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mutlos machen lassen durch die schweren Schläge, welche die Nehrheit des RerchLtages in den letzten Tagen gegen eine wettblickende und praktische Entrvickelung unseres Kolonial besitze und unserer 5tolohialuenvaltung geführt hat.

Tie warmherzigen Worte, ivelche die Vertreter der Provinz, per Stadt, deS vstpreußische» Gauverbandes und der Ab- tetliutg Königsberg soeben an uns zu richten die Güte hatten, werden in allen unseren .Kreisen, die dir die Entwickelung unseres Vaterlandtzs zu wirken suchen, besonders dankbar nnpfundeu werden; denn sie erklangen gerade hier auf altem deutschen, kolonialem Boden, die deutscher Fleiß aus wilden £ eben in blühendes Kulturland gewandelt hat.

Für uns Herzugerei sten entrollte sich bei der Fahrt durch nie gesegneten Fluren des allen Ordenslandes ein großer Teil der deutschen kolonialpolitischen Entwickelung von der uumf simmernben Hochmeister-Burg bis zu der wallum- gürteten KrölMngSstadt der preußischen Könige. Jrn Geiste überblickten wir "Feiten der sieze?'rohesten deutschen Vor­herrschaft, ivie Zeiten tiefsten Verfalles und schmachvoller Erniedrigung.

Aber grabe aus der Geschichte dieses Landes schöpfen mir die feste Zuversicht, daß mit Gottes Hilfe und aus delltscher Urkraft au- dunkle Nacht auch wieder heller natio= naler Sonnenschein folgt. Aus dem einst gebrochenen Ordensschlossc flattert das königliche Purpurbanner unb wenn Deutschlands Schutzgeist auch bis an die äußersten Grenzen der Heimat fluchten mußte, den edlen Sohn sieht der Palast deS einstigen Triumphators int Strahlenschein der Kaiserkrone.

Jetzt sind für den deut ichcn Patrioten wieder trübe Zeiten angebrochen. Im nördlichsten demschcu Kolonialland liegen die Hallen der altenaima mater" von Dorpat verödet und mit gleichzeitig sinkt dort im Nordoften wie int fernen Süd- westen die Fniâu deurichen Fleißes in Flammen zusammen, begleitet von Haß und Wutgeschrei wilder Horden und feind­lichen oder qleichailtiaen Reden in der Vertretung des eigenen ! Volkes.

Durch den Laus der Jahrhunderte kennen wir diesen ' haßerfüllten, mißtönenden Klang: es ist derselbe, der auf der i blutigen Wahlstatt von Tannenberg und Jena erklang und den wir jetzt wieder vernahmen; es ist der Streitruf der ; dunklen Geister, der gegen St. Michael, die lichte Verkörperung ! des siegenden Deutschtums, sich erhebt. Nun meine Herren, ; in dieser trüben Zeit ist es mehr wie je Pflicht jedes Mit- gciedes unserer Vereinigung, St. Michael treue Heeresfolge zu leisten. Daß wir dann, wenn wir alle treu zusammenhalten, liegen werden, dafür bietet gerade die Geschichte Ostpreußens uns die sichere Bürgschaft. Dieser treue Kampf fei auch der beste Dank gegenüber den Osipreußischen Freunden, die uns verluden und heute mit so warmem Händedruck begrüßten, i Wie zum Gelöbnis lassen sie uns rufen, die Provinz Ost- | preußen und die Stadt Königsberg, der Gauoerband und f die Abteilung Königsberg, Hurra! 1

In das Hurra stimmte die Versammlung begeistert ein. I Zum Schluß spendeten begrüßende Worte für die Orts- ; gruppe Tilsit des Alldeutschen Verbandes Herr Oberlehrer M e n tz e! in Tilsit und als Vertreter des Deutschen Flotten- Vereins Herr Oberstleutnant z. T. Abbe s. Die Abteilung Tilsit der Teutschen Kolonialgesellschaft halte folgendes Be- jrüßimgëtelegramm gesandt:

Zum Bkgrüßungsaveud senden der Deutschen Kotonial- geiellschaft treudeutschen Gruß und herzlichste Wünsche für einen glücklichen Verlauf. Mitglieder der Abteilung Tilsit."

Nachdeui manches ernste Wort über die Beratungsacgeu- hänbe von morgen gewechselt worden war, ging gegen Mitternacht die Versammlung auseinander. Donnerstag in der Bönen balle!

Königsberg, 8. Juni. Auf das von der Hauptver­sammlung der DeutschenKolonialgesellschaftan den Kaiser

und bebeutel ein einmastiges, schnelliegelndes Schiff. Er hemmt aus der Zeit, da die denliche Sprache die nordischen Meere beherrschte, wie die deutschen Schiffe. Den Engländern aber fiel es einDncht^ zu schreiben.

Bornholm ist längst in Sicht gekommen. Als wir an Leck sind, vollzählig versammelt, liegt Wisby vor uns, ein Zeuge einstiger deutscher Seemacht, jetzt in Trümmern noch groß und keineswegs durch die Dänen, auch nicht durch Waldemar Auerday zerstört er ließ sich nur wacker zahlen 'andern durch aubere Ständt-Republiken, namentlich der deulfchen Hanse, überflügelt lind nach und nach zurückgegangen, biè der Handel andere Wege einschlug und die Stabt ganz wied. Mitglied der Han'e ist Wisbp niemals gewesen, doch stammen die Anfänge des Seerechlrs von hier. Wir gehen, natürlich nachdem rvir uns unigezogen haben denn im Vorb- oder Klub - Anzug bewegt sich der feine Segler nicht an Land von Bord und meiieu einige Zeit in den gewaltigen Trümmern, die sich überall innerhalb der ned; gut erhaltenen Ringmauern erheben, die einst Erich XIII., ^önig von Dänemark, Schweden unb Norwegen, als legte Zufluchtsstätte feiner nordischen Reiche ivählie, als er mit ben Kronschätzen floh. Auch von hier vertrieben, ging er «ach Danzig und dahin wollen wir auch.

-° ent Diner an Bord bar eine guten Seiten. Den Vmt^ hatten wir an Land eingenommen, was sehr gut gehr, beim Wsby fängt an sich zu heben, und die Leute dort leben^nicht Ivie einst vom Handel, wie im Mittelalter, ober »an Seeraub, sondern von Badegästen und Fremden, die überall die Einwohner gut unb ohne viel Arbeit zu nähren pffegen. Unfrr^ Diner um 6 Uhr nach einer Promenade an ^^i kurzem Lchläfchen im Stuhl und kalter Donche ver- hef in heiterster Stimmung, und dieOlle" ging bei guter ^riie glatt* burdj das Waner mit 11 Knorrn Fahrt, wie Kapitän Kädenftäk schmunzelnd versicherte. Dann geht es wieder an Deck, sinter uns läuft schöne, lange See, brausend gehr der Schoner dabin und wirft vor seinem Bug peil weißen Schaum in unzähligen, glänzenden Perlen auf. ^.-ie yoyen, 'chlanken Mastsviyen, die weißen Segel heben. H'*arI w« blauen Himmel ab, an dem kleine, lichte Wölkchen dayinzreyen. Vor uns erscheinen zwei Rauchwolken, ) ^war 1 cbnetl größer werden, aber deren Erzeuger wir noch nicht leben Tonnen. Endlich ist es heraus: Torvedo- boote auf der «ahrt nach Kiel ! Schnell schießen die schwarzen langen,schmalen Schiffe heran; an ihrem Heck ^^l dre flagge Savoyens - italienische Torpedoboote, 'bei F. Hchickau m Elbing gebaut, die nach ihrem Bestimmungs-

Samstag

1 i>«.» -^ -<>-; ttttS^.rnmKWB^nnMlVJMtMWIlWMOWWWW^fraW^tWWnnaLMMlIOi'MM*« gerichtete Huldignugstclegramm ist folgende Antwort einge- gaugen.Mit meinem Dank für diè telegraphische Huloi sinnst entbiete ich der Hauptversammlung der deutschen Kolo­nialgesellschaft meinen kaiserlichen Gruß. Den Arbeiten der Gesellschaft zur friedlichenEntwicklung unserer Kolonien wünsche ich guten Ersolg. Sie werden meiner geneigten Fürsorge stets sicher sein, (gez.) Wilhesm l. R. Nach Verlesung dès Telegramms brachte Herzog Johann Albrecht ein begeistert aufgenommenes dreifaches Hurra auf den Kaiser aus. In dem weiteren Verlaufe der Verhandlungen, denen auch der Oberpräsident o. Moltke beiwohnte, rief ein Antrag der Ab­teilung Darmstadt, den Reichskanzler zu ersuchen, der Frage der Deportation von Strafgefangenen nach geeigneten Punkten näherzutreten, eine lebhafte Erörterung hervor, in der die meisten Redner einen ablehnenden Standpunkt vertraten. Schließlich wurde der Antrag, da die Frage noch nicht ge­nügend geklärt erscheine, vorläufig zurückgezogen; ebenso wurden zwei von Ludwig Deuß-Hamburg eingebrachte, von 221 Mitgliedern unterstützte Anträge betreffend Handelsfrei­heit im Kongostaat zurückgezogen. ~ Zur einstimmigen An­nahme gelangte nach lebhafter Befürwortung durch Herzog Johann" Albrecht ein Antrag Dessau, den Angehörigen der Schutztruppe in Südwestafrika und Ostafrika den Dank der Kolonialgesellschaft zu übermitteln. Nachdem aus der Mitte der Versammlung Herzog Johann Albrecht Dank für die Leitung der Geschäfte ausgesprochen und ein dreifaches Hoch auf ihn ausgebracht war, schloß der Herzog die Versammlung.

Die oerlomer-KonkMM

(Dritter Tag.)

Linz AmftcttettMelkSt. PöltenWien.

Gestern wurde die kürzeste Strecke gefahren, sic war nur 185 Kilometer lang gegen 269,5 am zweiten und 403,1 Kilometer am ersten Tage. Die Fahrt begann in Linz um 6 Uhr früh, bis mittag mußten die Teilnehmer in Wien fein, ivo für gestern abend und heute (SchönheiiSkonkurreirz im Prater) festliche Veranstaltungen vorgesehen sind. Ueber den Verlauf dieses- dritten Tages liegen die folgenden Mel- bungen vor:

Linz, 8. Juni. Heute früh starteten 120 Automobile. Als erstes fiihr Nr. 1, Dreher, präzis 6 Uhr ab. In Abständen von P/e Minute folgten die anderen, als letzter Wagen Nr. 154, Georg Vehhi. Um 7 Uhr 21 Min., als Prinz Heinrich von Preußen als Nr. 55 abfuhr, erschollen lebhafte Heilrufe. Der Prinz banste freundlich.

Amstetten, 8. Juni. Prinz Heinrich von Preußen passierte um 8 Uhr Amstetten. 116 Konkurrenzwagen kamen bis ^ll Uhr durch Amstetten, Auf der Strecke Linz Amstetten erhielten drei Wagen Defekte und sind noch nicht hier eingetroffcn.

Wien, 8. Juni. Zahlreiches Publikum hatte sich am Landungsplätze im Prater ein gefunden, darunter Markgraf Pallavicini, Prinz Hohenlohe, Frhr. v. Schrenk-Notzing, Dr. Lewin und Frhr. v. Molitor, als Vertreter des Bayrischen Automobilklubs der Vizepräsident Rittmeister Czermat, vom

Oesierreichifchrn Automobilklub Hauptmann Wolff und Harms, als erste Wagen an Nr. 1

Um 10 Uhr 55 Min." kamen (Dreher) und 11 (Martinos 14 (Büsing) und 2 (Fitzner), eine ganze Reihe Wagen an,

10 Uhr 56 Min. die Wagen Um 11 Uhr 11 Min. kamen zunächst 18 (Pöge) und 19

der Oberleitung in dem die

(Weingand), dann der Wagen L. 77.7./..... 7. h,... 77 Erbprinzesfin von Sachsen-Meiningen und die Baronin von j Brandenstein laßen. Prinz Heinrich traf um 10 Uhr 37 j Min. am Landungsplätze ein, wo er vom Exekutivkomitee

orl uhergtführt werben. Mit gesenkter Flagge passieren wir die Kriegssahrzeuge, die grüßend ihre Flagge dippen. Da sausen sie mit 15 bis 16 Knoten Fahrt, die sie bis gegen 30 Knoten erhöhen können, wir aber kriechen wieder in unsere Kojen und schnarchen bald, trotz See und Wind und Knarren des Tauwerks.

Die herrliche Bucht von Danzig liegt vor uns. Wie Perlen umsäumen sie die zahlreichen Seebäder unb Villen, im Hintergrund überragt von bewaldeien Höhen, und die ganze Gegend gebietend überragend liegt da das stolze Danzig mit seinen riesigen Zitadellen, dem Hagels- und dem Bifchofsberg, mit dem Wahrzeichen in der Mitte der Stadt, bem großen, stumpfen Turm der Marienkirche. Hier ist historisches Wasser. Von Danzig lief die Ordensflotte mit dem Hochmeister Conrad von Kurzingen 1398 nach Gotland und Wisdy aus. Von hier gingen die Danziger Korsaren ab, um gegen Engländer und Franzosen zugleich zu kreuzen: Eler Bockelmann, Merten Badewig, Jacob Heyne und andere mehr verbreiteten wiiven Schrecken an den Küsten Englands unter der Danziger Flagge, den weißen Kreuzen im roten Feld, und Paul Benecke fing auf demSchwan von Caen" den Lordmayor von London, und nahm dann später, 1473, ein großes englisches SchiffSt. Thomas" unter burgundischer Flagge, in dem sich das Bild Hans MemlingsDas jüngste Gericht" befand, das heute noch in der Georgèkavelle der Marienkirche hängt.

In diesen Gewässern schlugen sich die Danziger mit Schweden, Dänen, Holländern und Hanseaten herum, hier erschienen Erich XIII., König der drei nordischen Kronen, und Karl Knutson von Schweden als Hilfeflehende, hier be­schossen 1734 die Russen Weichselmünde, 1870 ankerte hier Vizeadmiral Dovt mit vier PauzerEegatten, einem Aviso und wurde von der KorvetteNymphe" unter Weickmann an­gegriffen.

Wir aber begeben uns nach dem Lunch nach dem Lurus- bad Zoppot, wohin uns ein Boot abholt, lauschen den Klängen der ârkapelle, hören die noch wenigen Gäste über die fremde, schöne Jacht urteilen, machen einen Spaziergang nach der Talmühle, von bot Mar von Schenkendorf das Lied dichtete: In einem kühlen Grunde", essen dort die üblichen Waffeln und sind zum Diner, das diesmal um 7 Uhr angesetzt ist, wieder an Bord sehr zu rechter Zeit. Denn der Wind geht scharf aus Ost, den müssen wir benutzen, und unsereOlle" tanzt sehr behend auf den Wellen. So hat denn diesmal bcäi. Einnehmen unseres Mahles seine Schwierigkeiten. Es hüpft so mancherlei herum, troß der vorhandenen Scblinger-

9. Juni

cmpfangen und vom Publikum stürmisch begrüßt wurde Prinz Heinrich unterhielt sich mit seiner Schwester, der Erb- prinzessin von Meiningen und den Herren des Exekutiv- komitee's. Kurz nach 12 Mr kam die einzige an der Kon­kurrenz teilnehmende. Dame Mrs. Maud Manville mit ihrem Wagen Nr. 39 an, vom Publikum freundlich begrüßt. Prinz Heinrich von Preußen ist um/sl Uhr vom Prater nach Semmering gefahren, um die Strecke zu studieren.

Melk, 8. Iuni. Ein hiesiger Bürstenbinder wurde heute von einem an der Herkomer-Konkurrenz teilnehmenden Auto­mobil überfahren und sofort getötet. Der Mann, der schwer­hörig war, ist nach Berichten von Zeugen direkt in das Automobil hineiugelaufcn.

Berlin, 8. Juni. Nach einer dem Kaiserlichen Auto­mobilklub aus München zugcgangcnen Depesche besserte sich das Befinden des Direktors Schloer wesentlich. Ebenso er­holte sich der verunglückte Bauer aus Rosenheim wesentlich und befindet sich außer Lebensgefahr.

Wien, 8. Juni. Der Kaiser wird den Prinzen Hein­rich von Preußen am 9. Juni in besonderer Audienz emp­fangen. Abends findet Hoftafel in Schönbrunn statt, zu der Prinz Heinrich, der deutsche Botschafter Graf v. Wedel uni der Minister des Aeußeren Graf Goluchowski geladen sind.

Wien, 8. Juni. Zu Ehren der Teilnehmer an bet Herkomer-Konkurrenz fand heute in den festlich geschmückten Minnien des Oesterreichischen Automobilklubs ein Empfang statt. U. a. waren der deutsche Botschafter Graf Wedel mit den Mitgliedern der Botschaft, der bäuerische Gesandte v. Tücher, ferner der Herzog v. Arenberg, der Erbprinz v. Erbach-Schön­berg und zahlreiche andere Persönlichkeiten erschienen. Um 8 Uhr erschien Erzherzog Friedrich. Kurz danach kam Prinz Heinrich von Preußen, in Begleitung seines Adjutanten, Kapitänleutnants v. Bülow. Der Prinz war kurz vorher von der Semmering - Fahrt znrückgekehrt. Prinz Heinrich wurde von den Herren des Komitees empfangen und begrüßte sodann den Erzherzog Friedrich, mit dem er sich einige Zeit unterhielt. Hierauf sprach Prinz Heinrich zahlreiche An­wesende an. Auf der Ringstraße hatte sich zahlreiches Publi- knm angesammelt, das den Prinzen mit Hochrufen beqrüßte.

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Der Vorstand

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in der Entwicklung oder beim Lernen zil- rückbleibendc Kinder, sowie blutarme, ö66531« sich mââende und nervöse iibcrar- beiretc, leicht erregbare, frühzeitig erschöpfte Erwachsene gebrauchen als Kräftigungsmittel mit großem Erfolg Dr. Bammel# Haema- togen. 5224b

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Haematoge« und laffe sich keine der vielen Nachahmungen aufreden.

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bewahr» bei Zuckerkmukbeit, Magen»

5282n

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ii. Darmleiden, tägl. srisch zu haben.

Bäckerei Mi-m, Langstrahe 74.

SMic-M

gestellt, unb wer nachher an Deck gehen will, muß auf die Zigarre verzichten und sich Oelzeug und Gummistiefel an­ziehen, denn da oben geht es hoch her: Trotz der verkleinerten Segel fliegt die Jacht vor dem Winde dahin.

Wer nun nicht seefest ist, hat eine Nacht voll Trauer, Qual und Jammer vor sich. Aber solche Leute sollten nicht auf eine Jacht gehen, weil sie nicht nur sich selber keine schönen Stunden bereiten, sondern die ganze Gesellschaft bei den beengten Räumen und dem einen Steward zur Be­dienung stören und ärgern. Der neuerfundene Zitterstubl gegen Seekrankheit soll helfen, wenigstens ist er das neueste Mittel dagegen. Bisher aber hat man noch keins gegen Seekrankheit wirklich erfunden, und so eine ganze Reise im Zitterstuhl machen, muß auch ein eigenartiges Ver­gnügen sein.

Und nun nähern wir uns der Kieler Bucht, der Ein­fahrt in den Kriegshafen, der den, woher wir kommen, und in dem die Wiege der preußisch-deutschen Flotte stand, weit überflügelt hat. Wohlverwahrt ist der Zugang in die Förde; vorüber geht es an der Feste Friedrichsort, hinein, dem An­legeplatz der Jachten zu.

Richtig gemeldet zu den Rennen ist dieOlle". Vierzehn Tage vorher muß es geschehen. Keine Entschuldigung- gilt, und wer dann mit einer neuen Jacht und nicht eingesegelter Mannschaft auf der Bahn erscheint, kann sehen wie er fertig wird Ausnahmen gibt es da nicht. Da gilt es, die Olle" zu präparieren, jedes Tauende sorgsam nacbzuprüfen, und das zweifelhaft Taugliche, nicht mehr Erstklassige, ohne Ansehen der Kosten zu ersetzen. Eine Zeit der Arbeit und der Verantwortung, wenn auch nur eine kurze, beginnt, aber es winkt der Preis, der kostbare Pokal der Klaffe.

Da sind wir nun! Morgen nachmittag trifft der Kaiser ein, der Begründer des deutschen Segelsports, wie er sich heute ausgestaltet hat. Ueberad kribbelt es an Bord der zahlreich schon daliegenden kleinen und großen Jachten. Im Bootshafen des Kaiserlichen Jachtklubs ist kein Platz mehr für nicht angemelbete Jachten frei. Herr Tiedge, der Hafen­meister, komplimentiert jeden Unbefugten mit großem Be­dauern hinaus. Morgen aber kommt der Hauptschub gegen abend durch den Kaiser Wilhelm-Kanal geschleppt; dann geht das Regattaleben los!

Leb wohl, Freund Hans, lebt wohl, Peter und Paull Habt Dank für Gastfreundschaft auf derOllen". Adieu, Herr Kapitän. Und wenn Ihr alle mal wieder einen Bade­gast brauchen könnt:Auf Wiedersehen! Für die©He* aber:Guten Wind l l"