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General-Anzeiger

Arnllickts Organ für Mt- na) AMeis Sanaa.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Senn» und Feiertage, mit belletristischer Vellage,

vaastWsrtt. Rebottemt O. Schrecker hl HmttG

Nr. 273 SttiiffttAanfdibifi Nr. 60»

Freitag den 22. November

fferusprechauschlus; Nr. 605. 1907

Amtliches.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

DaS Ergebnis der am 18. und 19. d. MtS. vorge- nommenen Ergânzungs- und Ersatzwahlen der II. und I. Wahlabteilung für die Stadtverordneten-Versammlung ist folgendes:

uud nachmittastS von 48 Uhr. Wähler, deren Name mit den Buchstaben AK beginnt, wählen im unteren Saale, Wähler, deren Name mit den Buchstaben 83 beginnt, wählen im oberen Saale des Neustädter Rathauses.

Wir laden die stimmberechtigten Bürger, welche der 3. Wahlabteilung angehören, zu dieser Wahl hierdurch ein.

Hanau den 18. November 1907.

II. Wahlobteilung.

Es haben insgesamt 869 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht; die absolute Stimmenmehrheit beträgt demnach 185 Stimmen. Die absolute Stimmenmehrheit und

Der Wahlvor stand. Boehm.

13815

zugleich die meisten Stimmen haben erhalten die nannten Herren, die somit gewählt sind:

nachge-

1.

2.

8.

Franz, Heinrich, Bauunternehmer, Müller, Philipp, Holzhändler, Schwabe, Iuliu«, Rentner, Stübing, Iuliu«, Fabrikant.

I. Wahlabteilung.

StKlischt toitëDfroiilWii^Ht,

Langstraße Nr. 41.

Kostenfreie Nrbeitsvermittelnng werktäglich vorm. 8'/»12V, Uhr, nachm. 36 Uhr.

Es haben insgesamt 43 Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, sodaß die absolute Stimmenmehrheit 22 Stimmen beträgt. Mehr als die absolute Stimmenmehrheit und zugleich die meisten Stimmen haben die nachgenannten Herren erhalten, die sonach gewählt sind:

Städtisches Arbeitsamt, Rathaus Zimmer Nr. 12. Kostenfreie Auskunft in Sachen der sozialen Gesetz­gebung (Unfall-, Invaliden-, Kranken- usw. Gesetze.) Hanau am 10. Juni 1907.

Der Magistrat.

Dr. GebeschuS.

2.

3.

1.

2.

Ergänzungswahl.

Kehl, Karl, jr., Fabrikant, Schroeter, Wilhelm, Fabrikant, Spatz, Karl, Rentner,

S t e i n h e u e r, Julius, Fabrikant.

Ersatzwahl.

Deine«, Georg, Fabrikant, Dr. Hoffmann, Eduard, Professor.

Nach § 29 Absatz 2 der Städle-Ordnung für

die

Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 kann von jedem Stimmberechtigten innerhalb zweier Wochen nach Bekannt­machung deS Wahlergebnisses bei dem Magistrate Einspruch gegen das stattgehabte Wahlverfahren erhoben werden.

Hanau den 21. November 1907.

Der Magistrat.

24059

Bekanntmachnng.

Bei der am 11., 12. und 13. November b. JS. statt- gefundenen Ergänzungswahl der Stadtverordneten für die 3. Wahlabteilung sind von 3874 Wählern insgesammt 15 488 Stimmen abgegeben worden. Von diesen entfielen auf die Herren

1. Lückhardt, Jean, Weißbindermeister

2. -

1898

3.

4.

5.

6.

Kempf, Wilhelm, Obereisenbahn-Assistent 1896 Fischer, Max, Lithograph Sommer, Karl Ludwig, Kaufmann Craß, Karl, Gewerkschaftsbeamter

Aukamm, August, Goldarbeiter

7. Hoch, Gustav, Arbeitersekretär und Schriftsteller

1895

1894

1874

1871

Stimmen

*

ff

ff

ff

8. Dr. Wagner, Georg, prakt. Arzt

S. Holzschuh, Thomas, Kunst- und Handelsgärtner

1871

1867

Handelskammer zu Hanau.

Gemäß §§ 16, 17 des Gesetzes betr. die Errichtung von Handelskammern vom 24. Februar 1870 und 19. August 1897 sind vor Schluß des laufenden Kalenderjahre« folgende Wahlen zur Handelskammer vorzunehmen:

1. Ergänzungswahlen für die Herren:

Ad. A l m e r o t h, Kommerzienrat Heinrich Brüning, Ernst Döring, Jul. Steinheuer zu Hanau, Karl Arnd, Ferd. Neitzert zu Fulda, Ph. Stock zu Gelnhausen.

2. Ersatzwahl für Herrn K. König zu Hanau für die Amtsperiode bis Ende 1909.

Zur Vorbereitung dieser Wahlen ist gemäß § 11 ge­nannten Gesetze« für jeden Wahlbezirk eine Liste der Wahl­berechtigten ausgestellt worden, welche eine Woche lang öffent­lich auszuleaen ist. Diese Auslegung findet vom 28. No­vember bis 4. Dezember statt, und zwar für den Wahlbezirk Stadt und Landkreis Hanau auf der Handels­kammer (Stadtschloß zu Hanau) und für die Wahlbezirke Fulda und Gelnhausen auf den betr. Königlichen Landrats- ämtern.

Etwaige Einwendungen gegen die Wählerliste sind inner­halb einer Woche nach beendiater Auslegung, also bis zum 11. Dezember, bei der Handelskammer anzubringen.

Zu Wahlkommissaren sind ernannt für den Wahlbezirk: Stadt- und Landkreis Hanau Herr Kommerzienrat C a n t h a l,

Fulda Herr Ferd. Neitzert, Gelnhausen Herr Georg Meles.

Hanau den 22. November 1907.

Die Handelskammer.

Canthal.

24055

Der Syndikus.

Dr. phil. Grambow.

10.

11.

12.

Bracker, Christian, Oekonom Tbyriot, Jean Perre, Stadibaurat

13.

Kämmerer, August, Landkrankenhaus Jnsveklor a. D.

106

105

a. D. 105

Koburger, Peter, Spezereiwarenbändler 14. Giesenregen, Jakob, Gütervorsteher

zusammen 15 488 Stimmen

Da nach dem vorstehenden Wahlergebnis von niemandem die erforderliche absolute Stimmenmehrheit erreicht worden ist, so hat nach § 28 der Städte-Ordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 engere Wahl zwischen denjenigen 8 Personen stattzufinden, welche die höchste Stimmenzahl erhalten haben. Wir stellen deshalb die vor­stehend unter Nr. 1 bis einschl. 8 genannten Herren hier- durch zur engeren Wahl. Die Wahl sann nur auf 4 dieser 8 Herren gerichtet werden; Stimmen, welche auf andere Personen fallen, sind «n-

Die engere Wahl findet statt am Montag den Dezember, Dienstag den 10. Dezember und Mittwoch den 11. Dezember 1907 und zwar täglich von vormittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr

Gtfilndenc und verlorene Gevenstiiildt re.

Gefunden: 1 Wildschweinslederportemonnaie mit 66 Pkg. Inhalt, 1 Portemonnaie mit Kettchen und 67 Psg., 1 schwarzer Sammet-Damengürtel. Von einem Geschäft hier abgeliefert: 1 Paar weihe Damenhandschuhe, 1 Paar weiße und 1 Paar schwarze Damen-Halbhandschuhe, 1 Paar Schnürriemen und 1 gelbe unechte Brosche.

Verloren: 1 Sack (200 Pfd.) Gerste auf dem Wege Hanau DiedeSheim, 1 breite« gold. Kettenarmband mit Granatsteinen (im Laden bei Aron u. Co.)

Zugelaufen: 1 gelber schottischer Schäferhund mit weißen Abzeichen.

Hanau den 22. November 1907.

PolitiTche Rundschau.

Kaisermanöver. Wie gemeldet, finden die Kaiser- manöver im Jahre 1908 zwischen dem 15. Armeekorps (Straßburg) und dem 16. in Metz statt. Ersteres befehligt seit 1. April 1903 General der Infanterie Ritter Hentschel v. Gilgenheimb, letzteres seit 24. April 1906 General der Infanterie v. Prittwitz und Gaffron. Beide Generale halten

noch keine Gelegenheit, ihre Truppen im Manöver dem Kaiser vorzuführen. Sowohl die 8. bayerische Infanterie- Brigade in Metz als auch Truppenteile der bayerischen 3. Division in Landau werden an den Kaisermanövern teil­nehmen.

Der Gesetzentwurf der WeriznwachSstener für Hessen ist seiner Annahme durch die LandstSnde ein gut Teil näher gerückt durch die Zustimmung des Ausschusses der Zweiten Kammer m den von der Ersten Kammer beschloffenen Abänderungsvorschlägen. Diese letzteren erfolgten nach der Durchberatung deS RegierungsentwurfeS in der Zweiten Kammer und trugen von gewissen Seiten der ersten Kammer den Vorwurf der Verschleppung ein. Nunmehr hat sich ge­zeigt, daß die Arbeit der ersten Kammer eine wirkliche Ver­besserung bedeutet und damit eine baldige Verabschiedung der Vorlage zu erwarten steht.

Zur Bekämpfung deS ZifteuuerunwefenS. Seit Erlaß der Anweisung deS Minister- des Innern zur Be­kämpfung deS Zigeunerunwesens vom 17. Februar 1906 hat die Zigeunerplage nach den übereinstimmenden Berichten der Provinzialbehörden in Preußen erheblich nachgelassen. Nicht nur, daß überall ein geringere« Auftreten von Zigeunern, und zwar meist in kleineren Trupps wie bisher festgestellt wurde, eS hat sich auch in einzelnen Fällen ein Streben nach Seßhaftwerden unter ihnen bemerkbar gemacht. Dies« günstigen Wirkungen der Verordnung sollen dadurch noch erweitert und befestigt werden, daß Vereinbarungen mit den übrigen Bundesstaaten wegen gleichmäßiger Behandlung der Zigeuner im ganzen Deutschen Reiche angebahnt werden. Die in dieser Hinsicht schwebenden Verhandlungen streben insbesondere an, daß die Ausweisung nicht reichSangehöriger Zigeuner in allen Staaten gleichmäßig über die Reich-grenze und nicht nur über die LandeSgrenze zu erfolgen hat, und daß die Verfolgung vagabundierender Zigeunerbanden betrtfl' Polizeibeamte auch über die Grenze eines BunoeSstaateS hinaus gestattet werden soll. Die Durchführung der zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens in Preußen erlassenen Bestimmungen ist im übrigen nur insofern auf Schwierig­keiten gestoßen, al« manche Ortspolizeiverwaltungen die Kosten scheuen, welche ihnen möglicherweise durch ihr Ein­schreiten gegen die Zigeuner erwachsen können. Einige Kreisverwaltungen haben sich infolgedessen bereit erklärt, der­artige Kosten, soweit sie nicht vom Staate zu tragen find, aus Kreismitteln zu decken.

Im französischen Senat gelangte gestern der Be» richt zur Besprechung, den Manin im Namen der Unter» suchungSkommi'sion für die Katastrophe auf derJena" er­stattet hat. Cabart-Danneville setzte die Vorzüge und Nach­teile auseinander, untersuchte die Ursachen der Katastrophe und tritt dafür ein, die Disziplin zu stärken und unruhige Elemente aus der Mannschaft zu entfernen. Marinemintster Thomson erwiderte, daß bezüglich der Disziplin strenge Maß­nahmen ergriffen worden seien und noch weiter ergriffen werden würden. Merie, der Präsident der Kommission, er­klärte unter allgemeinem Beifall, daß die Besatzung mit wenig Ausnahmen auS braven und zuverlässigen Leuten be­stehe. General Langlois suchte die Notwendigkeit nachzu- weisen, die Pulverfabrikation zu verbessern, obwohl daS französische Pulver keineswegs schlechter sei, als das fremder Staaten. ChautempS wies auf die verschiedenen Ergebnisse der Untersuchung-kommissionen deS Senats und der Kammer hin. Die Fortsetzung der Beratung wurde dann ans heute verschoben.

Aufrührer auf Flores. Einer amtlichen Meldung zufolge wurde in Endeh auf der Insel Flores (einer der Kleinen Sudainseln), die Wohnung eines europäischen Be­amten von einer Aufrührerschar aus der Umgegend ange­griffen. Die Bande gab eine Anzahl Schüsse ab, wurde aber zurückgeschlagen und verlor drei Tote. AuS Rache er­mordete sie vier eingeborene Frauen und fünf Kinder. Eine Truppenabteiluna, die auf dem Wege nach Kolbano ist, wo, wie bereits gemeldet, eine Patrouille von den Eingeborenen überfallen worden war, vertrieb den Feind aus seiner Stellung und auS dem Kampong. Ein Offizier wurde verwundet, ein Soldat getötet und vier verwundet.

Die Lage in Marokko.

Paris, 21. Novbr. Ein amtliches Telegramm auS Marokko meldet, daß der Sultan Abdul Asi« dem Kriegs­minister El Gebba« befohlen habe, 500 Mann von Tanger nach Mazagan zu senden. Sie sollten in Rabat Halt machen, und dort würden 500 Mann Verstärkung zu ihnen stoßen.

Tanger, 21. Novbr. Die Truppen, die Abdul Asts nach Mazagan zu schicken im Stande ist, sollen die Stadt, die noch in der Macht Muley Hafids ist, beleben oder