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Sette ________________________

^ÄtmprUichxv ^tlehemrem: üttem^e^nb und Mitgliederaufnaüme im DerttnSlifitte ( TaTeberta^ Nr. L)

Aesmcqvkremr.:87,M?eh": Derkin?abrnd imTtnH^fn ^»u3". ^esangrrrein("ermaniV' : V«rein?aben^ im^oroemirtc^en", K?'anqver^nMelvmania": Vereinsabend in derKartbaune". Nesanavnei»Sumier" : Berein-aben» in derGladt Brenltti". OesanffvereinTonblütbe": VereinSabmd in derStabt Bremen". ®B«n»v Männer- u. Innqli'naSverein: Nnter^altnnq ((^v. Ber^insdaud). «erguiiqunnS-VereinGermania": Vereinsabend imgr. Kurfürsten", »erqnüyunqraeiellschastFidelio": Bereinsnbmd ,311m Anker". KasinoSintraKt": vereiussbend .^nm Brauüüb'l".

Verein ,^:niqkeir": Bereinsabend in dercito freu Kranes DereiilMelita«"; Vereinsabend in derKar, banne". Klub .^ameratia" : Klubabend im «roßen Kurfürsten". Gesellige VerbindungArminia"; Klubabend in derStadt Bremen" Gtleltiqe Veri indiina^anavia" - Klubabend imBernhnrd?eck". Eejellige VerbindungMelitta": '/,10 Uhr: Sammlung im Gasthaus zur goldenen Gerste".

Fußballklub Kickers 1907*: Verein «abend imNordend". GesangSabteilung der Tun,gemeinde: A'-ndS 9 Ubr: Singstunde, ff tutKundschaft": Klubabend imyoldnen gaß".

rr«m:attscher Klub .Thalia": Abends von 91 l Ubr: Uebunasstunde im Eiienbahngänche«.

für Sonntag den 89. Dezember.

rtschaeiellslaft ImNürnberger Hof": Bo» 111 Uhr: UebungZstunde. LokomotiofNhrer-Berein: Dornnittaqs von 1112 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal fSen!raihâlle").

GefeUige Verbindung , Melitta": Vsl2 Uhr: FMichoppen im Gasthaus .zur goldenen Gerste".

Feuchieè Eck: Gasthauszur guten Quelle".

Hanauer s^ußbaitkludMelitta": Nachmittags 3 Uhr: Uebung-spiel auf den, Gxernerpiae.

Hana,tl FustballklubViktoria" 1894: Nachmittags 8 Uhr: Uebimgs- sviel auf seinem Svortplah an der Leipziaerstrabe.

Erster Hanauer Fußballklub 1898: Nachmittags 8 Uhr: UebungSspiel auf seinem Sportplatz an derScbönm Aussicht"

Sv. Männer- und Ii'malingsveretn: Bon 3-8 Uhr: Unterhaltung; vsn 89 Uhr: Bibelstundr (Sv. VereinshauS).

Stad-Heater in Hsnan: Nachmittags *'»4 Uhr: Vorstellung bei tleium Preisen:Prinz Adolar und das Tausendschönchen"; Abends 7 Uhr:Er und feine Schwester".

E-uttempler ège zur Hoh^ Paradeplatz 1: Abends: Freie Zusammenkunft. Gäste willkommen.

Kathvl. Arbetterverein: AbmdS 8 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal ,jnm SraustübN".

^ersteigeruttufs- re. Kalender

für Montag de» 80. Dezember.

Holzverstttgerung in den Anlagen zu Wilhelmkbad; Termin vormittags

-'/» Uhr, Zusammenkunft: fliehte Wirtschaft (s. Nr. 299Han. Anz.").

Hus aller Welt.

Der GifLmorvvsrsrrch eines vierzehnjährigen KinSermädchens hat beinahe einer ganzen Familie in Berlin das Leben gekostet. Das Mädchen tat, um sich für einen Tadel zu rächen, Lysol in den Kaffee. Glücklicher- weis« wurde der vergiftete Kaffee nicht getrunken. DaS Mädchen ist bereit» verhaftet. In P r a g hat sich wegen eines nervösen Leidens der Professor der Chemie an der deutschen Technik Otto GraS mittels Morphium vergiftet.

In daS geheimnisvolle Dunkel des Eisenbahn­mordes bei Foligno ist noch nicht daS geringste Licht ge­drungen. Die verhaftete Person scheint unbeteiligt zu sein; dagegen wurden in Rom zwei verdächtige Personen festge- yommen. Mittlerweile ist im Walde bei Terni unweit deS Bahndammes daS Plaid und der Ueberzieher des Ermordeten gesunken worden. Im Ueberzieher befanden sich Schecks und Wechsel über 70 000 Franken, die die Spuren blutiger Hände trugen. Ausgeschlossen erscheint eS, daß der Millionär Ar- pedi das Opfer eines Schuldners wurde, der mit dem Leben de« Gläubiger» auch die Wechsel deS Unterdrücker» erlangen wollte. Eine andere, übrigens ziemlich unwahrscheinliche Ver­sion hält die Tat für den Racheakt eine» beleidigten Ehe­mann». Merkwürdig ist, daß Arvedi schon vor Jahren ein­mal in der Eisenbahn überfallen und gleichfalls am linken Auge verletzt wurde, in das diesmal der Mörder den Dolch bohrte. DieItalic" schließt aus den Begleitumständen des EisenbahnmordeS, daß der Mörder gewußt haben muß, daß Arvedi in Rom eine große Summe einkassterte, und zweiten», daß der Millionär Arvedi den Mörder gut kannte und Ber­

um von den Fremden eine Gabe zu erwirken. Welchem Stande der Perser angehört, da» erkennt man dortzulande an der Mütze. Der Beamte und gute Bürger trägt die hohe Mütze au» schwarzem Lammfell, derHandwerker eine Filz- kappe, der Molla einen Turban und der Nomade ein kegel­förmiges Pelzungeheuer. Jetzt entsteht unter der Menge auf dem weiten Plage eine lebhafte Bewegung: der Schah kommt. Läufer rennen ihm voraus, Reiter folgen, ein ungeheurer Troß erscheint, in dessen Mitte der Schah in seinem GlaS- wagen sichtbar wird. Ihm folgen die Wagen mit den Frauen seines HaremS, und die Volksmenge flieht, denn bei diesem Anblicke gilt e» blind zu sein und selbst daS be­scheidenste Schielen nach dm Schönheiten Seiner Majestät könnte eine empfindliche Strafe nach sich ziehen.

Wenden wir unt von diesem Platze au» nach Süden, so gelangen wir an der Teheraner Hochschule vorüber, wo die Beamten de» Reiche» eine recht moderne Ausbildung emp- fangen können, zu der Königsstadt. DaS ist ein ganzer Komplex von Höfen, Residenzen, Diwans oder Regierungs­gebäuden, wozu noch die Bauten des EnderunS, daS heißt sie für den Harem, sowie ein Theater und allerlei andere Anlagen kommen. Im ganzen ein schlechter Stil, oder doch wenigstens keiner, der irgendwo den Charakter deS Hervor­ragenden oder der Harmonie macht. DaS Merkwürdigste im ganzen Bezirk deS Art ist daS sogenannte Museum, dessen Benchtigung dem Europäer allerdings nicht ohne weitere» ge« stattet wird. Diese Sammlung ist eine Mischung von S« »*um unb Echatzhau». Während aber die Museums- ®l ® "^ weniger interessieren können, müssen un» die hier Äfe m ??a$e de» Schahs in unermeßliche» Staunen

Erreicht der Besitz sämtlicher enro* mnk Wert noch nicht die Hälfte dessen, Dier »pin-n^â^n^ AienS an Kostbarkeiten angehäuft ist. kostbar??».!!? ^W» von märchenhaftem Umfange, stände ber^Ha '* gaffen, Waffen und Schmuckqeqen- Hier tt-L Egezecchnetsten Art an Material und Arbeit. Durchmesser "?,,t ^ Soldene Erdglobus von einem Meter unschützbare' ®b^ft^em e geographischen Formen durch krönen VstoN ^b, Teppiche, Kostüms J lMUhfce Kostbarkeiten vervollständigen diese» Mu-

Gamstaa .

'11 ^>E*^.^-r-r«s^r^»"^ .Trasr^azu-JLJT ^-^u^ ^.-..-.^-^ ^a7r^a^.7^'.'^p^i^a.^-r^r^^Nl>^ trauen zu ihm daiie. Sonst hmte er, her sonst auf der Weite überaus mißtrauisch war, gewiß im Jure nicht geschlafen. Diese Version beeft sich mit der anderen Version, daß der Mörder den Börsenkreisen angehöre.

Der lebende Karton. Auf der Cbaussee bei Ebers­walde wurde dieser Tage ein Gespann während der Fahrt von einer Frau angebaUen. Diese hatte einen Karton bei sich und bat die Insassen des Gefährtes, ihr ihn doch abzu- nedmen und in dem nächsten Ort im RestaurantZum Hirsch" abzugeben. Ihrem Wunsche wurde auch entsprochen und dankend entfernte sich die Unbekannt^. Bald darauf wurde t» in dem Karton lebendig und als man nach der Ursache sah und den Deckel lüftete, kam ein kleiner Welt­bürger zum Vorschein. Man kehrte nun sofort um, nach der unnatürlichen Mutter zu suchen, doch diese war bereits spurlos verschwunden.

Verhättsinisvolle Derwechselrmst. Durch be» klagensiverte Arzneiverwechselung hat der Apothekenbesitzer R. in Düben den Tod der Frau Pastor Meyer in Rösaü verursacht. Die 62jährige Dame ließ sich abends ein Mittel gegen Kopfschmerz aus der Apotheke holen. N. befand sich in starker Aufregung, da seine ^ran vor der Enibindung stand. Er wollte Phenazetinpulver geben, vergriff sich aber in der Dämmerung, die im Laden herrschte, und gab Heroin, einen starken Giftstoff. Die Frau nahm davon, auch der 70jähr. Pastor kostete von dem Pulver. Beide Ehegatten erkrankten, aber während sich der Pastor nach furchtbarem Erbrechen erholte, schwand seiner Frau dauernd das Bewußtsein. Sie erwachte nicht wieder. Der Apothekenbesitzer hatte sich des­halb wegen fahrlässiger Tötung vor der Strafkammer in Halle zu verantworten. Die medizinische Literatur kennt noch keinen Fall von Heroinvergiftung, Sachverständige sagten jedoch aus, daß es ähnlich dem Morphium wirke. 0.03 Gramm werde ein Mensch noch vertragen können, 0.6 Gramm hatte der unglückliche Apotheker auf doS Pulver ge­geben. Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängnis, der Gerichtshof erkannte auf sechs Wochen Gefängnis. Eine gelindere Strafe habe nicht ausgesprochen werden können, da in den Apotheken peinlichste Sorgfalt erste» Gebot sei.

Rüstige Greife. In dem kleinen Vororte Wülfel bei Hannover, einem Orte mit kaum 2400 Einwohnern, befindet sich eine große Anzahl alter Leute, die sich durchweg einer guten Gesundheit und Rüstigkeit erfreuen. In dem ältesten Hause des OrteS wohnt der 96 Jahre alte Rentier Cordes, der noch wöchentlich nach Hannover geht und alle seine Ein­käufe selbst besorgt. Eine 90jährige,' Frau Stelter, geht bei jedem Wetter hinaus, um im Freien Feuerungsmaterial zu sammeln. Der frühere Gemeindevorsteher Fritz Bock ist 88 Jahre alt; er geht noch jeden Montag auf Jagd und hat in den letzten Wochen noch 3 Hasen und 18 Kaninchen ge­schossen. Eine reckenhafte Gestalt ist Franz Jäger, ein ehe­maliger Garde-du-KorpS-Unteroffizier, der 85 Jahre alt ist. Der frühere Lehrer Sandmann, ein sehr rüstiger Herr, ist 84 Jahre alt. Alsknorrigste Eiche" im Orte gilt der 83jähr. Herr Bohn, der noch alle Arbeiten im Hause verrichtet und täglich mehrere Spaziergänge durch den Ort unternimmt. Der 87 Jahre alte Hofbesitzer Heinrich Wulweropf macht täg­lich im Winter und Sommer einen großen Spaziergang durch die Feldmark, um nach den Feldern und Früchten zu sehen. Erne 87 Jahre alte Frau Dammann verrichtet noch ihre ganze Gartenarbeit selbst. Sehr rüstig ist auch der 88 Jahre alte Herr Koch. Die sämtlichen genannten Personen erfreuen sich der besten geistigen Frische. Außer den Genannten be­finden sich noch dreißig Personen im Alter zwischen 70 und 80 Jahren in dem kleinen Orte, die sämtlich auch gesund und rüstig sind.

Ein HauS durch einen Meteorstnrz vernichtet. In der Nähe von Bellefontaine, dem Hauptsitz deS County Logan in den Vereinigten Staaten, ist nach einer telegraphi­schen Meldung in der Nacht zum zweiten Feiertag ein Me­teorit niedergegangen. Durch den herabfallenden Meteor­stein wurde ein Gebäude vollständig zertrümmert und in Brand gesteckt; hierbei ist ein Engiänder ums Leben ge­kommen. Der Meteorit fiel mit bonnerartigem Getöse auf die Erde nieder und drang 6 Meter tief in den Boden. Der Meteorstein hatte einen Umfang von 9 bis 10 Meter.

feum, das in seiner Art allerdings vollkommen einzig ist. Im Bezirk beS Ark geht es immer lebhaft zu, denn eS rennen Diener hin und her, und es kommen und gehen die Adjutanten und Beamten aber im ganzen herrscht in der Königßburg eine vornehme Stille verglichen mit dem Ge» wühle im nahen Basar. Auch der Basâr bildet eine eigene Stadt; wie überall im Oriente die Stadt deS gesamten Warenverkehres, wo die Waren nach ihrer Zugehörigkeit ge­ordnet sind. Bei den Seidenhändlern sieht man die tief ver­schleierten Frauen die kostbarsten Stoffe prüfen, bei den Kupferschmieden glaubt man dem Geräusche der Hämmer zu erliegen, in der Teppichsbteilung winken dem Europäer viel ersehnte Kostbarkeiten die in der Regel unecht sind. Es ist schwer, von dem Leben in den Straßen und Gassenlabyrinthe de» Basars eine Vorstellung zu geben. Zu Fuß, zu Pferde, zu Maultier und Wagen drängt und schiebt die Menge: Kamele werden beladen, ein Luti oder Luzzarone drängt sich mit seinem Löwen oder Bären mitten durch die dichteste Menge; wo nicht ein Netzvorhang vor dem Stande den Schluß de» Geschäftes bezeichnet, wird gefeilscht und ge­handelt, denn der persische Kaufmann schlägt gewaltig vor. AuS den Garküchen bringen Glockenschläge und Gerüche und in den Kaffeehäusern wird Opium geraucht. Aber um die Stunden des Gebetes wird es still, und in der heißen Jahreszeit liegt eine dumpf« Lethargie auch über den Waffen des Basars.

DaS Leben in Teheran hängt unmittelbar mit den Jahres­zeiten zusammen. Das Klima kennzeichnet sich durch über­aus schroffe Gegensätze; die Lust sst hier, 3500 Fuß über dem Meere, sehr dünn, die Hitze im Sommer ganz und gar un­erträglich. Von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags stirbt dann das Leben völlig ab. Die Teheraner schlafen auf den Hausdächern. Der Sultan und die Europäer suchen die Dörfer und Villen am Abhange beS Gebirges auf, dessen Schneegipfel aus der Ferne auf Teheran niederblicken. Aber im Winter gibt es ungeheuren Schnee und eS muß tüchtig ge­heizt werden. Sehr unangenehm ist, daß Schnee und Regen durch die mit gestampfter Erde bedeckten Dächer dringen; man muß oft mit dem Regenschirm im Zimmer sitzen und läuft schlietzUch Gefahr, einmal unter der Decke begraben zu wer- |

28. Dezember

at&aWHWrii I* in u ij» 11 W<y-3S»S*Ä'Ä«*ÄMÄSGSMoaaaS==c -----*rtjsrWrannB« lU.«* 1 iii 'HA^ 58 000 Mark Anterschlaften hat der Buchhalter Br 0ch, her bei dem Berliner Bankhaus Hensel anaefteHt war. Er wurde verhaftet. Seine Veruntreuungen, die er durch falsche Bitchunaen verbotst hatte, kamen erst setzt, bei bei Liquidation des Geschäfte?, durch den Bücherrevisor an? Licht. Der Verhaftete ist geständig. Er entschusdigt sich damit, bav er, ein Vertrauensmann des Bankgeschäftes, auf größerem Fuße leben wollte. Rennbahnen besuchte und weitete, dabei aber ein für seine Stellung klägliches Gehalt bezogen habe.

Am Weihnachtsabend vergiftet. Um 50 Pf. hat am Weihnachtsabend in Berlin die 21jährige Verkäuferin Emma S., die in der Konditorei von G. in der Schönhauser Allee 33 angestellt war, einen Selbstmordversuch unternommen. Das junge Mädchen hatte am Heiligabend in der Kasse 50 Pf. zu wenig und hierüber waren ihm Vorwürfe gemacht worden. Das nahm sich die S. derartig zu Herzen, daß sie sich das Leben zu nehmen beschloß. Sie vergiftete sich vor der Bescherung mit Lysol und wurde in recht bedenklichem Zustande in das Lazarus-Krankenhaus eingeliefert.

Vevhastitttg des Wiener Kaffendiebs.

Wien, 27. Dezbr. Der Kassendieb Leopold Goldschmid!, der am 21. Dezember die Kasse des 42. Artillerie-Regiments beraubt hat, ist gestern abend, wie hiesige Blâiter melden, in Freising in Bayern verhaftet worden. Man fand bei ihm noch 21 240 Kronen und 80 Mark.

stzreistng, 27. Dezbr. Ueber die Verhaftung des Wiener Kassenrciubers Goldschmidt meldet dasFreisinger Tageblatt" : Goldschmidt kam nach Freising mittels eines Motorrades, das er in Landshut für 500 Kronen gekauft haste. Dem Ver­käufer des Rades kam es verdächtig vor. daß Goldschmidt bei Rad kaufte, ohne zu handeln, und außer den 500 Kronen noch weitere Kronen sehen ließ. Er verständigte die Polizei von seinem Verdachte, welche wiederum der Polizei in Frei­sing Mitteilung machte, die nun ihrerseits sofort die nötigen Maßregeln traf. Kurz nach 2 Uhr fuhr Goldschmidt durch Freising; er wurde vor der Polizeiwache von einem Schutz­mann ««gehalten und behufs Feststellung seiner Personalien auf die Polizeiwache gebracht. Hier gab Goldschmidt zunächst eine Reihe falscher Namen an und zeigte einen Heimatsscheiu auf den Namen Karl Oesner lautend vor, gab aber schließlich zu, der Kaffenräuber zu sein.

Erdbeben.

Tiflis, 27. Dezbr. Gestern nacht 1 Uhr 40 Minutm zeichnete der Seismograph ein Erdbeben auf, dessen Herb, »N angenommen wird, in der kleinastatischen Türkei liegt.

Schemacha, 27. Dezbr. Heute früh um 2»/, Uhr wurde ein vier Sekunden dauernde» Erdbeben verspürt, bei in der Richtung von Westen nach Osten ging.

Verlosunssen.

Conns 100 FreS. - Lose vom Jahre 1888» Ziehung vom 20. Dezember 1907. Auszahlung ab April 1908. Gezogene Serien: 1090 1469 1480 828b 6135 7990 12413 13661 15645 23609 28476 85154 86559 39124 43492 51494 53435 56256 56594 57028. Hauplpreise: Serie 35154 Nr. 18 zu 20 000 Fre»° Sette 1469 Nr. 18 zu 2250 Fres. Serie 28476 Nr. 8, Seite 86559 Nr. 10, Serie 53435 Nr. 15 je 750 Fre«. Seite 1090 Nr. 12, Serie 1480 Nr. 16 23, Serie 3289 Nr. t Serie 7990 Nr. 2, Serie 12419 Nr. 10 15, Serie 1866t Nr. 24, Serie 15645 Nr. 1 8, Serie 23603 Nr. 17, Seite 85154 Nr. 17, Serie 36559 Nr. 5, Serie 51494 Nr. 8 16, Serie 53435 Nr. 8 8 12, Serie 56594 Nr. 8, Sette 57022 Nr. 5 je 400 FreS. Alle übrigen in obigen Serie enthaltenen Nummern sind mit je 200 Frane« gezogen.

Panama Kanal 400 Fres. Lose vom Jahrs 1888» Ziehung vom 16. Dezember 1907. Hauptpreis»: Nr. 737695 zu 500 000 Fr. Nr. 365104 zu 100 000 Fr. Nr. 795668 1247265 je 10 000 FreS. Nr. 1244071 1620604 je 5000 FreS. Nr. 451021 1362072 1418970 1538882 1730700 je 2000 Fr. Nr. 27844 47240 78764 81703 120633 243026 251951 281874 811301 848016 446700 446824 499682 550747 562595 718039 782071

1 1.--11MK den. Der Frühling ist Teheran» köstlichst« Zeit. In Mefe Zeit wird da» Neujahrsfest gefeiert: alle» schmückt fich mit Blumen und Lichtern. Don, wo der Boden dieser Hoch­ebene vom Wasser gesegnet wird, tft er unendlich fruchtbar. Obst, Blumen, Bäume. Wein, sprießen in größter Männig« faltigteit und üppigstem Reichtum hervor. Auch mangelt el Teheran nicht an Wasserzufuhr. In den schlechten» Stadt­teilen fließt das Wasser der städtischen Leitungen sogar un­bedeckt durch die Straßen. Der Genuß beS Wasser» ist aber darum bedenklich, weil die versische Bevölkerung da» Wasser an den durch die Straßen führenden Leitungen selbst zu de« unglaublichsten Zwecken benutzt und eS völlig oerunreiniat, Eine große Annehmlichkeit de» Leben» in Teheran ist Sie reiche Gelegenheit zur Jagd auf Panther. Bären. Hrrsch«, Antilopen und wilde Esel, die die Umgebung bietet. I« ganzen lebt eS sich für den Europäer in Teheran nicht un­angenehm, wenn er sich den landesüblichen Sitten anzu» passen versteht, aber unüberbriickt bleibt die Kluft zwischen ihm und dem Perser, hinter dessen Höflichkeit sich unausrott­bare Treulosigkeit verbirgt.

Albumblätter.

Freundschaft will wie da» Feuer genährt sein, ober sie stirbt^ Wahre Freundschaft sagt, was keine Lippen sonst sagen; Wahre Freundschaft verschweigt, mal keine Lippen eer» schweigen.

Lavat«» »

Mit allem wird von selbst Vergnügen sich »erbindm; Vergnügen aber, das man sucht, ist nicht zu finden.

Rückert.

Wie man wohl richtig Sich selber ehrt? Rimm dich nicht wichtig! : 0er halte dich wert.

Frida Schan».