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Hanauer K Anzeiger
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es. WaifachaufeZ in Hamm.
General-Anzeiger
Amiliihts Organ fnr Sindt- and Mdreis Km».
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Vellage.
EiurückmtgSsebLhrr
Die fünfgeipLltene PeStzeil« »der deren Raum 15 Pfg, im ReilamenteL die Zelle 35 Pfg.
Derantworü. RSakirur: S. Schrecker ix Hemau.
Nr. 187 ^rufrwdxmfWl Rr. 605.
Hierzu
„Amtliche Beilage Nr. 13."
Amtliches.
Landkreis Hanau. WmtmchuiW W KömBAn Lllllkämts.
In F e ch e n h e 1 m sind die Backsteinblattern unter den Schweinen erloschen.
Die Gehöftssperre ist aufgehoben.
Hanau den 11. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 5892 u. 5910 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
In Dischofsheim ist die Rottaufseuche unter den Schweinen erloschen.
Die Gehöftssperre ist aufgehoben.
Hanau den 11. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 5891 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
In Bergen sind unter den Schweinen die Backsteinblattern festgestellt worden.
Die Gehöftssperre ist angeordnet.
Hanau den 10. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 582-7 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Unter dem Schweinebestande zu Ost he im ist die Rotlaufseuche festgestellt worden.
Die Gehöftssperre ist angeordnet.
Hanau den 10. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V5828 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
In Kilianstädten ist die Rotlausseuche unter dem Schweinebestande der Witwe Joh. Vollmer erloschen, unter dem Schweinebestande der Witwe Joh. Ullrich aber neu fest- gestellt.
Die Gehöftssperre ist aufgehoben bezw. angeordnet.
Hanau den 10. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 5826 A. A.: Conrad, Kreissekretär.
Festgestellt: Die Schweineseuche in Dr ei ei ch e u h ain und Patershausen, Kreis Offenbach a. M. Gehöftssperre ist angeordnet.
Hanau den 11. August 1906. V 5866
Die Herren Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten haben zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen für den Regierungsbezirk Stettin die weiteren Nummer 901 — 1200 überwiesen.
Hanau den 10. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 5633 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Ich mache auf die als Sonderbeilage 31t Nr. 32 des Regierungs - Amtsblattes veröffentlichten Ausführungs- bestimmuugen betreffend den zollbcgünstigien Bezug von Pferden im Sinne der Anmerkung zu Nr. 100 und von Zuchtbullen von Höhenvieh im Sinne der Anmerkung 1 zu Nr. 103 des Zolltarifs (siehe S. 164 des Reichsgesetzblattes von 1906) aufmerksam. Interessenten können die angezogenen Bestimmungen auf den Bürgermeisterämtern einsehen.
Hanau den 9. August 1906.
Der Königliche Landrat.
V 5230 11 0. Beckerath.
Hus Hanau Stadt und Eand,
Hanau, 13. August.
* Gegèit den häufigen Wechsel der Schulbücher richtet sich eine Verfügung des Provinzialschulkollegiums in Cassel an die Direktoren der höheren Schulen, die jetzt vom Unterrichtsminister seinem Bereich mitgeteilt wird. Infolge einzelner Vorkommnisse der letzten Zeit werden darin die Direktoren auf die Bestimmungen aufmerksam gemacht, welche der Unterrichtsulinister und das Kollegium bezüglich der Einführung neuer Lehrbücher getroffen babeu. Nach diesen An
Montag den 13. August
ordnungen ist es den Direktoren nicht erlaubt, neue Bücher in Gebrauch zu nehmen, bevor ihre Einführung vom Unterrichtsminister oder vom Provinzialschulkollegium ausdrücklich genehmigt worden ist. Unter keinen Umständen soll, ehe diese Genehmigung eingeholt worden ist, ein bisher noch nicht benutztes Buch in einem Jahresbericht oder gedruckten Schulbücherverzeichnis unter denjenigen Büchern aufgeführt werden, die sich die Schüler schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres anschaffen sollen. Das Kollegium kündigt ferner an, daß es künftig solche neuen Unterrichtswerke, welche eine
ganze Reihe von Bänden umfassen und sich auf verschiedene Klassenstufen verteilen, in der Regel erst dann dem Unter
richtsminister zur Einführung empfehlen werde, wenn sie völlig abgeschlossen vorliegen und dadurch eine das ganze Werk in Betracht ziehende Beurteilung zulasten. In Betracht kommen hier insbesondere Geschichts- und deutsche Lese
bücher. Die Direktoren möchten Anträge, die dieser Be
dingung nicht entsprechen, überhaupt nicht mehr stellen.
* Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monats Juli 1906 wurden im hiesigen Schlachthause geschlachtet:
117
Ochsen, mehr
gegen den Monat Juli
1905
9
Stück
93
Kühe, „
ff
ff
ff
ff
ff
2
ff
23
Rinder, weniger
ff
ff
ff
ff
ff
20
ff
987
Schweine, „
ff
ff
ff
ff
ff
5
ff
375
Kälber, „
ff
ff
ff
ff
ff
15
ff
84
Hämmel, „
ff
ff
ff
ff
ff
9
ff
—
Lämmer, „
Ziegen, mehr
ff
ff
ff
ff
ff
—
ff
3
ff
ff
' ff
ff
■ ff
3
ff
Die Accis-Einnahme hiervon beträgt . Mk. 4121.80
An eingeführten Fleischwareu re. wurden versteuert: 27 230 Kilogramm, weniger gegen den Mona; Juli 1905 • 1619 Kilogramm.,
Hiervon die Accis-Einnahme mit . . Mk. 902.99
Summa Mk. 5024.79
Gesamt - Accis - Einnahme im Monat s Juli 1905 ......Mk. 5101.08
Mithin weniger gegen den Monat Juli
1905 . . Mk. 76.29
Accis - Einnahme vom 1. April 1906 bis 31. Juli 1906 . . . . Mk. 20 580.47
Accis - Einnahme vom 1. April 1905 bis 31.
Juli 1905 . . . . ___21 162.24
Mithin weniger gegen die gleiche Zeit des
Vorjahres......Mk. 581.77.
* Bersanmtlmrg der vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend. Aus Frankfurt a. M., 12. August, schreibt unser l?. 0.-Korrespondent : Heute nachmittag 2 Uhr fand in der „Harmonie" eine Haupt- versammlung der vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend statt. Als einziger Punkt auf der Tages- ordnung stand: „Die Erhöhung des Milchpreises und Be- stimmüng des Termins zum Aufschlag". Landwirt Vieh- m a n u-Rumpenheim eröffnete die von 400 Landwirten besuchte Versammlung und stellte fest, daß 87 Ortsgruppen, die sich auf die Kreise Landkreis Frankfurt a. M., Wiesbaden, Ober- und Untertaunus, Höchst, Usingen, Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Gießen, Friedberg, Büdingen und Offenbach verteilen, vertreten waren. Außerdem hatte der Wiesbadener und Mainzer Milchproduzentenverein, sowie die Molkerei Büdingen Vertreter gesandt. Landtagsabgeordneter Hirschel warf hierauf einen Rückblick auf die Milchpreisbewegung unb kam zu dem Resümee, daß heuer die Situation bester wie im Vorjahre sei, vor allem käme die Milchknappheit zur Zeit dem Aufschlag zu statten. Auch die Milchhändler hätten einen besseren Standpunkt den Landwirten gegenüber jetzt eingenommen und mehr Verständnis für die Forderungen der Schollen pflegenden Bevölkerung erlangt. Heute beiße es nicht, ob ein Aufschlag stattsinden solle oder könne, sondern wann der Aufschlag erfolgen solle. Wolf-Friedberg teilte hierauf die seit längerer Zeit mit der hiesigen Firma Heinr. Klcinböhl gepflogenen Verhandlungen, um Kleinböhl zum Mitgehen in der Milchpreisbewegung zu veranlassen, mit. Diese Verhandlungen verliefen resultatloS. Landwirt Heusel- Dortelweil berichtet über die Kommissionssitzuug der vereinigten Landwirte mit den Milchhändlern und bält den 20. August für den geeignetsten Termin für den Aufschlag. Hensel betonte, mit den Milchhändlern Hand in Hand zu gehen, fordert die Anwesenden aber auf, Acht auf die Lau d- milchhändler zu geben. Nicht ganz mit Unrecht fürchteten viele Milchhändicr in der Stadt, daß jene im Trüben fischen möchten. Wer nicht offen den Preisaufschlag mitmache, dürfe keinen Tropfen Milch mehr erhalten. An der Debatte beteiligten sich weiter von Kraatz-K 0 sch lau, Schaacke, Wittmer-Dottenfelderhof, Ko ch-Baumwiejer-
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Hof, Engel- Oberliederbach, Christiau-Unterliederbach, Puth-Bergen, Dettweiler-Mainz und Fischer-Erbenheim, die für die Erhöhung des Milchpreises von 15 auf 16 Pfg. pro Liter eintraten und für die Preiserhöhung teils den 20. August, teils den 1. September bezeichneten Schließlich wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die eine Erhöhung des Milchpreises von 15 auf 16 Pfg pro Liter auf den 1. September d. J. festsetzte. Mit der Mahnung, auch fürder einig und fest zu bleiben, schloß uw halb 6 Uhr der Vorsitzende die Versammlung.
* Conrad Deines jnn., Akt.-Ges., Harran. Die Gesellschaft, die die Fabrikation von Zigarrenkistch?» Zigarrenwickelformen und Lithographie betreibt, erzielte 1905 bis 1906 einen Bruttogewinn von 136 473 Mk. (i. V 125 275 Mk.). Nach Deckung der Unkosten mit 92 317 Mk (85 508 Mk.) und 22 565 Mk. (22 752 Mk.) Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 21 490 Mk. (17 100 Mk.), aus dem vier Prozent (wie i. V.) Dividende auf das Aktienkapital von 340 000 Mk. gezahlt und 5000 Mk. (2500 Mk.) der Reserve überwiesen werden. Die Anlagen stehen mit 352 449 Mk. (354 779 Mk.) zu Buch, belastet mit unverändert 172 500 Mk. Hypotheken. An Vorräten sind 168 968 Mk. (109 468 Mk.) verzeichnet. Debitoren schulden 127 075 Mk. (119 700 Mk.), während Kreditoren 108 877 Mk. (64 010 Mk.) zu fordern hatten.
* Das Musterreqister im Monat Juli 1906. Durch das „Musterregister" des „Reichsanzeigers" sind im Monat Juli d. I. bei Gerichten be§ Deutschen Reiches er- folgt 446 Eintragungen neu geschützter Muster in der Zahl 21 286. Der Monat Juli liefert wieder den Beweis, daß das Ausland immer häufiger den Musterschutz im Deutschen Reiche begehrt. Die höchste Musterzahl, 3652, wurde beim Gericht in Plauen vpn 11 Urhebern angemeldet; davon entfallen 2000 Neuheiten von Maschinenstickereien allein auf die Firma Blank u. Co. Nach Plauen hat Pforzheim mit 2278 Bijouteriemodellen von 17 Urhebern die höchste Zahl neu geschützter Muster zu verzeichnen; hier ist es die Firma Kollmar u. Jourdan, welche die meisten Muster (896) anmeldete. Beide Städte übertreffen noch Berlin und auch Leipzig trotz der großen ausländischen Beisteuer zu den bei letztgenanntem Gericht erfolgten Eintragungen. Im ganzen sind bisher durch das „Musterregister" des „Reichsanzeigers" 2 958 802 Muster und Modelle (816 996 plastische und 2 141 806 Flächenerzeugnisse) als neu geschützt bekannt gemacht worden; daran ist das Ausland mit 74 875 Mustern beteiligt, von denen auf die Schweiz 47 159, auf Oesterreich- Ungarn 19 553, auf England 4712, auf Frankreich 1772, auf Belgien 1100, auf Nordamerika 294, auf Italien 105, auf die Niederlande 53, auf Australien 52, auf Spanien 21, auf Dänemark 13, auf Liechtenstein 12, auf Schweden 12, auf Norwegen ebenfalls 12 und auf Hinterindien 5 entfallen.
* Tausendjahrfeier der Stadt Weilburg. Man schreibt uns aus Weilburg: Durch das Entgegenkommen der Königlichen und Großherzoglichen Behörden ist es dem Festausschüsse gelungen, Festplätze zu schaffen, wie sie schöner keine andere Stadt an der Lahn bieten kann. Den Haupu festplatz bildet der an der Lahn belegene, von dem jäh emporsteigenden Hausley-Felsen überragte Kasernenplatz der Königlichen Unteroffizier-Vorschule. Außerdem ist der von herrlichen alten Bäumen beschattete Großherzogliche Schloßgarten zur Ausnahme der Festteilnehmer bereit gestellt. Dafür, daß die Festgäste an Speise und Trank nicht Not zu leiden haben, ist bestens gesorgt. Wohnungen sind reickilich zur Verfügung gestellt. Ebenso ist zu billigen Preisen eine große Anzahl Fenster zu vermieten, von denen aus die Fremden Gelegenheit haben, den Festzug am 19. dieses Mouaw anzusehen. Anfragen wegen Wohnungs- und Fensterinieie sind an Herrn Hans 'B r u ch m e i e r, Weilburg, Marki- straße, zu richten.
* Gartenfest. Der hiesige K a u f m â N N i s ch e Verein veranstaltete gestern nachmittag auf der „Schönen Aussicht" in Kesselstabt ein Gartenfest, zu dem sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen äußerst zahlreich eingefunden hatten, sodaß die schön gelegenen Terrassen ein recht belebtes Bild abgaben. Das Hauptinteresse der Festarrangeure war naturgemäß den Kindern zugewandt, denen durch Spiele aller Art ein vergnügter, unterhaltungsreicher Tag bereitet wurde. Doch kamen auch die Erwachsenen nicht zu kurz. Prächtige choristische Darbietungen des Gesangvereins „Eintracht*, der in liebenswürdigster Weise seine schätzenswerte Mitwirkung zur Verfügung gestellt Halle, Preiskegeln und anderes mehr sorgte auch für deren Unterhaltung aufs Beste. Den Schlußakt, freudig erwartet und begrüßt von den Jüngeren beiderle' Geschlechts, bildete ein angenehm verlaufenes Tänzchen.
* Maittwafferwärme gestern abend 16l/t Grad.