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Hanauer G Anzeiger

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««triiShrNch 1,80 Mk., uwncttlich 60 $fe., Pr «y» sättigt Lionnenten mit dem betreffenden Postausichl»».

Die cnqdm Stumm« kostet 10 Pf».

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General-Anzeiger

ANiliches Organ fit Stet- mb KauLKreis Dam.

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«. ««isenhause» m Hmum.

Erscheint täglich mit SnSnahm« der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

SermlNosrU. Redakteur: Ä. Schrecker in Ham»,

Nr. 127

Fernsprechanschlitß Nr. 605»

Freitag den 1. Juni

Fernsprecharrschlitß Nr. 605»

1906

Amtliches

Stadtkreis Fyanau» Bevdingung.

Die Erd-, Maurer-, Asphalt-, Steinmetz-, Zimmer-, Schmiede- und Eisenarheiteu zum An- oau an die Eberhardschule sollen in einzelnen Losen unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Arbeiten und Liefe­rungen für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen nebst Zeichnungen sind im Stadtbauamt, Marktplatz Nr. 14, II. Obergeschoß, Zimmer Nr. 16, in den Stunden von 10lS1^ Uhr vormittags, ünzusehen und von dort zu folgenden Preisen zu beziehen:

1. Erd-, Maurer- und Asphaltarbeiten 1, Mk.,

2. Steinmetzarbeiten . . . . 0,30

3. Zimmerarbeiten . 0,30

4. Schmiede- und Eisenarbeiten . . 0,30

Die Angebote sind versiegelt mit der AufschriftAngebot auf Neubauarbeiteu für den Anbau an die Eberhardschule", post- und bestellgeldfrei bis Freitag ÄSN 8. JMti 5- I., vormittags 11 Uhr, beim Stadtbauamt, Rathaus Zimmer Nr. 15, einzureichen, zu welcher Zeit daselbst im Beisein etwa erschienener Bieter die Eröffnung der Angebote statt- findet.

Baustoffe und Proben sind bis zum genannten Termin ebenda einzureichen.

Zuschlagsfristz 14 Tage.

Hanau den 30. Mai 1906.

Stadtbamrmt. 11733

MWM MWMMc («

Zu der Samstag den Z. Juni 1906, vormittags (0 Uhr, in der Aula stattfindenden

Schrrl-Feier

Preisverteilung und Eröffnung der Ausstellung der Schüler- rrbeiten aus den Jahren 19041905 wird hiermit ergebenst eingeladen.

Die Schülerarbeiten sind in den Räumen der Akademie vom 2. Juni bis einschl. 10. Juni täglich von 9 bis 6 Uhr zur freien Besichtigung ausgestellt.

11714 ' ' Die Direktion.

Städtische Sparkasse.

Gelder gegen erststellige Hypotheken. zu 4®/o sind stets auszuleihen.

3 Der Vorstand.

Feuilleton.

Stofftieren! zu Hanan, tätigkeitSbericht des Vorstandes für die Zeit 18801906. (Fortsetzung.)

Die Reorganisation des Rhein. Kunstvereius wurde unter dem 20. November 1887 im Zemralvorstand beschlossen. Der Kunstverein Hana u erklärte damals, daß er an dem seitherigen Turnus festhalte und sich vorbehalte, in einer einzuberufenden Sitzung des Zentralvorstandes Anträge zu stellen.

Herr Oberbürgermeister W e st e rburg nahur im Febr. 1888 die ihm angetragene Mitgliedschaft im Vorstande und auct) den Vorsitz an.

Das Zentralkomitee hatte am 27. Mas 1888 eine Be­ratung. In dieser wurde beschlossen, der seitherige R h e in. Kun st verein sollte in einen Verein übergehen, der aus folgenden Einzelvereinen bestehe: dem Kunstverein für das Großherzogtum Hessen in Darmstadt, den Kunstvereinen in Freiburg i. B., in Hana u, in Heidelberg und dem Verein für Kunst in Mainz. Indessen löste sich der Rhein. Kunstverein auf, weil der Vorschlag der badischen Städte (betr. permanente Ausstellungen) keine Genehmigung fand. Darauf suchte und fand der Hanauer Verein Anschluß an denAllgemeinen deutschen A u s st e l l u n gs- verband." Dieser bestand aus den Städten: Breslau, Leipzig, Berlin, H a m b u r g, B r e m e n, D ii s s e I- d o rf, Köln, Frankfurt a. M., H a n a u. Jnfolge- deffen wurde der § 2 der Statuten des Hanauer Vereins auf Vorschlag des Vorstandes von der Geueralversaminlung unter dem 26. August 1889 gestrichen.

Am 16. September 1889 genehmigte die Direktion der lkönigl. Zeichenakademie das Ersuchen des hiesigen Kunst-

Hus Hanau Stadt unÄ £and«

Hamm, 1. Juni.

* Wallonische Kirche. Die Vorbereitung zum heil. Abendmahle findet morgen nachmittag um 5 Uhr statt. Am 1. und 2. Pfingstfeiertage wird eine Kollekte abgehalten.

* Kreisturrrsest. Heute abend 9 Uhr präzis finbet in derC e n t r a l h a I l e" die gemeinsame Gesang stunde der beteiligten Gesangvereine st att.

* Zu dem BraudUttglück, das unser auf dem Truppenübungsplatz Griesheim weilendes Ulanen-Regiment betroffen hat, wird noch ergänzend gemeldet: Vorgestern nacht gegen 1 Uhr brannte auf dem Truppenübungsplatz eine Stallbaracke ab, wobei 30 Pferde des Ulanen-Regiments Nr. 6 mitverbrannt sind. Die in der abgebrannten Stall­baracke untergebracht gewesenen Pferde, etwa 40, gehörten zur 3. Schwadron des Ulanen-Regiments Nr. 6 aus Hanau, welches seit 22. Mai auf dem Uebungsplatze weilt. Heute, am 1. Juni, sollte die Besichtigung des Regiments statt­finden und am 2. Juni das Regiment nach Hanau zurück­kehren. Als der Brand bald nach 12 Uhr entdeckt wurde, hatte das Feuer schon soweit um sich gegriffen, daß an eine Rettung der Tiere, die als das beste Pferdematerial be­zeichnet werden, nicht mehr zu denken war. An den enormen Heu-, Stroh- und Futtervorräten fand das Feuer reichlich Nahrung und dehnte sich alsbald über die ganze Baracke aus, einen schaurig-schönen Anblick gewährend. Sämtliches Sattelzeug, Leder- und Zaumzeug rc. ist mitverbrannt. Nur 6 Pferde konnten noch gerettet werden, darunter die wert- , ^iuch diese haben . uMx. Wer weniger schwere Brandwunden erlitten. Da man den eigentlichen Brandherd nicht feststellen konnte, wird sich die Ursache schwerlich ermitteln lassen. Am wahrscheinlichsten ist die An­nahme, daß den Posten der Stallwache die Schuld trifft. Die Stallwache wird von 3 Ulanen versehen, die abwechselnd je 2 Stunden stehen müssen. Dieser Postens hat wohl ge­schlafen und nimmt man an, daß sich eins der Pferde, ivas oft vorkommt, von der Kette losgerissen und eine Stall- laterne umgeworfen hat. Hierdurch muß dann die trockene Streu in Brand geraten sein. Nach einer späteren Feststellung soll ein Krümperkntscher, der nachts in der Baracke seine Wagenlaterne anzündete, durch das weggeworfene Streichholz den Brand veranlaßt haben. Wenn das Feuer sofort bemerkt worden wäre, hätten sicher, wenn nicht alle, so doch die meisten Pferde gerettet werden können; die Mann­schaften sind genau instruiert darüber, wie dies bei einem Brande zu geschehen hat, was nicht so einfach ist, denn die

Vereinsihmn? den monatlich auf 8 Tage staitfindenden Ausstellungen die A n l a der Akademie zur Verfügung zu stellen." Die nun stattfindenden Ausstellungen waren qualitativ in künstlerischer Beziehung vorzüglich und fanden seitens des Publikums hohe und besondere Anerkennung, verursachten aber große Kosten. Unter bem 31. Januar 1890 wurde daher an den Landesdirektor Herrn von Hundels­hausen in Cassel ein spezialisierter Bericht über die Tätigten des Kunstvereius erstattet mit dem Ersuchen, demselben eine jährliche Unterstützung vontausend Mark" aus den kom- munnlständischen Mitteln zu bewilligen. Darauf erfolgte aber ablehnender Bescheid.

Unser im August 1889 erfolgter Anschluß an denDeut­schen Ausstellungsverband" erfuhr aber gleichfalls bald eine sehr unliebsame Störung durch die im November 1890 erfolgte Mitteilung des Austritts der Städte Leipzig, Dresden und Breslau aus dem neuen Verbände. Es wurden nunmehr wegen Anschlusses an denG r o ß h e r z o g l. Hessischen Kunst verein zu Darmstadt" Verhandlungen mit demselben angebahnt. Die hierauf eingegangme Antwort lautete wegen der statutenmäßigen Unzulässigkeit zunächst ab­lehnend. Im Jahr 1891 fanden verschiedene Besprechungen zwischen beiden Vereinen statt und nun wurde die Gewißheit erlangt, daß dem Anschluß desHanauer Kunstvercins" an denKunstverein für das Großherzogtum Hessen in Darm­stadt" nichts Störendes mehr begegnen werde. Unter dem 9. Januar 1892 konnte der Austritt aus demDeutschen AuSstellungs - Verbände" beschlossen werden, nachdem der Hessische Kunstverein ebenfalls aus dein seitherigen Verbände ausgeschiedeil war. Diese abermalige Wandlung hatte sehr günstige Folgen für unsern Verein. Durch die früheren vielen Ausstellungen, die großen Entfernungen non Stabt zu Stadt waren bedeutende Unkosten unausbleiblich, die unsern Kassenbestand fortgesetzt gemindert und den Ankauf von Kunstiverken für die Verlosung unangenehm beeinflußt hatten. Der allerdings nicht geringe Beitrag non 250 Mk. jâbrlich.

Pferde verlassen, namentlich zur Nachtzeit, einen brennenden Stall nur, wenn man sie durch List dazu bewegen kann. Die sofort energisch geführte Untersuchung wird ergeben, ob die Stallwache durch Pflichtvergessenheit den Brand verursacht oder zu verhindern unterlassen hat. Dem Regiment, resp, dem Militärfiskus erwächst durch das Unglück enormer Schaden. Alle drei Posten, sowie der Krümperkutscher sind vorläufig festgenommen worden. Aus Griesheim wird über den Brand noch folgendes mitgeteilt: Im Hauptteile der Stallbaracke Nr. 39, nördlich der Lagerstraße, auf der sogen. Württem­berger Seite, brach in der Nacht, etwa um 1 Uhr, Feuer aus. 31 wertvolle, junge, zugerittene Pferde der 3. Schwadron des in Hanau garnisonierenden Ulanen-Regiments Nr. 6, welches zur Uebung hier anwesend, fanden ihren qualvollen Tod in den Flammen, ein Pferd mußte ferner noch wegen starker Brandverletzungen am Kopfe und Halse getötet werden, so daß im ganzen 32 Pferde die Schwadron verlor. Die Untersuchung wird Aufklärung darüber erbringen, in wieweit den zur Stallwache kommandierten Mann­schaften eine Schuld an bem gräßlichen Unglück bei­zumessen ist. Ein Gefreiter und zwei Ulanen der Wache, wie ein Krümperkutscher, der in der Nacht in später Stunde mit seinem Gefährt von Darmstadt kam, sind gefänglich ein­gezogen worden. Die Offificrspferde, die in den kleinen Kopfställen der Baracke untergebracht waren, konnten noch rechtzeitig losgebunden werden. Die Baracke liegt in Trümmern und die Leiber der toten Pferde, die größtenteils auf ihren Plätzen lagen, gewährten einen entsetzlichen Anblick. Da ein Transport ber Tiere ausgeschlossen ist, werden sie an geeigneter Stelle verscharrt werden. Der Gesamtschaden erreicht mindestens die Summe von 40 000 Mark.

I Vsrsryvbert. Wie wir soeben erfahren, ist heule morgen Herr Professor Reinhardt, Oberlehrer am hie- figeu Gymnasium, nach längerem Leiden verschieden.

* Ausstellung von Kunstwerken. Im Schaufenster des Kunstsalons der A (t m a n nspe r g e r'schen Buchhand­lung sind gegenwärtig einige Werke von Bildhauer Hugo Heck ausgestellt, auf welche wir nicht verfehlen wollen, auf­merksam zu machen. Es sind zwei Portraitbüsten und eine bronzierte Kiuderstniuette. Wie alle Arbeiten des Künstlers tragen auch diese den Stempel seiner Kunst, eine scharfe Naturbeobachtung unb getreue Wiedergabe in sorgfältiger Ausführung. Seine Kompositionen zeigen eine ideale Auf­fassung. einen auf schöne und ruhige Linien hinzielenden Auf­bau. Wer die Arbeiten im Atelier des Künstlers gesehen hat, wird vor dem Schaufenster freilich etwas enttäuscht sein; das volle Tageslicht und das als Spiegel wirkende Glas des Fensters lösen die Schatten auf und beeinträchtigen sehr die plastische Wirkung.

der an Darmstadt zu zahlen war, sicherte uns fortan vor unangenehmen weiteren Anrechnungen und Begleichungen am Jahresschluß, und bei der unter dem 25. Februar 1892 staltgehabten Anwesenheit des Herr» Professors Hoffmann als Delegierten des Hessischen Vereins wurden in erwünschter Weise die gegenseitigen Verpflichtungen geregelt. Im April 1892 fand die erste Ausstellung im neuen Bunde statt.

Herr Oberbürgermeister Westerburg, der in gleicher Eigen­schaft nach Cassel übersiedelte, legte im Januar 1893 sein Amt als Vorsitzender und seine Mitgliedschaft nieder. An seine Stelle ward unter bem 19. Juli Herr Oberbürger­meister Dr. Gebeschus gewählt. Dieser nahm den Vorsitz unter dem 25. Juli 1893 an.

Auf Antrag eines Vorstandsmitgliedes ivurde am 9. April 1894 beschlösse», den Verlosungen außer den Kunstwerken, die in den Ausstellungen erworben werden, auch Nachbil­dungen als Gewinne beizufügen; auch soll die Stadt Hanau ersucht werden, von der jährlich an dieVerbindung für historische Kunst" zu zahlende Prämie von 150 Mark den Betrag von 100 Mark zu übernehmen, wogegen sich bet Kunstverein bereit erklärt, den etwa ihm zufallenden Gewinn an die Stadt abzuireten. Dieser Vorschlag wurde unter dem 15. Juni 1895 von der Stadt Hanau genehmigt.

Im Monat Juni 1894 übernahm der Vorstand die nickt unbedeutende Aufgabe, in der Aula der Zeichenakademie eine Ausstellung von K u n st werken zu veranstalten, die in unserer Stadt sich im P r i v a t b e s i tz e befänden. Eine Anzahl sachverständiger Vorstandsmitglieder stellte ein Verzeichnis solcher Kunstwerke auf und nahm eine Sichtung vor. Es ergaben sich 340 Stück, welche zur Beifügung ge­stellt und mit einem Wert von 223 105 Mk. gegen jegliche Beschädigung versichert wurden. Die Prämienzahlung betrug 176 Mk. Die von dem Vorstande ausgewendete große Arbeit und Hingabe für das Unternehmen wurde durch die allgemeine Beteiligung unserer Bewohner und Mitglieder reichlich belohnt. Jeder Besitzer stellte gern zur Berstüguua