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eewwheetfi. Nedakteur: 6. Schrecker in Han«

Nr. 92

Kernsprechanschluß Nr. 605

Freitag den 20. April

F-rnspr-cha«schlutz Nr. 605, 190

Amtliches.

Landkreis Ran au, HelMtmaAngen des Kömgli-en Landrämts.

In Enkheim ist die Schweineseuche erloschen. Die angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Hanau den 17. April 1906.

Der Königliche Landrat.

V 2431 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Ge­markung von Großauheim und Großkrotzenburg belegenen, im Grundbuche von da Band II Artikel 89 Abt. I Nr. 4, 35 bis 38, 52 bis 56, 61 bis 64, 66, 68, 74, 76 bis 78, 81, 82 bezw. Band XII Artikel 682 Abt. I Nr. 1 bis 3 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Milchführers und Gastwirts Michael Guth, Georg Adams Sohn, zu Großauheim eingetragenen Grundstücke:

Artikel 89 von Grostauheim:

Bl. CC Nr. 311 = 2 ar 28 qm, Acker auf der Abtswiese, Reinertrag 0,81 Mk.

Bl. L Nr. 80 = 24 qm, Wiese, die Waldwiesen, Reinertrag = 0,12 Mk.

Bl. L Nr. 101 1 af 88 qm, Wiese, die Waldwiesen, Reinertrag 0,87 Mk.

L Nr. 201 = 1 ar 42 qm, Wiese, die Waldwiesen, Reinertrag 0,51. Mk.

^M. L Nr. 202 1 ar 18 qm, oie Waldwieseu, Reinertrag 0,42 Mk.

WM Nr. 443 20 qm, Garten, das Hopfenwiesen­gewann,

Reinertrag = 0,09 Mk.

Bl. W Nr. 918 a = 08 qm, Garten im mittelsten Hopfen­garten,

. Reinertrag 0,06 Mk.

Bl. W Nr. 1233 = 16 gw, Garten im Hopfengarten neben dem Trappweg, Reinertrag = 0,09 Mk.

Bl. W Nr. 1323 = 11 qm, ©arten vorm Türchen auf dem Herrnrasen,

Reinertrag 0,03 Mk.

Bl. W Nr. 1423 09 qm, auf dem Rauschebeunerück, Reinertrag = 0,03 Mk.

Bl. BB Nr. 304 = 4 ar 61 qm, Acker in den Hecken, Reinertrag 0,81 Mk.

Bl. BB Nr. 305 99 qm, Acker in den Hecken, Reinertrag = 0,09 Mk.

Bl. BB Nr. 307 = 6 ar 28 qm, Acker in den Hecken, Reinertrag = 0,60 Mk.

Bl. BB Nr. 308 4 ar 30 qm, Acker in den Hecken, Reinertrag = 0,72 Mk.

Bl. CC Nr. 281 = 2 ar 43 qm, Acker, der Wildsrain, Reinertrag 1,29 Mk.

Bl. CC Nr. 314 = 2 ar 15 qm, Acker auf der Abtswiese, Reinertrag 0,75 Mk.

Bl. W M. 918 = 08 qm, Garten im mittelsten Hopfen­garten,

Reinertrag 0,06 Mk.

Bl. BB Nr. 101 a = 1 ar 67 qm, Acker neben dem Stock­wiesenweg,

Reinertrag 0,15 Mk.

Bl. BB Nr. 113 = 3 ar 45 qm, Acker neben dem Stock­wiesenweg,

Reinertrag = 0,33 Mk.

Bl. BB Nr. 113 a = 3 ar 47 qm, Acker neben dem Stock­wiesenweg,

Reinertrag 0,33 Mk.

Bl. BB Nr. 306 = 5 ar 25 qm, Acker in den Hecken, Reinertrag = 0,48 Mk.

Bl. W Nr. 1659/1424 11 qm, Garten im Reuse- beuncrück,

Reinertrag 0,03 Mk. Artikel 683 von Großkrotzenburg:

Bl. X Nr. 28 - 13 ar 86 qm, Acker im Augewann, Reinertrag = 2,94 Mk.

Bl. V Nr. 41 7 ar 40 qm, Acker das Augewann, Reinertrag 2,61 Mk.

Bl. Y Nr. 52 = 11 ar 57 qm, Acker das Augewaim, Reinertrag = 4,08 Mk. am 1. Juni 1906, nachmittags 81/» Uhr,

durch das unterzeichnete Gericht in der GastwirtschaftMM Engel" in Grostauheim versteigert werden.

Hanau den 11. April 1906.

Königliches Amtsgericht 2. 8585

Siil'irWIÖétr Martin Hum.

Nächste Versammlung Samstag den 21. April 1906, nachmittags 2C2 Uhr, im Gasthauszum goldenen 'Löwen" hier.

Dagessromtng r

1. Geschäftliche Mitteilungen

2. Festsetzung der Sommeroersammlungen.

3. Vortrag des Herrn Dr. Helmkampf über Rentabilität der Milchviehhaltung und Grundsätze für die Züchtung.

4. Mitteilungen über Saathafer- und Saatkartoffelnbezug.

5. Mitgliederaufnahme.

6. Sonstige Mitteilungen.

Die Hwen Bürgermeister wollen die vorstehende Bekannt­machung dis landwirtschaftlichen Kreisvereins in den Ge­meinden in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau den 16. April 1906.

Der Königliche Landrat. v. Beckerath.

Gesundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 silbernes Portemonnaietäschchen mit Inhalt, 1 Damenschirm (in einem Geschäft irrtümlich mit- genommen).

Verloren: 1 Portemonnaie mit einigen Pfennigen und cinigenLonsumm 1 goldne Brosche mit dem Bildnis der Königin Luist, 1 goldne d:nne Damenuhrkeile (Umhâng reue), 1 goldenes Armband, 1 Portemonnaie mit über 10 Mk. und 1 Radfahrkarle mit dem Namen Karl Halinka, 1 Portemon­naie mit 9 Mk. und 1 Brille.

Entlaufen: 1 junger schwarzer Dachshund mit weißer Brust.

Hanau den 20. April 1906.

Hus Ranau Stadt und Land»

Hanan, 20. April.

* Passiert. Auf der Reise nach Homburg v. d. H. passierte heute vormittag Ihre Majestät die Kaiserin die Station Hanau-Ost.

* Kontrollversammlung. Am 21. April, vormit­tags 9 Uhr in Hanau (Paradeplatz): Gediente Mann­schaften der Zahresklassen 1900 und 1901; vormittags 11 Uhr: Gediente Mannschaften der Jahresklassen 1902, 1903, 1904, 1905 und die zur Disposition der Ersatzbehörde ent­lassenen Dèannschaften ; nachmittags 3 Uhr: Alle Mann­schaften von Kesselstadt, Philippsruhe, Wilhelmsbad, Wilhelms­baderhof und Neuhof.

* Landratsamt. Der Regierungsassessor Siemon ans Oppeln ist dem Landrate des Landkreises Hanau zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften zugeteilt worden.

* Verstorben. In Würzburg verstarb nach kurzem Kranksein an Lungenentzündung der Landgerichtsdirektor a. D. Wilhelm Boysen. Der Verstorbene, der hier nahezu 10 Jahre als Landgerichtsdirektor wirkte, war ein vortrefflicher Mann, dessen biederes leutseliges Wesen ihm hier einen großen Freundeskreis geschaffen hatte, sodaß sein Ableben schmerzlich berühren wird. Als er im Jahre 1897 in den Ruhestand trat, verlegte er seinen Wohnsitz nach Würzburg.

* Versetzt wurden die Eisenbahn-Assistenten Reitz von Hanau-Ost nach Betzdorf und Tauber von Wächtersbach nach Hanau-Ost.

T. Bahuprojekt Hanau - Büdingen. Vorgestern fand im Büdinger Kreisamtsgebäude unter dem Vorsitz des Großherzogl: Kreisrats Boeckmann eine Versammlung der Bürgermeister der am Bahnbau Hanau-Büdingen interessierten Gemeinden statt.

* Eine direkte Eisenbahnverbindung von Hauptbahtthos «Frankfurt a. M. mit Hanau auch auf der rechten Mainscite soll dadurch hergestellt werden, daß im Anschluß an den neuen Ostbahnhof in Frankfurt a. M., der ein Durchgangsbahnhof werden wird, eine Ueberbrückung des Mains bei Sachsenhausen zur Ausführung gelangen soll. Der Königl. Preuß. Eisenbahnverwaltung würde alsdann die Möglichkeit gegeben, einen Teil des jetzigen Eisenbahn­verkehrs über Offenbach auf die rechte Mainsette überzuleiten. Die in diesem Falle cintreteude Umgehung der Stadt Offen­bach gab der Offenbacher Handelskammer Veranlassung, sich in einer Eingabe mit dem dringenden Ersuchen an die Grotzh.

Regierung zu wenden, dafür einzutreten, daß für immer wenigstens alle dem Fernverkehr dienenden Züge, welche den Hauptbahnhof Frankfurt in der Richtung nach Osten ver­lassen, oder aus dieser Richtung einlaufen, über Offenbach geleitet werden und daselbst anhalten.

* Schauturnen. Am 22. d. M., nachmittags 4 Uhr, findet das diesjährige Schauturnen der Jugendabteilung der Turngemeinde statt. Das Programm für das Turnen ist sorgfältig durchgearbeitet und können wir jedem Freunde der Turnsache den Besuch dieser Veranstaltung nur empfehlen. Karten sind Samstag im Vereinshause in Empfang zu nehmen.

* Der 68. Kreisturntag des Mittelrheinkreise- wird am 29. April in Eltville abgehalten. Ihm voran geht am vorhergehenden Tag eine Sitzung des Kreisausschusses. Die Tagesordnung des letzteren umfaßt verschiedene Gau- angelegenheiten, insbesondere die Aufnahmegesuche des Feld­berg-, Main-Spessart- und Mittleren Nahe-Gaus in den Kreis. Damit die Grenzstreitigkeiten zwischen verschiedenen Gauen aufhören, stellt der geschäftsführende Ausschuß den Antrag: Die Grenzen sämtlicher Gaue werden derart neu bestimmt, daß sie nur einem Gau angehörige Vereine um­schließen. Weiter kommen zur Verhandlung das Gesuch deS Turnvereins Gießen um die Erlaubnis zur Abhaltung eines Musterriegen-Wetturnens anläßlich seines 60jährigen Stif­tungsfestes und die Gesuche um Unterstützung aus der Roth­ermel-Stiftung für Turnhallebauten. Für den Kreisturntag liegt eine umfangreiche Tagesordnung vor. Außer den Be­richterstattungen und der Rechnungsablage werden ihn be­schäftigen das bevorstehende Turnfest in Hanau wie die Wahl des Festortes für das nächste Kreisfest, das wegen des 1908 in Frankfurt stattfindenden deutschen Turnfestes nach Anttag des, gejchäftsjührenoen Ausschusses erst 1910 abge­halten werden soll. Gemeldet haben sich Gießen, Kreuznach, Offenbach und Mainz. Umfangreich sind die Anträge für Abänderung der Turnordnung für das Vereinswetturnen, die schon die letzte Kreisvorturnerstunde in Gau-Algesheim beschäftigten. Zur Verhandlung stehen weiter u. a. die Punkte : Herausgabe einer Kreiszeitung und das 11. deutsch« Turnfest in Frankfurt a. M. 1908.

* Hermann Göllner, Emaillemaler, ein Künstler in seinem Fache, auch Mitglied der Sachverständigen-Kommission der Kgl. Zeichenakademie, ist gestern im Alter von 76 Jahren verschieden. Er war einer der ersten Schüler des verstorbenen Prof. Gg. Cornicelius.

* Militärkonzert. Bei ungünstiger Witterung findet nächsten Sonntag abend im Saalbauzum deutschen Haus* ein Konzert der Jnfanteriekapelle statt.

*

O Großkrotzenburg, 18. April. (W ettstreit.) Der Stemm- und Ringverein Großkrotzenburg wird am 16., 17. und 18. Juni einen Aihleten-Wettstreit, verbunden mit Fahnenweihe abhalten. Genannter Verein, welcher einen guten Ruf bei den Mitbürgern sowie in dem Athletenverband Main-Taunus-Gau besitzt, hat schon seine Vorbereitungen soweit getroffen, daß ein großes und schönes Fest in Aus­sicht gestellt werden kann. Der Festplatz an dem Ufer des Mains gelegen, wird einen schönen Anblick bieten und somit kann allen Sportskollcgen und Freunden ein Besuch des Festes empfohlen werden.

§. EicheN, 19. April. (Erfreuliches.) Von Ge­meindeabgaben sind auch im Jahre 1906 befreit vier Ge­meinden des Landkreises Hanau, nämlich Eichen, Marköbel, Wachenbuchen und Hochstadt. Dieser erfreuliche Zustand wird dadurch hervorgerufen, daß die genannten Gemeinden teils erhebliches Vermögen besitzen, teils auch Gemeindenutzen haben und daraus ihre Bedürfnisse bestreiten können.

Sprechfaal.

Wenn man das Eingesandt in Nr. 90 d. Bl. liest, sönnt« man glauben, es stünde nicht in der Nummer vom 18., sondern in der des 1. April. Sollte es aber kein verspäteter Aprilscherz sein, dann scheint der Einsender noch nicht lange hier zu wohnen. Er müßte sonst wissen, daß die von ihm gewünschten Fahrgelegenheiten längst bestehen. Mit der Bahn fährt man nach Wilhelmsbad für 5 Pfg., vom West- über den Ostbahnhof zur Pulverfabrik für 20 Pfg. und per Klein­bahn nach dem Lamboywald für 10 Pfg. Was wünscht der Herr also mehr? Man braucht also keineswegs weder die den Staub answirbelnden, die Luft verpestenden. wider» wärtigen Automobile, noch eine Straßenbahn, zu deren Er­bauung sich kaum ein zurechnungsfähiger Unternehmer find« dürfte.