Einzelbild herunterladen
 
  

Donnerßtast

2. Januar

Cem IQ_________ ____

halten konnte und auch, daher, wenn er die Mittelungen für ioe.hr hielt, zur Annahme bar ^mnofeptalität Moltke« gelcmasn tm nte. Der Sachverständige fünf aber hinzu, daß der An- -ei agte, wenn er Gutachten in' EhelcheibungSfachen gelesen 'Ette, lehr vorsichtig sein mußte. Auf eine Anfrage beS Verteidigers Veniftein wiederholt der Sachverständige, er sei überzeugt, daß Frau v. Elbe auf Harden den Eindruck völliger Glaubhaftigkeit gen, acht habe. Auf eine weitere Anfrage erklärt Hoffmann, daß er lediglich auf Aeußerungen, wie sie Moltke über die Ehe getan haben solle, die Annahme abnormer sexueller Veranlagung nicht stützen würde. Bern­stein bittet, festzustellen, daß das Schöffengericht dem Zeug- pir der Frau o. Elbe vollen Glauben geschenkt habe. Moltke stellt fest, er habe nie getagt, daß er seine Frau hasse. Be­züglich der AeußerungCochonerie" habe er gesagt: Wenn die Liebe und Hochachtung alS sittliche Basis der Ehe fehlt, dann ist tatsächlich die Ehe eine doch enterte.

Sachverständiger Moll hat aus der Derhandstmg eben­falls keine Spur homosexueller Veranlagung Moltkes ent­nehmen können. Ebensowenig sei ihm etwas von semi« »inen Einschlägen ausgefallen. Auch in dem Benehmen Moltkes gegenüber seiner Ehefrau sei nichts Homosexuelles zu bemerken, ebensowenig in seinem Verhalten gegenüber dem weiblichen Geschlecht? Nach der Darstellung der Gräfin Dankelmann würde er der Frau v. Elb« so leicht nicht glauben, wenn eS auch wahrheitsliebende Hysterische gebe. Moll gibt zu, daß Harden Veranlassung haben mochte, an der Glaubwürdigkeit der Frau v. Elbe nicht zu zweifeln; er hält es auch für möglich, daß Harden ihr glauben mußte, nachdem sie ihm von Schweninger vorgestellt war, zu dessen Menschenkenntnis er daS größt« Vertrauen hatte. Ebenso erklärte er, daß er annehme, daß an der Ueber» reutu:ng*treue HardenS bei dem, was er sage, kaum zu zweifeln sei. Harden betont, er habe niemals eine Homo­sexualität MoltkeS behauptet, sondern nur eine erotisch be­tonte Freundschaft, und weist auf die Aeußerungen BiSmarckS hin. Auf eine Anfrage des Oberstaatsanwalts, ob nach der Beweisaufnahme doch von erotischer Freundschaft di« Rede sein könne, erwidert MollNein!"

Sachverständiger Eulenburg schließt sich den beiden vor- l^rgehenden Gutachten an und gibt auch zu, daß Harden der Frau von Elbe glauben konnte. Er kenne Harden seit langen Jahren und würde ihm niemals unlautere Motive zutrauen. Moltke erklärt die Taschentuchaffäre. AIS er daSTuch fand, wollte er kurz vor dem Zusammenbruch der Ehe einen ge­wissen Fühler ausstrecken, um zu sehen, ob dies eine Brand­fackel bilde oder harmlos hingenommen werde.

Sachverständiger MagnuS Hirschfeld erklärt, sein Gut­achten in der Schöffengerichtssitzung sei durch die Beweis- mfuahnie tvesentlich erschüttert worden, namentlich dadurch, daß Frau von Elbe ihr« Aussagen abschwächte und daß Moltke eingehende Erklärungen zu den Behauptungen der Zengin abgegeben hat, Der Sachverständig« gibt schließlich ein Gutachten dahin ab, daß auS den Grundlagen, wie sie tue Verhandlung vor der Strafkammer ergab, sich ein Schluß auf homosexuelle Veranlagung des Grafen Moltke nicht mehr ziehen läßt. Auf eine Frage deS Ober- 'aatSamvaltS «widert Hirschfeld, er trete vollständig von einem Gutachten vor dem Schöffengericht zurück. Di« «SrunMage für sein damaliges Gutachten sei völlig beseitigt.

AlS letzter Sachverständiger wird dann Geheimer Sani- - ÄSrat Zwingenberg vernommen, der aussagt, er sei 87 Fahre in der Familie MoltkeS hauSärztlich tätig. Niemals seien ihm auch nur di« allergeringsten Andeutungen auf Schwächen, wie sie dem Grafen Moltke vorgeworfen wurden, gemacht worden. ober habe er selbst etwas Derartiges be- ui "Ar, Er, muffe sich durchaus den Gutachten der drei anderen Sachverständigen anschließen. Er erkläre also: Graf Alottke ist nicht homosexuell und war es nie. Der nochmals a S Zeuge vernommene Dr. Liman sagt auS, mit bem von Bismarck gebrauchten AusdruckKamarilla der Kyn^denâ sei ein gc'chlecht'icher Beigeschmack nach seiner An­sicht nicht verbunden gewesen. Aus eine Frage des Ober« .caatSanwaltS erklärte her Zeuge, Bismarck habe daS Wort . Hinrennärmer'' nicht im phistichen Sinne gebraucht. Da­nach trat umM Uhr eine kurze Paule ein. AIS die $er« Handlung nach 5 Minuten wieder ausgenommen würbe, er­klärte der BoMtz'nde, daß auf alle weiteren BewsiSantrage verzichtet worden sei. Die nächste Verhandlung findet morgen Dienstag um 10 Uhr statt. Es erfolgen die PlaidoyerS deS SiaatSanwaltS unb der Verteidiger. Am Donnerstag wird Harden Gelegenheit zu einem Schlußwort« erhalten.

3» dem nun verflossenen Jahre 1907 hat der tob auch 'm Hessenlande reich« Ernt« gehalten. Von besonnten Per­sönlichkeiten starben :

Landgerichtsdirektsr tu D. Geh. Justizrat Jakob Müller, 83 Jahre alt, (Cess-l, 10. Januar). Konservator a. D. Friedrich Wagner (Marburg, 14. Januar). Musikdirektor Professor Albert William Berg, 81 Jahre alt (New-Aork, 2. Januar). HandelSschuldireklor a. D. August Daltrop (Caffel, 2. Februar). Amrsanwalt a. D. Konrad Achenbach, 88 Jahre alt, wohl der älteste aktive Beamte in Preußen (Marburg, 4. Fechuar). Rektor a. D. Karl Wilhelm Peter, 79 Jahre alt (Caffel, 6. Februar). Königl. Saurat Franz Greymann, 56 Jahre alt kRotenburq, 10, ^ebrnar). Prof. Dr. Ferdinand Just', 69 Jahre alt (Marburg, 17. Februar). Oberstabsarzt a. D. Dr. med. Georg Bäumler, 85 Jahre alt (Cassel, 19. Februar). KSniql. Baurat Franz Tophoh :,9 Jahre alt (Fulda, 21. Februar). König!. Baurat, Dir. Heinrich Grimke (Cassol, 22. Februar). Oberlehrer Prof. Or. Valent'.» Kramm, 62 Jahre alt (Caffel, 23. Februar). Oberst und Regiments-Kommandeur Freiherr Stein zu Nord- und Ostheim (Rostock, 23. Februar). Fräulein 'Emm' Keerl (6afiel, 25. Februar). Geheimer Justizrat lcudokf von Schirp, 75 Jahre alt (Wiesbaden, 26. Februar), seldmarfchall-utnant a. D. Otto Freiherr von Scholley, 84 Jahre alt (Wien, 8. März). AmtsaericktSrat a. D. Wil- -Om Scheffer, 72 Jahre alt (Eichwege, 8. März). Justiz- at Konrad Israel, 57 Jahre alt (Caffel, 20. März), -ömgl. Saurat a. D. Eduard Reusing (Caffel, 22. März). Kgl. bayr. Oberstleutnant a. D. Rütergu-sbrsitzer Reickr- -reihrrr Arthur von und zu der Tann-Rathsamhatüen, 83 >abre alt (Tonn, 12. April). Generalmajor z. D. Eduard -chLyktlder, 70 Jahre gst (Cashs, 13, April), Geh. Ne-

gierungSrat a. D. William Artur Freiherr von Bischofs- Hausen, 87 Jahre alt (Raffel, 15. April). Rechtsanwalt Heinz Harmony, 28 Jahre alt (Eschwege, 3. Mai). Neg.-Rot Wilhelm Schwarzenberg, 48 Jahre alt (Cassel, 6. Mai). Maschinenfab'.ikant Chr. Wichard, 55 Jahre alt (Fritzlar, 9. Mai). Generaloberarzt a. D. Dr. Emil Krisch, 67 Jahre alt (Caffel, 15. Ma-.). Rentner Friedrich Braun, 70 Jahre alt (HkiSfeld, 15. Mai). KammergerichiSrat Geb. Justiz- rat Wilhelm Kersting, 77 Jahre alt (Berlin, 19. Mai). Maurermeister Wilh. Stück, 57 Jahre alt (Caffel, I Jnvi) Kaiser!. Bankdirektor Richard Großgebauer auS Caffel, 61 Jahre alt (Baden-Baden, 7. Juni). Superintendent Karl Kl-Sner, 70 Jahre alt (Cassel, 18. Juni). Historien- und BildniSmaler Julius Hamel, 73 Jahre alt (Frankfurt a. M., 23. Juni). Architekt William Schickel, derVater der Kircheuarchitektur in Amerika^, Schöpfer zahlreicher Monu­mentalbauten New-Aorks, 57 Jahre alt (New Dork, 14. Juni). Oberlehrer in Frankfurt a. M. Dr. Franz Heinrich Sardtinann kCassel, 5. Juli). Oberstleutnant z. D. Friedr. Wilh. Gunkel, 90 Jahr« alt (Cassel, 9. Juli), Geh. Reg.» und Medizinolrat a. D. Albert Weiß, 75 Jahre alt (Roschen- rode-Wernigervde, 14. Juli). SanilâtSrat Dr. Emil Gross, 69 Jahre alt (Marburg, 15. Juli). OderlandeSgerichtsrat Dr. Hermann v. Kvindler, 50 Jahre alt (Hamm i.W., 16. Juli). Oberlehrer Professor Dr. Decker auS HerSfeld (Hadamar, 18. Juli). Mcdizmalrat Dr. med. Karl Vietor, 66 Jahre alt (HerSfeld, 2 t. Juli). GenetalkommifsionS« fekrelär und Stadtverordneter August Bangert, 48 Jahre alt (Cassel, 22. Just). GrnercükommissionSfekrctâr und Stadiverardneter August Bangert, 48 Jahr« alt (Cassel, 22. Juli). Oberst Karl Werner (Dresden, 10. Juli). Oberstleutnant a. D. F. v. Kietzell, 66 Jahre alt (Caffel, 1. August). Bürgermeister a. D. Gangolf Kraiger, 77 Jahre alt (Fritzlar, 2. August). Oberlehrer a. D. August Krauth, 68 Jahre alt (Homburg v. b. H., 5. August). P'arrer Wiss« mann, Direktor deS Naiffeiscnunterverbandes Gelnhausen, 44 Jahre alt (Bieber). Fabrikdirektor Wilhelm Wenderoih aus Cassel, 38 Jahre alt (Kiel, 12. August). KammergerichiSrat Dr. Hugo Appelius auS Berlin (Bad Nauheim, 16. August). Zeichenlehrer a. D. Wilh. Lütiebrandt, 78 Jahre alt (Cassel, 29. August). Bankier Leopold Plaut, 54 Jahre alt (Caffel, 29. August). Schriftsteller Wilhelm Holzamer, 87 Jahre alt (Berlin, 27. August). Königlicher Kommerzienrat Moritz Hasenclever (Fulda, 28. August). Fabrikant Friedrich Wilhelm Breithaupt, (Cassel, 5. Sept.). Stadtverordneter Karl Künstler, Direktor deS Vorschußvereins zu Fulda, 63 Jahr« alt fFulda, 5. Sept.). Kgl. preuß. Oberstleutnant z. D. Wilhelm von Dilfurth, 66 Jahre alt (Cassel-Wilhelmshöhe, 13. Sept.), Landrat deS Kreises Ückermünde Robert Hagedorn (ßrskl, 13. Sept.). Generalmajor z. D. Adalbert Wiederhold, ßl Jahr« alt (Sonn, 15. Sept.). SanitätSrat Dr. Friedrich Mann, 75 Jahre alt (Homberg, 15. Sept.). Professor Otto Mann«, 54 Jahre alt (Cassel, 21. Sept.). SanitätSrot Dr. Georg Edler o. Hoffmann, 64 Jahre alt (Cassel, 24. September). Sanitätsrat Dr. Karl Schwarzkopf, 64 Jahre alt (Cassel, 5. Oft.). Kgl. Oberstleutnant z. D. Heinrich Rosenkranz, 57 Jahre alt (Cassel, 7. Ost). Kunstmaler Louis Katzen­stein, 85 Jahre alt (Caffel, 18. Oft.) Direktor der direkten Steuern in Elsaß-Lo-bringen, Geh. Regierungsrat Dr. Karl Schneider, 52 Jahre alt (Straßburg i. E., 23. Ost). Real- gymnasialdirektor a. D. Dr. Wilhelm Wittich, 66 Jabre alt (Cassel, 80. Ost). Professor Dr. Adolf Kreßner, 54 Jahre alt (Cassel, 10. Nov.). Geh. Regierungsrat a. D. Max Pomme, 82 Jahre alt (Hofgeismar, 18, November). Gymnasialprofeffor a. D. Dr. Theodor Lohmeyer, 63 Jahre alt (Marburg, 23. Nov.), Kgl. Katasternipek-or Sleuerrat Friedrich Scherer, 67 Jahre alt (Cassel, 29. Nov.). Land» bauinipehor Karl Illert, 51 Jahre alt (Halle, 7. Dezbr.). Opernsänger JSrome H. Leuow, 60 Jahre alt (Cassel, 23. Dezember).

Kurzer Getreide-Wochenbericht der PreiLberichtsstelle deS Sattis dien Landwirt» schaftsrats vom 24. bis 30. Dezbr. 1907.

Während auf den westeuropäischen Märkten die Nach­giebigkeit der argentinischen Weizeniorderungen die Stimmung beherrschte, bildete dies in Nordamerika, wo sich die folgen einer überstürzten Exportiätigkrit bereits fühlbar zu machen beginnen, kein Hindernis für di« fortschreitende Besserung der dortigen GeschLilslage. Angesicht? ringeichränkter Leistungen der übrigen Bezugsquellen scheint man die argentinische Kon­kurrenz drüben weniger ernst auffufaffen. Der Umstand, daß der Weltez-port von Weizen nach und nach auf die Hälfte deS geschätzten Einfuhrbedarfs gesunken ist, zeigt jedenfalls, daß für den argentinischen Ueber'chuß auf dem Weltmärkte ge­nügend Verwendung vorhanden ist. Auf den inländischen Märkten hat das bereits vor den Feiertagen schwächer ge­wordene Angebot von Brotgetreide weiter abgenommen, unb die geringen Mengen, die zum Umsatz kamen, erzielten höhere Preise, da liä; allgemein mehr Kauflust zeigte und auch vom AuSlande Nachfrage für deutschen Roggen vorlag. Der Ber­liner Markt folgte den überseeischen Anregungen anfangs mit einer NbtchMâckung der Weizenpreise, die indes bis zum Schluß der Berichtswoche per Mai auf l1/* Mk. beschränkt blieb, während Dezember den vorwöchigen Bestand sogar um */i Mk. überschreiten konnte. Roogen lag infolge besserer Kauflust und teuerer russischer Offerten, die mehrfach zu Geschäft führten, überwiegend fest Mangel an kontraktlicher Mare angesichts noch mehrfach bestehenden DeckuugSbedarss war mit Veranlassung zu der Aufbesserung von 21/» Mk. für den laufenden Monat, während Mat gleichzeitig um Bfs W. an­zog, so daß die Spannung zwischen den beiden Sichten auf 1 Mk. zurückgmg, nachdem sie in der Vorwoche ^eit weile 5 Mk. betragen hatte. Mit dem Hafergeschäft macht sich eine Verringerung des Angebots bemerkbar, doch zeigt sich nur vereinzelt eine Besserung der Nachfrage z von diesen wenigen Ausnahmen abgesehen, mußten sich Besitzer infolgedessen mit

den letzten Stehen abfittben. Die Forderungen für Futter- oerste und Mai« haben merklich angezoeen; vom Jnlande lag infolge der falten Witterung für diese Anikel zeitweise etwas mehr Rachkrage vor. .

Es stellten sich die Gxtrcideprcife am letzten Markttag in Mark pro 1000 K» je nach Dualität, wobei das Mehr (-s- bezw. Weniger () gegenüber der Vorwoche in Klammern ()

beigefügt ist, wie folgt : Weizen

Roggen

Hafer

Königsberg 223 (

) 198 (+1

1165 (4-5 )

Danzig 280 (

) 199 (4-1

165 ( )

Stettin 213 (

) 195 (-

164 ( )

Posen 229 ( 1-1

) 198 (41 ) 161 ( )

BrcSlau 228 (4-5

) 207 (43 1

162 (- )

Berlin 230 (-

) 206 (42 ;

178 ( )

Magdeburg 209 (4-1

) 200 ( ;

167 ( )

Leipzig 218 (4-3

) 212 (42 1

173 ( )

Hamburg 207 (

) 192 ( + 1 ) 170 ( )

Braunschweig 212 (

) 206 (

1172 (- )

Düsseldorf 208 (4-3

) 205 (45

182 (4-4> )

Köln 2l2/»(44f

i) 202V»(44»l») 176 ( )

Frankfurt». M.222'/,l-j-2'/») 207' »(-HW 182/Ss )

Mannheim 240 (

) 216 (1 ) 187 ('/, )

Straßburg 227'/,(

) 210 ( )200 ( )

Stuttgart 235 (

) 220 ( )

190 ( )

München 234 (

) 210 ( ]

196 ( )

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Dezember 225®/« (+0*/i\ Mai 225«/« ( l'M, Budapest April 224.20 (100), Pari« Dezbr. 182.45 (0.60), Liverpool März 180.05 (1.20), Chicago Dezbr. 155.65 (4-2.30), Mai 168.25 (42.30), Roggen: Berlin Dczbr. 212 (+21/*), Mai 213 (41*/0, Hafer: Berlin Dezbr. 1601/* (0.75), Mai 176/« (0.25 ) Mk.

.........................

Buchberglurm.

Auch unsere Heimat ist durch ihre Schön­heit

eines Aussicht Sturmes wo hl würdig!

Alljährlich werden Dutzende von AussichtStürmen in Deutsch­land neu erbaut, bald auf hohen, bald auf nichtigen Sergen, Die Hauptsache ist, daß die Aussicht wirklich schön und ad- wechfelungsvoll ist, und daß her Berg in idyllischer, wald­reicher Gegend liegt. Und überall, wo sich solche Türme auf bewaldeten Höhen befinden, da herrscht zur schönen Sommerzeit frohtS TouristenlebkN, da ist reger Fremdenver­kehr. Ganz besonders ist her Duchbergturm für Hanau bei» i halb so wichtig, weil er mitten zwischen dem Buchberg und den Großstädten Offenbach und Frankfurt a. M° liegt. Führt doch die Radfahrerstraße von diesen Städten nach dem Buch- berg durch Hanau hindurch. Der Buchdrrgturm eröffnet als» einen neuen Touristenpfad nach Hanau Stadt und Sannt In Rodenbach, Langenselbold, Neuenhaßlau, Somdora und in anderen Orten erkennt man das Bestreben, beutetet ristenverkehr in unserer Heimat zu heben, gerne an. ®it ersten Beamten und viele Bürger dasrlbst find eifrige in» bänger de» Buchbergverrin», der bereit» über 555 Mitglied« zählt.

Auch Duhmde von Hanauer «n» der Stadt selbst, bi* den Waldpfad; Buchberg Barbarossa-QuelleNiederroden­bach oder den Höhenpfad: BuchbergHohe TriftJäger» HütteSomborn oder Hof Tragr»Oberrodrnbâch bei günstigem Wetter einmal gegangen sind, und dabei dir herr­liche Fernsicht vomBogelfang*, derDornbachschlucht*. derMarienruhe" oder derJägerhütte* bei Somborn, ein­mal genossen haben, lassen sich von niemand mehr Vorreden, unsere Heimat fei nicht schön und eine» AuSstchtiturme» un­würdig.

Sie alle sind dem Buchbergverrin beigetreten unb unter­stützen mit Freuden den guten Zweck, da« schöne Zielt

Hebung de« Fremdenverkehr» in unsrer Heimat t Ja, niemand zum Schaden, allen zur Freud*!

Heißt die Parole der Buchbergleut* l

Anmeldungen neuer Mitglieder oder Spenden zum Buch» bergturm-Daufond« werden angenommen in der Redaktion desHanauer Anze iger»* sowie betHanaus» Zeitung*.

De»los«nsten.

Anle!fie der Stadt Paris vom Aafire 188V. Ziehung vom 26. Dezember 1907. Lmuptpreil«: Nr. 24854 zu 100 000 Fr. Nr. 20776 289882 je 100 000 Fr. Nr. 10032 11084 13464 33745 88558 41654 42689 70611 78952 101540 105033 11343 115521 181591 163148 173899 178811 187149 195729 202188 217104 818388 320982 824505 350553 883046 889149 400554 408420 404032 j« 1000 Fr. Auszahlung ab 10. Januar 1908.

Credit Kontier de Franee. Ziehung vom 23. Dezember 1907. 500 Francs Kommunalobligationen von 1892. Hauptpreise: Nr. 19820 zu 100 000 Frc«. Nr. 484934 zu 30 000 FrcS. Nr. 149828 823960 je 10 000 Frc». Nr. 86248 138596 399428 446609 je 5000 Frc». Nr. 4299 9401 24209 88172 50149 51698 58176 59922 69687 117785 126890 155422 171394 196461 232445 260775 262549 277760 279106 285164 305438 819330 320878 345454 351751 372574 384847 405448 413816 447312 je 1000 Fr. 500 Fr.»Obligationen von 1895. Hauptpreise: Nr, 475688 zu 100 000 Fres. Nr. 127338 zu 25 000 Fr. Nr. 474320 zu 10 000 Fr. Nr. 82014 93101 197438 je 5000 Frcs. Nr. 20917 28995 80938 47082 49414 411422 62554 63487 75079 78675 89384 91604 119173 123699 126072 184716 139211 142726 155013 159258 168124 171056 175298 176070 214061 219578 223949 227252 234895 840242 247745 250459 250568 251090 268106 275222 300781 812936 828925 342672 348045 362752 890153 406224 406598 410436 413566 442682 458684 494629 ft 1000 Fr«.