31. Dezember
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Ein Gebiet, auf welckem dis m ober ne Chirurgie immer noch viele Mißerfolge aufzuwrilen hat, isi baSienige ber Krebserkraukungeu. Bedauerlicherweise macht sich diese tückische Krankheit nur allzuoft erst erkennbar, wenn es für eine reitende Operation zu spät ist. Bekanntlich ist unser Schmerzgefühl nur erst Schutzmittel gegen äußerliche Angriffe. Es ist daher hauptsächlich auf die äußere Haut konzentriert. Während uni hier ein kleiner Schnitt ober Stich, ein kleines Geschwür bereits empfindlich weh tun, können sich im Leibesinnern bedeutende Veränderungen vollziehen, können sich dort gewaltige Geschwülste bffben, ohne daß es über ein dumpfes Druck- ober Zuggefühl hinauskommt. Infolgedessen kommt das rettende Messer des Arztes nur allzuhäufig zu spät.
Wir wissen heut absolut noch nicht, wodurch die Krebs- krankheit eigentlich hervorgerufen wird. Eine Ansicht, die viel Wahrscheinlichkeit für sich hat, erklärt die Entstehung au« dem Vorhandensein versprengter Keimzellen. Die Theorie nimmt an, daß beim Aufbau des Menschen im Mutterleibe einige Zellen, die ihrer Keimkraft und Veranlagung nach noch größere Körperteile bilden konnten, aus irgeud welchen Ursachen nicht mit benutzt wurden, daß sich die betreffenden Körperteile vielmehr anderswoher aukbauten. Eine solche Keimzelle kann nun Jahre hindurch, ja vielleicht das ganze Leben lang, ruhig lieben bleiben, wie eine trockene Erbse im Kasten. Wird sie jedoch durch irgend welche unbekannten Reize getroffen, so beginnt sie zu wuchern und liefert daS bekannte gefährliche Krebsgewebe.
DaS KrebSgewebe ist durch Zellen ganz besonderer Art, die sogenannten Riesenzellen, gekennzeichnet. Im Laufe seines Wachstums sendet es einzelne Zellen au«, welche zu weit ent* {ernten Stellen des Körpers vertragen werden können und fort neue KrebSherde, die sogenannten Metastasen, bilden. Diese Metastasen machen die Operation im fortgeschrittenen Stadium nur allzuoft hinfällig, weil die Operation bann wohl den Hauptherd, aber nicht mehr die Nebenherde trifft. Von allergrößter Wichtigkeit wird eS daher stet« sein, daß man so früh wie möglich den Krebs unter das Messer bekommt.
Ein interessanter Fall ereignete sich kürzlich mit einem Nierenkreb«. Anläßlich einer Urinuntersuchung, welche zu ganz anderen Zwecken vorgenommen wurde, entdeckte der behandelnde Arzt auch einige Riesenzellen, also sichere Zeichen bei Krebse«. Der Patient wurde sofort in die Klinik bei Chirurgen gebracht und hier wurde zunächst mittelst eine« besonderen, in die Blase eingeführten Apparates der Harn aus beiden Harnleitern getrennt aufgefangen. Dadurch wurde zunäckst eine einzelne Niere als UrsprungSort der Krebszellen feftgeftefft. Man entschloß sich zur Entfernung der Niere. Nach Eröffnung der Leibeshöhle zeigte sich die Niere äußerlich völlig gesund. Trotzdem wurde ste entfernt und die Operation sodann in üblicher Weise zu Ende geführt. Don der herausgenommenen Niere wurden Schnittpriparate gefertigt und diese zeigten im Niereninnern da« Vorhandensein tiner etwa bohnmgroßen Krebsgeschwulst. Hier hatte also ein Zufall eine so frühzeitige Operation gestattet, daß der Patient all gerettet gelten darf.
Salcke Fälle sind freilich nur selten. Allzuhäufig wird der Operateur zu Kranken gerufen, denen da« Messer daS Leben nur noch um Jahre ober Monate verlängern kann. Aber auch hier leistet die Chirurgie immer noch Erstaunliches. M häufig sind die Fälle von Mastdarmkrebs, bei denen
arm entfernt und ein künstlicher After in der Gluteal- gegend angelegt werden muß. Bei dieser Operation wird gewöhnlich ein Teil bei Steißbeines fortgemeißelt und da« ^anke Nachbargewebe de« völlig entfernten Maftdarm« eben*
geschwinde stürzt' ich mich in Frack und weiße Wüste un rächte den Damen meine Uffwartung, sie dabei Heeflichst zu dem Dergniegen einladend. Die Mudder machte än Flunsch unb murmelte was von anderen Verpflichtungen, awer die Eva hubbde vor Freede in der Stube rum, und ver- ' dem Kränzchen zu kommen. Sie würde die Mudder schon tumfriegen, meente sie. Und dann zeigte ^.E ^e ihre Weihnachtsgeschenke, die ooch unter dem Hyristboome uffgebaut waren. Zwee winzige, gemalte Por» Entaffen, die reene Finkennäppel, schienen ihr die greeßte de gemacht zu Hamen. Sie meente, daß sie schon seit ^^,vkahren Ä« jedem Weihnachten un Geburtstage zwee solide Xaffen kriegte un nu bald da« Dutzend voll hawe.
Ab hüdde, schenkte ihr so äne Tafle, da« wär nu ^^dr Steckenpferd. Dabei warf fe mir an Blick zu, daß Sersch glet siedendheeß fernern Buckel lief. Diese schwarzen ogen hatten mersch nu ämal angetan. Uffin Nachhausewege hatte ch nu nischt SchleinigereS zu tun, all in ä Porzellan- .aoen au loofen und so äne Tafle zu koofen. Dunnerliddchen Has Zeig, so kleene wie'« war, roch geheerig nach Gelde. S' war französische« Porzellan mit ächter Vergoldung, meerte die Verkäuferin, und nur die Hohtfollee tät solche Tassen rossen. Trotzdem ich mich bisher nich daderzu gezählt hadde, berappbe ich da« Sindengeld und beufltragte die Verkäuferin, die Tafle recht nobel zu verpacken und am Silvesterabend mit eenem scheenen ©lumenbufett. daS ich nebenan beim Gartner bestellen wirde, um 10 Uhr etwa in die „Èolbne Sonne“ zu schicken, wo unser Ball stattfinden würde. Der Eicherheet wegen gab ich noch äne Visitenkarte dazu.
Bei den Silvestervergniegen in unserm Verein war'« nämlich Sitte, so kurz vor zwelfe Geschenke für die Damen über die Tafel zu schicken. Iulklapp nannten sie daß, un bat machte immer viel Spaß. Nach dem Winke mit dem Zaunpfahl sonnte ich doch unmeeglich meiner Holden mal andere« all so 'ne Tasse schenken. Ich spekulierte druff, daß fe nu meine Liebe zu ihr merken würde, so daß ich nich erscht viel Worte zu machen brauchde.
Der große Abend kam heran, und Eva war mir noch nie so berickend scheen vorgekommen, wie in den rosa Darletangfleedchen mit den Appelblütenkranze in den schwarzen Locken. Ich war ganz weg in da« Mädel und konnt'« kaum erwarten, daß daS Iulklappwersen begann. Um mich ja zu vergewissern, daß met ©räfente ooch richtig abgegeben worden war, lief ich kurz, bevor der Treedel loS- gehen sollte, zum Oberkellner, der die Geschenke zu ver. teelen hatte. Mein Packetel war ooch da, und auS der Größe konnt ich entnehmen, daß eS sehr gut verpackt worden war.
Endlich kam der Momangh, wo meine Holde die Hüllen »im dem Geschenke läßt. Die Bertäulerta badde die TM»
Dienömg
falls wegen Metastasenverdachtes ganz aründlick aufgeräumt. Patienten, welche ohne diese schwere Operation etwa noch ein halbes Jahr zu leben gehabt hätten, sind nach dem Gelingen derselben fünf Jahre und länger ohne Rückfall nm Leben geblieben. Solche Erfolge müssen den Chirurgen freilich für manche Mißerfolge trösten. Bleibt dock her Krebs nach wie vor eine der unheimlichsten und trostlosesten Krankheiten. Das einzige nach wie vor sichere Mittel gegen ihn lautet: Nicht kriegen.
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Hus aller «Kielt.
Ein Seegefecht mit Schmugglern entspann sich nach einer Meldung aus Shanghai auf dem Pangtse-Fluß. Das Gefecht, in dem die gesamte Flottille der chinesischen Kanonenboote, 19 an der Zahl, mit den Salzschmugglern, welche mit ihren Dschunken dem Schmuggel oblagen, kämpfte, begann durch ein Treffen mit o den Fluß inspizierenden Kanonenbooten. Diese mußten aber den Rückzug antreten, um kurze Zeit darauf mit Verstärkung wieder gegen die Salzsckmugaler vorzugehen. Die Schmuggler verfügten über 25 Dschunken- mit kriegsmäßiger Bewaffnung. Es kam zu einem erbitterten Kampfe. Die Banditen richteten ein so energisches Feuer gegen die Kanonenboote, daß diese sämtlich in ihre Hände fielen. Es gelang nur einigen Offizieren und Matrosen sich zu retten.
ItO Kilometer Geschwindigkeit. Die Schnellfahrversuche auf den badischen Staatsbahnen sind jetzt zum Abschluß gekommen. Die neuen Schnellzuglokomotiven, die Maiffai-München in der „Pacific"-Bauart hergestellt hat, haben sich sehr gut bewährt. Selbst bei einer Geschwindigkeit von HO Kilometern pro Stunde — entsprechend 324 Triebrad-Umdrehungen in der Minute — ließ der Gang der Maschinen nichts zu wünschen übrig. Das Dienstqewicht der Lokomotive beträgt 88 Tonnen, das bei Tenders 51 Tonnen, zusammen also 189 Tonnen. Die VersuchSstrecken Mannheim-Basel bezw. —Konstanz, sind 257 beim. 312 Kilometer lang; sie wurden in 8 Stunden 14 Min. bezw.
4 Stunden 42 Min. durchfahren. Da« Zuggewicht stellte sich auf der ersterwähnten Strecke auf 460 Tonnen, die Probezüge bestanden aus 13 vierachsigen Wagen, also 52 Achsen, mehr find nach der Betriebsordnung für so schnell fahrende Züge nickt zulässig. Eine Anzahl der neuen Lokomotiven ist in Bestellung gegeben, um ste im Dauerbetrieb bei Schnell-, Personen- und Güterzügen zu erproben.
Auf furchtbare Weife feinem Leben ein Ende gemacht hat der Maurer Abbondio Careddi. Er zündete einen Strohschober bei Guidino am Fuße bei Monte San Salvatore an, tränkte eine Kleider mit Spiritus und sprang in die lodernden Flammen. Auf seiner Stirne wurde eine große Wunde entdeckt, el scheint, daß er in der schrecklichen Oual sein Ende durch Aufschlagen bei Kopfe« gegen einen Stein hat beschleunigen wollen. Krankheit hat den Armen in den Tod getrieben. — In Mannheim erhängte sich ein junger unbekannter Mann, angeblich weil er in der Zeitung la«, daß seine Geliebte den Tod gesucht und gefunden hatte.
Mit „sibirischer" Kälte regiert seit 8 Wochen der Winter in Rußland. In Petersburg und Umgegend sind nach einer Meldung 100 Personen erfroren. Die Züge treffen mit halbtägiger Verspätung ein. Infolge der Ueberheizung sind zahlreiche Feuerschäden zu verzeichnen. In der franzö- sichen Botschaft brannte die Schriftensammlung teilweise au«.
Großer Brand.
in der
Tangermünde, 80. Dezdr. Heute vormittag entstand i' WnrCfiS^r-SaUCS "' Zâraffimri« »°n s.mm.rz^ und Sohn iw™,,, N- a*«
ein grofjer Brand. Das steuer kam in der Sackwäscke und
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rmal in Seidenpapier gewickelt. DaS Gewickele nahm gar kee Ende nich. Eene ganze Schar von neugierigen Menschen hatte sich bereit« um un« gruppiert, um wie die Häftel» macher uffzupaffen, wo« wohl nu zu Dage kommen mürbe. Selbst die geschdränae Frau Schwiegermama in schbeh hadde « Lorgnon for de Dogen genommen, um ja alle« genau zu sehen. Endlich fiel die letzte Hülle von der Obertasse. Weeß der Hole, dacht 'ch bet mir, die kommt mir doch viel größer vor, all die gefoofte — awer eh' ich noch ä Wort sagen kann, pfeffert die Eva die Taffe uff den Tisch, wirft mir 'nen Blick zu, so voller Wut und Verachtung, daß ich wie verschdeenert in meinen Stuhl zurtickialle, und rauscht wie 'ne Furie zum Saale hinau«. Indessen hat die Mutter die Taffe näher betrachtet und wirft mir ein: „Unverschämter Mensch1“ in« Gesicht, um ebenrall« wie 'ne Furie aui dem Saale zu rasen. Die andern aber biegen sich förmlich vor Lachen, und ich höre bloß immer: „Da« haben Sie gut gemacht l Feiner Witz! Famoser Einfall I" um meine Ohren schwirren. Mit zitternder Hand saß ich nach der Tasse und sähe die Bescheerung. Ich denk', der Schlag soll mich rühren, wie ich ooch noch da« ©erleben läse. Ja, nu konnt' ich wer die Wut von den beeden Damen freilich erklären, denn die Eva hadde, wie viele brünette Damen eenen ganz ansehnlichen Echadden uff der Oberlippe, mit dem sie schon viel geneckt worden war, und über den sie sich schon immer gekränkt hadde. Harr bei Läden«, so ä Päch konnt doch ooch bloß mir bassieren. Die Ladenfungfer, die die Taffen verwechselt hadde, hädde ich zermerscheln können vor Wut. Eelbstverschdändlich verließ ich mit meiner Taffe ooch sofort ; den Ball, denn da« Geuze von den anbern machte mich fuchs teifelSwtl de.
Am andern Vormiddag. loof ich, hafte waS kannste wa«, zu den Damen hin, um die Sache uffzuklären. Aber, broSde Mahlzeit, die Beeden waren schon in aller HärraoltSfriehe «ff und davon gefahren, und fee Mensch wnßde, wohin. Ich «es von Bontivssen zu Bilatnssen, um zu erfahren, wohin sie I sich gewandt Hadden, ich schrieb Briefe nach allen Himmel«, richtlmgen - nischt, nischt und wieder nicht! Endlich nach vier Wochen, nachdem ich schon halb verrickt vor Kummer ™ Aufregung geworden war, stand se alS Verlobte im Wurschtblattel. A pensionierter Major war der Bräutigam, den sie, wer weeß wo, uffgegobelt hadde, und den sie ooch nach sechs Wochen heiradede. Härense, damals war ich, weeß Gott, zum Selbstmorde reif. Um so ner albernen Der» wechSlung wagen sei Liebe-glück einbüßen zu müssen, da« war hart.
Nach und nach beruhigte ich mich und kam zu der Ueber- zeugung, daß ihre Liebe zu mir doch nich von der rechten K k zweien sein könne, weil sie mich so leicht uffgegeben Mbbt« Nq, «ab später wie ich dann Hm $»te tzElch» 1
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zwar infolge von Sslbstentründimg zum Ausbruch und grin schnell aus das Lagerhaus Nr. I über. Der Brand dauertc noch am Muiag an. Die Stendaler Feuerwehr hält sich aus telephonischen Anruf zum Eingreifen bereit. Eine Gefahr für Tangermünde besteht nicht, da dir Raffinerie außerhalb der Stadt liegt.
Erdbeben.
Hohenheim, 30. Dezbr. Heute früh 6 Uhr 39 Mm. zeigten die Instrumente der Erdbebenwarte ein starkes Fern- Erdbeben an; die Bewegungen der Instrumente bauerte:: reichlich 2 Stunden. Der Herd durfte in einer Distanz von 10 000 Kilometern zu suchen sein.
Breslan, 30. Dezbr. Die Erdbebenwarte in Krietern verzeichnete heute früh von 6 Uhr 40 Min. an ein starkes Erdbeben in einer Entfernung von 10 OOo Kilometern. Dir Bewegungen dauerten über zwei Stunden an.
Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Negierung zu Cassel.
Waldensberg. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Waldensberg belegenen, im Grundbuche von Waldensberg zur Zeit der Eintragung de - Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Wagners Jakob Werth von Waldensberg, jetzt in Schlierbach, zur Hälfte, • und Frau Magdalena, geb. Rupp, von Waldensberg zur Hälft eingetragenen Grundstücke am 12. Februar 1908, nach- mitags 2 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Wächters» bach — in der Lohrey'schrn Wirtschaft zu Waldensberg — versteigert werden.
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Nr. 323 933. Laiernenscheibe, insbesondere für Fahr- radlaternen, mit einem ringförmigen Rand von geringerer Licktdurchlâssigkeit. Fa. P. Schlesinger in Offenbach M., vom 6. November 1907 ab — Sch. 27 051. Kl. 4a.
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Am Neujabrstage
wünscht man Glück. Zum vollkommenen Glücke gehört aber vielerlei — unter anderem auch etwas Gutes zum Rauchen. Deshalb wünschen wir jedem im neuen Jahre die
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treibend se ihren Mann burbierte; und wie leichtsinnig f^ mit dem Gelde umging, nur an Staat nnb Dergniegen denkend und ihre Wirtschaft vernachlässigend, da dachte i$ so bei mir: „Fürchtegott, sei froh, daß damal« die Dew wechSlung mit den Tassen baffierte, wer weeß, wie kreizuM glicklich du am Ende mit der scheenen Eva geworden wärscht $ Anstatt, wie jetzt, so recht behaglich und friedlich meinen Lebensabend zu genießen, süß ich womeeglich ooch in 'neW Klapprsatorium, wie der arme Major. Vor etwa dr^j Jahren sah ich sie in Chemnitz uff dem Bahnhöfe wieder. Ei, du Grundgietiger, waS war auS der scheenen Eva g# worden! Unförmig' dick wie 'ne Chaufleewalze watschelte W den Bärrong entlang, und da« einst so scheene Gesicht mal fürchderlich entstellt durch 8 riesige« Doppelkinn un schlaff« Hängebacken. Und auS dem interessanten Schatten uff bei Oberlippe war im Laufe der Jahre 8 so stattliche« Schnauz. bärtel geworden, daß sie jeder Fähnrich darum mit Tranes beneiden könnte. Hären Se, sühn Se, met Kutester, all ich da« sah, da schwand auch der letzte Rest von Bedauern übet ihren Verlust in meinem Harzen dahin, un die Tafle, die ich damal« all Ursache meine« Unglick« am liebsten in tausend Scherben zerschmiflen hadde, verehre ich jetzt wie ä Heiligtum. Wenn ich ämal die Dogen zudricke, kriegt se die Eva, mit» samt den verschiedenen all unbestellbar zurückgekommenr« Uffklärungßbriefen. Wenn fe gescheidt ist, nimmt sie bit Tafle in Gebrauch, denn jetzt könnt' sie ihr wärklich guds Dienste leisten. Sie sähen, lieber Freind, el i« nischt so um bebeitenb im Leben, el kann doch zum Glick ober Unglick , eene« Menschen beitragen, und mal man in der Jugend manchmal all än zermalmenden Schicksal-schlag ansieht, ew kennt man uff feine alten Doge all een wohlgemeente« Nasenstieber, mit dem eenen da- Geschick aui 'nem scheenen ober gefährlichen Troome uffweckt. Wenn Sie also etwas KWW "ff dem Hürzen haben, so nähmen Sie sich nur ; " ®e^eI ™ ™r “ an HürzenSkummer stirbt man niâ
Hub je^t „©Tofb Neujahr i Es schlägt üben zwelfe! n: Z "ri°"l Neujahr, oerr Hirlemenzel I“ erwiderte ich W wtt dem frisch gestillten Punschglas, an daS seines
Warn0“ Tâlchrne seiner Geschichte gelauscht, bie « mit der Miene eine« lachenden Philosophen ooraetraaen hatte. Aber daS Lachen war nicht echt gewesen, nur ^di« Tränen waren el gewesen, bie ihm in den Augen funkelten alS er mit mir anstieß. Gewiß - man stirbt nicht a» emem HerzenSkummer, aber man wird zum einsamen Mem SntÄi^ ”?? ""^ dreißig Jahren Tränen über ein z.v iS h® Üd ?rsieß-n Hattemir daSSchicksal ein gleichesLo, anSersehen. ober würde ich in der nächsten Silvesternacht mein fernes Lieb an- Herz drücken dürfen»