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Hanauer K Anzeiger
LiertckSMch 1,86 M„ wsnatUL 60 Pfg., für ««fc wärüg. abstinenten mit bem Betreffenben Postauffchlak> Die efauelae Rumort KM 10 Pfg.
Mstântdrwk «b Setlag der Buchdrucker ei des Serri«, a WaiseuhlmfeS m Harum.
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Amtliches GkW für Stabt- uab LauLkreis Km«.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Si»rLck«gSgr-L-r, Die fLufgespaSear PUttzeÄ »der deren Rau, 16 Yfj^
SetaMteetfL Rebafte»: S. Bchrecker in H««».
Nr. 287 F-rnsprech»ttschlM Nr. 605.
Samstag den 8. Dezember
Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1906
Sie hevLigeNMAK MW NPr h.ÄckHattmBbllltt ZG Seiten.
SabmilÄM auf Krefttk-Äimhilh.
Regierungsbezirk Cassel.
Gemeindewald Grosta » heiM.
Im Wege des schriftlichen Angebots sollen folgende Nutzhölzer des Einschlages 1906—07 vor der Fällung meistbietend zum schriftlichen Verkauf gestellt werden:
Los Nr. 1 Kiefernstämme 3. Kl. 35 Festmeier,
Los Nr. 2 Kiefernstämme 4. u. 5. Kl. 140 Festmeter,
Los Nr. 8 Kiefern-Grubenholz 300 Festmeter, Kaufliebhaber wollen ihre auf 10 Pfg. abgerundete Gebote für jedes Los getrennt, verschlossen und mit der Aufschrift „Nutzholzverkauf im Großauheimer Gemeindewald" unter ausdrücklicher Anerkennung der dem Verkauf zu Grunde liegenden Bedingungen bis zum 18* Dezember, »ach- mittags 2 Uhr, an die Gemeindeverwaltung Großauheim einreichen.
Geöffnet werden die eingegaugenen Gebote in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten.
Nähere Auskunft erteilt die Gemeindeverwaltung, von welcher auch gegen Einsendung von 50 Pfg. Schreibgebühren die Bedingungen zu beziehen sind. ^
Großauheim den 8. Dezember 1906. . *
26187 . . Das BArgermeisteramt.
politische Rundschau.
Dir türkisch-bulgarische Handelskonvention ist seitens der Türkei paraphiert worden. Der endgültige Abschluß ist bald zu erwarten.
Das Befinden des Schahs von Persien war gestern etwas besser. Es heißt, daß er Kampfereinspritzungeu erhalten hat. Authentisches ist jedoch nicht zu ermitteln und alle Nachrichten über das Befinden deS Schahs müssen mit Vorsicht ausgenommen werden.
Hus F^anau Stadt und Tand.
Hanau, 8. Dezember.
* Ernannt wurde Amtsrichter Siebert in Hanau zum Amtsgerichtsrat.
* Bestätigt. Der Herr Minister hat die von den städtischen Körperschaften in Flensburg getroffene Wahl des derzeitigen Hanauer Schulinspektors Lorenz zum Leiter des städtischen Schulwesens in Flensburg und Magistrats- Vitgliede bestätigt.
* Verliehen. Der seit 40 Jahren in der Launhardt- schen Familie, Schirnstraße 11, bediensteten Margarethe Dietz dahier wurde das von Ihrer Maj. der Kaiserin gestiftete goldene Erinnerungskreuz mit Diplom für langjährige treue Dienste verliehen. — Dem Tascheuuhrgehäusemacher Andreas Franz dahier, der am 18. August d. Js. 50 Jahre bei der Firma I. B. Pelissier beschäftigt war, ist das „Allgemeine Ehrenzeichen" verliehen worden.
* Elektrische Straßenbahn in Hanau. Wie ’ wir erfahren, wird die Angelegenheit der Erbauung einer elektrische» Straßenbahn in Hanau nunmehr bald greifbare Gestalt annehmen. Die früher mit der Firma Becker u. Co., G. in. b. H. in Berlin, geführten Verhandlungen haben sich zerschlagen, worauf die Stadt mit der Gesellschaft Hecker u. Co. in Wiesbaden verhandelte, die sich zum Bau der Bahn bereit erklärte. Es sollen nach der Offerte dieser Gesellschaft zwei Linien gebaut werden, nämlich: 1) Hanau-Ostbahnhof, Viaduki, Ehrensäule, Auheimerweg, Nürnbergerstraß?, Marklplatz (Süd- und Westleite), Hammer- straße, Gelbe Mauer, Erbprinz Wilhelm-Anlage, Bangert- straße, Hospitalstraße, Vorstadt, Kiyzigbrücke. 2) Hanau-West, Kanalplatz, Krämerstraße, Marktplatz (Nordseite), Saftstraße, Rosenstraße, Nordstraße, Wilbelmsbrücke. DaS erforderliche Baickapital ist auf 460 000 Mk. veranschlagt und soll zur einen Hälfte in Obligationen, zur anderen Hälfte in Aktien zerlegt und übernommen werden von einer Aktiengesellschaft, bestehend aus der G. m. b. H. Hecker u. Co. und der Stadt1 Hannu. Jeder der beiden Teilhaber übernimmt die Hälfte der Obligationen und der Aktien. Der Bau der Vorortlinien von Hanau nach G r o ß a u h e i m und von Hanau nach Groß- und Klein st ein heim wird in Aussicht genommen. Vorgesehen wird ein I2sss Minuten-Verkehr. Die aemiidite Kommission mr Erbauuna einer elektrischen Straßen
bahn in Hanau hat sich mit dieser Offerte bereits beschäftigt, sodaß diesbezügliche Vorschläge wohl baldigst den städtischen Körperschaften zugehen werden.
* TezrerungsZulKge. Die Berliner Handelskammer hat ihren Beamten eine Teuerungszulage in der Höhe eines Monatsgehalts bewilligt.
* Kirckenchor der Johanniskirche — Familien- abend. Der vom Kirchengesangverein der Johanniskirche veranstaltete Familienabend findet morgen abeninum ^aS Uhr im „Deutschen Haus" statt. Die Mitglieder des Vereins und ihre Angehörigen, sowie Freunde und Gönner desselben werden zu dieser Feier freundlichst eingeladen.
* Evangelischer Männerabend. Der im Saale des Hotel „zum Riesen" gestern abgehaltene zweite evangelische Männerabend nahm einen ebenso anregenden Verlauf wie der erste Abend, wiederum hatte sich eine große Zahl evangelischer Männer unserer Stadt eingefunden, sodaß der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Hieraus ersieht man, daß der Sache großes Interesse entgegengebracht wird. Die Besprechungen leitete Herr Superintendent Fritsch ein mit der Behandlung des vorgesehenen Themas: „Kann der moderne Mensch noch an Wunder glauben?" In der Diskussion ergriffen noch eine Anzahl anderer Herren das Wort.
* Dramatisch-literarischer Verein. Der erst kürz- lick stattgefundenen wohlgelungenen Aufführung von Freytags „Journalisten" ließ der dramatisch-literarische Verein gestern und vorgestern in der „Centralhallc" bittet Einakter „Die „Sühne", Trauerspiel von Theodor Korner, und „Die Medaille", Komödie von Ludwig Thoma, folgen, zwei Novitäten für unser Publikum. Das anerkennenswerte Streben des Vereins fand dementsprechende Würdigung, denn beide Abende wiesen ein bis auf den ' letzten Platz besetztes Haus auf. Wir wollen der bisherigen Gepflogenheit entsprechend einzelne Darsteller nicht herausgreifen, vielmehr nur konstatieren, daß in jeder Beziehung abgerundete Vorstellungen geboten wurden, die Hauptrollen ganz vorzüglich besetzt waren.
* Die Köhlersche MrüionenerhfchafL hat nun ihre Herren gefunden. Die große Erbschaft fällt nach Lindheim, Hanau, Rckidigheim und Roth bei Gelnhausen. Es sollen sich alle diejenigen, die an die Köhlersche Erbschaft Ansprüche zu haben glauben, baldiast bei dem Kaminfeger- meister H. W. Essel in Lindheim (Oberheffeu) schriftlich oder mündlich melden.
* Berbrnnchsnbgaben. Im Laufe des Monats November 1906 wurden im hiesigen Lchlachthause geschlachtet:
95
76
71
957
370
302
6
Ochsen, mehr gegen den Monat Dioubr. 1905
Kühe, weniger Rinder, mehr Schweine, „ Kälber, weniger Hämmel, mehr Lämmer, — Ziegen, mehr
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De Accis-Einnahme
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hiervon
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1
44
33 92
15 51
6
beträgt .
An Angeführten Fleischwaren ec. mürben versteuert: 32 655 Kilogramm, weniger gegen den Monat Novbr. 1905: 6418 Kilogramm.
Hiervon die Accis-Einnahme mit . .
Summa
Gesamt - Accis - Einnahme im Monat November 1905 .....
Stück
ff ff
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ff
Mk. 4148.70
Mk. 1083.26
Mk. . 5231.96
Mk. 5294.55
Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des
Vorjahres . . . . Mk. 62.59.
Accis - Einnahme vom 1. April 1906 bis 30.
November 1906 .... . Mk. 41 307.27
Accis - Einnahme rom 1. April 1905 bis 30.
November 1905 ..... 42 700.49
Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des
Vorjahres . . . . . Mk. 1393.22.
* Ein Ammner KnntMann verlor in Wächtersbach auf der Bahnhofstraße einen Brillant im Werte von 400 M.
* Engagement. Nachdem der neue Direktor des Danziger SindUheaterS, Herr Grützner, am letzten Mittwoch der Vorstellung von Mosers „Siiflungsfesi" beigewohnt hat, ist Herr Felix Hauser von ihm unter ganz besonders günstigen Bedingungen als 1. Bonvivant und Lustspiel-Regisseur stuf zwei Jahre fest (ohne Kündigung) engagiert worden. DaS hiesige Personal bat Herrn Grützner so gut gefallen, daß er sofort noch mit Frl. Sarno und Herrn Nugriu Unterhandlungen angrknüpit Haft die nunmehr ebenfalls dem Abschluß nahe sind.,
* Stadttheater. Eines der trefflichsten Werke Ernst von Wildenbruchs „Di e Haub e n l e rch e" wird morgen Sonntaa mit Frl. M a r i c Lau t er mann als Gast iy
der Titelrolle neu einstudiert zur Aufführung gelangen. Wilbenbruch, einer unserer bedeutendsten Schriftsteller, ist auch hier durch seine Werke aufs beste bekannt. Von seinen hier bereits gegebenen Dramen seien erwähnt; „Karolinger", „Opfer um Opfer", „Quitzows", „Der neue Herr", „Der Menonit" und „Die Haubenlerche". Letzteres ist seine bekannteste und auch wirkungsvollste Schöpfung. Hervorragend gezeichnete Charaktere, packende dramatische Szenen, fesselnde Handlung und ein meisterhaft geführter Dialog sind die Vorzüge dieses Werkes, das auch jetzt wieder die beste Aufnahme finden dürfte. In der Titelrolle hat Frl. Marie Lautermann, welche gegenwärtig am Grohherzogl. Hoftheater in Darmstadt tätig ist, Gelegenheit, einen Beweis ihrer glänzenden künstlerischen Begabung zu erbringen, und sich nach langer Pause dem hiesigen Publikum wieder vorzustellen. Als „Hermann" wird Herr H e i'd e m a n n zum ersten Mal in einer bedeutenden Charakter-Liebhaber-Rolle auftreten, die e8 ihm ermöglicht, seine künstlerischen Fähigkeiten in hervorragender Weise zu entfalten. Den „August" spielt Herr Kempf und als „Juliane" wird Frl. Macdonald Gelegenheit zur besten Entfaltung ihrer Mittel haben. Den „Jlefeld" gibt Herr Ny g rin, die „Frau Schmalenbach" Frau Reinhard und Herr Steger, welcher das treffliche Werk aufs sorgfältigste inszeniert hat, wird den „Äle Schmalenbach" darstellen. — Ein äußerst interessanter Theaterabend steht bevor.
• Parolemusik. Die Ulanenkapelle spielt morgen im Schloßgarien folgende Musikstücke: 1) „Althessischer Parademarsch", von Forster; 2) Vorspiel aus Reineckes Oper „König Manfred", arr. von A. Urbach; 3) „Weihnachisklänge", Walzer von Weißenborn; 4) Fantasie a. d. Dp. „Freischütz" von C. M. v. Weber; 5) „Lola", italienische Serenade von C. Friedemann.
* Wugöl-Konzept. Wie wir soeben hören, muß das Konzert eingetretener Hindernisse halber auf nächstes Jahr verschoben werden.
* Gestohlen oder verloren. Einem hiesigen Spediteur sind zwei Säcke Getreide und ein Ballen Tabak abhanden gekommen. Ob ein Diebstahl vorliegt ist noch nicht geklärt.
* Das Hahnenksvtmhans ist nur Sonntags geöffnet.
* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 3—9 Uhr die Altstadt - Apotheke geöffnet.
* Die Ges. Verb. Haffoniâ feiert am Sonntag den 9. ds, im Saale der Stadt Bremen ihr 1. Stiftungsfest, bestehend aus Abendunterhaltung und Tanz.
* Fußball. Zur Ausfechtung des "ersten Spieles um die Kreismeisterschaft im Nordkreis des V. S. F.-V. begibt sich die erste Mannschaft der 93er morgen nach Bockenheim um auf dem Germaniasportplatz gegen „Amicitia" zu spielen. Auf dem Sportplatz der 93er an der „schönen Aussicht" findet morgen nachmittag halb 3 Uhr das Gauspiel Hanau „Diktroia" gegen O. F.-K. „Kickers" statt, das bekanntlich noch aussteht. Der Vorverkauf der Karten für das Wettspiel der 93er gegen Prag am 1. Weihnachtsfeiertag hat bereits begonnen. Karten sind in der Hofbuchhandlung von R. Altmannsperger, im Zigarrengeschäft von Salzmann und bei sämtlichen Mitgliedsnr zu haben.
' * Frankfurter Britannia i — Hanauer Viktoria 1894 Sä« Morgen Sonntag den 9. Dez. findet ein Wettspiel vorgenannter Mannschaften auf dem Sportplätze der Viktoria an der Leipzigerstraße statt. Frankfurt dürfte ein sehr tüchtiger Gegner sein, besitzt es doch in seinem Gau, in der Blaffe die Meisterschaft. Das Spiel beginnt gegen halb 3 Uhr.
* Wiener Spitze. Am Sonntag den 9. Dezember gibt die Theatertruppe E l z e m h e i m e r u. Kemp zur Wiener Spitze ihre zweite Gastvorstellung und zwar diesmal mit einem hochkomischen Programm : die Gesellschaft ist in Hanau als vorzüglich bekannt.' Besonders ihre drolligM und doch dezenten kleinen Theaterstücke finden hier großen Anklang und Klein und Groß kommt den ganzen Abend nicht aus dem Lacken heraus über die gut pointierten Witze.
* 3m Orpheum (Brauerei Dörr) treten unter anderin auf: Lilli Baretta mit ihren Fox'ln, den kleinsten Schuhplattlern der Welt, sowie die Excentrics Honen und Sudle it. a. m. Wir wollen nicht verfehlen, auf diese Vorstellungen aufmerksam zu machen.
* Mehr Licht. Wieder ein Triuntpf der Technik ist die neu erfundene Bogenlampe „Radiante". Dieselbe brennt einzeln ohne Räderwerk und das Licht so weiß wie daS Sonnenlicht, daher keine Farbemeflexe. Trotz ihrer Helligkeit ist die Lampe nur die Hälfte so groß als die trüberen. Interessenten diene zur Nachricht, daß die Lampeabendsoor dein Schaufenster des Herrn Friedricki Wilhelm Wörner, Gärtnerstr. 29, brennt, der Lieferant ist Herr I. Kellner, Lattgstraße.
Weitere Berichte „Aus Stadt und Land" im zweiten und dritte» Blatt.