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Sitte ?

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22. Mar

* Die Rücksichtslosigkeit ver Atttomolnisahter weißte sich gestcrn abend wieberum auf der Strecke Muhl heimStemheim Drei Hanauer Herren kehrten pcr^iaH' roß von Mühlheim zurück, ihre Räder trugen vorfckrifsumßig brennende Laternen. Unvermutet, ohne ein Signal zu geben, raste plötzlich ein in gleicher Richtung fahrendes, mit etwa 8 Personen beseches Automobil vorbei, erfaßte beziv. streifte das Rad eines Hanauer Herrn und schleuderte diesen zur Seite, der nicht nur Schaden an Kleidung und am Fahr- rad, sondern auch körperliche Verlegungen erlitt. Das rück- sichislose Gebaren vieler Automobilisten kann nicht scharf genug gebrandmarkt iverdcn.

* BiehMâtkt. Morgen früh findet dahier Zucht- und Feuvieh-Marki statt.

A Mn MsenvayttUnfaU ereignete sich gestern Vor- mittag bei der Nachbarstation Langstadt. Als nämlich der itaâ 1.0 Uhr in der Richtung nach Eberbach abgelassene Güterzug.die Station Hangstadt passiert hatte, entgleisten am Ausgange des Bahnhofs-Terrains unmittelbar bei einer Weiche 5 beladene Doppelwaggons, die eine Strecke von etwa 200 Metern mitforlgefchleift wurden und, da sie um- gestürzè waren, mehr oder weniger in Trüiumer gingen. Zum Glück ist kein Menschenleben zu beklagen; dagegen ist der Materialschaden sehr beträchtlich. Die noch eingeleisige Strecke müßte für den ganzen Tag gesperrt bleiben, weil die Beseitigung der Waggonirümmer große Schwierigkeiten be- reireie. Aus Hanau resp. Darmstadt wurden sofort tele­graphisch Hilfszüge requiriert, die nach beiden Fahr- rieb hingen den durch Umsteigen an der Unfallstelle beiverk- nelligcen Wciterverkehr ocrmiüclicu. Einige Züge er­litten indessen nach beiden Richtungen etwa zwei- stündige Berspäinngen, so daß die Anschlüsse zu Wiebelsbach und Eberbach einer- und fette zu Baben­hausen, Hanau und Frankfurl a. M. anderseits verloren gingen. Die Ursache der empfindlichen Verkehrsstockung wird auf einen Schienen-, nach anderer Lesart auf einen Weichen- bruck zurückgeführt. Erst vor einigen Wochen ereignete sich fast an derselben Stelle und zu der gleichen Stunde ebenfalls eine Güierzugscmgleifung mit allerdings weniger schlimmen Folgen.

Larrgeuselbols, 21. Mai. (Landwirte- Berta m m I u n g.) Am gestrigen Sonntag fand im Saale des Gasthauses zumgoldenen Engel" bei Herrn Gastwirt H a m b u r g e r eine Versammlung der Ver - e! n i g ren Landwirte von Frankfurt und R w g e g e n d statt. Die Versammlung war besonders aus der Umgegend gut üemchi, so waren Landwirte von R a - vo! zhauseii, Langendiebach und B r u ch k ö b e l erschienen, anck einige Milckhändler beteiligten sich an der­selben. Die Redner Landtagsabgeordneter Hirschel- Driedberg, Geschäftsführer Wolff- Frankfurt und Bürger­meister Claus- Ravolzhausen erörterten die Zièlc, welche die V. L. v. F. ii. U. verfolgen und die großen Vorteile, die sie den ihnen angeschlosfeneu Ortsgruppen brächten und bedauerten den im Verhältnis zur Anzahl der in Langen - r- 'elbolö vorhandenen Landwirte schwachen Besuch der Ver- iannnlung aus dem Orte selbst. An einem drastischen Bci- ^jtml des Schadens, welchen solcher Mangel an dem Sinne rür Organ isaiion den Lauen und Gltichgülligtn bringe, wurde hervorgehoben, daß Langenselbold von den Milchhändlern 1 Pig. pro Liier Milch weniger erhält, als dieselben r Händler in andern Orten zahlen, wo sie zudem die Milch noch holen müßten, während sie in Langenselbold die Milch ins Haus gebrach: bekommen. Die eindringlichen Er- mahnuiMN bewirkten, daß sämtliche am Schluß der Ver­sammlung anwesenden Landwirte der Vereinigung beitraten ' und verspräche», ihr möglichstes tun zu wollen, in einer zweiten und) Pfingsten abzuhaltenden Versammlung die Langenselbolder Landwirte in großer Zahl zur Stelle zu bringen, um auch hier einen Zusammenschluß in eine Be- rufsorganisanon zu Stande zu bringen.

Gerichtssaal.

Sitzung ver Ltraftammer vom 21. Mai.

B a h n e x z c s s e.

Der Installateur Philipp Waltzer aus Enkheim wollte am 8. Dezbr. vormittags mit dem 9 Uhr-Zug von Fechen- Heim nach Frankfurt fahren. Da ihm wegen Utberfüllung des Bahnsteiges die Zeit zu lang wurde, bis er durch die Basiere konnte, Prang er einfach über die Schranke hinweg. Voq dem Stanoitsassiftenten, der ihn daran hindern sollte, E er sich los, verweigerte sodann die Nennung seines Namens, kam auch der Aufforderung, mit ins Stationsge- ^use zu gehen, nicht nach, sodaß er mit Gewalt dorthin verbracht werden mußte. Für die Widerstandsleistung erhielt er vom Lchöffeugerichi 5 Tage Gefängnis, für das Ueber- Lenern der Schranke 20 Mk. Geldstrafe. Die Straskanuner nimM ihm die Gefängnisstrafe ab und erkennt wegen der Bahnpolizeiordnungsübertretung auf 10 Mk., wegen des Widerstandes auf 20 Mk. Geldstrafe.

Fi s ch e r e i v e r g e h e u.

Am Abend des 5. November v. A. mürbe der Korh- ma^er Kaufmann in Rückillgen, der die Gemeindefischerei in/ der stinzig gepachtet hat, non einigen auf der Lauer liegendes Forstbeamten auf fisfaliichem Gebiet, etwa 20 Meter über ber Grenze, fischend augetroffm. Wegen unberechtigter Fischerei pw Nachtzeit verurteilte ihn das Schöffengericht zu Langenselbold zu 8 Tagen Gefängnis, wogegen Kaufmann Berufung einlegre. Nach iv>'ederholter Bertaguitg der Ver­handlung wurde heute das Urteil des Schöffengerichts dahin abgeändert, daß anstatt der Gefängnisstrafe auf 20 Mark Geldstrafe evtannt wirb.

SS rpervcrletzung.

Äm 16. Dezember v. Z, gerieten in einer Leisenwalder Wirtschaft zwei Gäste, ber Dauschreiner Johann Leusel und einer namens Möser, atuinanber. Moser fuhr dabei dem

Hensel mit der Hand ins Gesicht und brachte ihm, wahr schein!ich mit dem Fingernagel, eine Verletzung bei, was diesen veranlaßte, mit seinem Stock auf seinen Gegner los zuschlagen. Das Schöffengericht hatte Notwehr seitens des B. angenommen und auf Freisprechung erkannt. Die Straf- fammer bebt das Urteil auf und erkennt auf20 Mk. Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung, da der Gebrauch des Stockes zwar in der Aufregung geschehen, aber nicht deshalb, um einen befürchteten Angriff abzuwenden, sondern nm sich zu rächen für erlittene Unbill.

K o ii knrsvc r gehe n.

Der Geschäftsführer der am 23. August v. Z. in Konkurs geratenen SteinbruchgescllschastVogelsberger Hartstcin- induftric, G. m. b. H., in Birstein, Klaus, soll sich eines Vergehens gegen die Konkursordnung dadurch schuldig ge­macht haben, daß er die letzte Bilanz nicht innerhalb der ersten drei Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres, das nach dem Gesellschaftsvertrag vom Januar bis Dezember läuft, angefertigt hat. Der Angeklagte macht geltend, daß das Geschäftsjahr entgegen dem Vertrage tatsächlich als bis l. April laufend betrachtet und daß ein entsprechender Be­schluß durch die Gesellschaft auch gefaßt wurde. Außerdem seien ihm die einschlägigen Bestimmungen nicht bekannt ge­wesen. Das Urteil lautet auf 15 Mk. Geldstrafe, da der Beschluß stelr. Aenderung des Geschäftsjahres eines Form­fehlers wegen nicht gültig und auch ohnedem die Frist über­schritten wäre, und weil fernerhin bei einem Vergehen gegen 5 240, 4 der Konkursorbnung auch schon Fahrlässigkeit strafbar ist. Eine solche liege darin, wenn sich eine verant­wortliche Person nicht über die einschlägigen Bestimmungen unterrichtet.

Vereins- n. Verftnügnngsnachrichten

für Dienstag den 22. Mai.

Crdiorieiii)erein: Abends 8 Uhr: Hauptversammlung im Stadtschlvßiaale. (krste Hanauer Karnivalgesellschaft: Generalversammlung.

Turngnneiiide: 79: Iugcndabteilnng, 71';9: ^ranenabteilüng A, 67: Frauenabieilung B, n 6: Mädchenabteibing.

Turngesellschaft: Abends von 810 Uhr: Turnen der Jugeudabteilung. Turnverein: Abends von 810 Uhr: Turnen der Jugendabteilnnq.

Huaiorisiiicher MuükvereüiGermania" : Bou 911 Uhr: Uebuugsstnnde, kNesraurationGermania").

Tranu-Liier. Bersin Hanan: Dersinsabenv tutCarlsberg".

Ev. Männer- und Jnugüugsverein: Iünglingsveieint Bibelbefprechnug: Jungfrauenverein: JUSabend (Ev. Dereinsbans).

Kath. KasinoEintraän" (Bereinsl.znmBraunib'l"): Pcreinsabend. GesangvereinSumser": Singstunde in derStadt Breuien". GesangvereinEintracht": Singstunde.

Gewerbe-.und Handwerker-Verein: Dereinsabend in derCentralhalle". Kegelklub der Ssejsart-Touristen: Gasthauszur guten Qnelle", Bersin der Bauern: Vereinsabsnd im Gasthanszur Sonne". Süddeutscher Klub: Klubabend in der RestanraOonAlleinania".

Gei. Verb.Normannia": Klubabend imsöweugärichen'.

Teutschnationalec HanAuugsgehilfen-Derband, Ortsgruppe Hanan, Ver- emsabeud imCarlsberg".

Ziiheruereiü Hanau: Probe in derMemania",

AihleienklnbGermania" : Riegenste>nmcn und Musterriegenarheiten (Restaurationzum großen Kurfürsten").

Stemm- und Ring-KlubEiche" : Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen uns Steinstoßen (Restauration311m Saudhof"),

für Mittw0ch den 23. Mai.

Hanauer SLätzenverein e. B.: Rachmittaa? 2 Mr: Schießeit auf den neuen é cheibenständsn.

mittags 12 Uhr am 20.-5.

BarometevstanS

Sebr trocken

Beständig' ^chön 7fi0^- »...

Veränderlich7^::

Regen (WindH''0 ^^!

Viel Regen 74a:W

7 20 «---»"- -

710«.^

Telegrchijlhtt Wettttbericht der derrWeil Lemürte.

Tefegtitmm aus Oamburn yo»t 22, Mai»

9 Uhr 37 Min.

Gleichmäßige Druckverteilung, ein Mazimum über 704 mm lagert über Mittelschweden, ein Minimüni unter 753 nun über Westrußland und norm Kanal. In Deutschland ist das Spetter tühl, meist trübe, Mitteldeutschland hatte Ge­witter und schwache Winde

Prognose für den 23. Mai: Steigende Temperatur, im Süden Regen wahrscheinlich.

^ür Errichkâg eines Aussicktsturutes auf den» Buchberge bei iLangenfelbolv gingen ein:

Pf. Römer, Niederrodenbach 3.- Mk.

Lehrer Prinz, Langendiebach . 2.-

Voriger Betrag . . 1u60.~

Zusammen bis jetzt 1071. Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die

Redaktion desHangper Alizeiger,"

Verems-Odronik.

* Wettspiel. Anläßlich der Kreisovrturuerstunde in Bockenheim führte die Spielerabteilung der Turngerneinde ein Muster- beziv. Wettspiel in Schlagball ohne Einschenker vor. Nach scharfein interessantem Spiel gelang es Hanau, die als gut belamlte Bockenheimer Mannschaft mit 63 : 50 Punkten zu schlagen. Das anwesende Publikum folgte dem Gang des Spieles mit lebhaftein Interesse, so daß anzu- ne'hmeu ist, daß begi interessanten Spiel wieder neue Freunde aeworben werden.

' Bund deutscher Militäruutvürter. Am Sonntag hielt der Provinzialverband Hessen Nassau vom Bunde deutscher Militäranwärter seinen 2. ordentlichen Verbands tag für 1906 im Saale zum Deutschen Haufe ab. Von 9 Uhr ab fand Begrüßung der eingetroffenen Delegierten und daran anschließend Vorbesprechungen über die ziir Tagung vorliegenden Prinkte statt. Hierzu war der Vertreter des Bundes amllesend imd gab Aufklärung, .wodurch man bis ^znn gemeinsamen Mittagessen um 12'/-Uhr schon einen großen Schritt vorwärts gekommen war. Als um 2 Uhr der Ehren­vorsitzende des Verbandes, Herr General z. D. von Kloeden, eintraf, konnte sofort mit den Verhandlungen begonnen wer­den. Der 1. Vorsitzende des hiesigen Vereins, Kamerad Kaufhold, begrüßte die erschienenen Gäste und hieß sie in unserer Stadt herzlich willkommen. Ein besonderes Will- fomnien widmete er dem General, dem Vertreter des Bun­des, den 1. Vorsitzenden der Landesverbände Baden und Hessen, sowie den Delegierten und Gästeu der Bruderoereine. Vertreten waren die Vereine Biebrich, Eschwege, Frankfurt, Frankenberg, Gelnhausen, Homburg v. d. H., Hersfeld, Lim­burg, Marburg, Schlüchtern, Oberlahnstcin, Wiesbaden und Witzenhausen. Anschließend an die Begrüßungsansprache eröffnete der Herr General von Kloeden den Verbandstag. In seiner Ansprache hob derselbe bett Zweck und die Ziele des Bundes deutscher Militärauwärter hervor und betonte ausdrücklich, daß dieselben nicht gegen die Zivilanwärter gerichtet seien und Zwietracht säen wollten. Diesen Vor­wurf müsse man ganz entschieden zurückweisen, denn gerade das Gegenteil sei der Fall. Es müsse ein Modus gefunden werden, nach dem es möglich wäre, daß beide Beamten- gruppen, jede in ihrer Art, gleichmäßig zu ihren: Rechte kommen. Auf jeden Fall müsse als oberstes Gesetz das Wohl des Staates und des Vaterlandes aufgestellt werden. Die Ansprache, welche öfters von Beifall unterbrochen wurde, schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und wurde mit Begeisteruug ausgenommen. Nachdem noch der Vertreter des Bundes, sowie die Vertreter der Landesver­bände Baden und Hessen die Grüße ihrer Mitglieder aus- gesprochen, wurde ein eingetroffenes Schreiben unsrers Reichs­tagsabgeordneten Herr Dr. Lucas verlesen, das lautete: Wichtige und weittragende BestimmungM über Steuer- Resornitzn und Militürpensionsgesetz halten mich zu meinem Bedauern in diesen Tagen in Berlin fest und machen mir es deshalb unmöglich, Ihrer sreundlichen Einladung zur Tagung des WovinzialveHandes zu folgen. Ich hoffe aber aber^ auch hier in Berlin zumal bei der Verabschiedung des Pensions-Gesetzes im Geiste Ihrer Bestrebungen wirken zu können. Mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Verlauf Ihrer Tagung und ergebensten Gruß Dr. Lucas M. d. RH Hierauf wurde Zu dem geschäftlichen Teil überge­gangen. Dieser wickelte sich im allgemeinen glatt ab, zumal der Vertreter des Bundes versprach, die besonderen Wünsche des Verbandes beim Bundesvorstand zu befürworten. Der Bundesvertreter erläuterte im weiteren noch die Vorteile bezw. Nachteile des zu erwartenden Militärpension-Gesetzes. Reicher Beifall lohnte den Redner am Schluffe seiner Aus­führungen. In einer Schlußansprache ermahnte der Herr General die Versammlung in der angefangenen Weise forO zufahren, und schloß mit einem Hoch auf den Provinzial- verband und den Verein Hanau. Nun begann der gemüt­liche Teil kW Kreise der Familien und bald war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Daß es der Verein Hanau verstand, seinen Gästen einige Pmere Stunden ' zu bereiten, zeigte der Verlauf des Abends. Das aufgestellte Programm wurde eröffnet mit einem PrologDie BundeKtreue". Es folgten in bunter Reihe Musikstücke, Lieder, Kupletts, Soli für Trompete und Klarinette. Die Glanznummer des Abends bildete das von Herrn Gehrmann eingeübte SingspielEine friedliche Eroberung im Kriege," sowie die Liedervortrüge des Herrn Ritter undDer Engel Lied", Solo für Sopran mit Begleitung von Violine und Piano. Da auch die von Kame­raden imfanimeugefteUte Musikkapelle ihr bestes tat, so war in jeder Weise für beste Unterhaltung gesorgt. Allen Mit­wirkenden fei auch an dieser Stelle der herzlichste Dank aus­gesprochen. EinTänzchen bildete den Schluß derVermistaltung. idKe Gäste waren einig in ihrem Urteil, selten ein so schönes kameradschaftliches Fest als wie in Hanau verlebt zu haben. Auch Frau Ulfamer hat ihr möglichstes getan, die Erschie­nenen zufrieden zu stellen, was ihr auch vollkommen ge- ' klingen ist.

Hus Dab und fern.

n». Vacha a. v. Rhön, 21. Mai. Der vor 1'/- Jahren von Walldors nach Leiinbach verzogene Stellmacher Funck hatte auch seine 60 Jâhre alte Mutter bei sich, die vor un­gefähr einem Jahr verschwand und nach Angabe des Sohnes verreist sein sollte. Jetzt erfolgte auf eine Anzeige bei der Salzunger Polizei eine Haussuchung in der Funckschen Wohnung. Man fand in einem abgelegenen, fast dunklen Raun: die fast zu einem Gerippe abgemagerte alte Frau. Ihr Haar war schneeweiß, ein Haufen verfaultes Stroh diente ihr als Lager.

r Biedenkopf, 21. Maß Gestern nacht brannten in Rm-Ludwigshorf die Gebäulichkeiten des Jagdpächters nieder. Da das Gehöft einsam im Walde liegt, war an ein Retten nicht zu denken.

r- Aus Nassau, 21. Mai. Aus den umsangreichen Wiblingen des Schelde-, Ahr- imb Pilltales, wie auch aus dem angrenzenden Kirchdorfer Forst bei Wetzlar kommen fortwährend wieder Klagen über großes Rehsterben. Auch I ouë einem gar nicht w großen Walddistrikt im Westerwald wurden kürzlich innerhalb kurzer Zeit etwa ein Dutzend ver- enbete Rehe ausgefunden. In Jägertceisen ist man über die Ursachen dieses Rehsterbens ver)d)iebener Meinung, eines teils glaubt man, die Tiere hätten sich am künstlichen Dünger vergiftet, dann wirb wieder behauptet, es handle sich um die sog. Fadeliiuunlckrmikhcit. Jedenfalls wäre es gut, wenn sich Mittel und Wege finden ließen, um dieser den ge­samten Rehbestand unserer Waldungen in Frage stellenden Seuche entgegen treten zu können.

so. Lttvwigshaseu, 22. Mai. (Privattelegrammh Heute früh 6 Uhr stieß eine Rangiermaschine, die vom Rangier­bahnhof nach dem .Haupthahnhof fuhr, einem Güterzug in die Flanke. Drei Wagen wurden aus dem Geleise ge­schleudert und zertrülumert, die Pèaschine beschädigt. Per­sonell wurden nicht verletzt. Ursache des Unfalles war falsche Weichenstellung.

Pforzheim, 21. Mai. Der AuisichtsrcU von Rod! & Wienenberger, Aktiengesellschaft für Mjouterie und Ketten-