Anzeiger
LiertMhrlich 1,80 ML, monaüich 60 Pfg., für aus- lo&üy Kborweuten mit bem betoeffeabert PostcwjjGqx.
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General-Auzkiger
Amtlicher Orga» für LtaLt- an- Fauweis Kmas.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
DeraatwarL Mute: C «chroeker « Hemau.
Nr. 197 Fernfprech«mfchl«tz Nr. 605.
Freitag den 24. August
Fernsprechanschlntz Nr. 605. 1906
Amtliches.
Stadtkreis Hanau.
Die städtische Steuerkaste ist bis auf weiteres nur Montag, Mittwoch und Freitag, vormittags von 8 bis 12*/» Uhr, geöffnet.
Schlachtscheine werden täglich verabfolgt.
Hanau den 23. August 1906.
___Stadthauptkaffe. ______17462
Preisausschreiben der Zweruemanu-Stistttng 1906>
Zum Wettbewerb um die Preise der Zwernemann- Stiftung für 1906 sind folgende Aufgaben gestellt:
1. Sechs einfache Auwelenbroschen mit 3—5 Brillanten und einigen Rosen ausgefaßt.
2, Sechs Mittelstücke zu Facherketten in Gold, oder sechs Schieber für Mattgold mit einem Brillant.
Für die besten Lösungen dieser Aufgaben wird eine Gesamtsumme von Mk. 200 ausgesetzt, die nach dem Ermessen des Preisrichterkollegiums in Teilbeträgen zu Preisen verwendet wird.
Außer den Schülern der Königlichen Zeichenakademie sind auch andere in Hanau wohnhafte oder beschäftigte Bewerber zugelassen. Die gezeichneten oder im Modell ausgeführten Entwürfe, find mit einem Motto versehen und verschlossen bis spätestens Montag den 15. Oktober 1906 dem Sekretariat der Königlichen Zeichenakademie einzureichen- Beizufügen ist ein mit dem gleichen Kennwort bezeichnetes, geschlostenes Kuvert, welches den Namen und die genaue Adresse des Absenders enthält.
Vorgeschriebene Bogengrötze der Zeichnungen: 24X36 cm.
Vorgeschriebene äußere Bogengröße : 36x48 cm.
Die Entwürfe für die verschiedenen Aufgaben sind von einander getrennt zu halten und dürfen nicht auf einen Bogen vereinigt werden.
Die in dem Ausschreiben verlangte Anzahl der dar- zustellenden Gegenstände ist genau einzuhalten.
Hanau den 23. August 1906.
Der Direktor.
Z. D.: Offterdinger. 17460
PreLsausschreiben dev Behvens-Strftung 1906>
Zum Wettbewerb um die Preise der Behrens- Stiftung für 1906 find folgende Aufgaben gestellt:
1. Entwurf von 3 Ringen, ausgefaßte Fantasie-Muster in neuem Stil.
2. Entwurf von 3 matten Droschen für 1—2 Steine.
3. Entwurf von 3 Paar Ohrringen, ausgefaßte nicht zu große Muster.
Für die besten Lösungen dieser Aufgaben wird eine Gesamtsumme von Mk. 150 ausgesetzt, die nach dem Ermessen des Preisrichterkollegiums in Teilbeträgen zu Preisen verwendet wird.
Außer den Schülern der Königlichen Zeichenakademie find auch andere in Hanau wohnhafte oder beschäftigte Bewerber zugelaffen. Die gezeichneten oder im Modell ausgeführten Entwürfe find mit einem Motto versehen und verschlossen bis spätestens Montag den 15. Oktober 1906 oem Sekretariat der Königl. Zeichenakademie einzureichen. Beizufügen ist ein mit dem gleichen Kennwort bezeichnetes, geschloffenes Kuvert, welches den Namen und die genaue Adresse des Absenders enthält.
Vorgeschriebene Bogengröße der Zeichnungen: 24X36 cm.
Vorgeschriebene äußere Bogengröße : 36X48 cm.
Die Entwürfe für die verschiedenen Aufgaben sind von einander getrennt zu halten und dürfen nicht auf einen Bogen vereinigt werden.
Die in dem Ausschreiben verlangte Anzahl der darzustellenden Gegenstände ist genau einzuhalten.
Hanau den 23. August 1906.
Der Direktor.
J. V.: Offterdinger. 17459
Hus Hanau Stadt und fand.
Hanoi!, 24. August.
• Der Erlös ans Beitragsmarken für die Jn- valideuversicherung hat im Monat Juli 13,4 Millionen
Mark gegen 12,9 Millionen Mark im gleichen Monat des Vorjahres betragen.
* Das Infanterieregiment Hessen - Homburg kehrte gestern nachmittag vom Regimentsexerzieren hierher zurück. Morgen früh fährt das Regiment per Bahn nach Mainz zur Teilnahme an der Truppenschau vor dem Kaiser.
* Bürgermeister Laubach, Eichen t» Wie wir kurz vor Redaktionsschluß erfahren, verstarb heute früh infolge einer Herzlâhmung der Bürgermeister der Gemeinde Eichen, Herr Heinrich Wilhelm Laubach im 71. Lebensjahre. Der Verstorbene hat sein Amt als Bürgermeister nahezu 29 Jahre zum Segen der Gemeinde Eichen verwaltet. Lange Jahre hindurch gehörte er auch dem Kommunallandtage und dem Kreistage an. Sein Andenken wird ein gesegnetes bleiben.
* Lohnbewegung in derPforzheimerBijouLerie- inVUstrie. Die Pforzheimer Goldarbeiter haben in vier großen Versammlungen die zwischen den Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer getroffenen Abmachungen bezügl. der Lohnregelung und Arbeitszeit gutgeheißen.
* Der Riederhof, welcher zwischen Fechenheim und Frankfurt an der Hanauer Landstraße liegt, besitzt bekanntlich ein architektonisch sehr interessantes Herrenhaus in romanischem Stil. Dieses ist nun, wie die „Frkf. N." berichten, durch die vom neuen Ostbahnhof bestimmten Straßenfluchtlinien vom Untergang bedroht. Wenn der Plan für die Neugestaltung der Gegend hinter dem Ostbahnhof zur Ausführung käme, wäre eine Niederlegung des nördlichen Teiles des Hofes, vor allem des Herrenhauses unvermeidlich. Da nun dieses Herrenhaus von hohem orts- und kunstgeschichtlichem Werte ist, hat der Konservator der Bau- und Kunstdenkmäler des RegierunEhezirks Wiesbaden, Prof. F. Luthmer, bei den zuständigen B^örden den Wunsch ausgesprochen, das Gebäude möchte erhalten bleiben, und beantragt, daß zu diesem Zwecke die Hanauer Landstraße eine andere Führung erhält. Der Antrag wird folgendermaßen begründet: „Der im Jahre 1193 urkundlich zuerst erwähnte Riederhof war kaiserlicher Besitz und wurde in diesem Jahre von Kaiser Heinrich VI. dem Frankfurter Schultheißen Wolfram geschenkt. Rach mehrfachem Wechsel der Besitzer, unter denen wir die Klöster Hapna und Arnsburg finden, gelangte er 1331 in die Hand der aus Hessen stammenden Familie Frosch, die im 14. Jahrhundert unter den Notabeln von Frankfurt eine hervorragende Stelle einnahm. Zu Ende des Jahrhunderts erhielt der Hof, in Besitz der Familien Eles, Landskrone und Holzhausen übergegangen, eine besondere Bedeutung als Wehrbau im östlichen Zuge der damals errichteten Landwehr. Von dieser Zeit an ließ der Rat von Frankfurt sich von dem jeweiligen Besitzer des Hofes Reverse ausstellen, wonach er das Recht hatte, den Hof im Kriegsfall mit Geschütz und Besatzung zu belegen und sich seiner zur Abwehr der Feinde zu bedienen. Damit rückt dieser Hof, wie zahlreiche andere befestigte Höft in Frankfurts Umgebung völlig in die Bedeutung der von der Stadt erbauten Warten ein. Rach mannigfachem, durch Erbteilung oder Kauf herbeigcführtem Wechsel des Eigentümers erwarb zwischen 1488 und 1492 das Hospital zum heiligen Geist den großen und den gegen Ende des 14. Jahrhunderts erbauten kleinen Riederhof und hat ihn im Besitz behalten bis zur jetzigen Zeit. Aus den mannigfachen Umbauten, die der Hof namentlich von 1500 an erfuhr, hat sich als letzter Rest der ursprünglichen, der romanischen Bauperiode angehörigen Anlage das Herrenhaus in seinem westlichen Teil erhalten. Die Fenster sind, wenn auch teilweise vermauert, noch nachweisbar, ihre Bogen würden nach Entfernung des jetzigen Wandputzes voraussichtlich zutage treten. Diese, sowie andere archilektonische Einzelheiten, besonders aber die ungewöhnliche Stärke der Mauern von etwa zwei Meter, weisen mit Sicherheit darauf hin, daß der Bau dem zwölften Jahrhundert angehört. Das Vorhandensein eines Turmes an der Ostseite geht aus urkundlichen Nachrichten, besonders aus den Verhandlungen über seinen Abbruch im Jahre 1710 hervor, sowie aus Nachgrabungen, die unter Leitung des Herrn Architekten Thomas 1901 an dieser Stelle ausgeführt, die Grundmauern des Turmes ergeben haben. Bei dieser Gelegenheit wurde an der Ostwand ein Fundament gefunden, das mit ziemlicher Sicherheit als Unterbau eines Altars erkannt wurde und somit die Bestätigung für das durch viele urkundliche Zeugnisse bewiesene Vorhandensein der Burgkapelle an dieser Stelle gab. Es ist somit festgestellt, daß in dem Herrenhaus des großen Ricderhofes der einzige, dem 12. Jahrhundert angehörige Profanbau von Frankfurt erhalten ist. Der Wert dieses baugeschichilichen Denkmals wird wesentlich durch den Umstand erhöht, daß außer dem sogenannten „grauen Hause" zu Winkel im Rheingau und dem romanischen Hause zu Geln
hausen in unserer Gegend bürgerliche Baudenkmäler aus dieser frühen Kunstperiode überhaupt nicht mehr vorhanden sind.
* Aenderungen im Winter - Fahrplan. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat für den am L Oktober d. J. in Kraft tretenden Winterfahrplan u. a. folgende wichtige Aenderungen, abgesehen von den regelmäßig im Winter eintretenden Zugeinschränkungen und Zugverschiebungen, vorgesehen: Schnellzug Nr. 3. Frankfurt a. M.- Debra-Berlin wird zur Herstellung des Anschlusses von dem neuen Schnellzug Nr. 103 von Straßburg 13 Minuten später gelegt, ab Frankfurt a. M. 9 Uhr 48 norm.; V-Zug Nr. 5 fährt ab Frankfurt a. M. statt bisher 2 Uhr 22 nachm. erst 2 Uhr 40 und trifft in Bebra statt 5 Uhr 16 nachm. erst 5 Uhr 32 ein; V-Zug Nr. 6 fährt ab Bebra statt bisher 1 Uhr 42 nachm. bereits 1 Uhr 4 und trifft in Frankfurt a. M. statt 4 Uhr 30 schon 3 Uhr 45 ein; V-Zug Nr. 85 fährt ab Frankfurt a. M. statt 2 Uhr 42 nachm. erst 2 Uhr 53 und trifft in Bebra statt 5 Uhr 33 erst 5 Uhr 48 ein; V-Zug Nr. 86 fährt ab Bebra statt 1 Uhr 56 nachm. bereits 1 Uhr 34 und trifft in Frankfurt a. M. statt 4 Uhr 45 schon 4 Uhr 20 ein. Die vorgenannten V-Züge Nr. 5 und 6, Basel-Berlin und zurück, und Nr. 85 und 86, Basel-Hamburg und zurück, find zur Herstellung und Verbesserung von Anschlüssen in Basel von und nach der Schweiz und Italien verlegt und beschleunigt.
* Die Bierpreiserhöhung in Frankfurt ist in Kraft getreten. Die Gastwirte Frankfurts veröffentlichen folgenden Aufruf: „Nachdem alle Verhandlungen und Vermittlungsvorschläge an dem hartnäckigen Widerstand der Brauereien gescheitert und diese die Selbsttragung der Brausteuer nicht übernehmen wollen, wurde in der öffentlichen Wirteversamm- lung am 21. d. Mrs. beschlossen, die Forderungen der Brauereien anzunehmen und den von denselben normierten Bieraufschlag von heute ab eintreten zu lassen. Wir fordern daher alle Kollegen auf, die Durchführung unserer Sache damit zu unterstützen, daß jeder, der nicht zum Verräter au seiner eigenen Person und an dem Gelingen unserer Sache werden will, mit dem heutigen Tage aufschlägt. Wir sind überzeugt, daß das konsumierende Publikum auf unserer Seite steht und den Brauereien die nötige Antwort für ihre Bierverteuerung geben wird." — Die Vertreter der Gewerkschaften besprachen gestern in einer Sitzung die Lage, wie sie sich durch den Beschluß der Wirte-Versammlung ergibt. Die Kommission kam zu dem Beschluß, den Konsumenten dringend zu empfehlen, an dem früher gefaßten Beschluße, verteuertes Bier unter allen Umständen zurückzuweisen, festzuhalten, also in allen Wirtschaften, die mit dem Verkaufspreis aufschlagen, auf jeglichen Biergenuß zu verzichten
* Feuer. Wie gestern kurz gemeldet wurde, brannte am Morgen des 23. August die Schneiderwerkstätte des Schneidermeisters Thomas in der Hirschstraße 10 fast vollständig aus. Der Fußboden und 4 Türen brannten an, der Mobiliarschaden beträgt etwa 200 Mk. Die Entstehungsursache ist unbekannt, man nimmt an, daß beim Bügeln am vorhergehenden Abend ein Funke au8 dem Bügeleisen geflogen ist und ein am Boden liegendes Läppchen nach und nach entzündet hat. Ein Dienstmädchen bemerkte am Donnerstag früh den Brand und benachrichtigte das Thomas'sche Ehepaar, worauf alsbald der Brand gelöscht werden konnte. Bedauerlicherweise ist der genannte Schneidermeister nicht versichert, sodaß er durch den Brand beträch- lichen Schaden erleidet.
«Verhaftet wurde die Ehefrau des verstorbenen Bürgermeisters Merz von Groß-Bieberau, welche, mit einer lieber* fahrtkarte nach Amerika versehen, vorgestern angeblich eine kleine Reise antreten wollte. Bor einiger Zeit waren durch die Oberrechnungskammer in der Sparkasse von Groß-Bieberau, die Frau Merz selbständig leitete, Fehlbeträge festgestrllt und eine Untersuchung gegen die Frau emgeleitet worden.
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t Ravolzhausen, 23. August. Entgleisung.) Die Maschine des von Hüttengesüß kommenden Kleinbahnzuges 9.37 Uhr vorm. entgleiste heute auf hiesiger Station. Durch eine Reservemaschine wurde der Zug hier abgeholt mü» erlitt dadurch eine dreiviertelstündige Verspätung.
Vereins u. Bergnügungsnachrichten für Freitag ben 24. $tugufl
bv. Männer- u. JunzlinqS verein : UntcrhalMngsabend (So. 8erei»rh«S.) Turn- ii. Fechtklub: Abend« 6—7'/, Uhr: Turnen der Damenadteüuns; 8*/i—10 Uhr: Fechten.
Turngesellschaft: Abend« v»n 8—10 Uhr: Turnen der JugendeLieiiang.
Turnverein: Abends von 8—10 Uhr: Turnen der Jugendabkilnug.
Humoristischer Musikverein „Germania" : Von 9—11 Uhr: Uebtmgsjbtnbe, ! Restauration „Germania").
Verein f. Hoimmvachi« n. NawrheUüwde: Sedretiebeeb-O&ebi Beasej