Bep,gSprei»r
Gierteliihrlich 1,80 M„ monatlich 60 Bffl., Nr an*, wattige Abonnenten mit dem betreiienden Poßanftchi«-»
Di« emzrtu« Stummer tostet 10 Pfz»
ItOtatioaiOEW? und Berlefl der Buchdruck«« dâ im. es. Wmitnhaulâ in Hamm.
Gtscral-Aazcigkr
AMchts Grolln für Siühb M fanikrtis Km«.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
WiurüSnugsgebShr t
Br Mfgespaltenk Pertyeil« aber beten Raum 16 tat Siiklamenleil bit Zeil« 3b WA
BerantioorU. Redakteur: 6. Schrecker in Hamm
Nr. 41 Fernsprechanschlich Nr. 605.
Samstag den 17. Februar
Fc-^prechanschlus; Nr. 605,
1906
WrffMIiita »erdn Hmu. i^ÄlÄ
Die nächste Versammlung findet Samstag den Es wird noch bemerkt, daß, wenn auch Restauration statt- 24, d. Mts., nachmittags 2'» Uhr, im Gasthaus findet, doch kein Trinkzwang besteht, und daß den Teil- zum goldenen Löwen" hier statt. nehmern durch ihre Beteiligung Kosten nicht entstehen werden.
*' ^Esordnuna - * Stadttheater. „Kabale und Liebe" wird
L Geschäftliche Mitteilungen. ° * ^ Sonntag uachmit.ag ha'b 4 "^r bei ten d
2 Be ua von Saatkartoffeln ermäßigten Dressen letztmalig in Szene gehen. Schillers
S: BenchtdesGutsp^ Wittmer-Dottenfelderhof volkstümlichstes Werk wird in der dieSjähr gen guten Be-
über die letzte Vollversammlung der Landwirtschastâ- s-tzung sicherlich nochmals e.ne zahlreiche Hörerschaft
kammer nt Cassel ~ Abends 7 Mr gelangt „S o d o m s E n d e", eine der
4 . Berichterstattung über die Auswahl der Hengste für die hervorragendsten Schövfnngen Ku d e r ma nn's zur Auf- Mftation Wilhelmsbad. ' Ehrung. Nachdem das letzte Schauspiel dieses erfolgreichen
5 Wabl der Recbnunasvrüfer Autors „Stein unter Steinen" auch h er mir so starkem
Wahl der Delegierten für die Generalversammlung des Beifall ausgenommen wurde, bürste man dem Trauerspiele ■ Vereins-Ausschusses der Landwirtschafskammer im Jahre ”® ob °.m 5 E u d e , oa» zu seinen ersten Buhnensi. cken jggg ' 7 " gehört, eine ganz besondere Beachtung schenken. Ein span-
7 gRitnHeheraiifnnrmie nender Konflikt, ein mit geistreichen Sentenzen pointierter
« SSSZL Dialog, treffliche Charasteristik der bandelnden Personen und
8 . Sonstige Mitteilungen.________ eine heraus große Wirksamkeit sind die Vorzüge seiner
Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehe,wc Bekannt- Dramen, welche auch seinem Werke „Sodom's Ende" stets
machung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in den Ge- -men ganz außergewöhnlichen Enolg bereite haben In
Veinden in ortsüblicher Weife bekannt machen. «"" hervorragenden Delctzung und be, lorq alitger Jn,ze-
Hanau den 16. Februar 1906. “« das Stuck «ne emmenK Wirkung und wird
D"r Vorsitzende sicherlich den stärksten Beifall finden. In Hauptrollen sind
v. B e ck e r a t h, Königlicher Landrat beschäitigt ine Herren: Hauser Kempf, Steg er,
...... —----------- —--------- Oscarsen, Gehrmann, Nygrin, sowie die ölte Kama» Damen: Braune, Helliot, Bachmann,
* ' âUi u Müller unb Jaida. — Der Vorverkauf für beide
Hanau, 17. Februar. Sonntagsvorstellungen findck heult Samstag nachmittag von
* Fernsprechverkehr. Der hiesige Svrechverkehr ist 4—5 Uhr an der Theaterkasse statt.
auf Bcberbeck. Eiierfeld, Elgershausen (Bz. Gaffel), Ernst- * Statistik. Nach einem Bericht des Stadiarzies Herrn
Haufen (Kr. Frankxnberg, FrgukejM^^ EM^, M-deipä «Rsthâiâ'.^ h^iuy Mr^MA. 1M »L uM« StadL. (Bz. Cassel), GellerShauien, Gemünden (Wohra), Fronbaiisen an Lungenschwindsucht geftoi ben 63 Personen, 10 (Bz. Cassel), Gensungen, Jesberg, Liebenau (Bz. Caffel), Orisfremde und 53 Personen aus Hanau selbst. Von letzteren Merxhausen (Bz. Cassel), Naumbura (Bz. Caffel), Neukirchen waren 7 im Kindesalter und 46 waren erwachsen. Es
4 Kaufleute, je 2 Goldarbeiter, EtuiSarbeiter und Taglöhn« und je einer Kutscher, Schreiner, Schuhmacher, Steuersekretär, Heckner, Lilhograph, Konditor, Wirt, Brauer, Schreiber, früherer ^tilverat heiter, Zivilsuvernumerar, Epenaler, Fabrikarbeiter mib Hausbursche und 1 männliche Person war ohne Beruf. Von den 20 Personen weiblichen Geschlechts waren 9 ohne Berns, 8 waren früher Dienstmädchen gewesen, 1 war früher Putzmacherin und je 1 war Näherin und Zigarrenarbeiterin. Die letzte Wohnung der Oeftorbenen war: in der Ji H ft a b t in 3 Fällen in der Vorstadt, in 2 in ber Banaertsgasse und in je 1 Fall in der Kleinen Hainstraße, Nebengasse, Schnlgaffe, Tiefegaffe, Johanniskirchgaffe, Kleinen Sandgasse und Nordstraße, in der N e u st a d t 5 mal in der Mühlstraße, 4 mal in b-r Gärtnerstraße, 3 mal in der Fahrgaffe, je zweimal in der Salzgaffe, Herrn- strafe und Hirschgafft und je einmal in der Leimenstraße, Nürnbergerstraße, Schützenstraße, Kleine Gasse, Ha^ '-ngaff«, Heumarkt und Sterngaffe und in der Außen i b t je 2 mal im Fasanerieweg und Mühltorweg und je 1 mal im Fisckcrhüttenweg, Bruchköblerlandstraße, Fallbachstraße, Wil» belmstraße, Lamboystraß«, Spcssarlstraße, Leipzigerstraße, Settingerftrane, Akademicstraße und Mainstraße. In den letzten 10 Jahren waren an Lungenschwindsucht gestorben: Ortsfrtmde: Hiesige: Zusammen-
im Jahre 1896 18 59 77
„ „ 1897 17 .58 75
„ „ 1898 22 53 75
„ „ 1899 20 58 78
„ „ 1900 18 59 7 7
„ „ 1901 28 58 86
„ „ 1902 23 57 80
„ „ 1903 16 60 76
„ „ 1904 12 55 67
,, „ 1905 10 53 63
Die Zahl der Todesfälle an Lungenschwindsucht ist trotz der Zunahme unserer Einwohnerzahl etwas zurückge-
(Kr. Ziegenhain), N'ederweimar, Oberaula, Oberbeisheim, starben an Lungenschwindsucht:
Rhoden (Waldeckt, Sach'enberg (Waldeck), Sachsenhausen 1 Kind im Aller von 0—1 Jahr
(Waldeck), Schemmern, Schenklengsfeld, Schwarzenborn (Bz. 5 Kinder „ „ „ 1—5 Jahren
Cassel) und Z^mmersrode ausgedehnt worden. l Kind „ „ „ 5—10 „
* Familienabend der Gemeindeglieder der ! Personen „ „ „ 10—20 „
Marienkirche. Der von dem Presbyterium der Marien- 14 „ „ „ „ 20—30 „
kirche urfpnmglich auf den 22. d. M. angesetzte Familien- V2 „ „ „ „ 30—40 „
abend für die G em e i n de g I ieder der Marien- 4 „ „ „ „ 40—50 „
kirche wird erst Dienstag den 6. März von abends 8 „ „ „ „ 50—60 „
8 Uhr ab im „Deutschen Haus" stattfinden. Außer den 4 „ „ „ „ 60—70 „
Herren Geistlichen, die verschiedene kurze Ansprachen halten, 2 „ „ „ „ 70—80 „
haben der Kirchengesangverein sowie eine weitere Anzahl von Von den Erwachsenen waren 26 männlichen und 20
musikalischen Mitgliedern von Hanau, Damen und Herren, weiblichen Geschlechts. Von den Männern waren von Beruf
gangen. An Krebsleiden starben im Jahre 1905 39 Personen, 15 Orisfremde und 22 Personen aus der Stadt. Von legeren waren 7 männlichen und 15 weiblichen Geschlechts und nach dem Lebensalier :
1 Person im Alter von 40—50 Jahren
7 Personen „ „ „ 50—60 „
7 » »WM 60 70 „
5 w w w N ^0 80 „
^ v v M 30 90 „
5 Personen starben an Magenkrebs, je 4 an Leber- und Einaeweidenkrebs, je 2 an Gebärmutter- und Drustdrüsen- krebs und je 1 Person an Krebs des Mastdarms, des DarmS, der Blase, der Gallenblase und des Gesichts.
?g" .!^" ^ "' ......... 1 ""A
Feuilleton
Ltadtthcatcr in Hanau.
= Hanau, 17. Februar.
In schätzenswerter Weise hatten sich die beiden mehrjährigen Mitglieder unseres Ensembles Frl. Jaida und Herr Krug dazu entschlossen, für ihren gestrigen Ehrenabend weniger ein als ergiebigen Kassenmagnet erwiesenes Zugstück zu wählen, als eine Schöpfung echten literarischen Wertes in des Wortes weitgehendster Bedeutung zu bieten,
wofür der Name Maxim Gorki, nächst Tolstoi der gegenwärtig hervorragendste Dichter Rußlands, hinreichend bürgte. In dem gewaltigen Werke „Nachtasyl", das gelegentlich eines Ensemble-Gastspiels (Leitung: Melany Dorny) vor 2 Jahren seine Erstaufführung an unserer Bühne erlebte, baut der Meister keinen inneren Konflikt mit Entwicklung, Venvick- Lung und Lösung auf, sondern entwich uns hi seinen „Szenen aus der Tiefe" wie er sie nennt, ein ausgesprochenes Charakter- rmd Milieudrama, das alle Elememe des Naturalismus enthält und dazu vor allem: Größe, die nicht in ideenloser Illustration, sondern im Welmotwendigkeits-Bilde ihren Ausdruck findet. Es spricht hierin ein Denker von tiefer Leidenschaft, großer Gestaltungskraft, eminent plastischer Phantasie unb großer Meisterschaft der Form zu uns, in dem wir ferner durch seine geradezu wunderbar an den Tag gelegten philosophischen Betrachtungen einen feinen Beobachter und sicheren Lebenskenner seltener Art erblicken. So hat denn das Werk, trotz mancher Mängel in der dramatischen Technik, einen derart großen Zug erhalten, daß, wohl kein Stück in den letzten 10 Jahren einen größeren Erfolg an den deutschen Bühnen davontruz wie Gorki's „Nachtasyl". Frl. Jaida als „Waffiliffa" vermochte eine ganz vorzügliche Leistung zu
s bieten, die besonders im 3. Akte ihren Höhepunkt fand. Die i scharf beobachteten Züge, die die Gestalt dieses aus Bosheit, j Egoismus und Rücksichtslosigkeit zusammengesetzten neidischen Herbcrgswcibcs aufwcist, brachte ihre aufs sorgfältigste durchgearbeitete Leistung klar zutage. Eine ebenfalls bis zum Schluffe erfolgreich durchgeführte Figur war der „Luka" des Herrn Krug. Einfach und schlicht im Auftreten verstand der Benefiziant, neben einer hübsch logisch zergliederten Auffassung, den warmen zu Herzen gehenden Ton für die Darstellung dieses gütevollen, menschenfreundlichen Pilgers ganz vortrefflich zu wahren, und seiner Figur in jeder Weise den Stempel der Glaubwürdigkeit aufzudrücken. Mit guter Laune, sowie fern von jeder Uebertreibung entstand irr scharf gezeichneten Umrissen der verkommene, liederliche „Schauspieler" durch Herrn Sieger geradezu vorbildlich, wie auch Herr Hauser (Wasjka Pepel) durch frisches, lebendiges Spiel in den Vordergrund trat. Temperament und Kraft verlieh Herr Nachbaur dem leichtfertigen, gewissenlosen „Klctsch" in wirksamem Maße, während Herr Kempf dem Bilde jenes gleichgültigen Konstablers „Satin" voll und ganz entsprach. Den leichtfertigen, geknechteten Mützenmacher „Bubnow" brachte Herr Oscarsen ganz vorzüglich zur Schau, indem der junge Künstler die nötige wohltuende Ruhe und Gelassenheit für diesen Charakter verständnisvoll ennvickcUe, ferner stellte Herr Nygrin seinen versumpften hohlköpsigen „Baron" recht gut auf die Bühne, dem sich der verbissene Herbergswirr „Iwanowitsch" (Herr Müller) zur Zufriedenheit anpaßte. Frl. Helliot (Nastja) wirkte anfangs durch ihre Einfachheit im Wesen recht günstig, verfiel aber später in eine gewisse Eintönigkeit der Sprache und konnte am Ende den Anforderungen ihrer Partie nicht mehr ganz gerecht werden, indem die erforderliche physische Kraft der Stimme versagte. Viel Mühe gaben sich Frl. Holm um die schwer gepeinigte „Natuscha", ferner Frl, Behrens um die leidende, mißhandelte Dulderin „Anna". Mit gutem Gelingen erschienen noch in kleineren
Die heut.ge Summer nwfaijt ander dem UaterhaltuugSvlatt 14 Seite».
Aufgaben: Herr Krause (Polizist), Frl. Müller (Höcker- weib), Herr Uster (Schuhmacher), Herr Gehrmann (Schiefkopf), Herr Schröter (Tartar). Einige Unsicherheiten im Text am Ende des 3. Aktes hätten wir gerne vermieden gesehen. Beide Benefizianten konnten sich vor einem gut besuchten Hause einer großen Anzahl Reber- raschungen erfreun:.
Kunst und lieben.
Mu jonrnallsti scher Bilse in Sicht 7 Jm „Dresdener Anzeiger" Nr. 37 steht folgendes Inserat: Herausgeber gesucht! Ich beabsichtige meine Erfahrungen, Erlebnisse und Beobachtungen während meiner 25jährigen redaktionellen Tätigkeit bei zwei der größirn sächsischen Zeitungsunternehmen in interessanter erzählender Buchform zu veröffentlichen. Das kann interessant werden!
Stiftnnst. Der Spinnerei besser Viktor Busch auS Hochnktikirch stiftete 25 000 Mark anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares, davon 15 000 Mark für den Pensionsfonds seiner Arbeiter und 10 000 Mark für allgemeine soziale Zwecke.
Tklkgristljischtr BfMmW her hevtsEev §emâ
Telegramm aus Hamburg vom 17. Februar.
9 Uhr 1 Min.
Ein Maximum von 777 mm lagert über Jnnerrußland, ein Minimum unter 743 mm über dem norwegischen Meer. In Deutschland wehen mäßige, meist südliche Winde, das Wetter ist im Norden wärmer, im Süden kalt, an der Küste sind Niederschläge gefallen.
Prognose für ben 18. Februar: Trübes Wetter mit Nieder- schlagen wahrscheinlich.