öninff in Ur. 90 Oro Jnrttr".
Mittwoch den 18. April 1906.
4 1 anerkanntbilliqsteBechgsquelle,kürz. Liefer,;eit24 Stnudcn
Kaniscnaksiemöel wi^m«™.
, ___ « Papierliandlnng, Hanau.
Emailschilder liefere billigst. "*MW
- Telephon D 694.
143§
Rennen zu Frankfurt a. M,
Sonntag' den ÄÄ. April, nachmittags 3 Ihr: 6 flach- und flindernis*Rennen mit Ä Ehrenpreisen und Mk. 15 500.— Geldpreisen.
«^äM8«^ae»®®@ee^
I Verloren |;
6 ist das Kopfhaar, wenn keine Wurzeln i ® mehr vorhanden. Kräftiges Einreiben ] 2 des Kopfes mit dem anerkannt wirk- , Ö iamsten Schäter’s Brenuessel- । 0 haarspiritus bringt Neu wuchs und ] I beseitigt Schuppen und Haarausfall. , e ä Flasche 1 Mk. echt zu haben in । । der Drogerie von J ean Bauer ■
Nacht. Inh. Jul. Schäfer. ;
0®ewieae»e®e®®oe®eE®®w
Pfaff-Nähmaschine.
Beste Maschine der Welt.
Für Gewerbe und Haushalt, gleich vorzüglich geeignet. Unterricht im Maschmen- sticken und Stopfen wird bei Kauf einer Maschine gratis erteilt. 835oq
General-Vertreter W. Schaack Söhne.
Aeltestes Spezialgeschäst am Platze. Tetepho« 690.
8357i
Alles weitere besage» die Plakate.
Renn-Klub Frankfurt a. M
Süßrahm Tafelbutter empfiehlt
6230t
4
s « = 5 «'S M
ÜZ
j OfThompson's' Seifenpulver ManKe * Schwan
ist oillig, bequem, sparsame schont die Wäsche.
J. K. Michel Sachs
Zur Auffrischung des Blutes 6188t trinke man regelmäßig Erzge- birgischen Blutreiniguugs- Tee (cort. frangulae; in Paketen ä 50 Pfg. und 1 Mk. nur echt erhältlich in der Drogerie von Kilb & Thiele.
Grimmschule Hanau.
Vorder. aus Einjähr - u Abitur.- Erameu (gymnas. n. real) für Knaben, Mädchen und Erwachsene. Ausländ.-Kursc. Kl. Klassen. (Vorschule. Sexta bis Prima). Förder zurückgeb!. Schüler durch Nachhülse u. Borber. f. einzelne Klass, d. höh. Schulen. Pension fiir Ausw. Glänz. Ermlgc. Mäß. Preise. Anm- an Chr. Dippel, Sprachlehrer. 8197t
^u bevorstehenden Festlichkeiten ist ein
neuer Tanzboden
12 m lang, 8 m breit, zu verleihen.
Georg Och»
7985q Schreinerei, Vilbel
Kash. EsselfenDerein.
Vereinslokal: Zum Braustübl’. 3116a
Vereinsabend: Freitags 9 Uhr.
Arbeitsnachweis: Fra. Völkel,
Papierhandlg., Schnurstr. 18.
Zu haben in aWen besseren Geschäften, Âv ■nffiMBwgaMWBiiWHMimiwi^^
Starke pikierte
Gemüse' unä Salatpflanzen, Peuse, Bergitzmeinuicht u. Garten- primel» empfiehlt die Kunstaürtnerei
Th. Holzscbuh, 8301c
Hainstreße 29. Telephon 188.
Spezialbehandlnng
Olaroaie Beinleiden
(Beingeschwüre, Bein 11 echten. Krampfadern, nässende Aus- schläge, V enenentzfi ndung. Elcfantiasis) schmerzlos ohne Operation.
Sprechst.: Offenbach a. L, Herrnstrasse 17, 1—3 Uhr
Frankfurt a. M.. Kronprinzenstr. 32, 4—6 Uhr (5 Min. v. Hauptbahnhof. Nur Werktags).
üa*. med. F. Franke, Arzt.
Verlangen Sie meine Schrift über ehron. Beinleiden. 7596s
1
KlÜh0litKhâhd> Stotel-IPeiisSonshaus
will/ VI 750 Fuß hoch, am Südabhange des
— bei Cassel — bis zu 2000 Fuß ansteigenden Habichtswaldes siegen, unmittelbar an den berühmten Kaiser!. Schloßpark-Anlagen. Besieres Familicuhaus für kürz. u. läng. Aufenthalt u. fpez. als Nachkurort zu empf. Zahlreiche Bergpartien. Dèit Cassel durch elektr. Straßenbahn verbunden. Elektr. Licht. Prospekt durch den Besitzer Carl Brune. — Fernsprecher 112. Amt Cassel. 7948?
Keine Motten mehr!
beim Gebrauch v»n Faikonin.
Falkonin treibt jede Motte aus.
Falkonin zerstört die Brut.
Falkonin riecht angenehm.
Falkonin ist tauber im Gebrauch.
Falkonin gehört in jeden Kleiderschrank. Echt in Paketen zu 10 und 25 Pfg nur in den Drogerien von Julins Müller. Jean Bauer Nacht.. A. O. Grün, A. Schlegel, Herm. Warbus. W. Zentner. 8283t
Visitenkarten
fertigt rasch und elegant an die Waisenhaus-B»ü>dr»ckerei
Reinige dein Mut!
Rheumatismus, Gicht, Hautausschlag, Leber- u. Nierenleiden, Wassersucht, Hämor- rhoiden, Blutandrang nach dem Sopp Fettle bigkeit und Folgen einer schlechten Blut< Mischung. Glänzend bewährt hat sich h-erfnr
Apotheker Götze’s antirheu- inatischer Blutreinigungjstee
Nr. 150.
Er. Paket â Mk. 1.50 reicht für eine Kur. Nur echt in der Engel- Apotheke, Markiplatz 12. 7639
Saat-Kartoffel» 50 Kilp ZS Frühwsen, beste Frühkartoff. St 3.50 ssH Kaiserkrone „ „ „ 3.50 = •
Magnum bonum . . . , „ 3.— S -W
Weltwunder ..... „ 3.— ZK Up to date . . . . . „ 3.25 5 S
Pros. Woltman . . . . „ 3.— K -
sowie noch andere Sorten versende mit 5- $2 Sack geg. Nachnahme ab Seligenstadt siZ Meier Kleeblatt. Seligen- 5» stabt, Hess., Telephon 11. 6697t A S
Gegelt Blutlaus empfiehlt faMnmnu Bropric han te M.
600 Gallensteines habe ich schmerz- u. gefahrlos, ohne Operation verloren. Kurnachweis erteilt Paul Stark, Frankfurt a. X. 188.
Ein Kinderbadewännchen mit Gestell, eine Gartenschankel, eine Rechenmaschine, ein ThermoPhorM i> ersaufen. 8362q
Frankfurterstratze 30 Part.
Verloren
Brieftasche aus grünem Leder mit Monogramm M. H. Geoen 3 Mk. Belohnung abzugeben Keffelstadt Frankfurter Landstraße 2 1. 8360s
ZtirNoti^!
Man kann bei den sich maffenhast mehrenden -weifelhaften Mitteln gegen Haar- leiden nicht genug auf das bereits fett 38 Jabren sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billiakeir auszeichnende 1964t
hsnasnermhtfßhinMe^ aufmerksam machen, welches wftklich leistet, was cs verspricht: Konservierung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare. Z. h. um 40 Pfg. und 9JH. 1.10 Engelapotheke und Gebr. Hopft, Schlotzstr.
Feuilleton.
Mailändische Federzeichnungen.
Zur Eröffnung -er Mailänder Ausstellung.
Von Dr. Hans Bauer.
(Nachdruck verboten.)
Die große Zlusstellung, zu deren Eröffnung Mailand sich anschickt, hat für uns Deutsche nicht nur darum Interesse, weil sie der Eröffnung eines neuen großen Weltoerkehrsweges gilt, sondern auch deshalb, weil das Reich auf ihr durch eine bedeutende Abteilung vertreten ist. Und wohl gehören die Deutschen auf eine Mailänder Ausstellung; denn keine italienische Stadt ist durch so dichte Fäden des Handels und des Verkehrs imit Deutschland verbunden, als die Hauptstadt der Lombardei. Zahlreiche deutsche Unternehmungen haben in Mailand blühende Filialen, und mailändische Rührigkeit wiedemm hat die Ausfuhr der ftuchtbaren Lombardei nach Deutschland in den letzten Jahrzehnten ungemein erhöht. Zu allen Jahreszeiten hört man auf Mailands Straßen deutsch sprechen: und wer nicht bis Florenz- oder Rom vorgedrungen ist, wer selbst nicht Venedig seinen Pflichtbesuch abgestattet hat, der hat doch wenigstens ein- mal von der Schweiz aus die kurze Eisenbahnreise nach Mailand gemacht, um Italiens drittgrößte Stadt kennen zu lernen. Diese Reisenden sind ftcilich von Mailand recht oft enttäuscht, insofern sie eine echt italienische Stadt erwarteten und eine europäische fanden. Mailand ist nicht Italien, so lautet das allgemeine Urteil. Und doch nimmt der, dessen Auge für die Eigentümlichkeiten Italiens geschärft ist, eine Fülle italienischer Züge an Mailand wahr: die stolze und gleichmäßige Palastarchitektur der Häuser, dre Blicke burch mächtige Torbogen in wohlgeflegte Garten südlichen Charakters, die Anlagen der öffentlichen Parks, die Abhängigkeit des Volkslebens von der Sonne, die reiche 'Ausbildung des Straßenlebens u. s. w. Aber freilich erhalten diese italienischen Züge ihren besonderen mailändischen
Charakter erst durch die Mischung mit dem Europäertum. Mailand ist eine gewaltig aufstrebende, höchst tätige und wahrhaft moderne, es ist Italiens modernste Stadt? Nirgends sonst in Italien sind Dienst und Arbeit so streng und pünktlich, nirgends die Rede so sparsam, die Wohlhabenheit so gesichert, das Bedürfnis häuslichen Komforts so entwickelt. Diese Moderriität stammt aber nicht etwa von gestern und heute, sondern sie liegt diesem Gemeinwesen gewissermaßen im Blute. Die Lage am Fuße der Alpen, als Kopf einiger der größten Völkerstraßen Europas hat für Mailand immer ganz besondere Bedingungen geschaffen. In den Anfängen des Mittelalters war es mehr als Rom: es hat sich von Rom selbständig erhalten und noch bis zum heutigen Tage hat es sich gewisse Reste seiner kirchlichen Selbständigkeit zu wahren gewußt. Indem es sich gegen die Obergewalt der deutschen Kaiser auflehnte, wurde es zuerst die Vertreterin des italienischen nationalen Gedankens. In der Pataria erzeugte es eine der allerftühesten demokratischen Volksorganisationen mit sozialistischem Anhauche. Merkwürdig genug, wie konstant derartige Eigentümlichkeiten im Wandel der Jahrhunderte sich erhalten; denn noch jetzt ist Mailand ein Hauptquartier der Demokratie und des Sozialismus in Italien und ein Hauptaktionsfeld der Kooperative-Genossenschaften, die übrigens im ganzen hier recht wohltätig wirken. Die träge Erschlaffung, die das Leben anderer alter italienischer Städte kennzeichnet, die tiefe Korruption Neapels, den bequemen Schlendrian Roms kennt man hier nicht: hier ist Schwung, Tätigkeit, Wille, Mailand ist ein Vorposten des Nordens in Italien.
Es gehört wenig Beobachtungsgabe dazu, um zu erkennen, daß in Mailand echte Wohlhabenheit zu Hause ist. Zwar besteht auch hier die enorme Kluft zwischen Arm und Reich, die in Italien selbst durch das Steuersystem nur vergrößert wird, aber die Zahl der Wohlhabenden ist erheblich größer und die Unbemittelten sind doch durchschnittlich in weit günstigerer Lage, als sonstwo in Italien. Nirgends in Italien existieren so zahlreiche und wirksame Anstalten zur Fürsorge für die Arbeiter, als hier. Die Lebenshaltung der Begüterten aber bewegt sich in den größter: Maßstäben. Mailand ist reich an höchst eleganten Brivatgespannen, die
I Läden bieten kostbare Luxuswaren aus, die Mailänder Küche I ist durch Schmackhaftigkeit und Gediegenheit berühmt, daS angesehenste Theater Italiens, die Skala, befindet sich hier und an einem ihrer großen Abende bietet ihr Mesenraum allerdings ein ganz.unbeschreiblich glänzendes Bild. Dazu sammt daß die mailändischen Frauen ^chön und daß die ge- sellschaftlichen Formen von einer genügen feinen Behaglichkeit sind, die sehr anziehend wirkt. So wird man es verstehen, warum Stendhal rür Mailand eine so innige Liebe empfand. Dieser geistvollste aller 'Franzosen, dieser große Lebenskünstler sah in dem Mailand der zwanziger und dreißiger Jahre eine Art Eldorado. In Mailand hatte er sein tiefstes Liebeserlebnis gefunden, in Mailand allein, so meinte er, herrsche in Liebe, Leben und Gesellschaft eine wahrhaft große Form. Zu diesem Bilde Mailänder Lebens gehört dann freilich aber auch noch, daß man eine Fahrt an den nahen Comer See, das unvergleichbare Kleinod unter den herrlichen oberitalienischen Seen, unternimmt: an seinen lachenden Ufern reihen sich die Villen der reichen Mailänder Familien zu fast ununterbrochener Kette. Dort am See verleben sie den Sommer, der in der Stadt fast unerträglich heiß ist.
Zu Stendhals Zeiten war Mailand freilich noch nich. das gewaltige Industriezentrum, das es heute ist. Doch ist Mailand eine_ Der wenigen Städte, deren moderne Entwicklung auf ihre äußere Gestalt eine gar nicht so unvorteilhafte Wirkung ausgeübt hat. Gewiß gibt' es auch hier monotone und wenig erfreuliche Arbeiterviertel, aber die moderne Entwicklung hat mich wiederum schöne Ringstraßen und vor allem jene großartige Anlage des Foro Bonaparte gebracht, die in mächtigen Halbbogen das alte Sforzakastell umarmt und dann in den Anlagen des neuen Parks einen lieblichen Ausklang findet. Das ist einer der besten und großartigsten Gedanken, die überhaupt der moderne Städtebau erzeugt hat. Ebenso stammt aus Mailand der gesunde und fruchtbare Gedanke der „Passage" oder, wie die Italiener es nennen, der Galleria. die, wie bekannt, eine bedeckte, nur dem Fußgänger zugängliche Verkehrs- und Kaufftraße bildet, ^rotz mancher architektonischer Fehler ist die Mailände. Galleria Bittorw Enimanueke ein imponierendes moderne^