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Rotationsdruck und Verlag* Buchdrucker« de» verein.

Gcitcral-Anzeiger

Amtliches Organ für Statt« uni Fmârcis Kana«.

H, Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

BerautworÜ. Redakteurr «.TchreS«, U Hoââ

Nr. 45 Fernsprechanschltttz Nr. 605,

Die leMeUwmer umfaßt «Her d.UilttthâzSvkit

16 Seiten

Amtliches

Stadtkreis Ran au* Bekanntmachung.

Die Pflafterarbeiien für die Herstellung eines er­höhten Bürgersteiges in der kleinen Hainstraße sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus Zimmer Nr. 19, zur Einsicht aus und können von dort betonen werden.

Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote find bis zum Eröffnungstermin am Montag den 2. März, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Hanau am 19. Februar 1908.

Der Magistrat.

Dr. GebeschuS. 4101

Bekanntmachung.

Die im Rechnungsjahr 1908 auszuführenden Strahen- nendeckungsarbeiten sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am Montag den 2. März, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Hanau den 19. Februar 1908.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 4197

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 15. bis 21. Februar 1908:

2 Arbeiter, 1 Ausläufer, 1 Dachdecker, 1 Erdarbeiter, 1 ^ahrbursche, 2 Gold­arbeiter, 1 Heizer, 1 Lagerarbeiter, 1 Metall­arbeiter, 1 Metallschleifer, 1 Schreiner, 1 Silberschmied, 9 Tagelöhner.

Gesucht werben 6 Dienstmädchen.

Hanau den 22. Februar 1908.

Städtische Arbeitsvermittelunqsstelle. 4195

Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlnng

am Mittwoch den 26. Februar 1908, nachmittags 5 Uhr.

Tagesordnung:

1. Haushaltsplan der gewerbl. Fortbildungsschule.

2. Haushaltsplan der Oberrealschule.

8. Ablehnung eines Staatszuschuffes für die Oberrealschule.

4. Haushaltungspian der höheren Mädchenschule.

5. Desgl. der Volks- und Mittelschulen.

6. Desgl. der kaufmännischen Fortbildungsschule.

7. Desgl. der Begräbniskaffe.

8. DeSgl. der Kleinkinderschule und Krippe.

9. DeSgl. der Armenkaffe.

10. DeSgl. der Schlachthofkasse.

11. DeSgl. der Stiftungen und Nebenfonds.

12. DeSgl. der Althanauer Hospital kaffe.

Hanau den 22. Februar 1908.

Der Stadtverordneten-Vorsteher.

Canthal. 4183

Bekanntmachung.

Durch Ausschlußurteil des Königlichen Amtsgerichts Hanau Abteilung II vom 14. Februar 1908 Üt der Hypotheken­

Samstast den 22. Februar

brief über die im Grundbuch von Hanau Band 62 Blatt 3452 in Abteilung III Nr. 1 für den Lehrer Wilhelm Wörner in Hanau eingetragene DarlehnSforderung von 2500 Mk. für kraftlos erklärt worden.

Hanau den 14. Februar 1908.

Königliches Amtsgericht 2. 4155

Politische Rundschau*

Der oldenburgische Landtag hat in erster Leiung den Gesetzentwurf über die Wahlrechtsreform angenommen.

Weimarircher Landtag. In der gestrigen Sitzung des weimarischen Landtages erklärte Staatsminister Dr. Rothe bei der Beratung des Antrages auf Abänderung des Land- tagswahlgeietzcs und zwar Ersetzung des indirekten durch das direkte Wahlverfahren, daß gegen die Einführung des direkten Wahlverfahrens nichts einzuwenden sei, die Regierung wolle aber erst die weiteren Verhandlungen der Ausschußberatungen abwarten, ehe sie sich mit einer Vorlage an den Landtag wende.

Vertraueuskundgebttng. Die Burschenschaften Arminia, Cimbria, Danubia und Rhenania in München be­schlossen eine Vertrauenskundgebung für Professor Schnitzer, in der sie der Hoffnung Ausdruck geben, die Professoren- schaft werde unbeirrt durch fremde Einflüsse die Lehrfreiheit Hochhalten.

Reichsduma.

Petersburg, 21. Febr. Der Vizepräsident der Duma, Meyendorff, wurde mit 273 Stimmen gegen 35 Stimmen wiedergewählt. Hierauf nahm die Duma in zweiter Lesung kleine Gesetzesvorlagen an. Alsdann wurde über eine von 180 Abgeordneten eingebracht« Gesetzesvorlage betreffend eine Unterstützung der unter terroristischen Taten zu Schaden Gekommenen verhandelt. Der Referent, Graf Bobrinsky von der gemäßigten Rechten, wies auf die unzähligen Opfer der Pflichttreue gegen den Kaiser hin, und erinnerte an die erste und zweite Duma, die mit Ausnahme nur weniger Abge­ordneter terroristische Exzesse nicht hätte verurteilen wollen und betonte den in dieser Beziehung eingetretenen günstigen Umschwung. (Stürmischer Beifall im Zentrum und Rechts.) Hierauf begrüßte der Gehilfe des Ministers des Innern, Makarow, in längerer Rede die Einbringung dieser Gesetzes­vorlage als eine autorative Verurteilung der Revolution, als Merkmal eines Umschwunges des Nationalbewußtseins und als Quelle des blutigen Nebel durchbohrenden Lichtstrahles mit großer Genugtuung und stellte jedes Entgegenkommen seitens der Regierung in Aussicht. Nach langer Debatte beschloß die Duma, die von 180 Mitgliedern eingebrachie Gesetzesvorlage betreffend eine Unterstützung der unter terro­ristischen Taten zu Schaden Gekommenen der Kommission zur Unantastbarkeit der Person zu überweisen. Es wurde sodann eine Tagesordnung angenommen, welche die tiefe Entrüstung der Duma über terroristische Akte zum Ausdruck bringt.

Die Balkanbahnpläne.

London, 21. Febr. (W. B.) Der Balkanausschuß des Unterhauses beschloß in seiner heutigen Sitzung, die englische Regierung aufzuiordem, nicht zuzulassen, daß das macedonische Reformwerk zu Grunde gehe. In Anbe­tracht, daß Oe st erreich- Ungarn durch sein Eisenbahn- nnternehmen gehindert sei, die ihm und Rußland anver­traute Aufgabe durchzuführen, müsse England verlangen, daß die Verpflichtung, Reformen zu unternehmen, an solche Mächte übertragen werde, die bereit sind, den erforderlichen Druck auf die Pforte auszuüben.

Sofia, 21. Febr. (Wiener Korr.-B.) Die bulgarische Presse beschäftigt sich noch immer mit der Frage der ge­planten Eisenbahnverbindungen auf der Balkanhalbinsel, in« dem sie die Regierung auffordert, die günstige Gelegenheit zu benutzen, um eine Verbindung der bulgarischen und tür- kischen Eisenbahnlinien und namentlich die Unterstützung Bulgariens durch die Mächte hierzu zu erlangen. . Das BlattVreme", das Beziehungen zu den Regierungskreisen unterhält, legt der Nationalität derjenigen Gesellschaft Wich­tigkeit bei, die die Teilstrecke auf dem türkischen Boden Ues- kueb-Kumanowo-Grenze bauen wird und meint, daß der Er­bauer auch den Betrieb der Bahn und demgemäß einen politischen Einfluß in der Türkei erhalten werde. Das Blatt erteilt den Rat, den Bahnbau einer eigens zu bildenden türkisch-bulgarischen Gesellschaft zu übertragen, die man in Konstantinopel gewiß gern sehen würde.

Offiziellen Angaben zufolge bildete die Frage der Balkan- bahnen bisher noch nicht den Gegenstand der Beratungen des Ministerrates. Trotzdem seien die Regierungskreise g- neigt. daS Schwergewicht auf die möglichst baldige Reali­sierung der Anschlußbahn Küstendil-Kumanowo zu legen, für welche voraussichtlich demnächst neuerliche Schritte in Konstantinopel unternommen werden dürften. Dabei rechnete die bulgarische Regierung hauptsächlich auf die Unterstützung der österreichisch-ungarischen Regierung.

Fernsprechanschlutz Nr. 605* 1908

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Hus Ban au Stadt und Cand*

Hanau, 22. Februar.

Deutliche Atzung der Audtuerordneten-VechmMng

vom 21. Februar 1908.

Anwesend die Herren: Kommerzienrat Tanthal, Vorsteherz Beyer, Bernges, Bonn, Deines, Döring, Fischer, Förster, Franz, Hock, Dr. Hoffmann, Honsen, Holm, Jost, Kempf, Kehl, Koburger, Kreuter, Lohberger, Lückhardt, Müller, Ohl, Rouffelle, Schroeter, Sommer, Schwabe, Salomon, Spatz, Siübing, Stephan, Voltz, Wild, Baurat Wohlfarth und Wolff.

Vom Magistrat: die Herren Oberbürgermeister Dr. Gebe- schus, 1. Beigeordneter Hild, 2. Beigeordneter Bode, somit die Stadträte Jung, Nicolay, Gauff, Ott, HeraeuS, Almeroth und Dr. Lueanus.

Wahlen.

Als 3. Beigeordneter wird Herr Sanitätsrat Dr. Eise­nach, dessen Wahlperiode am 3. März d. J. abgelaufen ist, tn gemeinsamer Sitzung des Magistrats und der Stadtver­ordneten mit 38 von 41 abgegebenen Stimmen wieder­gewählt. 8 weiße Zettel wurden abgegeben. Die auS- scheidenden Mitglieder des Kuratoriums der Oberrealschule, Herr Böhm für den Magistrat und Herr Steinheuer für die Stadtverordneten, werden gleichfalls wiedergewâhlt. Herr Georg Jung hat seine Wahl als Sachverständiger zur Ab­schätzung von Flurschäden bei Manövern abgelehnt. An seine Sielle wird Herr Oekonom Franz Hofmann gewählt. In die Kommission für Abschätzung von Straßengelände wird Herr Heinrich- Jost wiedergewählt.

Landwirtschaftliches Fest in Hanau im September 1908.

Im September d. Js. findet hier die Generalversammlung der Landwirtschaftskammer statt, mit welcher eine landwirt­schaftliche Ausstellung und Bezirkstierschau verbunden ist. Die Vorbereitung und Leitung des Festes ist dem Land­wirtschaftlichen Kreisverein Hanau, der den Stadt- und Landkreis umfaßt, durch Beschluß der letztjährigen General- Versammlung in Melsungen übertragen. Das Fest wird aus dem ganzen Gebiet der Landwirtschaftskammer (Re­gierungsbezirk Cassel) beschickt. Für Ausstellung und Tier­schau werden vom Staat Prämien zur Verfügung gestellt. Der Landwirtschaftliche Kreisverein und der Landkreis Hanau haben ihrerseits zur Verleihung von Prämien je 1000 Mk. zur Verfügung zu stellen beschlossen und außerdem zum Garantiefonds je 3000 Mk. gezeichnet. Der Magistrat er­achtet es für angemessen, daß auch die Stadt ihr Interesse an der landwirtschaftlichen Ausstellung und der Tierschau in gleichem Maße betätige, weshalb er für Prämien den Be­trag von 1000 Mk. und für den Garanticfonds den Betrag von 3000 Mk. zur Verfügung stellt. WaS den Garantie- fonds anlangt, so soll das Fest in möglichst kleinen Rahmen gehalten werden und wird bestimmt erwartet, daß dir Un­kosten durch die zu erwartenden Einnahmen gedeckt werden, so daß schwerlich der Garantiefonds in Anspruch genommen werden wird. Bezüglich der zu gewährenden Prämien empfiehlt der Magistat, solche auS dem zur Verfügung ge­stellten Betrage nur für Aussteller aus dem Stadt- und Landkreise Hanau zu bewilligen.

Sladtv. Salomon bittet, die 8 000 Mk. für den Garantiefonds zu streichen, da man auch anderen Korporationen eine solche Beihilfe nicht gewährt habe. Herr Oberbürger­meister Dr. G e b e s ch u s wendet sich in längeren Aus­führungen gegen diesen Antrag. Es handele sich hier nicht um eine Vergnügungsveranstaltung, sondern um ein Unter­nehmen von volkswirtschaftlichem Werte. Außerdem dürfte der Garantiefonds kaum in Anspruch genommen _ werden. Die Beträge werden dem Magistratsantrage entsprechend bewilligt.

Zahlung des vollen WohnungSgeld»« «« verheiratete Lehrer.

Der Magistrat hat beschlossen, den Lehrern, die in btt 1. Hälfte eines Quartal« heiraten, da« WohnungSgeld für Verheiratete vom Beginn des Quartals ab, den übrigen Lehrern wie bisher das volle WohnungSgeld erst vom Tag.» der Verheiratung ab zu zahlen und führt dazu auS: Na^ dem Lehrerbesoldungsgesetz ist den verheirateten Lehrern ein höheres WohnungSgeld zu gewähren als den unverheirateten. Dieses erhöhte WohnungSgeld ist, da eine besondere Gefches- vorschrift nicht »erliegt, von der Verheiratung ab zu ge­währen, was in der Praxis aber oft zu Härten führt, da die Wohnungen meist schon von einem frühren Zeitpunkt ab gemietet werden müssen. DaS erhöht WohnungSgeld ist