nr. Januar
• Unterverbaubstag der Naiffelseuverekue. Im Saale der „Concordia" hielten vorgestern die Raiffeisenvereine des Kreises Hanau ihren Unlerverbandstag ab, der zahlreich beschickt worden war. Der Nntwverbcmdsdirrktor, Herr Pfarrer Schlicht- Rückingen, eröffnete die Versammlung mit einem Gedenken unseres Kaisers, dem er ein kräftig aufgenomnienes Hoch ausbrachte, begrüßte die erschienenen Gäste, u. a. Herrn Landrat v. Beckerath, Herrn Verbandsanwalt Rexerodt - Cassel, die Unterverbandsdirektoren der Kreise Hofgeismar und Schlüchtern, und gedachte sodann in ehrender Weise der im abgelaufenen Jahre verstorbenen, in der Raiffeisensache besonders hervorgetretenen Männer, wie Rechner Jean Heuser-Großauheim, Pfarrer Wissemann-Bieber, Pfarrer Bode rc. Herr Landrat v. B c ck e r a t h dankte für die ihm gewordene Einladung, versicherte, daß er der Raiffeisenfache warme Sympathie entgegenbringe und die Hoffnung hege, daß die Vereine auch in Zukunft einen Schutzwall gegen die Stürme des wirtschaftlichen Lebens bilden würden. Berbandsanwalt Rexerodt dankte ebenfalls für die Begrüßung. Der Unterverbandsdirektor Herr Pfarrer Schlicht erstattete nunmehr den Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr. Dem Unterverband Hanau gehören 16 Darlehnskassen mit 2345 Mitgliedern und 3 Betriebsgenoffenschaften an. Die Zahl der Mitglieder ist gegen das Vorjahr um 163 gestiegen. Der „Raiffeisenbote" wird in etwa 1200 Exemplaren gehalten. In allen Vereinen hat sich ein reges ge« noffenschastliches Leben bemerkbar gemacht. Bei der gespannten Lage des Geldmarktes kam die Verbindung mit der Central- darlehnskaffe sehr zu statten. Der Verbandsanwalt, Herr Oekonomierat Rexerodt, verbreitete sich eingehend über die Raiffeisensache im allgemeinen, die in allen Zeiten der Not auf dem Platze gewesen sei und sich am besten bewährt habe in den letzten Jahren der Geldnot. Die Centraldar- lehnSkasse würden jedenfalls einen ganz guten Abschluß ergeben. Darauf fand noch eine eingehende Aussprache zwischen dem Vertreter des Langenselbolder Darlehnskassen- vereins einerseits und dem Derbandsanwalte andererseits statt. Herr Pfarrer Bachmann- Deissel hielt sodann einen prächtigen Vortrag über das Thema: „Welche Stellung nimmt der hessische Verband im deutschen ländlichen Genossenschaftswesen ein?" Reicher Beifall wurde den trefflichen Ausführungen gezollt. Weiter wurden Wahlen vollzogen. Die Wiederwahl des Herrn Pfarrer Schlicht-Rückingen zum Unter» Verbandsdirektor und des Herrn Bürgermeisters Kümmel- Niederissigheim zum Stellvertreter desselben erfolgte einstimmig. Der nächste Unterverbandstag soll im November d. Jr. in Ostheim stattfinden. Herr Lehrer Hofacker- Ostheim begrüßte im Namen des Raiffeiscnvereins Ostheim diesen Beschluß mit freudigen Worten. Nach einigen weiteren Erörterungen schloß der Vorsitzende, Herr Pfarrer Schlicht, mit einem Hoch auf die edle Raiffeisensache die Versammlung.
* Mord und Selbstmord. Eine Tat, die alle Einwohner in große Aufregung versetzte, wurde am Donnerstag nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr in dem kleinen Orte Rendel bet Vilbel verübt. Der ledige Ph. Moxter hatte es schon seit Jahren auf den ihm gegenüber wohnenden verwitweten Landwirt Georg Geibel abgesehen, der als Vormund der Schwesterkinder Moxters bestellt war. Moxter ließ sich von seiner Gehässigkeit, die wohl auf Eifersucht zü- rückzuführen war, wiederholt zu Beleidigungen seines Gegners hinreißen, ja er ging sogar so weit, ihn öffentlich einer angeblich vor 18 Jahren begangenen Brandstifiung zu bezichtigen. Geibel, der sich das nicht gefallen lassen konnte, verklagte den Moxter und dieser hätte sich gestern vor dem jmaMMBBHWBBBamanMMiMmifflmriMWHRT»»gMaBaig8Ma^^
Hanauer Stadttheater.
= Hanau, 17. Januar.
Hermann Sudermann kam heute abend im hiesigen Sladttheater wiederum zum Wort. Aufgeführt wurde sein hochinteressantes Schauspiel „Das Glück im Winkel", das hier seit seinem Erscheinen mehrmals gegeben worden ist und stets große Zugkraft ausgeubt hat. Auch der heutigen Aufführung wurde starkes Interesse entgegengebracht, das sich vornehmlich auf die Darstellung konzentrierte. Die Hauptrolle lag in den Händen des Herrn Rud. Korff, der den Röcknitz batistenen hatte. In einer Vornotiz war zu lesen, daß der Röcknitz zu den besten Rollen des genannten Künstlers gehört, so daß man Grund und Ursache halte, mit Spannung der Darbietung entgegenznsehen, umsomehr, als diese Figur in unserer Musenstätte bei früheren Aufführungen stets trefflich verkörpert worden ist. Wir sind nicht enttäuscht worden, denn Herr Korff stellte diesen Kraftmenschen, der seinem Ziele rücksichtslos zusteuern will, trefflich dar. Es bereitete Vergnügen und Genuß, seinem Spiel zu folgen, daS von Anfang bis zu Ende auf der Höhe des Erfolges stand. Frl. Ballin gab die Elisabeth, eine Rolle, die hier ebenfalls stets gute Vertreterinnen zu verzeichnen hatte. Auch ihr können wir unsern vollen Beifall zollen, umsomehr, als ihre Auffassung der Rolle in manchen > Teilen von der bisher gewohnten Art und Weise abwich. Den „Rektor Wiedemann" gab Herr W i e b e r g allerdings etwas zu jugendlich, sodaß seine Darstellung der Wahrscheinlichkeit entrückt war. Immerhin haben wir seinem Spiele Anerkennung zu zollen. Herr P r ö l s fand sich mit der Wiedergabe des Kreisschulinspektors gut ab, auch Frl. Horsten, die die blinve „Helene" darzustelleu hatte, konnte im ganzen genommen befriedigen. Frl. Lucie Reuß, die die „Bettina" darstellte, ließ hie und da die Absicht des Autors, der doch eine vernachlässigte, stark gelangweilte unverstandene Frau im Auge hatte, unberücksichtigt. In Ärmeren Rollen waren noch beschäftigt Frl. Johanna ; Leiser, Frl. Hedwig Elsen und Frl. Linda Groß. Den Lehrer Dangel spielte Herr Herm. Sinz etwas verstört und unselbständig, was wohl darauf zurückzuführen war, daß der Souffleur eine zu starke Tätigkeit zu entfalten sich anschickie. Die Regie führte Herr N. Korff, dem auch eine Blumcnsptnde zu Teil wurde,"
SamSküst
Amtsgericht Vilbel zu verantworten gehabt. Moxter war darüber aufs höchste erbittert und erst ârte, er werde den Geibel umbringen. Man hielt dies für eine leere.Drohung. Moxter hatte sich von einem Kaufmann ein DrillingSaewehr zur Besichtigung ansgeliehen und war nicht zu bewegen, die Waffe wieder znrnckzustellen, ja er beantwortete sogar zuletzt die Aufforderung dazu mit der Drohung, zu schießen. Am Mittwoch abend hatten Moxter und Geibel in einem Gasthause noch einen heftigen Auftritt zusammen, Tags darauf lauerie Moxter mit dem Drilling am Fenster auf Geibel. Dieser verließ, obwohl er gewarnt war, am Nachmittag das Haus und kehrte bald wieder zurück. Als er eben vor seiner Tür ankam, wurde er von einem Schusse getroffen, der ihn tot niederstreckte. Moxter zog sich dann m das Innere des Zimmers zurück und erst nach längerer Zeit wagte es ein beherzter Mann, mit Hilfe einer Leiter hineinzustelgen. Er fand den Mörder tot am Boden. Er hatte seinem Leben durch einen Schuß aus der Mordwaffe ein Ende gemacht.
88 Die diesjährksten Manöver des 18. Armee» korps (25. hessische und 21. preußische Division) finden im September in dem Gelände zwischen Gießen, Marburg, Biedenkopf, Dillenburg, Westerburg, Limburg, Weilburg und Wetzlar statt, also in dem östlichen Westerwald, dem oberen und mittleren Lahntal.
* Bam Diamanteugekchäft. Durch die Tagespresse geht wieder einmal eine Alarmnachricht über schlechte Zeiten im Diamantengeschäft. Die „Deutsche Goldschmiede- Zeitung (W. Diebener, Leipzig) sieht sich hierdurch veranlaßt, dieser unzutreffenden Nachricht mit folgenden auf« klärenden Worten entgegenzuireten: Nachdem im September vorigen Jahres ein Abkommen zwischen der Debeers Consolidated Mining Ltd. und der Premier Transvaal Diamond Mining Co. getroffen wurde, ist weniger als je daran zu denken, daß die Brillanten im Werte sinken, da diese beiden Gesellschaften ihre Gesamtproduktion nur an das Londoner Syndikat abgeben. Das mächtige und kapitalkräftige Syndikat, dem fünf der ersten Firmen angehören, hat demnach fast die gesamte Ausbeute der Welt in der Hand und schreibt die Preise vor. — An einen Rückgang ist gar nicht zu denken, im Gegenteil ist eine Erhöhung der Preise um 2O°/o bis zum Jahre 1912 beschlossen. Von einer Ueberproduktion kann auch keine Rede sein, denn selbst wenn eine solche vorhanden ist, kommt die überschießende Ware nicht in die Hände der Konsumenten und das Syndikat regelt die Ausgabe der Rohware je nach Bedarf. Wenn man also in Amsterdam von einer Krisis sprechen kann, so handelt es sich um eine lokale, die auf die Gesamtheit, insbesondere aber auf den Preis der Diamanten, keinen Einfluß hat. — Außerdem ist die Organisation der Diamantarbeiter eine derartige, daß sie lieber nichts arbeiten, als zu einem geringeren Tarife, und hierauf ist die Amsterdamer Krists in erster Linie zurückzuführen. Die ungünstigen Schlüsse, die aus dem teilweisen Ausfall der Dividende auf die Shares der De Beers Co. gezogen werden, entbehren jeder tatsächlichen Grundlage. Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres hätte der De Beers Co. wohl die Ausschüttung einer beträchtlichen Dividende gestattet, indessen liegt es doch auf der Hand, daß die Gesellschaft ein großes Interesse daran hat, bei ruhigem Geschäftsgang über möglichst große liquide Mittel zu verfüg-n. Sie schützt sich so am besten vor der Notwendigkeit, Ware auf den Markt werfen zu müssen, und trägt also auf diese Weise ebenfalls zur Befestigung der Situation bei. Was nun die von Zeit zu Zeit anstauchenden Alarmnachrichten über die künstliche Herstellung von Diamanten anbelangen, so ist diesen Mitteilungen sensationslüsterner Phantasten, bi: besonders von Paris aus zu uns gelangen, keinen Glauben zu schenken, und es ist schade um Zeit und Papier, die über dieses Thema verschwendet werden. Wohl ist es schon vor Jahren der Wissenschaft gelungen, Diamanten künstlich zu erzeugen, doch haben bieie für die Praxis absolut keine Bedeutung, da sie mikroskopisch klein sind. Im übrigen sind die Gestehungskosten bedeutend höher als der Wert der erhaltenen Kristalle. Ebenso irrig ist es, wenn in der französischen Presse davon gefabelt wird, daß man durch Radiumbehandlung minderwertige Korunde in Rubinen und Saphire verwandeln kann. Alle diese Mitteilungen entbehren jeder Begründung und Unterlage und finb mit der äußersteil Vorsicht aufzunehmen.
* Die Frankfurter Wach- und Schlietzgesellschaft (Filial-Inspektion Hanau) übersendet uns folgenden Bericht über ihre Erfolge im Jahre 1907. Es wurden Einbrecher feftgenommen in 1 Fall, Einbrüche vereitelt in 2, obdachlose der Polizei übergeben in 3, Feuer entdeckt bezw. gelöscht in 2, lasgekovpelre Pferde in Ställen angebunden in 77, Personen aus Häusern entfernt in 3, Personen, die Einlaß begehrten geöffnet in 9, steckengebliebene Schlüssel vorgefunden in 48, offene Gashähne norgerunben bezw. Gasschäden vereitelt in 1, defekte Schlösser vorgefunden in 22, offene Geschäftslokale und -Lager vorgesunden und geschlossen bezw. Schließen veranlaßt in 134, offene Fensterläden vorgefunden und Schließen veranlaßt in 67, offene Haustüren vorgefunden in 567, offene Haustüren geschlossen in 1414, Wasserschäden infolge Rohrbruchs vereitelt bezw. offene Wasserleitungen vorgefunden in 3 Fällen.
* Tnrngescllschaft Hanau Der diesjährige Maskenball findet statt am 8. Februar im Saale „Zum Deutschen Haus". Die Vorarbeiten hierzu sind in vollem Gange, sodaß den verehrlichen Besuchern wieder einige recht vergnügte Stunden in Aussicht gestellt werden können. Freunde und Gönner der „Turngesellschast" mögen gefl. bei Vorlegung der Liste recht eifrig vom Einzcichnen Gebrauch machen.
* Militäranivärter-Berein Hanau Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet Versammlung im „Elephanten" statt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist vollzählige? Erscheinen dringend erwünscht. Von 7 Uhr ab ist daselbst gemütliches Zusammensein mit Familie.
* Kaiserpanorama. Die diese Woche ausgestellte Serie „Ein Besuch in Oberammergau und der Passionsspiele" könn noch am Sonntag den 19. Januar angesehen werden. Von Montag den 20. Januar ab erscheint als Schlußserie die italienische Riviera, die so reuend ist. daß niemand ver-
säumen sollte, die Ausstellung zu besuchen. Die zauberhaft schönen Landschaktsbilder, die prächtigen Hafenszenerien, die wechselnden Verkehrsszenen, die malerischen Ausblicke und Totalansichten sind so vorzüglich wiedergegeben, wie man sic selten zu beobachten Gelegenheit hat. Beim Anblick des Sonnenunterganges im Meere mit dem intereffamen Wolkengebilde muß man mit Klopstock sagen: Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht.
* Schwedische Krone. Morgen nachmittag von 4 Uhr an konzertiert die bei ihrem letzten Auftreten mit so großem Beifall aufgenommene Instrumental- und Gesangs-Kunstler- Truppe B ü 111. Da ein gutes Programm vorgesehen ist, sind den Besuchern einige vergnügte Stunden sicher. Im Saale findet Tanzmusik statt.
Die städtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Miti- wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkats- loge sind in der Bibliothek zu haben.
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)( Windecke«, 18. Jan. (Schöffengerichts sitzuNg vom 16. Januar.) Als Schöffen fungieren dfl Herren Rauch- Niederdorfelden und L e h n i n g » Roßdorf- Andreas U. aus Kilianstädten ist wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung angcklagt wird aber nur wegen letzteren Deliktes und zwar zu 10 Mk. Geldstrafe verurteilt. Er drang aus Zorn über einen Strafzettel wegen Obstdiebstahls in die Wohnung des Maurer Johannes PH. Ullerich, riß die Vorhänge von den Fenstern und machte sich sonst noch recht unangenehm bemerkbar. — Der Landwirt Johannes K. aus Oberdorfelden karambolierte am 7. Oktober beim Fahren um die Ecke der Straße Kilianstädten- Oberdorfelden mit dem Gendarm Vogt, der auf dem Rade von Kilianstädten her kam. K. soll den Zusammenstoß verursacht haben dadurch, baß er nicht mit der Peitsche knallte, wird aber freigesprochen, da in der Polizeiverordnung nur steht baß derjenige, der in einen einspurigen Hohlweg einfährt, oder dort um eine Ecke biegt, sich durch Knallen überzeugen muß, daß die Passage frei ist. — Die Ehefrau de» Landwirts S. in Erbstadt ist angeklagt, am 2. September Milch durch Entrahmen verfälscht und sie als vollwertig nach Offenbach verkauft zu haben. Die Milch war um 69 Prozent abgerahmt. Urteil: 40 Mark Geldstrafe und die Kosten des Verfahrens. — Der Arbeiter Martin K. aus Kilianstädten ist angeklagt, am 17. September 12 Pfund Hafer dem Landwirt Düren entwendet zu haben; der Angeklagte ist geständig. Er erhält 1 Tag Gefängnis. — Der Arbeiter Wilhelm Sch. aus Kilianstädten ist schon öfter» wegen Körperverletzung bestraft. Am 20. November kühlt« er jein Mütchen an dem Landwirte Joh. Schneider, dem er ohne jeden Grund eine schallende Ohrfeige verabfolgte, beschimpfte und bedrohte. Er muß seine Roheit mit 3 Wochen Gefängnis büßen. — Die 15jährige Anna D. aus Eichen entwendete einer Fran Dürr ein Paar schwarze Strümpf« und deren Tochter einige schöne bunte Haarbänder, die ihr für ihre Binse geeignet erschienen. Dem Vater der Angeklagten schien, die Gerichtsverhandlung wenig zu interessieren, denn er saß im Hintergrund und schlief den Schlaf des Gerechten. Mit Rücksicht auf ihre Jugend kommt die D. mit einem Verweis davon. — Der Bahnarbeiter Wilhelm K. und seine Mutter ans Roßdorf sollen die Eheleure Scherer beleidigt haben, sie werden aber, da die Kläger noch mehr geschimpft haben als die Beklagten, freigesprochen. Die klägerische Partei hat zwei Drittel, der Wilhelm K. ein Drittel Kosten zu tragen. Das alte Mütterchen wird gänzlich freigesprochen.
O Bruchköbel, 18. Jan. (F c u e r.) Heute morgen in der vierten Stunde wurde unsere Einwohnerschaft durch Feueralarm aus der Ruhe gestört. Die Scheune des Landwirts Georg Weber in der Hepplersgasse stand in Hellen Flammen. Dem umsichtigen, energischen Eingreifen der OrtS- feuerwehr gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, vor allem die nebenstehenden Viehställe und da» sehr gefährdete Wohnhaus zu schützen. Sämtliches Vieh wurde gerettet. Die Scheune brannte mit reichen Futter- und Strohvorräten bis auf den Grund nieder. Die auf der Brandstelle erschienene Niederisstgheimer Feuerwehr trat nicht mehr in Tätigkeit. Die Entstehungsursache ist noch unbt« sannt.
Weitere Berichte „Aus Stadt und Laud" in der Beilage.
Ocffcntlilticr Wetterdienst.
(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 18. Jannar bis zum nächsten Abend.
Morgen trocken und vorwiegend heiter. Morgens u^x abends Nebel. Scharfe Luftbeiveguug. Temperatur dem Gefrierpunkt nahe.