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2. Aannar

kicke Ausnutzung des ganzen StammeSoebiets ausgeschlossen «scheint, so kann der Gouverneur io viel davon einsieben, als zur Erbaltung deS Stammes nickt e'-'ordcrlich ist. § 12. Die Verordnung tritt am 1. Februar 19°6 in Krast, sie findet auch insoweit Anwendung, als vor ihrem Inkrafltreten Handlungen der im § 1 bezeichneten Art begangen sind.

Ge^en dir Nindrrktbarkukose. Aus Brüssel be- ricktet man: Nach umfangreichen Versuchen und Dcobach- tringen hat die Kommission belgischer Staatstierärzte mit dem Serum Behrings glänzende Resultate erzielt. Sie zögert daher nicht, zu erklären, daß der belgische Rinderbestand nach einigen Jahren durch die Impfung mit Behring-Serum vor der Rindertuberkulose bewahrt und somit auch die An­steckung der Menschen durch Kuhmilch nicht mehr zu be­fürchten sein wird.

Der Nrujahrsempsanq im Elysèc hat, wie aus Paris vom 1. ds. gemeldet wird, unter dem üblichen Zere­moniell stalHefnnden mit der einzigen Ausnahme, daß die Vertreter des Kultus ihm nicht beiwohnten. Andererseits hat auch der Erzchitchof von Paris, der sonst in jedem Jahre dem Präsidenten Loubet am 31. Dezember einen Besuch abzustatten pflegte, b efett Besuch nickt gemacht. Bei seiner Antwort auf die Glückwünsche Falliöres' sagte Loubet, daß, wenn er in einigen Docken die Präsidentschaft nieder'egte, er nur be­dauere, daß ihm die Umstände nickt erlaubt hätten, mehr für Frankreich zu tun, daß die Republik aber wisse, daß er sich stets bemüht habe, voll seine Pflicht zu tun.

Prâstvcnt Soubct empfing gestern aus Anlaß hes Iabr Swechsels das diplomatische Korps. Der italienische Botschafter, Graf Tornielli, richtete dabei an den Präsidenten eine Ansprache, in der er auSsübrte, beim Beginn des ver­gangenen Iah-es habe die ganze Menschheit unter dem Ein­druck schmerzlicher Gefühle gestanden, die jedoch durck die allgemeine Ueberzeugung gemildert worden seien, daß die moralischen Bestrebungen zugunsten der Solidarität der wichtigsten Interessen der Völker und friedlicher Beziehungen zu einander in Frankreich gesickerte Mitwirkung fänden. Das verflossene Jahr habe dem neuen Jahre das Vermächtnis des internationalen Friedens hinterlassen und dieser Frieden scheine gut gesichert zu sein, da er unter dem Schutz einer großen moralischen Macht stehe. Graf Tornielli schloß seine Rede damit, daß er dem Präsidenten Loubet seine auf­richtigsten Glückwünsche übermittelte. In seiner Erwiderung erinnert der Präsident an die beim letzten Jahreswechsel ausgesprochenen Dünsche, der Frieden, der damals allgemein im Mittelpunkt aller Dünsche gestanden habe, sei jetzt endlich wieder hergestellt. Dem moralischen Einfluß, den die Idee des Friedens sich in der Welt erworben habe, sei der größte Anteil an diesem glücklichen Ergebnis zuzuschreiben. Nock niemals vorher sei bieier Gedanke in so überzeugender und wohltätiger Weile zur Ge'tung gelangt. Man könne hieraus den günstigsten Schluß für die Zukunft ziehen. Am Schlüsse seiner Rede brachte Loubet seine aufrichtigsten Glückwünsche zum Ausdruck.

6T)trm5tr((lin führte in einer in Birmingham gehaltenen Rede aus, er iâge keinen Grund zu der Annahme, daß die gegenwärtige Regierung erfolgreicher sein werde, als es die letzte Gladstonsche Regierung gewesen sei. Sie werde ein Spielreug in den Händen der irischen Partei sein. Auf die Depe'che des Kolonialministe, s Elgin bezüglich der Einstellung der Emsuhr ckinesiicker Arbeiter eingehend, sagte Chamberlem, wenn die Depesche nicht nur ein Wahlmanöver sei, wäre sie äußerst bedenklich. Sie könnte ebersso ernste Folgen haben, wie damals entstanden wären, als England versuchte, den amerikanischen Kolonien Gesetze vorzusckreiben und die Kolonien damit verlor. Die Verschiedenheit der Zollpolitik Deutschlands und Englands bätie zur Folge gehabt, daß Deutschland jetzt ein größeres Absatzgebiet und eine billigere Produktion habe. England fânnte sich nicht mehr die erste Stelle auf dem Oebiete des Handels sich rn, es hätte die Führung behalten können, wenn es seine Stellung 20 Jahre Borger ausgenutzt hätte.

Ueber -er» S?ora»schka^ arm russischen Staaik- l?«v^et für 1906 weißSlowo" folgende Angaben zu macken; Die gewöhnlichen Einnahmen stirb mit zwei Milliarden, die Ausgaben mit acht Millionen weniger als int normen Budget, für Aufbesserung der Lage der Armee 19 Millionen, für Verstärkung der Polizei 21 Millionen eingestellt. Der Bau neuer Kriegsschiffe wird vertagt. Die vom Mariutministerium verlangten 60 Millionen für bereits bestellte Schiffe sind ans 88 Millionen Herabgesetzt. Zur Liquidierung der Kriegskosten sind. statt der verlangten 600 nur 400 Millionen angewiesen, die durch Emission fury fristiger Schatzscheine beschafft werden.

Flottcnspciide.

(Nackdnick erwün'cht.)

Die WockenzritungI u n g-D c u t s ch l a n d" (Heraus­geber : Direktor Langner in Sprotiau) enthält in Nr. 40 folgenden Aufruf an die Schüler höherer Lehr­anstalten Deutschlands:

Am 27. Februar d. I. feiert unser Kaistrpaar das Fest der silbernen Hockzeit. Beseelt von dem Drange, unserem vielgeliebten kaiserlichen Herrn ein Zeichen unserer Verehrung darzubringen, bitten wir alle Schüler höherer Lehranstalten Deutschlands, mit uns sich zu vereinen und an einer Svende zu beteiligen, die unserem Kaiser an diesem Festtage für die deutsche Flotte überreicht werden soll.

Allbekannt ist das grosse Interesse, daß S. M. der Kaiser dem Ausbau unserer Flotte entgegenbringt, und dem er des öfteren in markigen Worten Ausdruck ver­liehen bat. Welchem deutschen Jüngling sollte es nickt klar sein, daß nur eine starke Flotte die Sicherheit und Machtstellung unseres Vaterlandes erhalten und nur eine solche unserem Handel in fernen Geaenden einen kräftigen Schutz gewähren kann. Daher glauben wir unserem Kaiser, der auch einmal Gymnasiast gewesen ist, eine wirkliche Freude zu bereiten, wenn wir durch ^ufbrmmtng einer Spende nach unsern Kränen zur Förderung unsrer Seemacht bei­tragen. In der Ueberzeugung, daß die Schüler der höheren deutschen Lehranstalten in allen Klassen sich mit uns in un­serem Vorhaben eins wissen, fordern wir sie auf, durch einen Deurag von 50 Pfennigen sich an der Svende zu beteiligen, die Sr. Majestät dem Kaiier unter dem NamenFl otten» spende b e r Schüler höherer Lehranstalten Deutschlands" überreicht werden soll. Wir bitten, die Beiträge burch Postanweisung zu senden an die Geichäslsstelle vonJung-Deitlschland" in Sprottau, mit dem Zu'atze: silortenipende der Schüler höherer Lehranstalten Deutichlands. Ueber die Gesamtsumme wird später imRe'chsanzeiger" öffentlich Rechen'chaft abgeleat werden.Die Prima des K a i s e r - W i l h e l m s - G y m n a si u ins zu Han­nover." Etwaiae Anfragen sind zu richten an Rudolf Friedberg, Hannover, Hohenzollertistraße 51. Wir be­grüßen die von den Primanern des Kai>er-Wiihelms-Gym- nasiums in Hannover angeregte Idee mit großer Freude unb sind überzeugt, daß sie auch bei den Schülern der höheren Lehranstalten Hanaus auf fruchtbaren Boden fallen wird.

Hus Hab und fern

][ Cassel, 1. Januar. In dem jetzt zu Ende gangenen Jahre hat bei der hiesigen Geschäftsstelle K^öniglichen Ansiedlungs-Kommission _____ stärkere Nachfrage nach Land in den Ostmarken stattgefundcu. Das gesteigerte Interesse unserer Landbevölkerung an dem Anpedlungswerk im Osten lieat einmal an der Werbetätig­keit, welche seitens der Geschäftsstelle in unserer Provinz a> sgeübt wurde, dann aber an dem Umstand, daß die An­siedler durchweg sehr zufrieden sind, und sich in Briefen nach der alten Heimat sehr günstig über ihre Lage äußern. So schreibt ein aus dem Westerwalde stammender Ansiedler u. a.: Es geht mir Gott sei Dank ganz gut. Sie' diesjährige

sie- der eine

Ernte war in mancher Beziehung schlechter und in anderer wieder besser ivie voriges Jahr. Die Halmfrüchte lohnen nickt so gut wie voriges Iabr. Im vorigen Ja re habe ich 10V» Zentner Körn' pro Morgen (25 Ar) gedroschen, in diesem Jahre bloß 8 Zentner. Dagegen war die Haferernte weit besser wie voriges Iabr. Ich erntete 12 Zentner pro Morgen. Auch die Weizenernte war befriedigend. Kartoffeln habe ich'mindestens 900 Zentner geerntet auf einer Fläche von 12 Morgen gegen 540 Zentner auf der gleichen Fläche im vorigen Jahre. Wenn nur der Kartoffelpreis Höber wäre. Die Schweinevreise sind nicht schleckt. Man zahlt pro Zentner 51 Mark Lebendgewicht. Die Butter steht hier in demselben Preise wie auf dem Westerwald. Ich liefere das ganze Jahr hindurch das Pfund zu 1 Mk. DieFuller- ernte war sehr gut. Im September und Oktober habe ich meine 11 Stück Rindvieh bloß mit Stovpelstradclle gefüttert. Das Korn kostet jetzt hier 7.60 bis 7.90 Mk. pro Zentner, Gerste 7.20 Mk., Weizen 8.30 Mk. Das Korn ist seit vorigem Jahre 1 Mk. im Preise gestiegen, während Hafer Gerste und Weizen denselben Preis haben. Ich schließe, wenn Gott mir nicht noch Unglück schickt, auch dieses Jahr mit einem schönen Ueberschuß ab. Wenn meine vielen Aemter (Gemeindevorsteher, Vereinsrechner, Vrcuncrci-Vor- steher) mir nicht so viel Zeit weg nähmen, wäre es in meuter Wirtschaft noch viel besser. Was kann eine richtig betriebene Geflügelzucht einbringen. Meine Einnahme aus der Hübner- und Gänsezucht beträgt o^wa 200 Mark pro Jahr. Reiche Erträgnisse hatten meine Nachbarn aus dem Gemüsebau, Himbeer- und Erdbeerpflanzungen. Wollte Gott, daß mehr Hessen-Nassauer nach dort kämen. Wir können hier in der Ostmark noch deutsche Männer brauchen, Frauen natürlich auch. Denn fest wie am Rhein, muß auch die Wacht an der Weichsel und Warthe stehen." Soweit der Brief. Es möge dazu noch bemerkt sein, daß der Vricfjchreiber iu seiner alten Heimat Besitzer bon 7 Morgen Land war, nach deren Verkauf er sich in der Ostmark ein Besitztum von 79 Morgen erstand. Auch in bieiem Frühjahr (Ende Mai) soll wieder eine Bestchtigungsreiie hessischer Landwirte nach der Ostmark staitfinden. Die Reiscteilnehmer erhalten wie im vorigen Jahre freie Beherbergung und Beköstigung auf den Ansiedlungsgütern und Fahrpreisermäßigung. Nähere Auskunft hierüber erteilt der hiesige Vertrauensmann der Königlichen Ansiedlungskommision, Herr W. Schaumburg, Cassel, Friedenstraße 11.

sch Aus der Rhön, 29. Dczbr. Dank reger Agitation und Anschluß zu Zuchtgenossenschasten sowie staatlicher Bei­hilfen ist die Ziegenhaltiing aus die doppelte Zahl des frü­heren Bestandes gestiegen. Bei manchem kleinen Mann reichte bei den hohen Pichpreisen das Geld nicht zu einer .Kuh und er kaufte eben nur eine Gcis, natürlich vom Saarner Schlag. Die Ziege ist ein nützliches Vieh, besonder) für kleine Leute ohne Ar und Halnr: es ist daher auch vom sozialwirtschaitlichen Standpunkt aus die Hebung der Ziegen­zucht eine Notwendigkeit. Diese Einsicht hat bei uns zur Bildung von Vereinen geführt, die sich über die ganze Rhön verbreiten. Sie revidieren sich gegenseitig und lernen von einander. Darin sind alle Sachkenner einig, daß die Be­schaffung eines guten, reinrassigen Ziegenbockes die Haupt­sache sein muß. Nichtsdestoweniner unterschätzt darf aber die Warte'und Pflege der Geis werden. Für dieses genügsame Tier mit seinem Klettcrtricb darf eben nicht die schlechteste Unterkunft gut genug sein, wenn cs nur vor Schnce und Regen geschützt ist. Mancherorts ist der Geisflall eine alte Bretterbude, zu schlecht für eine Hundshütte: oder die Ziege kauert im Keller, wo keine Sonne und kein Mond Hin- scheint. Hier müssen die Zuchtgenossenschasten und Vereine abhelsend einschreiten.

Schiffsnachrichterr.

fölitgeteilt vom Vertreter des Norddent chen Lloyd in Bremen M. Sdmftcr, Fahrstraße Nr. li.

Der DampferfRliein* ist am 28. Dezember wohl- behalten in New - Jork angekommen.

Für die uns bewiesene Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Vaters sagen wir unseren herzlichsten Dank

HANAU, 2. Januar 1908

August Bissinger Kathinka Hengsberger geb. Bissinger

Amtsrichter Hengs bergen.

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Wer dieien nicht heilt, Per iinbiat sich am eigenen Leibe! Kaiser« w Brust Caramelien. Aerztli»er- probt ».empfohlen gen ^ukten, Heiserkeit, Ä Katarrh, Ver chleimung ii. Rachenkatarrhe W ÄCIO not.begl. tzengnisse beweisen,daß sie halten, war sie verwrechen. Ä

Pak. 25 Pfa. Dost 45 Psq.in der Engelapothcke, bei W. Orth, Wilh. Zentner, Jenn IIof- * mniin.J. O. König, Inhaber I Hl. Schmidt, E. E. Doering <W in Sana«. bi 9

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