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Seite 2 ______ __ summten ab, sollte man es deshalb den Wirten verdenken, wenn diese in gleicher Weise handelten. Die Kommifsions- verhandlungen mit den Brauereien hätten gezeigt, daß gegenüber der geschlossenen Macht deS Brauerei Verbandes nichts zu machen sei. Andererseits jedoch sei es gelungen, die Braue­reien zu einem bestimmten Verhalten gegenüber den Flaschen­dierhändlern und der Preisschleuderei derselben zu verpflichten, für den Fall, daß die Wirteversammlung eine einheitliche Erhöhung der Ausschankprcise eintreten laste. Nach den Bor- sälägrn der Brauereien soll vom 1. August d. JS. ab Flaschenbier-Onginal-Füllung nicht unter dem Preise von:

a) an Wieder Verkäufer: bei Lagerbier 16 Pfg. für die ganze Flasche

8 halbe lei Exportbirr = 20 ganze = 10 , halbe

b) an Private (nur durch Wiederverkänfer)

bei Lagerbier 20 Pfg. für die ganze Flasche

1° halbe bei Exportbier = 24 , ganze

12 ,, halbe abzvgebkn und bei Entziehung der Überlieferung ihren Wieder- rerfäufem dir oben für Private festgelcgten Preise ausbe- düngen werden. Weiter wollen die Brauereien ihren Faß­birrkunden, welche Flaschenbier selbst abfüllen, obige Preise ebenfalls bei Entziehung der Überlieferung auf er legen, ihr? sämtlichen Wirte und Spezereihändler mit Bierausschank zur Einhaltung der vom Wirteverein gemäß Vorschlag festgesetzten Ausschankpreis« verpflichten und bei Nichteinhaltung dieser Preise die Überlieferung entziehen, an Private und Vereine ohne eigene Ausschankstellen kein Faßbier mehr liefern und etwaige Bestellungen nur durch ihre Wirtekundschast ausführen lasten. Der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, schlage er vor, auf die cmgebotenen Vereinbarungen mit den Brauereien kinzuzrhtn. Herr Hoppe teilt mit, daß der Aufschlag un- widerrtstlich erfolge, jede Brauerei habe sich gegen Zahlung einer Konventionalstrafe von 5000 Mk. verpflichtet, den Auf­schlag mitzumachen. Auch ein Widerstreben der Wirte sei nach Lage der Dinge vollständig zwecklos. Von einigen Seiten wurde ein Appell an die Konsumenten, ein Einberusen *?n Volksversammlungen vorgeschlagen, doch erwiderten andere, daß bis dahin zahlreiche Existenzen vernichtet sein würden. Der Angriff eines Nichtmitgliedes auf die Tätigkeit des Vereinsrorstandes wurde von Herrn Hoppe in takt­voller und entschiedener Weise zurückgewiesen. Nach aus­gedehnter, alle Verhältnisse berücksichtigender Debatte wurde folgende Resolution angenommen:Die heute im Saale des Hotels zum Riesin versammelten Gastwirte und Restau­rateure des Stadt- und Landkreises Hanau beschließen: Nach­dem vom 1. August ab von den Brauereien eine Erhöhung des Überpreises von 2 Mk. bezw. 1.50 Mk. eingetreten ist, sind wir gezwungen, den seitherigen Preis um 1 Pfg. pro Glas zu erhöhen. Im übrigen erteilen wir dem Vorstände das Recht, alle diesbezüglichen Abmachungen mit den ver­einigten Brauereien zu führen und mit denselben rechtsver- bindlich alle die Vorteile abzuschließen," welche von den Brauereien angeboten worden sind." Eine große Debatte entspann sich dann noch über die für die mehr als 8/io hallenden Gefäße fesizusitzenden Preise, da bekanntlichj. B. bis jetzt E io Liter zu verschiedenen Preisen verkauft werden. Schließlich einigte man sich dahin, die ^io Litergefäße über­haupt abzuschaffen, das Lagerbier inbo Liter-Gläsern zu 11 Pfg., in 4 io Liter-Glâsern zu 13 Pfg. zu verkaufen. Die Preise für Exportbier sollen in einer heute vormittag nausindendeu Sitzung festgesetzt werden. Zweifelsohne sind die Gastwirte in einer sehr schweren Lage, von ihnen konnte und durste man nicht erwarten, daß sie den,Aufschlag tragen würden, ob die Brauereien mit einer Erhöhung von 2 Mk. rrrzugehen nötig hatten, ist jedenfalls der Erwägung wer:.

Les Droschke »halten an Den Bahnhöfen. Durch ein von den Droschkenkutschern erlassenes Inserat scheint im Publikum die irrige Meinung verbreitet zu sein, daß es den Droschkenkutschern nicht mehr gestattet sei, an den Bahnhöfen zu halten. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall, denn die Dro'chkrnkiUfcher sind nach wie vor angehalten, im Interesse des Publikums abwechselnd an den Bahnhöfen an- wesind zu sein. Treffen Fremde oder Einheimische mit der Bahn hier ein, so muß wie anderwärts auch hier Gelegen­heit vorhanden fein, eine Droschke benutzen zu können.

* Doppel-Konzert. Heute nachmittag geben, wie schon berichtet, unsere beiden Regmieutskapellen in Wilhelmsbab ein Doppelkonzert. Die beiden Mnsikdrrigenleu haben ein ] vorzügliches Programm zuimmnengestellt und wird dasselbe von beiden Kapellen gemeinsam gespielt. Aus dem Programm : seien nachfolgende Nummern hervorgehoben: Ouvertüre über das deutsche Volkslied von 6. Lassen, Ouvertüre auSTann- Häuser",Feuerzauber" von R. Wagner,Die Kaiserparade", ein neues militärisches Tongemälde (der Verlauf einer Kaberparade von R. Eilenberg u. a. Zum Schluß kommt dasGroße Schlachtenpotpourri" von H. Saro mit Gewehrsalven tc. zur Ausführung. Unser kunftliebendeS Publikum wird sich biedert seltenen Genuß sicher nicht ent» gehen [a"en.

* Kellerfest. T.e Kellersest-Arrangeure hatten gestern ausnahmsweise wieder einmal Glück. Nach einer wahrhaft afrikanischen Hitze zeigten sich am Abend weder Wollen noch sottstiae unheilverkündende Voten und man konnte den Gang zurSchönen Aussicht" unbedenklich ohne Regenschirm wagen. Diesen Umstand hatte sich denn auch eine sehr große Be­sucherzahl zunutze gemacht und dir Terrassen vollständig besetzt. Herr StuftDirigent Urbach bot mit seiner Kapelle den gewohnten Kunstgenuß, während die effektvolle Be­leuchtung unb der reiche Damenflor die hübsche Folie dazu abgaben. Ein« Fackelpolonaise sowie ein Tänzchen bildeten den Schluß des schönen Sommerabends.

* Mitteldeutscher Schützenverbanp. Am 11. August rmde: zu E chersheim das 11. Vrrbandsfèst des Mittelrhèi- nrschen SchützeruxrbandeS statt. Das Konkurrenzschießen begann am letzten Sonntag mit einem Gruppenschießen, woran 27 Grupven teilnahmen.

Mittwoch

* Lercheufunv. Aus Heldenbergen meldet uns ein Telegramm unseres ^'.-Korrespondenten, daß der Förster Neumann bei einem Rundgang im Walde die Leiche eines erschossenen, unbefannten, gut gekleideten jungen Mamies fand.

* Nureèfeö Obst. Aus mehreren Orten sind in diesem Sommer Todesfälle gemeldet worden, welche infolge Ge­nusses von unreifem Obst vorkanren. Der Tod tritt gewöhn­lich unter furchtbaren Schmerzen ein. Man lasse sich solche Fälle zur Warnung dienen und suche hauptsächlich die Kinder von dem Genuß unreifen Obstes abzuhalten. In manchen Städten werden die Wochenmärkte von der Polizei nach un­reifem Obst durchsucht und die betroffenen Verkäufer proto­kolliert. Diese Einrichtung verdient überall Nachahmung. In erster Linie aber sollten Lehrer und Eltern vor dem Ge­nuß unreifen Obstes warnen.

* Der Historische Bereit» für das Großherzogtum Hessen veranstaltet seinen 4. Ausflug nach Hanau am Sams­tag den 4. August.

* Mnittwasserwnrme gestern abend 19 Grad.

*

»kK. Groß-Auheim, 1. Aug. Heute wird hier, alter Väter­weise gemäß, bie MittwochSterb gefeiert und haben sich an diesem Kerbmitiwoch noch immer viele auswärtige Gäste zu fröh­lichem Tun hier eingefunden. Hoffentlich hat sich diese alte Anziehungskraft in unserem schönen sauberen und gastfreund­lichen Flecken ib? auf heute bewährt.

-- »nMMMS-MLMS-rvM^ ............... Gerèchtsfâl.

Sitzung Des Schöffengerichts vom 3L Juli.

Der Weißbindermeister H. hat einen Bahnwärter beleidigt und erhält dafür 40 M. Geldstrafe. Der Fahrbursche Lautenbach auf dem Wilhelmsbaderhof hat einem anderen Fahrburschen, der ihn ersuchte, von seines Dienstherrn Tor- ausfahrt wegzusahren. mit der Faust ins Gesicht und mit dem Peitschenstiel dermaßen über den Rücken geschlagen, daß die Peitsche in Stücke ging. Er erhält 2 Wochen Gefängnis. Eine Arbeiterin Elise N. von hier hat einem anderen Mäd­chen 3 Mark aus dem Portemonnaie genommen und 2 Hand­tücher ihrer Lomsgebenn in ihren Koffer gepackt. Urteil: 3 Tage Gefängnis.

Derents- n. Vergnügirsrgsnachrichtert

für Akittwoch brr. 1. August.

@8. Mensur- u. IÜnylmgsvereiu: Posanieâasii (Ev. Bcciinshauz.) Tumgemeinder Abniis 910 Uhr: Turnen bet Mäsucrnbteihmg. Lnrngffellfâaft : Abends von 7s9 700 U^r: Turnen der Daivenableilung. Turn- u. Fechtklub: Von 8V210 Uhr: Fechten; von 910 Uhr: Turnen der Wanncrabteilung.

Turnverein: Abends von 810 Uhr: Turnen der Männerabteilung. DeutiLnotionckr HandlungSgehilftn-Verband, Ortsgruppe Hannu, Wer einSabend im Restaurant Krieg, Sande'daunn'.

Kaufmännisch« Verein Hannu: Vereinsabend im Restaurant Mohr. Verein der Deutschen Kaufleute, Ortsverein Hannu: VereinSab-nd. GesangvereinGermania": Singstunde imAwengärtchen". GesangvereinTonbliithe": Singstunde in derStadl Brernen". Gvanz. Arbeiterverein: Singstunde im Vrreinssokat zn<nLlephanten". National - St«r>ographmverein: Ue-ungWunde für die Prakti>er-Abteilnng (Lokal:Zur großen Krone").

Evxeraniisttu-Grnppe Abends 9 Uhr: Brrsammlimg uub GratiSnnt«- richt in der Wperrnw-Sprache in dertzrntralhavè" .

Kegek-KlubHauovm' : GasthausZur guten Quelle . SchützenvercmTell" -urWiener Spitze": Schießen. ZinlnicrstutzcngesellschaftPatrontasche" : Schietzen. tzinnnertribengeikllschaUzur schönen Aussicht"-Kesselnadt: Schießen. Hanauer Schützenverein: Verein-abend im Restaurant Mohr. @e eilige VerbindungHassouia"' Srammtischzum römischen Kaiser". KesrllichaslTreu beim Alten": BereinSabend (Brauerei Orschler). Hanauer Radsport 1895; Vereinsabend in derStadt Bremen". Thaler-Klub: Aiisammenkunu in den3 Hasen".

Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp, imgoldnen Herz", StrigerkorpS in der Brauerei Beck.

Kathol. Arbeiterverein: Abends 8 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal e zum CrauftübT.

Orsk Hanauk Karnwalgesellschaft: Genelaloersammlung.

VereinEcseLigke t": MonalSversammtnug in dergroßen Krone".

Varometerstarrv

mittagâ 12 Uhr am 31./7.

Rege»»ftatio»r Hanau

des K enigl. Preußischen Meteorologischen 3 n fl i t u i § zu Berlin.

Im Monat Juli wurden 12 Tage mit mehr als 0,2 mm Regenhöhe beobachtet. Die größte Niederschlags­menge in 24 Stunden war am 27. Juli (gemessen am 28. Juli, morgens 7 Uhr), sie erreichte eine Höhe von 28,0 mm, was gleichbedeutend ist mit 28,0 Liter auf 1 Quadratmeter.

Die Monats - Menge der Niederschläge im Juli betrug 82,2 mm oder 82,2 Liter pro Quadratmeter.

G e w i t t r r st a t i 0 n. Im Monat Juli wurden 8 Gewitter brobachiet. Die größte Niederschlagsmenge war am 10. Juli, sie erreichte eine Höhe von 14,4 mm, was gleich­bedeutend ist mit 14,4 Liter auf 1 Quadratmeter. Die Ge- samtniederschlaaSmenge der 8 Gewitter betrug 27,6 mm.

Hanau, 1. August 1906.

Der Beobachter: Anton Job st.

1» Auguft

Hus Hab und fern,

Darmstadt 1. August. Gestern mittag 1 Uhr war) sich der 56 Jahre alte Adalbert Pfeifer bei der Station Arheilgen vor den von Frankfurt komnienden Schnellzug und ließ sich überfahren. Derselbe war sofort tot. Pfeifer ist eine allgemein bekannte Persönlichkeit und war Prokurist der Bergsträßer Hofbuchhandlung in Darmstadt. Das Motiv ist unbekannt.

Miltenberg, 30. Juli. Die hiesige Real- und Handels» schule wurde am 14. d§. mit einem feierlichen SchulgotteS- dienste geschlossen. Dem 39. Jahresbericht für das Schuljahr 1905/06 entnehmen wir folgendes: Der Unterricht begann am 19. September. Aus dem vorigen Schuljahre waren verblieben 50 Schüler, neu eingetreten 43. Gesamtzahl der Schüler 93. Nack dem Religionsbekenntnisse sind von den eingeschriebenen Schülern 69 Katholiken, 15 Protestanten und 9 Israeliten. Dem Wohnort der Eltern nach sind 47 aus Miltenberg und dem Bezirk, 22 aus dem übrigen Bayern, 7 aus Preußen, 13 aus Baden, 3 aus Hessen und 1 aus Eng­land. Auf die einzelnen Kurse verteilten sich die Schüler wie folgt: I. II. in. IV. V. VI. Kurs

27 17 11 12 20 6

Im Pensionate waren während des Schuljahres 39 Zög­linge untergebracht. Nach dem Msitationsberichte der kgl. Regierung vom,10. Juli, hat die Besichtigung der Anstalt ein erfreuliches Bild von dem Aufschwünge derselben und von dem Beumhen der Anstaltsleitung ergeben, bauliche, wirtschaftliche und hygienische Verbesserungen vorzunehmen und in wissenschaftlicher Beziehrmg Fortschritte zu erzielen. Für die der Schule gewährten Beweise gütigen Wohlwollens spricht bet Bericht den innigsten Dank aus. Im Schuljahr 1906/07 beginnt der Unterricht Dienstag den 18. September, vormittags 8 Uhr.

Lotzv, 30. Juli. DaS von dem amerikanischen AuE«» mobil überfahrene.Kind des Beigeordneten Neuf in Neuen­dorf ist, wie irrtünilich auch von uns gemeldet wurde, seinen Verletzungen nicht erlegen, eS soll sich vielmehr auf dem Wege der Besserung befinden. Die Unglücksfahrer besuchten daS Kind zu wiederholten Malen und beschenkten es mit einem Hundertmarkschein und kleinerem Papiergeld. Die Eltern erhielten außerdem eine Entschädigung, trotzdem den Amerikcmsrn" keine Schuld beigemeffen wird.

Wörth ob Spichern.

Die Augusttage versetzen die alten Krieger immer von neuem. in die große Zeit zurück, die von Weißenburg, Wörth und Spichern eingeleitei wurde. Ihr Haar ist allmählich gebleicht, denn mehr als ein volles Menschenalter liegt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Doch roet an jenem 4. und 6. August mit treuer, opferbereiter Hin­gebung mitgekämpft- hat für die Ehre der deutschen Erde, für die Einheit, Freiheit und Sicherheit des bedrohten Sätet» landes, der fühlt sich heute noch als Jüngling. Der Zahn der Zeit läßt zwar keinen rmversch.ont, das alte Fleisch hält nicht mehr stand, wenn der Mann über die Schwelle dèr' ersten fünf Jahrzehnte geschritten ist, aber der Geist bleibt frisch bei denen, welche vor sechsunddreißig Jahren in jugend­licher Begeisterung imstande waren, die Fahnen PMWW^ und ÄMeutschlands mit unvergänglichen Lorbeeren zu schmücken und einen übermütigen, sieggewohnten Gegner niederzuwerfeN.

Ihr Geist bleibt jung und mit ihm die Erinnerung an die unvergeßlichen Stunden der opferbereiten Hingebung für das teure Vaterland, der überstandenen Anstrengungen, der Mannesprüfungen im Feuer, der Freude über den errungenen Sieg. Aber nicht nur dies ist es, was die Brust der allen Krieger freudig schwellt, sondern die beseligende Gewißheit, daß sie einst Schulter an Schulter mit ihren Kameraden in dräuender Gefahr gestanden haben, durchdrungen von dem einen Gedanken, für die Ehre und die Sicherheit der teuern Heimat das Beste darzubringen, dir deutsche Treue zu wahren bis jum letzten Atemzuge. Die Männer, die diese Probe bestanden haben, sind in der Not bewährte Stützen unseres erlauchten Kaiserhauses. In ihrer Brust schlägt es deutsch; sie sind die treuen Hüter des Ruhmes und der Machtstellung des Vaterlandes. Und wenn neue Stürme der Zeit die Grundfesten des Vaterlandes bedrohen sollten so alt sie sind, und so grau der Bart ihr Antlitz beschattet, keiner ron^ ihnen wird fehlen, sobald unser Kaiser seine Stimme an sie zur Verteidigung deè heimatlichen Bodens laut werden läßt. Dann geht auch heuteein Ruf wie Donnerhall, wie Schwertgekiirr mrd Wogenprall" durch dir Reihen brr alten Kameraden, die freilich schon arg gelichtet sind, unb genau so wie damals, als unser greiser Held Wilhelm I. durch weißen Uebermut verletzt und herausgefordert wurde, würden sie ihr Leben dahingeben zur Ehre des deutschen Namens. Mit namenloser Woilue blicken die alten Krieger zurück auf jene große Zeit, da unser Volk in beispielloser Einmütigkeit und Opfcrfrcude dastand, wo eS weder hoch noch niedrig, weder reich noch arm gab, sondern nur das eine hehre Streben: Alle für einen einer für alle. Mit gerechtem Stolz blicken sie auf diese herrliche, von der sittlichen Größe unseres Volkes verklärte Errungenschaft und erneuern an den großen Gedenktagen ihren Treueid zu unserem kaiserlichen Herrn.

Abre die Siegesfanfaren von Wörth und Spichern tönen alljährlich nicht nur für sie. Ihr Ruf wendet sich auch an das Ohr der jüngeren Kameraden, und darüber hinaus an das gesamte lebende Geschlecht im Deutschen Reich mit der eindringlichen Mahnwtg, daß auch sic her Ruhmestaten der deutschen Heere aus den vaterländischen Einigungskriege« eingedenk bleiben und in einträchtigem Zusammenstehen über die Erhaltung des durch sie Erreichten wachen. Wohlan denn, du deutsches Volk, stähle deine Kraft in der Erinnerung an die Größe deiner Väter!

Schiffsnachrichto»».

(MitgetelN von Agent Ad. Trensch-Hanau.)

Hainburg, 28. Juli. Der DampferSyria" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Bera-Truz und der Dampfer .Savoia" voraeftern in Colon eingetroffen.