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MetoiMtaid und Verlag der Buchdruckerei de» »««i«.

General-Anzeiger

Amtlicher Organ für Stabt Mb faabkrtis Hanan.

SiurückuugSgetühr, Die füufzefpLlten« PetitM oder der« Raum W i» Slerlameuteii die Zeii« Sh

0, Waijenhaufe» in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Vellage.

Verantwortl. Redakteur! 6. Schreck,, in ßâ^

Nr. 43

F-rnspr-chanschlutz Nr. 605.

Donncrstag den 20. Februar

Fernsprechanschlutz Nr. 605.

1908

Amtliches.

Bekanntmachung.

Mit Genehmigung deS Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts' und Medizinal -Angelegenheiten wird im April d. Js. in der Stadt Eltville ein katholischer Volksschul- lehrerinnen-KursuS eröffnet werden.

Die Aufnahme-Prüfung ist auf den 25. April d. J. (schriftliche Prüsung) und auf den 27. desselben Monats (mündliche Prüfung) angesetzt worden.

Bewerberinnen, die sich der Prüfung unterziehen wollen, haben sich bis zum 1. März d. J. unter Beifügung

a) eines Lebenslaufes,

b) eines Geburtsscheines,

o) eines Impfscheines, eines WieberimpfscheineS und eines Gesundheitsattestes, ausgestellt von einem zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Aerzte,

d) für diejenigen Bewerberinnen, die unmittelbar von einer anderen Lehranstalt kommen, eines Führungsattestes von dem Vorstand derselben, für die anderen eines amtlichen Attestes über ihre Unbescholtenheit, sowie eines Zeugnisses über Schulbildung oder sonstige Vor­bildung.

e) der Erklärung deS Vaters, oder an dessen Stelle des Nächstverpflichteten, daß er die Mittel zum Unterhalt der Aspirantin während der Dauer ihres Seminar- KursuS gewähren werde, mit der Bescheinigung der Ortsbehörde, daß er über die dazu nötigen Mittel ver­füge, bei unS zu melden.

Schulgeld wird für den Unterricht nicht erhoben.

Bedürftigen und fleißigen Schülerinnen sonnen Unter­stützungen aus Mitteln des Kursus bis in Höhe der bei staatlichen Lehrerinnen-Seminarèn vorgesehenen Beträge be­willigt werden. '

Cassel, 5. Februar 1908.

Königliches Provinzial-Schulkollegium.

B 1540 Hengstenberg. V1285

Stadt- und Landkreis Ranau.

Am Freitag den 21. d. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, wird der Königliche Gewerbe-Inspektor aus Fulda in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Mtstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitern Gelegen­heit zu Besprechungen geben.

Hanau den 19. Februar 1908.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

P 1746 I. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.

Die Herstellung einer Holzeinfriedigung für den Wirtschaflsgarten des Pflegehauies Deitingerstraße 2 soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus Zimmer Nr. 16, während der Geschäftsstunden vor­mittags von 1012*/, Uhr zur Einsicht aus und können von da bezogen werden.

Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift Einfriedigung für das Pflegehaus" bis Mittwoch den 26 d. Mts., vormittags 11 Uhr, bei genannter Dienststelle einzureichen, zu welcher Zeit im Beisein etwa erschienener Bieter die Eröffnung der Angebote erfolgt.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Hanau, den 18. Februar 1908.

Der Magistrat.

Dr. GebeschuS. 3807

Bekanntmachung.

Die Lieferung von

1050 ebm Pflastersteinen 1. Sorte aus blauem Anamesti oder Grauwacke,

80 , Schablonensteinen aus gleichem Material,

50 Mosaiksteinen aus blauem Anamestt, Grauwacke oder Kalkstein und

900 m Haurandstcinen aus Basalllava soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen zusammen oder in mehreren Losen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­

haus, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am 7- März 1908, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau den 18. Februar 1909.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 3783

Bekanntmachung.

Das Ausheben und Wiederzufnllen der Kabel- gräben vom Elektrizitätswerke bis zur Wilhelms­brücke sowie in der Laugstrahe zwischen Frankfurter- und Sleinheimerstraße einschließlich Wiederherstellung der er­forderlichen Master- und Chaussierrmasarbeiten soll auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbes nach Maß­gabe der städtischen allgemeinen Vertragsbedingungen ver­geben werden.

Die näheren Angaben können bei uns Leipzigerstrahe Nr. 17, Zimmer Nr. 3, täglich von 10 bis 12

Uhr vormittags eingesehen werden.

Die Angebote, welche bis zum Donnerstag den 27. Februar er., vormittags 10 Uhr, einzureichen sind, werden im Termine in Gegenwart etwa Erschienener geöffnet werden.

- Die Direktion

der städt. GaS-, Wasser- u. Elektrizitätswerke Hanau a. M.

v. Gäßler. 3801

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Politische Rundschau.

Kaiserliche Anerkennung. Zur Jubelfeier bei Husaren-Regiments Fürst Blücher in Stolp erließ der Kaiser unter dem 16. Februar folgende Kabinettsordre:Ich ent­biete dem Husaren-Regiment Fürst Blücher von Wahlstatt zu dem Jubeltage Meinen königlichen Gruß und Glückwunsch. Gern nehme ich Veranlassung, ihm für die vielfach ausge­zeichneten Dienste erneut zu danken, die eS in heißen Kämpfen Meinen erhabenen Vorgängern auf dem Th>on und dem Vaterlande geleistet hat. Ich vertraue zu dem Regiment, daß der Geist des unvergeßlichen Feldherrn, dessen Namen es zu tragen gewürdigt ist, bis in die fernste Zukunft in ihm erhalten bleibe und es zu Taten höchster Tapferkeit und Entschlossenheit begeistere, die den Vorvätern unvergänglichen Ruhm eingetragen haben. Das Regiment bleibe, was es war und ist: ein Vorbild treuer Hingebung an König und Vaterland, der Stolz seiner heimatlichen Provinz, bei treuen Pommernlandes, eine Zirde des Heeres."

Kultusminister Dr. Holle wurde gestern im Laufe des Vormittags ganz unerwartet aus der Sitzung des Abge­ordnetenhauses zum Kaiser zum Vortrage befohlen. Der Kultusminister hat dem Kaiser in einem länger als ein« stündigen Vortrage lediglich Mitteilungen über die körperliche Ausbiidung der Jugend, ihre Förderung durch die Legierung und die für diesen Zweck in den Etat eingestellten Mittel gemacht.

Das Herrenhaus ist von feiten des Präsidenten, Frhrn. von Manteuffel, auf Mittivoch den 26. Februar, mittags 1 Uhr, zu einét Plenarsitzung eingeladen ivorden. Außer der Ostmarken-Vorlage werden noch einige von den Kommissionen bereits erledigte Rechenschaftsberichte und Petitionen, sowie vom Hause der Abgeordneten etwa ein­gehende Vorlagen zur Beratung gelangen.

Die neuen Beamtengesetze werden dem Landtage zu Beginn der zweiten Märzwoche (etwa am 10. oder 11. März zugehen.

Der nächste Ablösungstransport nach Ostasten in Stärke von etwa 65 Offizieren, 40 Deckosfizieren und 1000 Mann wird, wie aus Bremen gemeldet wird, mit dem Dampfer bei Norddeutschen LloydRhein" zur Beförderung gelangen. Der Dampfer soll am 25. April von Bremer­baven abgehen und am 7. Juni in Tsingtau eintreffen. Der­selbe Dampfer wird dann am 17. Juni mit dem Heim- kchreuden Truppentransporte die Rückreise antreten, von welcher er am 31. Juli wieder in Bremerhaven zu erwar­ten ist.

Die Senatskommission des bremischen Unter­richtswesens hat gegen den bekannten Schulmann und pädagogischen Schriftsteller Heinrich Scharrelmann ein Dis­ziplinarverfahren cingkleitel. Die Behörde erkannte ein Dienstvergehen in 3 Artikeln, die Scharrelmann veröffent­

lichte. Er hat darin erklärt, ein Lehrer müsse die Freiheit haben, wenn ei sein Gewissen gebiete, auch gegen die Vor­schriften des Stunden- und Lehrplanes zu handeln. Er selbst werde eS stets so halten.

Schwarzburg-Rudolstädter Landtag. Entgegen den Ausführungen der Staatsregierung beschloß der Land­tag, vom 1. Januar 1909 bie Steuererleichterungen bet Beamten aufzuheben.

Der Weimarische Landtag nahm mit 16 gegen 15 Stimmen den Gesetzentwurf betr. Besteuerung der Waren­häuser bei GroßherzogtumS an.

Znr Lage in Marokko.

Paris, 19. Febr. Admiral Philibert bestätigt, daß am Quedtamastn ein Gefecht gegen den Mdalera-Stamm statlfand. Die Aktion der französischen Truppen werde von den Mzab unterstützt, die sich tags zuvor unterwarfen. Die Verluste der Mdaiera seien ziemlich empfindlich. Ebenso bestätigt Admiral Philibert, daß Oberst Taupin am 16. und 17. Februar eine bedeutende marokkanische Abteilung in die Flucht schlug, die ihn im DefilS von Berrebah, 86 Kilometer südöstlich von Fedalah, angegriffen habe. Die französischen Truppen trieben den Feind mit dem Bajonett siebenmal zurück. Zwei Offiziere und mehrere Mann wurden getötet; drei Offiziere und 20 Mann wurden verletzt.

Madrid, 19. Febr. Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm au6 Tanger, wonach El TorreS, nach- dem ihm durch den spanischen Geschäftsträger die Besetzung von M a r ch i c a mitgeteilt worden sei, namens des Sultans dagegen protestiert habe. Der Maghzen habe 30000 Peseta­geschickt. damit eine Mahalla Marchica wieder besetze.

Tanger, 19. Febr. Die gestern begonnene Schlacht bei Busnika nördlich von Casablanca dauert fort. Die fran­zösische Küsten! oionne hatte bisher 9 Tote, 2 Offiziere und 7 Mann, 30 sind verwundet.

Madrid, 19. Febr. Der Abteilungschef im Ministerium des Aeußern, Merry de Dal, wurde zum spanischen Gesandten in Tanger ernannt.

Tanger, 19. Febr. Muley Hafid hat den Gouverneur von Mekines, ASbascha, zum Gouverneur von Fez ernannt mit dem Befehl, eine starke Mahalla in jenem Bezirk zu bst den und vorzurücken, um Rabat zu belagern.

Tanger, 19. Febr. Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus auS Casablanca hat sechs Kilometer von der Stadt entfernt ein wütender Angriff auf die französischen Streit­kräfte stattgefunden. Die Kolonne, welche Settat besetzt hält, soll von der Mahalla Muley Hafids abgeschnitten worden sein. Zur Verteidigung der Stadt seien von den französischen und spanischen Kriegsschiffen Verstärkungen gelandet worden.

England und die Valkan-Verstimmunge«.

London, 18. Febr. Wie dasReutersche Bureau" er­fährt, ist in offiziellen englischen Kreisen überhaupt nicht» darüber bekannt, daß, wie die russische Presse berichtet, der Abschluß eines Vertrages zwischen England und Rußland über den nahen Osten wahrscheinlich sei. Dies« Meldung wurde ohne Zweifel durch die Lage hervorgerufen, welche di« Eisenbahnprojekte AehrenthalS geschaffen haben, haben aber, soweit in England bekannt ist, keine offizielle Grundlage. Die Politik der britischen Regierung wird fortfahren, im Ein­vernehmen mit den anderen Mächten auf die Durchführung der notwendigen Reformen in Mazedonien zu dringen. Jn- weit die letzten Ereignisse das europäische Konzert beeinflussen werden, sei gegenwärtig schwer zu sagen. Was die öster­reichisch-ungarische Eisenbahnpolitik anbetrifft, so ist man der Meinung, daß, obgleich diese an sich nur die legitime Ent­wicklung der österreichisch-ungarischen Politik und im Berliner Vertrage schon vorgezeichnet ist, der gegenwärtige Augenblick nicht geeignet ist, jetzt mit einem derartigen Plan zu kommen, wo die Mäcbte damit beschäftigt sind, auf die Pforte hin­sichtlich der Justizreform in Mazedonien einen Druck auf* zuüben. Da gegen den österreichischen Eisenbahnvorschlag an sich nichts einzüwenden ist, darf es nicht alS unabweisbar sicher gelten, daß das europäische Konzert in Mazedonien gestört sei.

Preußischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Sitzung vom 19. Februar.

Am Ministertisch: Ministerialdirektor Schwartzkopff.

Elementarschnlwesen".

Die zweite Beratung des KultuSetat» wird beim AbschnittElementarschulwesen" fortgesetzt.

Abg. v. Branden st ein (t) tritt dafür ein, daß im Schuldienst mehr Lehrerinnen angestellt werden. In Preußen sind gegenwärtig von 103 000 Lehrpersonen 15 Prozent Lehrerinnen. Die meisten Mädchen könnten aber von Lehrerinnen unterrichtet werden. Bei den Protestanten komme aus acht Lehrer eine Lehrerin, bei den Katholiken aber schon auf drei. Das beweise doch die größere Verwendbarkeit der Lehrerin. Der Frau liege der Beruf der Lehrerin siche»