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Die fünfgespaliea« Petttzeüe »der deren Raum 15 Pf-, im Sirklamentrll die Zelle 35 Pf-,

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VlerteNlMH IM DL, monatlich 60 Pfg., für 61* wiirtig,. Abonnenten mit dem betrefsenden Postaufschlax- Die einzelne Numm»r kostet 10 Pfg.

AekaÜenIbrwr imb Verlag der Duchdrackerei de» «rein, o, Waitachauses in Hanau.

Amtliches Vegan für Stubb und KanNreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Bellage.

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Nr. 244 Fernsprechanschlus; Nr. 605»

Donnerstag den 18. Oktober

Fernsprechanschluß Nr. 605. 1906

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Amtliches.

Eandkrds ^anau. BekMtmchMM des Königlichen LnvdrntsNNtS.

An die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises.

Mit Genehmigung des Herrn Ober-Präsidenten hat der Landesausschuß in seiner Sitzung am 19. v. MtS. beschlossen, für das Jahr 1907 die Erhebung einer einfachen Vieh­seuchen-Abgabe für Pferde u. s. w. 20 Pfg. für jedes Stück und einer dreifachen Abgabe für Rindvieh 15 Pfg. für jedes Stück (vergl. §§ 5 bis 7 des Regle- 7 12 1881 ments vom anzuordnen.

1. looÄ

Sie wollen die Zählung des Viehbestandes und Aus- füllung der ersten 6 Spalten des Verzeichnisses (die erforder­lichen Formulare gehen Ihnen in den nächsten Tagen zu) am 2. November d. I. vornehmen. Die Spalten 7, 8 und 9 werden hier ausgefüllt. Das Verzeichnis ist nach Offenlegung bestimmt bis zum 10. Dezember d. Js. bescheinigt hier einzureichen.

Hanau den 18. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7526 v. Beckerath.

In Bergen ist unter den Schweinen die Rotlauf­seuche festgestellt worden.

Die Gehöstssperre ist angeordnet.

Hanau den 16. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7623 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

In Niederrodenbach sind unter den Schweinen die Backsteinblattern festgestellt worden.

Die Gehöftssperre ist angeordnet.

Hanau den 12. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7539 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

In E r b st a d t ist die S ch w e i n e s e u ch e festgestellt worden.

Die Gehöftssperre ist angeordnet.

Hanau den 16. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7629 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Der Schlachtvieh-, Fleisch- und Trichinenbeschauer des Bezirks Niederissigheim, Christian Henkel, ist von seinem Amt als solcher entbunden worden.

Die Ausübung der Schlachtvieh- und Fleischbeschau in diesem Bezirke sowie im Bezirk Oberissigheim habe ich bis auf weiteres dem Schlachtvieh- und Fleischbeschauer-Stell­vertreter Heinrich Glaub in Bruchköbel übertragen.

Hanau den 15. Oktober 1906.

Der Königliche Landrat.

V 7622 v. Beckerath.

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hana«, 18. Oktober.

* Verseht. V. Weltzien, Lt. im 2. Großherzoglich Mecklenburg. Dragoner - Regiment Nr. 18, wurde in das Thüring. Ulanen-Regt. Nr. 6 versetzt.

* Befördert. Lt. Stieler vom Inf.-Regt. Hessen- Homburg wurde zum Oberleutnant befördert.

* Pfarrftellen. Bewerber um die infolge Versetzung ihrer seitherigen Inhaber zur Erledigung gekommenen Pfarr- stellcn zu Sp i e s kappe l, Klasse Ziegenhain, undNieder- b eis heim, Klasse Homberg, haben ihre Meldungsgesuche durch Vermittelung ihres zuständigen Superintendenten an Königliches Konsistorium in Cassel einzureichen.

* Ehrung. Bei den Hochzeitsfeierlichkeiten am Gräff. Hofe zu Meerholz wurde die Tafelmusik von der Kapelle des Jnf.-Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 unter dem größten Beifall der anwesenden hohen Herrschaften gespielt. Der Kaiser sprach dem Dirigenten Herrn Carl Schmidt dabei persönlich die lobendste Anerkennung für seine vorzüglichen Leistungen aus.

* Das Wetter. Ueber das Wetter in der zweiten Hälfte des Oktober berichtet Falb jun. folgendes: Für den 17. Oktober ist ein kritischer Tag allererster Stärke ztt er­warten. Er wird sich durch ein rasches Sinken der Tempe­ratur und starke Stürme bemerkbar macken. Damit wird

eine andauernde Wetterveränderung eingeleitet. ES wird rauh und winterlich. Schon am 19. oder 20. Oktober wird das Wetter wieder ruhiger, bleibt aber rauh und trüb bis zum Schluß. Die letzten Tage bringen wieder stärkeren Regen.

* Stahttheater.Das letzte Wort", eines der beliebtesten Stücke Franz von Schönthans wird morgen nach längerer Pause neu einstudiert wieder auf dem Spielplan erscheinen. Der köstliche Humor des Verfassers zeigt sich in vollem Maße in diesem an allen Bühnen stets mit starkem Beifall gegebenen Lustspiele, dem auch in seiner äußerst an­sprechenden Handlung einige ernste, dramatische Szenen nicht fehlen und ihm dadurch einen höheren Wert verleihen. Da ein gutes Stück bekanntlich auch gute Rollen hat, so finden sich auch in diesem Lustspiele viele dankbare Aufgaben für unsere Darsteller. Frl. Sarno erhält in der Rolle der Vera von Bagoloff", eine ihrer künstlerischen Individualität durchaus entsprechende Aufgabe, die es ihr ermöglicht, alle Vorzüge ihrer glänzenden Fähigkeiten in ganz hervorragender Weise zu entfalten. Neben ihr hat Herr Nygrin Gelegen­heit, sich in der ihm besonders zusagenden Rolle des Jordän" zu zeigen und sein schönes Können aufs beste zu entfalten. In den weiteren Rollen treten am meisten hervor: Herr S t e g e r alsGeheimrat", Herr Kempf in der dankbaren Partie desBernhard Mantius", Frl. Holm alsGertrud" und Herr Pu st ar alsJohannes". Der Anfführung des reizenden Stückes wird man jedenfalls das größte Interesse entgegenbringen.

* Gottner-Gedüchtnis-AltWeAung. Der Kunst­verein beabsichtigt, mit seiner Weihnachts-Ausstellung eine Gedächtnis-Ausstellung von Werken des im April dieses Jahres verstorbenen Etnailmalers Hermann Köllner zu vereinigen. Diese Ausstellung soll die Tätigkeit Göllners nicht nur als E m a i l m a l e r zeigen, sondern auch aus seinem früheren künstlerischen Wirkungskreis, der Genre- und Land­schaftsmalerei, Werke in Oel- und Aqüarelltechnik ent­halten. Aber gerade die Emailmalereien Göllners sind sämt­lich in festen Händen und so würde die Ausstellung ohne Emailarbeiten ein ganz ungenügendes Bild von der Tätig­keit des Künstlers geben, wenn es dem Vorstand nicht ge­lingt, einige größere und kleinere Stücke in Emaillier­te ch n i k leihweise zu erhalten. Der Vorstand des Kunst­vereins richtet daher an unsere Mitbürger die Bitte, cs möchten diejenigen, welche Emailbilder von Göllner besitzen, und diese für etwa vier Wochen zur Verfügung stellen wollen, dem Vorsitzenden, Herrn Stadtbaurat Thyriot baldge­fälligst Mitteilung davon zukommen lassen. Erst bei genügen­der Zusage ist das Zustandekommen der Ausstellung gesichert.

* Konkursnachrichten. In dem Konkurse über das Vermögen der Firma Karl Ohler, Inhaber Konrad und Karl Ohler in Hanau soll mit Genehmigung des Gläubiger­ausschusses eine Abschlagsverteilung erfolgen. Dazu sind ver­fügbar 15 504 Mk. 46 Pfg. Nach dem auf der Gerichts­schreiberei niedergelegten Verzeichnisse sind dabei 77 522 Mk. 40 Pfg. nicht bevorrechtigte Forderungen zu berücksichtigen.

* Konkurs. Wie aus dem amtlichen Teile zu ersehen ist, wurde über das Vermögen des Kurzwarenhändlers Karl Nußbaum in Frankfurt a. M. mit Geschäftsstellen in Hanau, Worms und Darmstadt das Konkursverfahren eröffnet. Hierdurch sind auch die zahlreichen Inhaber von sogen, grünen Rabattsparmarken geschädigt, da ihnen nun wohl das Nachsehen beschieden sein wird.

* Vorsicht angebracht! Im benachbarten Aschaffen­burg verübte ein junger Mensch einen Gaunertrick, der jeden­falls, wie man annehmen darf, auch in anderen Städten ver­sucht werden wird. Der Sachverhalt ist folgender: Ein angeblicher Kaufmann, der sich Erich Kunkel nannte, mie­tete ein Zimmer unter dem Vorgehen, er habe in Aschaffen­burg eine kaufmännische Stelle anzutreten. Beim Ankauf von Lackschuhen, die er bei sich trug, sei ihm sein Porte­monnaie abhanden gekommen, sodaß er den Betrag von 10 Mark benötige. Das Geld wurde ihm ausgehändigt, worauf er auf Nimmerwiedersehen verschwand. Den Gaunerstreich hatte er vorher, allerdings ohne Erfolg, bei einigen anderen Familien Aschaffenburgs versucht. Falls der Gauner in Hanau einen ähnlichen Versuch unternehmen sollte, ist sofortige Benachrichtigung der Polizeibehörde erwünscht.

* Das Nichtanhaltett zweier Schnellzüge in Hanan. Von dem Vertreter unseres Wahlkreises im Ab- geordnetenhause Herrn E. I u n g h c n n geht uns die Mit­teilung zu, er sei nach Erscheine!: der Aufsätze in unserem Blatte, betreffend das Nichthalten der Schnellzüge D 6 BerlinBasel und D 85 BaselHamburg in Hanau, an zuständiger Stelle, unter eingehender Begründung der für Hanau und seine Bevölkerung sich ergebenden Nachteile,

v orstellig geworden. Ueber die Gründe, die zur Auf­hebung des Aufenthaltes der Schnellzüge D 6 Berlin FrankfurtBasel und D 85 BaselFrankfurtHamburg in Hanau geführt, habe er von unterrichteter Seite folgendes erfahren: Mit Einführung des Winterfahrplans ist eine für den Verkehr mit der Schweiz und Italien sehr wichtige Ver­besserung eingetreten. Die in kurzem Abstand auf der Strecke BebraFrankfurt sich folgenden Schnellzüge D 6 von Berlin über Straßburg nach Basel und D 86 von Hamburg und Bremen über Karlsruhe nach Basel, fanden ebenso wie ihre Gegenzüge, dort bisher keine unmittelbare Fortsetzung, sodaß diese wichtige, deutsche Tagesverbindung für Reisen nach der Schweiz und Italien nur geringen Wert hatte. Durch einmütiges Zusammenwirken aller beteiligten Eisenbahnverwaltungen ist es gelungen, die genannten Züge vom 1. Oktober d. J. ab mit Nachtzügen der Gotthardbahn zusammen zu schließen. Das Ziel war aber nur zu erreichen durch eine wesentliche Beschleunigung der Züge, die soweit irgend möglich durch Abkürzung der Fahrzeit, im übrigen aber nur durch Aufhebung von Unter­wegsaufenthalten gewonnen werden konnte. Bevor zu einer solchen Maßnahme geschritten wurde, sind alle in Be­tracht kommenden Verhältnisse eingehend geprüft worden. Wenn nach der hierauf getroffenen Entscheidung außer anderen auch die genannten beiden Aufenthalte fortgefallen sind, so ist zu berücksichtigen, daß dir bisherige Verkchrsgelegenheit durch den nach wie vor in Hanau haltenden Parallelzug aufrecht erhalten wird. So kann auch jetzt die Reise von von Berlin nach Hanau, in Berlin 8 Uhr vormittags mit Schnellzug 6 angetreten und in Hanau 3 Uhr 53 Minuten mit Schnellzug 86 beendet werden. Die Reise nimmt also noch 10 Minuten weniger Zeit in Anspruch, als das vor dem 1. Oktober d. I. der Fall war. Dem Uebelstand, daß hierbei ein Umsteigen in Bebra nötig ist, muß der Vorteil gegenüber gestellt werden, der auch für Hanau durch die Beschleunigung der Züge für Reisen auf große Entfernungen erreicht ist, auf den aber der gesamte deutsche Verkehr hätte 'verzichten müssen, wenn die Aufenthalte bestehen geblieben wären. Seitens der Interessenten in Hanau wird darauf hingewiesen, es sei der Aufenthalt beim Schnellzuge D 85 in Hanau aufgehoben und die dadurch gewonnene Zeit zur Einschaltung eines neuen Aufenthaltes für Gelnhausen ver­wendet worden. Hierbei ist in Rücksicht zu ziehen, daß der Aufenthalt des Zuges 5 der Stadt Gelnhausen genommen werden mußte, und es deshalb angezeigt war, an Stelle des Zuges 5 nunmehr den Zug 85 dort halten zu lassen, weil die Stadt sonst die Schnellzugsverbindung ganz verloren haben würde.

* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht »Tollwut: Stadtkreis Cassel; Cassel (Verdacht); Kreis Hersseld: Hersfeld (Verdacht); Kreis Witzenhausen: Hubenrode, Rommerode, Witzenhausen; Kreis Hofgeismar: Hofgeismar (Verdacht); Sch wein e- seuche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel: Cassel; Land­kreis Cassel: Vollmarshausen, Heckershausen, Oberzwehren, Wcllerode, Weimar; Kreis Eschwege: Frieda, Wanfried; Kreis Fritzlar: Uttershausen, Werkel, Kirchberg, Großen­englis, Fritzlar; Kreis Fulda: Harmerz; Kreis Gelnhausen: Roth, Orb; Landkreis Hanau: Langenselbold, Windecken, Roßdorf, Oberissigheim, Niederissigheim, Niederrodenbach, Marköbel; Kreis Hofgeismar: Stammen, Holzhausen, Vecker­hagen, Lippoldsberg, Äaake; Kreis Hünfeld: Oberrombach; Kreis Melsungen: Niedervorschütz; Kreis Schmalkalden: Steinbach-Hallenberg; Kreis Witzenhausen: Unterrieden; Kreis Wolfhagen: Rittergut Hohenborn; Influenza der Pferd.e: Bnistseuche: Stadtkreis Cassel: Cassel; Kreis Hof­geismar: Rittergut Meimbressen.

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& Fechenheim, 18. Oktbr. (Wahlen.) In bet gestrigen öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden als Wahl­männer zu den Kreisverordnetenwahlen gewählt die Herren: Schöffe Gg. Duill, Maurermeister Gg. Craß, Fabrikant Karl Diefenbach, Schreinermeister Philipp Craß, Gastwirt Fr. J. Ewald, Oekonom Fr. Fix, Chemiker Karl Garbe, Direktor Dr. Hoffmann und Bauunternehmer Müller.

§8 Großkrotzenburg, 18. Oktbr. (Ehrend.) Dem Hilfsbahnwärter Chrysostomus Bergmann wurde das All­gemeine Ehrenzeichen Allerhöchst verliehen. Aus diesem An­lässe wurde ihm außer der Beglückwünschung des Herrn Mi­nisters der öffentlichen Arbeiten und der Königl. Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M., auch die Beglückwünschung seiner nächsten Vorgesetzten, der Königl. Betriebs-Inspektion Hanau und des König!. Bahnmeisters Mergel zu teil.