Sekte 9
f^rektaff
v. Novemder^
den Norwegen machen wolle. Erst im September 1907 mürbe uns bekannt, daß Norwegens Absichten und Wünsche die Form eines definitiven Entwurfes zu dein Traktat ge- funden hätten, dessen Inhalt uns mitgeteilt wurde. Wir hielten uns dann für berechtigt, Bemerkungen zu machen, zu denen die Verhältnisse uns Grund zu geben schienen, und auf eine Anfrage erklärten wir uns bereit, als Mitgarantiemacht an dem Abschlusse des Traktats teilzunehmen, eine Erklärung, von der wir zu vermuten den Anlaß hatten, daß ihr von allen Garantiemächten Folge geleistet würde. Gleichfalls glaubten wir, Norwegen unsere Auffassung mitteilen zu müssen, um zu verhindern, daß eine Mißstimmung in Schweden entstände. Ob Norwegen vor der Unterzeichnung eine Aenderung im Text des Traktates vorgenommen hat, ist uns nicht bekannt, da Norwegen uns den Inhalt desselben nicht mitgeteilt har.
DaS russische Finanzministerium beendete die Aufstellung des Voranschlages zum Etat für 1908. Danach betragen die ordentlichen Einnahmen des Reiches (in Millionen Rubeln) 3218, die ordentlichen Ausgaben 3217, die außer- ordentlichen Einnahmen 7, die außerordentlichen Ausgaben: für Liquidation des Krieges gegen Japan und seine Folgen 67, für Eiscnbahnbaulen 59, für Notstandsgebiete 8, für Auszahlungen an die Eisenbahngesellschaften 7, für Ankauf von Besitzrechien 4, für Tilgung kurzfristiger Schatzscheine 53, insgesamt 198. Diese Summe wird gedeckt: durch den Neberschuß der ordentlichen Einnahmen 1, durch außerordentliche Einnahmen 7, und durch Kreditoperationen 190 Mill. Rubel.
Zn dem Entwurf der Adresse der Sobranje wird betont, daß die Reformation für die bulgarische Bevölkerung Mazedoniens kein günstiges Ergebnis gehabt habe, und die Regierung aufgefordert, alles zur Besserung des Loses dieser Bevölkerung aufzubieten. Die Sobranje verspricht in der Adresse der Regierung hierzu weitgehende Unter- stützung.
Eine bulgarische Bande im Verein mit einigen Mitgliedern der rumänischen Propaganda drang am 4. Novbr. in das griechische Dorf Ano Seli im Bezirk Karaferia, welches die Bewohner während des Winters verlassen hatten, um in die Ebene hiuabzusteigrn. Die Bande zündete das Dorf an, und der ganze Komplex von 200 Häusern fiel mit Ausnahme der Kirche der Feuersbrunst vollständig zum Opfer.
Arbeiterbewegung.
Omnibnsftreik in Wien. Die Angestellten der Wiener Omnibusgesellschaft haben in einer Mittwoch nacht abgehaltenen Versammlung beschlossen, Donnerstag in den Ausstand zu treten.
Beendeter Dele-traphistenausstand. Der Verband der New-Dorker Tclegrapbenbeamten hat den Beschluß gefaßt, dir Arbeit wieder aufzunehmen.
Die Kaqe in Marokko.
Paris, 7. Novbr. Der „TempS" schreibt über daS Marokko-Gelbbuch, dieses biete nicht jenes dramatische Interesse, das das Gelbbuch vom Jahre 1906 kennzeichnete. Man müsse die Marokkopolitik so, wie sie sich in dem neuen Gelbbuche kundgebe, billigen. Sie habe sich als folgerichtig gezeigt und kein wesentliches Interesse preisgegeben. Was die Haltung der auswärtigen Mächte anbelange, so sei daS Gelbbuch sehr befriedigend. Die französische Botschaft in Berlin habe in Herrn u. Tschirschky einen höflichen und loyalen Mann gesunden. Oesterreich-Ungarn habe sich, wie im Jahre 1906, so auch im Jahre 1907 Frankreich gegenüber korrekt und entgegenkommend gezeigt. Die Haltung Italiens sei sympathisch gewesen. Rußland habe Frankreich treu unterstützt. England habe die französische Aktion rückhaltlos gutgeheißen und nur gewünscht, daß sie energischer sei. Spanien habe sich als loyaler Mitarbeiter erwiesen. Man dürfe aber nicht vergessen, daß diese Situation nur insofern in ihrem vollen Werte zur Geltung gebracht werden könne, als man fühlen werde, daß die friedliche Diplomatie Frankreichs über eine militärische Kraft ersten Ranges verfüge.
Paris, 7. Novbr. Die Deputiertenkammer hat die Verhandlung über die die Vorgänge in Marokko betreffende Interpellation auf Dienstag angesetzt, um den Abgeordneten ein vorheriges genaues Studium des Gelbbuches zu ermöglichen. Das Haus genehmigte die Budgets deS Unterrichts sowie deS Handels.
Hus aller Mell.
Das Kuratorium Der Bauernfelvstiftung erkannte t>en Schriftstellern Wilhelm Raabe-Braunschweig und Kurt Laßw'tz-Gotha Ehrengaben von je 2000 Kronen zu.
Verstorben. Die einst hochberiiymte Sängerin Cruvelli, verehelichte Baronin Vigier, ist in Nizza gestern 81 Jahre alt gestorben.
Ein holländischer Minister mit seiner F-rau ertrunken. Bei Hoogkerk in der Provinz Groningen ereignete sich tn der vergangenen Nacht infolge des ungemein starken Nebels ein fürchterliches Unglück. Der zweispännige Wagen, in dem sich Staatsminister Jonkherr von Panhuys und sein Bruder, der Bürgermeister von Leek, mit ihren Frauen saßen, stürzte in das Wasser. Nur der Kutscher itnb die Pferde kamen mit dem Leben davon. Den vier Insassen konnte keine Hilfe gebracht werden, so daß sie ertranken.
Der Schriftsteller Gaedke wurde von der achten Strafkammer des Landgerichts Berlin I wegen unberechtigter Führung deß Obersten-Titsls zu der höchstzulässigen Geldstrafe von 150 Mk. verurteilt.
Eingestelltes Verfahren. DaS Verfahren gegen den Cha'fffeur, der seinerzeit, als er den Reichskanzler Fürsten v. Bülow von Klein-Flottbek nach Hamburg fuhr, die 80= jährige Frau Schtppmann überfuhr, ist eingestellt worden, da den Führer des Automobils keine Schuld trifft.
Der halbseidene Regenschirm. Der ehemalige Schneider Hans Hellich aus Budapest annoncierte seit einiger Zeit in Zeitungen des In- und Auslandes, daß er ein tztoßeS Versandhaus „Merkur" in Berlin errichtet habe und von 15000 Kunden, die ihm 55 Pfennig einsenden würden, jeder einen halbseidenen Regenschirm umsonst er» aalten tollte. Es liefen denn auch bald zahlreiche Postan
weisungen ein. Dagegen blieb der Regenschirm aus. Als nun 143 der Einsender mit dem Staatsanwalt drohten, schickte er ihnen einen baumwollenen Schirm gegen eine Mark Nachnahme. Nunmehr erstatteten die Betrogenen Anzeige und Hellich wurde gestern in Hast genommen.
Der Norddeutsche Llohd hat beschlossen, seine Dampfer „Preußen", „Sachsen" und „Bayern", welche zu Anfang des nächsten Jahres in den Mittelmeer-Levantedienst eingestellt werden, sowie den bereits jetzt auf der Mittelmeer-Levante- linse verwendeten Dampfer „Therapia" sowohl auf der Ausreise wie auch auf der Heimreise Messina anlaufen zu lassen. Nach dem Ausscheiden der deutschen Levantelinie in Hamburg auS der jetzigen Betriebsgemeinschast führt diese Linie, deren Dampfer achttägig von Marseille oder Genua abgehen unb Neapel, PiräuS, Smyrna, Konstantinopel, Odessa, Nikolajew und Bakum anlaufen, die Bezeichnung: Norddeutscher Lloyd Mittelmeer-Levantedienst.
Bandet, Gewerbe und Verkehr.
Frankfurt a. M., 8. Nov. Auf dem Viehmarkt standen gestern zum Verkauf: 27 Ochsen, 81 Kühe und Rinder, 906 Kälber, 384 Hämmel. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht wie folgt: Ochsen 1. Qualität 80—85 Mk., 2. Qualität 73—75 Mk.; Kühe und Rinder 1. Qualität 74—76 Mk., 2 Qualität 68-74 Mk. Pro 1 Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92—95 Pfg., 2. Qualität 85-92 Pfg., Hämmel 1. Qualität 78—80 Pfg., 2. Qualität 68—70 Pfg.
* Obstmarktpreise. Die Frankfurter Zentralstelle für Obstoerwertung notierte am 6. November für 50 Kilo gleich 1 Zentner: Preiselbeeren 1. Qualität 35 Mark; Pfirsiche 1. Qualität 55—70 Mark, 2. Qualität 80—40 Mark; Aepfel 1. Qualität 16—20 Mark, 2. Qualität 10 bis 15 Mark; Zwergobst 30—40 Mark; Birnen 1. Qualität 16—25 Mark, 2. Qualität 8—15 Mark; Zwergobst 30-50 Mark; Trauben 1. Qualität 30-35 Ma"rk; Nüsse 1. Qualität 16—18 Mark; Zwischen 1. Qualität 16 Mk.; Quitten 1. Qualität 15—18 Mark; Kastanien, deutsche, 1. Qualität 16—18 Mark; 2. Qualität 12-15 Mark.
Hus Ban au Stadt und Tand.
Hanau, 8. November.
* WohltätistkeiLsvorst^Aunst. Im „Deutschen Hause" fand gestern abend eine Wohltätigkeitsvorstellung zum Besten des Eiseubahnfrauenvereins statt, die den ge- I räumigen Saal vollständig gefüllt hatte, obgleich es „nur ] bei Stühlen ging." Der pekuniäre Erfolg dürfte also vollauf zufriedenstellend sein, der Unterhaltungs- und Erheiterungserfolg aber war es ohne Zweifel. Die Veranstalter hatten ein Programm zusammengestellt und mit Liebe und Fleiß vorbereitet, das das Prädikat vorzüglich fast ohne jede Einschränkung verdient. Nummer für Nummer fesselte und erfreute, mochte sie ernst sein oder heiter. Nach einem Eröffnungsprolog, verfaßt von Herrn Oberkassenvorsteher Stock, den Frl. Marie Dethier recht ausdrucksvoll zu Gehör brachte, bot ein Streichquartett, bestehend aus den Herren Eisenbahusekretär Rehm, Oberbahnassistent Einsatz, komm. Eisenbahnassistent K r e m p l e r und Benno Witte, das Haydn'sche „Allegro moderato“ aus dem Streichquartett Nr. 64 C-dur. Der Art und Weise des Vortrages gebührt volles Lob. Verständnis und gutes Können zeitigte in Verbindung mit Liebe tut Sache eine Darbietung, wie man sie von Berufskonzertgebern wohl auch kaum besser zu hören bekommt. Den gleich guten Eindruck machten die beiden Nummern, die das Quartett im zweiten Teil des Programmes vortrug, besonders der „Liebesiraum nach dem Balle" von Czibulka, zu dem Fräulein Ella Steil die Klavierbegleitung übernommen hatte und sich hierdurch wie auch durch die Begleitung der Gesangsvorträge als verständnisvolle, feinfühlige und dezente Begleiterin erwies, auf bereit Konto ein wesentlicher Teil des Beifalles wohl zu setzen ist. Herr Eisenbahnsekretär Rehm, Mitglied des gen. Quartetts, erfreute auch durch zwei Baßsoli, die Löwesche Ballade „Archibald Douglas" und das „FrüblingSlied" aus dem Musikdrama „Die Walküre" von R. Wagner. Der >hm gespendete Beifall war redlich verdient. Prachtnummern stellten die Sopransoli der hier als Sängerin wohlbekannten und hochgeschätzten Frau Elise Wohlfahrt dar, die im ersten wie im zweiten Teil beS Programms je 3 Lieder bot und zwar vorwiegend volkstümlichen Charakters. Welche Wärme des Vortrags, welche Fülle und Biegsamkeit des Organs auch in den höchsten Laaen, welch entzückende Klangreinheit. Begreiflich, daß der Beifall sich von Nummer zu Nummer steigerte und schließlich fast sein Ende nehmen wollte. Waren die seither genannten Darbietungen mehr der ernsten Unterhaltung gewidmet, so sorgten zwei einaktige Lustspiele: „Frau Ella" von Moser und Lehnhard, sowie „Der Rechte" von Ad. Kreßner für Erheiterung, und zwar Erheiterung, der sich auch der Ernsteste nicht entziehen konnte. DaS riß nun Lachen, zum Frohsein einfach hin. Diese drollige Komik, dieser sonnige Humor, der beide Lustspiele durchleuchtet und sie den Namen Lustspiel wahrhaftig verdienen läßt, wie prächtig wwde er durch die Mitwirkenden zur Darstellung gebracht, besonders durch Frl. Horsten vom hiesigen Stadttheater, die in beiden Stücken die erste und luftigste Rolle übernommen hatte. Wer da nicht lachte, kann überhaupt nicht lachen. Aber auch die übrigen Mitwirkenden, Frau Haas, Herr Eisenbahn - Kr. - Kontr. Hansel mann, Herr Eisenbahnanwärter Simon und im ersten Stück noch Herr Portier Trautwein, endledigten sich ihrer Aufgabe in tadelloser Weise, spielten, wie man Dilettanten selten spielen sieht. In höchst gehobener nnb animierter Stimmung, sicherlich voll befriedigt von dem Ge- iebenen und Gehörten, verließ man gegen 11 Uhr die festliche Stätie und mit Vergnügen wird sich ein jeder wohl noch lange des Abends erinnern.
* Verein der Spessartfreunde. Der 13. Oktober (Sonntag) war für den Spessart so recht ein Tag des Verkehrs. Nicht nur daß das herrliche Herbstwetter mit einem Sonnenschein, wie er freundlicher den ganzen Sommer nicht gelacht hatte, große Scharen froher Wanderer in den grünen Spechtswald führte, auch die berufenen Vertreter der Toliristik und deS Fremdenverkehrs hatten sich ein Stelldichein im Herzen beS Spessarts gegeben. Am gleichen Tage, an dem vormittags die Vertreter des nordbayerischen VerkehrsvereinS in Würzburg wichtige Beschlüsse in bezug auf Aufnahme und Unterkunft der Reifewelt auch für die fränkischen Mittelgebirge, besonders das reizende Maintal, faßten, waren am Nachmittage die Obmänner der Spessarivereine in Heigenbrücken juiammengetreteu, um über die Vervollkommnung der Wegebezeichnung im Bereich des Spessarts, über Turmbauten, Haftpflichtversicherung uhu. zu beraten. Die Wegemarkierung ist nahezu vollständig und zwar zur vollen Zufriedenheit der Wanderer durchgeführt; alle Türme sollen restauriert, der Ludwigsturm auf dem Hahnenkamm, der zur Erinnerung an daS Wittelsbacherjubiläum 1880 erbaut worden, soll bis 1914, dem Säkularjahr der Zugehörigkeit des Spessarts zu Bayern, um mehrere Meter erhöht werden. Dadurch hofft man eine Spessart warte auf diesem herrlichen Aussichtspunkte zu erhalten, die als bescheidenes Gegenstück zur Taunuswarte auf dem Feldberg zugleich ein Denkmal deutscher Einheit und Einigkeit sein soll, das von Bayern aus nach dem befreundeten Hessen und Preußen Willkommgrüße ins Main- und Rheintal sendet.
* Vortragsabend. Der gestrige zweite Vortragsabend des Herrn G. Dähne war dem Gebiete des Lichtes entnommen. DaS Licht wird als eine Wellenbewegung des Aethers, jener unendlich feinen Materie, die das Weltall erfüllt, aufgefaßt. Die Strahlen, die den Lichtquellen entspringen, breiten sich nach allen Richtungen aus, sie können durch mannigfache Mittel gebrochen werden. Besonders wichtig ist die Doppelbrechung gewisser Körper wie Kalkspat, Flußspat re. Die Polarisation des Lichtes wurde durch eine Fülle prächtiger Experimente veranschaulicht. Auch die Farben- zerstreuunq des Lichtes fand ihre eingehende Betrachtung. DaS weiße Sonnenlicht besteht aus den bekannten 7 Regenbogenfarben. Die verschiedenen Bestandteile dieses weißen Lichtes werden in verschieden starker Weise gebrochen und erscheinen so einzeln in der bekannten Anordnung dem Auge. Der Vortragende verfügt über eine Reihe der besten Apparate. Die Handhabung derselben geschieht mit äußerster Sicherheit. Besonders die aus dem Gebiete der Disparsion entnommenen Demonstrationen wirkten bestens, kommt ihnen doch der natürliche Farbenreichtum zugute. Mit größter Anerkennung muß man aller Vorführungen gedenken, sie waren klar, verbanden mit den von der Wissenschaft längst anerkannten Gesetzen vorteilhaft die Errungenschaft des neuesten Forschens und brachten allen etwas.
* Turngemeinde. Die Singstunde der GesangS- abteilung der Turngemeinde findet heute Freitag, 9 Uhr abends statt.
* Verstorben. Die Nummer 261 des „Han. Auz.â brachte aus Worms die Todesanzeige des hier in seiner Heimat weithin bekannten Herrn Christian Eberhard aus K e s s e l ft a d t, welche gewiß Vieler Herzen teilnehmend berührt hat. Die „Wormser Volkszeitung" widmet dem Verblichenen nachfolgenden sehr ehrenden Nachruf, dem auch seine vielen hiesigen Freunde gerne Anstimmen werden: „Am Samstag mittag ereilte plötzlich durch einen Schlaganfall der Tod den in weitesten Kreisen bekannten und außerordentlich beliebten Kasinorestaurateur Christian Eberhard. Der im 74, Lebensjahre stehende Verstorbene, an dessen Bahre die treue Gattin und 2 Kinder trauern, zeichnete sich im Leben durch eine imponierende Gradheit und ehrenvolle Charakterfestigkeit aus. Wer mit ihm Verkehr pflegen konnte, erfreute sich an dem fonnigreiuen und wahrhaftigen Wesen eines auch geif ig. hochstehenden und kunstbegeisterten Mannes. Die Musik war seine beste Freundin und wir wissen von ihm, wie er mit der ganzen Fülle seines warmen Herzens an ihr hing unb ihren Jüngern beschützend und beratend beistand. Herr Eberhard war ein ungewöhnlich braver und herzensguter Mensch, der eigentlich zu schade war für den Platz auf dem er stand; die Kunde seines schnellen Todes hat erschütternd gewirkt. Wer, wir wir, zu seinen Freunden zählte, wird ihn nie vergessen 1"
* Von der Akademie zu Dossiers a. M. Nachdem am 7. November die zweite Immatrikulation statt» gefunden hat, beträgt die Gesamtzahl der immatrikulierten Studierenden z. Zt. 238 gegen 228 am Schlüsse des vorigen Semesters. Der Abgang infolge Ablegung der Prüfungen als Handelslehrer, Kaufmann und Versicherungsverstândige^ sowie infolge Beendigung des Studiums re.) beträgt 95, dem ein Zugang von 105 gegenüberfiebt, davon 36 mit akademischer Vorbildung. — Weitere JmmatrikulationS-Termin» werden nicht angelegt, doch können Einzel-Einschreibungen noch bis zum 30. November erfolgen.
* Zur Herbsimeste trifft eine Schaustellung fePenct Art ein und zwar die Schaustellung der 10 kleinsten Pferde der Welt. Es sind dies die kleinsten Pferderassen der weiten Erde, aus Sibirien, der Mongolei, von der Insel Corsica, Java und den Shetlandinseln. Man glaubt einem Märchen aus lOol Nacht gegenüberzustehen, wenn man diese kleinen, herrlichen Tiere sich bunt durcheinander bewegen steht.
* Wettspiel. Am vergangenen Sonntag spielte di, 1. Mannschaft beS „Hanauer Fußballklub Kickers 19t^ gegen die gleiche Mannschaft deS „Ersten Langendiebachn Fußballklub 1906". Es entspann sich ein schales Spiel j obwohl Langendiebach für Hanau eine sehr überlegene Mannschaft war, so zeigte sich doch ein schönes Resultat Da Spiel wankte hin und ber, bis auf einmal Langendiebach 1 Tor erringen konnte. Kurz darauf errang Kickers durch einen 11 Meter-Stoß auch 1 Tor. Durch dieselbe Gelegenheit errang Langendiebach sein 2. Tor, so daß daS Spiel in der ersten Hälfte für Kickers mit 2:1 Tor verloren war