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Gelingen des Festes beiträgt. Hoffen wir, Lüg wie in anderen Sektionen sich diese Kostümfeste längst eingebürgert haben, auch bi er diese Veranstaltung freundliche Aufnahme und Unterstützung find«.

* Eingemeindung Keffelstadts. In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde der von der Eingemeindungskommission entworfene Vertrag über die Einverleibung Kesselstadis in den Verband der Stadt Hanau angenommen.

* Neuwahlen zum Gewerbegericht. Morgen, Samstag den 17. November, finden von mittags

12 bis abends 6 Uhr im unteren Saale des Neustädter Rathauses die Neuwahlen zum Ge- wcrbegericht statt. Den Arbeitgebern schlägt laut Inserat in heutiger Nummer ein Komitee, das aus Vertretern der Baugewerbe, der Edelmetall-Industrien, der ZWarren-, HolzbearbeitungS», Metall- und anderen Brauchen besteht, folgende Herren zu wâhleu vor: Als Beisitzer: A. I. Ailg, Schloffermeister, Th. Hoppe, Restaurateur, Peter Jünger, Bäckermeister, Carl Schädel, Fabrikant, Jakob Wirth, Bau- nntcrnehmer, Ernst Zimmermann, Fabrikant. AlsErsatz- Beisitzer: Heinrich Deines, Fabrikant, Conr. Eller, Dackdeckermeister) Carl Glaser, Fabrikant, Herm. Sckulz, Friseur, Chr. Knell, Fabrikant, C. Thorn, Zimmermeister.

* Reichsverbaud gegen die Sozialdemokratie. In einer gestern abend im Saale derCentralhalle" abge- baltenen Versammlung wurde ein Zweignerein Hanau des ReichsverbandeS gegen die Sozialdemokratie ins Leben gerufen.

* Futzballsport. Ihr letztes Verbandsspiel diesen Herbst spielt die Hanauer Viktoria nächsten Sonntag auf ihrem Sportplätze an der Freigerichtstraße. Als Gegner er­scheint mit der I. und II. Mannschaft der Offenbacher F.-Kl. Kickers. Die II. Mannschaften spielen um Pk Uhr, hieran anschließend gegen 3 Uhr die I. Mannschaften.

* Schweinefleischabschlag. Die Metzger-Innung in Aschaffenburg beschloß in gestriger Versammlung einen Preis­abschlag bei Schweinefleisch um 5 Pfennige pro Pfund ein- irefen zu lasten; seither kostete dasselbe 85 Pfg. Bei allen anderen Fleischsorten bleibt der seitherige Preis bestehen. Ein bedeutender Abschlag der Schweinepreise ist auch in der Gegend von Fulda bereits eingetreten. Fette Schweine, welche noch vor kurzem 78 und 80 Pfg. das Pfund Schlacht­gewicht kosteten, und bereits mit 70 Pfg. zu haben. Die ! Fuldaer Metzgermeister halten bis jetzt noch am höchsten Preise von 90 Pfg. fest, sie werden aber wohl auch dem allgemeinen Abschlag bald Rechnung tragen müssen.

* EvangelifationS-Bersammlung findet heute abend 81« Uhr im Saale der Methodistengemeinde, Kirchstraße 23, statt. Redner ist Herr Prediger W. L. Völkner aus Frankfurt a. M. Jedermann ist freundlichst eingeladen.

* Marken-Konsumverein. Der Kartoffel-Verkauf des Marken-Konsumvereins erfreut sich eine? recht regen Zu­spruchs. An den beiden vergangenen Markttagen wurden etwa <6 Doppelzentner ausgewogen. Der weitere Verkauf findet jeden Dienstag und Samstag von halb 9 Uhr bis halb 1 Uhr im Keller des Neustädter Rathauses statt. Der Preis für 5 Kilo (zirka 3 Gescheid) ist 28 Pfg.

* Hanauer Fußballklub 1893 Hanâuer Futzball- flubViktoria" 7:1. Am letzten Sonntag standen sich die vorgenannten beiden Fußballvereine im Derbandsspiel 1. Klaffe gegenüber- Wer die 93er nach ihrem letzten Karls­ruher Resultat beurteilt hatte, sah sich bitter enttäuscht. Seit langer Zeit sahen wir die 93er keine so glänzende Kombi­nation entfalten, wie bei diesem Spiel, und einzig und allein der aufopfernden Tätigkeit eines jeden Mannes hat Hanau 93 dieses alle Erwartungen übertreffende Resultat zu ver­danken. Das sehr scharfe Spiel bot durch das beiderseits sofort vorgelegte Tempo, sowie die teilweise herrliche Kombi­nation sehr schöne Momente. 93 hatte seinen Halbrechten zurück in die Halfreihe gestellt, was wir raten würden, auch für die tfolcje zu tun. Die für ihn eingesetzte neue Stürmer­größe erschien uns bei sehr guter Balltechnik doch gegen diesen Gegner etwas schwach. AuchViktoria" hatte zu- nächst eine Umstellung vorgenommen. Ihr bester Spieler wurde in der ersten Spielhälfte anstatt als Back als Half verwendet, um der Stürmerreihe eine bessere Unterstützung im Angriff zu geben. Diese Maßnahme bewährte sich nicht. Hanau 93 gewann mit der zweiten Abteilung mit 2 : 1, die dritte Mannschaft verlor mit 2:0. Hanau 93 erwartet Weihnachten den PragerD. F.-K.", worauf wir schon jetzt aufmerksam machen.

* Gesellige VerbindungMelitta". Die Gesellige VerbindungMelitta" feiert am 17. und 18. d. M. ihr 6. Stiftungsfest. Aus diesem Anlasse findet Samstag den 17. Novbr., abends 97» Uhr, Kommers im Lokal zurgoldenen Gerste" statt. Sonntag den 18. unternimmt die Verbindung einen Familien-Ausflug nach Groß-Auheim in das Gasthaus haus zumgoldenen Stern".

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® Fechenheim, 15. Novbr. (Gewerkschaft­liches.) In zwei außerordentlich stark besuchten Ver­sammlungen, denen sich in Kürze eine dritte anschließen wird, fand dah.er eine bis jetzt schon sehr eingehende Aussprache zwischen den christlichen und freien Gewerkschaften, die gewiß von weitgehendem Interesse sein dürfte. Als Vertreter der freien Gewerkschaften hatte zunächst Herr Ehrler aus Frankfurt das Wort, der in nahezu P/iftünbigem Referate dieSünden" der Gegner nachzuweisen versuchte und der christlichen Gewerkschaft, als im Dienste des Unternehmer­tums stehend, jede Daseinberechtigung absprach. Die richtige Antwort blieb ihm Herr G o t t h a r d-Frankfurt nicht schuldig, der nun seinerseits einSündenregister" der freien Gewerkschaft auftat und nachwies, wie diese im Dienste der sozialdemokratischen Partei stünden und lediglich deren Interesse und nicht die der Arbeiterschaft vertreten. In der gestrigen Versammlung, zu der Anhänger beider Richtungen auch aus Frankfurt und Offenbach erschienen waren, suchte zunächst Herr S ch i e b e r - Fechenheim aus der freien Ge­werkschaft die gegnerischen Ausführungen zu widerlegen und stilisierte vor allem die Kampfesiveise der Gegner. Ihm er­widerte darauf Herr Becker-Frankfurt als christlicher Ge­werkschaftler in Pjiftünbigen Ausführungen, indem er

____ Fasttag ___

zunächst die Aufgaben und Ziele der christlichen Gewerk­schaften : auf dem Boden der heutigen Gesellschaft stehend, Besserung der Lage der Arbeiter ohne Klassenkampf zu er­streben, darlegte, wobei er religiöse und nationale Grundsätze von dem Arbeiter verlangte und dann auS den Schriften der Gegner durch die abfälligen Urteile der eigenen Führer die arbeiterfeindlichen Bestrebungen bewies. Diesem Redner folgte als weiterer Redner Herr H o ch-Hanau, der nun als Gewerkschaftler" seinerseits wieder die Arbeiter der christ­lichen Gewerkschaft als im höchsten Grade arbeiterfeindlich bezeichnete und mit einem Appell zum Eintritt in die freien schloß. Darauf wurde eine dritte Versammlung zur Fort­setzung der Diskussion beschlossen, zu der jedoch Herr Decker zu erscheinen und Herr Hoch zu entgegnen mit Recht abge- lchnt hat. Für ihn wird denn ein anderer Vertreter der freien Gewerkschaft eintreten.

(Eingesandt.) Langenselbold, 16.Novbr. (Silber­hochzeit.) Gestern feierten Herr Pfarrer Hufnagel und Gemahlin das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Welch reicher Liebe und Wertschätzung das Jubelpaar sich in unserer Ge­meinde und darüber hinaus zu erfreuen hat, bewiesen die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke, die ihm von befreun­deten Familien und sonstigen Gemeindegliedern dargebracht wurden. Allgemein fiel es auf, daß die Gemeindevertretung es nicht für der Mühe wert fand, ihrem Seelsorger, sei es auch nur in Form eines einfachen Glückwunsches, ihre Aner­kennung und Dankbarkeit ju erzeigen. Herr Pfarrer Huf­nagel ist seit 22 Jahren in Langenselbold und hat in dieser langen Zeit nicht nur als» Pfarrer in segensreicher Weise ge­wirkt, sondern war auch Jahre lang als Lehrer an der hiesigen Volksschule tätig, um der Gemeinde die Kosten für eine Lehrkraft zu ersparen. Umsomehr hätte man erwarten dürfen, daß die Gemeindebehörde sich die Gelegenheit nicht würde entgehen lassen, um dem verdienten Mann an seinem Familienfeste auch ihrerseits in offizieller Form ihre Erkennt­lichkeit zum Ausdruck zu bringen.

Gerichtssaal.

Sitzung der Strafkammer vom 15. November.

Der Schuhknöpfer als Brecheisen.

Die 16jährige Tochter eines früher auf der hiesigen Pulverfabrik und jetzt in Spandau wohnenden Werk­meisters besuchte am 7. Mai d. Js. hier eine bekannte Metzgersfrau W. und wurde von dieser, die im Laden zu tun hatte, gebeten, im Wohnzimmer zu warten. Diese Ge­legenheit benutzte das Mädchen, um die Sparbüchse des kleinen Sohnes der Frau W. mit einem Schuhknöpfer zu erbrechen und dieser 3.40 Mk. zu entnehmen. Dadurch hat sie sich eines schweren Diebstahls schuldig gemacht, den sie mit 2 Monaten Gefängnis büßen muß. 3 Wochen Unter­suchungshaft werden ihr angerechnet.

S ch l i m m e Jugendstreiche.

Eine hiesige Volksschülerin unterschlug gemeinschaftlich mit einem anderen, noch nicht 12 Jahre alten Mädchen einer Frau 1 Mk. und vernaschten das Geld. Später stahlen die beiden ein vor der hiesigen Mittelschule stehendes Fahrrad und versetzten es auf dem Leihhause für 15 Mk. Damit machten sie einen Vergnügungs-Ausflug nach Frankfurt. Das Schöffengericht hatte auf einen Monat Gefängnis gegen die kleine Uebeltälerin ersannt. Die Strafkammer kann zu einer milderen Beurteilung auch nicht kommen unb verwirft die eingelegte Berufung.

Zechprellerei.

Der 19jährige Dienstknecht Lenz von Lieblos kam am 10. Juli in die D.'sche Wirtschaft in Langendiebach und ließ sich ein Mittagessen geben, bestellte solches auch noch für den folgenden Tag. Nachdem er gegessen und getrunken hatte, bekannte er, daß er kein Geld habe, er wolle aber am nächsten SamStag zahlen, wenn er Lohn bekäme. Er hatte aber gar keine Arbeir mehr und kam auch weder am nächsten Tag noch später wieder. Das Schöffengericht hatte auf 3 Tage Gefängnis erkannt, seine Berufung wird verworfen.

Körperverletzung.

Der Gastwirt Zipf in Gelnhausen wurde in der Nacht vom 2.-3. August von einem dortigen Nachtwächter auf das Fehlen der Laterne aufmerksam gemacht, als er mit einem Wagen Heu durch die Stadt fuhr. Es entspann sich ein Wortstreit, in dessen Verlaufe der Nachtwächter an der Kehle gefaßt und zu Boden geworfen wurde. Zipf hatte sich vor dem Schöffengericht wegen Widerstandes gegen die Staats­gewalt und tätlichen Angriffs aus einen Sicherheitsbeamten zu verantworten, wurde aber nur wegen einfacher Körper­verletzung zu 10 Mk. verurteilt, da nickt nachzuweisen war, ob er den Nachtwächter als solchen erkannt hatte. Ausdrück­lich zu ernennen gegeben hatte sich dieser nicht. Die Strafkammer bestätigt das Urteil.

Pfandverschleppung.

Der Arbeiter H. von Sterbfritz verkaufte in Gemeinschaft mit seiner Ehefrau zwei gepfändete Schweine, um sich in den Besitz der so sehr erwünschten Barmittel zu setzen. Der Mann war zu 2 Wochen, die Frau zu einer Woche Ge­fängnis verurteilt worden. Gegen das Urteil haben sowohl Staatsanwalt als Angeklagte Berufung eingelegt. Die des Staatsanwalts und des Mannes merbeit verworfen, die Frau wirb freigeiprochen, da nicht naebgewiefen, ist, daß sie bei der Ueberlieferung der Schweine an den Käufer mitgewirkt hat.

Vereins- u. Bergnü^nnKsnachrichten

für Freitag den 16. November.

Allgemeiner Deutscher Schulverein, Ortsgruppe Hinan: Abends 6 Uhr: Hanvlversamn lung im roten Sälchen bei BürrerveremS.

Stadtthemer in Hanau: .Der Tarlüfs', .Die Furch- w der Schwieger- mntter' ; Anfang 7 Uhr.

Po. Männer- n. JüngtingSverein: UnlerhaltungSabend (Ev. Ve»einshaus.) kurn- ii. Fechiklub: Abend? 67'/. Uhr: Turnen der £>amenabtedung; 87»10 Uhr: Fechten.

Turugesellschaft: Abends von 810 Uhr: Turnen der Iuaeudableiluua.

, ______________ 16. November

Turnverein: Abend? von 810 Ubr: Turnen der Juqcndabteiliiua.

Humoristischer MusskveieinGermania" : Von 911 Ubr: Ucbnnasünn^ kRestanralwnHarmonie').

Verein f. Homöopathie ii. Naunbeilkunde: VoitragSabend (Stadt Bremen) Erster Hanauer Kellnerverein: VereinSabend in derHarmonie". Hanauer Kellnernerein (negr. 1880): VereinSabend bei UI Irmer.

Erster Hanauer Kellnerbmid 1905: Vereinsabcnd imElephanten*. KlubAinicilia": Dereinsabend im Gasthau?zum Elephanten". Gefangverei«Mclomania" : Singstunde in derftartbaune'. Sänger-Quartett: Bereinrabend in der Brauerei Orsckler.

KlubSchlaraffia": Dereinsabend in derAllcmania".

KlubTralernitaS: Klubabend in den3 Schwanen". Katholischer Gesellenverein: Vcrctnsabend intVrenstüb'l". Fr citags-Meselll chaft Carlsberg: RestaurantEarlsberg". Französischer Klub: Zusammenkunft imBernhardscck". GesellschaftScharte? Eck": Bereinsabend.

MerkeS'scher Stenographen-Verem: FortbildungSkursu?zur Sanne". Gabelsberger Stenograpben - Verein im Gasthaus zu den3 Rindern Abend? von 910 Uhr: Uebungsftnnde: Redeschrift.

Allgemeiner BildungSverein: Abends 9 Ubr: Lese-, Diskussions- und Vor- traggnbem im RestaurantRheingold".

Bicycle-Klitb 1896: Klubabend imKaiser Friedrich".

AthletenklubGermania": Riegenstemmen unb Ringen der 1., 2. und 3, Klasse (zum oroßen Kurfürsten").

Stemm- und Ring-KlubEiche": Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen, Stcinstosten (Restaiirationzum Sandhof").

GesellschaftLustige Brüder": Klubabend bei Heinrich Vowinkel.

Verfteiqevttngs- re. Kalender für Samstag den 17. November.

Angebote betr. Uebernabme auf Lieferung von Anamisit-Pflastersteinen 1. Sorte und Schablonensteinen für die hiesige städtische Veuvaltang sind bis vormittags 11 Uhr im Stadtbauamt, RaihauS, Zimmer Nr. 19, eiiizureichen (s. Nr. 259Han. Anz.").

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 15. 11. 16. 11.

Sehr trocken =~I

Beständig '

Schön

Veränderlich|

Regen (Wind)^^-°^ |

Viel Regen 74 8

Sturm ==? E

730^ - I

720.411 I

710^^ I

Bericht des öffentlichen Wetteröicnffes.

Dienststelle Weilbnrg a. d. L. (Landwirtschaftsschule). Donnerstag, 15. Novbr. 1906, 8 Uhr morgens.

Witterung im Gebiet während der letzten 24 Stunden

Niederschlagsmengen in Deutsch-

land während der letzt. 24 S (in Litern auf den qm/

künden

Marburg

Meist bewöl't.

Hamburg

0

Dresden "

Hachenburg

Meist bewölkt

Memel

1

Breslau

6

Wiesbaden

Meist bewölkt.

Aachen

0

Metz

0

Fulda

Ziemlich heiter.

Hannover

0

Karlsruhe

0

Cassel

Meist bewölkt.

Berlin

0

Münchm

0

Allgemeine Uebersicht.

Das gestern auf dem nordwestlichen Ozean aufgetauchte Tiefdruckgebiet ist ostwärts vorgerückt und hat das mittel­europäische Hochdruckgebiet südostwärts zurückweichen lassen. Der Wind hat sich daher in unserm Bezirk nach Osten und Südosten gedreht. Doch wird noch kein Regen gemeldet. Beim Vorüberzug des Hochs sank infolge vermehrter Aus­strahlung die Nachttemperatur wieder unter den Gefrier­punkt.

Der Tiesdruckwirbel scheint ostwärts weiter zu ziehen, so daß unser Bezirk bald in den Bereich seiner südlichen Rand­tiefs kommen dürfte. Wir hätten dann für morgen bei schwachen westlichen Winden meist trübes, milderes Wetter, doch wohl nur geringe Niederschläge zu erwarten.

Hus Hab und fern,

)( Alzenau, 15. Novbr. Der Distriktsrat beschloß, daß von weiteren Verhandlungen über den Anschluß an die Sammelwasenmeisterei Hanau wegen Aussichtslosigkeit der Sache Abstand genommen werden soll.

FC. Pfeddersheim, 16. Novbr. (PrivatelegrammJ In einer Schöffengerichtssitzung wurde der prakt. Arzt Dr. Schick aus Dalsheim, der als Zeuge vernommen wurde, wegen Meineidsverdachts verhastet.

FC. Stadtprozelten, 16. Novbr. (Privattelegramm.) Heule früh wurde in der Burgruine der Steinhauer Bau­mann aus Altenberg, der seit Montag vermißt wurde, mit gespaltetem Schädel und durchschnittenem Halse anfge- funden. Der Mörder ist noch nicht ermittelt.

G Offenbach a. M., 15. Novbr. Bei der neuen Spar- und Kreditkasse in Mühlheim a. M. entdeckte der neueingestellte Rendant ein bedeutendes Manko, das etwa 30 000 Mk. beträgt unb dem Kassenkontrolleur verborgen geblieben ist. Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung bereits eingeleitet.

Worms, 16. Novbr. Infolge eines Antrages aus Stadtverordnetenkreisen soll von der Stadtverwaltung Vor­kehrung getroffen werden, daß den Bürgern der Stadt jeder Zeit Tag und Nacht bestimmt ärztliche Hilfe geleistet werden wird. Dieser Beschluß würbe im Hinblick auf den traurigen Fall der verbluteten Frau Seiler gefaßt.

)( Hunnen, 13. Novbr. Durch kochende Suppe hat sich ein Kind im nahen Willingen derart verbrannt, daß e8 noch am gleichen Tag unter den furchtbarsten Schmerzen starb. Ein 4 Jahre altes Mädchen sah wie die Mutter die kochende Suppe ticreintrug. Als die Mutter wieder in die Küche ging, riß das Kind den Kroppen an sich. Laute Schmerzensschreie riefen die Mutter herbei. Als sie dem Kind die Kleider auszog, blieb die Haut daran hängen.