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ausgedehnt. Die Belegschaft der oom Ausstand betroffenen Schächte fuhr vormittags in geringer Zahl an. Man er­wartet die Antwort der Grubenbesitzer auf die Forderungen der Arbeiter für den 10. September.

Vereins tu LrergnügunMrachrichten

für Samktag den 1. September.

kiirnsememde: Non 2 'S3* i Uhr: Knaben-, 79: Iusendabteilung. Turnverein: Vereinsabend im Gaftban?zur KartLaime". Svengelischer Arbei!ervere:n: Vereinkabeud und Mitgliederanfnahme im kereinklokale b^astbau? gum El:yöanten"O

Gesangverein ,E:n:rsch:°: Verein? abend in den8 SLwanen'. GesangvereinFröbliâkei:": BereinSabend imDeuis»-n H«n,". GesangvereinGermania": V-r-i«? abend imLâwengârichen". GesangvereinMelsmania": Verein?abend in derKarthaune". GesangvereinGumser": Vereinrabenb in derStadt Bremen". GesangvereinTonblüthe": V-r-insabend in derStadt Brenren". Evans. Mènner- «. Iünglingrverein: Unterbastung (Es. Verein?baub). Bergnügungr-VereinGermania": vereinrabend imgr. Kurfürsten". BergnngungSgesellschaftgidelio": Bercinzabendzum Anker . Gesellige VerbindungMelitia": Beremsabendzur gsidnen Gerste". KasinoMntrajt": Vereinsabendzum Brauüübl".

VereinEinigkeit": Lereinsabend ix dergroßen Krone". VereinFidelitas": Vereinsabend ht derKartbaune". KlubGanieratia" : Klubabend im großen Kurfürsten". KlubTeutonia": Klubabend im Restaurantzum Nordbahnhof". Gesellige VerbindungArminia": Klubabend in derStadt Bremen" Gesellige VerbindunaHanovia"- Klubabend imRestaurant Krieg". Vereinstrohsinn 1903"; Vereins abend imGrafen Philipp Ludwig". AchleteuklubGermania": Vereinsabend imgroßen Kurfürsten". Siemm- und RingklubEiLe": Vereinsabendzum Sandhof". Hanauer stußballgesellschaft 1899: Vereinsabend imschwarzen Bären". stußbaMub .Melitia": Klubabend im »RSmiichm Kaiser". Nadkahrer-Verein 1898; Vereinsabendzur deutschen Eiche". RadsportAdler": Vereinsabend imSchüxenhot". Radkabrer-VereinUnion": Vereinsabend imV-ilhelmscch". Muükgksellschaft 1901: Vereinsabendz»M Teich". KegelklubNachtschwärmer": Gasthauszur guten Quelle". Ostend-Klub: vereinsabend auf Beck's Felsenkeller.

Klub »Friendshipâ : Klubabend im Restaurant zum Nordbahnhof". Kegelklub .Neunlöte: *: Abends 9 Uhr: Kegeln im »Löwengärtchen". ®rf«H§e Verbindung »Hasssnis": von 9 Uhr ab: Kneipe im »Römischen Kaiser".

8. ff. R. »Franconis": Gtasuntiich im Restaurantzum Ratskeller". Klub »Conccrdia" : Klubabend in der Brauerei Weismantel. Gesellige Verbindung »Patria" : Derbindungsabend imRatskeller". Humoristischer MusikvereinGermania": Vereinsabendzur Eennania". Vergnügumssverein »Edelweiß": Vereins abend im .Wilhelmseck".

Turnzememde: Abends 9 Uhr: MonatSversammlung. Lokomstivsilhrer-Verem: Mouatsversammlung in derCentraihalle'. für Sonntag den 2. Septembrr.

TramatUcher Tileitantenklub »Thalia": Vormittag? von 111 Uhr! Leseprobe im Restaurantzur Karthaune".

Tischgesellschaft imNürnberger Hof": Lon 111 Uhr: UtbungSstunde. Lokomotivfübrer-Vercin: Vormittags von 1112 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal (Eentralhalle").

Hanauer Schützenvercin e. V.: Nachmittags 2 Uhr: Schießen ans den neuen Scheibeuständen.

Nachmittags 2 Uhr: UeLunaèspiele auf dem Exerzierplatz :Hanauer Fuß- ballgesellschaft 1889" und Hanauer Fußb-LklubMelitta".

Hanauer Fußballklubvikwria" 1894: Nachmittags 8 Uhr: Uebungs- spiel auf seinem Sportplatz an der Leiv zig erst raße.

Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 8 Uhr: UebungSspiel auf seinem Sportplatz an derSchönen Aussicht".

Feuchtes-Eck: Gasthauszur guten Quelle".

Guttempler-Loze zur Höhe, Französische Allee 16: Abends: Freie Zusammen­kunft. Gaste rvillkommcn.

Verband deutscher Kriegsvetrrsnen: Abends 5*/s Uhr: Monat?Ver­sammlung im Gasthauszum goldenen Faß".

Versteigerungs- re. Kalender für Montag den 3. Septcmbcr,

Angebote betr. Uebernahme auf Lieferung des für die Kantinen der Königl. Pulverfabrik bei Hanau benötigten Bieres etwa 800 Hektoliter sind im Laufe des Tage? an die Direktion der Königl. Pulverfabrik einjUreichen (s. Nr. 199 »Han. Anz.").

Nachmittags von 2 Uhr ab sollen Sandeidamm Nr. 12, 2. Stock, eine Partie Mobiliar- und andere Gegenstände durch den beeid. Taxator ::nd Auktionator Herrn Fr. Kämpfer gegen Barzahlung versteigert werben.

Hus aller Meli.

Der weltberühmte Glockenturm der Markuskirche in Venedig, der vor einigen Jahren zusammenstürzte, ist be­kanntlich wieder int Bau begriffen. Jetzt wird aus der eines großen Stockes, in den er sich zum Zeitvertreib eine Pfeife geschnitzt hat, darauf pfeift er nun des öfteren zu unserem großen Ergötzen. Ein Frühaufsteher, ist er stets der erste unten im Park. Einmal hatte er da auf seinem Stock in die stille Morgenluft hine'mgepfiffen, so daß alles erwachte und, wer konnte, an die Fenster eilte.

~ Von dieser Zeit an übernahm unser allzeit lustiger Tambourmajor allmorgentlich zu früher Stunde das Weckeramt.

Aber ich traf ihn auch zuweilen mit grimmig verzogenen Mienen im Parke an, das war an trüben Tagen, dann ver­ursachte ihm seine Beinwunde böse Schmerzen.

Auch einige Afrikaner sind da. Turcos in ihrer malerischen Tracht.

Man merkt nicht, daß ihnen etwas fehlt. Sie sind sehr ausgelassen und übermütig, es scheint ihnen gut bei uns zu gefallen.

Wenn ihre gute Laune den Höhepunkt erreicht hat bindet einer der braunen Gesellen seinen langen roten Leibschal ab, (die Schals sind ungeheuer lang) und breitet ihn auf der Erde aus. Ein anderer Turcos muß sich darauf legen und nun wird der Schal oben und unten von je einem Kame­raden aufgehoben, sodaß der einliegende wie in einer Hänge­matte ruht und nun wird er herumgeschleudert, ohne daß er heransfällt. Zuletzt werfen sie ihn mit dem Schal auf die Erde und ziehen ihn in rasendem Galopp über den Weg, über Stock und Stein, baß dem Zuschauer Hören unb Sehen vergeht. Vielleicht auch dem Geschleiften. Indessen entsinne ich, mich damals keine Sorge um diesen, vielmehr um den schönen Schal getragen zu haben.

Obgleich bas Schloß sehr groß ist, mußten doch die Mar- ställe noch mit zur Aufnahme von Verwundeten dienen. Die Wohnräume reichten nicht aus. Doch diesePferdequartiere", wie die Soldaten gutmütig spottend sagten, waren recht be­haglich und nur für leichtere Verwundete. Die Patienten fühlten sich sehr wohl darin.

Zum Hauptkrankensaal war der schöne, große im echten

Samstag

Lagunenstadt gemcibet, daß das schon aufgebaute Stück des Turmes wieder abgetragen werden müsse. Im Auftrage der Stadtverwaltung von Venedig bat Professor Luxardo die für den Wiederaufbau des Marküsturmes eigens angefertigten Ziegelsteine untersucht und in seinem Gutachten konstatiert, daß diese Ziegelsteine einen starken Gehalt an Schwefel- verbindungen haben und deshalb für den Neubau des Turmes unbrauchbar seien. Das bereits aufgeriebtete Turm­stück muß deshalb wieder abgerissen werden. Man nimmt wohl an, daß der Schwefel mit dem Sauerstoff der atmo­sphärischen Luft Verbindungen eingeht, die die Festigkeit der Ziegelsteine beeinträchtigen. Merkwürdig ist es, daß man die chemische Beschaffenheit und die Brauchbarkeit des Materials nicht vor Anfertigung der Steine, geschweige denn vor In­angriffnahme des Baues geprüft hat.

Brand der Universität Groningen. Von dem vor­gestern durch ein Brandunglück betroffenen Groninger Uni- versitätsgebäude mit feinem ausgezeichneten naiurgeschicht- lichen Museum und seiner schönen Bibliothek ist nur noch ein rauchender Schutthaufen übrig. Das Gebäude war nicht versichert, so daß der Schaden, der eine Million Gulden be­trägt, aus Reichsmitteln ersetzt werden muß. Die Groninger Feuerwehr zeigte sich durchaus unzulänglich. Zum Glück war ein windstiller Abend, sonst wäre èin Teil der Stadt gefährdet gewesen. Das Feuer wurde von Anstreichern mit ihren Spritlampen im oberen Stockwerk verursacht. In der Bibliothek verbrannte unter anderen wertvollen Büchern eine Textausgabe des Neuen Testaments von Erasmus, die einst in Luthers Besitz war und von diesem mit Randbemer­kungen versehen wurde. Die Hochschule wird von 500 Stu- > denten besucht.

Flucht eines königlichen Reisemarschalls. Nach einer Meldung derNationaltidende" nimmt man in Stock­holm an, daß der Reifemarschall der Königin Sophie von Schweden, der Kammerherr Graf F. U. Wrangell, nach Amerika geflüchtet ist, um einer verlangten Rechenschaftsab­legung über anvertraute Gelder auszuweichen. Vor einigen Wochen erbat sich der Ches der Hofverwaltung vom Grafen Wrangell eine Abrechnung über größere Summen, die ihm für die diesjährigen Reisen der Königin seinerzeit auSgehän- digt waren. Es erfolgte aber keine Abrechnung; Graf Wrangell verließ vielmehr in aller Stille Stockholm, wie man meint, auf dem Wege nach Amerika. Es heißt, der Kammerherr habe im letzten Winter, während das Königs- paar in Kap Martin weilte, an den Spieltischen von Monte Carlo angeblich bedeutende Beträge der königlichen Reisekaffe verspielt, die zu ersetzen ihm später nicht möglich war. Graf Wrangell ist etwa 53 Jahre alt und ein Bruder des schwe­dischen Gesandten in London, er ist Verfasser verschiedener Werke über das alte Stockholm und über europäische Monarchengeschlechter.

Ein aufregender Automobiluusall ereignete sich am Sonntag abend in Eltville. Die Elektrotechniker Stecher und Fleischmann kamen mit ihren Damen auf einem ge­liehenen Automobil in scharfem Tempo die Leergasse herunter­gefahren. Ohne das Tempo zu mäßigen, fuhr der Führer mit einer scharfen Kurve um die Ecke. Dabei ging das rechte Hinterrad in Trümmer. Das Gefährt kam jäh zum Stillstand und sämtliche Insassen wurden herausgeschleudert. Wunderbarerweise sind sämtliche Insassen außer einigen Haut­abschürfungen ohne Schaden davongekommen.

Todesurteil gegen einen erblindeten Mörder. Wegen einer grausamen Bluttat wurde der 23jährige blinde Hirte Bartholomäus Perko vom Schwurgericht in Laibach zum Tode verurteilt. Der Angeklagte, der seit einer Reihe von Jahren bei einem Gutsbesitzer, der den Hilflosen seiner­zeit aus Mitleid ausgenommen hatte, im Dienst stand, war von diesem eines Würstdiebstahls beschuldigt worden. Hier­über geriet er derart in Zorn, daß er feinem Brotherrn Rache schwor. In Abwesenheit der Familienmitglieder überfiel er das in der Wiege liegende Töchterchen des Ehepaares, tötete es durch mehrere Messerstiche, steckte die kleine Leiche in einen Sack und ergriff dann die Flucht; er wurde jedoch bald darauf verhaftet.

Von seinem Hunde gerettet. Auf dem Wildgall stürzte ein deutscher Tourist, der seinen Hund mitgenommen hatte, in eine tiefe Schlucht, aus der er nicht mehr heraus­konnte. Sein Hund lief nun oben heulend umher und er­regte die Aufmerksamkeit anderer Touristen, welche ihm folgten und so den Abgefiürzlen zu retten vermochten, der

Empirestil erbaute Speisesaal des Schlosses hergerichtet worden. Napoleon I. hatte einst diesen Saal, als das Schloß einer seiner Schwestern vorübergehend zum Wohnsitz diente, aufs Schönste ausbauen lassen.

Sehr schwere Kranke, von denen man glaubte, daß sie die Nacht nicht überleben würden, brachte man in ein anstoßen­des, durch doppelte Türen und Gänge von diesem Saal ge­trenntes Eckzimmer.

Das war nun schon einige Male vorgekommen, und so hatte sich jenes Zimmer nachgerade den Namen:das Sterbe­zimmer" zugezogen.

Ich erinnere mich sehr deutlich eines abends da ziehen plötzlich wehe klagende Töne durch den schweigenden Park, immer lauter, immer durchdringender, und mit einem Male vernehmen wir deutlich die Worte:Ich will noch nicht sterben I Ich will noch nicht sterben! Bringt mich hier fort. Ich will noch nicht sterben --" Dann wird es still

Später erzählte der Vater was das bedeutet habe. Ein blutjunger Leutnant war in das bewußte Zimmer gebracht worden. Sein heißes Flehen, sein furchtbares Toben hatte zur Folge, daß man ihn wieder dort weg nahm.

Er überstand wirklich die Nacht. Und er ist, aller mensch­lichen Voranssicht zum Trotz, wieder gesund geworden.

Was Gatten- und Mutterliebe geben kann, wurde dem Grafen R .... in der Pflege zu Teil. Ich sehe die Beiden so deutlich vor mir: die schöne liebreizende stillc, junge Frau, die vornehme gebeugte alte Mutter, beide so standhaft lange Wochen hindurch. Und dann nahm ihnen doch der Tod das teure Leben.

Heiße Augusttage waren es. Heiße Sommertage für uns daheim, heißere Kampsestage für die Truppen draußen im Feld.

Mama, warum hat heute der Tambourmajor nicht ge­pfiffen ?" fragte ich eines morgens meine Mutter. Es war in den ersten Septembertagen.

1. September

nicht schwer verletzt war, aber ohne feinen Hund wohl ver­loren gewesen wäre.

Mit stur t Mark kann jeder dem Glück die Hand bieten und eventl. einen eleganten Landauer, bespannt mit vier edlen Pferden, zum Abfahren bereit, gewinnen, der sich an der Franksurter Pferde-Lotterie beteiligt. Ein Prospekt über diese Verlosung liegt unserer heutigen Nummer bei. Die Ziehung findet unwiderruflich am 12. September statt.

Barometerstand

Negenstation Hanan

des Königl. Preußischen Meteorologischen Instituts zu Berlin.

Im Monat August wurden 15 Tage mit mehr als 0,2 mm Regenhöhe beobachtet. Die größte Niederschlags­menge in 24 Stunden war ant 3. August (gemessen am 4. August, morgens 7 Uhr), sie erreichte eine Höhe von 21,2 mm, was gleichbedeutend ist mit 21,2 Liter auf 1 Quadratmeter.

Die Monats - Menge der Niederschläge im August betrug 82,1 mm oder 82,1 Liter pro Quadratmeter.

. G e w i t t e r st a t i o n. Im Monat August wurden 4 Gewitter beobachtet. Die größte Niederschlagsmenge war am 3. August, sie erreichte eine Höhe von 21,2 mm, was gleich­bedeutend ist mit 21,2 Liter auf 1 Quadratmeter. Die Ge­samtniederschlagsmenge dieser 4 Gewitter betrug 43,8 mm.

Hanau, 1. September 1906.

Der Beobachter: An ton Jobst.

Für Errkchtuttg eines AnsstchtsLnrmes auf dem Bnchberge bei Langenselbold gingen ein:

Freund des nahen schönen Spazierganges BuchbergRieseneicheLochseifNieder- rodenbacher-WeinbergDornbachschlucht Barbarossa-Quelle. Marschzeit et­wa 1 Stunde . . . . ..50 Mk.

Voriger Betrag . .... 1261.60

Zusammen bis jetzt 1262. Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die

Redaktion desHanauer Anzeiger."

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

Orb. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Orb belegenen, im Grundbuche, von Orb zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Taglöhners Konrad Schrei­ber, Katharina, geb. Geipel, in Orb eingetragenen Gundstücke am 17. Oktober 1906, vormittags 9 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Orb Zimmer Nr. 12 versteigert werden.

Schiffsnachrichten.

Bremen, 31. August. Der Dampfer des Norddeutschen LloydGneisenau" ist gestern in Colombo eingetroffen.

Ich weiß nicht", war die Antwort, vielleicht ist er krank." Ich fragte andere nach ihm, die wußten auch nichts.

Gestern war eine entscheidende Schlacht. Die Unsren haben bei Sedan einen großen Sieg errungen. Der Kaiser der Franzosen ist gefangen genomnien. Aller Herzen haben hoch aufgeschlagen, auch unsre kleinen, bei der Botschaft. Wer denkt da an den Alten?

Ich suchte nach ihm im Park und finde ihn wirklich ganz hinten auf einer verschwiegenen Bank. Er weint? Teilneh­mend setze ich mich zu ihm fliege aber schleunigst wieder in die Höhe.

Sacre de nom de Dieu! Will ik sein allein, kann it nich brauchen Gesellschaft!"

Armer Bernard", sage ich freundlich, hast Du so große Schmerzen ?"

Smerzen! O ja, ik aben Smerzen sär groß." Er schlägt beide Hände vor bas Gesicht und weint heftig.O dieser Deutschen, wie ik sie hasse! Und ihn? erwürgen könnte ik ihn, läßt sik nehmen gefangen!

Und ik sitzen hier still, ein armes Krüppel, oh, oh--' er bricht schluchzend auf der Bank zusammen.

Ich stehe sehr bestürzt bei diesem heißen GefühlSauSbruch. Aber dann gewinne ich Worte.

~Bernard, schäme Dich doch! Ich weiß doch Du bist ein Elsäfser. Wie kannst Du so toben I Du gehörst doch zu uns I"

Was Elsaß", fahrt er auf.Mein Herz gehört Frank­reich! Immer! Ewik!"

Ich schleiche mich traurig hinweg.Des einen Leid, des andern Freud !" Ein leises Verständnis für die Wahrheit dieses Spruches geht mir hier in frühester Jugend auf.

Es ist Winter geworden, kalter glitzernder Winter. Meine Freundin Agnes soll an den Verlobten ihrer Schwester, einen der jungen Assistenzärzte im Schloß, eine Bestellung aus­richten und wir eilen nach dessen Zimmer.

Agnes, die immer voll toller Streiche steckt, hat es für