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'Ncber zunehmende Verschwendung um
Weihnachtsfcste
Kant die „Deutsche Volkswirtschaftliche Korrespondenz" :
Die schöne Sitte des Schenkens zu Weihnachten, die bei- l stufig gar nicht so viel älter als 100 Jahre ist, hegt im 3uqe unseres sozialen Zeitalters. Bei aller Härte des wir - schâftlichen und politischen Kampfes unserer Tage nimmt die Sitte immer größeren Umfang und auch immer fomvieugere . formen an. Die Zeiten, in denen selbst das Grohstadtkmb noch mit einem Hampelmann für fünf Pfennig zufrieden war, ftiib längst vorüber. Die Neigung zu kleinen Verschwendungen für Weihnachtsgeschenke steht im engen Zusammenhänge mit der in den letzten 20—30 Jahren rapide gestiegenen Lebenshaltung. Wie die Weihnachtspupps für fünf Pfennige heuis so gut wie verschollen ist und vielfach durch eine für 10 bis 20 Mark ersetzt wird, so ist auch die Familie nicht mehr mit sem alten Karpfengericht zu Weihnachten, genossen im häuS- r chen Kreise, zufrieden. Bis tief in die untersten Schichten des Mittelstandes und auch gar bis in die Arbeiterbe- vNt'Mng hinein ist el heute üblich geworden, mindestens einen Feiertag außerhalb des Hauses, d. h. im Restaurant oder im Hotel-Restaurant, bei Wein und Tafelmusik zu speisen. Viele Leute fühlen sich heute gar nicht mehr wohl, wenn sie bei solchen Gelegenheiten nicht einen Hundertmarkschein wechseln können. Natürlich gehören zu solchen kleinen âtravatanzen für die Damenwelt auch di« nötigen Toiletten und Geschmeide. Wie weit heute hierin die Ansprüche und Ausgaben gestiegen sind, rverden unsere Hausfrauen am besten selbst wissen. Der Weihnachtsbaum da- heun weist heute nicht mehr die bescheidenen Talglichtchen auf, die der im reiferen Alter stehenden Generationen einst Freude und Wonne bereiteten. Das Zehnfache kostende Wachs- und Stearinkerzen oder gar elektrische Lampen sind jetzt üblich und machen doch eigentlich der Jugend, wenn sie sich einmal daran gewöhnt hat, kaum mehr Freude als uns Weiteren die Talgkerzen, Und ebenso geht eS mit allen Geschenkten mit dem, waS sie unter dem Weihnachtsbarun finden. Die Ansprüche steigen ins Törichte.
AchnUche Klagen liest man in den „Hamburger Nach- ri$ien":
Unser Wirtschaftsleben ist in Stockung geraten, das Geld ist ungeheuer teuer geworden, und Arbeitseinstellungen und Arbeitsentlassunqen werden im nächsten Jahre eine bedeutende Stoffe spielen. Das ließe sich ertragen, wenn vorauszusehen wäre, daß schon nach einem Jahre die allgemeine wirtichast- ssche Lage wieder zum bessern sich wenden würde. Aber auch hierin ist Vorsicht am Platze. Für unser inneres deutsches Leben braucht man nur auf untere Riesenhotels und Riesen- restaurants mit ihrem fast ungeheuren Luxus, mit ihrer Verschwendung an Marmor und Gold hinzuweisen, und man muß sich fragen, ab wir durchgehend« schon so reich geworden sind, dâß wir diesen Komfort auf die Dauer werden bezahlen können. Wir fürchten, el werden in allen unseren Großstädten in bet nächsten Zett in dieser Beziehung solchen Mesen-LuxuS-Unternehmungen böse Erfahrungen nicht erspart bleiben. Die Privathaushalte werden sich vielleicht mehr Entbehrungen auferlegen müssen als bisher, und daS wird eine Rückwirkungen auf das ganze öffentliche Leben auSüben : nüffen. Unser Leben braucht aber deshalb nicht sreudenarm zu werden. Nur werden sich die Menschen wieder gewöhnen müssen, an ihren, inneren und an ihrem häuslichen Leben Freude und Genugtuung zu haben, nicht in der Befriedigung fast schrankenloser Bedürfnisse. Die Menschen werden vielleicht auch besser werden, wenn die Jagd nach dem LuxuS, wenn die Möglichkeiten seiner Befriedigung eingeschränkt werden. Dann wird vielleicht auch vielen, die heute nicht daran denken, die Notwendigkeit vor Augen treten, von dem Erworbenen mehr als bisher zu sparen. ES ist schon eine stehende Phrase geworden, daß bei rasch steigendem Vermögen dem Leiter deS Haushaltes ober auch bei rasch steigendem Gewinn dem Leiter von industriellen und Handelsunternehmen der „finanzielle Ueberblick" gar zu leicht verloren geht. DaS kann sich im Laufe der nächsten Jahre vielleicht ändern, wenn sich jedermann die Frage vorlegt, ob el mit den steigenden Bedürfnissen und dem steigenden Luxus immer so weiter gehen kann wie in den 8 letzten Dezennien. Das sind keine erfreulichen Weihnachtsbetrachtungen, aber angebracht scheinen sie unS gerade in diesem Jahre zu sein.
UKM5rail
sind, nachdem zum vorigen ("tat die Körperschaften nie Bildung eines Betriebs- und Ausgleichsfonds beldü offen haben, in welchen die Mehrüberschüsse über bie etatmäßigen Ablieferungen fließen, wie aus ihm auch die ^lutzsölle gegenüber den im Etat vorgesehenen Einnahmen zu decken sind.
Die wirkliche Einnahme des Rechnungsjahres 1906 hat sich nun bezüglich der obigen vier (Steuerarten wie folgt
gestellt:
Einkommensteuer:
Grundsteuer:
Gewerbesteuer:
Hundesteuer r
Veranschlag:
560 000 M.
172 000 „
125 000 „
15 000 „
Jst- einnasw.
566 948 M. 174 597 „ 139151 „ 15 452 „ der Steuer
Mrbr- Weniger- einnabmer einnahme:
6 949 All —
2 537 „ -
14151 „ —
452 „ -
allein betrug dem'
Die Mehreinnahme auS gemäß 24 083 Mk., was vor allen Dingen daher kommt, daß bie Einkommensteuer statt eines Ausfalles von 12 000 Mark eine Mehreinnahme von fast 7000 Mk. ergeben hat. ES ist weiter noch zu bemerken, daß die Umsatz- unb Wertzuwachssteuer, welche mit 60 000 Mk. in den Etat eingestellt war, nur einen Betrag von 81 593 Mk. ergeben hat, also ein Weniger von 28 407 Mark. Eine Deckung dieses Be träges aus den Mehreinnahmen ist nicht erforderlich gewesen, weil der gesamte Betrag brr Umsatz- und Wertzuwackssteuer den beiden Schulhausbaustöcken zufließt unb eine Mindereinnahme der früheren Jahre durch die Mehreinnahme der
späteren Jahre gedeckt werden soll.
Bei 24 000 Mk. Mehreinnahmen aus den vier Steuer- arien Hütte unter Berücksichtigung der 8000 Mk. mehr Zinsen
und 6000 Mk. weniger Bezirkssteuern der Gesamtüberschuß 88 000 Mk. betragen sollen. Bekanntlich hat derselbe nach dem Bericht über das Kassen unb Rechnungswesen für 1906 100 523.91 Mk. betragen. Die weiteren Mehreinnahmen sind entstanden auS Minderzuschüssen oder Ersparnissen bei den einzelnen BerwaltungSzweigen. Die Bilbungsanstalien sind hierbei vertreten mit rund 53 000 Mk., wobei ebenfalls zu Meinersen ist, daß die obige Mindereinnahme an Werlzuwachssteuer von 28 400 Mk. die Höhe dieses Betrages erklärlich erscheinen läßt. Die allgemeine Verwaltung ist in den Mchrüberschüssen, wie in dem Kassenbericht eingehend dargestellt ist, mit 11 165.65 Mk., bie Vermögensverwaltung mit 15 944,84 Mk. (besonders Mehrzinsen auS vorübergehend angelegten Kapitalien), die Bauverwaltung mit 9 172.25 Mk., der Titel Gemeindeanstalten mit 3 225,52 Mk. unb derjenige
beir. Reichs- usw. Angelegenheiten mit 1 685.12 Mk. vertreten. Bezüglich der Einzelheiten darf auf den Kassenbericht
Hus Hanau Stadt und Eand.
Harrain 28. Dezbr.
Die Gcmeikdeangtlcgtnhciten Hanaus.
Dem Bericht bei Magistrats über die Der- waltung unb den Stand der Gemeindeangelegenheiten im Jahre 1906 ist das nachstehende zu entnehmen:
Der eigentliche Bericht über die Verwaltung der Ge- rneindeangelegenheiten für das Jahr 1906, soweit er für den Haushaltsplan bei Jahre» 1908 in Betracht kommt, ist in dem Kassenbericht, der kürzlich den Körperschaften zur Genehmigung vorgelegen hat, enthalten, sodaß der vorliegende Bericht nur mit wenigen Worten auf die Ergebnisse bei Jahre» 1906 eingeht, eine mehr oder minder fragliche Schätzung bei finanziellen Ergebnisse» deS JahreS 1907 vornimmt und einige Zahlen auS dem neuen Etat bringt.
Die Schätzung der Einnahmen und Ausgaben, die bei Berlage deS Etat» für 1907 vorgenommen wurde, hatte folgende» Ergebnis:
Vvranfchlagr Schätzung: Mehr- Weniger»
Annahme: einnohme: ^Rtomrneufttuttt 560 CO0 M. 548 000 gR. —M. 12 000 SR. èSrMdftE: 172 000 , 176 000 „ 4 000 , —
©eoerbefteuB t 125 000 , 140 000 , 15 000 „ —
tznndefrenerr 15 000 „ 15 000 „ — —
Bezug genommen werden.
Was nun den Etat für b a 8 laufende R e ch- nuugsjahr 1907 anbelangt, so muß zunächst noch einmal auf den Bericht über das Jahr 1905, der für den Etat 1907 unter dem 12. Dezember 1906 erstattet wurde, Bezug genommen werden. Zu dem Titel IV der Einnahme bei Etats 1907 wurde daraus hingcwiesen, daß die im Saufe bei Jahres 1908 verabschiedete Einkommensteuer-Novelle einer großen Anzahl von Steuerpflichtigen sehr erhebliche Erleichterungen bringe und daß der hieraus sich ergebende Altsfall an Steuern für den Staat auf ^h berechnet worden sei. Es war darauf hiugeiviesen, daß, wenn bie Stadt mit dem gleichen Steuerausfall rechnen müsse, sie, um den gleichen Steuerbelrag wie im Vorjahre (560 000 Mk.) zu erreichen, bie Einkommensteuer um 13°/o, also von 1356/o auf 148°/o erhöhen müsse. Die Stabiverordneikn-Versammlung war bei der Beratung des Etats der Meinung, daß man die Steuerveranlagung des Jahrcs 1907 abwarten solle, und eine nachträgliche Einkommensteuer-Erhöhung vornehmen könne, wenn der Ausfall an Einkommensteuer, wie er in der Begründung der Novelle für die Staatsverwaltung berechnet sei, tatsächlich auch für die Gemeindesteuer emtreten würde. Eß wurde darauf hingewiesen, daß ber bedeutend gesteigerte Geschäftsgang aller hiesigen Ge- werbezwcige einen erheblich höheren Gewinn, unb damit eine erheblich höhere Steuer erwarten lasse. Der Erfolg der Steuerveranlagung für daS Jahr 1907 hat dieser Annahme der Stadtverordneleu-Versammlung recht gegeben. Teils sind die Betriebe erheblich höher in der Steuer eingeschätzt worben, wie im Vorjahre, weil ihr Gewinn bedeutend höher war, teils sind bie kleinen Einkommen dadurch entweder steuerpflichtig geworden oder höher in die Steuer gekommen, daß die Arbeitgeber über da« Einkommen der Arbeitnehmer Auskunft erteilen mußten und somit daS Einkommen der Arbeitnehmer schärfer erfaßt werden konnte. Zu wünschen würbe bleiben, daß, nachdem für sämtliche Beamte die zuständigen Behörden und für sämtliche Arbeitnehmer die Arbeitgeber nunmehr Einkommensnachweise bezw. Auskünfte geben müssen, ganz allgemein der Deklarationszwang, ber jetzt erst bei 8000 Mk. beginnt, eingeführt wird, so daß also jeder, der ein Einkommen von mehr al« 900 Mk. hat, sein Einkommen der Steuerbehörde witzuteilen hätte. Die weitere Konsequenz würde aber auch sein, daß das Steuerprivileg der Beamten Wegfällen müßte, das nur durch den Hinweis sich aufrecht erhalten ließe, daß da« Diensteinkommen der Beamten der Steuerbehörde bekannt gegeben und deshalb voll erfaßt werde, während das Einkommen aller übrigen Personen, und besonders derjenigen mit einem Einkommen unter 8000 Mk. nicht in derselben Schärfe herangezogen werden könne.
M. Vezemver
welchem Betrage noch H 000 Mk. Mehreinnahmen an Hinsen aus vorübergeVenb angelegten Kapitalien Hnwtreu.i werden, fobafi mit einem Ueberschuß von 108 000 Mk. gerechnet werden darf. Ersparnisse bei den^AusgnbkN ober Mebrnnnahmen bei andern Titeln als den Steuern sind im^ berücksichtigt geblieben, da sie sich z. Zt. auch nicht annähernd überblicken lassen.
Bsamtsn-Personaknachrrchtett.
Beauftragt: her Pfarrer Reese in BaSdorf, Krei? Frankenberg, vom 16. Dezember 1907 ab mit der VertreMng des erkrankten Kreisschulinspektors Pfarrer Born m a n n in den Geschäften der Kreisschulinspektion Vöhl.
Demgemäß würde aus den Steuern eine Mehreinnahme ^nJ 000 Mk. zu erwarten gewesen sein, wozu noch 8000 iKart Reinertrag Mehreinnahme bei Wasserwerk« ange- nommen wurde, sodaß mit einem Ueberschuß von 10 000 Mk. ^"' 3a 8000 Mk. Mehreinnahmen auS Zinsen auS vorübergehend angelegten Kapitalien, und 6000 Mk. Weniger- SÄ” ^^rk»steurrn schätzungsweise berechnet wurden, ?1L. rc.^"^ E 24 000 Mk. gerechnet werden ÄL^ ?^a hier gleich bemerkt werben, daß bie früheren SÄÄ"?^ deSGaSwerk» und bei Wasser- * M^ letale im vorstehenden Bericht auSaeschieden
Unter Zugrundelegung ber Ergebnisse der Steuerveranlagung für 1907 werden die Einnahmen aus den obigen vier Steuerarlen
1. Hanau. Einkommensteuer: Grundsteuer: Gewerbesteuer: Hundesteuer t
2. fttffelfta
rote folgt geschätzt:
Voranschlag r Schätzung: Mehr- Weniger- einnabwe: einnahme:
580.000 M. 624 800 M. 64.300 M. —
176 000
140.000
15.000
er
180.300
160.900
15.000
4.300
20.900
Einkommensteuer r Grund, u. Gebâudesteuer: Gewerbesteuer:
16.140
7.260
1.810
17.806 „
9.700 „
1.500 .
1.160
2.440
8.10 M.
Hundesteuer: 620 , 2.000 ’ 1480 " —
Der Ueberschuß deß NehnungSjahre« 1907 aus den vier
Steuerarten betâ somit vorau-sichtlich 94 300 Mk m
* PostdkenftliKeA. Am Sonntag den 29. Dezember werben die Schalter für den Verkauf von Postwertzeichen beim Hauptpostamte wie Werktags offen gehalten. Von bem Bedrucken der eingehenden gewöhnlichen Briefe und Postkarten mit dem Ankunftsstempel wird am 31. Dezember und 1. Januar zwecks Beschleunigung der Bestellung abgesehen werden.
* Nettjahrsbriefverkehr. Die ordnungsmäßige Bestellung der Neujahrsbriefe ist nur dann gesichert, wenn bie Aufschrift die genaue Angabe der Wohnung, bei Sendungen nach Berlin auch des Postbezirks (N. 8. SW. usw.) enthält.
* Die TheârvoâRtMst DeS Notbrergaver- eins für faih. Dienstmädchen, die ursprünglich auf morgen festgesetzt war, kann erst am Sonntag nach Neujahr, den 5. Januar, nachmittags ^sö Uhr, im Elisabethschwestern- Haus, Frankfurtcrstraße, stattsinden. Die schon für morgen ausgegebenen Eintrittskarten gelten somit für den mmmehr festgesetzten Termin.
* Chsr der Marienkirche — Familisnabend, Nächsten Sonntag den 29. Dezember, abends 8 Uhr, gedenkt der Marrenkirchenchor im „Deutschen Haus" wieder seinen Familie nabend abzuhalten. Für UnterhaltungZ- stoff ist bestens gesorgt; dazu gehören eine ernste WeihnachtS» aufführung, ein ergreifendes Melodrama, Chorgesänge, Dueirr, Liedervorträge re., so daß sich dieser Abend dem vergangenen würdig anreihen wird. Die Mariengemeirrbe ist hiermit freundlichst erngelaben. Der Einlritrspreiö benagt für jede Person 20 Pfg.
* Staditheater. Auf das heute stattfindende Gastspiel des berühmten Komiker« am Klavier Cito Samberg sei nochmals besonders hingewiesen. Der Künstler hat aller- orten so große Heiterkeit hervorgerufen und so starken Beifall gefunden, daß man auch seinem hiesigen Auftreten mit Spannung entgegensehen dürfte. Das Konzert beginnt um 8 Uhr. — Am Sonntag nachmittag gelangt da» reizende Märchenspiel: „Prinz Adolar und daS Tausendschönchen", welche« hier eine so besiallsfrohe Aufnahme fand, letztmalig zur Aufführung. Sonntag abend geht die Posse „Er und seine Schwester^ zum letzten Male in Szene und wird sicher nochmals einen stürmischen Heiterkeitsrrfolg erzielen. — Der Vorverkauf findet heute Samstag nachmittag von 4 — 5 Uhr an der Theaterkasse statt.
* Direktor Vielster absolvierte gestern mit grossem Erfolg am Hoftheater in Wiesbaden ein Gastspiel in her Rolle des Leutnants Dietz in „Husarenfieber"; er fand großen Beifall unb erhielt einen mächtigen Lorbeerkranz. Im Laufe des MonatS Januar wird Herr Direktor Steffter nochmals in Wiesbaden als Gast auftreten, wie auch mehrere Gastspiele an den Stadttheatern in Mainz und CobleriD Ybemehmen.
* MuszeiKkMrtst» Dem Oberpostschaffner Dietrich wurde vom ReichSpostamte für tüchtige Leistung und gute Führung eine silberne Taschenuhr mit dem eingravierten Bilde unseres Kaisers verliehen unb vom hiesigen Chef deS Postamts mit entsprechender Ansprache überreicht.
6 Vortrag. Nächsten Montag, abends 8 Uhr, hält im Saale der „Concordia" der Rechtsanwalt D«. Emil E l s ch e w i e z einen Vortrag über den russisch - japanischen Krieg, den Burenkrieg, über da» Land ber Blume» Japan und über seinen 5ss,jährigen Aufenthalt tot Süd» Afrika. In einem Zeitungsberichte findet fich folgend« Empfehlung: Dieser Vortrag behandelt da» Land der Goldminen, Südafrika und den Buren-, sowie den russisch-japanischen Krieg. Genannter Herr hat am Burenkrieg und russisch - japanischen Krieg all Berichterstatter Petersburger, Moskauer und Kiewer Zeitungen teilgenommen. Er befindet sich jetzt auf einer VoriragSreis« und hat bereits verschieden» Städte bei Deutschen Reiches, sowie zahlreiche Städte BLH- mens, Mährens, Nieder- unb Ober-OesterreichS besucht. Dit , uns vorliegenden deutsch-böhmischrn Blätter äußern sich üb« den Vortragenden in sehr lobender Weise und heben besonders hervor, daß er sich als vortrefflicher Sprecher «nd gv- wandter VortragSmeister erwies und daß er el vorzüglich versteht, seinen Vortrag äußerst lehrreich, aber auch zugleich sehr unterhaltend zu gestalten, so daß er in allen Städten großen Erfolg erzielte. Er besitzt mehrere Empfehlungsschreiben hoher Personen, u. a. ein Empfehlungsschreiben deS Präsidenten des Herrenhauses in Wien, Fürsten Alfred Windischgrätz, in dem el heißt: „Mit Vergnügen bestätigt ich, daß Herr Dr. Emil Elschewiez uni einen interessante« Vortrag über den Burenkrieg, über ferne Länder, die er besucht, und über seinen wechselvollen Lebenslauf gehalten had Ich wünsche dem vielgeprüften, immer noch lebhaften alte« Herrn allenthalben eine wohlwollende Aufnahme." — Oie«
i tritt 50 Pfg.
* Erfreuliches. Nach einem Bericht de» Magistrat» wird nach Schätzung der Einnahmen und Ausgaben sich auch im Etatsjahre 1908 eine Balanzierung bei Etat» ohne Erhöhung der Steuern ermöglichen lassen.
* Weihnachtsfeier deS KriegervereinS Hana«. Nach dem uns vorliegenden Programm verspricht die heute abend in der „Centralhalle" stattfindende Weihnachtsfeier deß Kriegerverein» einige genußreiche Stunden. DaS Komiter