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Erstes Matt.

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Die einzelne Numee.r testet 10 PfS-

gtztaümâurk und Verlag der Buchdruckerei M »erer», 0, Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Ztndt- « Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EiarLckuugSgeSühr»

Di« flrifgespaSene Petitzell« »bei deren Rau» 15 Pf-, - - im Äefla «enteil di« Zeil« 35 Psz.

BetcttthoOTfL Redakteur: ®. SchrrSee in Hanau.

Nr. 275 Fernsprechanschlntz Nr. 605,

Samstag den 24. November

Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1906

Die hMgeNummer umscht cher d.MerhültWsblatt

14 Seiten.

Amtliches.

Eandkreis Fjanau, BekMlmchNgm èies Königlichen LnnKntsnmtö.

Festgestellt: Die Rotlaufseuche in Kirchbracht, Kreis Gelnhausen.

Erloschen : Die Rotlaufseuche in Unterreichenbach und M a u s w i u k e l, Kreis Gelnhausen.

Hanau den 23. November 1906. V 8571

Stadtkreis f)anau, Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Feit vom 17. bis 23. November 1906:

2 Arbeiter, 1 Bäcker, 2 Fahrbnrschen, 1 Hansbursche, 3 Tagelöhner, 1 Zu schläger.

Hanau den 24. November 1906.

Städtische Arbeitsvernnttelungsstelle^

Handelskammer Hanau. Plenarsitzung-

am Mittwoch den 28. d. Mts.,/zS uDè nachln.

Tagesordnung:

1. Protokollgenehmigung.

2. Ernennung von Handelsrichtern für 1906/09, Vor­schlagsliste für die Ernennung von Handelsrichtern für 1907.

3. Sitzung der Kleinhandelskommission des Deutschen Handelstags.

4. Sitzung des Ausschusses des Deutschen Handelstags.

5. Rabattsparvereinswesen.

6. Maßstäbe für die Außenhandelsstatistik.

7. 8 23 des Einkommensteuergesetzes.

8. Revision des Börsengesetzes.

9. Entwurf einer neuen Maß- und Gewichtsordnung.

10. Gesetzentwurf betr. die Sicherung der Bauforderungen.

11. Gesetzentwurf betr. gewerbliche Berufsvereine.

12. Privaibeamtcnvereinigung zur Erlangung einer staatl. Pensionsversicherung.

13. Publikation' der Registereintragungen in derFrkf.Ztg.".

14. Giroverkehr und Difkontopolitik der Reichsbank; Scheck­verkehr.

15. Mitteilungen.

16. Verkehrsangelegcnheiten.

D i e H a n d e l s k a m m c r.

C anthal.

Der Syndikus.

25216 Dr. phil. Gram boW.

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Schülermütze, 2 Milchkannen, Leipziger- straße 1 (Brauerei Dörr) 1 Trauring mit blauem Stein, gezeichnet E. N. 19. 3. 96.

Verloren: 1 graues Portemonnaie mit 60 Mk., 1 schwarzer Damenpelz, 1 silbernes Handtäschchen mit rosa Futter.

Zugelaufen: 1 kleiner schwarzer Hund mit Halsband m. Geschl.

Entlaufen: 1 schwarzer Spitz.

Hanau den 24. November 1906.

Hus Ranau Stadt und Eand.

Hatta«, 24. November.

Beamten-Personalnachrèchten.

Ernannt: der Pfarrer H o ch h u tb zu Sooden, Klasse Allendorf, zugleich zum Pfarrer in Kleinvach, der Pfarrer Battenberg zu Binsförth zum Pfarrer in Datterode, Klasse Eschwege, der Pfarrer Heppe zu Sebbeterode, Klasse Treysa, gum Pfarrer in Rollshausen, Klasse Neukirchen, der Referendar v. D e b n - R o t f e l s e r zum Gerichtsassessor, der

Rechtskandidat Sethe zum Referendar, der Obersekretär bei dem Oberlandesgerichte, Kanzleirat Kornrumpf in Cassel zum Justizhauptkassenrendanten mit dem Amtscharakter als Rechnungsrat. Die infolge dessen freigewordene Ge­richtsschreiberstelle bei dem Oberlandesgerichte wird nicht wieder besetzt.

Verliehen: dem Oberförster Funck zu Neichen­sachsen der Titel Forstmeister mit dem Range der Räte 4. Klasse.

* Totenfestseier Volkskirchenkonzert. Wir machen noch einmal auf die m o r g e n a b e n d u m 7 ^» Uhr i n der I o h a n u i s ki r ch e im Rahmen eines Volks-Kirchenkonzertes seitens des Kirchenchores veranstaltete T o t e n f e st f e i e r " mit dem Bemerken aufmerksam, daß Programme mit Text, d i e zum Eintritt be­rechtigen, im Vorverkauf bei Herrn Leh - m atm, Johanniskirchplatz, zu haben sind. Der Eintrittspreis von 10 Pfennigen, für den man zugleich ein ausführliches, acht Seiten umfassendes Programm erhält, ist deshalb so niedrig gestellt, damit es jedermann möglich ist, das Konzert zu besuchen. Um aber denen, die in der Lage sinh, etwas mehr zu tun, hierzu Gelegenheit zu geben, wird zur Deckung der Kosten des Konzertes am Ausgang eine Kollekte erhoben werden, die den Konzertteilnehmern freund­lichst empfohlen wird. Die Programme werden, soweit sie nicht verkauft sind, am K o n zer t a b en d an den Ein­gängen der Kirche zu dem angegebenen Preise von je 10 Pfennigen abgegeben. Der Vortrag gut gewählter und ansprechender Chöre, die herrlichen Darbietungen der Solisten und soust mitwirkenden Kräfte verbürgen einer^ erbauenden, herz- und gemüterhebenden Genuß. Die Feier wird sich außerdem noch besonders eindrucksvoll gestalten durch eine kurze, der Bedeutung des Tages ent­sprechenden Ansprache des Herrn Pfarrers Fuchs. Die Hauptprobe für den Chor findet heute abend um 8 Uhr in der Kirche statt, wozu die Mitglieder freundlichst ringelnden sind.

* Famittenabend der Mariengemeinde. Der nächste Familienabend wird zu Anfang des neuen Kirchen­jahres, Dienstag den 4. November, im Saale des Deutschen Hauses" stattfinden. Eine Anzahl von musika­lischen Gemeindegliedern werden auch diefesmal neben dem Kirchengesangverein der Maricugemeinde durch Darbietung von gesanglichen und musikalischen Vorträgen zur Unterhaltung beitragen.

* Vaterländischer Aranenverein. Am Mittwoch den 14. d. Mts. fand im unteren Rathaussaale die dies­jährige Generalversammlung des hiesigen FrauenvereinS statt. Die Vorsitzende, grau Heraen s, eröffnete die Sitzung mit Erstattung des Jahresberichts, indem sic aâfüh'rti, daß die Vereinstätigkeit sich auf die bekannten Wohltätigkeits- Einrichtungen beschränkt habe. Sie gedachte dann in warmen Worten der Anerkennung der Verdienste der von hier fort- gezogenen und infolge dessen aus dem Vorstände ausge- schiedencn Frau Weishaupt, der bisherigen stellver­tretenden Vorsitzenden. Aus dem Bericht des Kassierers, Herrn Böhme, wollen wir anführeu, daß für Kranken­pflege 2 638 Mk., für Wöchnerinnen 850 Mk., für die Weihnachtsbescherung 1017 Mk. und für die Flickschule 354 Mk. ausgegeben wurden. Die Krankenpflege wurde 237 Kranken zuteil. Ferner fanden 131 Wöchnerinnen Unterstützung durch gute Suppen, Milch und sonstige Nahrungsmittel. Von diesen erhielten 67 Frauen Wäsche für Neugeborene. Den Unterricht in der Flickschule genossen mit gutem Erfolg 90 Tagesschülerinnen und 36 ältere Mädchen. Aus Vorstehendem ersehen wir, daß der Frauen­verein auch im vergangenen Jahr es sich hat angelegen sein lassen, soweit es in seinen Kräften stand,: armen bedürftigen Kranken Hilfe zu leisten.

* Weihnachtsbitte für deutsche Seeleute. Auf unseren neulichen Hinweis doch bei dem bevorstehenden Weih­nachtsfeste auch unserer seefahrenden Brüder zu gedenken, ist bis jetzt erst eine Gabe bei Herrn Superintendent Fritsch, der sich bereit erklärte, die Ueberreichung der Gaben zu ver­mitteln, eingegangen, nämlich 28,77 Mk. von Herrn Metro­politan Reich als Gabe der Gemeinde Hochstadt. Es wäre erfreulich, wenn dieser schönen Gabe von Hochstadt noch recht bald weitere folgen würden.

* Der Hanauer DetaèlUsteu-Verenr hat.au den Magistrat folgende Eingabe gerichtet: Dem verehelichen Magistrat beehren wir und folgendes mit der Bitte um ge­neigte Berücksichtigung ergebenst vorzutragen : Zu bett wichtigen Mitteln, welche im Interesse der Hebung unserer Stadt in Betracht kommen, gehört unzweifelhaft das.Bestreben, neue

Jndustrieunternehmungen nach Hanau zu ziehen. Wir haben mit Dank davon Kenntnis genommen, daß der verehrliche Magistrat in dieser Richtung bereits tätig gewesen ist und insbesondere durch Zeitungsaunoncen mit Lageplan des Jndustriegeländes die beteiligten Kreise auf die günstige Gelegenheit aufmerksam zu madjeit versucht hat, welche sich in Hanau vermöge seiner verhältnismäßig noch billigen Bodenwerte und seiner guten Eisenbahnverbindungen bietet. Von welchem Wert für die Verkehrsentwicklung und die Steigerung der Steuerkraft die Heranziehuug solcher Unternehmungen mit den dazn gehörigen Beamten und Ar­beitern sein muß, brauchen wir nur anzudeuten. Dagegen möchten wir nachdrücklich darauf hinzuweisen uns gestatten, daß speciell auch das hiesige Detailgeschäft, dessen Interessen nach allen Richtungen zu vertreten uns obliegt, sich von einem derartigen Zuwachs wesentliche Vorteile versprechen darf. Denn es liegt auf der Hand, daß dieser sich in seinen Wirkungen keineswegs auf die numerische Vermehrung der Einwohnerzahl beschränkt, sondern darüber hinaus auch eine Steigerung und Vervielfältigung der Verhältnisse mit sich bringen muß, welche den Hanauer Geschäftsleuten teils direkt zugute Tommt, soweit sie unmittelbar zur Deckung des Be­darfs herangezogen werden, teils auch noch indirekt, inbem alle diejenigen Kreise, welchen der Zuwachs zum Vorteil gereicht, auch ihrerseits sich in ihrer Kaufkraft erhöht und gekräftigt sehen und die hiesigen Geschäfte mehr als bisher in Anspruch zu nehmen in die Lage versetzt werden. Wollen wir diesen Vorgang noch durch ein Beispiel erläutern, so brauchen wir nur anzuführen, daß die Angestellten und Ar­beiter neu hinzugekommener Betriebe naturgemäß den Bedarf an Wohnungen, Nahrungs-, Kleidungsmitteln re. in Hanau erhöhen, und daß ihfolgebeffen die Lieferanten dieser Gegen­stände vermöge ihres gesteigerten Verdienstes mehr aufwenden und dieses Mehr wiederum anderen Geschäftsleuten unserer Stadt zugute kommen lassen können. Der so sich ergebende Kreislauf ist, wie auf den ersten Blick ersichtlich, in be­sonderem Maße geeignet, gerade das hiesige Detailgeschäft zu fördern, und als ergiebigste Quelle für einen solchen Zu­fluß vermehrter Bedürfnisse und vermehrter Verdienstmöglich­keiten betrachten wir eben, wie gesagt, die Heranziehung neuer industrieller Unternehmungen nach Hanau. An den verehrlichen Magistrat erlauben wir uns daher die ergebenste Bitte zu richten, er möge seine Bemühungen in dieser Richtung mit aller Energie fortsetzen und ihnen dadurch einen besonderen Nachdruck zu verleihen bestrebt bleiben, daß den Reflektanten nach jeder Richtung hin möglichst günstige Be­dingungen gestellt werden.

* Stadtthrairr.Der Abt von St. Bern» hard", Ohorn's Schauspiel-Novität, die gegenwärtig allent­halben so überaus starke Erfolge erzielt, geht morgen erst­malig in Szene. AIs eine Fortsetzung derBrüder von St. Bernhard", spielt es in derselben Umgebung, bringt dieselben Personen wieder und verdient ebenso das Lob, welches man letzterem Stücke in Bezug auf Treue in der Milieuschilderung und Schärfe der Charakterisierung unbedingt zusprechen muß. Der Konflikt der Handlung ist ein noch tieferer, wie in denBrüdern". Es handelt sich um brennende Zektfragen, die dem Stücke das ganz besondere Interesse des Publikums zuwenden dürften. Die Besetzung der Hauptrollen ist folgende: Abt: Herr Pust ar: Dr. Ferdinand Döbler (Paulus): Herr Hauser; Döbler : Herr Steger; Prior: Herr Ö. H. Müller; Fridolin: Herr Gehrmann; Mein­rad : Herr Kempf; Simon: Herr Matter; Lukas: Herr H c i d e m a n n; Gertrud : Frl. H o l m ; Marie: Frau Reinhardt; Frau Rand: Frl. I a i d a und Liefe: Frl. Berger. Die Regie führt Herr Ober-Regisseur Steger. Am Sonntag nachmittag halb 4 Uhr wird bei bedeutend ermäßigten Preisen Molièrcs : Der Tartüfs", letztmalig in Szene gehen und dürfte das klassische Werk, welches bei seinen letzten Darstcllnngen so starken Beifall fand, auch morgen wieder die größte Zug­kraft ausüben. Der Vorverkauf für beide Sonntags- Vorstellungen findet heute S a m st a g nachmittag von 45 Uhr an der Theaterkasse statt.

* Goldene Hochzeit feiert heute in noch ziemlicher Rüstigkeit Herr Rentner Jean Heine m a n n nebst Gattin Henriette geb. v. Zipf. Auch den Eltern des Jubilars war es im Jahre 1875 vergönnt, das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Möge dem Jubelpaar ein ruhiger, ungetrübter Lebensabend beschieden sein.

* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 39 Uhr die Hof - Apotheke geöffnet.

* Das Hahnenkammhans ist nur Sonntags geöffnet