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Hanauer

Anzeiger

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vkerieliSH-rlich 1^0 Mk., nwnatfi^ 60 M., für m* nSttigv Abonnenten mit dem betreffenden Postausschlax ,

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Gtncral-Anzeiger

VinrücknngSgrtihr J

Die ßhtfgespaltene PetüzeL oder deren Raum 15 W-,

tu. Waisenhauses in Hanau.

Amtliches OiM für $t«M= ««- Lssdüreis Km«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verantwvrü. JMait: V. C$tetf« ta $t«m.

Nr. 264 Fernsprechavschl-ts; Nr. 605»

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Snmstag den 10. November

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Ferusprechanschlutz Nr. 605. 1906

Sie jevtigeMmNtt umfasst außer d.MtechllttWsblatt

16 Seiten.

Amtliche Beilage Nr. 18."

Amtliches.

Stadtkreis Z^Lnau.

Unter Abänderung der Bekanntmachung vom 20. Sept. 1905, veröffentlicht imHanauer Anzeiger" Nr. 225 vom Montag den 25. September 1905, wird gemäß der Ziffer 261 und 263 der Ausführungsanweisung zur Reichsgewerbe­ordnung vom 1. Mai 1904 zu § 139 e Abs. 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung hiermit der 24» Dezember aus den 14 Ausnahmetagen, an welchen die offenen Verkaufs­stellen für den geschäftlichen Verkehr bis spätestens 10 Uhr abends geöffnet sein dürfen, ausgeschaltet.

Hanau den 4. April 1906.

Der Königliche Polizei-Direktor.

k 1650 v. Beckerath.

werden uns erlauben, demnächst die Leser unseres Blattes mit dem Programm bekannt zu machen. Gewiß wird auch diese Veranstaltung wieder eine große Anziehungskraft ähn­lich der im vorigen Jahre ausüben.

Volkskirchenkonzert in der Marienkirche. Wir bitten den Ausführungen über dieses Konzert in unserer heutigen Nummer Beachtung schenken zu wollen! Eintritts­karten für numerierte Plätze (50 Pfg.) sind von Montag ab in den beiden hiesigen Hofbuchhandlungen, solche für nicht­reservierte Plätze (20 Pfg.) bei den Herren Grasmeher (Gärtnerstraße), C al aminus (Neust. Markt), Spei te l (Ältst. Markt) und am Konzertabend an der Kirche zu haben. Wir empfehlen das Konzert allen Freunden geistlicher Musik. Die Mitglieder des Chores werden an die heute abend präcis 8 Uhr stattfindende Probe freundlichst erinnert.

Dienstag den 13. November d. Js.j, nachmittags 3 Uhr, kommen in dem Kreishaus, Hainstraße Nr. 10, hier 66 ausrangierte Tuchröcke von der Schutzmannschaft gegen gleich bare Zahlung zur Versteigerung, wozu Kauflieb­haber eingeladen werden.

Hanau den 2. November 1906.

Königliche Polizei-Direktion.

P 9359 v. Beckerat h.

Landkreis Ran au.

BekanntinchniW ks Mißlichen Mrateil

Die Herren Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten haben zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen für den Regierungsbezirk Bromberg die weiteren Nummern I Y 701 bis 900 überwiesen.

Hanau den 9. November 1906.

Der Königliche Landrat.

V 8182 I. A: Conrad, Kreissekretär.

Erloschen: Der Schweinerotlauf in Stockstadt, Bezirk Aschaffenburg.

Hanau den 9. November 1906. V 8213

Hus Ran au Stadt und £and.

Hauait, 10. November.

* Vermehrte Beschäftigungszeit. Auf Grund der allgemein erteilten höheren Ermächtigung wird hierdurch für Sonntag den 11. November d. J. eine vermehrte Bc- schäftigungszeit für alle Zweige des stehenden Handelsge­werbes in der Stadt Hanau und zwar bis 7 Uhr abends zu­gelassen. Während des Gottesdienstes und zwar in der Zeit von 91/! bis 1P/4 Uhr vormittags und von 2 bis 3 Uhr nach­mittags ist jedoch jede Art der Beschäftigung im Sinne des § 105b Abs. 2 der Reichs-Gewerbe-Ordnung ausgeschlossen. In Betreff des Offenhaltens der Verkaufsbuden auf der hiesigen Herbstmesse bleiben die seitherigen Bestimmungen unberührt, nur ist den Verkäufern von Vcrzehrungsgegen- ständen (Konditorei- und Backwaren, sowie Obst u. a. m.) an dem vorbenannten Sonntage in den für das stehende Handelsgewerbe frcigcgebenen Stunden ebenfalls das Feil­halten gestattet.

* Kirchenchor der Johanniskirche - Volks- kirchenkonzevt. Der Kirchenchor der Johanniskirche ver­anstaltet am Totensonntag, abends 8 Uhr, sein 3. Dolkskirchenkonzert. Während die am ver­flossenen Sonntag stattgefundeneReformationsfeier" dem Charakter des Festes entsprechend groß angelegte Chöre mit ihrer melodischen und harmonischen Macht bot, wird die Totenfestfeier" vorherrschend a capella Chöre bringen, die einen tiefen Stimmungsgehalt bergen. Auch diesmal werden sich die Darbietungen um einen bestimmten religiösen Hciis- gedanken gruppieren, der neben den Chören durch gut ge­wählte, ansprechende Sologesänge, durch Gemeinde- und Chorknabengesang und Orgclvorträge vervollständigt werden wird. Als Solisten haben bereits Fräulein Elisabeth Fritsch (Sopran) und Fräulein Wilhelmine W e i s m a n n aus Frankfurt a. M. (Alt) ihre Mitwirkung zugesagt. Wir

* Weihnachtsheschsrimg für die ftädt. Klein- kinderfchltle. Weihnachten, das Fest der Freude, naht heran. Sehnsüchtig harren die Kleinen auf das Kommen des Christkindleins, träumen vom strahlenden Weihnachtsbaum und schönen Sachen. Und um den Zöglingen unserer Klein­kinderschule zum größten Teil Kinder unbemittelter Eltern eine Weihnachtsfreude zu bereiten und es zu ermöglichen, daß den lieben Kleinen der Weihnachisbaum angezündet wer­den kann, rufen wir auch in diesem Jahre die Herzen wohl­tätiger Menschen zu reichlicher Spende an. Möge sich die Sammelbüchse, die jetzt von Haus zu Haus getragen wird, reichlich füllen.

* StadtLheatsr. Schiller'sWilhelm Tell" wird morgen in neuer Einstudierung zur Aufführung gelangen. Wenn unser Nationaldichter im September 1803 an Körner schrieb:Es soll ein mächtiges Ding werden und die Bühne von Deutschland erschüttern", so hat er die Wahrheit voraus­gesagt. Bis heute ist das gewaltige Schauspiel in seiner dramatischen Steigerung nicht übertroffen worden. Die Titel­rolle spielt Herr Pu st ar, der darin Gelegenheit erhält, einen weiteren Beweis seiner vortrefflichen Gestaltungskraft zu er­bringen. AlsGeßler" wird Herr Steger auftreten, wel­cher das Werk gleichzeitig mit größter Sorgfalt inszeniert hat. DenStauffacher" gibt Herr Kempf, denRudenz" Herr Hauser, dieBertha" Fräul. Sarno und alsAtting­hausen" wird Herr O. H. Müller seine vielversprechende Begabung in günstigster Weise entfalten können. Die Rolle derHedwig" spielt Frau Johanna Anders, die im Laufe der Spielzeit nötigenfalls noch mehrmals im Fache der ernsten und Helden-Mütter auftreten wird. AlsMelchthal" wird Herr Hopkirk zum ersten Male eine größere klassische Rolle erhalten, die es ihm ermöglicht, seine künstlerische Be­gabung zu zeigen. Ebenfalls wird Herr Matter in der Rolle desBaumgarten" Gelegenheit haben, einen Beweis seiner Fähigkeiten abzulègen. In weiteren größeren Rollen sind noch beschäftigt: Herr Krug (Walter Fürst), Fräul. I aida (Armgart) und Herr Ny grin (Rösselmann). Zum ersten Male wird morgen die Parricide-Szene mit zur Darstellung gelangen und wird Herr H e i d e m a n n den Parricide" spielen. In kleineren Rollen ist das gesamte Personal beschäftigt. Auch morgen dürfte Schiller's Meister­werk wieder das größte Interesse erwecken. Die Vorstellung beginnt um ^a 7 Uhr.

* Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monats Oktober 1906 wurden im hiesigen Schlachthause geschlachtet: 117 Ochsen, weniger gegen den Monat Oktober 1905

89 Kühe,

58 Rinder, 1099 Schweine, mehr 342 Kälber, weniger 215 Hämmel,

3 Lämmer, mehr

5 Ziegm,

ff ff ff ff ff ff

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II ff

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Die Accis-Einnahme hiervon beträgt .

An eingeführten Fleischwaren rc. wurden versteuert: 33 268 Kilogramm, weniger gegen den Monat Oktober 1905: 720 Kilogramm.

Hiervon die Accis-Einnahme mit . .

ff

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II

II

Mk.'

Mk.

2

18

1

96

26

48

3

3

Stück

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4578.40

1096.39

Summa Mk. 5674.79

Gesamt - Accis - Einnahme im Monat

Oktober 1905 . . . . Mk. 5668.41

Mithin mehr gegen die gleiche Zeit des Vorjahres...... Accis - Einnahme vom 1. April 1906 bis 31.

Oktober 1906 .....

Accis - Einnahme vom 1. April 1905 bis 31.

Oktober 1905 .....

Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des Vorjahres .

Mk. 6.38.

Mk. 36 075.31

37 405,94

Mk. 1330.63.

* Parolemustk. Die Ulanenkapelle spielt morgen im Schloßgarten folgende Musikstücke: 1)Auf hoher Warte", Festmarsch von C. Gageur; 2) Fantasie ausThe Geisha" von S. Jones; 3)Ganz allerliebst", Walzer von E. Wald­teufel"; 4)Schön stud die Veilchen", Lied von A. Schenk; 5)Honved", Parademarsch von C. Marewe.

* Preislied. Auf ein Preisausschreiben des Herrn Dietrich Helmerich in derHessischen Rundschau" betreffs Gewinnung einer volkstümlichen Vertonung des Liedes Hessenland, du teuerwertes Land" v. Wilke erhielt bei 14 Bewerbern Herr Königl. Musikdirektor H. Hiege vom Regt. Nr. 167 den 1. Preis. Das Lied, welches bald Gemeingut aller Hessen werden dürfte, wird in der Kürze in ver­schiedenen Bearbeitungen im Druck erscheinen.

* Die Unifonn des falschen Leutnants. Nunmehr ist ermittelt worden, daß die Leutnants-Uniform, in welche sich der Taglöhner Hahn gesteckt und damit ver­schiedene Wirtshäuser besucht hatte, von einem früheren Leutnant des hiesigen Infanterie-Regimentes stammt, welcher diese seinem Zimmervermieter zurückließ. Von dem Ver­mieter erwarb die Uniform ein Spezereihändler in der Nordstraße, welcher sie an den genannten Hahn weiter­veräußerte.

* 200 000 Mark der preußischen Klassenlotterie fielen auf die Nummer 167 566.

* Aamilieuabeud. Morgen abend 7/a Uhr findet im hiesigen evangelischen Vereinshause, Nußallee 22, ein Familienabend mit Kaffee, Chorgesängen, Musikvorträgen und Deklamationen statt. Ansprachen halten Herr Pfr. G ö b e (s und Herr Pfarrer Maisch- Oberissigheim. Eintritt für Kaffee und Bewirtung 40 Pfg., Kinder zahlen die Hälfte Jedermann ist freundlichst eingeladen.

* Der Poft- und Telegrapheuuuterbeamten» Verein Hanau wirb in diesem Jahre von der Veranstal­tung eines Wintervergnügens absehen, da er beabsichtigt, im Sommer des kommenden Jahres das Fest seiner Fahnenweihe zu begehen. Hoffentlich wird sich das rege Interesse, das den Veranstaltungen des Vereins seilens der hiesigen Bürger­schaft immer entgegengebracht wurde, auch dem Fahnenweihfeste zuwenden.

* Die Rodgattbahn, die trotz aller Vorstellungen an den belebten Uebergängen noch immer keine Schranken er­halten hat, hat vorgestern abend wieder einmal Unheil an­gerichtet. Als der Bürgeler Schäfer eben mit seiner Herde den Uebergang am Lämmerspieler Weg passierte, brauste ein Zug heran und tötete fünf Schafe und den Schäferhund.

* Das Hahnenkammhans ist nur Sonntags geöffnet.

* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 39 Uhr die Altstadt - Apotheke geöffnet.

* Zither-Verein. Der Zither-Verein Hanau begeht sein diesjähriges Stiftungsfest am Sonntag den 18. November im Saale der Stadt Bremen in Form eines Familienabends. Außer verschiedenen gut einstudierten Zitherchören und Zither­duetten gelangen zur Darbietung komische Vorträge und Theaterstücke. Nach beendeter Unterhaltung beginnt der Tanz. Nach dem aufgestellten Programni zu urteilen, steht den Be­suchern der Veranstaltung ein genußreicher Abend bevor. Karten sind an der Kasse sowie bei den Mitgliedern zu haben.

* Abenv Unterhaltung. Die Vergnügungsgesellschaft Fidelio" hält morgen abend 6 Uhr im Saale zurStadt Bremen" wieder einen ihrer beliebten Unterhaltungsabende ab. Das Programm weist u. a. ein Duett, verschiedene Terzette, Kuplets und ein kleines Theaterstück auf; auch dem tanzlustigen Publikum ist Rechnung getragen.

* Von der Messe. Einen großen Anziehungspunkt bildet der hier zum ersten Male auf der Messe weilende orientalische Irrgarten oder Krystallpalast, in dem man sich recht vergnügte Stunden bereiten kann, weshalb ein Besuch zu empfehlen ist.

§ Cirkus Sarrasani. Im Cirkus Sarrasani zu Frank­furt a. M. bilden die fliegenden Menschen neben Mr. Renard alias Herrn Leinert, die Hauptattraktionen. Wenn man Herrn Renard, der als Sieger in zahlreichen Rennen nun allabendlich im Kampf mit dem Tod siegreich hervorgeht, als den charakteristischsten Typus der Energie und Kraft be­zeichnen darf, so kann man das Roberts-Trio als die Der- treter der höchsten Gewandheit hinstellen. Wer an die Zeiten zurückdenkt, in denen Kolter-Waitzmann mit ihren Arenen durch die Lande zogen und die sich im Freien produzierenden Künstlergesellschaften, ohne unter der Konkurrenz der Varietes zu leiden, noch auf einer höheren Stufe standen als heutzu­tage, wird sich noch derfliegenden Männer" erinnern, deren Glanzleistung der Todessprung von Trapez zu Trapez war. Diese Höchstleistung der Akrobaten alter Schule ist für die Roberts die Grundlage ihres Arbeitens geworden. Sie be­ginnen damit und führen ihn unsägliche Male aus, in allen möglichen Variationen.