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IT. Oktober

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Sd)IeiCH in Dillsanee. ^llr 6 Personen. Bereitung- âaner 7« Stunden. 3 ^mib Schleim werden mit Salz ab- nerieben, innen und außen yesäubert und in Salzwasser mit Zwiebel, Sellerie, Peterlilienwurzel und Gewürz lanasam beinahe yar aekocht. Zur Sauce rübrt man auf dem Feuer

Pfund Butter mit etroa^ Mehl zusammen. fügt ’ < Liter Fischsud, 2 Löffel gedockten Dill und 1 Obertasse süße Sahne dazu, läßt etwa 10 Minuten unter stetem Rühren lochen, stellt die Sauce auf die warme Herdseite, schmeckt nach Salz ab, verfeinert sie mit 7-—1 Teelöffel Maggi'8 Würze und gibt die Fische hinein, um sie darin einige Minuten ziehen gu lassen. Nach Belieben kann man die Sauce noch mit einein Eigelb binden.

Lrâtwückrickien.

Der König, von Sachsen auf Helgoland.

Cl-xhaven, 16.Oktbr. Der König von Sachsen ist heute vormittag 11 Uhr 10 Min. hier eingetroffen. Nach Besichtigung der Wartehalle der Hamburg-Amerika-Linie ging der König an Bord des neuerbauten Dampfers „König Friedrich August", der die Königsstandarte hißte, während das Fort Grimmerhörn einen Salut abgab. Kurz vor 12 Uhr trat der Dampfer die -Probefahrt nach Helgo­land an.

Helgoland, 16. Oktbr. König Friedrich August von Sachsen traf heute mittag V/s Uhr mit dein neuen Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie, der seinen Namen führt, hier ein. Unter dem Salut der Festungswerke begab sich der König alsbald mit dem Gefolge und den übrigen Gästen an Land. Hier besichtigte er unter Führung des Koiumandanten von Helgoland die Festungswerke. Gegen 7*6 Uhr kehrte der König an Bord zurück. Die Insel ist festlich geschmückt. Der Dampfer bleibt diese Nacht vor Helgoland liegen.

Die Kaqe in Rußland.

PeiersbM'g, 16. Oktbr. Die Behörde hat die Ge­nehmigung der Partei der friedlichen Erneuerung versagt, da sie die öffentliche Ordnung gefährde durch die Forderung der Lösung der Agrarfrage durch gewaltsame Enteignung des Privateigentums.

Riga, 16. Oktbr. Wie jetzt bestimmt verlautet, ist General Baron Möller Sakomelski, bekannt durch die Unter­drückung der Militärunruhen und der Anarchie auf der sibi­rischen Bahn im vorigen Wittler, zum Nachfolger Sollogubs als baltischer Generalgouverneur ausersehen.

Spionage?

Versailles, 17. Oktbr. Die Staatsanwaltschaft von Versailles hat, wie die Blätter melden, infolge der Anzeigen mehrerer Platzkommandanten des Nordens und Ostens Frank­reichs eine Untersuchung gegen einen gewissen K. angeordnet, welcher sich für einen französischen Generaistabsosfizier aus­gab und unter dem Vorwand einer geographischen Mission in verschiedenen Festungen photographische Aufnahmen ge­macht haben soll. K. soll angeblich gebürtiger Elsäßer sein und als Hauptmann in einem bayerischen Ärtillerieregiment gestanden haben.

WurstvergifLAUg.

Bitdapest. 17. Oktbr. Im Klausenburger reformierten Pnesterseminar sind 53 Theologen und 4 Pedelle an Wurst- v e r g i f t u n g erkrankt. Das Befinden von 15 Theologen ist besorgniserregend.

Zermalmt.

Köln, 17. Ofibr. In KelteNich wurde gestern abend em Wegearbsiter, der einer Dampfwalze mit brennender Laterne vorausging, von der Walze erfaßt und zermalmt.

Beraarbeiterbewegimst.

(^ffcn a. d. Ruhr, 17. Oktbr. Das Ergebnis der gestrigen Vorstandssitzung des Bergbaulichen Vereins besteht darin, daß die Forderung einer 15prvzenügen Lohnerhöhung abgelebnt wird mit der Begründung, daß sich bereiis eine Aufbesserung der Löhne vollzogen habe. Dagegen erkennt der Bergbauliche Verein die Verteuerung der Lebensmittel an, meint jedoch, daß hier eine Schuld der Regierung vorliege, welche durch Abänderung der Zollpolitik und der Vieheinsilhr Remedur schaffen müsse.

U eberfahren.

Königsberg i. Pr., 17. Oktbr. Der Gerichtsvoll­zieher Kröge wurde aus einer Radtour von einem Rangier­zuge überfahren und sofort getötet.

Gräßlicher Unfall.

München-Gladbach, 17. Okibr. Im städtischen Wasserwerke geriet der Maschinenwärter Breuer beim Oelen einer Maschine ins Schwungrad und wurde auf gräß­liche Weise getöiet.

Maul- und Klauenseuche.

Berlin, 17. Oktbr. Dem „Berl. Lokalanz." zufolge ergriff dir in dem Städtischen Vwhhose ausgebrochene Maul- und Klauenseuche 117 Schweine und 74 Rinder. Es handelt sich um inländisches Vieh, hatt vom SamstagSmarkte über­ständig geblieben ist. D è Tiere wurden nach dem Seuchen- bofe übergeführt und in der heutigen Nacht geschlachtet. Alle Maßnahmen sind getroffen, um weiteres Umsichgreifen der Seuche zu verhüten.

Kampf Mit Wilddieben.

Köln, 17. Oktbr. Im Kampfe mit Wilddieben in Klein-Gladbach bei Erkelenz wurde ein Förster durch Schußwunden s ch w e r verletzt.

Ausstand der Bootsleute.

Hamburg, 16. Oktbr. Der Arbeitgeberverband für Binnenschiffahrt und verwandte Gewerbe macht bekannt, daß infolge des Ausstandes der Bootsleute uttb Heizer der regelmäßige Schistahrtsbetrieb hat eingestellt werden müssen. In einer zweiten Beranntmacklung erklärt der Verband, daß der Verkehr trotz des Streiks mit den treu gebliebenen Mannschaften nach bester Möglichkeit a u f= recht erhalten werden soll und bittet die Kammann- schafd den Verband in dem ihm nufgedrungenen Kampfe zu unterftütum.

Magdeburg, 16. Oktbr. In einer gestern abend abge­haltenen Versammlung der organisierten Bootsleute des Elb schiffs verkehrt mürbe beschlössen, da die Arbeitgeber die ausgestellten Forderungen nicht bewilligt haben, in den A u s st a n d zu treten. Infolgedessen stellten heute früh die organisierten Elbschifser die Arbeit ein. Die Schiffahrtsgesellschaften sind bemüht, den Betrieb mit Nicht­organisierten Mannschaften durHzujuhren.

Dresden, 16. Oktbr. Heute stellten die Bootsleute Und H eizer sämtlicher S ch l epp sch iffahr tg e seli­sch asten auf der E be, welche den Frachtverkehr von Ham­burg aufwärts bis Böhmen vermitteln, ihren D i e u st e i it, sodaß der regelmäßige Dienst ins Stocken geraten ist. Die Sächsisch-Böhmische DaMpfschiffahriS-Gesellschaft ist von der Stockung nicht betroffen; ihr regelmäßiger Betrieb bleibt aufrecht erhalten.

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Untergegangen.

Bizerta, 17. Oktober. Bei einer Taucherübung ist daS französische Unterseeboot „Lutin" mit 2 Offizieren und 12 Mann an Bord untergeqanaen. Versuche zur Hebung des Schiffes werden angestellt

Paris, 17. Oktbr. Die Nachricht von dem Untergang des Unterseebootes „Lutin" hat hier eine um so größere Aufregung hervorgerufen, als die gleichfalls im Hafèn von Bizerta erfolgte Katastrophe des „Farfadet" noch in frischer Erinnerung steht. Der Marineminister, welcher von bet Un« glücksnachricht tief erschüttert war, empfing heute nacht mehrere Berichterstatter und äußerte sich sehr pessimistisch über das Schicksal der Untergegangenen, er sagte, daß sich im Hafen von Bizerta kein Rettungsschiff befinde, welches genügend mächtige Vorrichtungen besitze, um den „Lutin" aus einer Tiefe von 40 Metern heben zu können. Die Mannschaft des „Lutin" werde zweifellos keinen so langen Todeskampf zu bestehen haben, wie seinerzeit die des „Far- fadet".

Paris, 17. Okt. Der Marineminister gab dem Kom­mandanten des Hafens von Toulon Befehl/schleunigst zwei Bergungsschiffe nach Bizerta zu entsenden.

Bizerta, 17. Okt. Das dänische Rettungsschiff „Berga Wilhelm", welches gegenwärtig mit der Freimachung eines in der Nähe von Porto Varino gescheiterten französischen Segelschiffes beschäftigt ist, erbot sich, an den Versuchen zur Hebung des „Lutin" in Bizerta teilzunehmen.

Paris, 17. Okt. Dem „Petit Journal" wird gemeldet, daß sich an Bord des „Lutin" zwei Offiziere und 14 Mann befanden, da der Kommandant des Unterseebootes gestern noch zwei überzähliche Maschinistenzöglinge angenommen habe, die an den Taucherübungen teilnehmen sollten.

Paris, 17. Oktbr. Der englische Generalkonsul in Tunis erbot sich, den Gouverneur von Malta um die Entsendung von Ret ungSschiffen nach Bizerta zu ersuchen. Das Aner­bieten wurde angenommen.

Paris, 17. Oktbr. In Marinekreisen wird erklärt, nur ein Leck oder ein Maschinendefekt habe die Ursache zu dem Unglücksfall sein können.

Bizerta, 17. Oktbr. Unter Bestätigung der Meldung von dem Verschwinden des Unterseebotes „Cutin“ wird dem Marineminister telegraphiert, daß der mit der Aufsuchung be­schäftigte Bagger auf 40 Meter Tiefe einen gewissen Wider­stand fand.

Ein italienischer Anarchist.

Marseille, 17. Oktbr. Das Zuchtpolizeigericht verur­teilte den italienischen Anarchisten Cyrillo wegen Falsch­meldung zu 100 Francs Geldbuße, sprach ihn jedoch von der Anklage des unerlaubten Besitzes von Sprengstoffen frei. Sein Mitangeklagter de Angello wurde freigesprochen.

Dementi.

Madrid, 17. Oktbr. Im „Heraldo" dementiert der Kriegsminister die Nachricht, daß die Regierung beabsichtige dem Hause Krupp ihre Kanonenfabrik zu zedieren.

Bremen, 16. Oktbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Karlsruhe" ist gestern in Montevideo eingetroffen.

New-Bork, 16. Okt. Der Dampfer „Nieuwamsterdam" Don der Niederländisch - Amerikanischen DaurpfschiffahrtS- gefeUjd)aft ist gestern hier eingetroffen.

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