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Moiitnl? den 11. November 1907

Hus aller Mell.

Ein Freundesopfer. Der Major Heinicke im 48. Feld- artillerie-Regiment, das in Dresden in Garnison steht, hat sich gestern nachmittag 4 Uhr erschossen. Major Heinicke, ein sehr begabter und angesehener Offizier, hatte einem Freunde 25 000 Mk. geliehen. Er empfing die Nachricht, daß diese Summe verloren fei, da der Freund bankerott wurde. Trotz­dem ihm seine vermögende Schwiegermutter den Betrag so­fort ersetzen wollte, nahm er sich diesen Verlust derart zu Herzen, daß er sich gestern nachmittag 4 Uhr in die Keller- räume des von ihm bewohnten Grundstückes begab und einen Schuß aus seiner mit Wasser geladenen Pistole auf sich abfeuerte, der ihn sofort tötete.

Eisenbahnunglück. Aus Jena wird folgende amt­liche Meldung übermittelt: Am Samstag morgen 7 Uhr 20 Minuten überfuhr auf Bahnhof Jena W. G. infolge schlüpfriger Schienen der von Weimar kommende Güterzug 6859 das auf Halt stehende Einfahrtssignal und fuhr auf eine Rangierabteilung auf. Durch Entgleisung zweier Loko­motiven und mehrerer Wagen ist die Strecke voraussichtlich auf 16 Stunden gesperrt. Vom Zugpersonal wurden zwei Mann schwer, aber nicht lebensgefährlich und zwei Mann leicht verletzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten.

Ein gesetzeskundiger Landstreicher. Vor dem Schöffengericht eines Städtchens an der Werra wurde gegen einen Bettler und Landstreicher, der ein langes Sünden­register aufzuweisen hatte, verhandelt. Seine Verurteilung war nach Lage der Sache unausbleiblich. Der Amisanwalt erachtete ein empfindliches Strafmaß für angebracht und be­antragte, den unverbesserlichen Bruder Straubinger, der das Fechten nicht lassen könne, zu einer Haftstrafe von 8 Wochen zu verurteilen und ihn zwecks seiner endlichen Besserung einem Arbeitshause zu überweisen. Auf die Frage des Vorsitzenden, welche Anträge er zu stellen habe, erwiderte der Angeklagte zur allgemeinen Verblüffung :Eine Haftstrafe von 8 Wochen ist gesetzlich unzulässig, da nach dem Reichsstrafgesetzbuch auf eine höhere Haftstrafe als 6 Wochen nicht erkannt werden kann." Das Gericht mußte sich der Ansicht des Angeklagten anschließen.

Atts Furcht vor ver Schule. Ein schwerer Unfall er­eignete sich in Altona. Der 13jährige Knabe Hermann Casper, dessen Eltern dort im Keller des Hauses Parallel­straße 16 wohnen, hatte seit längerer Zeit die Schule ge­schwänzt, und da alle Aufforderungen, ihn zum Schulbesuch zu bewegen, erfolglos blieben, sollte er am Freitag durch die Polizei zwangsweise nach der Schule gebracht werden. Als nun ein Schutzmann zu diesem Behufe in der Wohnung er­schien, flüchtete der Knabe, von dem Beamten verfolgt,' auf U den Boden des Hauses, stieg auf das Dach, kletterte von hier aus auf das Dach des Nebenhauses, um durch Einsteigen in eine Bodenluke die Straße wieder zn gewinnen. Das Dach war jedoch mit einer Eiskruste bedeckt,' der Knabe glitt aus und stürzte aus der gewaltigen Höhe auf daS Pflaster hinab, wo er bewußtlos und stark blutend liegen blieb. Die Sani- tätSkolonne brachte den Verunglückten in das städtische Krankenhaus: hier wurde durch die Untersuchung festgestellt, daß der Knabe trotz des furchtbaren Sturzes verhältnismäßig glimpflich davongekommen war: er hatte außer einer aller­dings schweren Verletzung des Kreuzbeines und starken Ab­schürfungen nur noch einen Bruch des linken Handgelenks erlitten, innere Verletzungen konnten dagegen nicht konstatiert werden. Die Aerzte hoffen, den Knabèn' am Leben erhalten zu können.

Ein seit langem gesuchter Hochstapler ist der von der Münchener Polizei festgenommene angeblicheErich von Brandt". Brandt ist identisch mit dem berüchtigten Schwind­ler Emil Borges aus Wien. Er entstammt einer sehr guten (ga^UM-^WMBMBmMIIIWMBmMMMMmMRSpMMaMBamtBMMMMMWBMMMMi

Feuilleton,

Nur ein Zufall.

Novelle von Ilse Dore Tanner.

(Fortsetzung statt Schluß.)

Tante Dora war während der letzten Worte aufge­standen und an ihren altmodischen Schreibsekretär getreten, dem sie ein kleines Kästchen aus Rosenholz entnahm. Ein leiser Dust von Lawendel entstieg ihm, als sie es öffnete, und haftete auch dem vergibten Briefe an, den sie entfaltete und mir vorlas.

Lieber Hermann!

Ich übernehme eine schmerzliche und undankbare Auf­gabe, aber ich halte es für meine Pflicht, sie auszuführen. Ich will die lange Geschichte möglichst kurz erzählen: Mein alter Freund, Major Börner, der mit mir hier ist und auch Mack Feller kennen lernte, schien bei seinem Anblick betroffen und meinte später zu mir, er müsse ihm schon einmal begegnet sein. Als ich ihm dann sagte, daß Feller mit meiner Nichte verlobt sei, schien er recht be­stürzt und erzählte mir auf meine Fragen endlich zögernd folgendes: Als er in diesem Frühsommer, ehe er hierher kam, in Borkum an der Nordsee war, machte es ihm in Ermangelung anderer Interessen Spaß, einen jungen Mann zu beobachten, der ihm durch sein sympathisches Aeußere ausfiel. Der Wirt seines Gasthofes, der ihn überhaupt gern mit dem lokalen Klatsch unterhielt, erzählte ihm daß der junge Mann ein Herr Mark Feller sei und schon seit drei Jahren, immer zu derselben Zeit, nach Borkum käme, scheinbar nur um eine junge #rau zu besuchen, die mit ihrem kleinen Knaben wahrend des ganzen Frühjahrs und Sommers sich bei ihnen aufhielte. Es sei eine sehr hübsche, junge Frau, sehr nett und freundlich, allein doch keinevornehme Dame", trotzdem sie sehr fein ange­zogen ging. Noch an demselben Tage sah dann auch mein Freund die zwei am Strande in Begleitung eines nied-

Familie, sein Vater war Bankier, ein Onkel von ihm Abge­ordneter. Er wird von verschiedenen Polizeibehörden steck­brieflich verfolgt und ist unter dem Namen Graf Auersperg, Graf Sternberg, Prinz Borghese seit zwei Jahrzehnten aus­getreten und hat in allen Weltteilen Betrügereien, hauptsäch­lich Heiratsschwindel betrieben. Als Prinz Borghese hat er einer reichen Londoner Dame, mit der er nach Wien reiste, um sie dort sitzen zu lassen, 30 000 Kronen herausgelockt und ist dann nach Verbüßung seiner Strafe nach Amerika ver­schwunden Dort trat er als Varon Egloffstein, Vertreter der deutschen Regierung, auf, der eine geheime Mission habe. Er solle mit dem DampferFürst Bismarck" 500 deutsche Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften als Instruktoren nach Japan vor Ausbruch des russisch-japanischen Krieges bringen. Es gelang ihm, von der Great Central Pacific Railway dafür als Gratifikation einen Scheck von 5000-Doll. herauszuschwindeln. Er trat alsdann mit dem Stahltrust- Präsidenten Charles Schwab in Verbindung, dem er ebenfalls Geld abschwindelte. In Berlin, wohin er zurückkehrte, als ihm in Amerika der Boden zu heiß geworden war, ist er als Mister Vanderbilt ausgetreten, in Wien als Baron Mony.

700 000 Vushels Getreide verbrannt. Nach einem Kabeltelegramm aus Superior im Staate Wisconsin ist dort durch eine Feuersbrunst ein Elevator der Great-Northern- Eisenbahn zerstört worden, in welchem 700 000 Bushels (ein Bushel gleich 35,2 Liter) Getreide sich befanden. Ferner ver­brannten drei Mühlen und 40 Pferde.

Ein Opfer des Diabolo Spiels ist der Sohn einer aristokratischen Familie in Pamplona geworden. Der Knabe schnellte im Verlauf des Spieles die Spindel sehr hoch in die Luft und achtete nicht darauf, welche Richtung sie nahm. Sie traf beim Heruntersallen den Kleinen so unglücklich an der reckten Sckläfe, daß er sofort bewußtlos zu Boden fiel und bald darauf der schweren Verletzung erlag.

Das Unglück auf demBlücher".

Berlin, 9. Nov. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Die vorläufige Untersuchung über das so folgenschwere Unglück auf der KasernenhulkBlücher" hat, wie wir von unter­richteter Stelle erfahren, ergeben, daß die Explosion des Backbord-Ackstern-Kessels durch Bedienungsfehler entstanden fein muß, die anscheinend mit einer Reihe unglücklicher Zu­fälle in Zusammenhang stehen. Die letzte spezielle Unter­suchung desBlücher"-Kesselß durch Kaltwasserdruckprobe mit doppeltem Druck hat am 24. Januar stattgefunden und einen befriedigenden Befund ergeben. Der havarierte Kessel war zuletzt vom 1. bis 22. August in Betrieb; er war seither in sogenanntem nassen Zustande konserviert worden. Am Tage des Unglücks sollte der Kessel wieder von neuem für Dampf­heizung und elektrisches Licht in Betrieb genommen werden. Als beim Anheizen die Explosion stattfand, ist vergessen worden, die festgesetzt gewesenen Sicherheitsventile, die ge­schlossenen Manometerhähne nach Anzünden des Kessels zu öffnen, so daß ein Ueberheizen des Kessels ein treten mußte. Durch Explosion infolge zu hohen Dampfdruckes wurde die Stirnwand des Kessels (Kofferkessels) fast in ihrer ganzen Länge herausgerissen. Der ausströmende Dampf hat zu­sammen mit Bruchstücken des Kessels sämtliche Decks deS Hulk nach oben durchbrochen.

Kiel, 9. Novbr. Bei der heutigen Beisetzung der Opfer derBlücher"-Katastrophe ließ sich der Kaiser durch den Oberwerfts-Direktor, Admiral von Usedom, vertreten, der im Namen des Kaisers einen Kranz am Grabe nieder­legte. Die Kaiserin sandte an daß Kommando der Obersee­station folgendes Telegramm: Ich bitte, den Hinterbliebenen der bei der Katastrophe Verunglückten meine innigste Teil­nahme auszusprechen und bei der heutigen Feier in der Ka­pelle einen Kranz niederlegen zu lassen.

Flensburg, 9. Novbr. Heute nachmittag 2 Uhr 30 Minuten erfolgte die feierliche Beisetzung der Opfer der

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licken, kräftigen Jungen. Das Paar ging eifrig sprechend ; auf und ab, dicht an dem im Strandkorb sitzenden Börner i vorbei, den sie gar nicht zu bemerken schienen. Einmal l blieben sie stehen, und die junge Frau legte ihre Hand auf Fellers Arm, sah ihn flehend an, und Börner ver­stand die schluchzenden Worte:

Es ist ja nicht um meinetwillen, es ist Pauls wegen. Ich will ja gewiß nicht lästig fallen, aber Emil muß an­erkannt werden, und bald, das Kind fängt an, Fragen zu : stellen.

Ihr Begleiter antwortete:Ich verspreche Gerechtigkeit, aber still, wir sind nicht allein . . ."

Die Sache kommt mir sehr verdächtig vor, hoffent­lich kann Feller nenügend Aufklärung geben, wenn nicht, hoffe ich, daß Deine Tochter genügend Stolz besitzt, um den allein richtigen Ausweg zu finden. Für alle Fälle erkläre ich hiermit, daß ich jedenfalls nichts mit einem Menschen zu tun haben will, dessen Ehre nicht vollständig klar und fleckenlos ist. Dore tut mir leid, ich habe die ganze Sache von vornherein für eine Verirrung gehalten. Gib bald Nachricht

Deinem

Onkel Dietrich."

Tante Dore faltete den Brief wieder zusammen und legte ihn in das Kästchen zurück, dann fuhr sie fort:Wie mir zumute war, als ich diesen Brief gelesen, kann ich Dir kaum beschreiben, mein Kind. Ein lähmendes Kälte­gefühl überrieselte mich.ES ist nicht wahr, kann nicht wahr i sein," stammelte ich vor mich hin, während ich doch fühlte, wie'ein häßlicher, mich und ihn demütigender Zweifel leise, ; leise in meinem Herzen seine Stimme erhob und wenn es dock wahr wäre.

Ich konnte jetzt nicht mit meinem Vater reden: ich setzte ' mich an meinen Schreibtisch und schrieb ein paar kurze Zeilen an Mark, die ich durch einen Fischerjungen zu ihm schickte. Wenige Stunden darauf war er da.

Ein Schimmer von Besorgnis lag auf seinem, mir ach, so lieben Gesicht, als er die wenigen Stufen zu unserer Veranda emporeilte, und als ick ihn dann vor mir sah, in seine treuen, ernsten Augen blickte, wurde mir leicht und

BIücher"-Katastrophe. Nachdem im Garten deS Garnison­lazaretts die Trauerfeier stattgefunden hatte, bei der der evangelische Divisiönspfarrer und der katholische Pfarrer er­greifende Worte gesprochen, bewegte sich um 3 Uhr der Trauerkondukt nach dem Kirchhofe. Auf dem Wege dorthin bildete die hiesige Garnison Spalier. 12 von den Toten wurden auf vier Wagen nach dem Friedhofe übergeführt, während die Leichen des Obermatrosen Nikon aus Berlin und des Oberbotlerliergastes Schrader aus Osterode im Harz in ihre Heimatsorte gebracht werden. Am Grabe legten der Oberwerftdirektor Admiral ä la suite v. Usedom im Auftrage des Kaisers und Admiral v. Prittwitz und Gaffron im Auf­trage der Kaiserin prächtige Kranzspenden nieder. Außer den zahlreichen Abordnungen der verschiedenen Marineteile von Kiel, Flensburg und Sonderburg nahmen die Vertreter der städtischen Kollegien und des Königlichen Seeamts, sowie sämtliche Krieger- und Marinevereine an der Beisetzungs- feier teil.

Berlin, 10. Novbr. Der Prinzregent von Bayern hat anläßlich des Unglücks auf dem SchulschiffBlücher" nach­stehendes Telegramm an den Kaiser gerichtet:Die Nachricht von dem schweren Unglück auf dem SchulschiffBlücher" hat mich mit aufrichtiger Teilnahme erfüllt und es ist meinem Herzen ein Bedürfnis, Dir und der kaiserlichen Marine die Versicherung meines innigsten Beileids zum Ausdruck zu bringen. Luitpold." Der Kaiser hat darauf geantwortet: Nimm meinen herzlichsten Dank für Dein Beileidstelegramm anläßlich des Blücher-Unglücks entgegen. Ich habe es durch den Staatssekretär v. Tirpitz zur Kenntnis der Marine bringen lassen. Ein Trost bei dem Unglück ist, daß es, wie die Ermittlung der Ursachen ergeben hat, in keiner Weise Befürchtungen für die Sicherheit unserer Schiffsdampfkessel im allgemeinen wachrufen kann. Wilhelm."

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Gemeinnütziges.

Alle Rostflecke verschwinden ans Wäsche schnell und sicher beim Gebrauch des weltberühmten Globus-Rost­flecken-Entferners. So einfach dessen Handhabung ist, so überraschend und vollkommen ist der durch ihn erzielte Erfolg. Selbst die ältesten Rostflecke sind mühelos und für immer durch den Globus-Rostflecken-Eutferner auS der Wäsche zu beseitigen, wobei auch das zarteste Gewebe nicht im geringsten angegriffen wird. Wir raten daher allen unseren Haus­frauen wärmstens an, sich dieses wirklich gute, von der Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft Leipzig und Eger t B. herge­stellte Fabrikat für ihren Haushalt anzuschaffen. Ganz ab­gesehen davon, daß das Vorhandensein von Rostflecken in der Wäsche als unschön zu bezeichnen ist, läßt es die Tat­sache, daß alle Rostflecke mit der Zeit zerstörend auf daS Gewebe einwirken, als ein einfaches Ding der Sparsamkeit erscheinen, dieselben baldmöglichst aus der Wäsche zu ent­fernen. Wir freuen uns daher außerordentlich, in dem Globus-Rostflecken-Entferner unseren Hausfrauen ein Mittel empfehlen zu können, das sämtliche Rostflecke, ob alt, ob neu, auS der Wäsche überraschend schnell und bequem be­seitigt, ohne dem Gewebe auch nur im geringsten zu schaden. Jeder Versuch mit dem Globus-Rostflecken-Entferner über­zeugt und führt zu dauernder Benutzung. Erhältlich ist der Artikel in Stiftform in den meisten Kolonialwaren-, Drogen- nnd Seifengeschäften zu dem in bezug auf seine Güte und seinen äußerst sparsamen Verbrauch tatsächlich niedrigen Preise von 20 Pfennig per Stück. Da jedoch hie und da ähnlich benannte, minderwertige Fabrikate angeboten werden, so ver­lange man überall ausdrücklich den echten Globus-Rostfleckeu- Entferner.

frei ums Herz, alle meine Zweifel schwanden wie Schnee vor der Sonne.

Was ist, Dore? Ist irgend etwas passiert, mein ßieb ? fragte er zärtlich besorgt, indem er mich mit seinem Arm umfing und zärtlich küßte.

Ich machte mich sanft los und holte Onkels Schreiben, meine Hand zitterte, als ich es ihm gab.

Lies diesen Brief, Mark, ich, ich glaube nicht, was darin steht," stammelte ich.

WaS meinst Du?" fragte er befremdet.

Lies erst," bat ich,ich werde solange hinausgehen."

Ich ging auf die Veranda und starrte mit gefalteten Händen regungslos auf die See, während mein Herzschlag mich fast zu ersticken drohte.

Es dauerte nicht lange, dann hörte ich Marks Schritt hinter mir. Ich wandte mich um."

Sein Gesicht war sehr ernst, aber «8 stand nichts von Scham, nichts von einem bösen Gewissen darauf. Er wollte mich sanft an sich ziehen, aber ich wehrte ihn ab.

Nun, Mark, kannst Du die merkwürdige Geschichte e> klären?" fragte ich angstvoll.

Du mußt mir für kurze Zeit vertrauen, Dore," sâgtk er ruhig.Ich bin der Mark Feller, den Deines OnkelS Freund gesehen; alles, was er erzählt, ist wahr, aber die augenscheinliche Folgerung ist falsch. Ich werde alles voll- ständig aufklären, aber Du mußt mir eine Woche Zeit dazu

Ach. Mark, warum willst Du nicht gleich sprechen?" rief ich flehend,Du weißt doch, wie mein Vater ist daß er noch nicht ganz seine Abneigung gegen unsere Verlobung verloren, wie er gleich alles von der schwärzesten Seite an- steht, er wird eine augenblickliche Erklärung von Dir oer- langen

»Die kann ich ihm nicht geben," sagte Mark fest "

Ich brach in Tränen aus:Er wird alles Mögliche ver» muten, wenn Du nicht gleich redest."

Er sollte wissen, daß ich nicht verdiene, eines doppelten Spiels beschuldigt zu werden," fuhr Mark entrüstet auf dann zog er mich fett an sich,und Du, Dore, vertraust Du mir?