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/iMm l^ DL, monatlich 1^^ Gelleral-Anzeiger

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Die fünfgespalteur PeätzeL« ebet deren Ätna» S M,

â Amtliches Vrgm für ÄM- uni Mitos Kma.

Erscheiut tägfich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 245 Fernfprechanfchlus; Nr. 605.

Freitag den 19. Oktober

Fernsprechanschltttz Nr. 605» 1906

Amtliches.

Eandkreis Rana u* SekMtmchNgeil des Königlichen Lnnöratsamts.

In Wachenbuchen sind die Backsteinblattern ^gestellt worden.

Die Gehöftssperre ist angeordnet.

Hanau den 16. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

IV 7680 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

, Zn Dörnighei M sind die Backsteinblattem unter den Schweinen erloschen.

Die Gehöftssperre ist aufgehoben.

Hanau den 18. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7671 I. A.: Conrad, Kreissekretär._________

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 1080 cbm Hartbasaltschrotten zum Herstellen von Kleinschlag soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rathaus Zimmer Nr. 19, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Auf­schrift versehen bis zu dem auf Samstag den 37. Oktober, vormittags 11 Uhr, festgesetzten Eröffnungs­termin einzureichen.

Die Eröffnuüss der Angebote erfolgt im Beisein etwa er­schienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Hanau den 17. Oktober 1906.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 22528

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden am 18. d. Mts. im Warteraum der Armenverwaltung 1 Portemonnaie mit Inhalt.

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hanan, 19. Oktober.

* Kirchliches. In der Marienkirche wird morgen abend 7 Uhr Vorbereitung zum hl. Abendmahl abgehalten.

Feuilleton.

Konzert des GesangdereinsEintracht"

Hanan, 19. Oktbr.

Nun hebt ein Singen und Klingen an . . ." Sobald der Herbstwind sein Spiel mit den dürren Blättern treibt, rüstet man sich männiglich zu neuen künstlerischen Taten, zum Genusse der wieder in großer Fülle gebotenen musikalischen Veranstaltungen. Täuschen wir uns nicht, so wird die bevor­stehende Konzertsaison sich zu einer besonders mannigfaltigen gestalten, denn jene Zeit, in der e i n gutes Konzert den Stempel eines bemerkenswerten musikalischen Ereignisses trug, von dem man lange vorher und nachher sprach, sind un­widerruflich vorbei, die künstlerischen Gaben, mit denen die Jetztzeit aufwartet, bieten eine Auswahl, in der sich Herz und Geist ohne Unterbrechung zu laben vermag. Unter den konzertgebenden Vereinen erschien diesmal als erster auf dem Plane der GesangvereinEintracht", der mit den alten Tra­ditionen, in einem Herrenabend Zeugnis von seiner Tätigkeit nach verflossener Somnierpause abzuiegen, gebrochen hat und mit einem sogen. Stuhlkonzert an die große Oeffentlichkeit getreten ist, eine Wandlung, zu der wir ihm nur Anerkennung zollen können. Zweifellos wird diese Wandlung und der Erfolg Anreiz für andere Vereine bilden, auf gleiche Art und Weise sich dem größeren Publikum vorzustellen, wozu eine gewisse Berechtigung vorhanden ist, denn nicht umsonst gelten die Anwohner unseres Mainstroms als sangeS- froh und sangeskundig, sie verstehen tatsächlich zu singen, so gut und so zu Herzen gehend, wie nur wenige andere deutsche Stämme. In vorstehenden Zeilenhaben wir schon die Tat­sache des Erfolgs des konzertgebenden VereinsEisttracht" gestreift. Die Säle der Centralhalle waren fast bis auf den letzten Platz gefüllt, mit Spannung sah man dem angckün- digten Konzert entgegen, das nach allen Seiten hin Kunst-

* Kgl. Zeichenakademie. Der Herr Minister für Handel .und Gewerbe hat dem Landbauinspektor Petersen zu Steglitz probeweise die Verwaltung der Stelle des Direktors der Königl. Zeichenakademie übertragen. Herr Petersen wird die Geschäfte am 29. d. M. übernehmen.

* Ernstes und Heiteres aus Südwest. Wir machen an dieser Stelle nochmals besonders auf den heute abend 8 Uhr in derCentralhalle" stattfindenden hoch­interessanten öffentlichen Lichtbilder-Vortrag des Herrn Ober­leutnant Kuhn über das Thema:Ernstes und Heiteres aus Südwest" aufmerksam. Während des Vortrages und der Lichtbildervorführungen herrscht strengstes Rauchverbot.

* Stadttheater. Auf die heutige Aufführung des Schönthan'schen Lustspiels:Das letzte Wort" sei noch­mals hingewiesen. Am nächsten Sonntag wird Shakes­pearesOthello" neu einstudiert in Szene gehen.

* Volksvorstellttug. Nächsten Dienstag abend 8 Uhr wirdDeborah", Schauspiel in 5 Akten von Mosenthal zur Aufführung kommen. Eintrittskarten sind in den im Inse­ratenteil bekannt gemachten Verkaufsstellen heute abend von 8 Uhr ab zu haben.

* Kimstnotiz. Für einige Tage schon sehen wir in der Kunsthandlung von Claus u. Feddersen mehrere Bilder von H. Bongardt hier ausgestellt, auf die wir nicht ver­säumen wollen, aufmerksam zu machen. Herr Bongardt, der uns durch seine Lehrtätigkeit an fast allen hiesigen Schulen vorteilhaft bekannt ist, namentlich aber durch seinen viel gerühmten, vor etwa 10 Jahren gegründeten Privat - Mal­kursus für Damen, zeigt durch diese angenehme und wohl­tuende Frische verratenden Arbeiten eine anerkennenswerte Fertigkeit wie eine kühne Beherrschung des Materials. Wünschen wir Herrn Bongardt, der bestrebt,,ist, den, Schön­heitssinn und die Fähigkeit bei feinen Schülern und Schüle­rinnen zu wecken und zu fördern, daß sein bisheriger guter Ruf ihm auch fernerhin gesichert bleibt.

* Oratoiienvercin. Heute abend Probe.

DMMmümÄtett.

Köln, 19. Oktbr. DieKölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Das Ermittelungsverfahren gegen den vom Dienste suspendierten Beamten Wistuba beschuldigten Bezirksamtmann Dr. Kersting hat keinerlei belastende Momente ergeben. Es ist daher angeordnet worden, daß Dr. Kersting anfangs November seine Ausreise nach Togo antritt.

Sheffield, 18. Oktbr. Auf einem Bankett hielt der erste Lord der Admiralität Lord Twcedmouth eine Rede, in der er erklärte, er habe soeben ein Telegramm erhalten, das

genüsse edelster Art erwarten ließ. Diese Erwartungen wurden in vollstem Maße erfüllt, denn der Verein, unter der zielbewußten Leitung des Herrn Wilhelm Hamburger stehend, erwies sich auch bei diesem Konzert als eine musika­lische Körperschaft von künstlerischer Bedeutung. Den Eröff- nungschor bildete das Gebet:Herr, den ich tief im Herzen trage" von G. Goltermann, dann folgte der prächtige Chor Mein Lied" von C. Angerer, weiter schlossen sich an Rilornell" (funfftimmig) von P. Schumann,Die Nacht" von F. Schubert,Mondeszauoer" von B. Attenhofer, der neckische und wahre Beifallsstürme entfesselnde, infolgedessen auch zweimal gesungene ChorAmor im Nachen", von G. Gastoldi, sowie die herzerquickenden F. Sil- cherschcn VolksliederDer Soldat" undDie drei Röfelein". Die Durchführung aller Programmnnm- mern zeigte, daß der Verein in den einzelnen Stimmen durchgängig ein ausgezeichnetes Material besitzt mit aner­kennenswerter Durchbildung und feinfühligem Verständnis. Taktliche Schärfe, Gleichmäßigkeit der Dynamik, deutliche, aber nicht übertrieben pronomierte Teptaussprache waren die glücklichen Vorbedingungen, auf denen der Verein feine Leistungen aufbaute. Die tiefe Innigkeit des Ausdrucks, welche den Vorträgen innewohnte, trat besonders bei den prächtigen Volksliedern in wohltuende Erscheinung. Ueberall zeigte sich die treffliche Schulung, die der Verein durch seinen Dirigenten erfahren Hai. Der vielköpfige Apparat zeigte sich musterhaft diszipliniert. Das große ChorwerkFriedrich Rotbart", Dichtung von Geibel und Komposition von Podbertsky, das mit Orchcstcrbegleitnng nuSgeführt wurde, war an den Schluß gestellt. Die langsame Entfaltung Hin weichsten Pianissimo bis zum krafivollcn Fortissimo war gediegen vorbereitet, über­haupt hatte das Werk gesanglich eine Einstudierung erfahren, wie man sie selten bei Chorwerken dieser Gattung findet, bei deren Ausführung die Dirigenten leicht geneigt sind, Mängel bestehen zu lassen und sic nachher mit dem Orchester zuzn- decken. Die Begleitung lag bei der Kapelle der 166er in bewährten Händen. »

die heute beendeten Schießübungen des Panzerschiffe«Dreab- naugt" als im höchsten Maße erfolgreich bezeichnet. Die Admiralität glaube, daß die Zukunft den großen Schlacht­schiffen mit schwerer Panzerung und großen Kanonen gehören werde. Tweedmouth bat in seiner Rede weiter, die pessi­mistischen Prophezeiungen über die Ergebnisse der Herab­setzung des Flottenbauprograinms zu unterlassen. Die Stel­lung der englischen Flotte sei sowohl in Hinsicht auf die Anzahl der Schiffe wie auf Panzerung, Ausrüstung und Tonnengehalt niemals stärker gewesen, als im gegenwärtigen Augenblick, da sie stärker fei als eine nur irgendmögliche Kombination, die gegen England aufgebracht werden würde.

Berlin, 14. Oktbr. DemBerl. Lok.-Anz." zufolge ist nun auch die Maul- und Klauenseuche in Magdeburg zum Ausbruche gekommen. Die Krankheit ist nach einer Meldung des Kaiser!. Reichsgesundheitsamtes am Mittwoch im Magde­burger Viehhofe ausgebrochen.

Opladen, 19. Oktbr. Vom hiesigen Stadlrate wurde die Einführung einer Filialsteuer beschlossen.

Bant in Oldenburg, 19. Oktbr. Der Gemeinderat be­schloß, das oldenburgische Staatsministeriunl um Zusammen­fassung der 45 000 Einwohner umfassenden Vororte von Wilhelmshaven, Bant, HeppenS und Neuende zu einer Stadt erster Klasse zu bitten.

Paris, 14. Oktbr. Der Lordmajor von London verließ wieder Paris, da seine Gesundheit stark erschüttert ist. .

Paris, 18. Oktbr. In dem stattfindenden Minister­rate wird S a r r i e n seinen Kollegen die oiftzielle Mit­teilung machen, daß er aus Gesundheitsrücksichten seine Demission einreiche. Seine Kollegen werden aus dem Rück­tritte des Ministerpräsidenten die Folgerung ziehen, auch ihrerseits ihre Demission einzureichen. Es gilt als sicher, daß Clemenceau mit der Neubildung des Kabinettes betraut werden werden.wird. Der Wiedereintritt B o u r - g o i s in das neue Kabinett wird nur von der Parrei der Republikaner gewünscht. Seine auf Erhaltung des Friedens gerichteten Bestrebungen, die doch frei von jeder Schwäche sind, würden bei seinem Wiedereintritte in daS Kabinett geeignet erscheinen, die Unruhe zu zerstreuen, welche in einem gewissen Augenblicke die äußere Lage Hervorrufen könnte. Es ist aber möglich, daß Bourgeois das Bedürfnis nach Ruhe fühlt. Im Falle seines Wiedereintritts würden auch Ruau, Briand und Thomson auf ihren Posten ver- bleiben.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Dien st st elle Weilburg (Landwirtschaftsschule).

Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 19. Oktober bis zum «âchften Abend.

Schwache westliche Winde, zunehmende Bewölkung, nur stellenweise leichte Niederschläge.

Die Vereinsleitung war auch mit bestem Erfolg be­strebt gewesen, dem Konzert solistische Kräfte zuzuführen, die schon an und für sich eine Zugkraft auszuüben imstande waren. Es wirkte. mit die Konzertsängerin Magda von Dulong aus Berlin (Alt), eine Künstlerin, die schon vor Jahren einmal in einem Konzert des LehrersängerchoreS im Verein mit Frl. Susanne Triebel aufgetreten ist und des­halb unserem kunstsinnigen Publikum eine nicht unbekannte und desto willkommenere Erscheinung war, ferner war als Solist Herr Emil Robert Hansen, Solocellist am Theater und Gewandhaus zu Leipzig, gewonnen worden.

Fran Magda von Dulong, ausgestattet mit einer umfangreichen, in allen Lagen wohlklingenden Altstimme, trug vorDie Wallfahrt nach Kevlaar" von F. Weingartner, eine schwierige, an die Sängerin große Anforderungen stellende, im grossen ganzen aber wenig dankbare Komposition, weiterhin eigenartige H. Wolfische KompositionenWie glänzt der helle Mond" undSelbstgeständnis", sowieWers Lieben erdacht" von Th. Streicher. Dem stürmischen Applaus mußte noch eine Zugabe folgen. Die Innigkeit und Zart­heit des Ausdrucks, die Tiefe des Gefühls, das hingebende Sichversenken in den Geist der Dichtungen, die prachtvoll zu nennende Deklamation waren Vorzüge der solistischen Dar­bietungen der Künstlerin.

Herr E. R. Hansen, Solocellist am Theater und Ge­wandhaus in Leipzig, spielte als erste Rummel das Konzert in A-moll von Saint-Saëns. Die Begleitung desselben führte die Infanteriekapelle unter Leitung des Herrn Musik- dirigenten C. Schmidt in feinfühligster Weise aus. Man hatte Großes von Herrn Hansen erwartet und diese Er­wartungen wurden vollauf erfüllt. Das Konzert von Saint- Saöns gab ihm Gelegenheit, seine Kunst in das vorteilhaf­teste Licht zu stellen. Bor allem entzückte er durch dieedle Tongebung und die vollendete Meisterschaft, mit der er sein Jn- ftrument beherrscht. «Der volle runde Ton, der bald zu ge­waltiger Stärke anschwoll, um allmählich sich wieder zu einem Hauche ^verflüchtigen. Ler kaum hörbar zum Ohre