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Die k'mfgrspâm PetitM »d« d«« 8t MW M W, M XeNamertteU di« Zeil« 35 ^

Erscheint täglich mit LuSaahM ta Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

DelutienddlUir und Cttldg der Su^btuiKti W Verein. CK vatjalhaui«» m Hanau.

BezugSpreiSr

vierteliLhekch 1,80 Mk., moaMch 60 Pfg.. für «ul» Mârtige Adsnneatvr mit dem betreffenden pogaufschtlkA, Di« etnjelae Nummer kostet 10 Pfs»

Gencral-Anzeiger

!s Organ für Mt- und Fandkreig Hanan.

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Nr. 274 N«rnsp»«cha»kchI»K Nr. 605.

Samstaa de» 23. November

^ernsprechanschlust Nr. 605. 1907

Jk heMeNmner mW Mr b.llMâWiKtt

18 Seiten._________

Amtliches.

Landkreis F)anati. BeUantma^nngen des ftinijlidtn Leiidntsmts.

An die Herren OrtSfchulinspektoren deS KreiseS.

Der Herr Kultusminister hat gestattet, daß, soweit auf Dem Lande Volksschullehrer zur Mitwirkung bei der Vieh­zählung am 2. Dezember d. Js. Herangezogen werden, der ihnen obliegende Unterricht an diesem Tage ausfallen darf. Hanau dm 18. November 1907.

Der Königliche Landrat.

V 11430 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Hanau.

Wack^rvei fung oer Johanni. «nd Martini-Durchschnittspreise in Hanau für das Jahr 1907.

Ä. Johannir

1. Weizen â 100 kg ♦ .

4

♦

21,28 s 17,02

Mark

1k

„ „ 1 hl . . .

2. Roggen „ 100 kg ♦

♦

20,25

ff

„ „ 1 hl ♦ . .

♦

14,98

ff

3. Gerste „ 100 kg ♦ ♦ .

♦

18,50

ff

„ „ 1 hl « ♦ ♦

♦

12,21

ff

4. Hafer „ 100 kg ♦

20,86

ff

„ „ 1 hl .

♦

9,18

ff

5. Kartoffeln â 100 kg, ordinäre, „ â 100 kg, englische,

8,47

ff

♦

15-

ff

6. Welschkorn â 100 kg . .

•

16,-

2,63

ff

7. Roggenstroh â 50 kg . .

♦

ff

8. Haferstroh â 50 kg . .

•

2,15

ff

9. Gerstenstroh â 50 kg . .

4

1,90

ff

10. Heu â 50 ker . . .

4

3,19

ff

11. Buchenscheitholz â 1 rm . .

4

11,-

ff

12. Eichenscheitholz â 1 rm ♦

4

10-

ff

13. Tannenscheitholz â 1 rm .

b. Martini r

•

10,-

ff

1. Weizen i 100 kg ♦ . .

4

22,75 Mark

„ „ 1 hl . . .

4

18,20

ff

2. Roggen „ 100 kg .

4

21,63

ff

II 1 hl ♦ . .

♦

16,00

3. Gerste „ 100 kg .

4

20,50

ff

n ff 1 hl • • «

4

13,58

4. Hafer „ 100 kg ♦

4

19,18

ff

„ ff 1 hl . . .

4

8,42

ff

5. Kartoffeln ä 100 kg ordinäre

4

5,20

ff

„ â 100 kg englische

6. Welschkorn â 100 kg . .

•

12,—

ff

4

19,-

ff

7. Roggenstroh â 50 kg . .

4

2,60

ff

8. Haferstroh ä. 50 kg . *

2,20

ff

9. Gerstenstroh t 50 kg . .

•

1,95

ff

10. Heu â 50 kg . . .

•

3,43

ff

11. Kraulhäupter 100 Stück . .

•

7,50

ff

12. Buchenscheitholz ä 1 rm .

♦

11,50

ff

18. Eichenscheitholz „ 1 rm ♦

4

10,00

ff

14. Tannenscheitholz ä 1 rm

4

9,75

ff

Hanau den 18. November 1907.

Städtische Polizei-Verwaltung.

Der Oberbürgermeister.

J. V.: Hild. 25033

Bekanntmachung. Die Entwürfe zu den Haushaltsplänen der Oberrealschule, der Höheren Mädchenschule, der Gewerblichen Fortbildungsschule

T^ J*a6 Rechnungsjahr 1908 liegen vom 25. November

« an 8 Tage lang im Stadlsekretariat, Rathaus Zimmer Nr. 11, zur Einsicht der Gemeindeangehörigen offen. Hanau den 21. November 1907.

Der Oberbürgermeister.

Dr. Geb es chuS. 25075

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 16. bis 22. November 1907:

1 Arbeiter, 1 AahrbnrsÄe, 1 Hilfsarbeiter, 1 Installateur, 1 Schmied, 1 Silberschleiser, 8 Tagelöhner.

Hanau den 23. November 1907.

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle. 25073

Sitzung der Stadtverordneten- Versammlnng

am Mittwoch den 27. November 1907, nachmittags 5 Uhr.

Tagesordnung:

1. Erwerb von Grundstücken in der Gemarkung Dörnigheim.

2. Ankauf bei Grundstücks B Nr. 264 Gemarkung Groß- Auheim.

3. Verpachtung des öffentlichen Anschlagwesens in der Stadt Hanau,

4. Ausbildungskurse für Werkmeister, Vorarbeiter rc. zur ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen.

5. Nachbewilligung von 90 Mk. zur Beschaffung einer Nähmaschine für die Kinderkrippe.

6. Beitrag zu den Kosten der Herausgabe einer Denk­schrift durch den Preußischen Städtetag.

7. Wahl des Rentiers Anton Döring zum Stadtverord­neten, für Hanau-Kesselstadt.

8. Wahl eines Armenpflegers für Hernr C. Sponsel.

9. Desgl. für Herrn Ad. Obermayer.

10. Rechnung der Stadlkasse Abt. II B für 1906.

11. Desgl. der Wasserwerkskaffe.

12. Desgl. der Begräbniskaffe.

13. Desgl. der Badeanstaltskasse.

14. Bericht des Verbandsrevisors über die fachmännische Revision der städtischen Sparkasse.

15. Bericht der Kommission zur Prüfung der Frage der Vereinfachung der städtischen Verwaltung.

Hieran anschließend geheime Sitzung.

Um 41 /« Uhr nachmittags findet Sitzung bei Rechnungs- Prüfungsausschusses statt, dazu Nr. 10—13, um 43/* Uhr des Wahlvorschlagsausichuffes, dazu Punkt 8 und 9.

Hanau den 22. November 1907.

Der Stadtverordneten-Vorsteher.

Canthal. • 25035

In das Handelsregister Abt. A ist unter Nr. 7 einge­tragen:

Firma Simon Münz zu Hüttengesäß.

Die Firma ist erloschen.

Langenselbold den 13. November 1907.

Königliches Amtsgericht. 25043

Gefundene und verlorene GcoenUnde re.

Gefunden: 1 Pferdedecke, 1 Herren-Schirm''(auf der Kreissparkasse stehen geblieben), 2 Lcgilimationskarteu der Hanauer Ortskrankenkasse für Theodor Dickhaut, 1 Griffel­köcher.

V erlortn: 1 schwarzseidener Damen-Schirm mit gebogenem blauen Holzgriff (irrtümlich am Montag im Frauenvereinsnählag in der Centralhalle mitgenommen), 1 Lielerscheinbuch.

Zugelaufen: 1 kleine schwarze Hündin, 1 Gans, 1 Gans (Nußallee 22).

Hanau den 23. November 1907.

Die Majestät des Todes.

Mit unnahbarer Majestät schreitet der Tod durch die Menschenwelt, ein König der Schrecken. Wo er eintritt, in ein Haus, da füllen sich die Augen mit Tränen, verhüllen sich die Häupter und schweigt die Freude. Er knickt Hoff­nungen, schlägt Wunden, und selbst da, wo er als ersehnter Freund kommt, kann das Herz das leise Bangen und Zittern nicht los werden. — Menschliche Kunst und Wissenschaft hat sich ihm genaht; aber in sein dunkel-geheimnisvolles Wesen bringt kein menschliches Forschen. Vor seiner düsteren Majestät neigt sich die Fackel der Wissenschaft. — So schwebt er über der Welt, ein bitteres Verhängnis, ein dunkler Gottesbole, unentrinnbar: „Alle Menschen müssen sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu."

Auch die Scharen, die heut am Totenfest den Gottes­äckern zuströmen, erscheinen als sein großes Gefolge. Doch nein; was sie dort hinauszieht und -treibt, ist eine ander« Macht, die selbst dem Tode standhält. Stärker als deS TodeS Majestät ist die Kraft der Liebe. Wo er hat töten wollen, hält sie das Bild des Lebens fest; wo er hat trennen wollen, hält sie Treue und schlingt mit den Blumengewinden auf dem Grabe die Seile der Hoffnung um Diesseits und Jenseits. Er kann wohl nehmen und verwunden, er kann das Herz dem Verbluten nahe bringen in seinem wehen Schmerz — aber die Liebe kann er nicht töten. „Liebe ist stark wie der Tod", so sagt das alte Gotteswort und fügt größeres hinzu: „Die Liebe höret nimmer auf."

So ist denn auch diese furchtbarste Macht der Erde nicht unüberwindlich! Ja, das Kreuz auf den Gräbern erzählt davon, daß die am Kreuze sich opfernde Liebe „dem Tode die Macht genommen hat." Das Kreuz vermag noch mehr! Was keine Wissenschaft vermocht hat, die Rätsel und Fragen bei Todes zu lösen, einzudringen in sein geheimnisvolles Dunkel — das kann die gekreuzigte Liebe. Vor ihr schwinden alle Schatten bei Todes, füllen sich bange Herzen mit Trost, trotzige mit Geduld, verdüsterte mit Licht, ver­drossene mit neuem Lebensmut. Wer in TodeSschmerz und Todesfurcht am Totenfest zum Friedhofe geht, wende fick' dem Kreuze zu, vor ihm verblaßt alle Majestät des Todes:

Es war ein wunderlicher Krieg, Da Tod und Leben rungen, Das Leben behielt den Sieg, Es hat den Tod verschlungen!

„Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum."

Politische Rundschau.

Das Abschiedsgesuch des Generals von Bisstng. Der Kommandierende General des 7. Armeekors in Münster hat in einem Tagesbefehl bekannt gegeben, daß er demnächst um seinen Abschied einkommen werde. Die auffällige Form dieser Kundgebung dürfte noch mancherlei Erörterungen nach sich ziehen. Der Befehl hat folgenden Wortlaut: „Nachdem Seine Majestät der Kaiser und König mir hat mitteilen lassen, daß Allerhöchstderselbe das siebente Armeekorps, daß ich fast sieben Jahre mit besonderer Auszeichnung und zu seiner dauernden Zufriedenheit geführt hätte, deshalb neu be­setzen wolle, weil jüngere Kräfte zu ihrer Verwendung im Ernstfälle sich im Frieden darauf vorbereiten müßten, habe ich Sr. Majestät gemelder, daß ich am 1. Januar 1908 mein Abschiedsgesuch einreichen werde. Ich hoffe, daß ich in der Zeit, in welcher ei mir noch vergönnt ist, mein schönes Armeekorps zu führen, einzelne Standorte besuchen kann, um meinen Untergebenen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, Lebewohl zu sagen. Freiherr v. Bissing."

Zur Poleuvorlage. Die „Kölnische Zeitung" meldet auS Berlin: Die Forderung der Polenvorlage geht über 250 Millionen hinaus. Die Zahl der jährlich angesetzten Ansiedler war im letzten Jahr doppelt so groß als unmittel­bar nach 1902; dadurch sind die damals bewilligten 250 Millionen schneller aufgebraucht worden als erwartet war. Hinzukommt, daß in den letzten zwei Jahren durch die Um­wandlung des vorhandenen deutschen Bauernbesitzes in Renten­güter neue große, viele Mittel erfordernde Ausgaben er­wuchsen. Deshalb ist zu erwarten, daß in der jetzigen An­forderung der Regierung wiederum wie im Jahre 1902 ein erheblicher, bestimmt zu normierender Anteil für den Ankauf von Domänen und Forsten mitenthalten ist. Die geforderten Mittel können auch diesmal, weil es sich um dauernde ver­zinsliche Anlagen von Staatsgeldern handelt, nur durch An­leihen gedeckt werden. Eine baldige Verabschiedung der Vor­lage durch den Landtag ist wünschenswert, weil die An­siedlungskommission bekanntlich am Ende ihrer Mittel ist.

Eine nationale Kundgebung. Der Niederrheinisch. Westfälische Gauverband der Deutschen Kolonial-Gelellschaft hat in seiner Versammlung vom 19. November einstimmig folgende Entschließung gefaßt: Der Gauverband erwartet von der Reichsregierung, daß sie in der kommenden Tagung des Reichstages eine Vorlage zum beschleunigten Ausbau des für die Entwicklung der deutschen Kolonien unentbehrlichen Eisenbahnnetzes vorlegt, wofür die Mittel erforderlichenfalls auf dem Wege der Anleihe zu beschaffen sind. Eine weitere Entschließung betreffend der Flottenvorlage lautet: Der Gau­verband ist über die Unzulänglichkeit der neuen Flottenvor­lage der Regierung enttäuscht und erwartet, daß der Reich«, tag die Vorlage so ergänzt, daß sie den nationalen W> nisten bei Reiches entspricht.