamtkata- l o g t sind in der Bibliothek zu haben.

Vereins- u. VergnügungsnKchrichten für S am»t«q den 21. Yl8r;.

:rar.iCarlsberg": Abends rett 8 Mr ad: Konzert.

Einend iS .Bereu: Abend» 8'/, »brr Geaeraloersammlung im oberen Saale , :um deutschen Haus".

a^ Mânuer- b. Isin linasoerein: Posaunenblolm fg». Vereknihru»). Tnrngeme »de: V» > 3'/»3tt> Mr: Knaben-, 89: Ingendabierlunq. erdn ..Srobfinn 1903": Vereinsnbenb imstrafen IlMlian °uwg*. sfrQn A'bleien-Deresn: Derein»«bend (ReärnrationDnndhof"). n'challklnb .Mett in': Klubabend imReftauroet Weismonlet". ^e-'avrer-Brrein 1898: Vereinsamend>»r deiitiche» Siche".

"r störtAdler": vereinSadeUb imSchntztnhol".

N' lodrer-Ve«'«Union": VereinSabend imWilhelmseck".

eael^itiNachtschwärmer": Gasthaustut guten Quelle".

Oub ,^riend'h p': Klubabend im Restaurant,um Neubau".

el Verbindungtnffonin": Vereinsabend imgroßen Kurfürsten', s!u6«oncMbia": Klubabend imKarpim" (Paradeylatz).

"t! ub .Neimlèter': Abends 9 Mr: Kegeln imLöweugärtchen'. hellste Berbinbuna «Pairia' Perbindungs-bend imRatskeller'. f'Uirtrifii^et Muükverew .Germania" : Vereinsabendtum Sandhof'. '"esMch-.siLustig Kippe* : Zusammenkunft;ur gold'nen Rebe". Vermünnngsoe-sin .<»de!w«ih': Ve'einSabend im .qolde- e» Anke,'.

Christ. H-l' ar eiter-Berband: Abend» 9 Uhr: Kaslenabend im .Praustüb'i." Akadewieichü er-Vereiniguna: vereinSabmd imLöwenqâr'cheu". Turnverein: ®« tin«obr b im Masthau» .,ur Kartboune'. ^dar/Bt ein .Eintracht": BereinSa end in den »8 V4wauen'. Cvanx^l cher Arbeiierorieini verein«,Lend und Mitgliederaufnahme im BereinSlskoie (Tarebenl^ Nr. 1.)

Ees-n sk!? nK^hrickkeit" r Vereiniabend imDeutlchen Hau»". GesangvereinGermania" ; Cneim.itnb imSöw-nqârlch-n". Ge'aiVverernMelemania": Veresusabend in derKarthaune". GesangvereinSumser' : ißereineabenb in der , Staat Bremen" -esaugver-inToublüthe": Veremjuchend m d«Stadt Bttmta".

Veranstanna»-Ve'e'nGermania": Vereinsabend tmgr. Kurfürst eu". Veranüguna«aestss schalestidelio": Verein-abenbaum Anker", ff rinnOintratfif" : Vereinsabend ,pim Vrauüüb'I".

VereinEinigkeit": Beieinsabend in deraroben ff rotte.

VereinRlbelitnS": vereli, »abend in derKanbaune".

KlubCamera tia" : Klubabend im großen Kurfürsten". Gesellige VerbindungArminia": Klubabend in derStabt Bremen" Gesellige Verbindungffnnopia" t Klubgbend im .BeruhardSeck".

FußbaMub .Kicker» 1907': Vereiusabeud imNordend".

Gesellige VerbindungMelltia": */ilO Uhr: Berfammlung int Gasthaus zur goldenen '"erste".

GesgngSabteilung der Turngemeinde: Abends 9 Mr: Singstunde. Klub^reundschast"; KliGabend imgoldnen st".

Hanauer Evoriverein 1906": Vereinsabend in derSchwedischen Krone" Dramatischer Klub .Tbalia": Abends von 911 Uhr: Uebungistunde im Eisenbahn gânchen.

für Sonntag den 22. Mirp

Eo. Männer» und slüngling»nereiu: von 8 8 Uhr: Unterhaltung , von 89 Uhr: Bidelstund« sSo. verein-bnusi.

Stadttheater in Hannu: Nnckmitiag» 8'/, Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen:Robert und Veriram", Abend» 7 UbrtNarziß".

Restgur-tionCarlsberg": Ngchmitiag» und abend» Kouz-rt.

Tischgesellschaft imNürnberger Hof": von 111 Uhr: Uebungsstunde. Lokomoiivfübrer-Verein: Bormitlaq» von 1112 Uhr: Zusammenkunft im vereinslokal ssstmralhalse"i.

Hanauer ^ußdakNubMelitta": Nachmittag» 2 Uhr: Uebungsspiel auf dem Cxeriiervlaß.

Hanauer stußballkliibViktoria" 1891: Nachmittag« 8 Uhr: Uebungs­spiel auf seinem Svortpsgb an der Lewiigerüraüe.

Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittag» 3 Uhr: Uebung»spltl auf keinem Spor'vlad an derSchönen Ausücht"

Hanauer Sportverein 1906" | RachmiltagS 8 Uhr: Uebungispiel auf dem Cpernerplatz.

Guttempler-Loge tut Höhe, Paradeplatz 1: Abend» : Freie Zusammenkunft. Gäste willkommen.

Kathol. Arbeiterverein: Abend» 8 Uhr: Zusammenkunft im Vereinsloka jum Bratistübll".

Berstekgerttttsis- re. Kalender

für Montag den 23. März.

Hoftverstclgerung im Fürstl. Büdingeu'schen Revier Tiergarten; Termin

vormittags 10 Uhr (f. Nr. 67Han. An,.").

«Precksaal.

Die Sschallee.

Der VolkSmnnd nennt sie so l ES ist damit die Allee vom Nürnberger- bi« zum Kanaltor gemeint. Im Sommer eine schöne, schattige Allee; aber heute sind eS Platanen, die den Schatten spenden, die wohl vor mehr denn 50 Jahren an Stelle der früheren Eschen dahin gepflanzt wurden. ES ist eine Erholung, im Sommer bei tropischer Hitze unter diesem Laubdach zu wandeln.

Nun befremdete mich vor einigen Tagen, daß ea. vierzig Bäume und zwar von der Wiener Spitze bis zum Stein» heimertor fortlaufende Nummern trugen und zwar immer einen Baum überspringend. Nun bin ich etwas wißbegieriger Natur und fragte deswegen einen Herrn, der es wissen mußte, was diese Steuerung zu bedeuten habe, ob wir auch, wie im Darmstâdtlschen die Aepfelalleen numeriert sind, ebenso unsere Zieralleen numerierten.Nee," sagte der, bie mit Nummern werden umgehauen; eS ist sich beschwert worden, daß die Bäume zu dunkel machten." Auf meine Frage:Wem?" zuckte er die Achseln.

Die Stämme der Plalanen sind ea. 8 Meier von den Fenstern entfernt und wird auch ihr Geäste immerhin noch 3 Meter davon entfernt sein, mithin kann von einem wirk­lichen Dunkelmachen kaum die Rede sein, denn wir wohnen auch schon 20 Jahre an diesen Bäumen und haben davon noch nie etwas verspürt. Andere Städte freuen sich, wenn sie schöne, schattige Alleen haben und hier werden sie einfach verschandelt; man braucht scheinbar bloß hinzugehen und zu er­klären :Die Bäume genieren mich!" und sie fallen I

Eine Gefahr bei Stürmen bieten sie nicht, denn ich er­innere mich nicht, je einen entwurzelten Daum liegen gesehen zu haben; im Gegenteil, bei Süd- und Südweststürmen mildern sie wesentlich die Windstärke für die Stadt. Wenn ich etwas darüber zu sagen hätte, so würde ich dem Be­schwerdeführer, dem ein Zurückschneiden nicht genügte, er» klären:Wenn Ihnen Bäume, wie in diesem Falle, zu dunkel machen, so ziehen Sir auf die Galerie vom JohanniS- kirchturm; da genieren Sie keine Bäume!"

Ein Alleensreund.

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Wer zwei schöne Straßenstrecken sehen will, der muß bie Straße vom AuSgang von Roßdorf in der Richtung Mar­köbel bis über Lutterstadt sich einmal ansehen. Von dem Ausgang von Roßdorf bis durch den Eisenbahntunnel und vom Ausgang Butterstadt bis an den Wiesen vorbei kann man, ohne im Schmutz bis über bie Knöchel zu waten, nicht durchkommen. Die gan;e Straße ist total aufgefahren und nicht allem zur Jetztzeit ist dies der Fall, sondern. auch im Sommer bei Regenwetter, so daß oftmals mit Rindvieh kaum zu fahren möglich ist. Es kann allerdings nicht wunder- nehmen, daß die Straße an beiden Stellen nicht besser ist, gehen doch bei Roßdorf auf einer Strecke von etwa 800 Meter nicht weniger als 7 Feldwege und teils mit starkem Gefâll, bei Bntterstadt auf einer Strecke von ea. 200 Meter 4 Feldwege ebenfalls teils mit starkem Gefäll auf die Straße. Von diesen Feldwegen werden im Sommer bei starkem Regen und im Winter bei eintretendem Tau weiter durch da« Wasser mitunter fast ganze Wagen voll Schlamm herbei­geführt. Dieser Schlamm ist die Ursache, daß bie Straße sich auffährt und nie gut wirb, solange dieser Zustand be­steht. Ein Eindecken hilft nicht«. Würden derartige Feld­wege etwa 50 Meter lang chaussien, dann würde die Straße wieder gut und die Kreiskommnnalkasse hält» auch Nutzen davon. Al« erwünscht ist e« anzusehen, wenn von zuständiger Stelle dem Uebel abgeholfen und darauf hingewirkt würde, daß derartige Feldwege mindesten« 50 Meter lang ausgebaut würden. .

Üwi um II I WQ8MM««H»»MMHMMi^^ Hus aller Mell.

Die Einweihung der HohkSnigSburg findet bestimmt Anfang Mai statt; der Tag steht noch nicht fest.

Von ben geplanten Festlichkeiten, bie bei Gelegenheit bet Einwrikuing stnttsinden sollten, gelangt nur die de« Hoh- königsburgverein« zur Ausführung. Dieser Verein wird bie Uebergabe der Durg durch den österreichischen Vogt an die drei Brüder Sickingen, bie Söhne deS Franz von Sickingen, und ben Einzug der Siefinger mit ihren Landknechten, Troß u. s. w. darstellen. Die Leitung der Festlichkeit liegt in den Händen des Vorstandes de« HohkönigSburgvereinS, der mit der künstlerischen und geschichtlichen Seite de« historischen Zuge« ben Strasburger Maler Leo Schmig und den Kunst- schriitsteller Dr. Forrer betraut hat. Der Zug wird un­gefähr 200 Personen umfassen und sich aus Studenten, Künstlern, Offizieren usw. zusammensetzen. Mitglieder bei HohkönigSburgverein« haben die Mittel zur Bestreitung der Kosten der Festlichkeit zur Verfügung gestellt.

Jntereffant für jung verheiratete Frauen ist, was Die Mutter", Zeitschrift für Verbreitung anerkannter Ge­sundheit«- und Erziehungslehren, über Kindernährmittel schreibt:Im allgemeinen wird für die Ausklärung uner­fahrener Mütter heute schon sehr viel getan, aber die große Masse her zu Gebote stehenden Kindernährmittel ist geeignet, selbst bet bester Absicht einen Fehlgriff zu machen, und da ist eS durchaus angebracht, erneut zu betonen, wie das na­türlichste und in seinen Bestandteilen gleichzeitig der Mutter­milch am nächsten kommende Präparat, nämlich da« Hafer­mehl. als Milchzusntz ohne Frage am höchsten steht. Aller­dings darf dem SäuglingSmagen nur gut präpariertes Hafer­mehl geboten werden, d. h. solche«, in welchem die Nähr­stoffe leicht löslich gemacht worden sind. Deshalb ist auch hier eine vorsichtige Auswahl am Matze. Die erste Stede unter den Hafermehlen nimmt entschieden das Hohenlvhesch« ein. Bei Verdauungsstörungen der Säuglinge wird auch HohenIohescheS Gerstenmehl und ReiSmehl ärztlicherseits mit größtem Erfolg angewandt."

Randel, Gewerbe und Verkehr»

78 M'.klionen Mark neu beantragte Versicherungs­summe hatte die Stettiner Germania im Jahr« 1907 auf dem Gebiete der Kapitalversicherung zu erledigen. Neu abgeschlossen wurden in demselben Jahre Versicherungen über 62,75 Millionen Mark Kapital. Der VersicherungSbe- stand wuchs Ende 1907 auf 780,1 Millionen Mark Kapital. Von dieser Summe fallen 92,50 Millionen Mark Kapital mit einer Jahres-Invalidenrente von fast 6 Millionen Mark auf die Jnvaliditätsversicherung, welche VersicherungSart mit vollem Rechte als die beste und vollkommenste Pensionsver- sicherung angesehen und aus diesem Grunde bei allen Be- ruiSkreisen beliebt ist. Von dem Jahresnberschnß mit mnd 8,4 Millionen Mark in 1907 wurden den mit Gewinnanteil Versicherten 96 Proz. mit 8 029 647 Mark zui5 künftigen Di» ) videndenverteilung überwiesen. Im Bersicherungsjahr« 1909/10 wird nach Plan A eine Dividende von 29 Proz. der maßgebenden Prämie verteilt gegen 26 Proz. in 1908/9, 24 Proz. in 06/8, 23 Proz. in 04/6^ 22 Proz. in 03/4, 21, Proz. in 02/3 und 20 Proz. in 01/2 und nach Plan B eine bis auf 79,75 Proz. der Prämie für den ältesten Jahr­gang steigende Dividende. Mit ihren hohen Srcherheitsiond« von 341,2 Millionen Mark, wovon allein mehr als 84 Proz. oder 287,4 Millionen Mark in mündelsicheren Hypotheken angelegt sind, bietet die Germania in Stettin die größte Sicherheit für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen.

Das Kaiserliche Aussichtsamt für Privatversiche- rung hat der Germania, Lebensversicherungs-Aktien-Ge- sellschaft zu Stettin, vor kurzem die Genehmigung zum Be­triebe der Unfall- und Haftpflicht-Versicherung im Deutschen Reiche erteilt. Die Einrichtungen, welche die genannte hoch­angesehene Gesellschaft für ihre beiden neuen Branchen ge­troffen hat, enthalten verschiedene wesentliche Vereinfachungen und für die Versicherten vorteilhafte Neuerungen; die Ver­sicherungsbedingungen sind klar und übersichtlich und ge­währen den weitestgehenden Versicherungsschutz. Bei der Be­deutung, welche die bereits ein halbes Jahrhundert bestehende Gesellschaft in der Lebensversicherung besitzt, ist zu erwarten, daß sie sich auch in den neuen Branchen in kurzer Zeit eine hervorragende Stellung erwerben wird.

ElterariTcbes,

Der Mönch". Eine Erzählung aus den FreiheiiZ- kriegen, die als Nr. 15 der vom Hermann Hillger Verlag bercutSgegebenen1001 Erzählungen für Jung und Alt" er­scheint, hat den wohlbekannten und gerne gelesenen Schrift­steller Gustav vom See zum Verfasser. In seinemMönch" schildert uns der Autor in lebhafter, anregendster und spannendster Weise die Schicksale zweier preußischer Osftziere, die durch eine merkwürdige Verquickung von zufälligen Um­ständen beide durch dieselbe Mönchskutte ihr Lebensglück fauden. AIs wirksamer Hintergrund wird das gewaltige Ringen deS geknechteten Vaterlandes gegen den korsische» Weitbezwinger Napoleon in den Nahmen der Novelle hin­eingezogen und in den glühendsten Farben ein Bild der un­vergleichlichen Begeisterung aufgerollt, die damals in jener weltbewegenden Epoche die Gemüter der Patrioten jeden Standes, jeden Afters und jeden Geschlechts wie ein Rausch ergriffen hatte. Beim Lesen deSMönchs", der für den so billigen Preis von nur 20 Psg. käuflich ist, geht einem das Herz auf, die Brust weitet sich und die Liebe zum Vater­land erhält neue Nahrung durch die beredte Schilderung jener Großtaten, die der Weltgeschichte angehören. Das Lesen deS Buches kann deshalb nur auss wärmste empfohlen werden. .

Auszüge auS dem Amtsblatt ber Königliche» Regierung zu Cassel.

Niedergründau. Im Wege der Zivangsvollstreckimg sollen bie in per Gemarkung Niedergründau belegenen, im Grundbuche von Niedergründau zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Rainen der (Seeleute Acker­mann Karl Hofrock und Elisabeth, geb. Müller, zu Niedergründau eingetragenen Grundstücke am 24. April 1908, vormittags 10 Uhr, durch daS Königliche Amtsgericht zu Gelnhausen in der Emmelffchen Gastwirtschasi zu Niedergründau versteigert werden