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anauer K Anzeiger

VeznASvrktSt

N«MSHrlich 1,80 Mk., monatfidj 60 Mg., Mr <n* wattige Monnenten mit bem iehetjenben Postausschto«.

D« einzeln« Rnmm«r kostet 10 Ps-,

M»tati»nsdiuck imb Verlag der Buchdrucker« de» Math. O, Waisenhauses in Hanau.

General-Auzeiger

Amtlicher Gru« für SW und FMreir Kaua«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EiurLckmtgsgeLüh, t

Die ftuifgrfpalte tu Petitzeil« oder deren Raum 15 Mp im Siektameutell die Zeile 35 Psg.

VeraMroorÜ. Redakteur: 6. Schrecker tx Her«.

Nr. 108

UernspreKanschltttz Nr. 605.

K»i-rM

Amtliche Beilage Nv. 6."

Amtliches.

Eardkreis F^anau,

'ZetluâaANkil ks .Alliglillieil Lanörlltsinnts.

Ich mache auf die als Beilage zu Nr. 18 des Regie- rungs-Anitsblattes veröffentlichte Anweisung vom 24. März d. Js. zur Ausführung des Gesetzes, betreffend die Erhebung von" Kirchensteuern in den Kirchengemeinden der evangelischen Kirche der Konsistorialbezirke Cassel rc. vom 22. März 1906, Gesetz-Sammlung Seite 46, hierdurch aufmerksam.

Hanau den 5. Mai 1906.

Der Königliche Landrat. llVNr.2678 J. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Ich verweise hiermit auf die als Beilage zu Nr. 18 des Regierungs-Amtsblattes vom 24. März d. Js. veröffentlichte Anweisung zur Ausführung des Gesetzes, betr. die Erhebung von Kirchensteuern in den katholischen Kirchengemeinden und Gesamtverbänden uom 14. Juli 1905 (Gesetz-Sammlung Seite 281).

Hanau den 5. Mai 1906.

Der Königliche Landrat. llVNr.2680 J. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Es ist in letzter Zeit mehrfach die Wahrnehmung gemacht worden, daß amtliche Schriftstücke, so z. B. Rechnungsab­schlüsse der .Hilfskaffen, Statutennachträge dieser Kassen und sonstiger Versicherungsvereine rc., welche diesseits nach er­folgter' Berichtigung und mit Abänderungsvorschlägen versehen zur anderweiten Aufstellung zurückgegeben wurden, nicht wieder hierher zurückgelangt sind und dadurch unnötige Ge­schäftsverzögerungen entstanden find. Derartige Schriftücke sind in einzelnen Fällen seitens der Herren Bürgermeister den betreffenden Vereinsvorständen :c. für Benutzung bei der Neuausstellung derselben ausgehändigt und von diesen nach Gebrauch angeblich vernietet worden. Daz« sind jedoch die Letzteren nicht befugt.

Dir Herren Bürgermeister ersuche ich deshalb, künftig von der Aushändigung derartiger Schriftücke Abstand zu nehmen und den Beteiligten in anderer geeigneter Weise von den erfolgten Abänderungen Kenntnis zu geben. Wo sich aber eine solche Aushändigung nicht vermeiden läßt, bleiben die Herren Bürgermeister für die Rückgabe der Schriftstücke verantwortlich.

Hanau den 5. Mai 1906.

Der Königliche Landrat.

V Nr. 3163 J. P.: Siemon, Reg.-Assessor.

Stadtkreis Hanau.

Am Freitag den 11. Mai d. J., vormittags von Offs Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neu- städter Rathauses, Zimmer Nr.. 1, öffentliche Sitzung des O)ewerbegerichts statt, in welcher Parteien etwaige Streitigfeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.

Hanau den 7. Mai 1906.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

I. V.: Dr. Koppen. 10084

Beimmtmachmrft.

Die vom Verbände Deutscher Architekten- und Ingenieur- Vereine eingeführten Normal-Abflußröhren (D. N. A.) dürfen fortan bei Hausentmässerungscmlagen verwendet werden.

Hanau den 4. Mai 1906.

Der Magistrat.

J. A.: Dr. Koppen. 101Q2

Am Freitag den 11. Mai 1906, vormittags von 9 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neu­städter Rathauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Kaitfmannsaerichts statt, in welcher Parteien etwaige Streitigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können. Hanau den 7. Mai 1906.

Der Vorsitzende des Kaufmannsgerichts.

I. V.: Dr. Koppen. 10135

Mittwoch den 9. Mai

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kauf­manns Christian Schwatzt» gu Hanau wird Termin zur Beschlußfassung über die Wahl eines weiteren Mitgliedes des Gläubigerausschusses zur Festsetz..ng der von dem seit­herigen Verwalter weiter beanspruchten Vergütung und zur Abnahme der von demselben gelegten Schlußrechnung an­beraumt auf

Mittwoch den 16. Mai 1906, vormittags 11 Uhr, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 5.

Schlußrechnung liegt zur Einsicht auf Gerichtsschreiberei 5 aus.

Hanau den 4. Mai 1906.

Königliches Amtsgericht 5. 10081

Frühjahrsvevsammlung des Hanauer Kreisobstbauvereins zu Hanau im Saale des Löwengärtchens (Vorstadt) am Sonntag den 20. Mai, nachm. 3ffs Uhr.

Tagesordnung:

1. Jahresbericht, Rechnungslegung, Anträge.

2. Dortrag des Herrn Obstbautechnikers Wiesner-Nauheim über:Die Vermosung unserer Obstbäume, Ursachen und Verhütung derselben." Besprechung.

10088 Der Vorstand des Kreisobstbauvereins.

Hus Hanau Stadt und Cand,

* Hessischer Städtetag. Für die 17. Versammlung des Hess. Städtetages in Homberg ist nachstehender Fest- Plan vorgesehen: Donnerstag den 7. Juni 1906, von abends 8 Uhr ab: Freie Vereinigung auf dem Schlößberg und danach im Gasthaus zurStadt Cassel." Freitag den 8. Juni 1906, vormittags 9 Uhr: Verhandlung im Festsaal des HotelHessischer Hof." Tagesordnung: 1. Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden, Herrn Oberbürger­meister Müller-Cassel. 2. Geschäftsbericht, erstattet von dem Schriftführer, Herrn Stadtrat Boedicker-Caffel. 3. Erstattung des Kassenberichts durch den Rechnungsführer, Herrn Bürger­meister Schöffer-Gelnhausen. 4. Neuwahl für die nach den Statuten ausscheidenden Vorstandsmitglieder und für Herrn Bürgermeister Salomon-Schlüchtern. 5. Die Ruhegehalts­und die Witwen- und Waisenkasse für Kommunalbeamte im Regierungsbezirk Cassel. (Berichterstatter: Herr Stadtver­ordneter, Geheimer Regierungsrat Dr. Knorz-Cassel). 6. Orts­statut, betr. eine Hinterbliebenenkasse der städtischen Beamten. (Berichterstatter: Herr Stadtrat Boedicker-Caffel). 7. Rege­lung des Schankkonzessionswesens. (Berichterstatter: Herr Assessor Dr. Saran-Cassel. 8. Das gewerbliche Fortbil­dungsschulwesen, unter besonderer Berücksichtigung der mittleren und kleineren Städte. (Berichterstatter: Herr Fortbildungs­schuldirektor Heckeroth-Cassel). 9. Besprechung von Fragen, welche aus der Mitte der Versammlung angeregt werden. Nach Schluß der Verhandlungen: Frühschoppen in Gudes Garten. Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und Einrich­tungen der Stadt unter sachverständiger Führung. Nach- mittags 6 Uhr: Festmahl im Saale des HotelsHessischer Hof." Samstag den 9. Juni 1906. (Beginn der Ver­handlung im Festsaal des HotelsHessischer Hof", vor­mittags 9 Uhr): 1. Beteiligung der Beamten an der Der- ivaltung der Konsumvereine. (1. Berichterstatter : Herr Stadt­verordneter Tripp-Cassel. 2. Berichterstatter: Herr Stadt­verordneter Steinfeld-Rinteln.) 2. Wahl des OrteS für die nächste .Hauptversammlung des Hessischen StädtetageS. Nach Schluß der Verhandlungen 10^: Fahrt nach Spangenberg. (Besuch des Schlosses Mittagessen im GasthausZum goldenen Löwen"). Die Rückfahrt von Spangenberg kann nach allen Richtungen direkt oder von Malsfeld aus ange­treten werden.

* Warnungen vor schwindelhaften Angeboten. Der Polizeipräsident von Berlin warnt vor dem Ankauf von Geheimmitteln, die in letzter Zeit in Berliner Zeitungen an» gepriesen werden, so vor den Anticelta-Tablettcn, von denen Fettleibigen eine Gratisprobe angeboten wird und die dann per Schachtel mit 10 Mk. bezahlt werden müssen, während sie in Wirklichkeit nur wenige Pfennige wert sind. Weiterhin wird Krebs-, Magen- und Leberleidenden durch einen gewissen Stroop in Neuen­kirchen ein Heilmittel nugepriesen, das in drei gänzlich wert­losen Pulvern von fein zerteilten Pflanzenblättern besteht und

Die heutige Wummn «infatzt autzer dem Unterhgltunasdlatt 12 Seiten.

Fernsprechanschlutz Nr. 605.

1906 iSSSSS

gleichfalls 10 Mark kostet. Diese Pulver sollen übrigens nur jeweils am Morgen nach Neumond vor Sonnenaufgang eingenommen werden, es ist hier also auf die ganz Dummen abgesehen.

* Der Theatervertrag, der aus der Tagesordnung bet nächsten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung steht, sieht, wie bisher, als Spielzeit vor die Zeit vom 1. Septem­ber bis zum 30. April. Eine Miete wird für das Theater nicht bezahlt. Ebenso liefert die Stadt das zur Beleuchtung des Theaters erforderliche Gas sowie die erforderliche Energie unentgeltlich. Ersteres aber nur bis zu einer gewissen Menge. Der Spielplan soll Trauer-, Schau- und Lustspiele, Possen, Schwänke und Singspiele mit entsprechender Abwechslung und unter Aufführung der neueren und neuesten Stücke um­fassen. Stücke, welche geeignet find, gegen Anstand und gute Sitten zu verstoßen, dürfen nicht aufgeführt werden.. Der Theater-Direktor verpflichtet sich, sein Spielpersonal in solcher Zahl zu engagieren, daß fein Ensemble höheren künstlerischen Anforderungen genügt.

* Ein Wagen gestohlen. Dem Backsreinfabrikantm Müller in Bruchköbel wurde in der verflossenen Nacht ein schwerer Backsteintransportwagen gestohlen. Man vermutet, daß herumziehende Zigeuner denschweren Diebstahl" aus­geführt haben.

* Fahrraddiebstahl. In der Krämerstraße wurde gestern nachmittag einem Geschäftsbediensteten das Fahrrad gestohlen.

* Gefchäftsferieu. Herr Wilhelm Ihm, Bijouterie- fabrikant dahier, hat seinem gesamten Personal aus freien Stücken 8 Tage Urlaub jährlich gewährt bei Fortbezug des Lohnes.

* Viehmarkt. Am heutigen Viehmarkt betrug bet Auftrieb 6 Ochsen, 428 Kühe und 56 Kälber.

* Gründlich ausgenutzt hat der Portier einer Fabrik in Wächtersbach namens Meier das gute Herz und das wohl etwas mehr als gewöhnliche Interesse, das ihm seitens einer Wächtersbacher Einwohnerin, die in dem fraglichen Geschän als Waschfrau tätig war, entgegengeüracht würbe. Innerhalb 6 Wochen, von Anfang Februar bis 15. März, steckte sie ihm von ihren langjährigen, sauer verdienten Spargroschen bare 250 Mark zu, womit dieser ein lustiges und flottes Leben führte. Am 15. März siedelte Meier nach Hanau über und wußte auch hier noch unter dem Vorgeben, daß er eine einträgliche Stellung auf der Pulverfabrik inne habe und daß er ihr später außer Rückerstattung des Geldes auch noch Vergütung in anderer Form angedeiheu lassen werde, seiner Gönnerin während der ersten drei Wochen 30 Mark zu ent­locken. Er war jedoch weder auf der Pulverfabrik noch sonst­wo beschäftigt, sondern machte sich bei seinen Logisleutcn gute Tage, rauchte von morgens bis abends Zigarren, kaufte sich Romane und verließ sich im übrigen auf seine ergiebige Ein­nahmequelle. Seinem Wirte erzählte er, er habe in Wächters­bach einen reichen Onkel, der für seinen Unterhalt schon sorgen werde. Nebenbei machte er der Tochter seines Logisgebers den Hof und knüpfte schließlich ein intimes Verhältnis mit ihr an. Darob war die Wächtersbacher natürlich wenig ent­zückt und die Freundschaft endete mit einer Anzeige wegen Betrugs. Drei Monate Gefängnis wurden dem Herzens- knicker gestern vom hiesigen Schöffengericht zudiktiert als ge­rechten Ausgleich für die genosseneReihe von schönen Tagen".

* Neiles NeichsbankgebältSe. Nachdem das Acußcrc des neuen Reichsbankgebäudes seiner Vollendung entgegensieht, wird jetzt auch die innere Ausschmückung in Angriff genommen. Dieselbe ist der bekannten Firma Karl Roth, Ausstattungs­geschäft hier, übertragen worden. Genannte Firma führt auch die Ncuherrichtung der Kursäle zu Wilhelmsbad aus. Man sieht, daß auch in unserer Stadt leistungsfähige Firmen dieser Branche vorhanden find, sodaß man sich bei solchen Arbeiten nicht nach auswärts zu wenden braucht.

PA. sojâhriges Jubiläum des Weinsschett Ge» sangvereius. Die hier ausgesprochene Erwartung, daß dem zum obengenannten Jubiläum veranstalteten Festkonzert seitens des musikliebenden Publikums unserer Stadt allseitig das größte Interesse entgegengebr acht werden würde, hat sich bestätigt. Die Eintrittskarten zum Fest­konzert sind bereits vergriffen und körksien eventuelle weitere Reflektanten keine Berücksichtigung mehr finden. Jedoch werden zu der am Freitag abend in derCentralhalle" statt­findenden Generalprobe Eintrittskarten i 1 Mk. aus­gegeben, sodaß auch denjenigen, welche Eintrittskarten zum Festkonzert nicht webe erhalten konnten, Gelegenheit gegeben ist, das Konzert zu hören. Die Karten sind in den beiden Hofbuchhandlungen sowie in der Buchhandlung von A. Zippelius, Krämerstraße, zu haben. Den Teilnehmern des am Sonntag nachmittag um 4 Uhr in derCentralhalle" stattfindenden F e st b a n k e tt s ist es von 3 Uhr ab ge­stattet, nach vorheriger Verständigung mit dem Saalkomilee Plätze zu belegen, das selbständige Umlegen von Stühlen kann nicht berücksichtigt werden.