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kandieren, um der an midi gerichteten Bitte, die von ihren Bewohnern verlassenen Häuser vor bereits begonnener Plün­derung zu schützen, nachzukommen. Und erst etwa um 5 Uhr, als Militär in Stärfe von etwa 220 Mann vom Infanterie­regimentHamburg" eingetroffen war und die Absperrung systematisch vornehmen konnte, herrschte genügend Ordnung in der nächsten Umgebung der Brandstätte. Abgesehen von der St. Michaelskirche und deren Jitrm, die nicht gegen Feuersgefahr versichert gewesen sind, beträgt der durch das Feuer ungerichtete Gebäudeschaden alles in allem 872,494 Mark. An Mobiliar usw. usw. haben die FcuerversicherungS- gcsellschasten int übrigen den Gesamtbetrag von 655,474 Mark bezahlt, in welcher Summe auch der Wert der Orgel und einiger Jnventarstücke der Kirche mit enthalten ist.

Allerlei au» Bauern. Der Kaiser von Oesterreich schenkre einen namhaften Betrag dem Dom zu Speyer zum würdigen Ausbau der Grust Rudolfs von Habsburg, des Ahnherrn des Habsburger Herrscherhauses. Samstag vormittag platzte in der Walzmühle zu Ludwigshafen ein Dampfrohr. Der gerade vorübergehende Meister Bechtel von der Frankfurter Betonhaugesellschaft wurde an beiden Beinen schwer verletzt. Die Untersuchung gegen den Stadt- sekretär Link von Lauingen wegen Verbrechens im Amte ist abgeschlossen und seine Verweisung vor das am 26, No­vember beginnende schwäbische Schwiirgerickt erfolgt. Link ist seit 24. Dezember 1905 in Untersuchungshaft. Eine aus 27 Herren bestehende Expedition erforschte, wie aus Kempten gemeldet wird, unter der Führung von Oberst­dorfer Bergführern das H o l l - L o ch im Malchertal bei Tiefenbachim Algäu. Nach den Aussagen dieser Herren übertrifft diese Höhle um ein bedeutendes die Sturmanns- höhle an Großartigkeit. Nach einem senkrechten Absturz von 96 Meter gelangt man in ein zirka 48 Meter hohes Ge- wölbe, dem sich noch mehrere imposante Grotten und Ga­lerien amduteyert, deren genauere Erforschung noch erfolgen wird. Die bei bent Schieferdeckermeister August Hornbach n Landau beschäftigten Schieferdekkergesellen Ruppert Mildenberger und Johann Rohr von Mannheini verun­glückten vorgestern nachmittag am Schulhausneubau in Ludwigshafen. Sie wollten ihre Fahrstühle auf denen ste laßen, verstellen, aber durch irgend einen Zufall, der bis jetzt noch nicht abgeklärt ist, stürzten die Stühle in die Tiefe, mit ihnen die beiden Schieferdecker. Die beiden Ver­unglückten fanden dabei den Tod. Aus verschiedenen Ge­genden des Bayerischen Waldes wird über Schnee­fälle berichtet: die Berge sind bis ins Tal mit Schnee be­deckt. DaS 1* - Jahre alte Kind des Maurers Seibold in Jettingen bei Burgau geriet unter das Torffuhrwerk eines Knechtes aus Zcheppach, wobei ihm die Räder des Wagens den Kopf zerdrückten. In Dingolfing wurde die 76jährige Arbeiterin Dörfner von Bruckthal von der Transmission erfaßt, wobei ihr vom Maschinengetriebe beide Füße^und ein Arm gebrochen wurden. An ein Aufkommen der Schwerverletzten ist kaum zu denken. Unterhändlers­sohn Bierl von Cha uf, der sich ein Sittlichkeitsverbrechen ^schulden kommen ließ und verhaftet wurde, ist gegen Stellung einer Kaution von 5000 Mark wieder aus der Haft entlassen worden. Die Stadt Eggenfelden wünscht, daß die zweite niederbayerische Kreisirrenanstalt in Eggen­felden errichtet wird, und bewilligte dazu 30 000 Mark. In Landshut verletzte nach yorauSgegangenem Wort­wechsel der Branniweinbrenner Mederer dem Schreiner Schar- Echinger von Passau 9 Suche in den Rücken, Brust und Kopf. Der Messerheld ist verhaftet.

yetloftmgen.

Staat Paris 400 Fr.-Lose vom Jahre 1892. Ziehung vom 22. Oktober 1906. Auszahlung ab 15. No­vember 1906. Haupivreise: Nr. 526401 zu 100 000 Fres. Nr. 355690 zu 50 000 Fr. Nr. 184591 524897 je 10 OOQ Fres. Nr. 34289 58880 78999 88319 92984 94146 116270 143612 161664 168101 174385 189168 220566 226364 237446 240175 257610 290382 292438 315368 364560 365625 368709 416538 428050 469043 494586 '00486 503939 576446 je 1000 Fxch. fC^ne GeivI

Kongo 100 Fr.-Lose vom Jahre 1888. Ziehung opm 20. Oktober 1906. Auszahlung am 15. April 1907. Gezogene Serien: 3449 10507 12087 24446 31061 32869 35964 38879 40424 41559 44997 48197 52462 52554

sichen Anwesenden daraufhin zu verpflichten, und dann bat ich ihn, sich bis dahin lehr ungnädig dahin zu äußern, daß ich erst am 15. Januar zu schießen anfanoen wolle und wahrscheinlich auch an diesem Tage noch nichts zustande bringen werde. Zu meiner nicht geringen Ueber- raschung ging der König sofort darauf ein, es schien ihm die List sogar Spaß zu machen, und er sagte:Also wir sagen alleden 15. Januar" und schimpfen weidlich auf diesen jungen Mann."

Hiermit waren wir entlassen, und beim Hinausgehen sagte mir Boye» lachend, und indem er mir die Hand gab: Daß Sie der gröbste Kerl der Welt sind, das' weiß ich lange, aber daß Sie bei Ihrer Grobheit soviel Courage hätten, das habe ich Ihnen nie zugetraut." Ich war er­staunt, denn ich wußte nicht, wobei ich Courage gezeigt. Nun," sagte er,um dem Könige und bent Kronprinzen in unser aller Gegenwart zu sagen, daß viele in ihrer Um­gebung Plappermäuler sind, vor denen man sich in acht nehmen mich, dazu gehört mehr Courage, als sich totschießen zu lassen."

* *

Der König und der Aufschub der Beschießung.

_ Ani bestimmten Tage war der Prinz durch undurchdring- Rhe» Diebel verhindert worden, mit der Beschießung der Forts zu beginnen. Er erzählt nun:

In der Avenue de Paris ritt ich an der Präfektur von Versailles vorbei, in der der König wohnte. Es war mir doch wichtig, aus dem Munde des Königs bald zu hören, wie er über den nochmaligen Aufschub der Beschießung dachte, ehe gegnerisch gesinnte Vorstellungen erfolgt sein konnten. Ich stieg daher unter seinen Fenstern ab, er sah mich und ließ mich gleich in sein Kabinett kommen, ehe er zu Tische ging.

. .Mit hoch gehobenem Stock fam er mir entgegen und rief scherzend:Herr, soll ich Sie mit bent Knüppel zum Schießen zwingen, warum feuern Sie nicht?" Ich kannte ihn zu gut, um derartige Ausbrüche für ernst zu nehmen. Ich zuckte mit den Achseln, und ehe ich noch ein Wort der Meldung vorbrachte. setzte er feine Rede fort:Wenn

Donnerstag

52991 53724 55150 58640 59193. Hanptpreise : Serie 52554 Nr. 16 zu 100 000 Frcs. Serie 52991 Nr. 18 zu 1500 Fr. Serie 52554 Nr. 1, Serie 55150 Nr. 14, Serie 59193 Nr. 16 je 750 Frcs. Serie 3549 Nr. 9 14, Serie 24446 Nr. 2, Serie 31061 Nr. 8 21, Serie 32869 Nr. 25, Serie 38879 Nr. 14, Serie 40424 Nr. 19 21, Serie 44556 Nr. 18, Serie 44997 Nr. 1, Serie 48197 Nr. 11 15, Serie 52462 Nr. 12, Serie 52544 Nr. 11 20, Serie 52991 Nr. 17, Serie 55150 Nr. 16 17, Serie 59193 Nr. 13 je 400 FrcS.

Vereins- tt. Berünngnnstsnachrichten

für Donnerstag den 1. November.

Kirchenchor der Marienkirche: Abends 8 Uhr: Probe im Stadtschloß. Kirchenchor der Johanniskirche: Abends 8 Uhr: Probe im Uedungssälchen Kirche.

Cvang. Männer- und günglingSoerein: Bibel stunde (@v. Beremsbansp Turngememde: 8-/710: Ingendabieiluug. 79- 8-/«: granmableilung 4.. 56: Mädchenabteiluiig. 67 : Knadenableilimg.

Katholischer Mänuerverein: B-reinsabend in der Restauration Mohr. Gnbelèberger Stenographen»Verein im Gasthaus zu den3 Riudcru": Abends uon 89 Uhr: Ausängerkursus, 910 Uebnngsstunde, Derkebr sschrifl.

Attnds'scher SteuograpbenoereinApollobund" (Gasthauszum Grafen Philipp 9ubmia): Bkremsabend.

GemnqvereiirFröhlichkeit": Singstunde irrt Bei einslokale. Natwnalstknvgroohen-Vereln t Lehr- », Uebungsstundc (LokalZur großen Krone' Kt-ittbeinursiraße 26).

Dromatisch-liier.irischer Verein ..Melpomene"zur Sonne": Lessing, Erster Hanauer Fußball-Klub 1893: Klubabend in der Brauerei Kaiser. Verein Canaria': Verein-adeud im Veremslokal ,311m Karpfen".

Klu'rBavaria": Klubabend in der RestaurationAllemania Erste Hanauer Pouleresellichaft: Preis spiel imDeutschen Hans". FußballklubViktoria": Vereinsalumd imgoldnen Rad". Aadfabrrrverei« Hanau 1885: Klubabend in betCentralhall«". RadfahrervereinVorwärts": Zusammenkunft im Gasthaus3. Sonne" Konsulat Hanau der Allgemeinen Radfahrer-Union, D. T. C.: Versamm­lung im RestaurantCarlsberg".

Techniker-Verein: Vercinsabend in der Restauration Mohr. Feuermebi-Vorstandsstßnng in der Brauerei Beck.

St. Ioseph-Bauvereiu: Mouaisoersammlung in derStadt Bremen". Svcsiart-Tomlstenverein: Vereiusabeud imElephanten".

Bavometerftauv

mittags 12 Uhr am 31.. 10. 1. 11.

Sehr trocken - '

Beständig' -

Schön 760

Veränderlich

Regen (WindH^-^G

Viel Regen 74 B

Patent-Erteilungen.

Nr. 179 142. Vorrichtung zur Erhitzung von Flüssig­keiten durch bie Auspuffgase von Verbrennungskraftmaschinen, Heinrich Amend in Hanau a. M.. vom 9. Juli 1905 ab. Kl. 36e.

Nr. 178 887. Metallglied für die Herstellung von bieg­samen und zusammenlegbaren Bändern. T- Salomon Frank in Frankfurt a. M., Speicherstraße 7, vom 12, August 1904 ab. ~ Kl. 47b.

Nr. 178 795. Beinkleid. Amandus Pfarrer in Frankfurt «. M., Linhenstraßc 31, vom 13. August 1905 ab. Kk. 3b.

Nr. 178 918. Verfahren zur Herstellung gekörnter photographischer Schichten für photomechanische Drucke aller Art, KI! m i ch Ä E 0, in Frankfurt a. M., vom 13. Januar 1905 ab. Kl. 57b.

wege«e^"mflwoHm»eBgelg|gplra|BWaaa^l bie Elemente sich gegen uns verschwören, müssen wir geduldig still Balten. Ich hatte den ganzen Tag eine Hundeangst, Sie könnten zu schießen anfangen, bloß weil es einmal besohlen war, und war sehr froh, keinen Ka­nonendonner yt hören. Ich konnte ja nicht einmal die Häuser vis-a-vis sehen. Ihr müßt gar nichts haben sehen 'können." Ich bestätigte, daß wir nichts sehen konnten. Er lobte den Aufschub.Doch nun zu etwas anderem."

Eharakterzüge vom König unv vom Kronprinzen.

7. Januar. Es versammelte sich die übliche Gesellschaft. Der König stand an seinem Arbeitstisch, war tief ernst und etwas bleich.

Ich verlange", hob er an,vor allem eine Darlegung der Situation vor Paris seitens des Komnmndeurs der Be- lagerungs-Artilleric."

Ich meldete kurz das Resultat des zweitägigen Kampfes, und wie die Forts Iffy und Vanves zum vollständigen Schweigen gebracht seien.Glaubeir Sie etwa, daß der Feind die Forts geräumt habe?" fragte der König.Das Gegenteil ist erweislich", sagte ich,weil die Schornsteine der bombensicheren Räume der Forts rauchen, also jemand darin sein muß, Essen 31t kochen, aber niemand wagt sich auf den Wall." Dann setzte ich auseinander, daß unsere Batterien zwar im Artillcriekanipf siegreich seien, aber zu weit entfernt standen, um das Mauerwerk der Wälle ohne ungeheure Munitionsverschwendung umzulegen. Ich würde daher für 32 Geschütze Batterien in den dazu auSgewählten Positionen um 1000 bis 1500 Schritt näher als bisher am Feinde er­bauen. Dieser Bau sei unter dem Schlitz unserer überlegenen Artillerieivirkllng ganz ungefährlich, und ich bäte Seine Ma­jestät, der Dritten Armee zu befehlen, mir dazu die nötigen Aushilfsrnannschastcn vyn der Infanterie 31t stellen.

Als ich nun meinen günstigen Bericht mit Zahlen belegt hatte und sogar mit der Absicht hervonrat, brm Feinde näher auf den Leib zu rücken, als Kameke sich dieser Meinung anschloß unb mir verlangte, die Vorposten noch weiter vorzuschiehen, um die Koiilmunikationen, die die Ingenieure zu erbauen hätten, aradlinia von LeS Mousi-

_______ 1. November

Nr. 179 224. Verfahren zur Darstellung von 0 - Oxyazo- farbstoffen; Zus. z. Pat. 167 640. Leopold Casseil & C 0. G. ut. b, H. in Frankfurt a. M., vom 21. Januar 1904 ab. Kl. 22a.

Nr. 179 279. Verfahren zur Bremsung von Gleichstrom» scricn-Maschinell aus gleichbleibeiide Drehzahl. Felten A G u i l l e a u m e - L ah in e t) e r iv e r f e Akt. ° Ge s. in Frank­furt a. M., vom 3. Mai 1905 ab. Kl. 21b.

Nr. 178 936. Verfahren zur Darstellung von 1.2 Diazooxydnaphtalmsulfosäuren ; Zus. z. Pat. 175 593. Kalle & C 0., Akt. - Ges. in Biebrich a. RH., vom 7, Juli 1905 ab. Kl. 12q.

Nr. 177 493. Verfahren zur Herstellung eines violetter Schwefelfarbstoffs; Zus. z. Pat. 168 516. Farbwerk vorm. Meister Lucius' Brüning in Höchst a. M vom 17. März 1905 ab. Kl. 22b.

G e b r au ch 8 - M u st e r.

Nr. 287 786. Aus einem mit Jsolierwänden und Eis­behälter versehenen Kasten bestehender Milch- und Butter- kühler, mit Luftzuführimg und einem Kran zur Entnahmr von Milch. Carl Joh. Hellwig in Cassel, Asenburgstraßk 24, vom 30. Juli 1906 ab. H. 30 682. Kl. 17e.

Nr. 287 724. Klemme für Schalt- und Verteilungs» tafeln, durch welche die Einführung der Leitung von bet Rückseite, die Befestigung dagegen von der Vorderseite ermög­licht ist. Fa. E. Kahle in Frankfurt a. M., vom 30 Mai 1906 ab. K. 31 184. Kl. 21c.

Nr. 290 076. Mit einer Befestigungsplatte zweifach ge» lenkig verbundener Spiegel. A. S ch w a rz - D r ö l l in Franksiwt a. M. - Sachsenhausen, Mörfelderlandstraße 72, vom 17. August 1906 ab. - Sch. 23 803. Kl. 34f.

Nr. 289 288. Schnürbandverschluß mit vom Klemm» bügel bedeckten Wangenkanten. Goldschmidt & Löwe- n i ck in Frankfurt a. M., vom 4. September 1906 ab. G. 16 150. Kl. 71b.

Nr. 289 411. Plättchen mit beweglichem Oberteil zm Befestigung von Griffen an Damentaschen. Rudolph Kahn in Offenbach a. M., Ludwigstraße 82, vom 14. Juli 1906 ab. K. 28 437. Kl. 33b.

Schiffsberichte.

(Mitgetei!! von Agent Ad. §rensch-Hanau.)

Der Hamburger DampferAlbano" ist am 28. Okto» her wohlbehalten in New-Uork eingetroffen,

Hambuvfl, 29, Oktbr. Der DampferDania" voll der Hambnrg-Ainerika-Linie ist gestern in Galveston unb der DampferEtruria" vorgestern in Montevideo eingetroffen,

Schiffsnachtzèchten.

(Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen

M. Schuster, Fahrsttahe Nr. 1),

Der DampferRhein" ist 'am 28. Oktober wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Der PostvauipserZeeland" derRed Star Lim" in Antwerpen ist laut Telegramm am 30. Oktober wohlbehalten in New-Aork augekommen.

amMSWBS'ii .................m»WEW»«»«W»W»Mch»WSS.

Was ist das für ein ContoS.

KM Herr Meier? Unb wofür 32 M, ? -- Für Fays echte Hodener Mineral-Pastillen. Sie hatten doch angeordnet, daß das Personal auf GeichöftSunkosten Pastillen, erhalten sollte wenn Erkältungen gemeldet werden, lind wir haben doch auch bie besten Erfolge damit erzielt: Es hat seibern niemand gefehlt und daS Publikum wird durch das Husten der bedienenden Samen und Herren nicht mehr belästigt.

Jays echte Sodener tu» unrttid; brillante Dienste und die kleine Ausgabe bezahlt sich reichlich. Man kauft die Schach- H*lA tel zu 85 Pfennig in allen Apotheken, Droge» lind Mineral» Wasserhandlungen. 23168»

BgUgM^ffn»W»IIMWII»i''l!l1'»^^ ..... ....... Öl»»»»«-- ucaur nach der eroberten Schanze von NGre Dame de Cla» wart'legen zu kvnncn, da war der König sofort mit uns ein­verstanden. Es war eine Eigentümlichkeit des Königs, daß Borschlägc zum Draufgehen bei ihm immer auf Billigung rechnen konnten. Er war so von der Ratpr mit Mut aus- gestattct, daß in seiner Gegenwart nur selten jemand wagte, Furcht zu zeigen, und er war darin dem alten Blücher ähn­lich, mie ihn mir alte Offiziere geschildert haben, die in den Feldzügen in seiner Nähe waren. Nur war beim Könige der Unterschied der, daß er nicht, wie Blücher, ängstliche Offiziere verachtete, sondern er bedauerte sie, weil er Aengstlichkeit für eine Nervenkrankheit hielt. Deshalb entfernte er sie mit aller Schonung aus ihren Stellungen. Nachdem wir unsere Bor» schlüge formuliert hatten, sah sich der König im Kreise der übrigen um und fragte, ob jemand etwas auf unsere Vor­schläge zu erwidern habe. Alle schwicgcn und der König be­fahl, Wr sollten unsere Requisition an Arbeiter» an Moltke stellen. Wir waren entlassen. Ehe ich das Vortragsziinmer verließ, rief mich der König noch einmal zu sich unb sprach sich sehr gnädig unb befriedigt darüber aus, daß ich ihn ge­beten hatte, dem Oberste» Rieff das Eiserne Kreuz zu ver­leihen. Ich konnte dem König mit gutem Gewissen versichern, Rieff habe die Auszeichnung ehrlich verdient. Anders dachte der Kronprinz darüber. Er betrachtete den Vorschlag zu Aus­zeichnungen seiner Untergebenen als sein Vorrecht und fand in meinem Vorschläge zu RieffS Gunsten einen Eingriff in dies Vorrecht. Später, als ich auch noch den Hauptmann Hoffmann v. Waldau vorgeschlagen, sagte er mir einmal: Man raubt mir daS einzige Vergnügen, daS ich hier habe, die Menschen durch ein Eisernes Kreuz zu erfreuen."

-llbumblütter.

Wen einmal du geliebt, der sei für alle Zeit, In jedem Lebensdrang dir heilig und geweiht, Wenn eine irdische Kron' so große Macht schon hegt, Daß unverletzlich wird, wer sie auch immer trägt, Wie möchtest du ein Haupt wohl zu verletzen wagen, DaS uns das Diadem der Liebe hat getragen,