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Bezugspreis» vittteWrliH 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg- für ^* âig« Abonnenten mit dem betreffenden PoftaufsWg, OU einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

üetatiaiiiimut und Verlag der Buchdruckers dS »erâ m Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

AUtlilhrs Organ für Stadt- and Fandvtig Sanaa.

Erscheint täglich mit »«Smchme der S«m- «ad Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EtmücknvgSgebSPe»

Die lünfzespalten« Petitzeile »der deren Raum A Pf«. 1m RülameutSl die Zell, 36 Pfg»

StoartMrtL ÄebalUur; «. Schrecker m H»

Mk. 277 Fernsprechanschlich Nr. 605»

Mittwoch den 27. November

^ernsprechanschlu^ Nr. 605» 190

Amtliches.

Stadtkreis F)anau Bekanntmachung

Bei der am 11., 12. und 18. November d. JS. statt- »fundenen Ergänzungswahl der Stadtverordneten für die 3. Wahlabteilung sind von 3874 Wählern insgesammt 15 488 Stimmen abgegeben worden. Von diesen entfielen auf die Herren

1. Lückhardt, Jean, Weißbindermeister 1898 Stimmen

2. Kempf, Wilhelm, Obereisenbahn-Assisteut 1896 ,

3. Fischer, Max, Lithograph 1895

4. Sommer, Karl Ludwig, 'Kaufmann 1894 ,

5. Eraß, Karl, Gewerkschaftsbeamter 1874

6. Aukamm, August, Goldarbeiter 1871

7. Hoch, Gustav, Arbeitersekretâr und Schriftsteller 1871 ,

6. Dr. Wagner, Georg, prakt. Arzt 1867 ,

9. Holzschuh, Thomas, Kunst- und Handelsgärtner 106

10. Bracker, Christian, Oekonom 105

11. Thyriot, Jean Pierre, Stadtbaurat a. D. 105

19. Kämmerer, August, Landkrankenhaus- Jnspektor a. D. 104

13. Koburger, Peter, Spezereiwarenhändler 1 ,

14. Giesenregen, Jakob, Gütervorsteher 1

zusammen 15 488 Stimmen

Da nach dem vorstehenden Wahlergebnis von niemandem die erforderliche absolute Stimmenmehrheit erreicht worden ist, so hat nach § 28 der Städte-Ordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 engere Wahl zwischen denjenigen 8 Personen stattzufinden, welche die höchste Stimmenzahl erhalten haben. Wir stellen deshalb die vor­stehend unter Nr. 1 bis einschl. 8 genannten Herren hier­durch zur engeren Wahl. Die Wahl kann mit auf 4 dieser 8 Herren gerichtet werden; Stimmen, welche auf andere Personen fallen, find im* gültig.

Die engere Wahl findet statt am Montag den 9. Dezember, Dienstag den 10» Dezember und Mittwoch den 11. Dezember 1907 und zwar täglich von vormittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 48 Uhr. Wähler, deren Name mit den Buchstaben AK beginnt, wählen im unteren Saale, Wähler, deren Name mit den Buchstaben LZ beginnt, wählen im oberen Saale des Neustädter Rathauses.

Feuilleton»

Hanauer Geslhjchtsvereiil.

Hanau, 25. Novbr.

' In der heutigen Monatsversammlung des Hanauer Ge­schichtsvereins, die im roten Sälchen des Bürgervereins ab' gehalten wurde, gedachte der Vorsitzende Herr Geh. Obsr- justizrat Koppen des verstorbenen Ehrenmitgliedes Herrn Prof. Dr. S u ch i e r in längeren Ausführungen, die unge­fähr wie folgt lauteten:

Geraume Zeit ist verflossen, seitdem wir uns hier zuletzt zusammengefunden haben. Bei unserem Wiederzusammen- weffen werden Sie alle jenen vermissen, den Sie sonst stets zu sehen und oft zu hören gewohnt waren. Unser Suchier hat uns verlassen, dieser Tatsache zu ge­lenken, ist heute unsere erste Aufgabe und mir als seinem Nachfolger im Vorsitz liegt die Pflicht ob, dem, was uns aste bewegt, Ausdruck zu geben. Aber so gerne ich diese Pflicht erfülle, so würde ich doch erfreut sein, wenn ein Würdigerer an meiner Stelle stände und mit beredterem Munde schilderte, was Suchier uns gewesen ist. Jedenfalls hoffe ich zuverlässig, daß einer seiner bewährten Mitarbeiter in nicht zu ferner Zeit Suchiers Verdienste um die Wissen­schaft und speziell den Hanauer Geschichts-Verein in um­fassender und eingehender Schilderung würdigen wird. Mir gestatten Sie heute Suchiers Lebensgang, über den ja in Veranlassung seines Hinscheidens in den hiesigen Blättern berichtet worden ist, nochmals kurz zu schildern.

Geboren wurde Suchier am 20. Juli 1823 zu Veckerhagen, wo sein Vater als Amtsphysikus angestellt war und auf die Namen Seigerecht Reinhard getauft. In früher Jugend siedelte er nach Carlshafen über und besuchte .Juin das Gvmnaüum in Riotelv. Von 1842 an studierte

Wir laden die stimmberechtigten Bürger, welche der 8, Wahlabteilung anqehoren, zu dieser Wahl hierdurch ein.

Hanau den 18. November 1907.

Der Wahlvorstand. 23815

Boehm.

Städtisches Wannen- nnd Brausebad.

Bangertsiratze 2 (Eingang: Große Dechaneistraße).

Geöffnet für Männer r

Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags. Sonntag von 812 Uhr vormittags.

Geöffnet für Frauen:

Dienstag und Freitag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags.

Preise der Bäder:

Brausebad mit Wäsche 10 Pfg.,

Wannenbad mit Wäsche 25 Pfg., Wannenbad ohne Wäsche 20 Pfg.

Hanau den 26. September 1907.

Der Magistrat.

Dr. GebeschuS. 20661

Städtische Sparkasse.

Folgende Einlagebücher sind angeblich abhanden gekommen: Nr. 2886 C über 18 Mk. für Franziska Mergert, Nr. 2905 G über 7 Mk. für Margarete Schnarr, Nr. 3969 B über 19,85 Mk. für Anna Math. Grün, Nr. 3973 0 über 20,85 Mk. für Heinr. Mackenroth u. Nr. 4037 R über 29,20 Mk. für Wilhelmine Steigler, sämtlich bei der Firma August Philips & Söhne zu Groß­auheim beschäftigt.

Gemäß § 26 der Satzungen ergeht an den etwaigen Be­sitzer dieser Bücher die Aufforderung, seine vermeintlichen Ansprüche binnen 3 Monaten bei dem Sparkassenvorstande geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieser Frist neue Einlagebücher ausgefertigt werden.

Hanau den 27. November 1907.

Der Vorstand. 25265

LMmrWsllicher KMerck Kam.

Nächste Versammlung Samstag den 30. d. M., nachmittags 2^2 Uhr, im Gasthauszum goldnen Löwen" hier.

er in Marburg und Berlin Philologie und trat dann am 20. Juli 1846 als Praktikant am Hanauer Gymnasium in den Staatsdienst, aus dem er sich nach 33jähriger Tätigkeit am 1. April 1879 in den Ruhestand zurückzog. Die Fächer, in denen er unterrichtete, waren französische Sprache, Ge­schichte und Ovid. Ob er sich im Lehrberuf auf die Dauer wohlfühlte, darf man vielleicht fragen u«d man wird vielleicht die Antwort geben dürfen, er war zu gelehrt, um an dem Umgang mit den Anfängern Genüge zu finden; seine Begabung lag vorzugsweise auf einem ande­ren Gebiete. Im März 1848 erwarb er den Doktortitel, auf Grund einer der Marburger philos. Fakultät über­reichten lateinischen Abhandlung über die Menschenopfer bei den alten Griechen. Im Jahre 1898 wurde diese Ver­leihung, nachdem er 50 Jahre lang seiner Wissenschaft treu gedient hatte, erneuert, und bei dieser Gelegenheit wurde ihm auch, obwohl er längst a. D. getreten war, der Professor­titel verliehen. Im Jahre vorher war er gelegentlich der Neustädter Jubelfeier mit dem Roten Adler-Orden 4r Kl. ausgezeichnet worden. Seine wissenschaftliche Betätigung er­streckt sich auf die verschiedensten Gebiete. Den Gegenstand seiner Doktordissertation habe ich schonerwähnt; Ovids Meta- morphosen kritisierte und übersetzte er, lieferte unter dem Titel O rion der Jäger" einen Beitrag zur semitisch-indo­germanischen Sagenforschung und betätigte sich auch als deutscher Patriot in der 1860 erschienenen SchriftDeutsch­lands Ruhm", bargetan in einer Vergleichung der Deutschen mit den Griechen nebst einem Jmmortellenkranz (10 SonneUen) für Schleswig. Ein 61 jähriger Aufenthalt in Hanau gab ihm ausreichende Gelegenheit und Veranlassung zur Erforschung der Geschichte von Stadt und Land seit den Urzeiten. Er half bis in sein höheres Alter hinein den Boden durchwühlen, sammelte mit unermüdlichem Eifer die Ergebnisse der Grabungen, bearbeitete sie wissenschaftlich und setzte mit bewundernswertem Fleiße eigenhändig die Scherben römischer und germanischer Gefäße wieder zusammen, erforschte die

Tagesordnung r

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Berichterstattung über die Hengstauswahl für die Deck­station Wilhelmsbad.

3. Bortrag des Herrn Dr. Helmkampf aus Weilburg über die zur Erhöhung der Vieh- und Fleischerzeugung und zur Verbilligung der Fleischpreise vorgeschlagenen Maßnahmen.

4. Sonstiges.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht die vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden wiederholt in orts­üblicher Weise bekannt machen.

Hanan, den 25. November 1907.

Der Königliche Landrat.

v. Beckerath.

Politische Rundschau.

Das Befinden des Kaisers. Veranlaßt durch die über die Gesundheit des Kaisers kursierenden Gerüchte zog das Wolff'sche Bureau an zuständiger Stelle Erkundigungen ein und erhielt folgende Mitteilungen: Der Kaiser hat Ende Oktober und Anfang November an Husten und Schnupfen, an Katarrh der oberen Luftwege mit leichter Temperatur­steigerung gelitten und mußte deshalb einige Tage daS Bett hüten. Da er sich danach angegriffen fühlte und die letzten Reste des Hustens in Berlin nicht schwinden wollten, ließ er sich bestimmen, im Anschluß an die Reise nach Windsor einen (Erholungsaufenthalt an der durch mildes Klima aus­gezeichneten Südwestküste Englands zu nehmen. Der Katarrh ist jetzt beseitigt und die allgemeine Erholung macht die besten Fortschritte. Sie wurde etwas aufgehalten durch eine leichte Verstauchung des linken Knies, welche bei der Jagd in Windsor entstand. Aber auch diese ist nahezu völlig geheilt. Die von einigen Zeitungen gebrachten Nach­richten über Kehlkopf- oder Ohrenleiden entbehren jeder Be­gründung.

Dem Etat des Reichsheeres fhtb, wie üblich, mehrere Denkschriften beigegeben; sie berichten über die Zu- und Abgänge in der Eiatsstärke, über Naturalien, Reise­gebührnisse usw. Ein neues Gebiet ist mit der Denkschrift über die Verbesserung in der Garnisonverwaltungslaufbahn betreten. Künftig soll die Zahl von 83 Oberinspektoren er­reicht und die Stellen der Garnisonverwaltungsaspiranten in solche für Unterinspektoren mit den Gebührnissen der Unter zahlmeister umgewandelt werden. Auf Wunsch deS Reichs­tages ist die Nachweisung der Zu- und Abgänge bei de dauernden Ausgaben gegenüber dem Etat des Vorjahres be'' »^^»i^^MiiMiiiMMTiM,namMB 1'

I Genealogie der Hanauer Grafengeschlechter sowie die Ge schichte und Topographie der Stadt und Umgegend. Dahin gehören die Schriften:

Die Nägel in Hünengräbern, von PhilologuS 1873,

Das römische Totenfeld bei Büdingen, in der vom Ge- schichtsverein 1873 herausgegebenen Schrift.

Die altgermanischen Gräber bei Mittelbuchen, in der Zeit­schrift deS Hess. Geschichtsvereins 1874.

Historische Funde bei Hanau von 187376, in der 1876 vom hiesigen Geschichtsverein herausgegebenen Schrift.

Die Grabmäler und Särge der in Hanau bestatteten gräfl. und fürstL Personen aus den Häusern Hanau und 1879 ^®9mna^um=^ro°ramm^ zugleich VereinSschrifl

Weiteres über die Grabdenkmäler der Grafen zu Hanau in den Mitteilungen des Geschichtsvereins 1880.

Fundstücke aus der Umgebung von Kesselstadt mit Ab­bildungen in Steindruck (Anhang zur Vereinsschrift von WolffDas Römer-Lager zu Kesselstadt").

Die Festschrift zur 50jähr. Jubelfeier des Hanauer Ge- schichtsvercins mit Porträts von Grafen und Gräfinnen. Ge schichte des Vereins und Genealogie des Hanauer Grafen- Hauses.

Ferner:

Wilhelm Ziegler's Leben und Wirken (Beigabe zumHa­nauer Anzeiger" Mai 1878). °

Heinrich Lucans Leben und Wirken (Beigabe zum Han Anz." Septbr. 1880).. 5

Vorträge über den ersten Hanauer Gesw ^Morscher Jo­hann Adam Bernhard (abgedrucktHau. Anz." 27. unb^S Oktober 1897) und über den Grafen Philipp I. von Hanau Münzenberg (abgedruckt intHan. Anz." 18. und 1sI Nov 1897).

Die alte Stadtmauer, in der Festschrift des GeschichtSver eins zum 600jähr. Jubiläum der Erhebung Alt-Hanau- zur ©tabt.