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sche Beispiele und verbreitete sich dann eingehend über des Komponisten Leben und Treiben in den Jünglingsjahren, wo er die verschiedensten Organistenstellen begleitete, bis er durch Erlangung der Hosörganisteustelle in Weimar in einem sicheren Hafen landete. Hier brach die glücklichste Zeit seines Lebens für ihn an und hier schenkte er der Welt einige seiner edelsten und gediegenste« Werke. Aus Bachs späterem Leben hob der Vortragende besonder« jenen Vorgang am Dresdener Hofe hervor, der wesentlich dazu beitrug, die deutsche Kunst von den fremdländischen Fesseln zu befreien. Es war der musikalische Wettstreit zwischen dem damaligen Liebling des sächsischen Hofes, dem französischen Virtuosen Marchand, und Bach, der auf einer serienreife begriffen, nach Dresden kam und das Feld siegreich behauptete. Das spätere Lebensalter, besonders nach dem Tode seiner teuren Gattin, brachte dem Meister reichlich Mißgeschick und Unannehmlichkeiten, in denen der Besuch bei Friedrich dem Großen im Jahre 1747, wo er auf Einladung des Königs diesem seine wunderbare Kunstfertigkeit im Orgelspiel vorführte, einen Lichtblick bedeutete. Erblindet, starb der beste Orgelspieler aller Zeiten, ber Schöpfer einer großen Zahl mustkalischer Meisterwerke am 28. Juli 1750.
* Neitjahrsflabe. Die chromo-lithographische Kunstanstalt Heinr. u. August Brüning in Hanau versendet an ihre Geschäftsfreunde als Neujahrsgabe einen Blockkalender für 1908, der eine künstlerische Ausführung erfahren hat und der Leistungsfähigkeit der Anstalt alle Ehre macht.
* Aamilienabend. Morgen (Neujahrßtag) veranstaltet der Klub „Amicitia" im Sälchen zum „Elefanten" einen Familienabend, wozu Freunde und Bekannte des Klubs höflichst eingeladen sind. Für Unterhaltung und Tanz ist besten! gesorgt, sodaß die Besucher, da auch der Eintritt frei ist, sicher einige genußreiche Stunden verleben werden.
* Landwirtschaftskammer. Die nächste Vollversammlung der Landwirtschaftskammer für Kurheffen findet am Dienstag den 21, und Mittwoch den 22. Januar 1908 km Sitzungssaale bei Ständehauses in Cassel statt.
• Der LanÄesartsschus; des Regierungsbezirks Cassel tritt am Montag den 6. Januar k. I., vormittags 10 Uhr, zu einer mehrtägigen Sitzung im StändehauS in Cassel zusammen.
* Draiorienvereètt. Die nächste Probe findet Freitag den 3. Januar abends wie gewöhnlich statt.
* Winterfest deS landwirtschaftlichen Kreis- VSreins. Die Anmeldungen zur Teilnahme an dem Samstag den II. Januar in WilhelmSbad stattstndenden Winterfest des landwirtschaftlichen KreisvereinS wolle man umgehend an den Vorsttzenden bei Fest-Komitees, Herrn Domänen- Renimeister Reinhardt, gelangen lassen.
* Stadttheater. Als Silvester - Vorstellung kommt heute Abend */»7 Uhr „Mamzelle Nitouche" zur Aufführung und wird auch heute wieder den reichen Beifall bei Publikums finden. — Am morgigen Neujahr-tag Nachmittag wird „D i e w i l d e K a tz e" mit Fräul. Harves in der Titelrolle gegeben, welche mit Herrn Bern Hardy all Neger „Jimbo" wieder den urgelungenen „Mattchiche" tanzen wird. Der morgige Abend bringt die Erstaufführung von „R e i t e r a t t a ck e"', Lustspiel in 8 Akten von Heinrich Stobitzer und Fritz Friedmann-Frederich, über welches wir au anderer Stelle berichten. Herr Direktor S t e f f t e r hat daS lustige Werk persönlich in Szene gesetzt und wird für eine abgerundete Aufführung Sorge tragen. — Am Freitag findet der zweite Ibsen-Abend statt und wird das Schauspiel ,R o 8 m e r S h o i m" wiederholt.
* Die Weihnachtsfeier des Hanauer Krieger- vereins, die am vorigen Samstag in den festlich ge- fchmückten Sälen der „Centralhalle" abgehalten wurde, hatte sich eines so regen Besuches zu erfreuen, daß für später erschienene Teilnehmer kaum noch ein Platz zu finden war. Das Programm in seiner vorzüglichen Zusammenstellung gab Zeugnis von reger Arbeit des Festausschusses, tatsächlich waren auch alle Darbietungen als sehr gewählt zu bezeichnen. Mit ernsten Auffühnrngen beginnend, wurde dem Weihnachts-
Neumrts«.
Hanauer Stadttheater.
— Hanau, 31. Dezember.
«R eiterattack e", Lustspiel in 3 Akten von Stobitzer und Fritdmann-Frederich. Auf seinem Siegeszug über die ‘ deutschen Bühnen ist das luftige Ulanenstückchen nun auch in Hanau angekommen und wird am morgigen Neujahrstag zum ersten Male in Szene gehen. Ueber die glänzenden Erfolge, welche das heitere Werk überall erzielt hat, äußerst sich die Presse u. a. wie folgt:
Berlin.
„Deutsche Nachrichten",
„Relteratiacke". Wieder ein Militärstück, daS die Zuschauer in helles Entzücken versetzte. Ein Entzücken, das"die Kritik begreifen kann, denn die Autoren haben keines der bewährten Mittel gespart, um dem befreienden Lachen die Bahn zu ebnen. Zwar sind es keine zündenden Geistesblitze, die von der Bühne herabgeschleudert werden, vielmehr trägt den
^ie recht geschickte Situationskomik, in der auefj die SubnenMni! alle Minen springen läßt. Originell ist die Idee. In einer trefflich inszenierten Verkleidunaskamödie wirb Knoten der Handlung geschürzt. Den Höhepunkt erreicht »£Ä K*”".1"' ^ ?"’ ""' d-r «lausen Lim, 1 Ein otertetbu^nb Brautpaare ist das glückliche Ende des munteren Schwankes. — Gespielt wurde recht flott und mit wenigen Nuènamnen fanden die Schauspieler sich trefflich in ihre bans« baren Rollen. Nach dem Erfolg dieser Erstaufführung zu
'??r ^ ^ Theaterpublikum für lange Zeit nicht vom „Mcuienfieber frei werden. Die Attacke der Reiter hat mit einem unzweifelhaften Sieg geendet.
? ^^^Ätsche Allgemeine Zeituna". bfti*^H,^^^ ^ war cin starker Heiterkeit-erfolg, den v-^Ä«urLe SfuinsBiiW. wan» Einfach und durchsichtia
feste Rechnung getragen. Auch geradezu künstlerisch vorgetragene Cellosoli erfreuten die Benicher. Mit jeder Nummer des Programms steigerte sich sichtlich die Befriedigung über das in reizender Abwechslung Gebotene, bis dann das Theaierstückchen „Verspekuliert" dein ganzen die Krone auk- setzte. Beifallssalven unterbrachen wiederholt die Spielenden, die sich ihrer Aufgabe ganz vorzüglich entledigten und die 9Inerfemtung reichlich verdienten. Die Verlosung mit ea. 220 schönen Gewinnen erfreute viele der Glückskinder, obwohl, wie es bei Spiel nicht anders geht, mancher Spieler leer ausgehen mußte. Ein flotter Tanz folgte dann dem Ganzen, der den größten Teil der Teilnehmer bis zum frühen Morgen beisammen hielt, wozu die fleißige und gute Arbeit der 166er Regimentsmusik wesentlich beitrug.
* Fiix Erwachsene! lautet die Devise auf der Einladung zum „Kaisirpanorama" in dieser Woche. Die Direktion hat nämlich eine Ausnahmsserie eingeschaltet, in welcher uns die interessantesten Skulpturen-Sammlungen im Louvre-
und Luxemburg-Museum in Paris vor Augen geführt werden. Man steht Kunstwerke ersten Ranges in tadelloser blendender Ausführung wie z. B.: Apollo, Diana mit der Hirschkuh, Diana im Bade, Amor, Mädchen am Brunnen, Prometheus, Die Badende, Statuengruppen aller Art, Der alles für Künstler
Kuß, Die Tugend, Die Ruhe u. s. w., ku« ,«> .»«»,—» von großem Wert, für Laien von großem Interesse. Noch verschiedene andere Nummern ziehen weiter an unserem Auge vorüber. Wer diese Spezial-Serie sehen will, möge sich beeilen, da in nächster Woche bereits eine Reise in den
Schwarzwald angetreten werden soll.
• Silberne Hochzeit feiern heute Herr Fritz Oberding und Frau, Lamboystraße 25 wohnend.
• Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 2—9 Uhr die Einhorn-Apotheke geöffnet.
• Das Hahnenkammhans ist nur Sonntags geöffnet.
♦ Der Kantoren- und Organ lstenverein halt am Donnerstag den 2. Januar, nachm. halb 3 Uhr, in der „Concordia" eine Versammlung ab. Die Tagesordnung lautet: „Die kirchliche Besoldung der Kirchschullehrer."
* CarnevalistischeS. Wer gestern Gelegenheit hatte, einen Blick in die Werkstätte der Carnevalisten zu tun, der stand vor einem Rätsel, da hämmerte, feilte und pochte es in allen Ecken, viele fleißige Hände waren tätig, Fahnen, Ballons, großartige Gemälde, Fassaden, Gerippe von Luftschiffen zu ordnen, so daß man sich fragen mußte, waS wird daS werden, in wie viel Wochen wird das zu einem harmonischen Ganzen zusammengestellt sein? Und — wie ein Wunder — schon am Abend konnte man sehen, was el werden soll. Mit Staunen konnten die Besucher erblicken wie fleißige, unter künstlerischer Leitung stehende Leute in so kurzer Zeit eine Dekoration, wie sie in Hanau noch nicht gesehen wurde, geschaffen haben. Es ist bedauerlich, daß eine solche Dekoration, die große Opfer an Arbeit und Material fordert, nur für wenige Stunden bestimmt ist. Deshalb möge man die Veranstaltung der Carnevalisten ganz besonders würdigen und durch überreichen Besuch lohnen, namentlich da auch ein Programm zusammengestellt ist, wie es noch in keinem der Vorjahre geboten wurde. Saalöffnung 5 Uhr, Ansang 6 Uhr.
* Neujahrskonzert. Morgen am Neujahrstage, gibt die Kapelle bei Infanterie-Regimentes Hessen-Homburg Nr. 166 unter Leitung ihres Dirigenten Herrn C. Schmidt in der „Centralhalle" ein großes Neujahrskonzert. DaS vorgesehene Programm verspricht allen Besuchern reichen künstlerischen Genuß.
1 Militär-Konzert in den Sälen der Concordia. Wie aus dem Annoncenteil ersichtlich, gibt unsere Ulanen« kapelle Sonntag den 6. Januar daS erste Konzert in den Sälen der Concordia. Es wird somit den Besuchern frag« lieben Konzertes zugleich die Gelegenheit geboten, diese neuen Lokalitäten zu sehen. Herr Musikdir. Urbach hat zu dem ersten öffentlichen Konzert ein entsprechendes Programm zusammengestellt, auf welches wir noch näher zurückkommen werden.
* „Schwedische Krone". Morgen nachmittag von 4 Uhr an findet Konzert und Vorträge, sowie im Saale Tanzmusik statt.
ist zwar von Anfang bis zu Ende seine Fabel. Und wenn auch manches an bekannte Situationen erinnert, so verstanden el die Verfasser doch, durch einen flott geschriebenen Dialog die fröhlichste Stimmung auSzulösen. Namentlich mit den beiden ersten Auszügen und deren sehr geschickt gemachten Akt- schlüfsen wurden viele Hervorrufe erzielt. Wir glauben, daß diese Reiter noch sehr oft über die Bretter galoppieren und sich durch ihre Attacke auch außerhalb Berlins die meisten Bühnen erobern werben, besonders wenn die Aufführung so gut ist wie ant SamStag, wo wir lebhaft an die gute Zeit bei alten Wallner-Thealers erinnert wurden. Wenn man sich auch in Theaterdingen des Prophezeiens besser enthält — doch glauben wir, diese „Reiterattacke" könne sich ebenso in die Länge ziehen, wie daS „Husarenfieber".
„Hamburgischer Correspondent".
„Reiterattacke" von G. Stobitzer und F. Friedmann- Frederich. Das Publikum amüsierte sich königlich; es wälzte sich geradezu vor Vergnügen.
„Mannheimer Tageblatt".
Unser östliches Schiller-Theater hat nach meiner Ansicht mit dem gestern zum ersten Male ausgcführten Schwank „Reileratiacke" den Vogel abgefdwffen und sich einen großen Dauererfolg gesichert, welcher sich auch an anderen Bühnen wiederholen wird. Aus dem Titel und aus dem Personen- verzeichnis sieht man sogleich, daß es sich um einen Militär- schwank handelt. Die „Reiteraitncke" gesellt sich diesen Offiziertzstücken aus dem Wölkenkuckucksheim hinzu. (Folgt Ju-
M Die Szenen, in welchen der Fabrikant Manke die Ossi ziere mit ihrem Oberst an der Spitze für Haudlungs- "u-nde hält und all solche behandelt, sind wirklich überaus ipaßlg, und länt man einmal die ganz unmöglichen Voraus, letzunaen all schwankgemaß zu, so kann man an dem tollen rx ex ^U^ haben. Die hatte denn auch die 3u= I hörersihaft des Schiller-Theaters im reichen Maße: Darsteller I und Verfasser wurden mit einem Beifall überschüttet, wie wir I mJ.\ , Sp'elwinter in anderen Theatern noch nicht zu 1 obren bekommen baden. 5
* Die freie Vereilniguna felbftânDifler Barbiere nnv Friseure halten am 5. Januar ihr diesjähriges Stu- tunglfeft in den Sälen der Centralhalle ab. Aus dem vor» liegenden Programm ist zu ersehen, daß das Komitee weder Mühe noch Kosten gescheut hat, um seinen Gästen einen genußreichen Abend zu bieten. Die Aufführungen liegen in den bekannten und bewährten Händen find hiesigen Kollegen und da auch das Hanauer Sänger-Quartett durch fd/ime Chöre und Soli die Feier verherrlichen hilft, so ist ein Besuch sehr zu empfehlen.
* Das Hanauer Orpheum (Brauerei Dörr) hat für Mittwoch den 1. Januar (NeujahrStag) ein Künstlerpersonal ersten Ranges engagiert, von dem außer den beiden Hübscheu Soubretten und dem drastischen Humoristen die beiden Krah nummern „The Brothers Jork" und das Muskel-Phänomen Mr. Leydsmann die Hauptanziehungskrast mrsüben werden. Jeder der für Krast-Sport Interesse hat, muß sich diese beiden Nummern einmal ansehen, da derartiges sobald nicht wieder geboten werden bürste. Näheres stehe Inserat.
• KonzerthanS Frankfurter Bau. Heute gibt das Quartett „Wilde Rosen" sein Abschiedskonzert. Von morgen tritt daS Apollo-Trio Hanau auf.
ab
12 Uhr am 30. 12.
Varometerstared
31. /12.
Sehr trocken .
Beständig
Schön
Veränderlich
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Ocffcntlichcr Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom RVeuÄ des 31. Dezember bis zum nächsten Abend.
Morgen keine Witterungs-Veränderung; schwache Luftbewegung, Temperatur nicht erheblich geändert.
(Ausschneiden.)
Dogelfütterung im Winter.
Der Winter ist die Zeit der Not und Entbehrung für die in der Heimat zurückbleibenden sogenannten Stand- und Strichvögel, denn er verdeckt ihnen bei Schneefall btt Nahrungsquellen. Sie müssen hungern oder mit einem minderwertigen Ersatzfutter, das sie an Landstraßen, auf Düngerund Kehrichthaufen finden, vorlieb nehmen. So schlagen sie sich wohl einige Tage kümmerlich durch. Bleibt aber die Schneedecke länger liegen, so muß der Mensch helfend eingreifen und eine regelrechte Vogelfütterung in Gärten und Anlagen, an Landstraßen, auf öffentlichen Plätzen und an anderen geeigneten Orten einrichten, wenn nicht zahlreiche Vöge! verhungern sollen. Aber auch in den geschloffenen Ortschaften kann man durch Anlage eines FutterplatzrS vor dem Fenster oder auf einem Balkon der Vöglein Not lindern, wenn man eine geeignete Stelle wählt und den Vögeln dort das geeignete Futter reicht. Darin wird jedoch häufig gefehlt.
Wer in der Stadt wohnt und nur Gelegenheit hat, Sperlinge (Spatzen) zu füttern, braucht nicht Getreide- körner, ihr LieblingSsutter, auSzustreuen. Es genügt, wenn man ihnen Brot- und Semmelbröckchen auf dem Fensterbrett oder an geeigneter Stelle an einer Straße ausstreut. Dies Futter bekommt ihnen jederzeit gut, wenn es nicht längere Zeit der Nässe ausgesetzt war und bereits in Zersetzung übergegangen ist.
Demnächst kommen die Buchfinken in Fragt- Die Männchen überwintern bei unS. Man reicht ihnen Sommerrübsen, Hanfkörner und KanariengraSsamen. In bet Not fressen sie auch Brot- und Semmelkörnchen, die sie sich selbst vom Fensterbrett holen. Ihnen gesellen sich die bei uni überwinternden nordischen Bergfinken zu, die dasselbe Futter gern annehmen. Damit kann man auch Grünfinken und Kirschkernbeißern in der Not helfen.
Namentlich die auSgelegten Hanfkörner locken sie bis »or bei Fenster. Goldammern und Haubenlerchen halten sich bei Schneefall vorwiegend an den Landstraßen und auf den freien Plätzen auf und kommen in der Not bis mitten in die Städte. Ihnen kann man Unkrautsamen, Hirse Kanarien- gras- und Mohnsamen streuen und damit ein wohlbekömm- licheS Futter bieten. Hänflingen und Distelfinken ist schwer beizukommen, da sie die an trocknen Pflanzen- stengkln hängen gebliebenen Samen aufsuchen. Aber man kann in der Nähe der Eisenbahndämme Pflöcke in die Erd« schlagen und daran Schwarzwurzel-, Salat-, Möhren- oder Wegwartestengel bündelweise aufhängen, dazwischen den Boden schneefrei machen und dann oben genanntes Gesâme, namentlich aber Mohn-, Sommerrübsen und Hanskörner (also ölhaltige Samen) ausstreuen. Meisen füttert man, indem man kleine Fettstückchen, abgebrochene Walnüsse, Sonnenblumenkern« oder Hanfkörner auf dem Fensterbrett oder auf einem Brettchen an einem Baume auslegt. Man kann die Fett- stückchen auch an kurzen Fäden befestigen, die man in Gärten und Anlagen an Sträucher oder Bäume bindet. Die Fett- stückchen dürfen nicht größer als eine Haselnuß sein.
Wer Raben und Krähen ober Stare füttern «iÜ, koche Kartoffeln und beschicke damit die Futterstelle.
Amseln nehmen sehr gerne Fettstückchen, fein zerschnittenes gekochtes Fleisch, Apfel- und Semmelbröckchen. Rohes Fleisch dürfen sie nicht bt'ommen.
Ein Futterplatz, der an geeigneter Stelle errichtet, mit dem richtigen Futter beschickt und gehörig überwacht wird, gereicht den Vögeln zum Segen und ist für de« Menschen eine Quelle reiâr Freuden- —eh.