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Sette 10 _____________________ _____
schaft. Ohne diese Symbolik, ohne diese elementare Zeichenschrift der Seele und des Geistes gibt es keine Schönheit, welche dem Herzen genügt. Dogumil Goltz.
Hus aller Mett.
($iite sonderbare Lckadenersatzklafle, die ein im Duell verwundeter österreichischer Oifizier gegen die Heeresverwaltung angestrengt hat, ist zurzeit beim Zivillandes- geeicht in Wien anhängig. Einem Oberleutnant war nach einem Renkontre, das er im Januar 1905 mit einem Kameraden in Prag halte, von seinem Vorgesetzten nahegelegt worden, die Sacke ritterlich auszurragen. Der Oberleutnant bat hierauf den Oberst um Nominierung der Karielltrâger. DaS Duell fand statt. Der Oberleutnant wurde am reckten Arm so schwer verletzt, daß er als Invalide in den Rube- stand versetzt wurde. Während er als Oberleutnant 3216 Kronen Gehalt bezogen hatte, wurde ihm ein Pensionsbezug von 765 Kronen und eine Personalrulage von 400 Kronen merkaiint. Er klagte nun gegen die Heeresverwallung aus Schadenersatz mit der Begründung, die Organe der Heeresverwaltung hätten ihm die Austragung der Ehrenangeleg"N Heit in der Form des Duells, daS vom Mikiiärstrafgesctze verpönt sei, bei Vermeidung von Schimpf und Schande und bei sonstiger Kassierung anbcsoblen. Der Kausalnexus zwischen dem Verschulden und den eingeft-et-m:,' Sckäden be- stehe darin, daß die Miliiärorgane missen mußten, daß bhf? Form der Austragung des Ehreukonflckies d-e V-rwunduug, ja den Tod der Beteiligten herbeiführen kkuuft. Der Kläger beansprucht ein Schmerzensgeld von 50 000 Khanen, 2800 Kronen Heilungskosten und den vollen Bezug der Gebühren als Oberleutnant. Der Vertreter der H»rr»s?erwaliung hat bei der ersten Tagsatzung die Unzulässigkeit des Rechtsweges und die örtliche Unzuständigkeit des Wiener Gerichtes ein» gewendet.
Ein Aprikosenveteran. Der praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau bringt daS Bild und die Beschreibung eines alten Aprikosenbaumes, der im Jahre 1801 in der Nähe von Mainz auf einer alten Pflugsandschanze von der Franzosenbelagerung her gepflanzt wurde und im letzten Sommer noch 3 bis 3,5 Zentner Früchte brachte. Im Jahre 1904 hatte er noch über 7 Zentner Aprikosen getragen, und solange der Besitzer zurückdenken kann, hing der alte Baum, wenn es noch so wenig Obst gab, imm-r voll. Aprikrsen» und Bfirsichbäume sind im allgemeinen ziemlich kurzlebig. Ob es wohl noch irgendwo in Deutschland einen Baum dieser Gattung gibt, der über 100 Jahre so gesund und fruchtbar ist?
Gestrandet.
Toulon, 15. März. Der TorpedobootSzerstürer „Eclair" strandete während einer Uebung bei der Agayspitze. Die Mannschaft wurde gerettet. Mehrere Schiffe sind abgegangen, um den TorpedobootSzerstörer flott zu machen.
Vereins- u. Vergnügungsnarhrichten kür DienSlag den 17. März.
Knnstinrubrie-Derein: Abend» 8 Ihr: 8. Vortrag in der Aula der kgl. Akademie.
Ausschuß firr 8olk»»orlelunaen: Abend» 8 Uhr im Ktadttheater: VolkS- vorkellung: „Brüderchen".
Orawrienveretn: Drake im Sladtschloftaale.
Neffacirant „Earlsberg": Abends von 8 Ubr ab: Konzert.
Eo. Männer- und I'm"!ingsverein: Unlerhilcunr (Ev. Deremsbauss.
Lirrngnneinde: 8*'<—10: Jn-endcrnewmg, 7”/«—8"«: ^ranenabiei- lmtg A, 6'» — 7*/»: ltraiienabteilnng B, 4V>—5'/»: Mädchenabteilung A 5'/»—6Vi: Mässencibteiluna B.
$unifltfenf4nft: Abends von 8—10 Ubr: Turnen der pngendabieilung.
Turnverein: Abends von 8—10 Ubr! Turnen der Jiqendabteiluug.
Drvm.-cner. Verein Canau: Dereinscibknd im w<5 rlsberg*.
Humorist,icher Mnükvecein.N»ennania": Von 9—11 Uhr: NebungsstunSe iRksianrMion „rum Snndhof').
Erster Alhlecen - Verein: A end» von 9—11 Uhr: Uebungsstunbe im Verein-lokale fliest wraion Sindboft.
Gei. Deib. „Normomii«': Klubabend im „Lömengärtchm".
5 ach. Kanno „Fintrach," fVereinsl. „;um Braust ib'l"): Vereinsabend.
("elim.rvcre'n „Sintradu* : Tmastimde.
i"e ongvere.n „Melomonia": Singstunde in der „Karlhaune'.
Familien - Mar-ken• Konsumverein „Einigkeit": Dends von 8—10 Uhr :
Martenausgabe für Kontrahenten kVereingkan» „Gre-’COtbta").
einen langen Brieftvechsel mit den Ihrigen ein, sondern handeln Sie schnell. Sie sind jetzt ein fertiget Menich und haben als solcher das Reckt, Ihre eigenen Wege zu gehen und sich in Ihrer Besonderheit aus-uleben, ohne sich irgenbroie darin beirren zu lassen.“
Und weil nun Fräulein Harmann so furchtbar klug ist, daß alle Re'pekt vor ihr haben, und sie augenscheinlich mein Bestes wollte, bin ick ihr gleich um den Hais gefallen und habe ihr herzlich dasiir gedankt. Und denkt Euch bloß, liebe Eltern, daß ich wenige Tage später in einem der größten hiesigen Modewarengeschäft? angestellt wurde I ES läßt sich nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. So wunder-, wunderschön habe ich mir das Leben doch nickt gedacht i Wie ein Märchen erscheint mit dies alles. Die weiten, taghell erleuchteten Säle, die herrlichen Sachen, das ununterbrochene Kommen und Geben vornehmer Herren und Damen, das selige Gefühl, die allerkostbarsten Dinge vor Augen zu haben und sich dann und wann damit schmücken zu dürfen und in den großen Spiegeln das eigene Bild viel hübscher zu finden wie das der meisten reichen jungen Mädchen, die gelangweilt daneben stehen und erst Geschmack an den Sacken gewinnen, wenn sie ihnen von uns vorgeliihrh werden! Und nun der nette Verkehr mit den vielen Kollegen! Acht Damen und fünf Herren, außer dem Chef, der, immer den Hut in der Hand, im *einften Gesellschaftsanzug durch bie prächtigen Räume geht; wirklich ein vornehmer Mann. Drei unserer Damen sind schon sehr alt, weit über dreißig. Und die anderen jüngeren sehen viel älter aus, als sie in Wirklichkeit sind. Sie schminken sich alle und wollen nicht glauben, daß ich natürliche Farben habe. Auch über meine Begeisterung lachen sie oft und meinen, daß sie bald nachlassen wird. Doch sind sie sehr freundlich zu mir. Und die Herren noch mehr, Tas ist ein ganz anderer Menschenschlag wie bei uns, so gewandt und so witzig. Man kommt nicht aus dem Lachen heraus. Und der eine, ein junger, reicher Kauf- mannswhn aus der Provinz, her hier nur hospitieren will, wie man dies nennt, macht Augen, daß ich gleich Krau Blomeyer werden konnte, wenn ich nur wollte. Ich will aber nicht. Denn da müßte ich ja färt von Berlin.
c^eiangverein „Smntet*: Singstunde in her „Stibt Bremen*.
Verein für Handl, mgS - Iommi« von 1859: Veieinsnbmd im Restnu- vw „EnrMrri*.
Kachol. Kensmäunil^er Ve-ein: Abends S Uhr: Zusammenkunft im Bn- emSlotal ,mr Sonne".
Verein der Banen,: Veremsadend im r'Wan3 „utr Sow e".
Verein der Badener: Be,ein«->dend im Nrâaaran' „Soncordia".
@ahel#beraer Arenogtophen-Derein lstokal: „Franks utec Bau", Eingang Vndenstrahel: Abend r von 8 —9 Uhr: Ansangerkursui, 9—10: Ueburg^ftunbe, Verlebrsickrüt.
Gewerbe- und Handwerter-Verein: Bereinsabend in der «Eentralhalle*.
BerfteisitVttn^s» k ^al-ndcr
für Mittwoch d en 18 Murr.
Hvlzversteiuernng in der ÄbnioL Oftr'örst rei Sal -üo-st-r; Termin vormittrn» oct RV- Ubr ab im Gasthaus „jum Engel" IN Snlmüust.r (s. Nr. 60 „Hun. Ä'U."t.
Holznerüeigerung im Kemeindewald Niederrodenbach: Tee- in norn-it- ta-r'von 9 Uhr ab in der $aurt*f*»’t Gastwirtschalt dasellst (f. Nr. 60 „Han: ®iu."}/
Für Crekchttttta eknes 'ZHéfiMShtrmeS auf Vcm f^«kchbersie bei L«»i»fle»»selb^^d gingen ein
Der Frühling kehrt zurück, Viel Glück 1.00 Mk.
B.-T. Hotel zur Post . . 1.00 „
Voriger Betrag . L176 00 „
Zusamm-n bis jetzt L178.00 Mk.
Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion d"s „Hanauer Anzeigers*.
Berlvsttk'Uttk. (Obne Gcm.)
Anse^lr- der Stadt Antwerpen vorn Fabre 1887. Zikhunq vom 10. März 1908. Auszahlung ab 1. Juli 1908. Gezoakve S^nrn: 748 4415 4777 5818 8400 8416 9501 11155 13877 14381 14729 15274 15532 16217 16107 16893 17903 21567 21928 22355 23579 31016 32551 33156 34307 34587 34997 35397 35449 36201 36280 36888 37943 39967 40547 42176 44626 44630 45934 47988 48203 49720 50380 52561 52845 54827 57057 57582 59383 59526 60232 60735 61548 61799 62650 63567 64548 88540 69101 69500 70247 70451 70582 72869. Hnuvipreist: Serie 36230 Nr. 13 zu 10 000 Fr. Serie 35449 Nr. 24 zu 1000 Fr. Serie 40547 Nr. 25 zu 500 Fres. Serie 4777 Nr. 11, Serie 36888 Nr. 1 je 250 Fr. S»rie 4415 Nr 11, Serie 8400 Nr. 2, Serie 8416 Nr. 5, Serie 9501 Nr. 10, Serie 11155 Nr. 8, Serie 13877 Nr. 10, Serie 15274 Nr. 7, Serie 16893 Nr. 20, Serie 33156 Nr. 14, Serie 35449 Nr. 21, Serie 36888 Nr. 15, Serie 40547 Nr. 21, Serie 57057 Nr. i 23, Serie 57582 Nr. 5, S-rie 60232 Nr. 2, Serie 60735 Nr. 5. Serie 69101 Nr. 13, Serie 70582 Nr. 14, Serie 72869 Nr. 1 je 150 Fr. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit je 110 FreS.
gezogen.
Muster-Register.
(Eintragungen bei Königs. Amtsgericht, Abt. 5, in Hanau.)
Nr. 1455. Firma Gebr. Söhnlei n in Hanau, 19 Mllster, verschlossen, plastische Erzeugnisie, Fabri knummern 907, 908, 909, 910, 913, 913a, 915, 916, 921, 922, 929, 930, 981, 933, 934, 935, 936, 937, 938, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 4. Februar 1908, vormittags IP/i Uhr.
Nr. 1456. Firma Hosse & Scklingl 0 ffin Hanau, 14 Muster, verschlossen, plastische Erzrugniffe, Fabriknummern 1400, 1401, 1425, 1427, 1428, 1456, 1457, 1458, 1459, 1463, 1464, 1465, 1466, 1467, Schutzfrist 3 Jahre, ange- melbet am 7. Februar 1908, vormittags IP/t Uhr.
Nr. 1457. Firma C. M. Weishaupt Söhne in Hanau, 5 Muster, verschlossen, plastische Erzeugnisse, Fabriknummern 1293 a, 2249 a, 2422, 2423, 2424, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 8. Februar 1908, vormittags 11 Uhr 20 Minuten.
Selbstverständlich kann ich aber auch jetzt nicht nach Hause l kommen, weil doch Weihnachten die Hauptsaison ist, wo der - Chef kaum meinen kleinen Finger entbehren könnte, geschweie i denn die ganze Person. Ihr müßt den heiligen Abend alio ohne mich feiern. Bange wird mir nicht werden. Wir haben bis in die zehnte Stunde Verkehr. Und in der Pension gibt es später das übliche Weihnachtsessen und einen mach- tigen Baum. Meine Freundin erklärt das Heimweh für eine veraltete Sentimentalität., Was man nicht haben könne, dürfe man nicht bedauern, sondern müsse nur der Gegenwart leben. Ich werde also hübsch tapfer sein und mich über den Honigkuchen und den Weihnachtsstollen freuen, den die liebe Mutter gewiß für mich einpacken wird. Den dritten Feiertag versammelt der Chef das sämtliche Geschästsper- sonal zum Abendbrot in einem feinen Lokal, wo Herren und Damen in Gala erscheinen müssen und ich sicher die schönste bin.
Wie wir die übrige Festzeit begehen werden, ist noch nicht festgestellt. Jedenfalls wird es nicht an Vergnügungen fehlen. Doch das erzähle ich Euch alles ausführlich, wenn ich nach Hause komme. Denn im Februar erhalte ich Urlaub und freue mich wie ein König darauf. Nun aber genug für heute; die Augen fallen mir zu. Läßt Euch tausendmal grüßen und küssen von
Eurer Annemarie."
Zum ersten Male im Verlaufe seiner. Ehe ergriff den Kämmerer, der bereits bie Silberhochzeit gefeiert hatte, ein unbändiger Zorn. Hatte er die Tochter deshalb gegen seine bessere Einsicht in die Hauptstadt gelassen, für Pension und Schulgeld eine namhafte Summe geopfert und mit Umsicht und Liebe die nötigen Schritte getan, um sie jetzt ohne jegliche Rücksicht auf die Meinung der Eitern ihre eigenen Wege gehen zu sehen? Morgen mit dem Frühzug schon wollte er nach Berlin und bie Annemarie nach Hause holen um jeden Preis. Es war hohe Zeit, daß sie wieder in geordnete Verhältnisse kam. Zeigen wollte er dem unbotmäßigen Ding, wie er über das Selbstbestimmungsrecht, das Sich-ausleben-wollen und dergleichen hochtönende Phrasen eines überspannten Frauenzimmers dachte, die ein wohlerzogenes Mädchen überhaupt nicht in den Mund
Nr. 1458. Firma OckS & Bonn in Hanau, 5 Muster, verschlossen, plastische Erzeugnisse, Fabriknummern 271, 275, 276, 1592, 1664, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 15. Februar 1908, vormittags 9l/s Uhr.
Nr. 1459. Firma Conrad deines fr. Aktiengesellschaft in Hanau, 25 Muster, verschlossen, Flächen- erzeugnisse, Fabriknummern 3580, 3587, 3589, 3590, 3591, 3593, 3594, 3598, 3600, 3601, 3602, 3604, 3605, 3606,
3608, 3609, 3618, 3621, 3623, 3624, 3625, 3626, 3628,
3632, 3636, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 15, F», bruar 1908, vormittags 10", Uhr.
Winter-Fahrplan der
HltttiNter Kl i «bahnen.
Gültig vom 16. März 1908 bis 12. Oktober 1008,
• — fährt nur Sonn» nnd Feiertags.
n = fährt nur Wochentags.
N = hält an Forsthalls Neuhof nach Bedarf.
* — kommt an Sonn- u. Feiertagen als Personenzug 2.50 in Hanau an.
Alle Züge führen 2. und 3. Klasse und halten an der Abzweigung bei Rückingen.
____ Hana»»- Hütten qesätz.
Hanau ab
n
5.40
8.05
12.30 3.00 4.10
n
4.20
NN 6.33
»in
7.40
8.25
ßcmgenbieb, „
6 01
8 28
12.51 3.214.31
4.43
6.54
8,01
8.46
Ravolzhaus. „
6.09
8.42
1.02 3.32 4.41
4.56
7.02
8.10 8.57
Bruderd.-Hf. „
—
8.53
1.14 3.44
4.52
5 05
MC
8.21
9.08
Hülteugesäß an
-
9.04
1.23 3.53
5.02
5.14
——
8.32
9.17
H üi te»r ges âtz-Han an.
Hüttengefäß ab
NN 4.42
NN
532
9.15
*
1.55
5.08
n
5.25
n
7.20
Bruderd.-Hf.„
4.53
-—
5.43
9.27
2.07
5.19
5.36
—
7.31
Ravolzhaus. „
5.05 6.11
5 55
9.42
2.22
5.30
5.49
7,03 7.43
Langendieb. „
5.15
6.21
6.05
9.5612.38
5.4016.00
7.13 7.53
Hanau an
5.35
6.41,6.25
10.16*3.00
6.00)6.20
7.33 8.1»
Har»a»t-Langenielbold.
■------------—
n
91
•
Din
Di 1 WH 1 •
Hanau ab
5.35
8.10
12.35
2.50
4.30
6.28 7.481 8.30
Rückiugeu „
5.55
8.30
12.56
3.11
4.47
6.49 8.06' 8.51
Langenselb. an
6.07
8.43
1.09 3.24] 5.00
7.00 8.18 9.04
Lanaenseltzold- Hanan.
Din
Din
R
Laugeuselb. Rückingen Hanau
ab 4.54 6.13 7.00 8.46
n 1 n I • 1.25 3.30 5.1OI7.04 7.50 „ 5.09 6 27 7.15 9.01 1.40 3.45 5.25 7.18.8.05 an 5.28 6.46 7.34 9.20 1.59 4.04 5.44 7.38(8.24
AnSzüge aus dem Amtsblatt der Königlichen
Regierung zu Cassel.
Ulmbach. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll«« die in der Gemarkung Ulmbach belegenen, im Grundbucht von Ulmbach zur Zeit der Eintragung des Versteigerung-- Vermerkes auf den Rainen des Schneiders und BriesbotenS Wilhelm Lauer zu Ulmbach eingetragenen Grundstücke am 8. April 1908, vormittags 9 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Salmünster versteigert werden.
Schiffsnachrrchten.
(Milgelel!: vo" Dlgem Ad. T i rn > cd - Hana».t
Der Hamburger Dampfer „Graf Waldersee" ist am 14. März wohlbehalten in New-I)ork eingetroffen.
K»ainb«» ff, 14. März. Der Dampfer „Schmorzburg" von der Hamburg-Amerika-Liilie ist gestern in Colon und der Dampfer „Niederwald" vorgestern in St. Thomas ein» getroffen.
Bremen, 14. März. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Prinz-Regent Luitpold" ist gestern in Colombo ein» aetroffen.
nehmen sollte. Wenn die Sinnemarie weder Lust noch Begabung zu irgend welchem Studium hatte, so mochte sie in einem passenden Orte die Haushaltung lernen, um, falls es wirklich notwendig war, später als Stütze zu gehen. Keinesfalls aber durfte sie Verkäuferin bleiben in einem Geschäft, das nur ihrer Eitelkeit fröhnen und die Unzufriedenheit in ihr großziehen würde.
Auch die Mutter war schmerzlich enttäuscht. Während ihr Gatte jedoch mit dem weiteren Blick eines Manne? den Charakter seines Kindes und die Gefahren ins Auge faßte, welche demselben durch die nötige Umgebung entstehen konnten, kam bei dieser mehr daS Aeußere in Betracht. Seit Elisabeih das Examen bestanden und Annemarie sich dem Kunstgewerbe gewidmet hatte, war die sonst so herzensgute und verständige Frau der Schrecken aller jener Väter und Mütter geworden, denen es an den nötigen Mitteln oder auch wohl am rechten Willen gebrach, in gleicher Weise für die Zukunft ihrer Töchter zu sorgen, und bie nun manchen guten Rot nnd Hinweis auf die ihnen von Gott anoer« trauten Elternpflichten hinnehmen mußten. Und nun Verkäuferin ! Eine ganz achtungswerte Stellung für Töchter bescheidenen Standes, aber doch Troyssür die Kämmererstochter von 3£„ in welchem Orte die nicht und Bendemanus (die Frau Kämmerer war eine geborene Bendemann) vonalterSher zu den Honoratioren gerechnet wurden und in allgemeinem Ansehen standen.
Albitmblätter.
Die gute alte Zritl Man tut
Als wär' man sonst im Glück geschwommen;
Auch unsre Zeit wird einmal gut —
Jm Munde her, die nach uns kommen.
Frida Schanz.
Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Ziert bt- trachten und behandeln.
Brrthold Auerbach.