Einzelbild herunterladen
 

vrzngSpreiSr

vierM'LhrNch 1,80 Mk., monatlich 60 ^.. iâr auS- »ârtizr ASonnaUen mit dem betreffenden Postansjchia^

Die eilljelae Nummer kost« 10 Pj^

ikiââuck und Verl«, Hr Buchdrucker« set »erei»

Amtliches Gigs» für Stabt* uni (anikrtis 5mm

E'.arScktlagSgebii?» i

Du tünizej palten« Petitzeil« oder der« Stau« 96 M. * SieklametUeil bk 36 Uh

A Waijarhauje» in Hamr»

Erscheint tägüch LuSuah« s« L-mu uud Zeierulge, bellitristischer Bella-».

Saaatiwti. MatUwi -. «chrecker tu Ha««»

Mx. 4 Fernsprechanschlutz Nr. 605.

Montan den 6. Januar

Fernsprechanschlutz Nr. 605.

1908

Amtliches.

Eandkrets Banatx. BekOlimchNgen des Königlichen Landratsnmts.

Unter den Schweinen zu Mainkur ist die Schweineseuche erloschen.

Hanau den 3. Januar 1908.

Der Königliche Landrat.

V 17 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Unter den Schweinen zu Hüttengesäß ist die Schweine- seuche erloschen.

Hanau am 3. Januar 1908.

Der Königliche Lanbrat.

V 60 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

An dir Herren Bürgermeister «. Gutsvorsteher.

Die Stammrollen der Jahrgänge 1887, 1886, 1885 und 1884 sind Ihnen vor einigen Tagen von hier zugesandt worden. Falls sie noch nicht in Ihren Besitz gelangt sind, ist «mgehend Anzeige zu erstatten.

Hanau den 6. Januar 1907.

Der Königliche Landrat.

M 22 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Hanau.

Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlnng

am Donnerstag den 9. Januar 1908, nachmittags 5 Uhr.

Tagesordnung:

1. Einführung der neugewählten Mitglieder der Stadt- verordneten-Versammlung.

2. Konstituierung der neuen Versammlung (Wahl deS Vorstandes und der Ausschüsse).

Um 43/. Uhr findet Sitzung des Wahlvorschlagsaus- schufies statt.

Gemeinschaftliche Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung

am Donnerstag den 9. Januar d. I., «achm. 61/» Uhr.

Feuilleton.

Eine Geschichtslüge.

Der Vorstand des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Cassel teilt in seinen neuesten Veröffent­lichungen das Nachstehende mit:

Der Vorstand des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde hat bereits vor mehreren Jahren den Beschluß gefaßt, gegen die bekannten Geschichtslügen vomVerkauf" der hessischen Truppen nach Amerika und von der gewalt­samen Pressung Seumes nicht mehr öffentlich Stellung zu nehmen. Es ist dies in der Erwägung geschehen, daß diese Lügen sich durch Erwiderungen und Richtigstellungen in den Tagesblättern leider nicht aus der Welt schaffen lassen. Der Vorstand hat deshalb auch in dem nachstehend berichteten Falle davon abgesehen, öffentlich gegen die das Empfinden jede» Hessen verletzenden Behauptungen Verwahrung einzu­legen. Unseren Mitgliedern wollen wir aber doch über diesen neuesten Angriff auf Hessen und seinen Landgrafen Friedrich II. Bericht erstatten, einmal, weil der Hergang besonders deutlich zeigt, wie in dieser Beziehung alle Belehrungen vergeblich sind, ferner aber, weil hier sogar der Versuch gemacht wurde, eine von allen Einsichtigen als solche längst erkannte Ge­schichtslüge durch Errichtung eines Denkmals zu verewigen.

In den Tagen vom 17. bis 19. August 1907 tagte in Vacha, dem allen, ehemals hessischen, jetzt sachsen-wcimarischcn Städtchen die 81. Hauptversammlung des Rhönklubs. Aus diesem Anlaß erschien in Nr. 175 der in Vacha erscheinenden RhönZeitung" (vom 28. Juli 1907) einJah. Gottfried Seume in Vacha" überschriebener Aussatz eines Herrn Paul Grau, in dem der Verfasser nach kurzer Einleitung wie folgt schreibt :

In seiner SelbstbiographieMein Leben" gedenkt Joh. Gott- sried Seume sehr kurz und mit einer wohl begreilidieR Erbittern««

Tagesordnung:

Wahl des zweiten Kommunallandtagsabgeordneten.

Hanau den 4. Januar 1908.

Der Stadlverordneten-Dorsteher.

Canthal. 617

Bekanntmachung.

Bon den der Stadt Hanau in der Gemarkung Groß­auheim gehörigen Grundstücken sollen 5 Parzellen von zu­sammen 21 ar 65 qm Größe am Mittwoch den 8. Januar, nackmittags 4 Uhr, in der Stadthauptkasse Neustädter Rathaus, 1. Obergeschoß, Zimmer Nr. 4 neuverpachtet werden.

Pachtliebhaber werden hierzu mit dem Bemerken «tngeladen, daß über die Lage der betreffenden Grundstücke in der ge­nannten Kasse während der Dienststunden bereit» vorher an der Hand der Karte Auskunft erteilt wird.

Hanau den 8. Januar 1908.

Stadlhaupttaste. 447

Hanauer Ortskrankenkasse. Bekanntmachung.

Dom 1. Januar 1908 ab werden neue Anmelde«, Abmelde- und BerânderungSformulare eingeführt und sind in hiesigen Druckereien erhältlich.

Burraustunden für das Publikum:

8 bis 1 Uhr Vorm, und 3 bis 5 Uhr nachm.

Am und Abmeldungen werden nur 8 bis 1 Uhr vorm. entgegengenommen.

Hanau den 2. Januar 1908.

Der Vorstand.

Schabl, 1. Vorsitzender. 567

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über da» Vermögen de» Kauf­manns Christian Schwahn in Hanau wird der Termin vom 15. Januar zur Abnahme der Schlußrechnung und Er­ledigung der übrigen im § 162 C. 0. genannten Angelegen­heiten verlegt auf den

14. Febrnar 1908, vormittags 10 Uhr.

Hanau den 8. Januar 1908.

Königliches Amtsgericht Abt. 5. 569

seines ersten Aufenthalte» in Vacha. Als Student hatte er 1776 Leipzig verlassen, weil er sich mit der bainafigen Theologie nicht recht befreunden konnte. Er gedachte mit seinen recht geringen Bar­mitteln nach Paris zu kommen. Die erste Nacht blieb Seume in einem kleinen Dorfe bei Roßbach, den zweiten Abend in einem Dorfe vor Erfurt.Am dritten Abend", schreibt er,übernachtete ich in Vacha, und hier übernahm ttotz allem Protest der Landgraf von Cassel, der damalige große Menschenmakler, durch seine Werber die Besorgung meiner ferneren Nachtquartiere nach Ziegenhain, Gaffel und weiter nach .der neuen Welt.""

Oester haben touristische Vereine die Bezeichnung denkwürdiger Stätten in ihrem Bereiche übernommen. So wäre es für den Rhön- Hub eine ideale Aufgabe, in Sachsenheim bei Vacha eine Erz- oder Marmorgedenktasel mit der Inschrift anzubrinqen:Hier fiel der Dichter Joh. Gottfried Seume im Jahre 1776 hessischen Werbern in die Hände."" Der Rhönklub würde dadurch ein dauerndes Er­innerungszeichen an seine diesjährige Hauptversammlung in Vacha hinterlassen."

In weiterer Ausführung wird dann die Berechtigung gerade des Rhönklubs dargelegt, Seume, der, wie Herr Grau zugibt,für die Literatur nicht von besonderer Bedeutung ist", ein Denkmal zu errichten. Es wird diese Berechtigung her­geleitet aus dem von Seume durch seinenSpaziergang nach Syrakus" bewiesenen Mut und sein Selbstvertrauen, Eigen­schaften, die der Mann besessen habe,

der als 19 jähriger Student hessischen Werbern in die Hände ge­fallen und an die Engländer verkauft worden war."

Bereits am 31. Juli 1907 konnte dieRhönzeitung" berichten, daß man gegen die Inschrift der Ehrentafel in der vorgeschlagenen Formim benachbarten Hessen Protest er­hoben habe" und in Nr. 192 der genannten Zeitung erschien dann nachstehender Aufsatz, den wir vollständig abdruckcn.

Der Wahrheit Me Ehre!

Vor kurzem ward ohne Zweifel in bester Absicht in derRhönzeitung" angeregt, bei Gelegenheit des Rhön- fhtbfeftcS dem Dichter J. G. Seume in. Saebsenheim, wo erunter die hessischen Werber fiel, eine Gedenktafel zu errichten. Dabei wurden anS der Selbstbiographie Seumes die Stellen angeführt, in denen er seine Erlebnisse in Sachsenheim erwähnt nnd die schwersten Vorwürfe gegen den Landgrafen von Hessen «hebt. Die Behauptungen

Konkursverfahren

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Spenglers Franz Diebelius in Hanau wird andere- Termin zur Abnahme der Schlußrechnung, Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis, zur Deschluß- fassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögens- stücke und zur Anhörung der Gläubiger über die dem Ver­walter und den Mitgliedern des Gläubigerausschuffei zu be­willigenden Vergütungen und zu erstattenden Auslagen auf den 14. Februar 1908, vormittags 10/» Uhr.

anberaumt.

Hanau den 8. Januar 1908.

Königliche- Amtsgericht Abt L. »k

Gerloffcnschastsrtgister des Amtsgerichts Langenselbold.

Nr. 5: Hüttengesâtzer DarlehnSkaNenverei«, ein eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Hüttengesäß:

An Stelle de» verstorbenen Lehrer» Heinrich Scheuch ist der Lehrer Karl Klöpfel zu Hüttengesäß in den Vorstand gewählt worden.

Langenselbold den 2. Dezember 1907.

__Königlich-- Amtsgericht. »8»

Der Metzger und Gastwirt Johann Konrad Södel zu Langendiebach ist durch Urteil de» Königlichen Schöffengericht» in Langenselbold vom 18. Dezember 190t wegen Nahrnngsmittelfâlschnng Verfälschung vor Wurst durch Zusatz von Brötchen zu einer Geldstrafe von 20 Mark, eventuell 5 Tagen Gefängnis, «chtStr-ftt, verurteilt worden.

Langenselbold den 27. Dezember 1907.

___________Köntgltch-S Amtsgericht. «6

Gefundene nnd verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 grüner Damengürtel, 40 Mark (be­stehend au» 2 Zwanzigmarkscheinen), 1 gold. Ring mit Stein mit Ochsenkopf, 1 großer Hundemaulkorb, 1 schwarzer langer Pelz.

verloren: 1 silberne Damenuhr mit Goldrand, 1 gelbe» Damenportemonnaie mit über 6 Mk.

Zugelaufen: 1 schwarzer langhaariger Pinsche» Entlaufen: 1 brauner Jagdhund aut weißer vmß. Hanau den 6. Januar 1908.

"--*.

Seume» gelten noch immer weiter, selbst ben gebildetsten Kreisen al» der Wahrheit entsprechend r ost zurückgewias«, werden sie immer wieder aufgefrischt.

Wir missen wohl, daß sich die SeumealLubigen auf Konversationslexika und selbst auf Historiker berufen können, aber man sollt« nicht auf Ged«nktaf«ln al» geschichtlich» Tatsache verewigen, wa» andern nicht minder unteo richteten Kreisen, bie gerade di« betreffend« Ang«legenh«tt sorgfältig erforscht haben, al» verletzende Unwahrh«» gilt. Wir Hessen kennen den Landgrafen Friedrich H, Mn Seelenverkäufer und Menschenschacherer", all einen bet besten, gerechtesten und mildesten Regenten eine! Jahr­hunderts, und Beschimpfung dessen, den wir all einen Ver­treter unserer StammeLehr« zu betrachten berechtigt find, kränkt uni tief. Deshalb widersprechen wir, wenn wir Seume preisen hören, denn au» der trüben Duette seiner Biographie sind fast ausschließlich bie Verleumdungen und Angriffe geschöpft, bie immer wieder gegen bat Andenken unsere» ehemaligen Lande-Herm gerichtet werden, bet, nicht mit der Brille des 20. Jahrhundert», sondern im seiner Zeit angesehen, nur tat, mal damalt durchaut üblich war und was als dem Staate ersprießlich schien.

Friedrich II. sollMenschenhandel" getrieben, soll sein« Landeskinder nach Amerikaverkauft" haben. Tatsache ist, daß der Landgraf seinem Schwager, bem König Georg in. von England, Truppen zum Kriege gegen bie Amerikaner auf Grund von Subsidienverträgen überließ. Dazu war der Fürst unbedingt nach deutschem Staattrecht und der hessischen Landesverfassung berechtigt, und bte hessischen Stände, die wohl nirgend« in Deutschland mit solchen Freiheiten, ja mit solcher Macht auSgeftaitet war«« als gerade in Hessen, gingen willig auf bie Subsidien- vertrage ein, ja, wünschten sie gegenüber der anfänglichen Abneigung des Landesherrn. Solche Verträge verstießen gegen die damals herrschende Gesinnung um so weniger, als überhaupt fast alle Heere durch Werbung zusammen' gebracht wurden, auch in Hessen die zu jenem Zweck be­stimmte Mannschaft nicht etwa zwangsweise ausgehoden, sondern völlig frei geworben warb, auch auf das nrengitc Untersaat war, sich bei der Anwerbuna ungetiörtaK Mule: