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Hanau deß Vereins der Deutschen Kaufleute einberufene öffentliche Versammlung statt, die außerordentlich stark von Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, sowie von Geschäfts­inhabern,' besucht war. Die Handelskammer zu Hanau hatte einen Vertreter geschickt. Der Referent Herr G. Francke sprach über das Thema:Warum sollen sich Handlungs­gehilfen und Gehilfinnen organisieren" und über den 8 Uhr­schluß in Hanau. Der Referent behandelte daS Thema in äußerst sachlicher Weise und legte darin die Wünsche der Handlungsgehilfen, wie Fortbildungsschulzwang für Ange­stellte beider Geschlechte bis zum 18. Lebensjahre, Festsetzung einer MaLimalarbeitszeit und einer Maximailöhnung. Die Ausführungen des Redners wurden mit allseitigem Beifall ausgenommen. Im Anschluß an das Referat entwickelte sich eine Debatte. Das Schlußwort erhielt Herr F r a n ck c, der in glänzender Rede an Hand von authentischem Material die Unhaltbarkeit verschiedener Angriffe auf den Verein der deutschen Kaufleute nachwieS. Eine größere Zahl von Neu­aufnahmen bewies, daß die Ausfühvingen des Referenten

auf fruchtbaren Boden gefallen waren.

* Lurngeselischaft Hanau. Am verflossenen Sonntag morgen hielt die Tnrngesellschaft ihr Zöglingswetturnen ab und'zwar in zwei Mteilungen, in der Altersklasse von 14 bis 16 Jahren und von 16 bis 18gWem In der Altersklasse

von 14 bis 16 Jahren - Preis '

den

1.

2

mit

46 V» 40V.

erhielt

Punkten Carl Dietrich,

Carl Eisemann und

3

______ 25. September verheiratete Tochter der Verunglücken, sogleich geeilt tarnen um die Flammen zu ersticken. Die Unglückliche war aber int Gesicht und am Leib so furchtbar verbrannt, daß sie gestern nachmittag 6 Uhr im Krankenhause gestorben ist. Das Zimmer selbst war vom Feuer verschont geblieben.

Aschaffetihurg, 24. Septbr.' Nach aus Berlin hierher belangter Nachricht ist der seit zirka acht Tagen im Pasteur ichen Institut dortselbst in Behandlung befindliche Dienst mann Hürmer von hier aus dieser Anstalt entflohen. Gegenwärtig werden hier nach dem Durchbrenner Recherchen gepflogen.

Wiesbaden, 24. Septbr. Die Heroine und erste Lieb­haberin Fräulein Frieda Eichelsheim vom groß- herzoglich hessischen Hoftheater in Darmstadt ist ab 1. Sept. 1907 auf mehrere Jahre für das Königliche Theater ver­pflichtet worden.

Aus dem -kreise Wetzlar, 23. Septbr. Die Zwetschen- ernte bringt einen kolossalen Ertrag. Dadurch fallen die Preise Für auserlesene Waren werden 2.503 Mark bezahlt. Do lohnt sich bei dem Mangel an Arbeitskräften kaum das Pflücken. Cs wird außerden: schwer sein, die Ware alle an den Mann zu bringen.

W. Heidelberg, 25. Septbr. Aus Anlaß des heutige» Besuches der Großherzoglichen Herrschaften in Heidelberg ist die Stadt prächtig geschmückt. Geheimrat Czemy, dessen Institut für Krebsforschung durch die Herrschaften mit einem Besuche beehrt werden wird, wurde mit den: Großkreuz bei Ordens vom Zähringer Löwen ausgezeichnet.

Diendtast

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während der kurzen Zeit seines Casseler Aufenthaltes große Sympathien in militärischen und bürgerlichen Kreisen er­worben hat, wird uns leider verlassen und wahrscheinlich Kommandeur des 8. (rheinischen) Korps in Koblenz werden, während der jetzige. Kommandeur des 8. Korps, General v. D e i n e §, Vorsitzender des RcichSmilitärgetichts wer­den soll.

0 Aulva, 24. Septbr. Zwei mysteriöse Funde an Stellen, wo noch niemals ein Tvtenhof lag, erregen hier die Sensation des Publikunis und das Interesse des Gerichts. Bei öen Ausschachtuiigsarbeiien zum Bau der chirurgischen Klinik im Satten des hiesigen Landkrankenhauses wurden die verwesten Leichen einer Mutter mit ihrem Kinde, bei denjenigen zur städtischen Kanalisation hinter den Löhern ein Sarg mit einer verwesten männlichen Leiche ausgegraben. Alles Nähere muß die Untersuchung ergeben, besonders ob die Funde aus einem Verbrechen herrühren.

Fulda, 24. Septbr. Der Italiener ist ein fleißiger, nüch­terner und genügsamer Arbeiter und ein verträglicher Mcnsck, wenn er in seiner Ordnung bleibt und sich vom Alkohol- genuß fern hält. Andernfalls ist er leicht reizbar und läßt sich von feinem südländischen Temperament gern zu den schwersten Vergehen gegen Leib und Leben Hinreißen. Leider haben wir gestern hier einen solchen Fall erleben müssen. An den letzten Regentagen konnten die italienischen Kanalarbeiter nicht schaffen und sie trieben sich in kleinen Trupps 'müßig­gängerisch und zechend in den Wirtschaften herum. Gestern war zur Fortsetzung just das rechte Wetter und es kam in einem Gasthaus in der Löherstraße zwischen italienischen Ar­beitern vorläufig nur zu einem Wortgefecht. Der Wirt hielt eS indes für ratsam, den streitlustigen Parteien das Lokal zu verweisen. Nun kam es auf der "Straße zu Tätlichkeiten der schlimmsten Art: ein junger Italiener wurde von zwei Kameraden niedergestochen! Die Täter flüchteten sofort und sind trotz eifrigster Verfolgung durch unsere Schntzmnnnschast noch nicht gefaßt. Der Schwerverletzte erhielt 2 Dolchstiche, einen in die linke Schläfe, den anderen in den Hals. Eine große Blutlache bezeichnete den Ort der gräßlichen Tat mitten auf der Straße vor dem hl. Geisthospital. Der mederge­streckte Italiener lag eine garrze Weile wie tot in dem Schmutz und verlor Ströme von Blut, bis ein benachbartes Mitglied der Sanitätskolonne ihn ins hl. Geisthospikal schaffte, wo Herr Dr. Gustav Schneider die erste ärztliche Hilfe leistete und daraus die Verbringung des Verletzten in das Land- krankenhaus bewirkte. Während zur Verhaftung der Täter nach allen Richtungen hin der Telegraph spielte, bis jetzt leider noch ohne Erfolg, ist heute früh ihr Opfer seinen töt- lichen Verletzungen im Landkrankenhause erlegen. Von den 3 Beteiligten ist von keinem der Namen bekannt; es sind kurz vorher zugereiste Arbeiter für eine neue Kolonne, sollten erst heute die Befchäftung aufnehmen und sind noch nicht polizeilich angemeibet. Wie gerüchtweise verlautet, soll einer Täter Neto heißen.

Darmstavt, 24. Septbr. Das Schwurgericht der Pro­vinz Starkenburg trat heute vormittag unter Vorsitz des Landgerichtsrat Hofmann zusammen und verhandelte zunächst gegen den 34 Jahre alten früheren Gemeinderechner Andreas Altvater aus Babenhausen wegen Verbrechen im Amt. Aus seiner Vernehmung geht hervor, daß Altvater anfangs der achtziger Jahre èin Manusakturwarengeschüst ohne eigene Barmittel anfing. 1887 verheiratete er sich und seine Frau brachte 3000 Mk. mit in die Ehe. 1888 wurde er Kon­trolleur des Vorschuß- und Kreditvereins und 1889 Rechner dieses Vereins. Zunächst erhielt er hierfür eine Vergütung von 500 Mk. und dann von 1000 Mk., da der Umsatz des Vorschußvereins im Laufe der Jahre eine Höhe von einer Million Mark erreicht hatte. 1895 wurde Altvater Gemeinde- einnehmer und erhielt dafür zunächst 1400 Mk. Gehalt. Außerdem wurde er Kirchenrechner für ein Gehalt von 400 Mark. Er hatte eine Kaution von 3000 Mk. zu stellen. Sein Gesamteinkommen betrug außer seinem Manusaktur­warengeschäft 2800 Mk. Als im Jahre 1891 die Gemeinde Babenhausen zu verschiedenen Bauten, it. a. auch Kasernen­bauten, eine Anleihe von 1400000 Mk. aufnahm, hatte Altvater auch hierüber die Rechnung zu stellen, die in be­sonderen Büchern geführt wurde. Gelegentlich einer Revision im Jahre 1901 deckte Altvater ein Defizit in der Vorschuß­vereinskasse mit 61000 Mk., die er aus der Kaser^nbaukasse entnommen hatte, iodaß der Revisor nichts merkte. Auch in den Hilfèbüchern machte Altvater entsprechende Fälschungen. Im September d. IS. erfolgte noch einmal eine falsche Ein­tragung. Das Defizit in der Vorschuß- und Kreditkaffe geht nach Aussage AltvaterS bis 1890 zurück. Im Jahre 1905 kam die Unterschlagung durch eine Reklamation der Dresdner Bank bei der Direktion des Gesellschaftsverbands heraus. Am 8. Dezember v. Js. legte Altvater seine sämtlichen Aemter nieder. Die Ermittlungen ergaben einen Fehlbetrag von 41000 Mk. Eine Schädigung der Gemeinde hat Alt­vater nicht beabsichtigt. Es ist durch Verwandte alles ersetzt worden. Altvater bestreitet, daß er über seine Verhältnisse gelebt haben soll. Das Gericht verurteilte Altvater unter Zubilligung mildernder Umstände zu zwei Jahren Gefängnis abzüglich neun Monate Untersuchungshaft. Wegen Unter­schlagung weiterer 40 000 Mark zum Nachteil der Vorschuß­kasse hat sich Altvater demnächst vor der Straffammer zu verantworten.

Butzbach, 24. Septbr. DaS Heimatpflege- und Volkstrachtenfest hat nach dem Rechnungsabschluß eine Ausgabe von ca. 10000 Mark verursacht, rvelcher rund 20000 Mark Einnahme gegenüberstehen. Der Ueberschuß ist nach dem s. Z. gefassten Beschluß des Komitees, zufolge Be­stimmung deS geschäftsführenden Ausschusses zur Hälfte den: historischen und Trachtenmuseum zu Butzbach, zur anderen Hälfte dem Verein für ländliche Heimat-, Wohlfahrt- und Kunstpflege überwiesen worden. Erstere Summe soll zur Errichtung eines neuen Museumsgebäudes, Beschaffung weiterer Trachtenfiguren und sonstige RèuseumSzwecke ver­wendet werden. Der andere Teil wird zu Zwecken ländlicher Heimatpflege demnächst verwendet. In dieser Beziehung sind weitere Ziele in Aussicht genommen und es sollen Ver­anstaltungen stattsinden, über die daS Nähere später bekannt gegeben wird.

Offenbach, 24. Septbr. Ein schrecklicher Unglucksfall hat sich Samstag abend gegen 8 Uhr im Hause Fünfhauser­gasse 10 zugetragen. Die dort im Parterre als ^enknerln wohnerrde 72jäbrige Witwe des Spenglers Joh. Ad. vtoro- quist kam aus Versehen der auf dem Tisch stehenden brenne, :- den Petroleumlampe zu nahe, sodaß dirye herabfturzte uno explodierte. Die Kleider der bedauernswerten Frau fingev sofort Feuer. Laut schreiend lief sie auf den Hof hmaus, wohin die Hausbewohner und Nachbarne, darunter die

Conrad Simon, Hermann Gollach, Jean Vowinkel, Wilhelm Lang.

36»/« 38'/. 37'/« 37'/«

Patent-Erteilungen.

Nr. 175 742. Schaftstiefel mit der Länge nach getetk- ieut, Gamaschen^ ähnlichem Schaft. Joseph Eggew weiler, GieSbn'gstraße 3, u. Eduard Seiden st Ücker, Philosophenweg 53 in Cassel, vom 23. September 1905 ab Kl. 71a/

Nr. 176 852. Jagdsitzstock mit abklappbarem und fest stellbarem Sitzgriff. August Müller u. Heinrich Müller in Witzenbausen, vom 14. September 1905 ab Kl. 33a.

Nr. 176 521. Aufwickelungs- und Festklemmvorrichtmft für die Gurte von Rollläden u. dgl. mit einem durch beb Gurl senkrecht verschiebbaren Keilstück als Klemme. Wib Helmine Dauber, geb. Hesse, in Frankfurt a. M., Kölnev straße 21, vom 19. November 1905 ab. Kl. 34 e.

Nr. 176 848. Bogenlichtkohle mit Leuchizufätze enthaltens dem Docht. Fa. August Schwarz in Frankfurt a. M. vom 8. März 1906 ab. Kl. 21f.

Nr. 175 829. Verfahren zur Darstellung eines für ich Gewinnung von Farblacken wertvollen roten Monoazofarb« stoffes. Farbwerke norm. Meister LuciuS Ä Brüning in Höchst a. M-, vom 13. Juli 1905 ab Kl. 22a.

Nr. 176 620. Verfahren zur Ueberführung von o-Diaz» orynaphtalinsulfojäure in höher sulfierte Produkte; Zus. - Pat. 176 618, Kalle L Co., Akt.-Ges. in Biebrick a. RH., vom 14. Mai 1905 ab. Kl. 12q.

Nr. 176 523. Uhrständer mit über den Umfang bt Uhr verteilten, durch eine gemeinsame Antriebsvorrichtun, bewegten Haltebügeln. Fa. Hermann Lehmann ir Offenbach a. M., vom 22. Dezember 1905 ab. Kl. 341.

6. der

__________________ 18 Jahren erhielt

den 1. Preis mit 69'/- Punkten A u g. Eckhardt, 2. 58 Wilh. Schmidt.

Am Abend fand im Vereinslokalzum Deutschen Schützen" bei gemütlichem Zusammensein die Preisverteilung statt. Der TurnwaA, Herr Franz Ritter, ermahnte die Turner, insbesondere die jüngeren, fleißig weiter zu turnen und sich zu kräftigen Turnern" heranzubilden.

in

Altersklasse von

16 bis

Vereins- tL SergnügungsnachpschLen

für Diensrag den 25. Sep rcmber.

Oratorien oererr,: Prob« im Stadvchloßsaalc.

T»rnz««e:nde: 8610; Zufiendabieilunz, 76,9: Fraiienabteilung A, 7*6 M «: Fraaenabtslunp B, 67; Mädchenabtcilung.

rurngeseSschaft: Aokuds vs« 810 Uhr: Turnen der Iugendzbreilnng. Turnoerem: Abends acn 810 Uhr: Turnen der Jugendabtâug. Humoristischer Musikverelii .Germania" : Bon 911 Uhr: Uebrmgsstund«.

s RestanralisnGermania').

Drâm.-Ater. Bereu: Hanau: Brreiv-abeud imEarlsberg".

6o, Männer- and Iänglmgsvereia: Isuztinzsoelem: Bibelbefprechung;

Jungâaueuvtreiu: Flick abend (Ev. Bereinshans).

Kath. KasinoEmtrach." (Bereiss!.zn« Braust sib'l"): BereinSabend. Seiaugverei«Sumfer" : SmgKnnde in derSt d! Bremen". GesoqvereinEintracht": Singstunde.

S'initäiifoIoHne bt? Kriegersereins: Ueânugtstunde i. d.CentrrlhaTe". Geirerhe- und Handmerker-Verein: Brreiniadcnd in der .Cenrralhallr', Kegeiklud der Soesiart-Tonnsten: Gr8dr»èzur guten Quelle".

Verein der Bauern: Dereissabend im Gastbaus ,;ur Sonne". Süddeutscher Klub: Kiubahard in der Reparaa ionMemania.

Ges. Verb,-iormavnia": Klubabend imloweuzäachenü Bugereerein Hemau: Probe in derLllemania' .

AihketeuttubGermania": Riezenstriumen und Musterriegenarbeiten tResimrrânzum groben Kurfürsten").

Stemm- und Ring-Klub ,/6i4e": Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen und Steinstoßen (Refiruration;um SandhofN- für Mittwoch den 26. September.

Hanauer Sch ätzen »«rein e. B.: Nachmittag- 2 Uhr: schießen auf den neuen Scheibensiünden.

Verftergermtgs- re. Kalender

für Mitt woch beu 26. September.

BornnNag- 11 Uhr soll im hiesigen Landgerichtrgebâude, Zimmer 9tr. 7 eine Panie zum Eisstampfen bestimmte Akren meistbietend verkauft werden Nachmittags 2 Uhr soll die Roxkasianienernte in der Kastanien-Allee bei Schloß Pbikiposruhe durch die Bürger.neifterei Kesselstadt verkauft wer­de» (f. Nr. 224 Han. Anz.").

Schiffsberichte.

(Mitgeteilt von Agent Ad. Treus ch -Hanau.)

H<Mtb«rg, 22. Septbr. Der DampferSt. 6roi^ von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Tampico en» getroffen.

Der Hamburger DampferAmerika" ist am 24. Sep tember wohlbehalten in Rav-Uork eingefroren.

Berirtzt hts ößtililichkü MeckenD.

Ditttstffslle Weilburg a. v. L. (Landwirtschaftsschule).

Montag, 24. Septbr. 1906, 8 Uhr morgens.

Witterung im Gebiet während der letzten 24 Stunden

Niederschlagsmenge« in Deutsch­land während der letzt. 24 Gründen Cm Lileru auf Mu qm)

Marburg

Vrrm. ger. Reg.

Hamburg

1

Dresden

0

Hachenburg

Vorm. ger. Reg.

Memel

7

Breslau

o

Wiesbaden

Rachm. ger. Reg.

Aachen

0

Metz

0

Fulda

Borm. H.tim.gtr.5t.

Hannover

8

Karlsruhe

14

Lasset

Borw. u. nm. ger. R.

Berlin

3

München

7

Allgemeine Uebersicht.

DaS gestern früh über dem Nordmeere lagernde Hoch ist südostwärts vorgerückt. Die gestern in unserer Nähe noch lagernden flachen Tiefs sind abgezogen, sodaß die zuletzt nur ganz geringen Regenfälle überall aufgehört haben. Doch ist noch keine stärkere" Aufklärung eingetreten. Das Hochdruck­gebiet scheint sich langsam ostwärts auszubreiten, sodaß die nördliche Winde sich allmählich nach Nordosten und Osten drehen dürften. Damit würde eine allmähliche Aufheiterung, also ein Sinken der Nachttemperatur und ein Steigen der Tagßtemperatur verbunden sein. Vorläufig scheint das Wetter trocken zu bleiben, da die neuen südwestlichen und südlichen Tiefs uns noch nicht beeinflussen.

Oefseutlicher Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg (Landwirtschaftsschule).

Vorausfichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 25. September bis zum nächsten Abend.

Schwache üftlicheWinde, vielfach heiter, trocken. Temperatur nicht echeblich geändert.

Hus Dab und fern.

Castel, 25. Septbr. Wir der württembergischeStaats- anzeiger" mitteilt, ist der Herzog Albrecht von Württemberg als konurrandierender General des 11. Armeekorps in Cassel nach Preußen kommandiert worden. Damit wird eine Nachricht bestätigt, welche schon angedeutet worden ist. General der Infanterie Linde, welcher sich

Breme«, 24. Septbr. Der Dampfer des Norddeutsch« LloydWürzburg" ist gestern in Oporto eingetroffe».

O Straßburg, du gtint.

Ein Erinnerung-blatt aus dem Jahre 1870.

O Straßburg, du Feine, Du wunderschöne Stabt, Du Perle an dem Rheine, Die schwer gelitten hat! Du warst rmch schnödem Raube, Nach langer Schmach befreit, Deutsch war von je dem Glaube, Deutsch deine Herrsichkeit.

O Straßburg, du Feine, Du wunderschöne Stabt, Du Rose an dem Rheine, Die viel geblutet hat! Du bist im deutsche« Stange Erblüht zu neu« Pracht, Auf dein« alten Schanze Steht fest die deutsche Wacht.

O Straßburg, du Feim, Du wunderschöne Stadt, Du Krone an dem Rheim, Die tief getrauert hat! Du hast vom Münsterknaust Biel Not und Tod gefchaut, Doch aus der Feuertaufe Gingst du hervor als Bmutl

O Straßburg, du Feine, Du wunderschöne Stadt, Du Königin am Rheine, Die lang geduldet hat! Du sollst aufs Neu «glänzen In deutscher Städte KreiS; .Willkommen, laß dich kränzen Mit Eich' und Ehrenpreis.

^tn»» im bet *Mt*