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Roiallenttruck und Verlag der Buchdruckerei bd «tritt.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Mt- nnü Fmâreis Kanan.

n, WaijeuhaujeS in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Li«rLck»»,r-«r»-r,

Die sü^gespawm Petitzeil« oder deren «am» 30 Hk» im RekUinmUtN die Zeile 35 Pf^

Veeautmorü. Redâur «. Schrecke, * Ham»

Nr. 22 F-rnfpr-chauschlutz Nr. 605»

SlmMches.

Eandkrels Rariati*

BelMtmchuWn des KönigliEen LMratsamts.

Unter den Schweinen zu Fechenheim ist die Schweine­seuche festgestellt worden.

Hanau den 24. Januar 1908.

Der Königliche Landrat.

V 629 I. A.: Conrad, Kreissekretâr.

An der evangelischen Volksschule in Langensetbold ist zum 1. April 1908 eine neu gegründete Lehrerstelle zu besetzen.

Das Grundgehalt der Stelle beträgt 1200 Mk., der Ein­heitssatz der Alterszulagen 180 Mk. und bk MietSentschâdi- gung 800 Mk.

Bewerber wollen ihre MelbungSgesuche nebst Zeugnissen innerhalb 3 Wochen dem Königlichen Orts- und Kreisschul- inspektor, Herrn Pfarrer Hufnagel in Langenselbold, ein­reichen.

Hanau den 23. Januar 1908.

Namens des Königlichen Schulvorstandes.

Der Vorsitzende.

V 618 v. Beckerath, Königl. Landrat.

An die Herren Bürgermeister und GutSvorsteher des Kreises.

Die Unternehmer eines nach dem Gewerbe-Unfall, verficherungSgesetze versicherungspflichtigen Betriebes unter­lassen häufig die ihnen nach § 56 Absatz 1 a. a. O. (früher § 85) obliegende Anmeldung oder erstatten dieselbe verspätet, so daß für die Geschäftsführung der Berufsgenossenschaften Unzuträglichkeiten entstehen. Indem ich auf meine Bekannt­machung vom 13. Oktober 1900 V. 9431 (Nr. 41 der amt- lichen Beilage) verweise, ersuche ich, künftig bei den zu ge- werbepolizeilichen oder steuerlichen Zwecken erfolgenden An­meldungen verstchcrungspflichtiger Gewerbebetriebe den Unter­nehmer auf die bei mir zu bewirkende Anmeldung für die BerufSgenossenschaft aufmerksam zu machen und ihn dahin zu instruieren, daß die Anmeldung unter Benutzung des vor- geschriebtnen Formular» in zwei Exemplaren zu erfolgen hat. Hanau den 21. Januar 1908.

Der Königliche Landrat. V 515 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 18. bis 24. Januar 1908;

Feuilleton.

Hauüucr Stadttheater.

= Hanau, 27. Januar.

(Nestvorstellung zur Dorfeier des Geburtstages

Sr. Maj. des Kaisers.)

Gestern abend gelangte, neu einstudiert, daS historische Lustspiel „D e S Königs Befehl" als Festvorstellung zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers zur Aufführung. Vorher trat Herr Direktor Adalbert Steffi er, lebhaft begrüßt, auf die Bühne und trug in packender, wirkungsvoller Weise nachstehenden von ^trrn Heinrich Knöfel-Hanau verfaßten Prolog vor:

Es naht der Tag, der uns im Weltgetriebe, Wenn auch für ei.te Ttund' nur Einkehr bringt, Manch neuer Faden spinnt sich dann in Liebe, Der sich zum alten Bande fügt und schlingt.

Wie unser Kaiser seine Ahnen achtet, Sie sich zur Richtschnur nimmt zu jeder Frist, In heißem Mühn nach ihren Zielen trachtet,

Er uns das Urbild eines Deutschen ist. .

Scharf ist sein Blick, weitschauend in der Runde, Wenn Wetterstürme wellenpeitschend wehn, Er wird dereinst auch in bedrohter Stunde Mannhaft am Steuer seines Reiches stehn. Die Menge wächst, selbst bei den Antipoden, Die seinem Wandel folgen licht und hehr, Der Glück- und Segenswünsche Liebesboten Erreichen ihn jenseits von Land und Meer. Mag der Romane uns auch nicht beneiden Um unsern Heimathimmel trüb und kalt — DaS sagt er ehrlich unS zu allen Zeiten: „Heil Euch und Eures Kaiser» Kraftgestalt." Denn da» muß jeder von unS gelten lassen, ^iß ein ehrlicher, urdeutscher Mao» —

Montag den 27. Januar

1 Bureaudiener, L Fabrikarbeiter, 3 Fahr' burschen, 1 Grundarbeiter, 4 Hausburschen, 1 Heizer, 1 Maurer, 1 Silberarbeiter(Momeur),

1 Schneider, 2 Schreiner, 1 Weißbinder, 11 Tagelöhner, 1 Zimmermann.

Gesucht werden: 3 Dienstmädchen, 1 Sattler, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Schornsteinfegcrgehilfen.

Hanau den 25. Januar 1908.

Städtische Arbeitsvermittelunqsftelle. 2089

Bekanntmachung.

Die am Sandeldamm und an der Eberhardstraße ge­legenen städtischen Baustellen — Kartenblatt 9 Parzellen 284, 386, 390, 391 , „ —'-----------• sollen am

Dienstag den 28. Januar 1908, vorm. 10 Uhr, im kleinen Sitzungssaal des Rathauses öffentlich versteigert werden.

Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben.

Hanau den 21. Dezember 1907.

Der Magistrat.

Hild. 223

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Mittel­buchen belegenen, im Grundbuche von da Band 9 Art. 491 Abt. I Nr. 70, 71, 75 und 76 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der ledigen Marie Schmidt, Philipps III. Tochter, in Mittelbuchen eingetragenen Grundstücke:

Krtbl. 9 Parz. Nr. 153, Bruchköbelerweg Haus Nr. 126 = 2 ar 67 qm,

a) Wohnhaus mit Hofraum und HauSgarten, — Gebäudesteuernutzungswert = 75 Mk. — Krtbl. 9 Parz. Nr. 152, b) Scheuer mit Stall (A) = 90 qm,

c) Stallgebäude (B), d) Schlachthaus

— Gebäudesteuernutzungswert — 12 Mk. —

Krtbl. 9 Parz. Pr. 154, die Wassergärten, Garten — 2 ar 96 qm,

— Reinertrag = 2,10 Mk. —

Krtbl. 9 Nr. 151, die Wassergärten, Äcker — 4 ar 46 qm, — Reinertrag — 3,72 Mk. —

— Grundsteuermutterrolle Art. 276, Gebäudesteuerrolle

Nr. 130 —

am 18 März 1908, nachmittags 3 Uhr,

Nicht jeder kann sein tiefstes Wesen fassen, Steil ist sein Weg und er führt himmelan. Viel seiner Worte soll man niederschreiben — In goldner Schrift mit blinkend hellem Schein, Daß sie nicht mit dem Wind verwehn und treiben — Auf dröhnend Erz und hartem Marmelstein. Denn heute, wo die Wände widerhallen Vom lauten Ruf nach Mannesfestigkeit, Nach Charakteren, ist er wohl uns allen Vorbild in dieser wandelbaren Zeit.

Wo immer Menschen sich versammeln und vereinen, In allen Häusern, wo ein Fähnlein weht, Von ernsten Alten und von frohen Kleinen, Steigt auf zu GotteS Himmel ein Gebet, Noch viele Jahre seien ihm beschieden.

Du über uns beschirm ihn mit der Hand. Wenn Du ihn uns erhältst bedeutets Frieden, Im Menschenherzen und im Vaterland.

Und laß ihn weiter seinem Glauben nützen, Und eine Leuchte auf der Menschheit Höhn, Und laß ihn alle Künste treu beschützen, Die dankerfüllt vor seinem Throne stehn.

Er sei unS weiter Trost- und Leidgefährte, Denn glücklich der, der an der Hütte Wand, Die Leyer hängen hat bei blankem Schwerte, So hab Germanien ich von je gekannt.

Heut soll sein Lieblingsspiel vorübergleiten, Vor Euren Augen und die große Zeit Soll noch einmal den schweren Fittich breiten,

Ein Spiegelbild aus der Vergangenheit. Des Königs Enkel aber fei zur Stunde,

Eh dieses Spiel beginnt ein Hoch gebracht, Das diese? Haus erzittern macht im Grund« Und weit sich fortpflanzt durch die Winternacht. Die Brust schwellt sich voll Stolz, die Augen blitzen, All unser Sinnen nach der Hauptstadt flog, Erhebt euch frohgemut von Euren Sitzen Der deutsche Kaiser lebe hoch, hoch, hoch I

Die das Theater bis auf den letzten Platz füllenden Besucher erhobt» sich von ihr« Eitzen und bracht« de» Kaiser da

Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1908

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durch das unterzeichnete Gericht zu Mittelbuchen in der Maisch'schen Gastwirtschaft versteigert werden.

Hanau den 28. Dezember 1907.

Königliches Amtsgericht Abt. 2. 2098

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Ge­markung Kesselstadt belegene, im Grundbuche von Kesselstadt Band 13 Blatt 625, Bestandverzeichnis Nr. 1, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bäckermeisters Georg Schütz und dessen Ehefrau Marie geb. Maul je zur ideellen Hälfte eingetragene Grundstück: Krtbl. 14 Parz. Nr. 125/58, Hofraum, Friedrichstraß«, jetzt Kronprinzenstraße, Haus Nr. 17, — 5 ar 41 qm,

a) Wohnhaus,

b) Waichküche CA),

c) Hintergebäude (Bäckerei),

— eingetragen: Grundsteuermutterrolle unter Art. 458, Ge­bäudesteuerrolle unter Nr. 352 —

— Nutzungswert = 1554 Mark —

am 13. März 1908, vormittags 10V» Uhr, durch daS unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.

Hanau den 8. Januar 1908.

Königliches Amtsgericht Abt. 2. 2095

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll daS in der Ge­markung Langenselbold belegene, im Grundbuche von Langen­selbold zur Zeit der Eintragung der Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Maurers Konrad Mohn 12t und dessen Ehefrau, Anna Sabine geb. Gasche, zu Langm- selbold eingetragene Grundstück:

Krtbl. 67 Nr. 133/43 re., Bogenstraße Nr. 23, 2,58 ar,

a) Wohnhaus mit Hofraum

140 Mark Nutzungswert, und Hausgarten,

b) Stall mit Holzremise,

am 20. März 1908, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — versteigert werden.

Langenselbold den 21. Januar 1908.

Königliches Amtsgericht. 2097

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dreifaches Hoch. Herrn Direktor Steffter wurde lebhafter Beifall gespendet. Die nun folgende Aufführung des C. Töpferschen Lustsviels „Des Königs Befehl" war angetan, die durch die Eröffnung der Vorstellung angefachte nationale Stimmung weiter zu beleben. In den Hauptrollen waren beschäftigt die Damen Alide Ballin (Julie), Else Plaschke (Henriette), Mathilde Albes (Frau Ordentlich), die Herren Cammer (der König), Korff, Wieberg, Bernhardy, Prölè, Strobel und Steven. Die Regie führte Herr Commer.

XI. Wissenschaftliche Sitzung der Senckeabergische» NaturforschenSen Gesellschaft.

Frankfurt a. M., 25. Januar 1908.

Vorsitzender: Direktor Professor Dr. August Knob­lauch.

Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung mit der Mitteilung von dem am 22. Januar erfolgten Hinscheiden der Herrn Morris K. Iesup, Präsident des American Museum of Natural History in New-York, der der Senckendergischen Ge­sellschaft als Korrespondierendes Mitglied angehört hat und bei Gelegenheit der Eröffnung des neuen Museums zum Korrespondierenden Ehrenmitglied ernannt worden ist. Durch die Schenkung des Riesen-DiplodocuS, der im Lichthofe aufgestellt ist und inzwischen die Bewunde­rung von vielen tausenden Besuchern des MuseumS gefunden hat? hat sich I e s u p ein bleibendes Denkmal errichtet. Die Senckenbergische Naturforschende Gesell- schaft hat der Familie des Entschlafenen und dem American Museum of Natural History telegraphisch ihr Beileid auL- gesprochen und am Sarge I e s u p » einen Lorbeerkranz niederlegen lassen. Zu ehrendem Andenken an den Ent­schlafenen erheben sich die Anwesenden von den Sitzen.

Hierauf spricht Prof. Dr. H. Lüthje über:

„Die Siweitzasstmilatio« im tierische» »»v Pflanz- licheu Organismus".

Vortragender bespricht, nach einigen einleitenden Be­merkungen über die Konstitution der Ciweißkörper, zu- uächst bk früher« Anschauungen übe bk Ueber-